Lebensqualität mit Ü100

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Die Beiträge in diesem Forum wurden von engagierten Laien geschrieben. Soweit in den Beiträgen gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.
  • Beim lesen von Sophies Post kamen mir noch einige Gedanken, wie ich das Handhabe. Sophie schrieb: [I]Reisen kann man in weniger heiße Länder und in kühleren Jahreszeiten. Warum muss es unbedingt Namibia oder Fidji sein? Es gibt tolle Traumziele in gemäßigteren Klimaten, die auch unter 6 Flugstunden zu erreichen sind: Polen, Schweden, Türkei, Portugal...[/I] Ich war früher eine Sonnenanbeterin. Ich konnte stundenlang in der Sonne braten, es hat mir nichts aus gemacht. Seit einigen Jahren hat sich das geändert und zwar schon vor meiner großen Gewichtszunahme durch die kaputte Schilddrüse. Ich musste mich nun darauf einstellen, dass ich die Hitze nicht mehr vertrage und auch sehr schnell heftig schwitze. Urlaubsmäßig habe ich das so gelöst, dass ich dann in warme Gefilde fahre, wenn dort die schlimmste Sommerhitze vorbei und ich mit ca. 20 bis max. 28 Grad sehr gut klar komme. Lange Flüge vermeide ich auch, weil ich dann zu große Probleme mit dem kaputten Rücken bekomme. Trotzdem empfinde ich auch einen Flug von ca. 3,5 Stunden als anstrengend. So nehme ich immer einen Gangsitz, denn dann stört es niemanden, wenn ich alle halbe Stunde oder so, aufstehe, um mir die Beine zu vertreten. Letztlich, wenn es "nur" an einer Trombosegefahr hapert (nicht falsch verstehen bitte - deshalb schrieb ich "nur") die ja auch nur dann ins Spiel kommt, wenn man lange unbeweglich sitzt, (verbessert mich bitte, wenn ich falsch informiert bin) dann kann man dem ja leicht entgegen steuern, indem man sich viel bewegt? Man mus ja nicht stundenlang unbeweglich sitzen... Sophie schrieb: [I]Und ehrlich gesagt: eine Städte-Rundlatschtour von 4 Stunden sind auch mit 50 Kilo einen Strapaze. Dann geht man eben mehrmals los und teilt sich die Besichtigung in Abschnitte ein.[/I] Ich schaffe keine langen Touren an einem Stück, aber wenn ich meine große Tochter besuche, wollen wir den ganzen Tag unterwegs sein, unser Programm ist immer sehr groß. Also werden Pausen eingelegt. Manchmal sehr oft. Kleine Pausen zum Ausruhen des Rückens, der Beine und der Füße und dann geht es weiter. Und mit den letzten Reserven kommen wir dann am späten Nachmittag total kaputt, aber glücklich wieder bei ihr an. Wenn ich es recht bedenke, braucht man das ganze Leben aufgrund sich verändernder Umstände Alternativen. Zum Glück gibt es sehr viele wenn man Ausschau hält und man kann zufrieden weiter machen. Anders als vorher, aber genauso befriedigend. :)
  • Kleine Anmerkung noch zum Thromboserisiko während Langstreckenflügen. Ich spritze mir eine Heparinspritze vorher. Weiss natürlich nicht, ob das bei dir auch geht, Lady Helen (und ich bin auch nicht dick, habe aber trotzdem erhöhtes Thromboserisiko).
    • Offizieller Beitrag
    Ich glaube, das Thromboserisiko beim Fliegen betrifft nicht nur Dicke. Mein Mann (auch dick) musste vor zwei Wochen beruflich nach Texas. War sein erster Superlangstreckenflug. Er hat mit unserer Hausärztin Rücksprache gehalten, sich Thrombosekniestrümpfe gekauft und vor Hin- und Rückflug jeweils eine Heparinspritze gesetzt. Zudem hat er genug getrunken und ist hin und wieder durchs Flugzeug gelaufen. Von den Strümpfen ist er total begeistert. Da er in einem Teil seines Jobs als Dozent tätig ist, muss er auch öfter lange stehen und wird sie in Zukunft regelmäßig tragen.
