Schilddrüsenprobleme

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    • Schilddrüsenprobleme

      Hallo, ich möchte mich erst einmal vorstellen, bevor ich zu meinem Anliegen komme. Also, ich bin die Johanna, 58 Jahre alt, verheiratet und lebe in Rheinland-Pfalz. Mein Problem hat eigentlich gar nicht mal so viel mit meinem Gewicht zu tun. Glaube ich jedenfallls. Ich habe Schilddrüsenunterfunktion, und seit einiger Zeit das Gefühl, daß ich der Tabletteneinnahme Beschwerden habe mit Depressionen, Luftnot und allgemeinem Unwohlsein. Das zeigt sich teils in Übelkeit und so. Vor kurzem habe ich versucht, einen Termin bei einem Endokrinologen zu machen, da komme ich aber erst Mitte September dran. Ich habe überhaupt das Gefühl, daß ich hormonell nicht auf der Höhe bin. Ist so ein Gefühl, aber in meinem Alter mache ich mir schon mal Gedanken. Ich habe keine Ahnung, ob ich noch bis September warten soll. Ich wache nachts ruckartig auf, habe so ein Gefühl, als würde ich ersticken. Das macht mir große Angst. Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, und vielleicht überfallartig reinplatze, aber ich weiß momentan nicht, wer mir weitehelfen kann. Denn diese nächtlichen Aussetzer sind echt übel.
      Liebe Grüße Johanna
      :D
    • LiebeHanna schrieb:

      Ich habe keine Ahnung, ob ich noch bis September warten soll.
      ganz bestimmt nicht!
      wenn das so dramatisch für Dich ist - mit großer Angst verbunden - und wenn Du fühlst, daß was aus dem Ruder läuft -
      dann such Dir JETZT Hilfe.

      Such Dir einen fähigen Arzt, vielleicht kannst Du auch bei Deiner Krankenkasse anrufen und um Adressen von passenden Ärzten bitten.
      Oder geh zum TCM Mediziner.
      Oder zu wem Deine innere Stimme Dich "führt".

      Warte nicht bis September.
      Fang das Neue Jahr gut an, indem Du Dir Hilfe suchst!

      Viel Erfolg wünsche ich Dir!
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Hallo Hanna und herzlich willkommen!

      Wir sind keine Ärzte und können Dir daher nur sehr eingeschränkt raten.

      Offensichtlich scheint mir aber zu sein, dass Du zwei Dinge vermischst.

      LiebeHanna schrieb:

      Ja, auch daran. Aber wieso konnte das bisher mein Hausarzt nicht diagnostizieren?
      Deine Beschreibung erinnert auch mich an Schlafapnoe. Die kann aber der Hausarzt nicht diagnostizieren. Dazu musst Du zum Lungenfacharzt. Der gibt Dir dann ein kleines Gerät mit, das Du eine Nacht lang trägst und das Deine Atmung und Deine Bewegungen im Schlaf aufzeichnet. Anhand dieser Aufzeichnungen kann der Lungenfacharzt bereits beurteilen, ob eine Schlafapnoe vorliegen könnte. Wenn das der Fall ist, dann gehst Du für einige Nächte in ein Schlaflabor, in dem noch detaillierte Messungen durchgeführt werden und Du ggf. ein CPAP-Gerät angepasst bekommst, das zukünftig dafür sorgen wird, dass Du wieder gut schlafen kannst.

      Das Ganze solltest Du sehr zügig in die Wege leiten, da Schlafapnoe die Ursache für sehr viele andere, sehr üble Erkrankungen ist.

      LiebeHanna schrieb:

      Vielleicht hat das Alles ja überhaupt nix mit Schilddrüse zu tun. Da müßte ich ja auch nicht mehr diese L-Thyroxin nehmen.
      Es kann durchaus sein, dass Deine derzeitigen Probleme tatsächlich nichts mit der Schilddrüse zu tun haben. Das heißt aber nicht, dass Du nicht trotzdem schilddrüsenkrank sein kannst. Ich z.B. habe Schlafapnoe und bin schilddrüsenkrank.

      Alternativ zum Endokrinologen kannst Du auch eine Uniklinik in Deinem Umkreis aufsuchen. Die meisten haben eine Schilddrüsenambulanz. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Hausärzte haben im Allgemeinen nicht wirklich Ahnung von Schilddrüsenerkrankungen, die mitunter sehr komplex sein können.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hol dir vielleicht auch eine zweite Meinung von einem anderen Arzt.
      Meine Mama hat auch Probleme mit der Schilddrüse, jedenfalls laut dem einen Arzt. Sie bekam Tabletten und hat die genommen. Es hieß, die muss sie ein Leben lang nehmen.

      Jetzt war sie im November aber kurzfristig im Krankenhaus (hatte nichts mit der Schilddrüse zu tun) und wurde dort wirklich sehr gründlich durchgecheckt und siehe da: kein Schilddrüsenproblem. Tabletten wurden abgesetzt und sie fühlt sich hormonell wieder besser.

