Wie schafft ihr es Euch gesund zu ernähren?

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  • Ich würde meine Familie und mich gerne gesünder und abwechslungsreicher ernähren - sehr oft scheitert dies allerdings an meinem ziemlich stressigen Alltag. Ich bin ganztags berufstätig (42 Stunden-Woche) und habe zwei Kinder - da bleibt es meistens bei den guten Vorsätzen und richtig gekocht wird höchstens am WE - ansonsten greifen wir doch immer wieder viel auf Fertiggerichte zurück (allerdings nicht auf Pizza und Co.). Habt ihr vielleicht ein paar Anregungen wie man schlechte Angewohnheiten los wird und wie an trotz Stress und Zeitmangel eine gesunde Ernährung hinbekommt. Liebe Grüße Hummelchen
  • Ich kann dir nur sagen, dass es mir nicht viel besser als dir geht. Noch dazu kommt die absolute Gegenwehr meines Mannes und meines Sohnes, deren Lieblingsschlagwort ist "Mein Gemüse heisst Fleisch!".
  • [quote='Maxima','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=74292#post74292']Ich kann dir nur sagen, dass es mir nicht viel besser als dir geht. Noch dazu kommt die absolute Gegenwehr meines Mannes und meines Sohnes, deren Lieblingsschlagwort ist "Mein Gemüse heisst Fleisch!".[/quote] Meine großen Söhne (beide 21) sind inzwischen aus dem Haus - die hatten das gleiche Motto! :rolleyes: Mein Freund hat gesagt: ihm ist alles recht...und mit meinen beiden Mädchen wird es sicher auch keine Probleme geben... Aber irgendwie bleibt es immer nur bei dem Willen unsere Ernährungsweise zu ändern, aber an der Umsetzung hapert es - ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mich abends noch stundenlang in die Küche zu stellen - dazu kommt, dass durch die Schichtarbeit meines Freundes und die Tatsache, dass meine jüngste Tochter mittags im Hort isst -alles noch verkompliziert wird... Ich hoffe auf Strategie und Tipps wie man das trotzdem hinbekommen kann... Ich habe mir schon überlegt, dass es vielleicht hilfreich sein kann - in kleinen Schritten vorzugehen...
  • Hallo! Ich denke, dass man nicht ewig in der Küche stehen muss, wenn man sich gesund ernähren will. Du kannst doch z.B. TK-Gemüse nehmen - dazu mageres Fleisch, Vollkornnudeln und eine leichte Soße .... oder Aufläufe jeder Art ... Eintöpfe .... Planung ist auch praktisch - und gerade bei Zeitmangel unverzichtbar. Irgendwelche verregneten Samstage gibt es doch immer: dann raspele ich z.B. oft große Mengen an Zucchini + Möhren und friere dies dann ein, flach in Kochbeuteln. Davon kann ich dann immer so viel nehmen, wie ich möchte und das kommt in viele Soßen und Suppen. Oder ich kaufe Bio-Fleisch, zerhacke es in der Moulinette und brate es mit Zwiebeln an . .. wieder wird es flach im Beutel eingefroren und kann dann portionsweise in Soße o.ä. gegeben werden. Ansonsten .. ja, kleine Schritte sind ok. Nicht gleich alles umwerfen wollen - sondern eins durchs andere ersetzen: Weißbrot durch Vollkornbrot ... fertige Sahnejoghurts durch selbstgemachten Früchtequark .... Tütensoßen durch selbstgemachte (gehen auch "fix" mit etwas Phantasie!) ... Limo durch Wasser/Schorle/Tee ... usw.
  • @Andrea - das mit dem Einfrieren ist ein sehr guter Tipp!!! Limo gibt es bei uns sowieso nicht :)
  • Ich koche jeden Mittag frisch - auch da gibt es einiges, was nicht zeitaufwendig ist. Nudeln oder Reis kann man gut mit Gemüse kombinieren. Wenn man es dann sogar noch zusammenmischt als eine Art Nudel-/Reispfanne, dann muß man nicht mal großartig eine Soße dazumachen sondern u.U. nur etwas andicken (geht z.B. auch mit Reibekäse). Und alleine schon die vielen Gemüsesorten lassen da sehr viele Varianten zu. Oder man macht aus dem Gemüse eine herzhafte Gemüsesoße z.B. auf Tomatenbasis. Ggf. kannst Du auch Hackleisch oder Fleischwurst druntermischen, wenn Ihr lieber mit Fleisch eßt. Oder mal eine Bratwurst dazu machen. Auch Aufläufe gehen recht schnell - man kann sie sogar oftmals vorbereiten und im Kühlschrank zwischenlagern bis man sie in den Ofen schiebt. Auch Pfannkuchen mit Obst oder Gemüse gehen flott. Und ein Stück Obst zum Nachtisch oder für zwischendurch ist schnell mal gewaschen/geschält und ruckzuck verzehrfertig. Auch da gibt es z.Zt. ja ein vielfältiges saisonales Angebot. Ich bin auch nicht so der Kochfreak, aber länger als eine 3/4 Std. stehe ich zum Kochen eigentlich fast nie in der Küche - obwohl wir frisch und m.E. gesund essen.