    [color=#A52A2A][b]Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.[/b] [b]Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im [url='https://www.das-dicke-forum.de/forum/index.php?legal-notice/']Impressum[/url].[/b][/color]
  • [quote='Sophie','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=102406#post102406'] Warum bin ich sogar zufriedener mit einem Leben mit Übergewicht als früher mit der Hälfte meines jetzigen Gewichts? Es hat was mit [B]realistischen[/B] Erwartungen an mich selbst zu tun, also Ziele, die in Einklang mit meinen Möglichkeiten - die ich auch ständig weiter entwickele - stehen, und der [B]Offenheit für neue Erfahrungen[/B]. Das Leben hat so viel zu bieten, aber das sehe ich nicht, wenn ich starr den Blick auf eine ganz genau festgelegte Vorstellung von "Spaß", "Glück", "Zufriedenheit" richte. [/QUOTE] Ich habe gerade das Gefühl das ich genau darin feststecke, meinen Blick nicht von meinen festgelegten Vorstellungen lösen zu können. Mir scheint ich bade gerade in meinem Unglück darüber, das meine Vorstellungen nicht im Einklang mit meinen Möglichkeiten stehen. Und in der Angst davor, das meine ebenfalls festgelegten Vorstellungen darüber was das immer Dicker werden für Folgen haben könnte, Wirklichkeit werden. :( Traurige Grüße Nicole
  • [quote='Martina','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=102479#post102479']Ich glaube, das Thromboserisiko beim Fliegen betrifft nicht nur Dicke.[/QUOTE] Und insgesamt betrifft Thromboserisiko nicht nur Dicke. Vielleicht Duenne sogar gleich soviel, oder mehr? Ich weiss es nicht genau, aber in meinem Bekanntenkreis gibt es zwei duenne Frauen, die Thrombosen hatten (zum Glueck nicht lebensgefaehrlich), und keine einzige dicke Person. Jetzt sagt auch Knallfrosch, dass sie Thromboserisiko hat. Ich dagegen habe z.B. keins, ich habe es vor einiger Zeit checken lassen. Das ist natuerlich alles nicht wirklich aussagekraeftig, bringt aber irgendwie auf Gedanken...
  • @Itsme Ich unterschreib das direkt! Es ist doch völlig egal wie dick oder dünn man ist - hauptsache man ist am leben und gesund :)
  • Eines darf man nicht vergessen, wie schon weiter oben angedeutet wurde: Die Last des Lebens trägt jeder für sich. Andere können sich da schlecht einfühlen, was eine bestimmte Person belastet an fehlender Lebensqualität oder Sonstigem. Die Thread-Eröffnerin fragt uns jedoch explizit nach eigenen Erfahrungen. Drum schreibe ich hier nieder, dass es mich traurig macht, dass meine Tochter mit meinen Kilos nicht so gut klarkommt. Meine Söhne sind inzwischen erwachsen, schon 22 Jahre und 19 Jahre, doch die Kleine ist erst 9 Jahre und sie macht mir dauernd Vorschläge, wie ich abnehmen könnte. Das ist neu, dass ich von meinem Kind gedrängt werde, denn den Jungs war das immer egal, wie viel ich wiege. Meine Kinder sind alle normalgewichtig, ebenso mein Mann. In ruhigem Ton versuche ich ihr klarzumachen, dass abnehmen nicht so einfach ist und wohl eher kein Erfolg zu erwarten ist bei mir. Auch den Begriff "Jojo" erklärte ich ihr. Ihr wird nix anderes übrig bleiben, als anhand der Lage der Dinge zu lernen, wie man tolerant wird, gute Übung für ihr weiteres Leben. Trotzdem wäre ich gerne weniger dick, damit sie sich nicht schämt für mich. Das macht mich oft traurig, doch ich zeige es nicht. Oder soll ich, was meinen andere User zu diesem Thema?
