Gesunde Geschäfte

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    • Danke für die interessanten Links. Hab gerade selbst so ein IGel-erlebnis hinter mir. Die Krankenkasse interessierte sich irgendwie nicht wirklich für meine Nachfragen. Sie geht wohl davon aus, dass sie es sowieso nicht in der Hand hat, hier die Kontrolle auszuüben. Angeblich rechnet die Ärztin, bei der ich war direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Und da dann meinen Ultraschall nachzuverfolgen, hält man wohl für zu aufwendig. Da überlegt man wahrscheinlich lieber, ob man nicht einfach die Beiträge sozusagen prophylaktisch erhöht. Langsam sollte man sich fragen, wer sich dieses beknackte Gesundheitssystem hat einfallen lassen. Fand ich merkwürdig sowas. Die Ärztin kassiert womöglich zweimal ab, und die Kassen interessiert das nicht.
    • Wie jetzt.... der Arzt darf solche Leistungen nicht aktiv anbieten? :eek:

      Bei fast jedem Arzt, zu dem ich gehe, bekomme ich bei der Anmeldung schon ein Werbe-Heftchen mit dem Tenor: "Was wir alles Tolles anbieten..." in die Hand gedrückt. Dann wird versucht, mir irgendwas aufzuschwatzen: "Es wäre aber besser, wenn..." oder "Sollen wir nicht vielleicht...". Immer mit dem Unterton, dass die bösen, bösen Krankenkassen die und die Leistungen nicht mehr bezahlen, die ich aber UNBEDINGT brauche.

      Am Ärgerlichsten fand ich eine Augendruckmessung, die "prophylaktisch" vorgenommen wurde - 10 Sekunden, 20 Euro. Ich habe mich da echt überrumpeln lassen. Auch bei meiner ehemaligen Zahnärztin kam ich selten ohne Extra-Kosten davon. Da liegt man hilflos, mit einem offenen Mund voller Gerätschaften da und die Ärztin sagt: "Ich empfehle hier eine xy-Füllung für nur 70 Euro extra." und mein "Hm, ho, glurks!" wird als Zustimmung gewertet. Nun ist sie, wie gesagt, EHEMALIG.
    • Ich kenne solche Angebote nur von meinem Gyn, dort liegt ein Katalog mit IGL-Leistungen im Wartezimmer. Aktiv wurde ich aber noch nie darauf hingewiesen, im Katalog steht lediglich, dass man den Arzt darauf ansprechen soll, wenn man eine solche Leistung wünscht.

      Bei meinem Hausarzt gibts solche Heftchen nicht und meinen Zahnarzt hab ich bereits vor Beginn der Behandlung darauf hingewiesen, dass ich mir Extras nicht wirklich leisten kann und er so kostengünstig wie möglich arbeiten soll. Er weist mich dann bei notwendigen Behandlungen auf mögliche Risiken hin, erklärt auch die teureren Möglichkeiten und läßt mir die Entscheidung völlig frei, was er dann machen soll.
      Einmal hat er mir sogar eine Füllung umsonst gemacht - mit dem teureren Material!
      Klasse Zahnarzt, der mir auch meine Panik weitgehend genommen hat :applaus:
    • Kathinka schrieb:

      Wie jetzt.... der Arzt darf solche Leistungen nicht aktiv anbieten?


