Gewichtige Vorurteile: Womit dicke Menschen zu kämpfen haben

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    • Aus obigem Link:
      " Diese Stigmatisierung hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche: Im Erwachsenenalter scheint es Übergewichtigen im Vergleich zu Normalgewichtigen oft schwerer zu fallen, einen Partner zu finden. Sie sind zumindest seltener verheiratet. Hinzu kommt, dass mit steigendem Körpergewicht auch die Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sinken - die Einkommen Übergewichtiger liegen unter denen schlanker Menschen."

      Wenn nun noch verstanden würde, dass die oben zitierten Auswirkungen (die es ja tatsächlich bei einigen dicken Menschen gibt) im Grunde nicht daher kommen, weil sie dick sind, sondern weil vorausgehend etlichen dicken Menschen vorher durch die Einstellung vieler Menschen Dicken gegenüber, ihr Selbstwertgefühl genommen wurde und sie infolge dessen nicht mehr selbstbewusst auftreten können, dann wäre schon viel geschafft.


      Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass es (in den meisten Fällen) nicht das Dick-sein an sich ist, das etwaige Chancen vermindert, sondern dass ein vermindertes Selbstwertgefühl die Chancen verbaut.
      Sicher gilt das nicht immer und überall, aber ich denke, ein selbstbewusst auftretender Mench hat, - egal mit welcher Figur - viel größere Chancen, als ein schüchternes Mäuschen, dass sich kaum traut, den Mund auf zu machen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass es (in den meisten Fällen) nicht das Dick-sein an sich ist, das etwaige Chancen vermindert, sondern dass ein vermindertes Selbstwertgefühl die Chancen verbaut.
      Sicher gilt das nicht immer und überall, aber ich denke, ein selbstbewusst auftretender Mench hat, - egal mit welcher Figur - viel größere Chancen, als ein schüchternes Mäuschen, dass sich kaum traut, den Mund auf zu machen.


      Das glaube ich so nicht. Ich behaupte mal, daß ich nach außen ein gutes Selbstbewußtsein vermittle.
      Trotz guter Zeugnisse war ich mehrere Jahre arbeitslos.

      Meine Kollegin in meinem jetzigen Reisebüro gestand mir einmal, daß sie und meine Chefin am Anfang auch Bedenken hatten, mich einzustellen.

      Sie hatten Bedenken bezüglich der Reaktion der Kunden auf mich.

      Wäre ich nicht vorher im Praktikum dort gewesen, wäre ich sicherlich nicht eingestellt worden, behaupte ich, selbstbewußte Ausstrahlung hin, selbstbewußte Ausstrahlung her.
      ]
    • Nette schrieb:

      Sie hatten Bedenken bezüglich der Reaktion der Kunden auf mich.
      Ich hatte auch mal einen Arbeitgeber, der meinte, man könne so was wie mich nicht auf die Kunden los lassen. Allerdings war ich dann so gut in dem, was ich tat, dass ihm nichts anderes übrig blieb. Und ich bekam nur positive Reaktionen.

      Ich denke, die Leute sollten vielleicht nicht so viel darüber nachdenken, was andere denken. Im ganz normalen Leben wie im Beruf habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kompetenz und Freundlichkeit alles ist. Und wenn ich Freundlichkeit schreibe, dann meine ich nicht eine Fassade, sondern ehrliche Freundlichkeit. Wenn Menschen im Geschäftsleben das von einem bekommen, was sie haben möchten, dann spielen die Kilos so was von gar keine Rolle (selbstredend bei gepflegtem Auftreten!).

      Erst kürzlich wieder beäugte mich ein Mann mittleren Alters auf der Straße sehr skeptisch. Ich schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, das mir in diesem Moment aus der Seele kam. Er schmolz dahin.

      Es ist natürlich schade und dumm, dass man diese "Beweise" immer erst erbringen muss. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber ich denke, man könnte ein schlimmeres Schicksal haben.

      Martina
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • Mich macht diese Diskussion nachdenklich. Ich musste mich bisher noch nicht bewerben, da ich nur einmal meinen Job gewechselt habe und da bin ich abgeworben worden.Es wurde vorher schon 3 x versucht, mich abzuwerben und die Personen hat meine Figur anscheinden überhaupt nicht interessiert.