  • @klangola Ich denke mal. dass nicht Deine Tochter sich für Dich schämt, sondern dass sie eher einem starken Druck von außen ausgesetzt ist.Kinder sind nämlich manchmal gewollt oder ungewollt echt grausam. Wahrscheinlich wird sie gehänselt von anderen Kindern wegen der "dicken" Mama... Vielleicht solltest Du die Kleine mal gezielt darauf ansprechen, und dann statt traurig zu sein, mit Deiner Tochter einen Weg suchen, der ihr hilft genügend Selbstvertrauen zubekommen. Das macht Euch beide dann zu einem echt starken Team
  • Klangola, wird deine Tochter vielelicht gehaenselt wegen ihrer dicken Mama? Oder sagt die Lehrerin vielleicht was? Ich finde, du solltest sie unbedingt darauf ansprechen, warum sie dir die Abhemvorschlaege macht. Kann ja auch sein, dass sie dummes Zeug im TV gesehen hat, gib't leider vermehrt auch in Kinderprogrammen. Es geht nicht nur um Selbstbewusstsein von euch beiden, auch wenn es sehr wichtig ist. Es geht auch darum, dass deine Tochter Angst vorm Dickwerde entwickeln koennte. Und das waere ein direkter Weg in die Magersucht. Ich finde, du solltest mit ihr unbedingt mehrmals darueber reden. Kann sein, dass man ihr eingeredet hat, dicke Menschen wuerden sich "gehen lassen", waeren dumm und willenslos. Andererseits koennte es sein, dass deine Tochter sich Sorgen um deine Gesundheit macht... Also, man kann viel raetseln, aber nur du kannst es wirklich herausfinden. Es wuerde mich sehr interessieren, warum sie ans Abnehmen fuer dich denkt. Vielleicht koenntest du danach erzaehlen?
  • Noch was kommt dazu. Bin auch noch die älteste Mutter in ihrer Klasse und mein Mann der älteste Vater. Meine Lösung bisher war, dass ich immer zu ihr gesagt habe, dass sie den Tanten (Schwestern meines Mannes) nachgerät und deshalb keine Angst haben müsse, dick zu werden, weil sie mal gefragt hat, wieso es bei mir dazu kommen konnte. Als Baby, also als sie echt noch nie was von Diät und dergleichen gehört hatte, entwickelte sie eine Vorliebe für Obst, Gemüse und Salat. Fleisch isst sie nicht, dafür Wurst. Haferflocken mag sie auch. Der Kinderarzt sagt, weil sie nie Infekte kriegt merke man, dass sie keine Mangelernährung hat. Habe sie nie genötigt zu essen, sondern darauf vertraut, dass sie weiß ob und wieviel sie will. Doch mehrere klärende Gespräche sind sicher noch nötig, ob sie vielleicht gehänselt wird, ob es andere Gründe hat oder ob sie was im TV sah, da habt ihr völlig recht. Ich bedanke mich, dass ihr euch Gedanken gemacht habt, als ich hier von meinen Überlegungen schrieb, ich bleib da dran, das ist wichtig.
  • @ Klangola Den Gedanken hatte ich sogleich, dass Deine Tochter von außen etwas aufgenommen hat und weiter dachte ich, dass es doch wirklich schrecklich ist, dass schon Kinder etwas von der allgemeinen Gehirnwäsche abbekommen - auf die eine oder andere Weise. Ja ich pflichte meinen Vorschreiberinnen bei und würde ebenfalls zu weiteren Gesprächen raten. Woher hat sie diese Gedanken? Wurde sie gehänselt, oder hat sie sonstwie vernommen, dass man unbedingt schlank sein müsse? Ist es Angst um Dich, weil man ihr eingeflüstert hat, dick sein wäre gefährlich? Oder ist es Angst vor Hänseleien, weil sie vielleicht bereits gehänselt wurde? Mit 9 Jahren kann sie schon verstehen, wenn man ihr erklärt, dass schlank sein heute eine Mode ist, und dass es ebenso Zeiten mit ganz anderen Figuridealen gab und es niemals möglich war, dass alle Menschen dem entsprechen. Erstens weil die Genetik oder andere Voraussetzungen da nicht mit machten und zweitens, weil schlicht und ergreifend