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    • Offizieller Beitrag
    Ich habe hier einen [URL='http://www.adipositasverband-international.de/forum/thread.php?threadid=48520']sehr interessanten Thread[/URL] in einem AC-Forum gefunden, der zeigt, dass ähnliche Zweifel, wie wir sie an der Adopositaschirurgie haben, auch in der AC-Community so ganz langsam einsickern. Die Frage, die mich persönlich dazu umtreibt, ist, warum manche Leute erst fühlen müssen, bevor sie begreifen. Aber vielleicht hat das ja auch etwas mit den Erfahrungen zu tun, die man im Leben gemacht hat. Ich hatte z.B. in den letzten Tagen enorme Probleme mit den inneren Narben meiner KTS-Operationen. Das sind 2-3 cm lange Narben in einem Knorpelband an der Handwurzel. Sie haben mich - möglicherweise wetterbedingt - richtig gequält. In dem Zusammenhang habe ich wieder ein Bewusstsein dafür entwickelt, was selbst kleine Eingriffe für den Körper bedeuten. Er vergisst das alles nicht.
    [color=#A52A2A][b]Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.[/b] [b]Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im [url='https://www.das-dicke-forum.de/forum/index.php?legal-notice/']Impressum[/url].[/b][/color]
  • Mich hat das Lesen der Beiträge ganz traurig gemacht. Da läuft es nicht wie erwartet oder wie versprochen und wieder suchen die Operierten die "Schuld" bei sich, halten sich für schwach, für Versager und halten nach der nächsten OP-Methode Ausschau... Eine Aussage fand ich dann doch erstaunlich, als eine Userin bemerkt, dass sie nicht schwach sind, sondern krank. Nur - wenn das schon erkannt wurde, warum wird dann nicht erkannt, dass sie nur an Symptomen herummachen lassen und keineswegs mit einer OP ihre Krankheit los sind? Martina [quote] Die Frage, die mich persönlich dazu umtreibt, ist, warum manche Leute erst fühlen müssen, bevor sie begreifen.[/quote] Weil das eigentlich recht normal ist. Auch ich habe erst nach Jahren verstanden, dass Diäten dick machen. Hätte da nicht 1-2-3 mal den Jojoeffekt zu erleben gereicht? Vielleicht hätte ich es sogar, wenn ich dementsprechende Erfahrungsberichte gelesen hätte, nicht gereicht. Vielleicht ist es so, dass man einfach selber die Erfahrung machen muss. Natürlich sind OPs etwas anderes, als eine Diät, die wieder mal nicht funktioniert, aber wenn man so viele verglorifizierende Berichte liest, von so "tollen Erfolgen" hört und einem sogar der Arzt (der es doch wissen muss...) dazu rät, dann kann ich mir schon vorstellen, dass jemand diesen Weg geht und glaubt, das einzig Richtige zu tun. Und wenn es dann wnicht wie gewünscht funktioniert, fühlt er sich wieder als der Schuldige. Genau wie vor der OP. Einfach nur traurig.
  • das wäre wirklich zu schön, wenn so eine OP heilen könnte. Tut sie aber nicht macht nur noch kränker. Im schlimmsten Falle führt sie zum Tode. Ich finde es absolut als krank, sich auf so was einzulassen. Traurig macht mich so etwas nicht, man weiß ja im vorhinein schon, auf was man sich da einläßt.
  • [quote='Martina','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=83828#post83828'] Die Frage, die mich persönlich dazu umtreibt, ist, warum manche Leute erst fühlen müssen, bevor sie begreifen. Aber vielleicht hat das ja auch etwas mit den Erfahrungen zu tun, die man im Leben gemacht hat. [/quote] Ja das denke ich schon. Wäre ich heute Anfang Zwanzig und ohne all die Erfahrungen die ich gemacht habe, dann wäre ich vielleicht auch auf die "Chance" Adipositas Chirurgie hereingefallen. In dem Alter war es für mich dann eben "nur" eine ärztlich betreute Crash Diät, im Grunde hätte ich damals aber (fast) noch alles getan um schlank zu werden. In dem Vorhaben haben mich alle unterstützt und bekräftigt - Ärzte, Eltern, Freunde - und ich hielt es für richtig. Was für ein großer und fataler Fehler das war wusste ich eben leider erst hinterher. Ich weiß noch, dass an dem Programm, das ich damals machte auch eine extrem dicke Frau teilnahm, die es schon einmal durchlaufen hatte und die danach sehr viel zunahm. Das brachte mich nicht auf die Idee, dass das Programm nicht funktioniert ... ich dachte dass die Frau eben etwas falsch gemacht haben muss. Da musste ich auch erst selbst fühlen bevor ich begriff. Das ist einfach menschlich, man sagt ja nicht umsonst: "Aus Fehlern wird man klug" oder "Wer nicht hören will muss fühlen" Das wirklich schlimme und m.E. geradezu tragische dabei ist eben dass sich manche AC Fehler nicht mehr rückgängig machen lassen und zu einem lebenslangen Kampf werden. Mir fehlt da dann eher das Verständnis dafür wie Ärzte solche Methoden empfehlen können, wenn es nicht absolut lebensnotwendig ist.
