Erfahrungen mit Reha?

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    • Erfahrungen mit Reha?

      Ich fahre in zwei Wochen zur psychosomatischen Reha (Deutsche Rentenversicherung). Da soll ich Sportzeug für drinnen und draußen mitbringen. Das hört sich an, als würde man da hauptsächlich Sport machen. Ich möchte eigentlich hauptsächlich meine Seele heilen. Hat jemand Erfahrungen? Ist der Sport da anstrengend? Ich bin leider seelisch sehr empfindlich und befürchte, wenn ich da immer als Letzte hinterherschnaufe, dass ich dann viel weinen muss und mich schlecht fühle. Ich soll da ja eigentlich positive Erfahrungen machen. Falls also jemand Reha-erfahren ist, dann würde ich mich über eine Antwort freuen.
    • Hallo und herzlich Willkommen, Anna Maria!

      Meine Reha-Erfahrungen kannst Du hier nachlesen. War allerdings orthopädisch. Inzwischen (im Nov/Dez 2018) habe ich dort eine dritte Reha gemacht. Am liebsten wäre ich mindestens ein halbes Jahr dort geblieben.

      Sport ist gerade auch bei seelischen Problemen ein Mittel der Wahl. Ich weiß ja nicht, in welche Klinik Du gehst. Aber ich kenne es so, dass der Sport den Fähigkeiten angepasst wird. Man bekommt niemanden in Bewegung, indem man ihn scheitern lässt. Von daher würde ich mir da keine Sorgen machen.

      Grüßle
      Martina
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martina ()

    • Danke,

      ich fahre nach Bad Bodenteich, aber nicht wegen Übergewicht, sondern eben psychosomatisch. Ich habe vor allem Angst vorm Walken. Denn bei jedem anderen Sportprogramm kann man zwischendurch mal so tun als ob oder einfach kurz aussetzen, aber beim Walken fällt das auf und als Letzte hinterherhecheln wäre für mich wieder sehr demütigend. Meine Psychotherapeutin meint, ich solle es anders bewerten, also mir selbst sagen: Ich mache das jetzt in meinem Tempo, aber die ist auch seelisch gesund (nehme ich an).

      Ich werde bei der Aufnahme mal versuchen, ob ich da drumherum komme.
      Du hast mir Mut gemacht!
    • was ist so schlimm daran die letzte zu sein? einer/ eine muss es ja sein.... mich würde der letzte platz nur ärgern, wenn 1. die anderen deswegen auf mich herabsehen oder 2. ich den anschluss verliere, so dass ich nicht mehr weiß, wo die anderen hingelaufen sind.

      letzte zu sein hat auch viele schöne seiten, man kann in ruhe vor sich hin träumen, die landschaft genießen etc.

      beim yoga, beim ballett - überall war ich die dickste, schwerste, unbeweglichste, natürlich nicht bei jeder übung, aber in der gesamtsumme schon. das hält mich nicht davon ab, sogar bei normalgewichtigen-sportlichen runden dabei zu sein, so lange man mich nicht offen ausgrenzt.

      klar, gibt es erstmal "blicke", aber die leute finden es doch meist eher gut, dass man etwas für sich tut und werden auf jeden fall netter.

      lg goldi
    • Also ich war mit walken und da war immer ein nettler älterer Herr der Letzte, wir alle waren nicht besonders schnell weil wir alle entweder dick oder gehbehindert waren, wir haben Witze erzählt und viel gelacht, also mach dir darüber keinen Kopf, sie werden dich ganz sicher nicht in eine Gruppe stecken die schnell oder lange geht, bei mir gab es 4 Gruppen, wir sind eine halbe Stunde gegangen vorher und nachher etwas gedehnt und das wars dann schon, außerdem kannst du immer noch sagen das du das nicht willst, keiner wird dich zwingen, da bin ich mir sicher
    • Versuch einfach, dich darauf einzulassen (auch wenn das für dich vielleicht schwierig ist). Aber vielleicht merkst du, dass es dir gut tut. Bestimmt nehmen sie Rücksicht und vielleicht bist du gar nicht die letzte. Und selbst wenn du das Schlusslicht sein solltest, es ist nichts schlimmes. Schau einfach, dass du in deinem Tempo gehst und wenn dir die anderen zu schnell sind, frag nach, ob du in eine andere Gruppe kommen kannst. Du bist dort, um dich zu erholen, um wieder zu Kräften zu kommen und auch um deine Seele wieder in Ordnung zu bringen, da wird dir niemand etwas zumuten, das dir zu viel ist. Und sollte das doch der Fall sein, dann sag ihnen das. Aber lass dir von der Angst nicht dein Leben verbauen. Du kannst es ja mal probieren und wenn es nicht klappt, dann hast du es versucht und kannst trotzdem wahnsinnig stolz auf dich sein ;)
    • Bad Bodenteich gehört genau wie meine Rehaklinik, das Schlüsselbad, zum MediClin-Konzern. Du kannst also davon ausgehen, dass der therapeutische Ansatz ähnlich sein wird.

      Außerdem hat Bad Bodenteich eine Abteilung zur Mobilisierung immobiler, schwerst Übergewichtiger. Sie sind also garantiert wesentlich schwierigere Fälle gewöhnt, als Du einer bist.

      Ich rate Dir sehr, Dich auf das Sportangebot einzulassen. Es ist erwiesen, dass Sport heilsam für die Psyche ist. Google mal nach Psyche und Sport. Du wirst viel finden, was Dir Mut machen wird. Außerdem verbessert Sport bei jedem Gewicht das Körpergefühl.
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    • Ich weiß, wie schwer das ist: zu vergessen, was man bisher über Sport gelernt hat und sich einfach darauf einzulassen. Wenn ich es könnte, würde ich mir gern alle meine Sportlehrer in der Schule vorknöpfen, die mir für so lange Zeit jede körperliche Bewegung erfolgreich vergällt haben. Die ein bewegungsfreudiges, wenn auch nicht besonders geschicktes Kind von Anfang an abstempelten und vor der ganzen Klasse zum Gespött vorführten. Was habe ich den Sport gehasst! Erst sehr spät, lange nach dem Studium, habe ich damit angefangen, mich freiwillig wieder zu bewegen. Und siehe da, es gab auch andere mit ähnlichen Erfahrungen und gemeinsam haben wir uns erst langsam, dann immer flotter, durch den Wald bewegt. Leider hat sich diese Gruppe mittlerweile in alle Winde zerstreut und ich suche noch immer nach einem Ersatz. Trotzdem kann ich nur raten, sich auf das Angebot der Klinik einzulassen. Keine Ausreden suchen, nicht "drumrumkommen" wollen, sondern einfach mitmachen und schauen, was passiert.
      Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen (Dietrich Bonhoeffer)