bin berentet und hätte Angst davor, zu arbeiten

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  • Seit 01.01.06 bin ich Frührentnerin auf Grund meiner mangelnden seelischen Belastbarkeit, bin manisch-depressiv und froh, dass ich es finanziell nicht allzu nötig habe, zu arbeiten. Denn Arbeit war für mich so ziemlich das Letzte, um Selbstvertrauen zu gewinnen. Im Gegenteil. :genervt: Von Anfang an waren die Chefs von mir nicht begeistert, das trifft auch auf die Kollegen zu. Dabei war ich nicht immer dick, aber es wurde einfach immer schwerer, sich zu behaupten. Ein Chef hat mir mal unumwunden erklärt, dass mir männliche Kollegen mehr helfen würden, wenn ich weniger wiege. Das war schon ein Hammer. An meinem letzten Arbeitsplatz propagierte die schlanke ältere Kollegin die weight watchers und überredete mich dazu, auch dorthin zu gehen. Dort fand ich es schrecklich, dass fast jeder innerhalb einer Woche es schaffte, 3 kg abzunehmen, während ich dafür 3 Monate brauchte, und bei jeder Abnahme von 3 kg wurde geklatscht. Bei mir war es eher Mitleid als Applaus. Mein rechtes Knie ist durch mehrere Unfälle (Meniskusschaden usw.) stark geschädigt und im letzten Jahr in der letzten Firma hatte ich erneut einen Unfall mit Knochenbruch, humpelte monatelang herum und war mehr krank als gesund, nicht zuletzt auch durch die Depression, die ich bekam, als der Chirurg mir prophezeite, ich säße bald im Rollstuhl, wenn ich nicht schleunigst abnähme. Das Mobbing war vielfältig; einer sagte mal über mich zu einem Dritten: "Wenn die aufstehen und oben nachsehen muss, ist das für die schon Sport", oder es fand eine Betriebsversammlung statt, zu der ich nicht eingeladen wurde und von der ich im Nachhinein erfuhr. Einmal wurde bei einer Zeitarbeitsfirma behauptet, ich habe schlecht gearbeitet. Als ich die Leihfirma anrief und um Schilderung meiner Fehler bat, fielen die aus allen Wolken und sagten, sie hätten sich gar nicht über mich beschwert, im Gegenteil, sie fanden es doof, nach einer Woche jemand anderen einarbeiten zu müssen. Da stand ich wohl von Anfang an auf der Abschussliste, muss aber nicht unbedingt am Übergewicht gelegen haben. Die letzte Firma hat mich wohl gekündigt, sie führten einen kleinen Fehler als Grund vor, weil ich so oft krank war, bedingt durch den Unfall und die daraus resultierenden Rehamaßnahmen usw. Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, in einem kleinen Laden mit einer Druckerei, wo wir nur zu zweit oder zu dritt saßen. Aber wie finde ich wieder so einen Arbeitsplatz... und ich muss ja auch keinen finden. An allen Arbeitsplätzen führten pummelige und schlanke Mitarbeiterinnen irgendwelche Diäten mit Pülverchen oder weight watchers durch. Natürlich war ich immer probierfreudig und habe alles mit gemacht. Mit den immer gleichen Resultaten: So schnell es runter geht, geht es doppelt so schnell wieder rauf. :mad: Fast überall wurde hinter mir hergetuschelt, mindestens 2 mal versuchten sie mich, herauszuekeln. Anfangs war es nicht das Gewicht, da war es meine Schüchternheit, weil ich aus nem strengen Elternhaus komme, wo ich ständig niedergemacht wurde. Aber sobald ich ein paar Kilo zuviel hatte, war es meine Statur. Ich bin nicht so groß und daher wohl zu klein für mein Gewicht.;) Seit 2006 bin ich froh, nicht mehr arbeiten zu müssen, jedenfalls nicht für andere. Ich betreibe 3 Homepages und ein Forum, in dem nicht viel los ist. Außerdem stricke ich viel und hin und wieder gehe ich spazieren, auf Motivsuche wie blühende Sträucher, Blumen, Landschaften usw. und stelle die Fotos online. Als Kind habe ich schon viel geschrieben, sobald ich schreiben konnte, und gedichtet. Deshalb bin ich schon lange Schriftstellerin und habe immer wieder neue Ideen; für einen Kriminalroman nehme ich den Stoff aus dem eigenen Leben, ansonsten schreib ich viel Kurzgeschichten und Gedichte. Deshalb bin ich auch nicht arbeitslos: Mit der Rente und etwas Haushaltsgeld von meinem Mann kann ich ganz gut meine Hobbies zum Beruf machen. Dabei muss mich ja keiner sehen und umgekehrt. So erlebe ich eben viel virtuell. Auf der Arbeit (ich hab Bürokauffrau gelernt) gab es immer wieder frustrierende Misserfolge und unzufriedene Chefs, Kollegen haben getuschelt und waren still, als ich ins Zimmer kam oder redeten plötzlich laut über die Arbeit und verließen es. Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder in den erlernten Beruf zurückzukehren. Das war nicht ich, die Eltern wollten, dass ich was "Anständiges" lerne und nicht meinen "brotlosen Künsten" nachgehe. Nun tue ich doch, was ich nicht lassen kann, und bin damit ganz zufrieden. Nur Geld lässt sich wirklich nicht damit verdienen.
