Freunde finden!

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  • seitdem ich immer dicker werde ziehe ich mich immer mehr zurück und habe meine ganzen sozialen kontakte verloren. dementsprechend fällt es mir auch sehr schwer neue leute kennenzulernen. ich traue mich nicht raus um mal in nen cafe zu gehen und schon garnicht auf eine party. wie geht es euch so damit?
  • Hallo Tina, mir geht es genauso. Leider ist mein Selbstbewusstsein ziemlich am Popo. Wenn ich dann aber mal raus gehe und mich in ein Cafe setze, schaue ich mir die anderen Menschen an und siehe da ! Es laufen sehr sehr viele rundlichere Menschen rum (...was für ein "Zufall") welche selbstbewusst sind und auch ohne Schminke wirklich hübsch sind und auch einen Freund haben. Da frage ich mich oft, warum ich das nicht kann, warum ich so hässlich sein muss. Wieso ist mir dieses Glück nicht hold? Aber naja...was solls. Ist halt so. Muss ich mit leben.
  • ich setze mich erst garnicht ins cafe... fühl mich dann immer beobachtet und verurteilt. aber ich bewunder auch die etwas fülligeren menschen die selbstbewusst durchs leben gehen. im internet kann man auch viele leute zwar kennenlernen aber wenn es dann zum thema "treffen" kommt kneife ich wieder da ich angst hab ausgelacht oder gemieden zu werden
  • Es macht mir nichts mehr aus mich ins Kaffee zu setzen und etwas zu bestellen. Letztes Jahr waren mein Mann ( extrem schlank ) und ich im Eiskaffee und er hatte sein übliches Doppeltartuffo und ich mein kleineres Fruchteis. Als wir fertig waren kam der Eisdielenbesitzer zu meinem Mann und sagte, " er hätte nicht gedacht, dass mein Mann das Eis aufbekommen würde ". Alles was außerhalb der Norm ist ist wird begafft, und da fast alles außerhalb der Norm ist und jeder etwas hat was außerhalb der Norm ist wird auch jeder begafft.
  • Nun ja, um Freunde zufinden, muss man zunächst einmal unter Menschen gehen.... nur so kann man Trolls ;) ... äh... tschuldigung - Freunde finden, indem man den ersten Schritt dazu, unter Menschen zu gehen, tut.
  • richtig. kla kann man online auch "freunde" haben aber naja ich nenne das nicht wirklich freunde. man sieht sich nie und unternimmt nichts.
  • Hallo Tina, Man kann übers Internet schon nette Leute kennenlernen. Es gibt entsprechende Portale, wo man gezielt Menschen aus seiner Umgebung suchen/finden kann. Ich habe sowas schon gemacht - die Erfahrungen waren ganz unterschiedlich, aber es war immer ganz nett (manchmal lustig oder skurril, aber ich habe es nie bereut). Ob sich daraus eine Freundschaft entwickelt steht auf einem ganz anderen Blatt und ich denke, man sollte da nicht mit zu großen Erwartungen herangehen. Ich habe mich immer mehr aus Neugier mit den Leuten getroffen und manchmal ergab sich mehr, manchmal blieb es bei einem Treffen. Auch auf Internetforen habe ich schon Bekanntschaften und eine Freundschaft geschlossen - vor kurzem Habe ich mich mit jemandem aus diesem Forum geftroffen, weil es sich gerade so ergeben hat... Mit anderen Leuten aus dem Netz schreibe ich mails, aber das kann auch eine sehr intensive Art der Begegnung sein, wenn man sich sympatisch ist und nicht nur belanglos plaudert. Vor kurzem habe ich eine Frau über meinen Online-Shop kennengelernt, und wir schreiben uns sehr persönliche Mails... für mich ist das wie eine Brieffreundschaft. Aber ich finde es wichtig, seine Kontakte nicht nur im Netz zu suchen, denn das reale leben da draußen will auch gelebt werden. Sich zu sehr zurückzuziehen birgt viele Gefahren... ich habe mich jahrelang stark zurückgezogen, weil ich depressiv war und der Weg "nach draußen" wurde immer schwieriger bis er mir igrnedwann unmöglich erschien. Die Kommunikation mit anderen habe ich regelrecht verlernt und es war ein langer Weg zurück ins Leben. Lass es nicht soweit kommen und verliere nicht ganz den Kontakt nach draußen - manchmal ist es schwer und oft ist man dann allein unterwegs, aber man kann auch alleine eine schöne Zeit haben und Dinge unternehmen. Keiner wird an deine Tür klopfen und dich fragen, ob du sein Freund sein willst - aber wenn du offen durch die Welt gehst, kann sich wieder etwas ergeben :). Und ich gehöre wahrhaftig nicht zu denen, die einen großen Bekannten-/Freundeskreis haben... aber ich habe gelernt, auch kleine Begegnungen zu schätzen und offen zu sein für alles, was da kommen kann - und manchmal kommt ganz unverhofft jemand...

