AC doch kein Allheilmittel bei Diabetes?

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    • Ja, auch aus den Ärztekreisen gibt es kritische Anmerkungen und Feststellungen. Schade ist, daß niemand bereit ist darüber Studien zu führen.

      Dass Diabetes direkt nach OP in sehr vielen Fällen sich bessert ist trotzdem nicht zu verleugnen, auch wenn es evtl. nur auf Zeit ist. Manchen Menschen gibt diese Zeit aber auch Luft zum Durchatmen, wenn der Leidensdruck sehr hoch ist.

      Nicht falsch verstehen - eine Op aufgrund Diabetes ohne weitere schwere Erkrankungen muss eine ärztliche Einzelfallentscheidung bleiben. Das ist meine Meinung und wenn jemand diesen Schritt geht kann ich nicht urteilen oder verurteilen.

      Dass Diabetes nur verbessert wird und evtl. nach einiger Zeit in vollem Umfang wieder da ist erlebe ich immer wieder in den Selbsthilfegruppen.
      und darüber wird mit den betroffenen Menschen auch offen gesprochen.



      @ Evi falls du mit blauem Forum das meinst, in dem ich schreibe, dann darfst du gerne alles klauen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chris () aus folgendem Grund: Nachsatz angefügt :-)

    • Chris schrieb:

      @ Evi falls du mit blauem Forum das meinst, in dem ich schreibe, dann darfst du gerne alles klauen!
      *lach* Ich glaub', sie meint Deutschlands dicke Seiten, aber ich denke, es ist schon wichtig, Links zu den Themen durchaus durch alle Foren zu tragen. Sind ja ohnehin öffentliche Links. Also wir haben auch nix dagegen, wenn Themen anderswo auch aufgemacht werden. :)
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    • Hätten mich fragen können ;-)

      Die Feststellungen der Diabetes Gesellschaft treffen mit "meinen langjährigen Erfahrungen" überein.
      Was Weiner betrifft, er kann nicht anders - er lebt davon.:rolleyes:
      Risikobewertung der deutschen Diabetes-Gesellschaft: Gewichtszunahmen, Vitaminmangel, Depressionen bis zum Suid.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von biggerman ()

    • Das erscheint mir auch irgendwie logisch. Nach der OP hat der Körper erst mal Mangel und holt sich alles was er kriegen kann, aus den Reserven. Das wird sich auch auf den Zuckerstoffwechsel auswirken. Bis sich der Organismus wieder eingependelt hat, auf den "normalen" kranken Zustand.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Natürlich kann die OP nicht helfen! Die Bauchspeicheldrüse ist krank und es ist auch die Aufnahme aus dem Blut in die Fettzellen gestört.
      Das wird nun mal nicht "wegoperiert", nein, das bleibt!
      Bei mir hatte man immer höheres Insulin gegeben - bis zuletzt 1000 Einheiten pro Tag und der Hab1c war trotzdem auf über 11!
      Das von einem anerkannten Diabetologen!
      Und das war fatal schlimm, steigerte und zerstörte meine gesamte Stoffwechselsituation noch mehr.
      Bis 2008 in einer Klinik die dortige Diabetologin entsetzt war, mein Insulin runterfuhr aund auf die Tablette "Actos" umstellte!
      Die Umstellung war schlimm, wie bei einem Drogenjunkie! Gut, das ich in einer Klinik war.
      Und seitdem brauche ich überhaupt keine Insulin mehr, obwohl ich sogar zunahm, verbesserte sich meine Werte, bis nun auf ein Hab1c von 5,6! Ohne OP!
      Und dazu achte ich schon auf meine Ernährung, aber ich kann mir auch mal Bonbons oder anderes leisten...ohne Auswirkung!

      Also, sowas schafft keine OP!
      Das ganze Gerede ist nur eine große Dummheit, und natürlich eine Gelddruckmaschine!
      Diese Tablette ist viel billiger, aber wird nicht gefördert oder propagiert. Sie paßt nicht in das selbstgestrickte Weltbild der Lobbyisten!
    • Ryana schrieb:

      Natürlich kann die OP nicht helfen! Die Bauchspeicheldrüse ist krank und es ist auch die Aufnahme aus dem Blut in die Fettzellen gestört.


