Adipositaschirurgie-Opfer

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    • Oder wann habt ihr so geplant zu sterben?


      Als Kind ging ich lange davon aus, dass ich so mit 20 sterben werde.

      20 war aus der Sicht alt und jung genug, um auf die "wenn du nicht, dann" Orakelei und Panikmache von Ärzten, Therapeuten etc. zu passen.
      So aus meiner Kindersicht :rolleyes:
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • Rita schrieb:

      die chirurgen haben dafür auch einen neuen "fachbegriff" erfunden. die "morbide adipositas" gab es vor 10 jahren noch nicht.

      Ist zwar OT aber ich wollte nur mal kurz anmerken, dass mein damaliger Hausarzt mir bereits mit nicht ganz 18 Jahren (und das ist inzwischen leider auch schon 17 Jahre her) als Diagnose "morbide Adipositas" aufdrückte, als ich in eine psychosomatische Klinik sollte/wollte. Und das bei damals ca. 80 kg Körpergewicht auf 1,60 m verteilt...
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
      [/CENTER]
    • Auch wenn es euch nicht passt, bei mir war es nunmal so ,das ich für mein Asthma so hoch dosiert meine Medis bekommen mußte, wenn ich mal wieder einen Anfall hatte, dass das mein Herz schon dermaßen angeriffen hatte, das ich bedingt dadurch kurz vorm HI stand. Und das ist nunmal lebensgefährlich. Im vergangen Jahr hatte ich im Mai einen dermaßen schweren Asthmaanfall ,das sie mir die vierfache Menge an Cortison / Theophillin ect spritzen mußten , wie bei einem normalgewichtigen Menschen .
      @ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
    • Ich denke, dass jede/r da seine Entscheidung für sich treffen muss, nachdem er so sorgfältig wie möglich alle Aspekte dazu abgewogen ;) hat.

      Das Wichtigste ist doch, dass man danach zu seiner Entscheidung stehen kann und sich damit wohlfühlt. Egal, wofür oder wogegen man sich entschieden hat. Und die gleiche Entscheidung kann für den einen goldrichtig sein, für den anderen jedoch verheerend.

      Sehr wichtig ist m.E. auch, den anderen in seiner Entscheidung zu akzeptieren. :)
      Viele liebe Grüße

      von Aitack :zwinker:
    • Nightfly schrieb:

      Auch wenn es euch nicht passt, bei mir war es nunmal so ,das ich für mein Asthma so hoch dosiert meine Medis bekommen mußte, wenn ich mal wieder einen Anfall hatte, dass das mein Herz schon dermaßen angeriffen hatte, das ich bedingt dadurch kurz vorm HI stand. Und das ist nunmal lebensgefährlich. Im vergangen Jahr hatte ich im Mai einen dermaßen schweren Asthmaanfall ,das sie mir die vierfache Menge an Cortison / Theophillin ect spritzen mußten , wie bei einem normalgewichtigen Menschen .

      Sie mussten dir doch so hohe Dosen geben, weil die Anfälle so schwer waren, schreibst du. Dass du schwere Anfälle hast, hat aber nicht automatisch mit deinem Gewicht zu tun. Sonst müßte es ja allen Dicken mit Asthma allein wegen dem Gewicht ziemlich schlecht gehen, was ja nicht der Fall ist. Insofern sehe ich da bis jetzt kein Argument für die OP...

      Nightfly schrieb:

      Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.

      Ich bin zwar nicht Hummelchen, allerdings kann ich direkt sagen, dass ich nicht darüber nachdenken würde, ob ich an mir was ändern will, sondern vielmehr darüber nachdenken würde, wie ich die Angreifer am besten "auf den Hosenboden setze". Wenn jemand meine Kinder massiv angeht, kriegt er es mit mir zu tun, und das nicht zu knapp! Da bin ich ganz klar "Löwin", auch wenn mein Sternzeichen Fische ist, denen man ja eher Zurückhaltung bis hin zum Phlegmatismus nachsagt :cool:


      Ganz ehrlich: ich lass mich doch nicht mehr von anderen so verbiegen, dass ich an mir selbst zweifle... die Zeiten sind vorbei.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Nightfly schrieb:


      @ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.