    Einmal editiert, zuletzt von Mondsteinhexe ()

  • Da kann ich mich Mondsteinhexe nur anschliessen. Auch ich habe Internetkontakte. Manche sind sehr weit weg, so dass es wohl nie zu einem persönlichen Treffen kommt. Anderseits hab ich schon an verschiedenen Forentreffen teilgenommen und die Leute persönlich kennen gelernt. Es waren immer sehr gute Begegnungen. LG Finchen
  • ich habe halt angst mich mit den leuten zu treffen. habe angst vor abweisung oder dsa ich ausgelacht werde. daher ziehe ich mich lieber in meine 4 wände zurück
  • Tina, wofür könnte dich jemand auslachen? Was sind da deine Befürchtungen? Bei so einem Treffen wird sicher niemand lachen, weil so "mutig" ist eigentlich niemand. Und danach kann ja jeder denken was er will. Wenn man sich sympatisch ist und die Bekanntschaft vertiefen will, ist es schön und wenn nicht, ist das doch auch in Ordnung. Ich bin mir ganz sicher, dass die andere Person auch aufgeregt ist, auch Ängste hat und den einen oder anderen wunden Punkt hat. Wann immer ich Menschen durchs Internet oder Zeitungsanzeigen getroffen habe, kamen wir schon bald darauf zu sprechen, wie aufgeregt wir vorher waren und dass es auch Ängste gab. Offen darüber zu sprechen hilft, die Ängste zu lösen und schafft etwas mehr Nähe, weil man erfährt, dass man hier schon mal eine Gemeinsamkeit hat. Übrigens schicke ich manchmal ein Foto von mir - dann weiß meine Mailbekanntschaft schon mal, dass ich keine Barbiepuppe bin :) - gerade früher, als ich mit mir noch viel mehr im Unreinen war, hat mir das sehr geholfen. Inzwischen ist es mir nicht mehr wichtig, ob mich jemand ablehnt, weil ich nicht in sein Konzept passe - aus welchen Gründen auch immer. Es muss mich nicht jeder mögen oder schön finden. Ich mag auch nicht jeden... das ist doch ganz normal.