      Diese Information war mir auch neu. Ich erlebe es aber als Privatpatientin ähnlich: Mir wird auch immer alles mögliche vorgeschlagen, das sich beim Nachschlagen im Internet als aus gutem Grund nicht von den Kassen bezahlt herausstellt. Und wenn ich beim Arzt eine Frage stelle, die mit einem einfachen "ja" oder "nein" beantwortet werden kann, habe ich das anschließend als "eingehende Beratung" auf der Rechnung. Gut, das sind dann nur 10-12 €, aber welche andere Berufsgruppe hat eine ähnliche Möglichkeit für einen einerseits nicht gerechtfertigten, andererseits aber legalen Zuverdienst?
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    • Es war mir schon bekannt, dass die Berufsordnung der Ärzte, was diese Dinge betrifft, sehr streng ist. Aber durchgesetzt wird das nicht. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf unser Flugblatt Forderungen der Verbraucherzentrale aufmerksam machen. Dort gibt es diesen Absatz:
      Arztpraxen: Die Behandlung von Patienten einerseits und der Verkauf von Schlankheitsmitteln und
      Nahrungsergänzungsmitteln anderseits müssen entsprechend der Berufsordnung für Ärzte voneinander
      getrennt werden. Die Standesvertretung der Mediziner, die Ärztekammern, konnten dem Verkauf in
      Arztpraxen bisher nicht wirkungsvoll Einhalt gebieten. Unabhängige Stellen müssen in die Lage versetzt
      werden, die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen.
      Bedenkt bei der Lektüre dieses Flugblatts bitte, dass es bereits 10 Jahre alt ist ... und aktueller denn je!
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • KK-Leistungen

      Nicht direkt eine IGel-Geschichte, aber mir fiel gestern trotzdem alles aus dem Gesicht.

      Ich besuchte gestern eine Werbeveranstaltung von Roche in meiner Apotheke. Dort wurde ein Computerprogramm zur Verwaltung und Auswertung der Blutzuckerwerte, die mit dem Gerät Accu Chek Aviva ermittelt werden, vorgestellt.

      Im Rahmen dieser Aktion kam das Gespräch auf die Anzahl der Blutzuckerteststreifen, die die Kasse pro Quartal bezahlt. Ich maulte nämlich rum, daß ich im Quartal lt. ärztlicher Therapieanordnung 360 Streifen bräuchte, er mir aber nur 200 aufschrieben würde, mit der Begründung, mehr bezahlen die Kassen nicht.

      Für die Nicht-Diabetiker sei hinzugefügt, daß ein Röhrchen mit 50 Teststreifen fast 50 € kostet.

      Nun hat sich rausgestellt, daß der Diabetologe mich belogen hat, zur Schonung seines Budgets. Die Kasse hat es mir bestätigt. Mir stehen nämlich sehr wohl 350 Teststreifen zu.

      Ärgerlich, wenn man jetzt schon die Aussagen und Verordnungen der Ärzte überprüfen muß.
      "Manche machen gleich zwei Diäten, weil eine nicht satt macht." Harald Schmidt
    • Das Budget der Ärzte wird anscheinend nur für die "besonderen" Patienten verwendet...
      Vielleicht hat Jemand ´ne geniale Idee, wie man da ein bißerl Druck auf den Arzt seines Vertrauens ausüben könnte?

      Mir werden jetzt ja die HEXAL L-Thyroxin gegeben, obwohl ich die schon als unverträglich durchhabe. Das "aut idem" geht auf sein Budget und so wertvoll bin ich ihm anscheinend dann doch nicht. Es ist zum Haare ausraufen.
    • Lunix schrieb:

      aber welche andere Berufsgruppe hat eine ähnliche Möglichkeit für einen einerseits nicht gerechtfertigten, andererseits aber legalen Zuverdienst?


      Die Rechtsanwälte. Was bei denen als eine Beratung abgerechnet wird oder nicht, ist scheinbar auch vom Stand der Gestirne abhängig. Und zwar in Form von Ebbe und Flut. Wenn beim Rechtanwalt häufig Ebbe in der Kasse ist, dann wird auch schonmal eine ganz kurze Auskunft als ausführliche Rechtsberatung abgerechnet.

      '[FONT=Verdana schrieb:

      Cassandra

      '[FONT=Verdana schrieb:

      "]Ärgerlich, wenn man jetzt schon die Aussagen und Verordnungen der Ärzte überprüfen muß.
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      Das war schon immer nötig, denn erstens sind Ärzte auch nur Menschen (und daher fehlbar) und zweitens sind Ärzte auch nur Menschen (und daher keine Engel).

      Sonnenkuss schrieb:

      Es ist zum Haare ausraufen.