      So undifferenziert sollte man das nicht sehen.

      Diabetes mellitus Typ II heißt nicht, dass die Bauchspeicheldrüse immer komplett im Eimer ist. Sehr häufig liegt "nur" eine Insulinresistenz vor und darauf hat die OP einen sehr großen Einfluß. Insulinresistenz bedeutet, dass nur ein relativer und kein absoluter Insulinmangel vorliegt, dass die Zellen des Körpers (keineswegs nur die Fettzellen!) nicht mehr auf das genügend gebildete Hormon Insulin reagieren und die Glukose nicht mehr aufnehmen, um sie zu verbrennen. Das führt dann zu einem erhöhten Glukosespiegel im Blut. Auf die Insulinresistenz hat die OP großen Einfluß, da sich die Resistenz in eine erhöhte Sensitivität ändert und so wieder Glukose in den Zellen aufgenommen werden kann und der Glukosespiegel sehr rasch wieder in den Normbereich sinkt. Nichts ändert sich aber durch eine OP, wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann, bzw. wenn man schon eine lange Diabetesvorgeschichte hat und entsprechend lang therapiert ist. Das müssten eigentlich alle Adipositaschirurgen auch wissen. Möglicherweise wissen das aber nicht die Medien, die den Magenbypass als Diabetesheilmittel anpreisen.

      Obwohl ich operiert bin und durch meine Vorerkrankung der Diabetes (bis dato unbehandelt und noch nicht insulinpflichtig) den Ausschlg pro OP gegeben hat, halte ich eine Magen-OP für keinen gangbaren Weg, mit dem man alle Diabetiker zwangsbeglücken muss.

      Vorige Woche war ich bei einer Tagung der österreichischen Adipositasgesellschaft. Diabetes war dabei ein großes Thema. Die bekannte Tatsache, dass Insulin ein adipogenes Hormon ist und es unter Insulintherapie vollkommen ausgeschlossen ist, dass man Gewicht verliert, hat zu vollkommen neuen Therapieansätzen geführt. Durch neue Medikamente, die zwar schon in Österreich zugelassen, aber noch nicht von den Kassen bezahlt werden, gibt es für Diabetiker gute Zukunftsaussichten, die neben der erfolgreichen Senkung des Blutzuckerspiegels auch das Gewicht deutlich reduzieren, was wiederum positiv für den Diabetes ist. Ich schätze, dass das die Schiene ist, auf der Diabetologen künftig unterwegs sein werden. Die Überlegungen, dass auch schlanke Diabetiker operiert werden könnten, gibt es natürlich auch bei uns. Ich nehme das aber nicht sehr ernst. Ein Vortrag eines bariatrischen Chirurgen im Rahmen dieser Tagung hat auch einen neuen Aspekt in die chirurgische Landschaft gebracht. Er geht weg von der irreversiblen OP zu einem zeitlich begrenzten reversiblen. Diese nicht invasive Methode ist erst in der Forschungsphase, zeigt aber gute Ergebnisse.

      Da immer wieder zu lesen ist, dass behauptet wird, dass kranke Dicke (Schlanke natürlich auch) viel Geld kosten und die OP sehr kostspielig ist.
      Vor kurzem habe ich die Auflistung meiner KK bekommen, wie viel sie für mich bezahlen musste. Die Bypass-OP wird mit rund 1700 Euro dem Krankenhaus vergütet. Meine Medikamentenkosten lagen bei 900 Euro im vergangenen Jahr. Im heurigen Jahr wird sich die Summe für Medikamente auf rund 150 Euro reduzieren, da ich einige (sehr teure) absetzen konnte.