  • Hallo zusammen, ich habe zeit der Geburt meiner Kinder keine Freunde mehr (wo sind die alle bloß?) ich hatte auch keine Zeit für was anderes außer meiner Familie.Dann habe ich auch sehr viel zugenommen und somit ist mein Selbstbewusstsein im Keller.Mit anderen hatte ich keinen Kontakt, und wenn ich doch mal angesprochen wurde, hatte ich schon fast Panik und keine vernünftige Unterhaltung zustande gebracht, das war sehr schlimm für mich.Erst jetzt da ich zeit Kurzen wieder Arbeiten (schon allein um Arbeit zu finden muste ich zwangsläufig Gespräche führen) geht es mir sehr viel besser, klar gibt es ab und zu blöde Sprüche aber mittlerweile ist es mir egal, darüber bin ich echt froh.Und ich habe eine neue Nachbarin, die sehr nett ist und gerne mal rüber kommt.Also ich kann nur den Rat geben raus zu gehen z.B. in einen Verein, sich nicht zu verkriechen, sich zu isolieren macht es jeden Tag ein bisschen schlimmer. [URL='http://www.duden-saas.de/'] [/URL]
  • Wir hatten dieses Thema schon viele Male, und fuer mich persoenlich ist es immer noch ziemlch schmerzhaft. Es gibt viele Ratschlaege, wie man Menschen treffen koennte, und sie sind bestimmt nicht schlecht. Nur nicht jeder kann sie anwenden, und man muss auf die persoenlich Situation jeweils achten. Pauschal einen Verein zu empfehlen finde ich etwas oberflaechlich, ehrlich gesagt. (SEM, nimm es mir bitte nicht uebel, das ist kein persoenlicher Angriff. Solche Empfehlungen gibt es bei diesem Thema sehr oft.) Ich bin mir nicht sicher, ob Tina sich gefestigt genug fuehlt, um all deise Massnahmen zu ergreifen. Das kann natuerlich nur Tina selber sagen, aber so ist mein Gefuehl hier. Tina, du hast woanders geschrieben, dass dein Leben dir im Moment zu kompliziert ist. Weisst du, die Suche nach Freunden wuerde es noch komplizierter machen. Das weiss ich aus Erfahrung. Ich habe das z.B. im Moment eingestellt. Der Unterschied ist, dass ich beruflich so viele Leite treffe, dass ich mich keineswegs "eingeschlossen" fuehle. Ich bin im Gegenteil froh, wenn ich endlich mal alleine sein kann. Vielleicht reicht erstmal, wenn du deinen Mut zusammen nimmst und ein bisschen "unter Menschen" gehst? Zu einer Lesung oder zu einem kleinen Konzert? Das wird deine Einsamkeit zwar vielleicht nicht lindern, aber das waere trotzdem mal was anderes. Und dann koenntest du erzaehlen, wie es war, wenn du magst. Das wuerde mich interessieren. Vor einiger Zeit hat hier im Forum jemand eine sehr interesante Frage gestellt, Ich weiss nicht mehr, wer das war, und plagiiere die Frage erstmal ohne Quelle: Wuerdest du mit dir selber befreundet sein wollen? Wenn ja, warum? Wenn nicht, warum?
  • [quote='Muminfrau','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122364#post122364']Pauschal einen Verein zu empfehlen finde ich etwas oberflaechlich, ehrlich gesagt. [/QUOTE] Ich finde es ganz und gar nicht oberflächlich. Je nach Region, in der man lebt, ist es sehr schwer bis fast ausgeschlossen, Anschluss zu finden, ohne sich einem Verein anzuschließen. Zum Ausgleich dafür gibt es soviele verschiedene Vereine, dass für wirklich jeden Geschmack was zu finden ist. SEM hat es auch nicht als Patentrezept vorgestellt, sondern nur als Vorschlag. Warum auch nicht? Du schlägst vor, zu einer Lesung oder einem Konzert zu gehen. Jemand Drittes würde einen Kinobesuch oder ganz was anderes vorschlagen. Jede/r von uns hat andere Erfahrungen gemacht, die er/sie hier weitergeben kann und darf.
