Mehr Lebenslust als schlanker Mensch?

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    • Martina schrieb:

      Das stimmt, aber Du hast es doch gemeint, oder? Warum solltest Du Dich sonst über den Ton beschweren.Meine Antwort sollte auch harsch sein, weil auch unsere Erklärbär-Geduld irgendwann mal am Ende ist.

      Meine Güte, ich habs doch nicht böse gemeint! Was ist an dem Ausdruck "mit ihrem Gewicht EINGERICHTET" eigentlich so negativ?! Der ist nach meinem Verständnis eher neutral. Und selbst WENN er negativ sein sollte: Bin ICH nun ein schlechterer Mensch, weil ich es nicht 100%ig verstanden hatte?

      Ich hab das Gefühl, Dein ganzer Unmut über Erklärungsnotwendigkeiten hat sich nun hier auf mich entladen.
    • Pünktchen schrieb:

      Ich habe tatsächlich die "Ansicht" das man als schlanker Mensch glücklicher und zufriedener ist. Das man sich keine Gedanken machen muss was die anderen denken wenn sie mich sehen.
      Du nimmst meine Erwiderung darauf schon fast vorweg

      Pünktchen schrieb:

      Ich war mal schlank ( 60 Kilo auf 1,65) und meine Familie insbesondere meine Mutter trichert mir immer ein das ich ja kein Gramm mehr zunehmen darf, weil ich finde ja schließlich keine Klamotten mehr usw.


      Glaubst Du wirklich, kein schlanker Mensch macht sich Sorgen, wie er auf andere wirkt, ob die Kleidung richtig sitzt, was die anderen von ihm denken? Wenn dem wirklich so wäre, warum verfallen schlanke Menschen in Magersucht, um nur ein Beispiel zu nennen und beim Thema "zu dick" zu bleiben?

      Und glaubst Du wirklich, alle dicken Menschen würden sich diese Sogen machen? ;) Es mag ja sein, dass es Dir so ergeht. Ich für meinen Teil jedoch kann sagen, dass ich mich fast immer wohl fühle. Sicher gibt es Tage, an denen das nicht so ganz ist, aber das sind dann die berüchtigten Tage, an denen sich auch schlanke Frauen unwohl fühlen, hab ich mir sagen lassen. Wenn man nämlich aufhört, sich ständig Gedanken zu machen, was andere von einem denken und aufhört, ständig an sich herumzuzuppeln, sondern einfach ganz natürlich bleibt, denkt auch niemand irgendwas komisches über einen. Erst wenn man durch unnatürliches Verhalten auf sich aufmerksam macht, lenkt man von ganz alleine den Fokus auf das, was einen stört.

      Und falls doch einer was komisches über mich denkt - so what? :wayne: Ich denke über andere ab und an auch was komisches. Ich sehe jemanden, egal ob dick, dünn, buntgesprenkelt, und natürlich fällt mir bei einigen Menschen etwas auf. Sei es eine ungesunde Gesichtsfarbe, eine merkwürdige Frisur, gewagtes Outfit, was auch immer. Aber das bringt mich nicht dazu, eine Charakterstudie über diesen Menschen zu beginnen. Ich registriere es und gehe weiter meiner Beschäftigung nach. Warum sollten andere den ganzen Tag über meine Rettungsringe nachdenken? Meiner Meinung nach sind diese nicht so interessant wie ich es bin :cool2:
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
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    • Brit schrieb:

      Ich hab das Gefühl, Dein ganzer Unmut über Erklärungsnotwendigkeiten hat sich nun hier auf mich entladen.
      Nein, das ist nicht so. Aber es war nicht das erste Mal, dass Du so etwas geäußert hast. Ich erinnere Dich daran, dass Du meintest, hier dürfe man sich nicht über Ernährung austauschen.

      Du hast etwas geschrieben, was so nicht stimmt. Den Begriff "einrichten" assoziiere ich in diesem Kontext mit "resignieren". Wie man an babelfishs Antwort sieht, stehe ich damit nicht alleine.

      Ich empfinde das Friedenschließen mit dem eigenen Körper nicht als Resignation, sondern als einen durchaus anstrengenden, aber wichtigen Akt. Sinn und Zweck unserer Seiten ist es, diesen Gedanken auszusäen.

      Daher habe ich der von Dir genau dem widersprechenden Zusammenfassung des Forenzwecks den wahren Forenzweck entgegen gehalten.
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    • Martina schrieb:

      Nein, das ist nicht so. Aber es war nicht das erste Mal, dass Du so etwas geäußert hast. Ich erinnere Dich daran, dass Du meintest, hier dürfe man sich nicht über Ernährung austauschen.