      Garantiert steht Dein Arzt bereit, um Dir eine Behandlung gegen Haarausfall zu verkaufen. :(

      Stefan
    • Stefan L schrieb:

      Die Rechtsanwälte. Was bei denen als eine Beratung abgerechnet wird oder nicht, ist scheinbar auch vom Stand der Gestirne abhängig. Und zwar in Form von Ebbe und Flut. Wenn beim Rechtanwalt häufig Ebbe in der Kasse ist, dann wird auch schonmal eine ganz kurze Auskunft als ausführliche Rechtsberatung abgerechnet.



      man nennt das ja auch Ethik und sollte doch gerade Akademikern ein begriff sein.

      Ist zwar jetzt O.T. aber der Mann meiner Kollegin sah beim Joggen in der Nachbarschaft das RA-Schild und da sie momentan als Eigentümer einer Wohnung Mietstreitigkeiten haben, wollte er sich nur kurz den Namen und die Adresse aufschreiben. In dem Moment kam eine Dame aus dem Haus und die sprach ihn an, meinte noch ganz freundlich "ach ich hab sie schon öfter hier joggen sehen, sie sind wohl erst zugezogen?"
      Es stellte sich heraus, dass sie die Rechtsanwältin war und der Mann meiner Kollegin bat um eine Visitenkarten, damit er eventuell einen Termin telefonisch vereinbaren könnte.
      Der kurze Schlagabtausch wurde kurze Zeit später von dieser Rechtsberatin mit 80.-Euro in Rechnung gestellt. Wie sie die Adresse herausbekam weiss meine Kollegin und ihr Mann nicht.
      Der Mann dieser Rechtsanwältin ist auch Anwalt und diese Leute gelten in Gegend als wohlhabend und honett.

      toni
    • Während eines Zahnarztbesuches wurde auf der von mir sonst benutzten Zufahrt eine Baustelle eingerichtet. Da ich sonst nie in dieser Gegend bin und mich nicht richtig auskenne, fragte ich die Assistentin, wie ich auf die Straße zurückkomme. Als ich dann im Empfang stand und auf einen neuen Termin wartete, bekam ich mit, wie der Doc nochmal ins Behandlungszimmer zurückschoss und fragte, wonach ich mich erkundigt hatte. Er schien irgendwie enttäuscht zu sein, dass es sich nicht um eine auch nur entfernt medizinische Auskunft gehandelt hat. . .

      Gerechter Weise muss man sagen, dass die 10-12 € im Fall einer tatsächlich eingehenden Beratung im Vergleich z. B. zu einer schnell gemachten Röntgenuntersuchung zu wenig sind. Vielleicht wäre es eine gerechte Lösung, das Honorar dafür entsprechend anzuheben und eine Mindest- statt wie bisher Höchstzeit dafür anzusetzen.

      Bis dahin werde ich beim Arzt nichts mehr fragen, außer wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt, nicht mal nach der Uhrzeit. ;)
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    • Lunix schrieb:

      Bis dahin werde ich beim Arzt nichts mehr fragen, außer wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt, nicht mal nach der Uhrzeit. ;)

      Am Fragen liegt es nicht unbedingt ...

      Mein (ehemaliger) Gynäkologe fand - völlig ungefragt :D - dass ich Abnehmen sollte. Und erzählte mir in epischer Breite von seinem Abo im Freibad, und wie toll er da immer hinradelt, von seiner Frau, die nicht dick ist, aber Nichtraucherin und die er sich nur gesucht hat, weil er Raucher war und sich das abgewöhnen wollte und ich solle mir doch per Kontaktanzeige (da kannte er sich auch gut aus) einen sportlichen Partner suchen ... das ganze stand dann auf der Rechnung als ausführliche psychologische Beratung für ca. € 80,-.

      Die Kasse hat es zwar klaglos geschluckt, aber ich fand es eine bodenlose Frechheit und habe mir einen anderen Arzt gesucht, der (bzw. die) keinen Unsinn quatscht und auch korrekte Rechnungen schreibt. Auch weil ich glaube, dass diese Ärzte, die bei den Abrechnungen gierig sind, keine guten Ärtze sein können. Denn "Arzt sein" ist auch eine Frage der Ethik (wie toni schon schrieb).
    • Stadtmadl schrieb:

      .. das ganze stand dann auf der Rechnung als ausführliche psychologische Beratung für ca. € 80,-.

