Angst vor Einstellungsuntersuchung

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  • Hallo zusammen, ich hatte neulich ein Vorstellungsgespräch für einen Job im öffentlichen Dienst. Man hat mich bei der Gelegenheit gefragt, ob ich damit einverstanden wäre, eine Einstellungsuntersuchung machen zu lassen. Ich hab mal so salopp gesagt: "Ach ja, da wollen Sie die versteckten Mängel feststellen...", aber es ist wohl so, dass das so üblich ist und ich habe zugestimmt. Ich dachte, wenn ich mich weigere, denken die, ich hätte was zu verbergen und ich kicke mich selbst raus. Nun habe ich Angst, dass ich wegen meines Übergewichts (BMI über 40) vielleicht den Job nicht bekommen könnte. Ich habe schon einmal so etwas mitgemacht (da war ich noch 20 kg leichter), da bin ich an einen "Idioten" geraten, der meinte, Dicke sind ja ständig krank und ich sollte eine Bescheinigung der Krankenkasse beibringen, wie oft ich in den letzten 2 Jahren krank war. Hallooo? Ich fand's unmöglich, aber ich hab's gemacht... ich wollte den Job. Bis auf mein Übergewicht bin ich wirklich gesund, toi-toi-toi und bin auch vor etwa zwei Jahren vom Hausarzt gecheckt worden, ohne Befund. Was meint Ihr? Könnte es sein, dass ich die Stelle nicht bekomme, weil ich adipös bin? Zum besseren Verständnis sei erwähnt, dass ich als Buchhalterin arbeite, nicht auf dem Bau oder so - also, eine körperliche Leistung muss ich nicht erbringen. Hat jemand von Euch sowas schon mal mitgemacht? Mir gruselt's jetzt schon... LG Kathinka
  • Ich musste vor der Lehre und nach der Lehre auch Einstellungsuntersuchungen machen. Die Firmen wollen sich da absichern, dass du z.B. keine chronische Krankheit hast und die dann verklagst. Ich glaube das ist inzwischen in fast jedem Job so und der öffentliche Dienst hatte das glaube ich immer schon (2 Familienmitglieder sind im ÖD), da dich die Leute schon gesehen haben, glaube ich dein Gewicht ist sicherlich nicht das Problem.
  • @ MissMoppel: Wenn ich vor meiner Einstellung eine chronische Erkrankung habe, kann ich meinen Arbeitgeber nicht dafür verklagen. Nach chronischen Erkrankungen wird in Hinsicht auf mögliche Fehlzeiten, Kur- und Rehaaufenthalte uvm. gefragt. @Kathinka: Ich bin mir nicht sicher, meine aber irgendwo gehört zu haben, daß die Vorgaben für den öffentlichen Dienst von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Ich habe gerade einen ärztlichen Fragebogen für die Einstellungsuntersuchung in Wesel ergoogelt. Darin wird nicht mal nach dem Gewicht gefragt. Vielleicht kannst du dich mal bei der Gewerkschaft erkundigen?
  • Nette, genau deshalb will sich der Arbeitgeber ja vergewissern, dass keine Erkrankung vorliegt, die Untersuchung vor der Einstellung soll das abklären. Habe ich mich so undeutlich ausgedrückt?