  • [quote='Itsme','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=83830#post83830']Hätte da nicht 1-2-3 mal den Jojoeffekt zu erleben gereicht? [/QUOTE]Normalerweise schon. Aber wenn man nicht nur im Familien- und Freundeskreis, sondern auch durch die Gesellschaft so konditioniert wird, dass jeder Dicke automatisch ein Diätversager ist, sieht man die Zunahme nicht als Jojo-Effekt an, sondern sucht die Schuld im eigenen Versagen. Hinzu kommt ja noch, dass es "früher" kaum Möglichkeiten gab, sich so kompakt mit dem Thema auseinander zu setzen wie heute. Man hatte vielleicht 2-3 Bekannte, die sich auch mit dem Jojo-Effekt rumschlugen, aber auch die waren genauso geimpft. Ich kann nur hoffen, dass sich jetzt, in Zeiten des Internets und der Möglichkeit, sich über sehr kurze Wege mit sehr vielen Betroffenen zu unterhalten, jeder umfassend informiert.
  • Ich finde der Druck der Gesellschaft ist in den letzten Jahren ungeheuer gestiegen. Vor Jahren hat es fast noch kein Arzt gewagt mich auf mein Übergewicht anzusprechen, während mir heute teilweise vernünftige Behandlung verwehrt wird, wenn ich nicht bereit bin mich zu irgendwelchen Abnehmprogrammen schicken zu lassen. Inzwischen kann ich mich halbwegs dagegen wehren, aber das ist oft nicht leicht. Und es sind ja eben nicht nur die Ärzte, da machen doch fast alle mit. Mich überfallen dann oft Zweifel ob die nicht vielleicht doch recht haben könnten, gepaart mit den Ängsten was ich alles für Krankheiten kriegen könnte durch mein Übergewicht. :( Klar sehe ich die objektiven Tatsachen, daß nur wenige tatsächlich dauerhaft abnehmen durch Ernährungsprogramme und daß nicht vermehrt Dicke frühzeitig sterben oder krank sind. Aber das wird doch ständig durch irgendwelche Studien und Statistiken in Frage gestellt. Und fast "alle" um mich herum wissen es und sagen es mir immer wieder: Nimm halt ab, dann geht es Dir besser, das ist doch nicht so schwer, du musst doch nur "so oder so" essen und dich danach halt zusammenreißen und wenn der Leidensdruck groß genug ist wird es schon klappen. Heißt ja auch, wenn ich das nicht hinkriege bin ich ein Versager, weil es doch so einfach ist. :schrei1: Ein Problem sehe ich darin - daß muss der Dicke erst mal wissen und auch glauben, daß die nicht recht haben. Ein weiteres Problem ist für mich - es braucht sehr viel Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl um den ständig auf einen hereinprasselnden Vorwürfen, Ratschlägen, Verletzungen und Sorgen trotzen zu können. Also mich wundert es daher nicht, daß viele erst fühlen müssen um zu begreifen, weil sie erst durch solche Erfahrungen anfangen zu hinterfragen. Ich wünsche mir, daß das Wissen, daß Schlank sein eben nicht einfach so machbar ist und daß man nicht selber schuld ist, wenn man es nicht sein kann, sich möglichst weit und schnell verbreitet. Da könnten sicherlich viele Dicke glücklicher leben und müssten sich vielleicht doch nicht erst solche Erfahrungen antun.
  • Und selbst wenn man selbst schuld sein sollte, muss man denn immer und in jeder Beziehung perfekt sein und alles erfolgreich über die Bühne bringen? Macht uns nicht gerade auch die Tatsache, dass wir manchmal scheitern, menschlich? Gruß Lucia