      Ich wünsche dir jedenfalls, dass dir dabei schnell geholfen werden kann.
    • Daß der Hausarzt nicht unbedingt Experte im weiten medizinischen Umfeld ist, sollte klar sein.
      Aber er hat immerhin als erster gemerkt, daß da was nicht stimmt.Aber das wars halt auch.
      Tablettensubstituition, fertig.
      Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, daß ich sehr oft nach den Mahlzeiten, kurz einnicke, und dann, wie ich es nächtens habe, aufschrecke und Panik kriege. Das kann dann aber nicht Apnoe sein. Herz vielleicht?
      :D
    • LiebeHanna,

      wie Martina schon sagte, und wie es vorne im Forum steht:
      wir sind hier keine Ärzte und können somit keine Diagnose für Dich stellen.

      Wenn Dein Hausarzt Dir in diesem Fall nicht weiterhelfen kann, dann wäre es das Beste, Du läßt Dich zum Spezialisten überweisen, oder suchst Dir selber einen.

      Meine Krankenkasse bietet einen Service an, da sind Ärzte am Telefon, denen kann man sagen, was los ist, und dann können die Dir Adressen von kompetenten Kollegen nennen. Vielleicht kannst Du ja auch mal bei Deiner KK anrufen?

      Auch hast Du sicher das Recht auf einen jährlichen Total-Checkup? Das könntest Du doch mal bei einem Internisten einlösen?
      Schildere ihm Deine Symptome und Befürchtungen, vielleicht kriegt er den richtigen Faden zu fassen ...

      Du schaffst das schon!
      Du wirst den richtigen Arzt finden!

      Liebe Grüße von Issi
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • LiebeHanna schrieb:

      Aber er hat immerhin als erster gemerkt, daß da was nicht stimmt.Aber das wars halt auch.
      Tablettensubstituition, fertig.
      Die korrekte Einstellung für Schilddrüsenhormone zu finden, sollte eigentlich eine ziemlich zeitaufwendige Angelegenheit sein. Man fängt mit einer kleinen Dosis an. Nach 6 Wochen werden die Blutwerte kontrolliert. Dann erhöht man ggf. in 12,5 oder 25 µm-Schritten und prüft immer wieder nach 6 Wochen die Blutwerte, bis diese ideal sind. Dabei sollte man auch in Erwägung ziehen, wie man sich dabei fühlt.

      LiebeHanna schrieb:

      Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, daß ich sehr oft nach den Mahlzeiten, kurz einnicke, und dann, wie ich es nächtens habe, aufschrecke und Panik kriege. Das kann dann aber nicht Apnoe sein. Herz vielleicht?
      Keine Ahnung, ob das Herz solche Symptome hervorrufen kann. Sekundenschlaf am Tag ist jedenfalls auch ein Symptom der Schlafapnoe.

      Wie auch immer, ich bin der Meinung, Du solltest einen Arzt aufsuchen und Dich durchchecken lassen. Die Herangehensweise, die Issi vorgeschlagen hat, finde ich gut. Und ich würde es an Deiner Stelle nicht auf die lange Bank schieben.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hallo LiebeHanna, ich riskiere noch einen Blick in eine andere Richtung (jeder hat ja so seine eigenen Erfahrungen) - weil mich deine Symptome an etwas erinnern, was ich durchgemacht habe - und bei mir waren es tatsächlich die Wechseljahre. Ich hatte die bekannten Stimmungstiefs und Hitzewallungen, dazu aber auch Atemnot, Panikattacken, Herzklopfen, Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit. Bei den Ärzten nur Schulterzucken. Eine Hormonersatztherapie hatte ich mir dann mehr oder weniger erbettelt und die Symptome hörten damit tatsächlich alle auf. Das hatte ich echt nicht erwartet.
      Mittlerweile nehme die Hormone nicht mehr wegen einer anderen Erkrankung und habe wieder schlaflose Nächte. Zu Risikien und Nebenwirkungen......undsoweiter.....HET ist ja nicht unumstritten.....
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Knallfrosch ()

    • Hallo Johanna!

      Ich musste auch zuerst an Schlafapnoe denken und kann meinen Vorrednern hier nur zustimmen. Ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion/Hashimoto. Ich hatte lange Zeit die gleichen Probleme wie du, war auch permanent müde, trotz mehr als genug Schlaf. Bin auch öfters am Tag eingenickt, weil ich einfach so unfassbar müde war. Das führte auch zu Depressionen. Meine Hausärztin hat das mit der Schlafapnoe auch mal gesagt, allerdings war ich dann irgendwie doch nicht beim Spezialisten, bzw. es kam dann etwas anderes ans Licht, nämlich Eisenmangelanämie. Dafür musste ich extra zum Hämatologen, weil mein Hausarzt Eisenmangel für sehr unwahrscheinlich hielt, obwohl ich mich vegetarisch ernähre und starke Monatsblutungen habe. Seitdem ich nun seit einem Dreivierteljahr Eisentabletten nehmen muss, hat sich diese wirklich abartige Müdigkeit gelegt, und ich fühle mich körperlich so gut wie seit langem nicht mehr, obwohl zum Eisenmangel nun noch B12-Mangel dazukam. Vielleicht kannst du dich auch mal auf Eisenmangel testen lassen, denn der kann bei Schilddrüsenpatienten oft vorkommen. Ob es wirklich daran liegt, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich bin sowieso der Meinung, dass man öfters mal seine Blutwerte auf etwaige Mängel checken lassen sollte, auch wenn man die Tests den Ärzten quasi aus dem Kreuz leiern muss.