      Nur zur Info. Das von Ryana angesprochene Medikament kostet in Österreich der KK knapp 60 Euro/Monat. Es relativieren sich also die Kosten für die OP, wenn man lebenslang für 720 Euro im Jahr Medikamente nehmen muss. Das bedeutet aber keineswegs, dass ich es befürworte, dass alle dicken Kranken an sich herumschneiden lassen müssen/sollen. Es war bei mir eine individuelle Entscheidung, die alleine ich getroffen habe. Vermutlich wäre ich alles andere als erfreut gewesen, wenn mich ein Arzt damit zwangsbeglückt hätte.
    • das Gewicht deutlich reduzieren, was wiederum positiv für den Diabetes ist.


      Ist das so?

      Ich wage mal gehört zu haben, dass man Diabetes auch ohne krasse Gewichtsreduktion wunderbar einstellen und sogar zum "stillstand" bringen kann. Und zwar ohne die Menschen mit Medikamenten vollzustopfen.

      Helga, ich schätze deine intelligente und differenzierte Art mit diesem Thema umzugehen. Trotzdem haben deine Beiträge ein und den selben Tenor: Weniger Gewicht = der Weg zur Gesundheit/Herzinfarkt vermeiden/Diabetes bekämpfen = erstrebenswert. Inzwischen ist sogar bei einigen Medizinern angekommen, dass diese Rechnung nicht aufgeht.
      [CENTER][SIZE=2]Time has come for the crow to fly away.
      [SIZE=1](Avantasia - The Scarecrow)[/SIZE]
      [/SIZE][/CENTER]
    • Ich habe in den Foren auch einige Leute getroffen, die infolge der Bypass-Operation erst einen manifesten Diabetes entwickelt haben.

      Außerdem geht aus dem zu Anfang verlinkten Artikel klar hervor, dass die positive Wirkung auf den Diabetes nur für kurze Zeit andauert. Dazu gibt es mittlerweile auch viele Forschungsergebnisse. In den Foren mal insbesondere nach den Beiträgen der Userin Woodylee suchen. Sie schreibt im Moment ein Buch zu dem Thema. Das Schlimme ist nämlich, dass bei den Operierten nicht nur die ganzen Krankenheiten früher oder später wieder durchschlagen, nein, es kommen noch neue oben drauf, weil die Operation und die Mangelernährung massive systemische Folgen haben. Wir sprechen hier jetzt aber von Zeiträumen ab 8-10 Jahren nach OP.

      So langsam formiert sich auch so etwas wie eine Selbsthilfe der AC-Opfer, wenn auch noch sehr zaghaft. Allerdings habe ich immer schon prognostiziert, dass das irgendwann kommt.
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    • Taborea schrieb:

      Ist das so?

      Ich wage mal gehört zu haben, dass man Diabetes auch ohne krasse Gewichtsreduktion wunderbar einstellen und sogar zum "stillstand" bringen kann. Und zwar ohne die Menschen mit Medikamenten vollzustopfen.


      3-5 kg Gewichtsabnahme moderat und dauerhaft sollen die Bauchspeicheldrüse erheblich entlasten!
    • Herbstzeitlose schrieb:

      3-5 kg Gewichtsabnahme moderat und dauerhaft sollen die Bauchspeicheldrüse erheblich entlasten!


      Das koennte natuerlich sein. Und auch z.B. Bluthochdruck wird besser, und evtl. noch ein paar andere Dinge.

      ABER: Die Betonung hier auf dauerhaft. Ich persoenlich kenne keine akzeptable Methode, mit der ich dauerhaft 3-5 kg weniger wiegen koennte. Kontrolliertes Essen und dauerhaftes Hungern lehne ich ab. Sport in meinen Alltag einzubauen... nur unter massivem Stress, ich stehe auch so um 5 auf und gehe um 22 Uhr zu Bett, und der Tag ist ausgefuellt. Und jetzt? ;) (eine rhetorische Frage)

      Ich bin Gott sein Dank voellig gesund, insoweit brauche ich das auch nicht, aber was mich massiv stoert ist dieses "ach, wissen Sie was, nehmen sie doch einfach dauerhaft 3-5 kg ab!"

