Zusammenbruch

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    • Zusammenbruch

      Am Montag letzter Woche kam ich abends gegen 23.00 Uhr mit Blaulicht ins Krankenhaus.
      Alle Anzeichen eines Herzinfarktes waren vorhanden. Wie ich das erlebte, will ich mal lieber nicht beschreiben. Furchtbare Angst begleitete mich nun für die nächsten Stunden, obwohl man mit entsprechenden Mitteln Beruhigung hin bekam. Ich weiß nicht, was sie mir alles spritzten oder gaben, die Stunden sind für mich hinter einer Nebelwand verschleiert, nicht klar erkennbar.
      Nach allen möglichen Untersuchungen, zuletzt einer Herzkatheteruntersuchung, war klar: Mein Herz ist bis auf unerhebliche Ablagerungen in Ordnung! Was für eine Erleichterung!!!!!!

      Bei all dem hat man dann festgestellt, dass meine Schilddrüsenhormondosis nicht mehr passte. In den nächsten Wochen wäre sowieso die routinemäßige Untersuchung gewesen, da hätte man dies dann auch festgestellt. Wie ich es schon seit Wochen fühlte, war da war mit mir nicht in Ordnung, aber (ich bin immer noch so blöde) ich dachte, das gibt sich wieder. Nun ist meine Dosis erhöht worden und ich hoffe, dass sich das leichte Besserungsgefühl weiterhin manifestiert.
      Mein Blutdruckmittel bleibt wie es ist, das ist in Ordnung, aber ich bekomme abends zusätzlich etwas.

      Wahrscheinlich hat sich der Gedanke, das etwas wirklich Schlimmes mit mir sein könnte, so eingefressen, dass ich seit Wochen mit einer latenten, aber immer größer werdenden Angst lebte. Bemerken konnte ich dies auch daran, dass ich nur noch sehr sehr schlecht einschlafen konnte und mich trotz Müdigkeit jeden Abend lange im Bett hin und her wälzte. So kam dann auch noch massiver Schlafmangel hinzu und irgendwann haben dann Körper und Nerven schlapp gemacht, beziehungsweise auf das unschönste verrückt gespielt.

      Seit Freitag bin ich wieder zu Hause. Nun muss ich lernen, die Angst los zu lassen und das ist nicht so einfach. Solange es hell ist, geht es. Wenn es dunkel wird, wird es schwer. Ich kann dann schlecht (sehr schlecht!) allein sein. Als das Obige passierte, hatte ich Todesangst und war allein.

      Fazit:
      Nie wieder zögere ich einen Arztbesuch hinaus. Wenn es mir nicht gut geht, gehe ich hin. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.
      Diesen bescheuerten Gedanken, ein Weichei zu sein, und alles allein in den Griff kriegen zu wollen, will ich in die hinterste Schublade stecken.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Du hast völlig Recht, wir dürfen nicht immer alles auf die leichte Schulter nehmen! So etwas zu lesen ist erschreckend, aber wir denken oft dabei, dass ist weit weg und uns passiert es schon nicht. Irrutm!

      Ich wünsche dir alles alles Gute!

      LG

      Teebeutelin
    • Ich habe mich schon gefragt, wo du steckst. Nur gut, dass sich der Verdacht eines Infarkts nicht bestätigt hat. Aber das Gefühl der akuten Lebensbedrohung wird man bestimmt so schnell nicht wieder los.

      Die Vorstellung, des Aus- und Durchhaltenmüssens ist glaube ich auch typisch weiblich. Mit so einer Auswirkung einer hormonellen Fehldosierung würde ich wohl auch nicht rechnen, da muss man ja in Panik geraten.

      Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht - nicht nur körperlich und dass du in der nächsten Zeit oft jemanden bei dir hast, bist du dich wieder sicherer fühlst. Lass es so langsam wie möglich angehen.