  • [quote='Boewi','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122368#post122368'] Je nach Region, in der man lebt, ist es sehr schwer bis fast ausgeschlossen, Anschluss zu finden, ohne sich einem Verein anzuschließen. Zum Ausgleich dafür gibt es soviele verschiedene Vereine, dass für wirklich jeden Geschmack was zu finden ist. [/QUOTE] [FONT=Arial][size=12][COLOR=#000000]Um sich in einem Verein wirklich wohlzufühlen und als vollwertiges Mitglied wahrgenommen zu werden, muss man sich a) vollkommen mit der Thematik des Vereins identifizieren können und b) selber das Potential mitbringen, sich hier zu engagieren. Wer eher schüchtern und unsicher ist, kann in so einem Verein gewaltig Schiffbruch erleiden. Ich persönlich möchte nicht in einem Dorf leben, wo man geächtet wird, wenn man nicht dem örtlichen Topflappen-Häkelverein, der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Kirchenchor beitritt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, gerade mit den eingefleischten Vereinsmeiern oder, wie man in Bayern so schön sagt, Gschaftlhubern Freundschaft zu schließen. Wie also schon erwähnt, für den einen mag es ideal sein, es taugt aber m.E. nicht für Menschen, die eh schon Probleme haben, Kontakte zu knüpfen.[/COLOR][/SIZE][/FONT]
  • Für einen sehr schüchternen Menschen reicht es nicht "nur so" unter Menschen zu gehen. Da finde ich den Tipp mit einem Verein - wenn eine passende Thematik vorhanden ist, gar nicht schlécht. Wenn man da Mitglied ist, wird man in gewisser Weise "erwartet" und es ergeben sich von allein gemeinsame Themen und Gespräche. In meinen Augen ein ziemlich sicherer Weg Menschen näher kennen zu lernen, denn auch irgendwelche Kurse oder Schulungen bleiben oftmals komplett anonym, wenn man hingeht und sich nicht traut mit Menschen zu sprechen. In einen Verein wird man jedoch eingebunden, weil eigentlich jeder irgend eine Aufgabe bekommt. Für mich selber wäre so ein Vereinsleben auf einem Dorf absolut nichts, aber ich habe auch diese Probleme nicht. Hätte ich sie und würde mir von Herzen wünschen Menschen kennen zu lernen, würde ich mich vielleicht sogar zum Beitritt eines Vereines überwinden, denn einsam und allein sein ist sicherlich schlimmer als einem Verein anzugehören. Und wie auch immer sich so etwas entwickelt, amn kann ja auch wieder austreten. ;)
  • [quote='Muminfrau','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122364#post122364']Wir hatten dieses Thema schon viele Male, und fuer mich persoenlich ist es immer noch ziemlch schmerzhaft. Es gibt viele Ratschlaege, wie man Menschen treffen koennte, und sie sind bestimmt nicht schlecht. Nur nicht jeder kann sie anwenden, und man muss auf die persoenlich Situation jeweils achten. Pauschal einen Verein zu empfehlen finde ich etwas oberflaechlich, ehrlich gesagt. (SEM, nimm es mir bitte nicht uebel, das ist kein persoenlicher Angriff. Solche Empfehlungen gibt es bei diesem Thema sehr oft.)[/QUOTE] Ich finde diesen Vorschlag kein bißchen oberflächlich, aber ich finde es irgendwie ziemlich arrogant sowas zu scheiben! Wie du selbst schreibst, kommt der Vorschlag beim Thema Freunde finden sehr oft. Warum kommt er so oft? Weil Menschen gute Erfahrungen damit gemacht haben! Weil es in Vereinen Menschen gibt, die ein gemeinsames Interesse teilen, welches eine gute Basis sein kann, um sich kennenzulernen, zu mögen und sich über die Vereinsgrenze hinaus auch privat zu treffen. Es ist nicht oberflächlich - es ist [I]ein[/I] Weg (von vielen, vielen anderen). Er ist nicht besser oder schlechter als andere. Für den einen passt er, für den anderen nicht. [quote='Muminfrau','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122364#post122364']Vielleicht reicht erstmal, wenn du deinen Mut zusammen nimmst und ein bisschen "unter Menschen" gehst? Zu einer Lesung oder zu einem kleinen Konzert? Das wird deine Einsamkeit zwar vielleicht nicht lindern, aber das waere trotzdem mal was anderes. Und dann koenntest du erzaehlen, wie es war, wenn du magst. Das wuerde mich interessieren.[/QUOTE] Das wäre mir in meiner Depression und mit all meinen Unsicherheiten, meiner Scham, meinen Ängsten erst recht schwer gefallen... und das ist im Übrigen auch ein Vorschlag, der beim Thema Freunde finden sehr oft kommt :rolleyes:. Alle diese Vorschläge haben ihre Berechtigung, weil sie aus dem eigenen Erfahrungsschatz stammen. Was der Ratsuchende daraus für sich ableiten kann, bleibt ihm selbst überlassen oder muss ausprobiert werden.