      Hatte ich auch so nicht geschrieben. Ich hatte mich ausdrücklich darüber GEFREUT, dass man das DARF! Warum werden meine Worte so negativ ausgelegt?

      Ich hatte "einrichten mit dem Gewicht" neutral gemeint, um das nochmal klarzustellen, NICHT resignierend. Schließlich bin ich selbst weit davon entfernt zu resignieren und hab mich durchaus positiv mit meinem Gewicht eingerichtet.
    • Seit ich keine Diät mehr mache, geht es mir besser wie jemals zuvor!!!
      Ich verschwende keine Energie mehr mit "Oje, was kann ich noch essen? Wieviele Kal. hat das und das....was koch ich morgen? Was esse ich auf der Party?"---essen,essen,essen...
      Seit ich nix mehr mach: Huch, ich hab Zeit, mal ein Buch zu lesen, einen schönen Film zu kucken,mich mit Freunden zu unterhalten.
      Die sagen auch, ich bin lockerer geworden, kann wieder mehr blödsinn machen (weil in Gedanken war ich ja immer "woanders"-und konnte nicht folgen)
      Und im Moment lese ich ein Intressantes Buch-darin schreibt die Autorin, dass viele Männer nur eine schlanke Frau als Ausstellungsstück wollen....mein Haus, mein Auto, meine Jacht..meine schlanke Frau-weil wir kein Geld mehr fürs essen haben...
      Und sooo dick finde ich gr. 46/48 bei 1,65 nicht.(bin selber so groß und hab Jahrelang diese Größe getragen, bis ich mir Idiot gesagt hab, ich MUß abnehmen...alleine das MUß war tödlich....heute hab ich Kleidergröße 52...)
      ABER: auch dank DIESER SEITE hier hab ich mich "umgestellt"....bin weg von der "aber ich muß doch".....Ich war auch auf Abnehmseiten drin....wo sie gegenseitig sich übertrumpfen wollen, wer am meisten und schnellsten abgenommen hat....und da hab ich auch fleißig mitgemacht...mit dem Resultat, dass ich mir nen tollen Binge-Eating eingezogen hab....(aber das rauszufinden, hat Jahre gedauert....ich hab mir selber was vorgemacht...--hielt es für "Verfressenheit","Mangelnde Disziplin"....dabei war das ne fette Essstörung...)
      Ich liebe meine Fettrollen auch nicht, aber sie sind da, wie bei manchen die rote Haare oder die abstehenden Ohren oder kurze Zehen...
      Aber es gibt schlimmeres, als dick zu sein...dick und blöd zum beispiel...

      man beobachtet sich selber durch eine Lupe....macht sich selber für jedes Kilo fertig....Und die Models? Die haben auch ihre Schwachstellen...aber die heißen nun mal nicht "Kilos" sondern "eingefallene Gesichter", "Kreislauf" "Hunger"...Alles sachen, die sie in Kauf nehmen, nur damit sie so aussehen, wie ein Designer, der auf Jungs steht, sich Modells vorstellt....
      Neeee, dann bin ich lieber ich selber!!! Ich bin einzigartig, wie jeder hier auch! Und wenn mich keiner ankucken will, hat er pech gehabt...ich vergrab mich nicht mehr in der Wohnung,nur damit ich "nicht auffalle" und gebückt und schleichend durch die Gegend witsche...
      Wiso soll ich mich schämen? ich stinke nicht,ich fahre nicht vollgesoffen Auto oder prügle meine Kinder. Ich bin "nur" dick und tue niemanden was.
      Dick sein ist nicht das Ende der Welt....wie schon mal gesagt, es gibt schlimmeres..


      Bärli
    • Brit schrieb:

      Hatte ich auch so nicht geschrieben. Ich hatte mich ausdrücklich darüber GEFREUT, dass man das DARF! Warum werden meine Worte so negativ ausgelegt?

      Ich hatte "einrichten mit dem Gewicht" neutral gemeint, um das nochmal klarzustellen, NICHT resignierend. Schließlich bin ich selbst weit davon entfernt zu resignieren und hab mich durchaus positiv mit meinem Gewicht eingerichtet.