      Gute Besserung!
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    • Das tut mir wirklich leid itsme. Gute Besserung! Ich hab genau diese Situation mit meinem Freund durchlebt und kann mir vorstellen welche Ängste Du ausgestanden hast. Auch bei ihm war das Herz völlig gesund, obwohl die Anzeichen zunächst eindeutig erschienen. Ursache scheint bei ihm einfach Stress zu sein Die Konsequenz zukünftig nichts mehr auf die lange Bank zu schieben, wenn Dir das Stress verursacht finde ich gut... nicht nur im Bezug auf das Herz.
    • Liebe Itsme,

      ich war auch drauf und dran, Dir zu schreiben, weil ich mich gewundert habe. Andererseits habe ich auch nicht alles gelesen in den letzten Wochen. Deshalb habe ich gehofft, ich hätte nur einfach "Deinen Abschied in den Urlaub" oder so nicht mitbekommen.

      Ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe, dass Du bald wieder zur Ruhe findest.

      Liebe Grüße
      Martina
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    • Hallo Itsme,

      erstmal alles Gute für dich und cih wünsche dir, das du deinen Vorsatz umsetzen kannst.
      Fazit:
      Nie wieder zögere ich einen Arztbesuch hinaus. Wenn es mir nicht gut geht, gehe ich hin. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.
      Diesen bescheuerten Gedanken, ein Weichei zu sein, und alles allein in den Griff kriegen zu wollen, will ich in die hinterste Schublade stecken.


      Ich kenne das von mir. Bekennende Arztphobikerin. Ich hatte im Mai eine schwerste allergische Reaktion auf was auch immer.
      Ich habe damals bewusst miterlebt wie mein Herz immer langsamer schlug, bis unter 10 Schläge in der Minute, dazu Atemnot, Beklemmung, angeschwollener Hals usw.
      Bis kurz vor Ultimo überlegte ich, ob ich meine Freundin (auch meine Hausärztin) anrufe, weil das ist ja eine Lappalie. Und ausserdem kurz vor Mitternacht, ich kann ja nächsten Tag in die Praxis.
      Zu guter letzt hatte ich solche Sehstörungen, das ich die Tasten auf dem Telefon nicht mehr erkannte, und blind tippen musste mit schwerstem Tremor in den Händen.
      Ich landete auch im Krankenhaus, obwohl ich mich mit Händen und Füssen wehrte.
      ich habe es gut überstanden, aber nie wieder werde ich solange warten mit dem Hilfe rufen.

      Lieben Gruss
      Ines
    • Itsme, auch von mir "Gute Besserung" - und dass Du ganz schnell dieses ungute Gefühl wegbekommst.:knuddel1:



      (PS. habe gerade mal gesehen, dass die smileys stark aufgestockt worden sind - TOLL!!!!! Danke an die Zuständigen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von silentsound () aus folgendem Grund: zusätzliche Danksagung : - )

    • Ich danke Euch allen sehr.:wink1::LG:

      In kleinen Schritten geht es bezüglich der Angst schon vorwärts.
      Gestern habe ich über Tag (Mittagschlaf) eine Stunde geschlafen. Einschlafen ist noch nicht so einfach, weil ich dann ja die Kontrolle abgebe. Ich weiß, das hört sich blöde an, aber so ist das Gefühl. Ich kann mich dann nicht mehr bewusst kontrollieren, versteht Ihr, was ich meine?
      Aber ich habe es hin gekriegt und war dabei allein der Wohnung. Also für mich momentan ein Fortschritt.

      Nachts war seit dem bisher immer jemand da. Entweder mein Mann, oder meine Tochter. Da mein Mann zeitweilig nachts Patienten (Altenpflege) zu versorgen hat, schläft er ansonsten dann vor Ort.
      In der letzten Nacht musste er von hier aus um 1.30 Uhr los und müsste danach durch die ganze Stadt um die restlichen Stunden der Nacht wieder hier bei mir zu sein.
      Ich habe gesagt, ich will versuchen, den Rest der Nacht allein zu bleiben. Ich will unbedingt, dass diese Ängste sich nicht fest setzen! Und es ging ganz gut. Besser, als ich dachte. So werde ich das Schritt für Schritt aufbauen.

