Sind Dicke Menschen 2ter Klasse?

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    • Sind Dicke Menschen 2ter Klasse?

      Hallo ich bin total depremieret im Moment. Ich habe das Gefühl als dicke nur Mensch 2ter klasse zu sein und von jedem "normalen" nicht ernst genommen zu werden. Als sei dick sein nur eigene dämlichkeit. Jedem Deppen egal was er hat wird ohh du armer zugerufen und Mensch da muss man doch helfen. Nur dicke die sind selbst schuld. Am besten noch am verkaktem gesundheits System.
      Ich bin gerade echt mies drauf wie geht's euch wenn ihr in solchen Phasen seid und wie geht ihr damit um?
    • Hallo, Happy.
      Willkommen im Forum!

      Du stellst eine sehr komplexe Frage.
      Natürlich ist es NICHT in Ordnung, wenn man wegen irgendeines "Merkmals": Alter, Herkunft, Krankheit, Weltanschauung, sexuelle Orientierung, dick ... - nicht ernst genommen und diskriminiert wird.

      Daß es im Moment aber leider sehr oft so läuft mit der Diskriminierung, und daß Menschen beschuldigt werden wegen Dingen, die ihnen widerfahren sind, - nun, das ist leider immer noch so.

      Man kann dagegen öffentlich ankämpfen. So wie das beispielsweise die GgG tut, die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung. Man kann versuchen, Zusammenhänge aufzuzeigen und gleichzeitig versuchen zu erreichen, daß die Diskrimineirung auf Grund eines "Lookismus" aufhört.

      Man kann sich, auf ganz persönlicher Ebene, auch ein dickes Fell wachsen lassen. Sagen hey, es ist mir völlig wurscht was ihr denkt, ich mach trotzdem mein Ding. Ich bin wer ich bin, ob es euch paßt oder nicht.

      Auf alle Fälle, liebe Happy, kann ich Dir - als alte Frau - den Tipp geben, Dich selbst von JEDER IDEE VON SCHULD ZU BEFREIEN!
      Man kann versuchen, etwas zu VERSTEHEN über das Gewicht und das eigene Leben. Das ist okay, und es gibt eine Menge Forschung, die genau das tut: echte Forscher versuchen, etwas zu VERSTEHEN.

      Aber Beschuldigen - auch: sich selbst beschuldigen - ist extrem kontraproduktiv.
      "Dick" - so wie andere Dinge auch - ist ein komplexer physiologischer, biologischer Vorgang, dessen Gesetze noch nicht annähernd verstanden sind.
      Mit "selber schuld" oder "eigene Dämlichkeit" hat das nicht das geringste zu tun.

      Ich wünsche Dir ganz viel neuen Mut
      und einen guten Austausch hier im Forum!

      Issi
    • ich werde zwar nicht direkt angegriffen, aber ich sehe gerade im Bekannten- und Verwandtenkreis, welche Angst, Abscheu und Ekel vorm Dicksein existiert. Da bittet mich eine Bekannte per Telefon, ihrer Tochter in IHREM Auftrag eine Waage (!!!!) zu kaufen ( die junge Frau studiert in meiner Stadt) und ist voll panisch, weil die Tochter wohl jetzt ein paar Kilo zugenommen hat ( hat Normalgewicht, soweit ich das sehe, also es ist keine Angst aus gesundheitlichen Gründen). Ein Cousin regt sich auf, dass er drei Kilo schwerer ist und startet ein straigtes Abnehmprogramm - weil ein Bäuch darf ja nicht sein, ist ja ekelig.
      Wenn ich da dabei bin, fühle ich mich in der Tat blöd.
      Das Beste war, dass mir eine Bekannte neulich in die Seite gepickst und "Specki, SpeckI, Specki" gesungen hat . Blöde K.....
      Ich kann da schon verstehen, dass der Gedanke aufkommt, man ist zweiter Klasse.
      Und auch wenn bei mir ständig betont wird - du kannst ja nix dafür, das waren die Medikamente - es macht es echt nicht besser!!!!

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Ein Cousin regt sich auf, dass er drei Kilo schwerer ist und startet ein straigtes Abnehmprogramm - weil ein Bäuch darf ja nicht sein, ist ja ekelig.
      Wenn ich da dabei bin, fühle ich mich in der Tat blöd.

      Ja, das hab ich auch.
      Im Büro!
      Da wird ja scheinbar nur Diät gehalten - von allen (außer mir).
      Und wenns mal Kuchen gibt greift sich jeder obligatorisch an den (nicht vorhandenen) Bauch und schüttelt den Kopf.

