Verkehrte Welt

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    • Verkehrte Welt

      Im Moment ist meine Mutter für vier Wochen zu Besuch. Meine Mutter ist schlank und bewunderswert strukturiert. Sie hat kein Problem mit meinem Gewicht und behandelt mich wie einen normalen Menschen.

      Am Sonntagnachmittag haben wir gemeinsam meine Balkone mit Pflanzen bestückt. Es war ätzend heiß, wir mussten viel Wasser trinken und deshalb war es auch ziemlich anstrengend.

      Als wir fertig waren, wollte ich kochen. Ich hatte zwar keine Lust, weil ich von der Kübelschlepperei geschafft war, aber ich bin es gewohnt, etwas Gesundes zu zaubern, egal ob ich Lust habe oder nicht.

      Während ich so zugange war, sagte meine Mutter zu mir: "Du hast so viel um die Ohren. Ich verstehe das nicht. Du machst Dir mit dem Essen viel zu viel Arbeit." :eek:

      Das war ja mal was Neues, wo ich doch in den Medien in diesen Tagen dauernd lese, dass ich nur Fast Food fresse ...

      Heute habe ich sie mit zum Aqua-Jogging genommen. Schon beim Abtrocknen in der Umkleide tönte sie: "Jetzt habe ich aber Hunger. Du musst mir jetzt was zu essen kaufen." Ich dachte, ich hör' nicht recht. Aber es kam noch besser.

      Ich fuhr also mit ihr zu Subway in der Nachbarschaft und kaufte Sandwiches. Die warf ich dann auf den Rücksitz und setzte mich wieder ins Auto. Da sagte dieses schmale Hemd neben mir doch tatsächlich: "Ja, wie? Kriege ich das Sandwich nicht jetzt?" "Nein," antwortete ich, "ich habe eine Mutter, die mir beigebracht hat, dass man auf der Straße nicht isst." Sie: "Wir sind doch nicht auf der Straße, sondern im Auto." Ich: "Du wirst Dich wohl noch 20 Minuten gedulden können." Als wir drei Viertel des Weges hinter uns hatten, meinte sie: "Dass Du mich noch nicht mal davon hast beißen lassen, das nehme ich Dir echt übel."

      Ich sagte ihr dann zwinkernd, dass sie gerade arg fettes Verhalten an den Tag läge und aufpassen müsse, dass sie keinen Ärger mit Seehofer kriegt. Und im Übrigen würde ich mich wirklich sehr wundern, wie sie hier die Welt rumdrehen würde. Ich glaubte, ich müsse jetzt hier im Forum mal erzählen, wie sich schlanke, hungrige, alte Damen aufführen könnten.

      Sie erlaubte mir das ausdrücklich (und lachend).
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    • Uff!
      Meine (wahrscheinlich überaus empfindliche) dicke Seite ist heftig über Deinen dritten Satz gestolpert.
      Vielleicht hast Du's ganz anders gemeint, aber warum sollte Deine Mutter Dich nicht wie einen normalen Menschen behandeln? Musst Du dafür dankbar sein, bezw. das extra erwähnen?
      Das tut mir weh.

      Entschuldige Martina, vielleicht haue ich jetzt mit meinen obigen Worten sehr daneben, aber ich mag so was nicht lesen.

      ---------------------

      Ansonsten ist es wunderbar, einem schlanken Menschen in dieser Form einmal klar zu machen, wie dumm die Vorurteile gegenüber dicken Menschen sind. Und wenn das Ganze auch noch mit Humor geht, umso besser!:)
    • Nein, ich muss nicht dafür dankbar sein, obwohl ich schon sehr dankbar für diese Mutter bin. Das steht außer Zweifel.

      Ich habe das nur deshalb dazu geschrieben, weil meine Mutter mal irgendwas zu mir gesagt hat, was hier so verstanden wurde, als habe meine Mutter ein Problem mit meinem Übergewicht, was sie definitiv nicht hat. Es ist aber schon so, dass viele Mütter ihre dicken Kinder nicht wie normale Menschen behandeln. Das gibst Du aber doch zu.