      Ich habe vier Kinder, die sich auch schon solche Sprüche anhören mussten...Andere Kinder hören sich andere Sprüch an, z.B. dass ihr Vater zu alt ist, oder behindert ist oder eine andere Hautfarbe hat. (habe ich jetzt nicht frei erfunden).

      Hmm, was würdest Du den Eltern raten?

      Ich bin dick. Darum bin ich nicht weniger wert als andere Menschen - das ist das was ich meinen Kindern vermittle.

      Für mich käme solch eine OP aber auch schon deshalb nicht in Frage weil ich zwar dick, aber nicht krank bin. Von morbide kann also keine Rede sein...

      Klar gibt es dicke Menschen die so krank sind, dass sie die OP als einzigen Ausweg ansehen - das respektiere ich. Allzu oft jedoch wird sie m. E. viel zu leichtfertig genehmigt...
    • gabriele schrieb:

      dafür will ich Beweise. Meines Wissens wird das nur bei extrem Schwergewichtigen gemacht.

      Dann bemüh dich einfach mal und schau in den Adipositasforen, die haben immer ihre Gewichtsdokumentation dick und fett in ihren Avataren mit drin stehen. Da wirste genügend ACler finden, wo sich ein denkender Mensch an den Kopf fasst, warum die sich verstümmeln ließen.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Nightfly schrieb:


      @ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.


      Hummelchen schrieb:
      Zitat von Nightfly [IMG:http://das-dicke-forum.de/forum/images/buttons/viewpost.gif]
      @ Hummelchen...meine Kinder stehen da auch in d.R drüber. Aber ich würde wetten ,das , wenn du Kinder hast /hättest und die so dermaßen angegangen würden ,das sie ( trotz großem Selbstbewußtsein ) weinend nach Hause kommen , schon darüber nachdenken würdest, ob du nicht was an dir ändern solltest.
      Ich habe vier Kinder, die sich auch schon solche Sprüche anhören mussten...Andere Kinder hören sich andere Sprüch an, z.B. dass ihr Vater zu alt ist, oder behindert ist oder eine andere Hautfarbe hat. (habe ich jetzt nicht frei erfunden).

      Ich kann mich Hummelchens Gedanken nur anschließen.

      Das ist doch verkehrtes Denken, wenn man aufgrund der Reaktionen von dummen Menschen nicht den dummen Menschen zur Rechenschaft zieht, sondern ihm recht gibt, indem man sich dessen falschen Vorstellungen anpasst.
      Und was lernen die Kinder daraus?
      Dass die pöbelnden Kinder oder Erwachsenen recht haben und das sie laut genug pöbeln müssen, damit der Angegriffene sich ihnen fügt und sie bestätigt, indem er darüber nachdenkt, was er an sich ändern könnte...

      Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter:

      Lernen die Kinder daraus nicht auch, dass das eigene Elternteil nicht die Kraft hat gegen Pöbler zu kämpfen, man also lieber dem entspricht, was Pöbler erwarten, anstatt die eigene Position zu behaupten?
      Erzieht man solche Kinder nicht dahingehend, immer schön mit dem Strom zu schwimmen, die eigene Meinung zu unterdrücken und sich lieber anzupassen? Wie sollen solche Kinder Stärke entwickeln? Wie sich zu behaupten, wenn sie im recht sind?

      Ich finde die obige Fragestellung gerade oberflächlich.

      Wenn es genug Kinder gibt, die sich über die Frisur meines Kindes oder über meine eigene lustig machen, dann lehre ich meine Kinder nicht, dass die anderen Kinder im Unrecht sind, sondern lege mir und/oder den Kindern eine angepasste Frisur zu...