      Ich fühl mich dann zwar nicht wie'n Mensch 2. Klasse, weil zu mir sagt keiner was, aber ich finds einfach nur grandios lächerlich! :rolleyes:


      Das Beste war, dass mir eine Bekannte neulich in die Seite gepickst und "Specki, SpeckI, Specki" gesungen hat . Blöde K.....
      Würd ich ihr mal an die Stirn tippen und singen "Blödi, Blödi, Blödi" und mir so was verbitten. Wo sind wir denn?!
    • Wegen der Zahl auf der Waage bin ich schon lange nicht mehr mies drauf. Und über Menschen, die zu dumm sind, um sich vernünftig zu benehmen, ärgere ich mich nicht. Diese Macht - mir auch nur eine Sekunde meines kostbaren Lebens zu versauen - gebe ich ihnen nicht über mich. Denn wie meine Laune ist, bestimme immer noch ich und nicht irgendwelche Dummköpfe.

      Das ist wohl mit eine der wichtigsten Erkenntnisse in meinem Leben, dass ich selber bestimme wie ich mich fühle. Diese Macht habe ich und die will ich nicht abgeben.

      Es gibt so viel wichtigeres im Leben als die Zahl die eine Waage anzeigt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Von Ärzten und früher von Lehrern habe ich deutlich gemacht bekommen wer dick ist ist halt dumm.
      Zb meine Grundschul Lehrern meine unter anderem vor der ganzen klasse " du bist so fett das du schon fett im Hirn hat das kann man ja nix anderes erwarten." Zu einem schlechtem Diktat
      Und egal was ich habe egal welche Krankheit das erste ist ja sie sind zu dick daran liegt alles.
      Ich wollte Dan abnehmen habe sport angefangen und Ernährung umgestellt und es passierte so fast nix. Ich wieder zum Arzt hin und wollte wissen warum es nicht klappt und als Antwort bekomme ich nur ja machen sie mehr Sport.
      Ich werde auch seid längerem nicht schwanger liegt angeblich auch am dick sein.
      Und mir glaubt keiner das ich sport mache. Das regt mich so auf. Ich mache sport weil es mir gut tut ja zugegeben nervt es das ich bei allem nicht abnehme aber meinem Körper tut es trotzdem gut.
      Nur bin ich jetzt wieder so frustriert das ich meinen arsch nicht bewegt bekomme.

      Ich habe lange dran gearbeitet das mich das alles nicht mehr im heute so runter zieht aber wenn mir ein Arzt so kommt wirft mich das zurück und es nervt total wieder alles so fühlen zu müssen. Ja ich könnte sagen Leck mich laber mal aber ich muss ja irgendwann mal wieder zu einem Arzt und dann geht's wieder los. Und ich hatte bisher nur solche Ärzte.
    • DieHappy schrieb:


      Zb meine Grundschul Lehrern meine unter anderem vor der ganzen klasse " du bist so fett das du schon fett im Hirn hat das kann man ja nix anderes erwarten." Zu einem schlechtem Diktat
      .


      Ich hoffe, deine Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten sind daraufhin zum Rektor.... so was geht gar nicht....

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • DieHappy schrieb:

      War die Rektorin. ..
      Konten wir nix machen musste ich die 4te klasse ertragen

      Das tut mir total Leid, Happy. So eine Sadistin , mit einem Kind so umzugehen. Kann mir vorstellen, dass du dich hinterher nicht mehr getraut hast, was zu sagen .
      Gottseidank ist diese Zeit aber vorbei. Du warst ein wehrloses Kind, dem keiner geholfen hat. Jetzt aber bist du nicht mehr wehrlos, sondern erwachsen.

      liebe Grüße Lisa
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Nur weil einer Dick ist, ist er mit sicherheit kein mensch 2. Klasse! Egal was für ein Handikap ein Mensch hat es gibt keinen menschen der 2. Klasse ist. Nur weil es manche dumme menschen da draussen gibt die ihr eigenes minderwertigkeits Gefühl damit kompensieren können das sie andere Menschen die ein offensichtliches Handikap haben fertig zu machen, darf man sich von diesen nicht das Leben beeinträchtigen lassen.
      Jeder mensch ist auf seine ganz besondere Art etwas ganz besonderes :)
    • Purzelball schrieb:



      Nur weil es manche dumme menschen da draussen gibt die ihr eigenes minderwertigkeits Gefühl damit kompensieren können das sie andere Menschen die ein offensichtliches Handikap haben fertig zu machen, darf man sich von diesen nicht das Leben beeinträchtigen lassen.