  • @Kathinka: So lange du nicht Beamtin werden willst, sollte das Gewicht auch im öffentlichen Dienst eigentlich kein Problem sein. LG LOF
  • [quote='Na_Ich','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=52763#post52763']Der Zusammenhang mit dem Verklagen ist mir auch nicht wirklich klar. :confused:[/quote] Mir wurde das so erklärt (und leuchtet mir auch ein), wenn man eine Krankheit durch die Arbeit bekommt und deshalb nicht mehr arbeiten kann, hat man Anspruch auf Rente und ich glaube (bin mir da aber nicht ganz sicher) auch auf eine Entschädigung des Arbeitgebers, so eine Einstellungsuntersuchung soll einfach das Vorliegen einer Krankheit ausschließen, die man ohne eine solche Untersuchung auf die Tätigkeit abschieben könnte. Z.B. wenn die Wirbelsäule schon einen Schaden hat, könnte ja jemand kommen und sagen er oder sie ist vom Bürostuhl gefallen und hat jetzt einen Bandscheibenvorfall und will Betriebsrente. Soweit ich weiss hat die Einstellungsuntersuchung 2 Gründe, vorliegende Schäden zu dokumentieren und auch damit der Arbeitgeber einschätzen kann ob der Arbeitnehmer ein Risikofall ist und oft krank sein wird. Aber Einstellungsuntersuchungen sind doch recht normal, dachte ich? Bei uns in der Firma muss jeder zum Betriebsarzt bevor eingestellt wird, ich wurde damals auch auf mein Gewicht angesprochen, meinte dann ich will was dagegen tun, der Betriebsarzt erzählte mir ein bisschen von Risiken die später auftauchen können bei Übergewicht, ich nickte und tat sehr betroffen und das wars dann auch. Ich hatte einfach Angst da dem Betriebsarzt zu widersprechen weil ich den Job wollte und dachte mir ich bin lieber still. Falls ich mal den Job wechsle und es kommt wieder zu so einer Situation, würde ich das auch wieder machen, einfach behaupten ich werde was tun, statt da mühsam zu erklären, dass mein Körper halt nicht dünn ist und ich es wahrscheinlich auch nie im Leben sein werde. Wenn man den Job mal hat und gut macht, dann kommt es aufs Gewicht auch nicht mehr an.
  • Ich persönlich kenne eigentlich niemanden, der betriebsärztlich untersucht wurde, außer meinem Freund, der arbeitet aber auch am Flughafen und selbst da bin ich mir jetzt grad gar nicht so sicher. Für mich stellt sich halt die Frage, inwieweit der Arbeitsplatz als Ursache für eine chronische Erkrankung nachweisbar ist. Ich meine Bäcker - Mehlallergie und schlechte Zähne usw. das leuchtet mir ein, aber wie wird sowas nachgewiesen? Gibt es nicht allgemein ein gewisses Risiko für jede Berufsgruppe, das von KKs und dergleichen mit einkalkuliert wird? Ich bin bei sowas recht unbedarft...sprich, ich hab null Ahnung.
  • Bei uns in der Firma gehört das dazu, nach dem Einstellungsgespräch gehts zum Betriebsarzt, eine Freundin ging nach der Schule zu Siemens, da war das auch normal, ich dachte wirklich inzwischen muss man das sogar. Ich weiss z.B. Altenpfleger haben oft Rückenbeschwerden, die müssen dann die Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule behalten, wenn es damit Probleme gibt, können die dann belegen, dass es keine vorherige Probleme gab was für die Berufsgenossenschaft wichtig ist um es als Berufskrankheit anzuerkennen. Von daher ist es wirklich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer von Vorteil, wenn du nicht beweisen kannst, dass du vorher gesund warst, dann wird es dir oft nicht anerkannt.
  • Also ich als Krankenschwester mußte mich auch vor jeder neuen Stelle untersuchen lassen - in der Regel reichte ein Gesundheitszeugnis vom Hausarzt. Ich hab aber auch schon in einem Unternehmen gearbeitet, da kam der Betriebsarzt ca. alle 6 Monate und hat uns untersucht (inklusive Blutabnahme). Neben dem Feststellen des allgemeinen Gesundheitszustandes geht es da auch um die Erhebung irgendwelcher (ansteckender) Krankheiten. Es ist schließlich schon von Bedeutung, und da stimme ich MissMoppel zu, ob ich eine HepatitisC schon vor Beschäftigungsbeginn hatte oder mich erst während der Arbeit angesteckt habe (ja, ich weiß, das Beispiel hinkt, mit HepC würde ich den Job gar nicht erst kriegen). Dann gehts da auch noch um die körperliche Eignung für die Arbeit, als Krankenschwester sollte man schon auch fit sein. Mein Gewicht spielte allerdings NIE eine Rolle - allerdings durfte ich schon mal für einen Betriebsarzt ein bissel "vorturnen" :rolleyes:.