      Mein Arzt, bei dem ich vorgestern war, hat mir sogar seine Handynummer gegeben. Ausdrücklich sagte er mir, wenn ich das Bedürfnis habe, er kommt - egal ob am Tag oder in der Nacht! Ich werde sie wohl nie in Anspruch nehmen müssen, aber der Gedanke ist sehr sehr wohltuend und beruhigend.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Liebe Itsme, diese Ängste kenne ich sehr gut.
      Ich habe vor Jahren eine schlimme postoperative Komplikation gehabt, an der sich beinahe gestorben bin. Als ich nach 10 Tagen von der Intensiv auf die Normalstation verlegt worden bin, hatte ich ganz schlimme Ängste. Ich hatte auch Angst, nicht mehr aufzuwachen. Ich befürchtete, ohne Monitor lautlos in diesem einsamen Krankenzimmer sterben zu müssen. Ich lag alleine in einem Zimmer und die Schwestern mussten die Tür zum Flur auflassen. Die Nachtschwester hat mich oft heulend im Zimmer vorgefunden und ist mehrmals in der Nacht zu mir gekommen, um Vertrauen aufzubauen, dass nach mir geschaut wird und ich einfach schlafen kann.
      Ich war damals 38 Jahre alt, ich hatte mir noch nie Gedanken über den Tod machen müssen. Über mich ist diese Bedrohung ohne Vorwarnung bei bester Gesundheit hergefallen.
      Das dauert eine ganze Weile, bis du wieder Vertrauen in deinen Körper haben kannst, dass er weiter zuverlässig arbeitet.
      Allerdings gehe ich heute sehr viel vorsichtiger mit mir um, ich schlucke nicht bei jedem Zipperlein gedankenlos Schmerztabletten, habe mit dem Rauchen aufgehört, mache regelmässig Sport und achte auf regelmässigen Schlaf. Schön wäre es noch, wenn ich einige Kilos verlieren würde, aber ich kann es nicht erzwingen.


      Ich wünsche dir gute Besserung

      Evi
    • Hallo Itsme! Gut, dass es dir wieder besser geht. Ich hatte selber schonmal eine adrenalinbedingte Angina Pectoris, und ich kann nachempfinden, was du durchmachen musstest.
      Gottseidank ist dein Herz gesund. Führ dir das immer wieder vor Augen, wenn dich nachts wieder Beklemmungen heimsuchen. Wie ein Mantra: das Herz ist in Ordnung, das Herz ist in Ordnung....

      Es kommt immer mal wieder vor, dass ich nachts wachwerde mit einem Druck in der Brust und sich steigernder Panik, vor allem, wenn ich tagsüber körperlich oder seelisch stark belastet war. Dann sage ich mir immer wieder, dass mein Herz in Ordnung ist, höre angenehme Musik mit dem MP3-Player (ich will meinen Mann nicht wecken, der macht sonst so ein Aufhebens, dass ich erst recht panike).
      Wenn es ganz schlimm ist, stehe ich auf und schleiche im Haus oder Garten herum. Ich kann dann nicht liegen, geschweige denn die Augen zumachen. Einmal habe ich sogar nachts um zwei im Garten mit Nachbars Katze im Mondschein gespielt. Allein die Vorstellung, dass mich jemand dabei beobachtet, hat mich angstlösend zum Lachen gebracht. Meistens schaue ich aber nur aus dem Fenster, lese, trinke eine Tasse warme Milch, summe ein Liedchen. Nach meiner Erfahrung gehen diese Beklemmungen am schnellsten vorbei, wenn man sie als gegeben akzeptiert: So, jetzt habe ich also wieder so eine Attacke. Scheißgefühl, aber das Herz ist in Ordnung. Mir kann also nichts passieren.
      Wenn ich mich dann etwas ablenke, klingt das Angstgefühl wieder ab. Nur wenn ich mich darauf konzentriere, genau abwarte, was jetzt noch kommt oder sogar Blutdruck messe, dann steigere ich mich regelrecht da rein, Blutdruck und Puls steigen vor lauter Panik an, was wieder die Panik steigert, ich fange an zu hyperventilieren...

      Wenn deine Hormone wieder besser eingestellt sind, wirst du auch kaum noch solche Attacken bekommen. Denk immer dran: dein Herz ist in Ordnung, dir kann nichts passieren.
      Gute Besserung und sorge gut für dich!
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Vielen vielen Dank. :)

      Ich finde mich in Deinem Bericht, TamiJinx, wieder, dieses bewusste Miterleben, wie alles immer und immer schlimmer wird...
      Auch, das man niemanden behelligen will, es sicher bis zum Morgen durchhält und dann ja zum Arzt kann und dabei wird es dann doch immer schlimmer.