  • Hallo! Ich bin auch nicht unbedingt ein Meisterkoch, aber einige Tipps habe ich auch noch: Ich schneide fast immer, wenn ich belegte Brote mache, irgendwas an Obst und/oder Gemüse in mundgerechte Stücke und lege sie mit auf den Teller. Dauert nicht lange, und so liegen auf jedem Teller z.B. 1/2 Tomate, ein paar Gurkenscheiben und ein halber Apfel oder so. Meine Erfahrung ist, dass so selbst Sachen mitgegessen werden, die man sonst vielleicht nicht so mag. Auch tiefgefrorenes Obst (z.B. Erdbeeren oder diese fertigen Obstsalat-Tüten aus dem Supermarkt) statt Eiswürfel im Getränk kommt meiner Erfahrung nach gerade bei Kindern super an. Ansonsten bin auch ich ein großer Fan der TK-Tüten mit verschiedenem frischem Gemüse, dazu Reis, Nudeln oder Kartoffeln und wahlweise Spiegelei, Bratwurst, Schnitzel oder etwas ähnliches (okay, vielleicht ist DAS gerade nicht so megagesund, aber was soll's) - kann man auch abwechslungsreich kombinieren und sind schnell gemacht. Statt aufwändiger Soße kann man auch gut diese Brotaufstriche auf Frischkäsebasis in das Gemüse rühren. ...nur mit dem Abwasch hängt man bei selbst gemachten Sachen doch immer mehr an als bei "Fertigfutter"...
  • Soßen mit oder ohne Fleisch auf Vorrat kochen, potionieren und einfrieren, finde ich sehr hilfreich. Eine, die man mit oder ohne Fleisch (Hackfleisch oder Geeflügel) machen kann und die zu Gemüse, zu Kartoffeln oder auch Nudeln passt, ist diese: Entweder eine Pfanne nehmen in der man fettlos braten kann, oder die Pfanne mit etwas Olivenöl einreiben. Frische Tomaten oder passierte Tomaten aus der Dose, Paprikaschoten, Frühlingszwiebeln oder Porree Wer mag, Knobi Gewürze (durch unterschiedliche Gewürze den Geschmack verändern) Tomatenmark. (Habe auch schon anderes Gemüse als Grundlage genommen, und dieses dann mit dem Pürierstab bearbeitet.) Das Gemüse klein schnippeln und in der Pfanne anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, würzen. Köcheln lassen und später (je nachdem, wieviel Biss das Gemüse haben -oder wie sehr es eher durch oder ehr wie Mus sein soll, mit Tomatenmark binden. Das Ganze entweder mit krümelig gebratenem Hack, oder geschnetzeltem Geflügelfleisch (Puten-oder Hähnchenschnitzel) zusammen garen, oder ganz ohne Fleisch zu bereiten. Portionieren, einfrieren. Bei Bedarf braucht man nur Kartoffeln, Nudeln oder Reis dazu kochen.
  • Vielleicht müsste man auch erstmal definieren, was überhaupt gesunde Ernährung ist? Und für wen? Der eine verträgt vielleicht Vollkorn und rohes Gemüse in Mengen ... für den anderen wär so Zeug die Hölle. Viele essen es trotzdem, weils angeblich ja auch so gesund ist ... Für Ernährung ohne Fertigpamps und Fix-Chemie braucht man nicht viel Zeit. Ich hab meist eine 60-Stunden-Woche und bin an Arbeitstagen 14 Stunden außer Haus. Trotzdem gehts mit dem Kochen recht gut. Viele schnelle Gerichte hab ich mir dabei von Jamie Oliver abgeschaut - unübertroffen ist z.B. seine Art, Fisch oder auch Geflügel mit Kartoffeln und Gemüse in Alufolie zu packen, bissel Butter/Olivenöl und Flüssigkeit dazu und ab in den Ofen. Diese Päckchen kann man morgens (oder sogar am Vortag) schon vorbereiten und schiebt sie dann einfach nur in den Ofen, wenns ans Essen gehen soll. Die Zubereitung ist denkbar einfach und schonend sowohl für die Nahrungsmittel als auch die Verdauung des Essers. Praktisch ist es auch, wenn zu unterschiedlichen Zeiten (Schichtdienst etc.) gegessen werden soll/muss - dann schiebt man eben nur die Päckchen rein, die grad gegessen werden sollen und die anderen halt später.