  • [quote='Darcy','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=52776#post52776']Also ich als Krankenschwester mußte mich auch vor jeder neuen Stelle untersuchen lassen - in der Regel reichte ein Gesundheitszeugnis vom Hausarzt. Ich hab aber auch schon in einem Unternehmen gearbeitet, da kam der Betriebsarzt ca. alle 6 Monate und hat uns untersucht (inklusive Blutabnahme). Neben dem Feststellen des allgemeinen Gesundheitszustandes geht es da auch um die Erhebung irgendwelcher (ansteckender) Krankheiten. Es ist schließlich schon von Bedeutung, und da stimme ich MissMoppel zu, ob ich eine HepatitisC schon vor Beschäftigungsbeginn hatte oder mich erst während der Arbeit angesteckt habe (ja, ich weiß, das Beispiel hinkt, mit HepC würde ich den Job gar nicht erst kriegen). Dann gehts da auch noch um die körperliche Eignung für die Arbeit, als Krankenschwester sollte man schon auch fit sein. Mein Gewicht spielte allerdings NIE eine Rolle - allerdings durfte ich schon mal für einen Betriebsarzt ein bissel "vorturnen" :rolleyes:.[/quote] Aber es ist für dich ja auch ganz wichtig belegen zu können, falls du dir eine Krankheit "holst", dass du die nicht vorher hattest. Ich bin mir nicht sicher, aber bei bestimmten Berufsgruppen und bei einer bestimmten Firmengröße ist das glaube ich fast eine Pflicht. Vorturnen??? Im ernst? Ich musste nur auf das Fahrrad und hatte überall Elektroden (EKG, glaube ich), da ich kein Auto habe und im Sommer oft das Fahrrad zur Arbeit nehme war das gar kein Problem. Aber ich denke mir wirklich auch Kathinka braucht da keine Angst haben und der dumme Spruch des anderen Betriebsarztes war eher ein Einzelfall.
  • Ah okay, im Hinblick auf Kostenträger verstehe ich das. Da ist es sehr wichtig ob es vorher schon bestand oder nicht. Haftet die Berufsgenossenschaft ist man ja wirklich fein raus, während man bei Krankenkasse ja kräftig dazu zahlt. Ich denke, bei bestimmten Berufen ist das auch wichtig. Danke für die Erklärung :)
  • Bei uns (Daimler) muß jeder zum Betriebsarzt der fest eingestellt wird. Ob Ing., Dr. oder Putzfrau ...obwohl letztere inzw. outgesourced sind. :rolleyes:
  • Vielen Dank für Eure vielen Antworten, die mir wirklich Mut gemacht haben! Der Tip von Nette mit dem "ergoogleten" (Du liebe Marie, wie sieht das Wort denn aus...) Einstellungsbogen war gut... das probiere ich auch gleich mal. Ja, bei großen Firmen wie Siemens oder ThyssenKrupp (da war ich damals auch) ist das wohl üblich. Ich musste mich einverstanden erklären, dass ein Drogen- und HIV-Test gemacht wird. In der Hinsicht habe ich Verständnis. Auch das mit den ansteckenden Krankheiten leuchtet mir ein. Der Gedanke, vielleicht oben ohne Fahrrad fahren zu müssen, trieb mir wieder den Schweiß auf die Stirn. Allerdings musste ich bei meinem "Erlebnis", was ich eingangs erwähnte, auch "vorturnen"... in Unterwäsche. Dass dann der Blutdruck zu hoch war, ergibt sich von selbst :-D. Ich habe mir überlegt, dass ich erzähle, dass ich seit meiner Fehlgeburt vor fast zwei Jahren zugenommen habe, weil es mich sehr mitgenommen hat und ich nun daran arbeiten will... mit gesunder Ernährung... ein wenig Sport... bla, bla... wie's geht, wissen wir ja. Wenn der Doktor kein genereller "Dickenhasser" ist, dann wird er sich wohl damit zufrieden geben. Es kommt wohl auch darauf an, an wen man gerät. Und wenn ich nicht wirklich Herz- oder Kreislaufprobleme habe, bin ich ja wohl in deren Augen auch nicht die Risikogruppe, die jeden Monat krank "feiert". Eure Erlebnisse mit dem Thema sind ja doch sehr unterschiedlich. Meine Freundin z.B. musste nur einen Fragebogen ausfüllen, sich den Bauch abtasten lassen (?) und eine Blutprobe abgeben - das war allerdings ein anderer Regierungsbezirk. Nun ja, sollte ein Problem auftreten, kann ich ja immer noch mit dem Betriebsrat oder dem Chef selbst sprechen. Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung! LG Kathinka
  • Bei meiner Einstellungsuntersuchung forderte die Amtsärztin mich auch, meine Brille abzunehmen. Dann musste ich Buchstabentafeln an der Wand entziffern, was natürlich kläglich mißlang. Darauf die Amtsärztin: "Sie müssen auf jeden Fall zum Augenarzt. Wissen Sie, dass Sie eine Brille brauchen?" stübbken
  • [quote='stübbken','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=52913#post52913']Bei meiner Einstellungsuntersuchung forderte die Amtsärztin mich auch, meine Brille abzunehmen. Dann musste ich Buchstabentafeln an der Wand entziffern, was natürlich kläglich mißlang. Darauf die Amtsärztin: "Sie müssen auf jeden Fall zum Augenarzt. Wissen Sie, dass Sie eine Brille brauchen?" stübbken[/quote] :bruell:
  • [quote='stübbken','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=52913#post52913']Bei meiner Einstellungsuntersuchung forderte die Amtsärztin mich auch, meine Brille abzunehmen. Dann musste ich Buchstabentafeln an der Wand entziffern, was natürlich kläglich mißlang. Darauf die Amtsärztin: "Sie müssen auf jeden Fall zum Augenarzt. Wissen Sie, dass Sie eine Brille brauchen?" stübbken[/quote] Komme gerade vom traurigen Besuch des kranken Kätzchens meiner Tochter und war ganz bedrückt. Als ich dies las musste ich jedoch laut lachen und das tat einfach gut! Danke stübbken. :-)
  • [quote='stübbken','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=52913#post52913']Bei meiner Einstellungsuntersuchung forderte die Amtsärztin mich auch, meine Brille abzunehmen. Dann musste ich Buchstabentafeln an der Wand entziffern, was natürlich kläglich mißlang. Darauf die Amtsärztin: "Sie müssen auf jeden Fall zum Augenarzt. Wissen Sie, dass Sie eine Brille brauchen?" stübbken[/quote] Was für eine messerscharfe Diagnose! Herrlich...:applaus:
  • Kein Witz, aber das habe ich auch mal ähnlich erlebt... bei einer Einstellungsuntersuchung zu meiner Ausbildungsstelle damals. Vor dem Sehtest: "Nehmen Sie bitte die Brille ab?" Ich: "Aber dann bin ich blind wie ein Maulwurf..." Die Tusse: "Ach so, ja dann... lassen Sie sie auf." Aber Stübbken's Ärztin hat sich selbst übertroffen!!! Dann sollte ich mir wirklich nicht so große Sorgen machen... :-D
  • Nun ist es fast soweit... heute erhielt ich die Zusage für den Job, unter Vorbehalt der ärztlichen Untersuchung, die am 5.11. stattfinden soll. Mir geht gerade der Allerwerteste auf Grundeis und ich kann mich gar nicht richtig freuen... Wie peinlich wäre es, wenn ich am 2.11., meinem ersten Arbeitstag, da gut gelaunt auflaufe und die ganze Angelegenheit sich am 5.11. schon wieder erledigt hätte? Wie sag ich's meinen Eltern, Freunden, Verwandten? LG Kathinka *dieamstockgeht*
  • [quote='Kathinka','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=53492#post53492']Nun ist es fast soweit... heute erhielt ich die Zusage für den Job, unter Vorbehalt der ärztlichen Untersuchung, die am 5.11. stattfinden soll. [/quote] ... das ist eine standardisierte Formulierung - mach' Dir doch da nicht soviele Gedanken. Was zählt, ist Deine Qualifikation für den Job und wenn das passt, dann kenne ich bisher keinen Arbeitgeber, der Dich ablehnen würde, weil Du ihm zu dick bist. Nicht als Buchhalterin. Da ist "Sitzfleisch" doch eher von Vorteil. :) Wirklich, ich glaube, Du brauchst echt nicht so viel Angst haben.
  • Na, wie ist es ausgegangen? Bin ein bißchen besorgt, weil man nichts von Dir hört. Täte mir so leid, wenn es nun doch nicht geklappt hätte.
  • Danke für die guten Wünsche! Daumendrücken hat geholfen! Ich war vorgestern mit schlotternden Knien bei der Untersuchung und kurz gesagt: [COLOR=darkred]ich bin durch [/COLOR]- mit einer Einschränkung! Es gab das volle Programm: Blut, Pipi, Blutdruck (der war 160/80, ist sonst aber wirklich normal), Lungenfunktion, EKG (nur im Liegen, zum Glück nicht beim Radfahren), Hörtest, Sehtest und am Ende noch die Vorstellung beim Doc selbst. Ich musste TATSÄCHLICH schon wieder was [COLOR=darkred]vorturnen [COLOR=black](ist das eigentlich normal??? :eek:)[/COLOR][/COLOR][COLOR=black],[/COLOR] aaah sagen, Reflexe, abhorchen & abtasten und dann kam das Urteil! Er hat mich erstmal so allgemein befragt, nach meinem Berufsweg und dann wollte er wissen, warum ich so dick bin, seit wann und, ob ich was dagegen zu tun gedenke... das hat mich so noch niemand gefragt! Er sagt, er hält mich für fähig, zu buchhalten, aber er sieht Probleme mit dem Blutdruck und "mehr" kommen, wenn ich nicht langfristig mein Gewicht reduziere. Deswegen gibt er für ein Jahr sein "okay" (mein Arbeitsvertrag ist auch erstmal für ein Jahr befristet) und ich soll dann noch mal vorsprechen, d.h. er hat eine Nachuntersuchung für 11/2008 vorgemerkt. Somit bin ich also "durch gekommen" mit der Auflage, mein Gewicht zu reduzieren. Er hat nicht gesagt, wieviel, aber das wollte ich auch lieber nicht fragen. Die haben mich übrigens noch nicht mal gewogen... ich habe mein Gewicht selbst angegeben. Und nicht geschummelt! Jedenfalls habe ich das "Ergebnis" dann mal in der Personalabteilung berichtet, als man mich fragte, wie es war. Die Personal-Frau starrte mich mit offenem Mund an: "Der hat von Ihnen VERLANGT, dass Sie eine Diät machen??? Das DARF der gar nicht, das ist ein Eingriff in die Privatsphäre!". Jedenfalls sind wir so verblieben, dass sie noch mal nachfragen will, was das soll, wenn der Bericht des Arztes kommt, aber Hauptsache sei für sie, dass "geeignet" draufsteht. Noch eine ulkige Sache: der Doc hat groß und breit auf meinem Karteiblatt "adipositas per magnum" notiert. Denkt der, ich esse zuviele "Magnums"? :rolleyes: Der Begriff kommt doch aus dem Lateinischen "permagnus"... vermutlich hat er öfter in Latein gefehlt und beherrscht das Deklinieren nicht. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll... aber zumindest habe ich jetzt schon mal meinen Job angetreten und es gefällt mir sehr gut, wenn man nach drei Tagen überhaupt so was beurteilen kann. Vielleicht hätte ich mich nicht auf so einen Kuhhandel einlassen sollen, aber ich habe ein Jahr nicht gearbeitet und WOLLTE den Job. [I][size=12]Was haltet Ihr von dieser "Auflage"???[/SIZE][/I]
  • Erst mal Gratulation und Glückwünsche, dass es geklappt hat!!! :applaus: Und was heißt "Kuhhandel"? Du wolltest den Job, jetzt hast Du ihn und den Arzt würde ich weitgehend ignorieren. Sollte die Untersuchung nächstes Jahr wieder anstehen, dann nimmst Du vorher einen leichten Beta-Blocker plus ein paar Baldriantropfen - dann ist der Blutdruck wo er hingehört und dann hat er auch nicht mehr viel zu melden. Als Arzt kann er zwar "Bedenken" äußern, aber die Entscheidung liegt bei der Personalabteilung und bei Deinem Chef und wenn die mit Dir zufrieden sind, dann kann sich Herr Doktor eingraben. Jetzt freu Dich erst mal richtig! :)