  • hallo liebes krümelchen,:) ich weiss mit deinem beitrag gerade nichts anzufangen. die überschrift hatte mich neugierig gemacht. ich lese aus deinen zeilen heraus das du seit 2006 in frührente bist und in ein loch gefallen bist. du eigentliuch langeweile hast. du seit du nicht mehr arbeittest wenig soziale kontakte hast. und du sehnst dich nach einem neuen job. nach einer richtigen aufgabe. dazu möchte ich dir aber einiges sagen: bevor du wieder einen job annimst erkundige dich bitte genau. es gibt dort gesetzliche vorschriften wieviel du verdienen darfst etc. da kann es probleme mit der frührente geben. das soiale umfeld wenn man in die rente geht wird sehr stark minimiert. doch dagegen solltest du etwas tun. warum wirst du nicht politisch oder karitativ tätig. da gibt es doch heute so viel möglichkeiten. selbst wenn du auf dem dorf leben solltest. du musst einfach unter menschen gehen und nicht nur im internet homepages betreuen. dir fehlt der persönliche ansprechpartner. deine depressionnen werden schnell verschwinden. glaube es mir. ich hoffe dir etwas geholfen zu haben mit meinem beitrag. falls ich deinen beitrag falsch verstanden habe bitte ich hier um entschuldigung. also rauf auf die strasse ran an die menschen in politik oder vereine und aktiv unter menschen sein. viel glück. ich selber habe den fehler gemacht ( ich bin zwar kein rentner) . aber nach meiner scheidung habe ich viele freunde verloren und mich zurückgezogen. heute weiss ichj das das falsch war. ich bin in politik und in verschiedenn vereinen aktiv. und das tut mir guuuuuuuuuut. lg peter:)
  • [quote='Krümelchen','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=79187#post79187']Von Anfang an waren die Chefs von mir nicht begeistert, das trifft auch auf die Kollegen zu. Dabei war ich nicht immer dick, aber es wurde einfach immer schwerer, sich zu behaupten. ..... Fast überall wurde hinter mir hergetuschelt, mindestens 2 mal versuchten sie mich, herauszuekeln. Anfangs war es nicht das Gewicht, da war es meine Schüchternheit, weil ich aus nem strengen Elternhaus komme, wo ich ständig niedergemacht wurde. ..... Auf der Arbeit (ich hab Bürokauffrau gelernt) gab es immer wieder frustrierende Misserfolge und unzufriedene Chefs, Kollegen haben getuschelt und waren still, als ich ins Zimmer kam oder redeten plötzlich laut über die Arbeit und verließen es. ... [/quote] Du hast ja selbst erkannt, dass das Mobbing unabhängig von deinem Gewicht war. Also solltest du nicht den Fehler machen, und alles Übel an deinem Gewicht festmachen. Tausenden Menschen wurde in den letzten Jahren unter mehr oder weniger stichhaltigen Gründen gekündigt (Hauptsache man muss keine Abfindung zahlen, und wenn der/diejenige den Eindruck macht, er/sie traut sich nicht vors Arbeitsgericht, um so besser). Und Mobber gibt es überall, und je Büro desto mehr. Echte Solidarität habe ich in 20 Berufsjahren nur unter Arbeitern erfahren. Und mit einer absoluten Treffsicherheit suchen sich Mobber die wunden Punkte ihres Opfers