Bauchschürze beim Frauenarzt

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    • Bauchschürze beim Frauenarzt

      Hallo,

      also vorab ... ich hatte und habe immer sehr gute Frauenärzte.
      Keiner hat mich blöd angemacht oder sich geweigert mich zu untersuchen bzw. Angst um seinen Stuhl gehabt.

      Meine Frage ist .. ich habe einen sehr dicken Bauch mit Fettschürze und der Arzt kann mich nur vagial untersuchen. Durch Tasten auf dem Bauch kommt er nicht weiter, da der Speck im weg ist.
      Ich komme jetzt in die Wechseljahre und habe ständig Schmierblutungen, immer mal Krämpfe, usw.

      Wie geht ihr damit um, das der Arzt nicht wirklich viel sehen bzw. tasten und somit keine verlässliche Diagnose stellen kann?

      Da mich die Blutungen stören und die Gebärmutterschleimhaut dicker wie normal ist, rät er zur Ausschabung und Spirale.
      Oder (damit ich ganz sicher bin) eine Entfernung der Gebärmutter...
      ward ihr auch schon in dieser Situation?

      LG Alex
    • Wurde denn Ultraschall gemacht?

      Ich fange auch so langsam mit den Wechseljahren an, meine Blutungen werden unregelmäßiger.
      Momentan habe ich zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres seit 3 Wochen leichte Blutungen, allerdings ohne jegliche Schmerzen.
      Ich leide (noch) nicht darunter, deswegen hat meine Gyn mir grünes Licht gegeben, es einfach so laufen zu lassen, solang es mich nicht stört.

      Eine Ausschabung ergibt in meinen Augen keinen Sinn, wozu soll das gut sein? Das ändert doch an der Hormonlage nichts, die Schleimhaut baut sich wieder auf und man steht vor dem selben Problem, oder liege ich da falsch?


      Ich fürchte, ich habe keine wirklichen Ratschläge. Ich für meinen Teil nehme es als gegeben hin, es ist ein natürlicher Vorgang, solang kein krankhafter Befund dahinter steht.
      Ich bin eine Signatur
    • Ja, Ultraschall wurde ebenfalls vaginal gemacht. Im Prinzip sieht er aber wohl nix.
      Die Ausschabung soll prophylaktisch gemacht werden, weil man nicht erkennt, ob da "was ist". Danach soll die Spirale rein - so sein Vorschlag - weil das die Dauer- Schmierblutung (sehr nervig) unterbindet und sich die Schleimhaut nicht mehr so dolle aufbaut.
    • Ich habe die Gebärmutter schon vor über 20 Jahren entfernen lassen. Aber es ist ein großer Eingriff und nicht ungefährlich . Zweit Meinung einholen ist wichtig und beobachte dich selbst ob du mit den Symtomen leben kannst. Bei mir hörte das Bluten auch nach einem halben Jahr nicht auf . Es waren durchgehende Blutungen.
    • Mir wurde mal im Krankenhaus erzählt, daß werdende Ärzte so und so viele Ausschabungen machen müssen, um ihre Scheine zu bekommen.

      Und Hysterektomien brauchen sie auch - also Entfernungen von Gebärmuttern.

      Mir wurde erzählt, daß deshalb gerne Ausschabungen und Gebärmutter-Entfernungen verschrieben werden, damit die Scheine erreicht werden können ...

      Natürlich mag es Indikationen geben, wo es absolut sinnvoll ist, solche "Operationen" durchzuführen.
      Aber ich würde es mir gut überlegen, wenn es sich "nur" um Schmierblutungen und Krämpfe während des Eintritts der Wechseljahre handelt. Der Körper hat auch Selbstheilungskräfte. Das wäre wahrscheinlich das erste, auf das ich "setzen" würde, bevor ich mich unter ein Messer lege.

      Die Gebärmutter ist zwar "nur" ein Hohlorgan, so wie Magen, Gallenblase, Blase ...
      Aber auch die Hohlorgane haben wichtige Aufgaben im Gesamtsystem. Ich würde mir sehr gut überlegen, bevor ich eines der Hohlorgane "hergebe".

      Gute Besserung, Alex!
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Die_Alex schrieb:


      ward ihr auch schon in dieser Situation?
      Ja. Und ich kann mich leider meinen Vorschreiberinnen nur bedingt anschließen.

      Ich hatte ewige Zeiten täglich winzige Miniblutungen und habe die Abklärung viel zu lange vor mir hergeschoben, da ich zeitgleich eine unklare Hüftproblematik mit abnormen Schmerzen hatte. Ich wäre vor Schmerzen überhaupt nicht auf den Stuhl gekommen.