      Es scheint egal zu sein, wie ich es schreibe, ob mit oder ohne Hinweis darauf, wie meine Mutter dazu steht ... offenbar ist es immer verkehrt.

      Der Satz war wahrscheinlich ein bisschen salopp formuliert und die Ironie, die ich ihm verleihen wollte, kam nicht rüber. Das Schicksal des geschriebenen Worts ... ;)
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    • Eigentlich, Itsme, muß man das schon fast schreiben, denn wie viele hier haben eben eine Mutter, die sie nicht "normal" behandeln? Die ständig nur am Gewicht des Kindes rumkritisieren, die ständig irgendwelche neue Diätzeitungen anschleifen?

      Außerdem, nicht alle kennen Martinas Mutter aus den Erzählungen, denn viele sind neu hier und haben sich nicht durch alles durchgelesen.

      Martina, ich finde deine Mutter toll! Und ich kann mir gut vorstellen, wie vermeidlich verdreht das alles gewirkt hat. Mir ist gerade ein breites Grinsen übers Gesicht gewandert.
      ]
    • Ich hab auch so ein unterernährtes Mütterlein, winzig klein (152 cm) und Kleidergröße 36.
      Sie meckert auch nie über mein Gewicht. Im Gegenteil sie schimpft wenn ich mal wieder einen Abnehmversuch starte und füttert mich, wo sie nur kann. Das tut sie aber weil sie ein ausgeprägtes Verwöhnpotenzial in sich trägt.:applaus:
      Auch sie legt so ein "fettes Verhalten an den Tag".
      Letztens beim Italiener hatten wir beide Lassange und teilten uns einen Insalata.
      Nach 3 Viertel Lasagne musste ich aufgeben. Sie tauschte sofort die Schalen und hat meinen Rest auch noch gegessen. Vorher noch ein Stückchen Pizza von meiner Tochter und nachher noch ein "kleines Eis".
      Ungerecht ist das! Jawohl ja!
      Ich bin nach meinem Papa gestrickt. Der ist auch ein kleines Dickerchen.
    • Itsme schrieb:

      ... warum sollte Deine Mutter Dich nicht wie einen normalen Menschen behandeln? Musst Du dafür dankbar sein, bezw. das extra erwähnen?

      1. Weil 99,5 Prozent aller Mütter, von denen ich in den letzten knapp sieben Jahren hier und anderswo in teilweise haarsträubenden, furchtbaren (und furchtbar traurigen) Geschichten gelesen habe, ihre dicken Kinder eben nicht wie normale Menschen behandeln bzw. behandelt haben (inklusive meiner eigenen, die mir schon als Zwölfjährige prophezeite, so fett wie ich sei, werde ich nie einen Mann bekommen und mich werde man mal auf einem Jahrmarkt ausstellen; später gestand sie mir, sie habe sich geschämt, mit mir öffentlich gesehen zu werden).

      2. Ja, heute bin ich dankbar, dass meine nunmehr knapp 80jährige Mutter mich halbwegs normal behandelt. Ob man das muss, ist natürlich eine andere Frage. Aber die Realität ist leider so, dass man es extra erwähnen kann, weil es leider Gottes eine große Ausnahme ist.
      Ehrlich? Da ich Martina und ihre Mama-Geschichten schon lange kenne, beneide ich sie manchmal.
    • Es scheint egal zu sein, wie ich es schreibe, ob mit oder ohne Hinweis darauf, wie meine Mutter dazu steht ... offenbar ist es immer verkehrt.

      Der Satz war wahrscheinlich ein bisschen salopp formuliert und die Ironie, die ich ihm verleihen wollte, kam nicht rüber. Das Schicksal des geschriebenen Worts ...


      Darum schrieb ich, vielleicht haue ich mit meinen Worten daneben, - vielleicht hast Du's ganz anders gemeint.

      Eigentlich, Itsme, muß man das schon fast schreiben, denn wie viele hier haben eben eine Mutter, die sie nicht "normal" behandeln? Die ständig nur am Gewicht des Kindes rumkritisieren, die ständig irgendwelche neue Diätzeitungen anschleifen?