      .


      aber Du bekommst zumindest eine Einsicht in die Rechnung.

      Ich als AOK Patient habe keinerlei Ahnung was meine Ärzte mit der Kasse abrechnen.
      Ich denke, dass die Kasse so einiges einsparen könnten, wenn die Patienten die Kenntnisnahme so einer Abrechnung bestätigen müssten.

      Einzig mein diesjähriger Krankenhausaufenthalt ist mir in der Gesamtsumme bekannt, ich muss ja eine Zuzahlung leisten. Die Gesamtsumme wurde mit ca. 30.000.-- Euro angegeben. Wie sich das zusammensetzt, wurde nicht detailiert angegeben.

      toni
    • toni schrieb:

      aber Du bekommst zumindest eine Einsicht in die Rechnung.

      Ich als AOK Patient habe keinerlei Ahnung was meine Ärzte mit der Kasse abrechnen.
      Ich denke, dass die Kasse so einiges einsparen könnten, wenn die Patienten die Kenntnisnahme so einer Abrechnung bestätigen müssten.

      toni
      Toni, google mal nach Patientenquittung. Du hast auch als GKV-Mitglied das Recht von Deinem Arzt eine Kopie der Abrechungsdaten zu bekommen.

      Da das kaum einer macht, dürfte der Inhalt interessant sein.
      "Manche machen gleich zwei Diäten, weil eine nicht satt macht." Harald Schmidt
    • Cassandra schrieb:

      Toni, google mal nach Patientenquittung. Du hast auch als GKV-Mitglied das Recht von Deinem Arzt eine Kopie der Abrechungsdaten zu bekommen.

      Da das kaum einer macht, dürfte der Inhalt interessant sein.

      Ehrlich... die darf ich verlangen?
      Spritzt mir der Arzt meines Vertrauens dann nicht irgendwelche "Patienten-Weichspüler-Hormone"... muss ich ech glatt mal googlen nach dem Essen!
      Mahlzeit!
    • Sonnenkuss schrieb:

      Ehrlich... die darf ich verlangen?
      Spritzt mir der Arzt meines Vertrauens dann nicht irgendwelche "Patienten-Weichspüler-Hormone"... muss ich ech glatt mal googlen nach dem Essen!
      Mahlzeit!


      ja, oder droht mit totalem Liebesentzug.;)

      Aber ist schon interessant was man alle nicht weiss und danke Cassandra.
      Für die Krankenhausrechnung ist es zu spät, aber was für ein zappeliges, auf die Uhr schau "Beratungsgespräch" berechnet wird, tät mich echt interessieren.
      Ich glaub, ich riskier es mal.
      Hat jemand ERfahrung damit?

      toni
    • Also ich hab mir das mit den "Patientenquittungen" mal angeguckt... versteh ich das richtig, dass es nur um "Fachärzte" die der Organisation da angeschlossen sind geht?
      Und nicht darum, das ich zu meinem Hausarzt gehe und eine Rechnung kriegen kann? Dann bringt das ja wieder nix.
    • toni schrieb:

      ... was für ein zappeliges, auf die Uhr schau "Beratungsgespräch" berechnet wird, tät mich echt interessieren.

      Auf meinen Rechnungen für die PKV gibt es immer einen Posten, der sich "Beratung, auch telefonisch" nennt. Das sind immer 10 Euro und ein paar Zerquetschte. Wird auch berechnet, wenn man z.B. telefonisch ein Rezept bestellt.
    • Sonnenkuss schrieb:

      Also ich hab mir das mit den "Patientenquittungen" mal angeguckt... versteh ich das richtig, dass es nur um "Fachärzte" die der Organisation da angeschlossen sind geht?
      Und nicht darum, das ich zu meinem Hausarzt gehe und eine Rechnung kriegen kann? Dann bringt das ja wieder nix.
      Nun, ich verwandle mich mal in Google und melde Dir zurück: Patientenquittungen bekommst Du bei jedem Arzt und nach Krankenhausbehandlungen.
      "Manche machen gleich zwei Diäten, weil eine nicht satt macht." Harald Schmidt