      Kein Mediziner scheint zu begreifen, dass es alles andere als einfach ist, 3-5 kg dauerhaft und ohne ernste Folgen fuer die Psyche abzunehmen.

      Ich braeuchte dafuer einen Team aus Betreuer, die mir irgendwie helfen wuerden, meinen Alltag anders zu organisieren, meine Psyche zu entlasten, den Stress zu reduzieren. Ich fuehre jetzt ein gesundes und zufriedens Leben mit einem akzeptablen Stresslevel, aber wenn ich nun "3-5 kg dauerhaft" abnehmen muesste, wuerde alles aus dem Ruder geraten und alles muesste neu organisiert werden, und das ueber Jahre hinweg.
    • Muminfrau schrieb:

      Kein Mediziner scheint zu begreifen, dass es alles andere als einfach ist, 3-5 kg dauerhaft und ohne ernste Folgen fuer die Psyche abzunehmen.



      Es gibt durchaus auch Patienten, die aus eigenem Interesse nachfragen, wie und was sie tun könnten, um ihren Diabetes zu senken, damit ihnen Tabletten oder Insulingabe erspart bleiben.
      Und ob du es nun glaubst oder nicht, es klappt.
      Diese 3-5 kg sollst du nicht von heute auf morgen abnehmen,sondern ganz langsam,- dafür dauerhaft, also keine Crashdiät oder hungern!Und kein dauerndes auf- und ab.
      Verallgemeinere bitte nicht, es gibt durchaus Mediziner, die sehr wohl wissen, was das für die Patienten bedeutet.
      Mit Handauflegen klappt es meines Wissens nach jedenfalls aber nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Zitat in gängiger Form als solches sichtbar gemacht

    • Herbstzeitlose schrieb:


      Und ob du es nun glaubst oder nicht, es klappt.


      Hm... ueber mehrere Jahre hinweg? Sagen wir, 8-10 Jahre? Weisst du das?

      Ich war selber mehrmals in meinem Leben 1-2 Jahre lang mal weniger dick. Das geht, wenn die Umstaende passen. Dann aendern sich allerdings die Umstaende, und ich frage mich ganz ernsthaft, ob es dauerhaft, z.B. ueber 10 Jahre hinweg, moeglich ist, eine bestimmte Tendenz des eigenen Koerpers zu ueberlisten.

      Und koennte das mit 3-5 kg abnehmen nicht ein Placebo-Effekt sein, wie z.B. bei Homoeopathie? ;)
    • Herbstzeitlose schrieb:

      Es gibt durchaus auch Patienten, die aus eigenem Interesse nachfragen, wie und was sie tun könnten, um ihren Diabetes zu senken, damit ihnen Tabletten oder Insulingabe erspart bleiben.
      Und ob du es nun glaubst oder nicht, es klappt.


      D.h., sie bekommen gesagt, "nehmen Sie dauerhaft 3-5 kg ab", gehen nach Hause und machen das? ;)

      Ehrlich, wenn in Diabetologie eine Methode schon entwickelt wurde, mit der man dauerhaft 3-5 kg abnimmt und das sein ganzes Leben lang (durch)haelt, wuerde Diabetologen mit ganz anderen Mitteln ihr Geld verdienen, und zwar viel Geld.
    • Ich glaube, dass es ein erheblicher Unterschied ist, ob man gesund ist und gesagt bekommt, man soll abnehmen, oder ob man Diabetiker ist. Ich bin zwar selbst - Gott sei Dank - nicht betroffen, aber in meiner Familie gibt es Diabetiker. Daher kann ich in gewisser Weise nachvollziehen, wie diese Diagnose empfunden wird. Man hat im Grunde zwei Möglichkeiten: Man versucht, sein Leben umzustellen, was mitunter gar nicht so tiefgreifend sein muss. Bei manchen Leuten, vor allen Dingen denen, die noch nie diätet haben, braucht man nur sehr wenige Schräubchen neu zu stellen. Oder man resigniert.