      Ich verstehe es so, wie du meinst: "sich einrichten" heißt doch nicht "resignieren" - sondern die Situation so annehmen, wie sie ist und damit leben. Auf etwas anderes wäre ich gar nicht gekommen und ich finde es schon erstaunlich, was da hineininterpretiert wird .... :rolleyes:
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Mit "einrichten" habe ich es auch neutral verstanden. Andererseits, es gibt nun mal Missverstaendnisse, wenn man sich online unterhaelt. Uuups, offline natuerlich auch.

      Puentchen, bist du dir sicher, dass deine Therapie dir wirklich hilft? Ich meine, dass der Therapeut/Therapeutin dich wirklich unterstuetzt? Du hast hier schon so viel Unterstuetzung bekommen, aber hast du denn auch Unterstuetzung im "normalen" Leben?

      Wie ist es z.B. mit deiner Mutter? Bist du von ihr irgendwie abhaengig? Das ist dann besonders uebel, wenn sie dich wegen deines Gewichts "mobbt".

      Wir hier alle sind lange, lange zur Selbstakzeptanz gegangen, und viele gehen diesen Weg immer noch. Ich zum Beispiel. Also, gib dir bitte, bitte Zeit. Es lohnt sich wirklich, auch wenn es so lange dauert.
    • Ihre Mutter hat ihr ja auch schon eingetrichtert, ja nix mehr zuzunehmen....
      Mein Gott, wie grausam manche Menschen echt sein können (meine hat immer den Kochlöffel neben den Teller gelegt, und wehe, ich aß nicht auf...---und heute: Mädsche, du gehst immer mehr in die breit...."oder sie singt (natürlich "zufällig") "Wir wollen niemals auseinandergehen"....WEM hab ich das alles zu verdanken? Neeeee, das ist ja heute nicht mehr wahr...aber dann Fett als "Soße" über die Bratkartoffel zu gießen, dass man bald ko** muß....und dann noch den Kochlöffel...

      Naja, JETZT kann ich nichts mehr machen...aber es kommen heute noch so blöde andeutungen, dass ich mich dann wie ein kleines Kind fühle und den Kopf einziehe....Dabei sollte sie zu ihrem Kind stehen, egal, wie es aussieht, oder?
      Meine Tochter ist auch kräftiger...aber ich hab noch NIE was dementsprechend gesagt. Wenn sie mich was essenstechnisch fragt, dann geb ich ihr Antwort, ganz normal, ohne hämisches Grinsen wie bei meiner Mutter...hab ihr auch schon einiges erklärt, was sie gegen was austauschen kann (Croisants gegen Laugenbrötchen ,zb)



      Bärli
    • Die Eltern sind nun mal so. Sie haben keine Ahnung, und woher sollen sie die haben? Sie werden genauso von Medien beeinflusst, und von Aerzten. Und wenn sie ihre Probelme mit Selbstakzeptanz haben, muessen die Kinder das leider ausloeffeln.

      Ich wuerde so gerne meiner Mutter verzeihen, und sie ist eine wirklich liebe Person, aber ich kann es noch nicht. Das sitzt nun mal sehr tief, wenn die Eltern ihre Kinder nicht unterstuetzen. Aber auch das kann man ueberstehen!
    • Hallo ihr lieben,

      wow ich bin überwältigt von soviel lieben Worten und Zusprüchen:smile1:

      Ich hab momentan Therapiepause seit 1 Jahr. Bin in Therapie wegen der Depression... Vermutlich kommt daher auch das fehlende Selbstwertgefühl und das Selbsbewusstsein...
      Das ist irgendwann irgendwo verloren gegangen:(

      Ich bewundere euch das ihr es geschafft habt das ihr mit euch selbst zufrieden seit. Bis ich soweit bin, dauert es vermutlich sehr sehr lange, wenn es überhaupt funktioniert:(

      Was meine Mutter angeht, direkt abhängig bin ich nicht, aber sie kann irgendwie nicht los lassen (obwohl ich über 500km weit weg wohne) Aber es verletzt schon sehr wenn man ständig hören muss das man zu dick ist und das ich mich ja nicht wohl fühle bla bla...