      Ich könnte mir allerdings schon vorstellen, dass ich bei einem potentiellen Arbeitgeber mit Vorurteilen, mehr bringen müsste als ein Modelltyp. Hoffen wir, dass das irgendwann mal anders wird.
    • Maxima schrieb:


      Ich könnte mir allerdings schon vorstellen, dass ich bei einem potentiellen Arbeitgeber mit Vorurteilen, mehr bringen müsste als ein Modelltyp. Hoffen wir, dass das irgendwann mal anders wird.


      Nur mal angedacht:
      Ist es nicht so, dass ein Arbeitgeber, der eine bestimmte Vorstellung davon hat, wie seine Arbeitskraft auszusehen hat, dann ebenso darüber stolpern würde, wenn er sich eine langhaarige, vielleicht sehr weibliche Person wünscht, sich dann aber eine mit kurzen Haaren und eher burschikose Person vorstellt? Oder er möchte eine kleine zierliche Person, die Person, die sich vorstellt ist aber groß und kräftig?
      Was ich meine ist, wenn er eine feste Vorstellung von dem Äußeren hat, muss es genau diese sein, oder möglichst genau.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Gewichtige Vorurteile: Womit dicke Menschen zu kämpfen haben

      Für einige wird man auch mit roten, schwarzen oder braunen Haaren kein angenehmes Erscheinungsbild haben...
      Es wird immer einige Menschen geben, die einem unsympathisch sind oder die man als unangenehm empfindet. Umgekehrt stehen wir alle bei einigen anderen aus welchen Gründen auch immer auf der gleichen Liste. Das ist nun mal so und das ist auch völlig in Ordnung. Trotzdem finde ich es prima, dass die Diskussion hier zeigt, was wir selber für Vorurteile haben und dass die sich gar nicht bewahrheiten müssen.:applaus:
    • Boewi schrieb:

      Es wird immer einige Menschen geben, die einem unsympathisch sind oder die man als unangenehm empfindet. Umgekehrt stehen wir alle bei einigen anderen aus welchen Gründen auch immer auf der gleichen Liste. Das ist nun mal so und das ist auch völlig in Ordnung. Trotzdem finde ich es prima, dass die Diskussion hier zeigt, was wir selber für Vorurteile haben und dass die sich gar nicht bewahrheiten müssen.

      Artikel schrieb:

      Stark übergewichtige Menschen haben heute mehr mit Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfen als noch vor 20 Jahren...
      Da sieht man, wohin Vorurteile führen können, vor allem, wenn sie wie Beton ins Gehirn gemeißelt sind:

      Artikel schrieb:

      Mittlerweile wird in diesem Zusammenhang von einem neuen Rassismus gesprochen...
    • Itsme schrieb:


      Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass es (in den meisten Fällen) nicht das Dick-sein an sich ist, das etwaige Chancen vermindert, sondern dass ein vermindertes Selbstwertgefühl die Chancen verbaut.
      Sicher gilt das nicht immer und überall, aber ich denke, ein selbstbewusst auftretender Mench hat, - egal mit welcher Figur - viel größere Chancen, als ein schüchternes Mäuschen, dass sich kaum traut, den Mund auf zu machen.


      Das würde ich voll unterschreiben.

      Übrigens habe ich manchmal sogar das Gefühl, daß ich durch meine nicht gerade unauffällige Erscheinung auch viel mehr wahrgenommen werde. Man sticht irgendwie aus der Masse hervor, und das nicht negativ - grins obwohl auch das könnte passieren.

      Ich habe in den vergangenen Jahren noch nicht das Gefühl gehabt, sehr große Nachteile gegenüber anderen zu haben, ausser das manchmal der Stuhl irgendwie zu eng ist.

      Ausstrahlung, positives Denken, gute Freunde - ganz wichtig, - egal wie schwer man ist.
    • Ausstrahlung, positives Denken, gute Freunde - ganz wichtig, - egal wie schwer man ist.

      ... dem kann ich mich auch nur anschließen. In meiner Jugend wurde ich zwar oft dumm angemacht wegen meiner vielen Kilos, dennoch konnte ich aber mein Berufsleben gut auf- und ausbauen. Ich habe gelernt, alles nicht so ernst zu nehmen. Ich denke, dass ich einen positiven und lebensfrohen Eindruck auf meine Umwelt mache und das ist oft schon die halbe Miete. Auch lasse ich mir nichts gefallen und mache den Mund auf, wenn mir etwas gegen den Strich geht.
      Zu Hause habe ich einen tollen Partner, der mich auffängt, wenn es mir mal nicht gut geht und bei dem ich auch mal traurig sein und weinen darf, wenn mir danach ist.