      Im Übrigen ist es durchaus möglich, ohne Stress und ohne große Veränderungen dauerhaft Gewicht zu verlieren. Nicht für jeden, aber bei manchen funktioniert es. Mein Mann z.B. wog, als wir uns vor 10 Jahren kennen gelernt haben, 20 kg mehr als heute. Er hat diese 20 kg schleichend in den acht Jahren verloren, in denen wir zusammen leben. Und er hat keine Mühe, das Gewicht zu halten. Der Unterschied ist: Früher lebte er aus der Friteuse, heute isst er, wenn ich für ihn koche, viel Gemüse und dergleichen. Die Friteuse war das Erste, was ich aus unserem gemeinsamen Haushalt verbannt habe.
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    • Und noch etwas fällt mir gerade ein. Wir haben hier in verschiedenen Zusammenhängen schon mal über Vitamin-D-Mangel gesprochen. Ca. 80% der deutschen Bevölkerung haben einen eklatanten Vitamin-D-Mangel. Ein Diabetologe aus dem Sauerland, Dr. von Helden, hat sich dieses Themas angenommen (www.vitamindelta.de). Rita hat ihn mal angeschrieben, ob denn eine Vitamin-D-Aufsättigung auch einen Einfluss auf den Diabetes hat, was Dr. von Helden bejahte.

      Daraufhin habe ich einen der Diabetiker in meiner Familie, der kurz davor stand, Insulin spritzen zu müssen, überredet, seinen Vitamin-D-Status überprüfen zu lassen, der erwartungsgemäß ebenfalls sehr niedrig war. Dieser Mensch hat sein Vitamin D aufgesättigt und nimmt weiterhin Vitamin D. Seine Blutzuckerwerte haben sich daraufhin dramatisch verbessert. Während er zuvor trotz Medikamentierung Werte von zum Teil weit über 200 hatte, haben sie sich nun bei 150 eingependelt. Das ist natürlich immer noch nicht optimal, aber weit weg von dem, was vorher war. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei jedem funktioniert. Aber einen Versuch ist es allemal wert.
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    • Muminfrau schrieb:

      D.h., sie bekommen gesagt, "nehmen Sie dauerhaft 3-5 kg ab", gehen nach Hause und machen das? ;)


      Nein,- so wird es ihnen nicht gesagt!:)
      Es wird ihnen gesagt, dass der Blutzuckerwert eindeutig zu hoch ist und um Folgeschäden zu vermeiden, nach einer Lösung gesucht werden muss.
      Tabletteneinnahme allein behebt dieses Problem nicht wirklich, wenn nicht auch etwas an der Ernährung verändert wird.
      Es werden Diabetikerschulungen empfohlen, ob nun beim Allgemeinmediziner oder beim Diabetologen.In diesen Schulungen werden dem Patienten die Zusammenhänge zwischen Ernährung und erhöhtem Zuckerwert erklärt.Dann ist es am Patienten, dieses Wissen umzusetzen. Entmündigt wird niemand.
      Es gibt Patienten, die sich nach diesen Empfelungen richten, andere wiederum nicht. Da schreitet die Erkrankung fort, irgendwann stellt die Bauchspeicheldrüse ihren "Dienst" ein- und es muss gespritzt werden.

      Mir ist von keinem Mediziner bekannt, der einem Patienten im Cafe gesagt hätte, er solle die Torte mal weglassen, weil das nicht gut für ihn wäre.
      Der Patient sucht doch den Arzt auf-und nicht umgekehrt(es sei denn es ist ein Notfall ;))

      Du kannst natürlich auch versuchen, einzig und allein nur deine Laborwerte zu bekommen.(ohne Gespräch, ohne Untersuchung, ohne Konsequenz) Aber dann frage ich mich, was willst du dann überhaupt beim Arzt???