      Liebe Grüße
      Pünktchen
    • Ich habe 3,5 Jahre Therapie gemacht mit dem Ergebnis, dass ich den Traum vom schlanken Ich ausgeträumt habe und mir dann vorgenommen habe, nicht mehr zuzunehmen, und das hat geklappt. Davor jedes Jahr so 10 bis 15 kg drauf.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Friedenschließen mit dem eigenen Körper! Das finde ich DIE SUPER AUSSAGE!! So ist es auch.Und......wir müssen alle - egal ob dick oder dünn in unserem Leben lernen, irgendwann, mit uns selber FRIEDEN zu schließen. Und natürlich, es gibt sie, die Menschen, die diesen FRIEDEN nie finden.Hmm, sie tummeln sich "en masse" in den Medien.Aber erst dadurch wird man zu einer Persönlichkeit!!! Auch als Dicke ! Und, hey, die Leute reden doch immer, egal was man macht oder nicht macht oder wie man nu`mal eben aussieht. Ich gehe in`s Lokal-schick gemacht nach meinem Empfinden und genieße es!Und - es gibt auch die anderen, die sogar einen "Gut" finden, gerade weil man zu sich steht. Ryana
    • Boah, hab gerade auch das Video gesehen!TOTAL GUT UND RICHTIG!!! SO ist es - Dicksein ist eine Eigenschaft!!!Klasse für das Reinstellen, echt ein richtiges LEHRVIDEO für alle! Und, in der Psychologietherapie - es ging um Depressionen,nicht um Dicksein- hat man uns gesagt: es gibt IMMER drei Gesichter, die uns begegnen- das freundliche, das neutrale und das böse Gesicht! So sind einfach die Menschen, EGAL wie wir selbst sind!! Ryana
    • Ryana schrieb:

      Und, hey, die Leute reden doch immer, egal was man macht oder nicht macht oder wie man nu`mal eben aussieht.
      Das ist es. Hier im Norden sagt man: du wat du wullt, de Lüüd snackt doch (mach was du willst, die Leute reden doch). Selbst wenn man hinter dem Rücken jemandes Dicken über sein Übergewicht lacht, sollte er plötzlich erschlanken, finden sie was anderes. Wem will man es recht machen? Am besten sich selbst. Solange man mit sich im Reinen ist, ist doch egal, was die anderen sagen.

      Man kann lernen, den Spieß umzudrehen. Ich war mal auf einer Veranstaltung in einem recht engen Kleid, das weder meinen Po, noch meinen Bauch, aber auch nicht mein Dekolleté versteckte. Eine recht sparsam bestückte Dame meinte zu mir, ich sei mutig, so viel Figur zu zeigen. Ich sah sie herausfordernd an und antwortete: "Nur wer Figur hat, kann sie auch zeigen."

      Sicher bin ich nicht stolz, dick zu sein. Dicksein ist für mich keine Lebensphilosophie. Aber ich schäme mich auch nicht dafür. Ich bin ich. Zufällig bin ich dick. Punkt. Im Grunde geht es mir, wie der Beifahrerin am Anfang in dem Clip von Saraghina. Es ist mir mehr als einmal passiert, dass in meiner Gegenwart über anwesende Dicke eher nicht positiv gesprochen wurde. Wenn ich mich entrüstet zeigte, kam als Reaktion, bei mir wäre das ja was anderes. Was ich dann zum Anlass für eine Grundsatzdiskussion genommen habe, aber darum geht es nicht. Klar bin ich dick und es gibt auch nichts zu kaschieren. Doch Leute, die sich die Mühe machen, mich besser kennenzulernen (was schwer ist, meine Freundin sagt immer, ich bin eine Auster, mich muss man knacken), der merkt, dass ich so viel mehr zu bieten habe, als einen BMI, der als "morbid adipös" eingestuft wird.

      Darum geht es doch eigentlich: sich seines Wertes bewusst zu werden. Und das ist beileibe nichts, was nur Dicke lernen müssen. Definitiv nicht. Nimm Dir nicht zum Ziel im Leben, irgendwann schlank zu sein. Vielleicht wirst Du es, vielleicht auch nicht. Nimm Dir vor, Du selbst zu sein und anderen klar zu machen, dass Du so, wie Du bist, genau richtig bist. So und nicht anders. Egal, ob dick oder schlank. Sobald Du davon überzeugt bist, werden andere Dich so nehmen, wie Du bist.
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
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    • Aber DAS ist doch genau das Problem für viele ... sich "nicht richtig" zu fühlen - und das nicht primär wegen des Dickseins.

      Jeder schleppt doch genug mit sich rum - im übertragenen Sinne - Verletzungen der Seele, die sich eingebrannt haben und die uns vielleicht gar nicht mehr wirklich bewusst sind. Sie prägen uns - und vermutlich ist das bis zu einem gewissen Grad auch ganz normal. Niemand lebt vom ersten bis zum letzten Tag seines Lebens auf einem "Ponyhof".