  • Tina, wir wissen zu wenig über dich, um näher auf dich eingehen zu können. Hast du Familie? Arbeitest du? Bist du Studentin? Du bist um die 27-31 Jahre alt, also kein Teenager mehr, aber jung genug, um noch sehr "jung" zu denken. Du magst nicht ins Cafe gehen, aber zum "Freunde finden" ist ein Cafe auch nicht der wirklich richtige Ort. (Wer hat jemals einen Freund/eine Freundin in einem Cafe kennen gelernt?) Und Partys sind auch eher nicht der Anlass, um [B]Freunde[/B] zu finden. Da wird zwar manchmal unter Alkoholeinfluss etwas ungehemmter miteinander umgegangen, aber mit echtem Interesse hat das wahrscheinlich nur selten zu tun. Gräme dich also nicht, wenn diese "Singlebörsen" nicht für dich in Frage kommen. Was erwartest du zu finden? Was verstehst du unter "Freund"? Im Zeitalter von Facebook wird der Begriff "Freund" meiner Meinung nach zu leichtfertig verwendet. Suchst du Kameraden, die mit dir in der Freizeit etwas unternehmen und Spaß haben? Suchst du eine Liebesbeziehung? Suchst du einen Mann für deine Kinder? Suchst du jemanden, bei dem du dich ausheulen kannst? Suchst du .... Diese Threadthema ist schon so oft da gewesen. Es ist auch kein "dickes" Thema. Auch dünne, große, schwarze, weiße, hübsche, was auch immer Menschen quälen sich mit den gleichen Selbstzweifeln herum wie du. Sogar Menschen, von denen man denken könnte, der/die könnte doch jede/n haben. Es ist eine Frage der inneren Einstellung, nicht der äußeren Erscheinung. Die ganzen Ratschläge, wo man hingehen sollte, an welchen Aktivitäten man teilnehmen sollte, können nur Ideen sein, die du nach Geschmack ausprobieren kannst oder nicht.Was kommt denn [B]für dich[/B] in Frage? Woran hättest du Spaß? Wofür [B]interessierst [/B]du dich? Es wäre doch blöd, sich zum Beispiel tagelang in Museen herumzudrücken, nur weil vielleicht genau dort die phänomenale Begegnung stattfinden könnte, aber man findet Museum zum Kotzen. Zumindest sollte für dich ein Spaßeffekt da sein, wenn es mit dem "Freunde finden" nicht sofort klappt? Und zum 1000sten Mal: Freundschaft passiert. Freundschaft braucht Zeit zum Wachsen. Das ist wie ein Bäumchen. Manche Bäumchen gehen schnell wieder ein, manche werden zur dicken Eiche. Man muss allerdings den Samen in die Erde stecken, sonst passiert gar nichts. Daher auch die vielen Ratschläge zum Thema "unter Menschen gehen". Und noch eins: Freund hin oder her, du musst unter Menschen gehen, damit sich deine ansatzweise soziale Phobie nicht weiter verschlimmert. In diesem Forum gab es schon den herzzerreißenden Fall, dass jemand nur im Schutz der Dunkelheit aus dem Haus schleichen konnte, aus Angst vor den Mitmenschen. Je tiefer du dich in deine Selbstzweifel verstrickst, um so schwerer wird es für dich, damit umzugehen. Zieh los mit dem Ziel: Ich will Spaß!!! Der Rest findet sich.
  • ...egal, ob nun das Gewicht oder andere Probleme mit dem eigenem Aussehen die Ursachen für Rückzug und Verlust von Selbstwert sind... man (Frau) muss dagegen vorgehen... sich sagen: Hey, was gehen mich die Blicke anderer an...ich bin wer! ;)... Ohne Selbstwertgefühl bricht alles um einen zusammen. Niemand Bertoffenes sucht Mitleid... sondern Freunde, die einem helfen, damit klar zu kommen... Also Kopf hoch... niemals aufgeben... dann finden sich Freunde, echte Freunde! Ich spreche aus Erfahrung... denn es gibt echt eine Menge Männer, die der beleibten Weiblichkeit sehr wohlgesonnen gegenüberstehen.:)
  • So wie Itsme sehe ich es auch. Obwohl ich dem ein oder anderen:girlnick: Verein auch selber beigetreten bin. Der große Vorteil ist ein gemeinsames Ziel oder ein gemeinsames Interesse, so dass es an Gesprächsstoff nicht mangelt. Außerdem gibt es für alle, die interessiert sind, immer eine sinnvolle Aufgabe. Zwangsläufig lernt man dabei andere Menschen kennen - und es schadet gar nichts, dass diese die gleichen Interessen teilen. Und, trotz aller Vorurteile gegen :finger:Vereinsmeier oder [FONT=Arial][size=12][COLOR=#000000]"Gschaftlhubern[/COLOR][/SIZE][/FONT]", ohne Vereine wäre unsere Welt viel ärmer. Es ist ganz egal, ob man Kaninchen züchtet, zusammen kocht, mit Amnesty politische Gefangene unterstützt, in einer Umweltorganisation mithilft die Welt zu einem besseren Ort zu machen, miteinander Sport treibt, musiziert, schneidert, kneippt, im (Kirchen)Chor singt, gegen Verstümmelung von Mädchen kämpft, Topflappen häkelt oder Weihnachtsgeschenke in Schuhkartons verpackt - wenn man die erste Scheu überwunden hat, wird man eine Menge Arbeit und Spaß haben und schnell mit anderen ins Gespräch kommen. Wenns nicht (mehr) passt, sucht man sich was Neues.