      @kampfzwerg Danke:)
    • Muminfrau schrieb:

      Und koennte das mit 3-5 kg abnehmen nicht ein Placebo-Effekt sein, wie z.B. bei Homoeopathie? ;)


      Bei mir nicht, ich merke jedes Kilo mehr bzw. weniger beim Grundinsulinbedarf (= Basalrate, d.h. der nicht nahrungsabhängige Anteil) sowie bei der Insulinempfindlichkeit.

      Zu meinen Eckdaten:
      Typ I seit ca. 30 Jahren, mit zunehmendem Gewicht zusätzlich die Insulinresistenz eines Typ II entwickelt. Therapie mit Insulinpumpe, bei der ich eben je nach aktuellem Gewicht die Basalrate steigern bzw. verringern muss, um den Blutzucker innerhalb des Zielbereichs zu halten. Die Reaktion auf sinkende/steigende Insulinresistenz erfolgt durch die Dauer von Spritz/Ess-Abstand.
    • Helga schrieb:

      Nichts ändert sich aber durch eine OP, wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann, bzw. wenn man schon eine lange Diabetesvorgeschichte hat und entsprechend lang therapiert ist.


      Das würde ich nicht so verallgemeinern.

      Wie ich eben schrieb, bin ich Typ I mit der Insulinresistenz eines Typ II. Mit niedrigerem Gewicht sinkt diese Insulinresistenz. Allerdings ist AC nicht meine Methode der Wahl.

      Die Grundsymptomatik des Typ I ist allerdings klarerweise von AC nicht betroffen.
    • Taborea schrieb:

      Ist das so?

      Ich wage mal gehört zu haben, dass man Diabetes auch ohne krasse Gewichtsreduktion wunderbar einstellen und sogar zum "stillstand" bringen kann. Und zwar ohne die Menschen mit Medikamenten vollzustopfen.



      Selbstverständlich kann man Diabetes auch ohne krasse Gewichtsreduktion einstellen. Sogar eine Remission des Diabetes kann erreicht werden. Es erfordert aber enorm viel Selbstdisziplin, die ich einfach nicht habe. Bevor Insulin auf den Markt kam und das ist noch nicht so extrem lange her, war das Verbrennen der Glukose durch intensive Bewegung die einzige Möglichkeit Diabetes im Zaum zu halten.

      Taborea schrieb:



      Helga, ich schätze deine intelligente und differenzierte Art mit diesem Thema umzugehen. Trotzdem haben deine Beiträge ein und den selben Tenor: Weniger Gewicht = der Weg zur Gesundheit/Herzinfarkt vermeiden/Diabetes bekämpfen = erstrebenswert. Inzwischen ist sogar bei einigen Medizinern angekommen, dass diese Rechnung nicht aufgeht.


      So sollte meine Meinung nicht ankommen. Weniger Gewicht bedeutet keineswegs, dass man automatisch gesünder ist. Dann wären schlanke Menschen derart gesund, dass es kaum auszuhalten wäre.;)
      Wie ich auch schrieb, war meine Entscheidung eine sehr individuelle. Herzinfarkt vermeiden? Ich hatte vor fünf Jahren bereits einen. Selbstverständlich würde ein Kardiologe behaupten, dass ich den Infarkt aufgrund meines Gewichts hatte. Das ist meiner Meinung nach Blödsinn. Nicht verfettete und in Folge verkalkte Blutgefäße haben zu dem Infarkt geführt, sondern das erhöhte (genetisch bedingte) Lipoprotein A. Dieses Mittelding zwischen Lipid und Blutgerinnungsfaktor haben zu dem Blutgerinnsel geführt. Wäre ich schlank gewesen, wäre dieses Gerinnsel ebenfalls aufgetreten. Seither nehme ich ThromboASS, um zumindest den Gerinnungsfaktor auszuschalten. Das Lipoprotein wird aber immer erhöht sein. Es ist weder durch Ernährung, Sport, Operation beinflußbar. Der Diabetes wurde im übrigen durch einen Betablocker der ersten Generation ausgelöst, denn nach dem Infarkt war der Glukosetoleranztest unauffällig. Bei diesem Medikament ist bekannt, dass es einen latent vorhandenen Diabetes auslöst. Nach einem halben Jahr war der Diabetes da. Hätte ich nicht dieses Medikament genommen, würde der latente Diabetes vielleicht noch immer ruhen (Vermutung).