      Als das mit der Hüfte geklärt war, habe ich mich des Blutungsproblems angenommen. Meine Frauenärztin war sich zum Glück unsicher (hochaufgebaute Schleimhaut, die ein inhomogenes Bild im Ultraschall lieferte) und hat mich für eine Zweitmeinung in die Kreisklinik geschickt. Da bin ich aber nicht hingegangen, sondern direkt in die Universitätsfrauenklinik in Köln, einem der führenden onkologisch-gynäkologischen Zentren in Deutschland.

      Ausschabung, eine suboptimale Diagnose, Totaloperation, zum Glück rein laparoskopisch, was aber nur auf Grund meines guten Trainingszustandes funktioniert hat (man wird bei laparaskopischen Unterleibsoperationen mit dem Kopf nach unten gelagert; das vertragen viele dicke Menschen nicht).

      Ein Endometriumkarzinom lässt sich nur über eine Ausschabung und die anschließende Zelluntersuchung zuverlässig diagnostizieren. Selbst optisch war es bei mir während der Ausschabung nicht erkennbar.

      Infolge dieser Erfahrung rate ich Dir, der Sache nachzugehen. Ich will Dir keine Angst machen. Die Chance, dass die Ursache Krebs ist, ist gering, aber sie besteht. Und je eher Du daran gehst, desto höher sind im Zweifelsfall Deine Heilungschancen. Und wenn es harmlos ist, kannst Du beruhigt sein.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Hallo,
      meine Schwester hatte heftige Blutungen, also so heftig, dass sogar diese Wochenbetteinlagen durchgeblutet wurden, als die Wechseljahre anfingen und die Ärztin riet ihr zuerst zur Ausschabng und als das nichts brachte - die Schleimhautt baute sich wieder auf - zur Totaloperation. Was meiner Schwester gar nicht so klar war: Durch den abrupten Hormonabfall treten unmittelbar nach der Operation die Wechseljahre mit aller Härte, nicht allmählich, ein, mit einer etwa Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Osteoporose oder Depressionen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • meiner Schwägerin wurde die Gebärmutter nicht-invasiv entfernt.
      Seitdem fühlt sie sich sehr gesund und gut, sie sagt immer nur, sie
      hätte es früher machen lassen sollen. Aber wie gesagt, es war nicht invasiv
      und sie war mit dem Krankenhaus und den Ärzten sehr zufrieden.
    • Hallo Buffy, Totaloperation ist mit Eierstöcken. Wenn die Gebärmutter allein rauskommt, wird die Hormonproduktion nicht gedrosselt.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Vor einem Jahr wurde meine Gebärmutter laparoskopisch entfernt.
      Zuvor hatte ich einen kleinen Eingriff, wo mir Zysten entfernt wurden, die mir schlimme und schmerzvolle Regelblutungen gebracht haben. Das war so schlimm, dass ich mehrfach in Ohnmacht fiel.

      Entgegen gängiger Meinung meines Umfeldes "Ach die nehmen heute noch schnell mal die Gebärmutter raus", musste ich schwer dafür kämpfen. Da ich unter 40 Jahre bin und noch keine Kinder hatte, wollten sie mich weiter leiden lassen und immer wieder für die etwaige Zystenentfernung behandeln. Es benötigte viele Gespräche und Überzeugungskraft meinerseits, damit diese OP durchgeführt wurde. Ich bereue sie kein bisschen. Der Leidensdruck war einfach zu gross und ich habe schon vor dem allem mit der Kinderplanung abgeschlossen.
      Ich hatte übrigens mit 4 verschiedenen Ärzten zu tun, die mich untersuchten und mit mir Gespräche führten.

      Eine Zweit - oder Drittmeinung würde ich in deinem Fall sicherlich empfehlen.
      Die Untersuchungen gingen ohne Probleme, was eigentlich meine grösste Hürde war. Ich dachte, ich sei zu dick und die operieren mich sicher nicht. Aber der Chefarzt der Gynäkologie im Krankenhaus beruhigte mich und sagte, dass mein Gewicht kein Problem für die OP sei.

      Meine Eierstöcke habe ich noch und daher kein Problem mit dem Hormonhaushalt.
    • meine gyn sagt, dass bei dicken frauen aufgrund der hormonlage sich die schleimhaut schnell viel höher aufbaut als bei anderen frauen in den wechseljahren. es gibt übrigens auch medikamente, die dafür sorgen, dass es zu einer blutung kommt... ich wollte sie nicht nehmen und hatte glück, dass auf natürliche weise eine blutung entstand. eigentlich müsste ich auch wieder mal bei meiner gyn vorbeischauen....