  • [QUOTE=bigfred]Niemand Bertoffenes sucht Mitleid... sondern Freunde, die einem helfen, damit klar zu kommen... Also Kopf hoch... niemals aufgeben... dann finden sich Freunde, echte Freunde! Ich spreche aus Erfahrung... denn es gibt echt eine Menge Männer, die der beleibten Weiblichkeit sehr wohlgesonnen gegenüberstehen.:)[/QUOTE] Also, Männer die meiner beliebt-beleibten "Weichblichkeit" so wahnsinnig wohlgesonnen gegenüberstehen würde ich ja als alles Mögliche bezeichnen, aber als Freund wohl eher nicht;)
  • [quote='SEM','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122359#post122359'] Dann habe ich auch sehr viel zugenommen und somit ist mein Selbstbewusstsein im Keller. [URL='http://www.duden-saas.de/'] [/URL][/QUOTE] Das hört sich so an, als wenn bei einer Gewichtszunahme automatisch das Selbstbewusstsein verloren geht. Das kann aber nur dann passieren, wenn man sein Selbstbewusstsein nur aus seinem Äußeren zieht. Ich weiß, heutzutage wird auf Äußerlichkeiten bei vielen Menschen mehr Wert gelegt als auf Charakter, Herzenswärme, Humor, Bildung etc. Wer einen Menschen jedoch nur nach seinem Äußeren bewertet, der ist kein Freund. Auf solche Menschen sollte man getrost verzichten. Die, die wahre Freunde sind, mögen einen Freund nicht, weil er so und so viel wiegt, bestimmte Kleidung trägt, oder eine bestimmte Hautfarbe oder Nationalität hat, sondern weil sie ihn als Mensch mögen. Warum also bei einer Gewichtszunahme das Selbstwergefühl verlieren??? Vielleicht - dies mal sich selbst gegenüber ehrlich hinterfragen - weil man selber so denkt? Weil man selbst seinen Wert nur nach seiner Äußerlichkeit beurteilt? Und wenn es - nach ehrlichem Hinterfragen - so ist, wollte man einen Menschen mit einer so oberflächlichen Einstellung zum Freund? Sollte einen so ein Mensch, oder was er denkt oder sagt oder wie er guckt, nicht vollkommen schnurz sein? Wie unwichtig ist es, was ein solcher Mensch vielleicht denken mag! So einen oberflächlichen Menschen wollte man doch soweiso nicht zum Freund, oder? Möchte man nicht doch viel lieber jemanden zum Freund, der nicht so oberflächlich denkt? Und wenn das so ist, warum ist man sich selbst gegenüber dann so hart - und ja - auch so oberflächlich? Der Wert eines Menschen macht sich nicht an der Kilozahl auf der Waage fest. Ebenso wenig wie an der Hautfarbe, der Nationalität, der Kleidung oder sonstigen äußeren Dingen. Wenn man gelernt hat sich selbst wert zu schätzen - mal ganz abgesehen von den unwichtigen äußeren Dingen - dann verliert man sein Selbstwertgefühl nicht, weil man zu - oder abnimmt, denn da ist so unendlich viel anderes was wertvoll ist. Wer das nicht zu schätzen weiß - zunächst mal an sich selbst - der ist kein Freund. Kein Freund sich selbst gegenüber. Wie kann er dann ein Freund anderen gegenüber sein und wie kann er erwarten, dass andere ihm gegenüber Freund sind? Der erste Schritt zu Freundschaften hin ist der Weg sich selbst gegenüber ein Freund zu sein.