raus, dort wo sie am meisten verletzen können. Du reagierst auf Sprüche zu deinem Gewicht - Super! Einem Schwulen würden die mit anderen blöden Sprüchen kommen, einem Moslem vielleicht ein Schweinswürstchen auf den Tisch legen, der Rollifahrer findet seine Akten ganz oben im Regal usw. Glaub mir, ich habe im Job (und aus eigener Erfahrung) sehr viel mit Mobbing zu tun. Das Mobbingthema (bei dir das Gewicht) ist nur ein willkommener Vorwand. Selbst wenn du aussehen würdest wie eine Kreuzung aus Heidi Klum und Angelina Jolie, irgendwas würden die schon finden, womit sie dir wehtun können. Dein Problem scheint wirklich deine "Schüchternheit" zu sein. Wenn man nämlich die ersten zaghaften Mobbingversuche energisch unterbindet, hört das von allein auf. Aber wenn man sich von Anfang an alles gefallen lässt, gehen die Mobber immer weiter - bis hin zu wirklich hässlichen Sachen, aber dann ist das Opfer meistens schon längst so fertig, dass auch von außen keine Hilfe mehr möglich ist, selbst wenn jemand wirklich helfen will. Bloß wenn du dich versteckst, wirst du immer menschenscheuer und unsicherer (auch das kenne ich aus eigener Erfahrung), und damit wirst du wieder ein willkommenes Opfer für alle möglichen Rüpel und Abzocker. Und die finden dich, auch wenn du in Rente bist. Du musst Selbstsicherheit trainieren wie einen Muskel oder die grauen Zellen. Die Idee von Peter ist sehr gut. Such dir ein Ehrenamt, vielleicht gehst du mal zum Tierheim, die suchen immer Gassigänger (auch für betagte Hunde, da muss man nicht besonders sportlich sein) oder Katzenstreichler, oder frag, ob du bei einer "Tafel" für Arme mithelfen kannst, oder geh ins Pflegeheim den alten Leuten vorlesen.... Es gibt so viel Möglichkeiten, wo man den Umgang mit Menschen üben kann und kleine Erfolgerlebnisse sammeln kann, bis du dann "fit" genug für einen Minijob bist (Hinzuverdienstgrenzen beachten!), und vielleicht später für noch mehr. Verkriech dich nicht. Wenn du wem nicht gefällst, ist das sein Problem, soll der doch woanders hin gucken.
  • Zum Thema "Ehrenamtlich arbeiten" gibt es zurzeit eine laufende Rubrik in meiner Tageszeitung. Allgemeine und erstaunlich einheitliche Meinung darüber: Es tut gut, gebraucht zu werden. Es macht zufrieden, bringt Kontakte, macht selbstsicherer. Heute wurde eine Frau vorgestellt, die sich dem ehrenamtlichen Besuchsdienst alter Menschen angeschlossen hat. Nun hat sie drei Damen, die in einem Altenheim leben und von ihr regelmäßig besucht werden. Diese Damen sind glücklich, dass da jemand ist, der ab und zu mit ihnen spricht, vielleicht, wenn sie es noch können, auch einmal spazieren gehen. Hier halte ich das Thema Mobbing für so gut wie unmöglich, weil man etwas gibt, was von Herzen gewünscht ist. Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Sich zu vergraben ist nicht der Weg aus sich heraus zu kommen. Aber einen Weg zu finden, durch persönliche Kontakte Menschen zu helfen, hilft einem selbst mindestens genauso viel, wie dem Menschen, dem man Gutes tut.