auch nicht jeder der gerade vorherrschenden Mode folgen wollte. Ich finde einem Kind kann man das auch gut anhand von Kleidung erklären, die gerade "in" ist und das eben nicht jeder diese Kleidung mag/schön findet oder sich so kleiden möchte, sondern sich selber treu bleiben will. Und noch einen Punkt finde ich wichtig, nämlich einem Kind klar zu machen, dass gerade die Vielfalt, die unterschiedlichen Aussehen, Figuren Hautfarben, etc. die Schönheit der Gesamtheit der Menschen ausmacht und dass es nicht erstrebenswert ist, wenn alle Menschen gleich aussehen. Ich wünsche Dir gute Worte und viel Erfolg bei diesen Gesprächen. :)
  • @Itsme Dein Post mit den 4 Punkten ist super. Vielen Dank dafür. @ LadyHelen Ich kann das verstehen, dass es Dir schwer fällt, die neuen Lebensumstände zu akzeptieren und nun das Beste aus der neuen Situation zu machen. Und das geht auch nicht von heute auf morgen. Du musst nicht neidisch auf die Zufriedenen sein. Du kannst auch zufrieden mit Deinem Leben werden. Zum Thema, Ferien und Hitze, Langstreckenflug, Ausflüge, Sex usw. hast Du ja schon gute Tipps bekommen. Bleibt für mich noch das Thema Auto. Meinen Führerschein hab ich mit 41 gemacht. Gibt es einen Grund, den Führerschein nicht zu machen? Ansonsten, mach ihn. Damit hättest Du dann auch mehr Freiheiten und Möglichkeiten. LG Finchen
  • In ihrer Klasse ist es leider schon seit diesem Schuljahr (3. Klasse) Thema, wie schlank jemand ist, wie gut sich jemand kleidet und wie teuer das ganze war. Sie beißt bei mir auf Granit, mit dem Wunsch nach Markenkleidung. Zähneknirschend akzeptiert sie meine Erklärung, dass sie so schnell aus ihren Klamotten herauswächst, dass sie die abgelegten Outfits ihrer Cousine plus einigen neuen preisgünstigen Anziehsachen kriegt. Hab ihr ebenfalls verklickert, dass die Kleider, weil so oft gewaschen, keine Schadstoffe mehr enthalten. Ja, sie macht sich Gedanken um mich, weniger die Gesundheit betreffend, sondern vielmehr, weil sie weiß, dass man gehänselt wird. Sie verrät mir auch die Namen der Klassenkameradinnen, die sowas tun. Die Buben interessiert sowas nicht. Doch bei den betreffenden Mädchen sind auch die Mütter sehr figurbewusst vom Typ "huch, ich habe 100 Gramm im Urlaub zugenommen" und so weiter. Die Denkansätze, meiner Jüngsten Toleranz und die Annahme der Tatsachen beizubringen gefallen mir. Wenn sie zu bedenken gibt, dass mein Mann und ich schon alt sind im Gegensatz der anderen Klasseneltern, sage ich immer "wir haben uns so sehr noch ein Mädchen gewünscht", das stimmt nämlich und diese Aussage gefällt ihr. Mit dem Gewicht, das ich habe, bin ich trotzdem akzeptiert in ihrer Klasse, ich helfe immer beim Sportfest. Die Lehrerin ist begeistert, weil ich helfe, den Haufen in Schach zu halten, während einzelne Kinder Übungen machen. Bin ja ein alter Hase in Kinderbetreuung und Autorität strahle ich aus, wenn manche meinen, sie könnten raufen oder schlimmer, spotten, wenn ein Kamerad versagt. Da werde ich streng. Sorry, dass der eben geschriebene Text etwas verworren ist, doch ich sortiere gerade Gedanken, wann ich die Klasse getroffen habe und was da war. Ich schäme mich nicht für mein Gewicht und das Leben ist kein Wunschkonzert. Schlanke Mutter gibt es nicht für meine Tochter. Ich bleibe dran, damit sie verstehen lernt und die Sache mit Diät und Körper und so weiterhin gut hinkriegt. So wie sie jetzt ist, entwickelt sie sich gut. Sie ist fröhlich und ausgeglichen. Steht allerdings sehr auf Schönheit. Im TV und in Heften. Ist aber bei allen Mädchen ihres Alters so.