      Das Leben ist ein Weg - und durch viele Erfahrungen entwickeln wir uns. Im glücklichen Fall entwickeln wir so viel Selbstbewusstsein, dass wir anderes damit ausgleichen können, z.B. das Übergewicht. Es kann aber auch sein, dass es uns eben aus div. Gründen nicht gut geht - und dann zieht uns das Übergewicht noch mehr runter. Und da es - das Gewicht - im wahrsten Sinne so "gewichtig" ist, nehmen wir es auch so wichtig und bewerten es so hoch und oft natürlich auch über. Es ist so offensichtlich, deshalb ist es auch so oft ein Thema für andere.

      Mir persönlich bringt es nicht viel, wenn andere sagen "nimm dich so, wie du bist usw." - weil ich mich ja auch unabhängig vom Gewicht oft nicht wohl fühle, 1000 Probleme und Sorgen habe und an mir selbst zweifele. Das wäre vermutlich nicht besser, wenn ich schlank wäre - aber schlimmer wäre es auch nicht.
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)
    • Liebes Pünktchen,

      von mir nur so viel:

      Als ich 25 Jahre alt war, war ich schlank und hat ungefähr 10 % des Selbstbewusstsein, was ich jetzt - ich bin dick - habe.
      Für mich hat Selbstbewusstsein überhaupt nichts mit dem Gewicht zu tun, sondern einzig und allein mit der Einstellung zu sich und seiner Umgebung.

      In dem Moment, in dem man anfängt, sich zunächst zu akzeptieren, später lernt sich zu mögen und dann auch sich zu lieben, läuft alles praktisch wie von selbst besser.

      Ich persönlich finde es wichtig, als SChulung sozusagen, immer wieder das Augenmerk auf all die Seiten seines Ichs zu richten, die man an sich mag.
      Dinge, die man an sich nicht so mag, gibt es bei allen Menschen, ganz egal wie groß, klein, alt, jung, dick oder dünn sie sind. Das sollte man nie vergessen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Dralle Deern schrieb:

      Ich war mal auf einer Veranstaltung in einem recht engen Kleid, das weder meinen Po, noch meinen Bauch, aber auch nicht mein Dekolleté versteckte.


      Guten Morgen allerseits!

      Ich weiß, es gehört eigentlich nicht zu diesem ernsthaften Thread, aber ich mußte - durch einen Verleser meinerseits - gerade erst ganz fürchterlich :eek: und dann :-D. Vor meinem geistigen Auge las es sich nämlich so:

      Ich war mal auf einer Veranstaltung in einem recht engen Kleid, das weder meinen Po, noch meinen Bauch, aber auch nicht mein Dekolleté bedeckte.

      Ich hoffe, Dralle Deern, Du nimmst mir das nicht übel, war keine böse Absicht, hat mich aber köstlich amüsiert.

      Viele Grüße

      Nici
    • Mahlzeit! :D

      Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es scheiß egal ist wie man aussieht. Spaß kann jeder haben. Ich selber stehe auch eher auf mollige Frauen und hatte im Leben mit beiden zu tun, sowohl den schlanken als auch den dicken Frauen. Erfahrungsgemäß sind die dicken viel leidenschaftlicher und können besser geniessen :D

      Was ich meine ist, ich laß mir das Spaß haben von keinem vermiesen und das gilt auch für mein Lebensgefühl. Kleidung oder Figur ist nicht alles im Leben. Es steht nicht an höchster Stelle. Wenn eine Sexbombe ein totales Arschloch ist, dann ist sie in diesem Moment total unerotisch für mich und interessiert mich nicht mehr. Ich glaube das größte Problem ist es sein Gewicht oder seine Figut als Fehler zu sehen. Das gibt es nicht. Man ist kein Fehler. Man ist ein Mensch wie andere auch. Und meine Speckrollen gehören zu mir wie meine schönen Augen (nach Aussage anderer hab ich die, die sag das nicht aus Einbildung), meine Haare, meine Hände, Füße, etc. Das macht mich als Aule aus und fertig. :)
    • Hi Puenktchen!

      Ich bleibe am Ball und klebe fest an Dingen, die du schreibst, weil sie mir wie ein Hilfegesuch vorkommen und ich da nicht wegsehen kann. Wenn ich aber zu viel Frage oder zu aufdringlich werde, sag es einfach, Ok?

      Du schreibst, dass du 500 km weg von deiner Mutter lebst. Wie kommt es dann, dass du "staendig" von ihr hoerst, dass du zu dick bist? Telefoniert ihr taeglich?

