Regierungsumfrage zur Diskriminierung

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    • Regierungsumfrage zur Diskriminierung

      Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird ab September eine Umfrage durchführen über erlebte Diskriminierungen. Sie richtet sich an alle Menschen ab 14 Jahren.
      Ich glaube, hier gibt es eine einmalige Gelegenheit, auf die allgegenwärtigen Diskriminierungen übergewichtiger Menschen hinzuweisen.
      Klickstu hier.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)

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    • Ich vermute allerdings, dass da mal wieder ausschließlich auf die AGG-relevanten Diskriminierungsgründe (Alter, Geschlecht, Behinderung, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung) abgehoben wird, und hoffe auf üppige Kommentarfelder.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hi Sophie,

      danke für Deinen Tipp bzgl. der Umfrage. Habe Deinen Link betrachtet (klickstu hier). Ich denke die Symbole auf dem Umfrage-Deckblatt bestätigen genau Deine Vermutung, daß es höchstwahrscheinlich um die bekannten / anerkannten D-Gründe geht: sexuelle Orientierung, Religion, ethnische Herkunft ....
      Eine Waage für das Gewicht habe ich nicht unter den Symbolen gefunden.

      Ich fühle ... kann keine "harten" Fakten oder Studien präsentieren ... also ich fühle daß es sich mit der Gewichtsdiskriminierung deshalb anders verhält, weil unterschiedliche Voraussetzungen impliziert werden. Während niemand was für seine Herkunft, sein Alter ... usw. "kann" - und auch nichts daran ändern kann - sind "wir" kollektiv immer noch davon überzeugt, daß man für sein Gewicht sehr wohl etwas "kann", und daß man auch etwas dran ändern "kann".
      Insofern sehe ich die Andersbehandlung dickerer Menschen vielleicht gar nicht so sehr als eine unerleuchtete Diskriminierung, sondern eher als eine - freilich ebenso unerleuchtete - Art der "Bestrafung". Bestraft, weil du von der Norm abweichst und dich ganz offensichtlich nicht unterwirfst ...

      Jedenfalls bin ich sehr gespannt was bei der angekündigten Studie rauskommt. Es wird allein schon aussagekräftig sein, ob genügend "offene" Fragen gestellt werden - die "üppigen Kommentarfelder", auf die Du hoffst - oder ob das meiste Fragen sein werden, wo man vorgefertigte Möglichkeiten ankreuzen kann?

      Spannende Sache! Danke, Sophie.

      Gruß, Issi
    • Hi,
      auf der website ist eine Kontaktperson angegeben für inhaltliche Fragen.
      Ich habe jetzt nachgefragt, ob die Diskriminierung wegen des Gewichtes, der Körperform auch abgefragt wird.
      Wenn noch mehr Menschen nachfragen, wird die Umfrage eventuell daraufhin erweitert.

      Eine Diskriminierung hat nicht damit zu tun, ob man an dem Diskriminierungsgrund "selbst schuld" ist.
      Alkokholiker können diskriminiert werden , obwohl sie landsläufig auch " selbst schuld" sind. Oder früher geschiedene Menschen.
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Ich habe antwort bekommen und zitiere aus meiner mail:

      ja auch das Körpergewicht, kann als Diskriminierungsgrund angegeben werden. Hier gibt es in der Umfrage ein offenes Feld.

      Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Nette schrieb:

      Wäre schön, wenn wir diesen Thread am 1.9. nochmal in die "Neuen Beiträge" bekämen ...
      Wiedervorlage - 1. September 2015:

      Sophie schrieb:

      Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird ab September eine Umfrage durchführen über erlebte Diskriminierungen. Sie richtet sich an alle Menschen ab 14 Jahren.
      Ich glaube, hier gibt es eine einmalige Gelegenheit, auf die allgegenwärtigen Diskriminierungen übergewichtiger Menschen hinzuweisen.
      Klickstu hier.

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    • Finchen schrieb:

      Na da, stimmt bitte für mich mit ab. Ich geh mal davon aus, dass ich als Schweizerin nicht mitmachen darf.

      LG Finchen

      Darfst du, wenn du in Deutschland lebst. Sonst wäre das Thema ja "Diskriminierung in der Schweiz".

      Ich hab die Umfrage gemacht. Es werden zu 1-2 Diskriminierungserfahrungen im Detail Fragen gestellt, aber es gibt Raum für freie Kommentare.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Die Umfrage ist sehr lang und sehr ausführlich. Es hat mir aber gefallen, dass man Stellen gezeigt bekommt, an denen man die Umfrage unterbrechen kann, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzusteigen beim nächsten Fragenblock. Da ich bei einigen Fragen sehr genau überlegt habe, wie ich antworte, zog es sich nämlich ganz schön hin. Gemächlich auf drei Abschnitte verteilt, ging das prima.
      Ich habe dann auch zwei sehr unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen einbringen können.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: ergänzt

    • ich finde gut, dass man auch mehrere Diskriminierungsgründe hintereinander bearbeiten kann.
      Ich dachte erst, ich muss mich auf eines beschränken; aber so konnte ich 3 verschiedene beschreiben.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Meine schlanke Freundin, die in DE wohnt, hat nach meinen Angaben mitgemacht. Sie selbst fühlt sich in keiner Weise diskriminiert. Ich habe mir also ihre Stimme praktisch ausgeliehen. Zwar nicht so ganz einwandfrei, aber das war für mich die einzige Möglichkeit, etwas beizutragen.
    • Auf der Konferenz "Diskriminierungsschutz erweitern" wurde bereits diskutiert, welche Ergänzungen vorgenommen werden sollen. Es wird weitere Veranstaltungen dieser Art gegeben, damit das Gesetz zum 10-jährigen Bestehen 2016 überarbeitet werden kann. Der Umfrage kommt für Themen / Gruppen, die bisher nicht berücksichtig wurden, tatsächlich eine Schlüsselfunktion zu.

      Bitte tragt die Info auch in andere Foren oder Facebook Gruppen weiter, wo Ihr unterwegs seid. Vielleicht kennt Ihr ja auch Blogger/innen persönlich usw.

      Seit 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft, das ungerechtfertigte Diskriminierungen sanktioniert. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) wacht darüber, dass Verstöße an die Öffentlichkeit gelangen und Betroffene die rechtlichen Möglichkeiten der Gegenwehr nutzen. Auch die Beratungsstellen und Netzwerke gegen Diskriminierungen leisten wertvolle Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft und unterstützen die Opfer. Eine Wirkung des AGG ist, dass in der Gesellschaft das Bewusstsein für diskriminierendes Handeln und ungerechtfertigte Benachteiligungen gestiegen ist.

      Die bisherigen Erfahrungen mit dem AGG zeigen aber auch, dass eine Reform des Gesetzes notwendig ist. Es soll erörtert werden, ob z.B. die Diskriminierungstatbestände erweitert, die Kompetenzen der ADS des Bundes ausgebaut und die Mög- lichkeiten der Betroffenen vor Gericht gegen Diskriminierungen vorzugehen verbessert werden können.