  • [quote]Heute wurde eine Frau vorgestellt, die sich dem ehrenamtlichen Besuchsdienst alter Menschen angeschlossen hat. Nun hat sie drei Damen, die in einem Altenheim leben und von ihr regelmäßig besucht werden. Diese Damen sind glücklich, dass da jemand ist, der ab und zu mit ihnen spricht, vielleicht, wenn sie es noch können, auch einmal spazieren gehen. Hier halte ich das Thema Mobbing für so gut wie unmöglich, weil man etwas gibt, was von Herzen gewünscht ist. [/quote] Das wird stimmen; mein Mann und ich kümmern uns jetzt seit 2 Wochen abwechselnd mit seinen anderen Geschwistern um den Schwiegervater, weil die Schwiegermutter im Krankenhaus liegt. Da müssen wir auch manchmal übernachten, immer das Essen machen und aufpassen, dass er seine Medikamente nimmt und seine Lieblingssendung gucken kann. Im Urlaub haben mein Mann und ich uns mal unterhalten über ambulante Pflegedienste bei älteren Menschen. Da hat sich eine Frau vom Nebentisch in die Unterhaltung gemischt und meinte dann zu mir: "Sie könnten das doch gar nicht, Sie sind ja viel zu dick!" Dabei sind nicht nur die betagten Schwiegereltern der Meinung, dass es darauf gar nicht ankommt. Beim Bücken wird es zwar schwierig, und wenn was hinter nen Schrank fällt, natürlich auch, aber es gibt Hilfsmittel wie Grillzangen, Stöcke usw. um das Problem zu beseitigen. Mit dem Engagement außerhalb der Familie sieht es zur Zeit so aus, dass ich in eine Selbsthilfegruppe gehe (für psychische Krankheit) und an vielen Wochenenden treffen wir uns mit dem Schwipschwager zum Kegeln. Ich bin quasi ausgelastet; wollte nur mal sagen, dass ich froh bin, nicht mehr erwerbstätig sein zu müssen, und wie sich diese Erwerbstätigkeit auf meine Stimmung ausgewirkt hat. Auch der Psychiater hat mal gesagt, es müsste an irgendetwas liegen, wenn man überall gemobbt wird, also dass ich wohl offensichtlich etwas falsch gemacht habe. In der Kindheit sah es auch so aus, als ob ich einfach zu gutmütig war. Anstatt die Petze neben mir zu verprügeln, bin ich einfach nur rot geworden und hab meine Strafe empfangen. Das haben mir die Eltern immer sozusagen eingeprügelt und eingebleut, immer nett und freundlich zu sein, ewiges "Keep smiling" zu betreiben, egal wie schlecht gelaunt man eigentlich ist. Dieses antrainierte Verhalten ist es, das mir viele Gelegenheiten, die Situation zu verändern, verhagelt hat. Ich sehe das genauso wie Sopie: [quote]Du hast ja selbst erkannt, dass das Mobbing unabhängig von deinem Gewicht war. Also solltest du nicht den Fehler machen, und alles Übel an deinem Gewicht festmachen. Tausenden Menschen wurde in den letzten Jahren unter mehr oder weniger stichhaltigen Gründen gekündigt (Hauptsache man muss keine Abfindung zahlen, und wenn der/diejenige den Eindruck macht, er/sie traut sich nicht vors Arbeitsgericht, um so besser). Und Mobber gibt es überall, und je Büro desto mehr. [/quote] Wenn ich was Handwerkliches gelernt hätte, wo ja eher meine Stärken liegen, wäre es mir wohl auch beruflich besser ergangen. Aber es ist ja nicht zu spät, sich umzuorientieren. Ne körperliche Arbeit ist wahrscheinlich besser als der Zwang zum Freizeitsport. Ich könnte im Frühling aufs Feld gehen, Spargelstechen oder Rhabarber, Erdbeeren ernten usw. Da verdient man nicht viel und geht nach 2-3 Stunden nach Hause wegen der Dazuverdienstgrenze. Oder wirklich ins Altenheim hier in meiner Straße, Hilfe anbieten oder als Vorleserin irgendwas. Das kann ich aber erst dann organisieren, wenn die Schwiegermäuse wieder zusammen und beide versorgt sind.
  • [quote='Krümelchen','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=79290#post79290'] Im Urlaub haben mein Mann und ich uns mal unterhalten über ambulante Pflegedienste bei älteren Menschen. Da hat sich eine Frau vom Nebentisch in die Unterhaltung gemischt und meinte dann zu mir: "Sie könnten das doch gar nicht, Sie sind ja viel zu dick!" [/quote] ...und die Tussi viel zu doof !! :mad: Wie habt Ihr denn auf die bescheuerte, absolut überflüssige und unkompetente Einmischung reagiert?

    Einmal editiert, zuletzt von elefäntchen () aus folgendem Grund: Wörter vergessen

  • Ich hab noch ne Idee. Statt vorzulesen, könntest du dir von den alten Leuten die Lebensgeschichte erzählen lassen, von der Kindheit früher über die Kriegszeit bis heute. Daraus könntest du dann einen oder mehrere Roman(e) schreiben. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du kommst unter Leute und kannst schriftstellern...