      In Deinem, Evi, als ich von der Wachstation in die normale Station kam, ebenfalls, denn auch ich dachte, kein Monitor mehr, was, wenn es ganz schnell geht, wenn mich keiner hört, wenn ich nicht klingeln kann, was wenn....

      Und auch in Deinem Sophie, denn auch ich sage mir wie ein Mantra: Mein Herz ist okay. Es ist stark, es schlägt kräftig und gesund...

      Das hilft sicher mit, auf Dauer die Angst komplett zu besiegen.
      Heute geht es schon besser als gestern. Morgen wird es besser gehen als heute.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Liebe Itsme,

      auch von mir noch alles Gute und gute Erholung in den nächsten Tagen!
      Ein Glück, dass es kein Herzinfarkt sondern eine weniger lebensbedrohliche Ursache war.
      Dass das eine einschneidende und sehr beängstigende Erfahrung gewesen sein muss, kann ich mir gut vorstellen.
      Deshalb denke ich auch, es ist vollkommen in Ordnung, wenn du erstmal diese Ängste hast. Gut, dass du ihnen nicht zuviel Raum geben willst, aber sei trotzdem nicht zu ungnädig mit dir dabei.
      Es ist eine vollkommen normale Reaktion und nimm dir genug Zeit dafür, den Schreck zu überwinden.
      Ansonsten hast du ja schon die besten Vorsätze für deine ärztliche Zukunft gefasst und ich wünsche dir, dass du sie fürs erste nicht umsetzen musst! ;)
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
      [/CENTER]
    • dramaqueen schrieb:

      Liebe Itsme,

      auch von mir noch alles Gute und gute Erholung in den nächsten Tagen!
      Ein Glück, dass es kein Herzinfarkt sondern eine weniger lebensbedrohliche Ursache war.
      Dass das eine einschneidende und sehr beängstigende Erfahrung gewesen sein muss, kann ich mir gut vorstellen.
      Deshalb denke ich auch, es ist vollkommen in Ordnung, wenn du erstmal diese Ängste hast. Gut, dass du ihnen nicht zuviel Raum geben willst, aber sei trotzdem nicht zu ungnädig mit dir dabei.
      Es ist eine vollkommen normale Reaktion und nimm dir genug Zeit dafür, den Schreck zu überwinden.
      Ansonsten hast du ja schon die besten Vorsätze für deine ärztliche Zukunft gefasst und ich wünsche dir, dass du sie fürs erste nicht umsetzen musst! ;)


      Danke Dramaqueen.
      Gestern wurde mir ein wenig mulmig bei dem Gedanken, das selbstgesetzte Ziel einzuhalten, ab Samstag wieder allein die Nacht verbringen zu wollen.
      Dann sagte meine Tochter genau das Gleiche, was Du sagst. Sie meinte, ich solle nicht zu viel verlangen, es langsam angehen lassen. Du schreibst, ich solle nicht zu ungnädig mit mir sein.
      Nun ja, ich merkte also stark, dass ich mich da mit dem zeitlichen Limit ganz schön unter Druck setze und es mir daraufhin gestern schwer fiel, zur Einschlafzeit abzuschalten. Das ist dann auch eher kontraproduktiv und wirft zurück. Also gebe ich mir mehr Zeit und bin geduldiger. Die Bilder und Gefühle sind noch so frisch - und so schnell, wie ich dachte, geht es nicht mit dem Ablegen der Angst.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Liebe Itsme

      tut mir leid, dass ich jetzt erst deinen Thread gelesen habe und deshalb so spaet antworte. Es ist ja schon von vielen gesagt worden, aber es tut mir leid zu hoeren, wie schlecht es dir ging, das muss so ein traumatisches Erlebnis gewesen sein.

      Und ich stimme Dramaqueen absolut zu, dass du dir selbst genug Zeit geben musst, das zu verkraften.