      Wenn mein Diabetes zehn Jahre ruht, habe ich in meinem Alter schon sehr viel gewonnen. Ich bin jetzt 57, also kein blutjunger Hase. Mein Vater hatte Diabetes. Ihm wurden einige Zehen amputiert, obwohl er therapiert wurde. Da ich in einem medizinischen Beruf tätig war, kenne ich die Spätfolgen von Diabetes und ich fürchte sie.

      Bevor ich mich zur OP entschlossen hatte, habe ich noch einmal versucht durch Ernährungsumstellung den Diabetes in den Griff zu bekommen. Das ist mir aber nicht gelungen. Auch gewichtstechnisch hat sich in den sechs Monaten, bis auf 300 Gramm nichts getan. Ich habe dann eine Milchmädchenrechnung aufgestellt. 0,6 Kilo im Jahr, so lange lebe ich nicht mehr, um von einer Abnahme, die sich günstig auf den Diabetes auswirkt, zu profitieren. Nachgedacht habe ich auch, wie viele übergewichtige Frauen über 70 sehe ich im täglichen Leben. Erschreckend wenig. Da ich vor vier Jahren mein Leben komplett verändert habe (Umzug aus Wien aufs ländlichste Land) und ich diesen neuen Lebensabschnitt sehr genieße und ich das noch möglichst lange möchte, war meine Entscheidung gefallen. Mit meiner Infarkt-Vorgeschichte, dem Bluthochdruck, der Fettstoffwechselstörung und dem Diabetes war mir das Risiko einfach zu groß, dass ich nicht mehr viel von meinem neuen Lebensabschnitt haben werde.

      Bariatrische Operationen sind keinesfalls das Mittel zur Wahl, um gesunde dicke Menschen gesünder zu machen, nur weil dämliche Mediziner einen BMI von unter 25 für erstrebenswert halten. Ich persönlich halte es auch für schrecklich, wenn man sich mit 20 Jahren operieren lässt, nur um der schlanken Fraktion anzugehören. Niemals hätte ich mich deswegen unter ein Chirurgenmesser gelegt. Ich war ich, mochte mich und hatte durch mein bestimmtes Auftreten und meine berufliche Leistung nie Probleme mit meinem Gewicht.

      Wie schon geschrieben, es war meine individuelle Entscheidung, zu der mich niemand genötigt hat. Für mich habe ich entschieden, dass ich durch eine OP mehr profitiere als riskiere. Mein Freundeskreis hat meine Entscheidung respektiert und auch nie in Frage gestellt. Auch wenn ich jetzt bedeutend weniger an Gewicht mit mir herum trage, bleibe ich wie der trockene Alkoholiker immer Alkoholiker. Das heißt, ich werde immer dick sein, auch wenn ich es optisch nicht mehr bin. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass es mich nicht freut schlanker zu sein. Diese Freude ist aber angesichts meines Blutbefunds, meines täglichen Nüchternzucker- und Blutdruckwerts marginal. Ich war eine kranke Dicke und bin jetzt mental eine deutlich weniger kranke Dicke. Ich breche keine Lanze für die Adipositaschirurgie. Für mich war sie aber das Mittel der Wahl. Mir würde es auch nie einfallen, dass ich jemand zu einem Eingriff überreden würde. Das muss jeder für sich entscheiden, ob man dick und gesund oder wie in meinem Fall, krank und dick sein möchte oder sich nur wegen Äußerlichkeiten in häufig viel zu jungen Jahren schlank und ungesund operieren lässt. Hätte ich noch 40-50 Jahre statistische Lebenserwartung vor mir, wäre mir eine OP viel zu riskant gewesen. Spätfolgen, die diesen Zeitraum abdecken, sind noch gänzlich unbekannt. Mein Leben ist in meinem Alter nicht mehr unendlich, sondern hat schon ein deutliches Ablaufdatum. Das hoffe ich durch die OP etwas hinauszögern zu können. Bis jetzt sieht es ganz gut aus, dass ich mit beiden Beinen diese Welt verlassen werde. ;)
    • Herbstzeitlose schrieb:


      Es werden Diabetikerschulungen empfohlen, ob nun beim Allgemeinmediziner oder beim Diabetologen.In diesen Schulungen werden dem Patienten die Zusammenhänge zwischen Ernährung und erhöhtem Zuckerwert erklärt. [...]
      Es gibt Patienten, die sich nach diesen Empfelungen richten, andere wiederum nicht. Da schreitet die Erkrankung fort [...]


      Ich weiss ja, dass du viel Erfahrung hast, deswegen hake ich nach (ist wohl nicht ganz richtiger Teil des Forums...). Also, es gibt diese Richtlinien fuer Diabetiker. Die kenne ich im Groben, obwohl weder ich noch jemand im Umkreis Diabetiker ist. Irgendwo habe ich wohl was gelesen.

      Meine Fragen sind nun:

      (1) Gibt es wirklich ein ganz eindeutiger Zusammenhang, des bei allermeisten Menschen klappt: "Richtlinien einhalten --> Diabetes besser". Oder klappt es nur bei einigen von denen, die die Richtlinien einhalten?

      (2) Ist das Einhalten der Richtlinien bei dicken Diabetikern wirklich immer mit Gewichtsverlust verbunden? Oder gibt es auch Menschen, die die Richtlinien einhalten und nicht abnehmen?

      Mich wuerden deine eigenen Beobachtungen interessieren, nicht die Theorie. Natuerlich, nur wenn du darauf geachtet hast (muss ja nicht sein).
    • Nebenbei bin ich noch in einem Diabetikerforum. Wir sammeln so dort die neuesten Erkenntnisse. Und etwas ganz neues ist, dass die Spätschäden nicht vom Zucker kommen. Hier ist der Artikel.

      Dann haben wir auch Mitglieder, welche sich streng nach den Ernährungsrichtlinien ernähren, aber nicht abnehmen.
      Wir haben ein Mitglied, dass sich schon immer gesund ernährt hat und trotzdem Typ 2 bekommen hat. Ein Mitglied, welches immer hervorragende Langzeitzuckerwerte hatte und trotzdem die Augenschäden davon trugen. Und dann gibt es noch mich, ich spritz Insulin und esse wirklich alles. Und hab trotzdem super gute Langzeitwerte. Ich hab nicht abgenommen.

      Möglich, dass bei manchen die Insulinrestistenz durch die Gewichtsabnahme vermindert wird, aber bei manchen hat die Krankheit einfach einen fortlaufenden Charakter. Bei meiner Schwiegermutter war das so, dass nach einigen Jahren die Tabletten einfach zu schwach waren. Sie hat sich immer sklavisch an die Ernährungsempfehlungen gehalten und hatte trotzdem immer einen schlechten Langzeitzucker. Und sie hat auch nicht abgenommen. Und bei mir ging es auf Grund von anderen Erkrankungen rasend schnell, dass ich von Metformin auf Insulin umsteigen musste.

      Auch kenn ich eine Typ 1er, die nicht dick ist, aber trotzdem eine Insulinrestistenz bekommen hat.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Nebenbei bin ich noch in einem Diabetikerforum. Wir sammeln so dort die neuesten Erkenntnisse. Und etwas ganz neues ist, dass die Spätschäden nicht vom Zucker kommen. Hier ist der Artikel.




      Wo steht, dass Spätfolgen nicht vom Zucker kommen?


      "Spätfolgen einer Diabeteserkrankung, wie Nerven-, Nieren- oder Herzkreislaufschäden, lassen sich nur zum Teil durch einen gestörten Blutzuckerspiegel erklären"(Prof. Bierhaus)