      Wobei Dicksein ja nicht pauschal auch ein Handicap bedeuten muss...
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Wobei Dicksein ja nicht pauschal auch ein Handicap bedeuten muss...

      Nö, wenn man dick ist, aber fit und bei guter Gesundheit, ist alles im grünen Bereich, auch wenn man nicht den ästhetischen Vorstellungen des main-streams entspricht.
      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Nö, wenn man dick ist, aber fit und bei guter Gesundheit, ist alles im grünen Bereich, auch wenn man nicht den ästhetischen Vorstellungen des main-streams entspricht.
      liebe Grüße Lisa


      Genau das meine ich, Lisa. :daumen:

      Allerdings muss man natürlich außerdem bedenken, dass auch dünne oder schlanke Menschen Krankheiten haben, man diese aber ziemlich sicher nicht einfach mal eben auf ihr Gewicht zurück führen würde. Bei dicken Menschen geschieht dies allerdings sehr oft. Wahrscheinlich ist das die bequemste Diagnose...

      Ein schlanker Mensch wäre empört. Ein dicker Mensch soll das schlucken.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • in einer großen Zeitung

      stand gestern (Großbritannien)

      1. Eine dicke Frau durfte kein Kind in Pflege nehmen

      2. Der National Health Service in North Yorkshire will nicht mehr verpflichtet sein, nicht lebensrettende Operationen auszuführen
      wenn der BMI über 30 ist.

      und noch so einiges. Dies an EINEM EINZIGEN SAMSTAG in England.
    • Als nächstes werden wohl dicke Frauen keine eigenen Kinder mehr haben dürfen. Dann werden ihnen die Kinder vielleicht wieder weggenommen wie zu den Zeiten, als Frauen, die keinen "gottgefälligen Lebenswandel" führten, das heißt die unverheiratet waren, ihre Kinder weggenommen bekamen. Oder Zwangssterilisationen. Hatten wir auch schon mal.
      Wer sagt denn, dass eine dicke Frau keine gute (Pflege-)Mutter sein kann?

      In einem privatisierten, also gewinnorientierten Gesundheitswesen, werden irgendwann eh nur noch die profitablen Patienten angenommen. Also nur bis zu einem maximalen BMI, einem maximalen Alter, einem minimalen Einkommen.... Ich könnte kotzen.
      Vor drei Wochen kam die Schwiegermutter mit einer Lungenembolie ins Krankenhaus. Nach 4 Tagen haben sie sie wieder entlassen. Unter der Hand weiß man, dass die Kliniken unter anderem auch nach der Zahl dort verstorbener Patienten bewertet werden. Wenn also damit zu rechnen ist, dass jemand eh nicht durchkommt - raus damit. Im Pflegeheim haben sie allerdings keine Intensivstation, ich hab gedacht, jetzt ist es aus, aber die Frau ist zäh. Dann ging es ihr wieder schlecht, sie ist umgekippt und hat sich eine Kopfverletzung zugezogen, also wieder in die Klinik, nach drei Tagen wieder raus. Jetzt hatte sie wieder einen Rückfall, also wieder ab in die Klinik. Heute soll sie wieder raus.
      Ich glaub, die machen so lange Patienten-Pingpong, bis sie im Krankenwagen stirbt.
      Nicht nur Dicke sind Menschen 2ter Klasse, auch alte Menschen, Hartz4-Empfänger, Flüchtlinge, also alle Menschen, die als "unnütze Esser" den "Volkskörper schädigen". Hatten wir auch schon mal.:krank:
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Der Link funktioniert. Die Idee mit den verzögerten OPs halte ich für nicht durchsetzbar. Gut fand ich, dass in dem Artikel dargestellt wurde, dass Übergewicht bzw. Dick-Sein oder Dick-Werden eine komplexe Sache ist.