  • Wenn ich als nicht berufstätige was dazu sagen darf? Ich machs einfach :grins: Vor 3 Jahren hab ich mir son Dampfgerät gekauft. Ich bekam Heisshunger auf Gemüse. Wegen meiner Ess-Störung kann ich aber kein gekochtes Gemüse essen, das bleibt net lange im Körper. Also hab ich es mit nem Dämpfer versucht. Es klappte super. Du packst die Sachen einfach rein (vorzugsweise haben die Sachen gleiche Garzeit. Sonst zwischendurch mit Topflappen und ausgeschaltetem Gerät die kürzerzudämpfende zutun - steht in der Bedienungsanleitung ;) ) Du hast da net viel Arbeit mit, Gemüse rein-Dämpfer an und nebenbei machste dann halt die Soße oder das Fleisch (Fisch kann z.b. auch innen Dämpfer rein. Fleisch auch, aber das hab ich net getestet da ich es lieber zart angebraten mag). Wenns Fleisch länger braucht als das längste Gemüse dann fängst halt mit dem Fleisch an. Selbst Reis lässt sich darin dünsten - aber auch das habe ich och noch net getestet :holy: Da ich zu TK-Gemüse greife entfällt auch die Schnippelarbeit (nen ganzer Blumenkohl lohnt sich net - den müsste ich auch einfrieren. Also greif ich gleich zu TK) Wäre ich berufstätig würd ich es net anners machen mittlerweile. Zumal du, wenn du alles im Dämpfer machst, in der Zeit was andres machen kannst. Abschalten z.B. oder lesen oder sonstwas wo du grad Lust zu hast. Wichtig ist nur, das du den zarten Bing vom Gerät net überhörst. Die Soßen mach ich meist auch am Abend vorher. Sie schmeckt dann noch würziger, da die ganzen Aromen sich super entfalten können. Für mich hat der Dämpfer noch einen andren, entscheidenen Vorteil: Das Gemüse hat immer noch a weng Biss. Für mich ist das enorm wichtig, da ich zu weiches Gemüse nicht essen kann. Die Dämpfer gibt es mit 1 - 2 und 3 Etagen. Bei ner Familie solltest dann schon einen mit 3 Etagen nehmen, denn das Gemüse darf net zu eng aneinander liegen.
  • [I][COLOR=Purple]Ich finde frisch kochen grundsätzlich eigentlich nicht viel zeitaufwändiger, als Fertiggerichte.... Was daran nur wirklich viel Zeit kostet, ist das schnibbeln von Gemüsen etc. Seit einiger Zeit machen wir es so, dass wir (mein Mann macht mit!!) Gemüse im Voraus schnibbeln und einzeln in Tupperdosen um Kühlschrank aufbewaren. So haben wir für mehrere Tage immer schon die Zutaten für einen gemischten Salat parat und brauchen den dann nur nach Lust und Laune zusammen suchen. Dazu gibts bei uns kurzgebratenes Fleisch oder Fisch. Beiden nicht mit großem Aufwand beim Garen. Öfter mariniere ich schon mal das Fleisch oder den Fisch über Nacht im Kühlschrank, auch in der Tupperdose. Dann reicht es, es im Ofen zu grillen. Ich friere auch viele Dinge ein, die ich in größeren Portionen zubereite. Z.B. Eintöpfe, Aufläufe, Quiches, Fleisch, Gemüse. Ich koche fast jeden Tag und brauche dafür nie mehr als eine 1/2 oder 3/4 Stunde. Liebe Grüße Iko
  • [quote='Darcy','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=74373#post74373']Vielleicht müsste man auch erstmal definieren, was überhaupt gesunde Ernährung ist? Und für wen? Der eine verträgt vielleicht Vollkorn und rohes Gemüse in Mengen ... für den anderen wär so Zeug die Hölle. Viele essen es trotzdem, weils angeblich ja auch so gesund ist ... [/quote] Mit gesund meinte ich möglichst ohne künstliche Zusätze, abwechslungsreich und ausgewogen (und nicht zu fettig). Vertragen tun wir zum Glück alles :grins:
  • Hallo Ihr, vielen Dank für die zahl- und hilfreichen Tipps - ich denke da war einiges machbares dabei... Liebe Grüße Hummelchen :troll2: