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Alt 06.05.2008, 19:19   #1
Kubalibre
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Registriert seit: 12.06.2005
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Beiträge: 1.066
Standard Die Herrschaft der Hungerleider

Die Herrschaft der Hungerleider
Donnerstag, 24.01.2008

Wir kennen das - immer mehr Behörden und Verbänden fordern zum Kampf gegen Übergewicht auf und warnen vor drastischen Folgen für die Gesellschaft und die Übergewichtigen selbst, auch im Hinblick auf die Gesundheitskosten. Dagegen zweifeln immer mehr Wissenschaftler genau dies an, was auch schon in anderen Artikeln zu lesen war. Hier ist ein interessanter Artikel zum Schlankheitswahn, aus dem Online-Tagebuch der Mitglieder des publizistischen Netzwerks - Die Achse des Guten


Weitere interessante Medienlinks bei "Der dicke Mensch"


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Alt 07.05.2008, 14:36   #2
Kirstin
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Standard

Sehr interessanter Artikel. In einem allerdings muss ich widersprechen:

Zitat:
„400 Gramm am Tag kann ein heranwachsendes Mastschwein zulegen, aber kein erwachsener Mensch.“
Ich bin mir sicher, ich kann.
Leider hat mir der Artikel mal wieder klar gemacht, dass ich mit meiner Hormonstörung ein "schönes schlankes" Leben wohl echt vergessen kann.

Kirstin
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Alt 07.05.2008, 18:31   #3
Itsme
1. Klasse
 
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Registriert seit: 31.01.2007
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Beiträge: 2.424
Standard

Aus obigem Artikel:
Zitat:
„Die Anti-Dicken-Kampagne hat nur oberflächlich mit Medizin zu tun,“ schreibt der Wissenschaftsautor Thilo Spahl. „Sie ist in erster Linie ein Mittel der sozialen Abgrenzung, ein Mittel zur Selbstbestätigung der gehobenen Mittelschicht.“
Da schieben sich mir merkwürdige Parallelen ins Bild:

Der Beginn des Markenwahns, als bestimmte Leute begannen, sich mit teurer Markenkleidung von den (einfachen) Menschen abheben zu wollen. (Weil schlaue Macher die geniale Idee hatten, bestimmte Markennamen als Prestigeobjekt für Gutsituierte, als unverzichtbares äußeres Zeichen zu kredenzen.)

Was passierte mit der Zeit?

(Praktisch) jeder versuchte auf Biegen und Brechen sich teure Marken zu leisten, um zu zeigen, dass er zu einer privilegierten Gruppe von Menschen gehört.
Man sieht es dem Menschen ja nicht an, ob er wirklich der Großverdiener ist, oder ob er sich die Kleidung von Mund abgespart hat. Nach außen ist er wer! Nur das zählt.

Es dauerte nicht lange und bald lief praktisch jeder in solchen Klamotten herum.
Wer (zum Beispiel in Schulen) nicht die richtigen Marken trägt, gehört nicht dazu, wird gehänselt und verspottet.

Wie ein Herde doofer nichtdenkender Menschen wird die Marke mit dem richtigen Namen gekauft. Ob dieses Teil eine wirklich gute Qualität hat oder nicht, ist egal. Ob das Teil ohne das entsprechende Etikett im Laden um die Ecke nur ein Viertel so viel kostet, ist egal. Ob man sich die Marke leisten kann oder nicht, oder ob so ein Kauf vernünftig ist oder nicht, ist egal. Es ist in, - also ist es gut, - also muss man's haben.

Das es nicht an der guten Qualität solcher Marken liegen kann, dass sie (immer noch) so begehrt sind, zeigen die Milliardengeschäfte, die mit Plagiaten gemacht werden. Nicht eine gute Qualität ist gefragt, sondern das optisch gleiche Bild zum Original.

Und wer profitiert letztlich von all dem?
Ja, in beiden Bereichen, so wie beim Original, als auch beim Plagiat? Das brauche ich wohl nicht zu schreiben.

Wenn ich das Ganze jetzt (ich weiß, es ist provokativ) auf den Schlankheitswahn umschreibe?

Ich lese oben nur:
" ....soziale Abgrenzung.... Mittel zur Selbstbestätigung..."

Genau das gleiche wie beim Markenwahn. Wer nicht mit macht, ist der Außenseiter.

Und wer profitiert letzlich davon? ......
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Wer einen Platz im Herzen eines Menschen hat,
ist nie allein.

Itsme
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