      Itsme schrieb:


      Gestern wurde mir ein wenig mulmig bei dem Gedanken, das selbstgesetzte Ziel einzuhalten, ab Samstag wieder allein die Nacht verbringen zu wollen.
      ...
      Nun ja, ich merkte also stark, dass ich mich da mit dem zeitlichen Limit ganz schön unter Druck setze und es mir daraufhin gestern schwer fiel, zur Einschlafzeit abzuschalten. Das ist dann auch eher kontraproduktiv und wirft zurück. Also gebe ich mir mehr Zeit und bin geduldiger. Die Bilder und Gefühle sind noch so frisch - und so schnell, wie ich dachte, geht es nicht mit dem Ablegen der Angst.


      Genau, es kann wirklich genau das Gegenteil erreichen. Es ist ja oft der selbst auferlegte Druck, der so runterziehen kann, dass man sich damit mehr schadet als hilft. Wie du sagst, ist es noch gar nicht lang her seit deinen schlimmen Erfahrungen und du musst jetzt erstmal emotional wieder "Muskelmasse" aufbauen, bevor du wieder voll einsteigen kannst in den Alltag.

      Dabei wuensch ich dir alles Gute, halt uns auf dem Laufenden, wie es dir geht.

      Viele liebe Gruesse
      Melosine
    • Ja, sowas braucht halt seine Zeit und du wirst es ganz bestimmt schaffen, dich davon wieder zu erholen.
      Weiterhin viel Erfolg und die nötige Geduld dabei wünsche ich dir! :)
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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    • Danke an Euch.
      Ich werde es langsam an gehen. Heute bin ich wieder ab 1.30 Uhr allein.
      Das klappte ja schon einmal ganz gut.
      Das Dunkel allein ist es nicht, denn es ist ja nun schon früh dunkel. Es ist wirklich fast genau der Zeitpunkt des Geschehens, plus / minus ca. 2 Stunden. Verstandesmäßig gar nicht nachzuvollziehen.:-o
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Verstandesmäßig gar nicht nachzuvollziehen.:-o
      Angst ist meistens irrational, aber sie ist nun einmal da. Wenn man einmal Todesangst hatte, bleibt dieses Gefühl in der Erinnerung und man hat Angst davor, dieses Gefühl noch einmal zu erleben. Daran ändert sich auch nichts oder nur wenig durch die objektive Gewissheit, dass körperlich soweit alles okay ist. Du darfst diese Angst auch haben, das ist völlig normal. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du diese Nacht alleine gut überstehst. Und die nächste. Und dann wieder die nächste. Solange, bis auch an Deine Seele gedrungen ist, dass es nachts alleine nicht gefährlicher ist, als zu jeder anderen Tageszeit auch :bussi:
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]
    • Dralle Deern schrieb:

      Angst ist meistens irrational, aber sie ist nun einmal da. Wenn man einmal Todesangst hatte, bleibt dieses Gefühl in der Erinnerung und man hat Angst davor, dieses Gefühl noch einmal zu erleben. Daran ändert sich auch nichts oder nur wenig durch die objektive Gewissheit, dass körperlich soweit alles okay ist. Du darfst diese Angst auch haben, das ist völlig normal. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du diese Nacht alleine gut überstehst. Und die nächste. Und dann wieder die nächste. Solange, bis auch an Deine Seele gedrungen ist, dass es nachts alleine nicht gefährlicher ist, als zu jeder anderen Tageszeit auch :bussi:


      Danke Dralle Deern.:)

      Dieser Wunsch geht in Erfüllung.:hopps:

      Ich war jetzt die zweite Nacht ganz allein. Auf meinen Wunsch.
      Die erste habe ich noch im Wohnzimmer geschlafen (andere Räumlichkeiten = weniger Angst) und dabei ein kleines Licht angelassen (nicht ganz dunkel = weniger gefährlich).
      Die letzte Nacht habe ich in meinem Bett geschlafen, aber die Schlazimmertür aufgelassen = anders, als in der besagten Nacht - und in der Stube ein kleines Licht angelassen = anders als die sonst gewohnte Situation.
      Ich weiß, das hört sich kindisch an. Und rational auch nicht zu verstehen, aber mir hilft es. Das sind noch kleine Krücken, die ich mir leiste und so lange leisten werde, wie ich sie brauche. ich bin sehr zufrieden, dass es schon so weit so gut klappt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Das ist überhaupt nicht kindisch. Die Seele ist nun mal sehr verletzlich, kindhaft also. Und wenn es dir hilft, ist es auch richtig.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)