      Grüße
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Was mir sehr positiv aufgefallen ist, dass ich in den Kommentaren nichts von dem üblichen Dickenbashing gelesen habe. Einer benutzte den Begriff "Gesundheitstaliban". Werd ich mir merken.:grins:
      Wenn man einmal begriffen hat, wie korrupt das Gesundheitswesen ist (manchmal aus Gier, manchmal aus schlichter Not), hört man sowieso nicht mehr auf das Politikergebrabbel.
      Anstatt jedem Patienten einmal im Quartal eine Auflistung aller abgerechneten Leistungen zu schicken (HÄ? Großes Blutbild? Mir wurde doch gar kein Blut abgenommen.), ist es einfacher, auf die Schwächsten einzuschlagen.
      Wir verhandeln in unserer Firma gerade eine Betriebsvereinbarung, bei der die Geschäftsleitung möchte, dass es zu "personellen Konsequenzen" kommen kann, wenn ein Mitarbeiter "keine Bereitschaft zeigt, sein Krankheitsverhalten zu bessern oder Ziele dazu zu vereinbaren". Nur über meine Leiche! Solange ich atme, gibt es von mir dazu keine Zustimmung.
      Seit wann ist Krankheit "Verhalten"???
      Und dann gibt es noch nicht mal Hartz 4, weil der Antragsteller "seine Not schuldhaft durch sozialwidriges Verhalten herbeigeführt hat".
      Wo soll das enden?
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Krankheits-, schuldhaftes und/oder sozialwidriges Verhalten

      Hallo, liebe Sophie

      ganz schwieriges Thema.
      Einerseits, glaube ich, kann man tatsächlich fahrlässig oder grob fahrlässig Probleme herbeiführen oder zumindest in Kauf nehmen.
      Wenn jemand 60 Zigaretten am Tag raucht. Wenn jemand tagtäglich 2 oder 3 Liter Colagetränke trinkt - das sind jetzt zwei Beispiel aus meinem unmittelbaren Bekanntenkreis. Oder immer wieder diese Energy-Brausen, eventuell mit Alkohol vermischt. Wenn jemand ganze Nächte, statt im Schlaf aufzutanken, im Netz verbringt. Wenn jemand Extremsport betreibt und möglicherweise Unfälle in Kauf nimmt. Oder extreme Ernährungsformen, immer nur Rohkost oder so.

      Ich habe gelernt, daß man tatsächlich ALLES machen kann mit dem Körper. Und das geht auch immer eine ganze Weile gut. Aber eines Tages schreibt er einem die Quittung.
      Glaube also, daß man tatsächlich eine ganze Menge tun kann, um nach menschlichem Ermessen gesund zu bleiben. Man muß mit dem Gesundheits-"Kapital", das man mitbekommen hat, kein fahrlässiges Schindluder treiben.

      Andererseits geht es gar nicht, daß irgendwer daherkommt und irgendwelche Standards setzt, die dann alle erfüllen müssen, und wenn nicht, werden sie abgestraft.
      Weil nämlich die Zusammenhänge - wie sich gerade am Beispiel "Dick" zeigt - großenteils noch gar nicht verstanden und somit die geforderten Standards unrealistisch sind.
      Und weil die Standards auf Grund von irgendwelchen Annahmen und Paradigmen gesetzt werden, diese Paradigmen aber oft zynisch sind und keinesfalls der Wahrheit entsprechen.

      Eines dieser gesellschaftlichen Paradigmen, an das immer noch großflächig geglaubt wird, ist beispielsweise: "man kann alles, wenn man nur will. Wenn man sich nur entschließen kann zu wollen, dann kann jeder schlank, reich und erfolgreich sein."
      Oder gesund. "Wer nur will und sich gut ernährt und immer schön seinen Sport macht, der kann immer gesund sein."

      Ich denke, es ist sehr schwierig, einerseits tatsächlich Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, und andererseits aber jeden Gedanken an "Schuld" abzulehnen.

      Ich möchte gern sagen, Sophie, daß ich es ganz toll finde, wie Du dafür kämpfst, daß Menschen nicht für Dinge abgestraft werden, die ihnen passiert sind. Meistens steckt eine Tragik dahinter, oder unverstandene Zusammenhänge, aber keine Schuld.

      Ganz liebe Grüße
      Issi
    • Mir sind auch die vielen guten Kommentare aufgefallen!
      Raucher und Dicke zu diskriminieren ist klassistisch, denn beides ist oft bei ärmeren Menschen zu finden ( zumindest statistisch relevant).

      Und wenn wir selbstschädigende Verhaltensweisen sanktionieren wollen, was ist dann mit Sport? Wenn ich einen gefährlichen Skiabwärtslauf hinlege, mir den Knöchel breche - habe ich mich da unnötigerweise und auf Kosten des Gesundheitssystems nicht selbst geschädigt?

      Es wird einfach nur absurd, es widerspricht dem Gedanken einer Solidargemeinschaft und eines Sozialstaates.

      Die linke Zeitung UZ hat schon recht, wenn sie schreiben, dass weder der Verbleib in der EU noch der Brexit den armen Briten was nützt.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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