  • Ein Hallo, sicher ist es nur ein Vorschlag, zu einem Verein zu gehen.Was ich natürlich zum Ausdruck bringen wollte, ist das Sie sich aktiv damit beschäftigt unter Menschen zu gehen, auch wenn es zuerst mal schief geht, es weiter zu versuchen, weil nicht´s zutun die Einsamkeit immer verschlimmert und Freunde finden ist dann auch sehr schwierig (klar braucht man auch etwas Glück). Zu der Anmerkung ich bin oberflächlich, das nach einem Satz zu behaupten, finde ich sehr fragwürdig und das sich echte Freunde erst dann zeigen, wenn man sie braucht, ist nix Neues. Klar nagt es am Selbstbewusstsein, wenn die Waage extrem nach oben geht und die Umwelt dementsprechend reagiert ich bin ja nicht aus Stein auch haben andere Faktoren mit gespielt (vielleicht, war es auch nur der Aufhänger für mich sich zu verkriechen).Würde ich Selbstbewusstsein nur auf Äußerlichkeiten beziehen, würde ich schreiben, wenn du der Norm nicht entsprichst, bleib zu Hause, oder?Aber nein ich schreibe (jetzt mal mit anderen Worten) gehe raus, es gibt sehr viele nette Menschen. Du musst halt suchen. Es gibt schwere Zeiten, die Kunst ist es, sich aufzuraffen und neu anzufangen.
  • [quote='Maky','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122369#post122369']Um sich in einem Verein wirklich wohlzufühlen und als vollwertiges Mitglied wahrgenommen zu werden, muss man sich a) vollkommen mit der Thematik des Vereins identifizieren können [/QUOTE] Genau. Der Punkt a) reicht mir zumindest schon vollkkommen aus um zu wissen, dass ich nie in einem Verien mich wohlfuehlen wuerde. Ich habe es zwei Mal versucht, und das war einfach nur furchtbar. [quote='Boewi','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122368#post122368']Du schlägst vor, zu einer Lesung oder einem Konzert zu gehen. [/QUOTE] Der Unterschied ist, dass ich einen Lesungsbesuch als eine [B]Uebung[/B] vorgeschlagen habe, und [B]nicht[/B] als eine Loesung. Ich habe auch ganz deutlich geschrieben, dass diese Uebung (fast) nichts daran aendern wuerde, dass Tina sich einsam fuehlt. Ich habe vorgeschlagen, dass sie es versucht und dann berichtet. Der Unterschied zwischen einer Lesung und einem ersten Gang zu einem Verein ist mir zumindest sonnenklar: Verein ist mit einer gewissen Verbindlichkeit assoziiert, auch wenn man nur zur Probe da ist. Eine Lesung ist vollkommen unverbindlich. Das waere aus meiner Sicht ein guter Anfang. [quote='Sophie','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122372#post122372']Zieh los mit dem Ziel: Ich will Spaß!!! Der Rest findet sich.[/QUOTE] Das ist eine wirklich schoene Aussage, Sophie. :) Ich finde auch, dass man nicht in ein Verein gehen sollte, nur wenn man Menschen treffen moechte. Man sollte zu einem Verein gehen, wenn man [B]an der Sache[/B] interessiert ist. Dann macht man gute Erfahrungen.
  • [quote='Itsme','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=122382#post122382'] Der erste Schritt zu Freundschaften hin ist der Weg sich selbst gegenüber ein Freund zu sein.[/QUOTE] In Theorie bin ich damit einverstanden. Nur sieht die Praxis doch irgendwie anders aus. Es gibt z.B. Menschen, die sich selber kein guter Freund sind, und trotzdem Freunde haben. Zumindest nach meinen Beobachtungen. (In diese Menschen reinschauen kann ich ja nicht. Man hat mir aber mehrmals gesagt, dass ich eine gute Beobachterin waere.)