      Es ist ja klar, dass sie nicht los lassen kann, das koennen nur weniger Muetter. Aber, wie sie sich verhaelt, ist fuer dich absolut kotraproduktiv. Gegen "negative" Leute muss man sich schuetzen.

      Ich habe mit meinen Eltern verabredet, dass sie nie (im Normalfall) vor 18 Uhr anrufen. Da ich um 17 von der Arbeit komme, habe ich dann 1 Stunde, um mich zu regenerieren. Und meine Mutter weiss, wenn sie nur einen Mucks ueber mein Aussehen vor sich gibt, gibt es dann Geschrei ohne Ende. ;) Ja, das tut ihr weh, aber mir doch auch.

      Ich meine nicht, dass du deine Mutter beleidigen sollst. Aber versuch doch, den Kontakt einzuschraenken. Umgebe dich mit Leuten, die dich positiv beeinfluessen, und vermeide die negativen Zeitgenossen. Das ist absolut lebensnotwendig. Du hast jedes Recht, dir Hilfe zu holen und die "nicht"-Hilfe abzulehnen.

      Liebe Gruesse

      Muminfrau
    • Zur Mutter-Tochter-Frage, auch im Zusammenhang mit Gewicht, schreibt Geneen Roth kluge Bücher. Sie hat sich von ihrer Mutter schließlich jegliche Äußerung zu ihrem Gewicht verbeten, da war Ruhe im Karton.
    • Aber nur, weil man nicht mehr drüber redet, ist das Thema doch nicht vom Tisch. Jedenfalls nicht bei uns.

      Meinen Eltern - mittlerweile über 80 und eigentlich müsste man meinen, dass sie andere Schwerpunkte haben sollten - ist das Thema GEWICHT immer noch wichtig. Das weiß ich, dafür kenne ich sie zu gut. Und auch, wenn es nicht um mich geht, dann wird es erwähnt ... da wurde Frau X nach Jahren getroffen ... und "sie hatte aber noch eine gute Figur" ... oder ... "sie war aber doll auseinandergegangen" ... usw.

      Mir selbst ist es seit frühster Jugend eingeprägt ... noch dazu war ich damals schlank uns sportlich ... dass ich nicht so viel essen solle, ich hätte ja schon richtig kräftige Oberarme ... diese Bluse "kaschiert" aber besonders gut (was denn?? Bei 55 kg auf 168 cm!?!?!) ... wer dick wird, "lässt sich gehen" ....

      Meine Eltern reden auch nicht mehr mit mir darüber, trotzdem bleibt es Thema in ihren Köpfen.

      So sind sie immer der Meinung, dass sich "gehenlassende, dicke" Frauen nicht wundern dürfen, wenn ihre Männer sie verlassen. Dann kam meine Trennung - ICH hatte meinen Mann verlassen und die Trennung nach jahrelangem inneren Kampf gewollt und durchgesetzt. Mein Ex hatte kurz darauf eine Beziehung mit einer Kollegin - und ich habe ebenfalls wieder eine glückliche Beziehung, mit der ich inzwischen verheiratet bin. Aber ich weiß genau, was in den Köpfen meiner Eltern vorgeht und das kann man dort auch nicht ändern und ihnen auch nicht klar machen, dass es nicht so ist. Sie meinen, mein Ex hätte mich - weil so "aus der Form geraten" verlassen wegen einer schlankeren Frau ... (als sie die beiden mal sahen, meinte mein Vater "Na, so schlank ist die aber auch nicht!") ... es entspricht nicht der Tatsache, aber meine Eltern würden sich dann auch die Tatsache, dass ICH meinen Ex verlassen habe so hindrehen, dass ich trotzdem schuld bin ... weil, wäre ich schlank geblieben, dann wäre auch mein Ex zufriedener gewesen und meine Ehe besser geblieben .... oder so. Warum ich dick geworden bin, interessiert in dem Zusammenhang natürlich auch keinen - auch nicht, dass ich jetzt zwar dick, aber 100 x glücklicher in meiner 2. Ehe bin.

      Naja, so ist das eben mit dem Beton in vielen Köpfen .....

      aber drüber schweigen ändert auch nix dran, jedenfalls nicht bei mir. Es verletzt mich mittlerweile zwar weniger - aber es irritiert mich immer noch, zumal meine Eltern zu denen gehören, die wirklich "nur das Beste" wollen ....
      Lieber Gruß von ..... Andra .... :)