      Genau dieses angepasst sein sollen/müssen, ist eines der großen Probleme, die dicken Menschen bereitet wird. Entweder man sieht so aus wie man auszusehen hat, oder man gehört nicht dazu. Und also anstatt gegen diese Diskriminierung zu kämpfen, ordne ich mich unter?

      Genau das lernen Kinder, wenn Eltern dies tun.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sehe ich genau so wie Itsme. Wenn Menschen wegen einer Äußerlichkeit angepöbelt werden, geht man üblicher Weise davon aus, dass die Pöbler im Unrecht sind.

      Interessanter Weise scheint bei Dicken dieser Grundsatz immer umgekehrt zu werden: Wenn du wegen deines Übergewichts gemobbt wirst, dann ändere du gefälligst etwas daran.

      Böse Falle wenn man es nicht in Frage stellt.
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    • gabriele schrieb:

      dafür will ich Beweise. Meines Wissens wird das nur bei extrem Schwergewichtigen gemacht.
      Zitat aus dem Vorstellungsposting des jüngsten Todesopfers:
      Bei einer Größe von 167cm bring ich ein "Kampfgewicht" von 121kg auf die Waage...HILFEEEEEEEEEEE.....
      Quelle
      Die Betreiberin des zitierten Forums wog 118 kg, als sie ihren OP-Marathon begann.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Zu schwersten Zeiten hatte ich einen nahezu identischen "Kampf-BMI" wie das jüngste Todesopfer. Die Vorstellung, dass sie sich damit hat operieren lassen, erschreckt mich.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Lunix schrieb:

      Sehe ich genau so wie Itsme. Wenn Menschen wegen einer Äußerlichkeit angepöbelt werden, geht man üblicher Weise davon aus, dass die Pöbler im Unrecht sind.

      Interessanter Weise scheint bei Dicken dieser Grundsatz immer umgekehrt zu werden: Wenn du wegen deines Übergewichts gemobbt wirst, dann ändere du gefälligst etwas daran.


      Genau so ist es.

      Im letzten Artikel, den ich zum Thema Kinder gelesen habe, stand auch wieder lapidar dabei,
      Übergewichtige Kinder sind oft Opfer von Hänseleien.
      Ohne das in irgendeiner Form zu bewerten. Manchmal kann ich es einfach nicht fassen. Es scheint allen klar zu sein, dass die dicken Kinder sich (ver)ändern/anpassen müssen, nicht die mobbenden.

      Der Artikel trug übrigens gestern in der Print-Ausgabe noch die Überschrift "Fett in die Grundschule". :cool:
    • Sally schrieb:

      Manchmal kann ich es einfach nicht fassen. Es scheint allen klar zu sein, dass die dicken Kinder sich (ver)ändern/anpassen müssen, nicht die mobbenden.


      Darüber habe ich mich auch schon so oft aufgeregt. Die ehemalige Lehrerin meiner pummeligen Tochter hat mich mal in die Schule zitiert um mir zu erzählen, dassmeine Tochter von Kindern einer anderen Klasse gehänselt wurde. Dann überreichte sie mir einen Gutschein mit dem sozialschwache Kinder (ich verdiene recht gut!!:rolleyes:) kostenlos einen Sportverein besuchen können. Ich habe ihr gesagt, dass meine Tochter bereits Handball im Verein spielt und wie sie es handhabt wenn ein Kind aus anderen Gründen (z.B. Haarfarbe oder Brille) gehänselt wird. Ob sie den Eltern dann einen Gutschein für eine Haarfärbung beim Friseur oder für Kontaktlinsen aushändigt.

      Das dumme Gesicht hättet ihr sehen sollen. Ich habe ihr dann auch noch gesagt, dass ich finde, sie sollte sich lieber mal an die Kinder die mobben bzw. deren Eltern wenden...