      Außerdem, nicht alle kennen Martinas Mutter aus den Erzählungen, denn viele sind neu hier und haben sich nicht durch alles durchgelesen.


      Ja, das verstehe ich.
      Und ich kenne Martinas Mutter nicht, das stimmt.

      Ich entschuldige mich bei Dir, Martina, weil ich die Worte so kritisch auseinander gepflückt habe.
      Wie ich schon schrieb, ich bin da wahrscheinlich überaus empfindlich.
    • Martina schrieb:


      Während ich so zugange war, sagte meine Mutter zu mir: "Du hast so viel um die Ohren. Ich verstehe das nicht. Du machst Dir mit dem Essen viel zu viel Arbeit."

      Schon beim Abtrocknen in der Umkleide tönte sie: "Jetzt habe ich aber Hunger.Da sagte dieses schmale Hemd neben mir doch tatsächlich: "Ja, wie? Kriege ich das Sandwich nicht jetzt?

      Ich sagte ihr dann zwinkernd, dass sie gerade arg fettes Verhalten an den Tag läge und aufpassen müsse, dass sie keinen Ärger mit Seehofer kriegt. Und im Übrigen würde ich mich wirklich sehr wundern, wie sie hier die Welt rumdrehen würde.

      Verzeih mir meine Humorlosigkeit an dieser Stelle, ganz losgelöst von Deiner Geschichte, nur für sich gesehen, ist das Verahlten in meinen Augen keineswegs "fettes Verhalten" sondern schlicht das Verhalten eines Menschen, der natürlich, unverkrampft ohne schlechtes Gewissen und Moralvorstellungen über gutes und schlechtes Essen mit seinem Bedrüfnis nach Nahrung und Genuss umgeht ... der schlank ist und deshalb nicht den Drang entwickelt hat beständig den "guten Dicken" geben zu müssen und dabei ganz ausdrücklich jedem Klischee zu widersprechen, das es von Dicken gibt, um damit allen zu vermitteln: "Seht her, Dicke sind in Wirklichkeit ganz anders!!"
      Ich würde mir mehr Dicke mit einem solch zufrieden-"fetten" Verhalten wünschen.
    • verkehrt ist an der geschichte nur, dass deine mutter nicht meine mutter ist.
      eine nette geschichte und eine liebe mama.

      naja. meine ist schon auch lieb, aber halt in diesen punkten nicht. aber sie bessert sich oder versucht es wenigstens.
    • Ich möchte noch mal betonen und gebe zu, dass das wahrscheinlich im geschriebenen Wort nicht wirklich rüber kommt, dass die ganze Konversation ironisch, zwinkernd und lachend ablief. Auch die Sache mit dem "fetten Verhalten".

      Fräulein Wunder, ich teile Deine Auffassung voll und ganz. Und ich kenne einige Schlanke, die zur rasenden Wildsau werden, wenn sie Hunger haben und nichts zu essen bekommen. Und ich finde das auch völlig normal. Nur unsereiner darf sich das nicht leisten ... und da das viel beschworene Hunger- und Sattgefühl, das bei Dicken ja angeblich nicht funktioniert, bei mir hervorragend intakt ist, habe ich persönlich auch keine Hemmungen, ebenfalls zur rasenden Wildsau zu werden, wenn ich hungrig bin und nichts bekomme.
      Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
      Ihr erreicht mich daher ausschließlich über die eMail-Adresse im Impressum.
    • wenn ich unterwegs bin und nix dabei hab, gibts bei mir auch mal was vom goldenen M und dergleichen. Beim Umzug von Freunden ins neue Haus, war ich nach 2 Stunden Fahrt und 6 Stunden Arbeit so unterzuckert, trotz nicht vorhandenem Hungergefühl, dass man mir, weil ich käseweis war, eine Tüte Chips in die Hand drückte, damit ich was in den Magen bekam.

      Ansonsten esse ich unterwegs nicht sehr oft, einfach weil ich es gemütlicher finde, an einem Tisch sitzend zu essen, als irgendwo schnell unterwegs was reinzuschieben. Ich nehme mir beim Essen immer Zeit. Das bin ich meinem Magen-Darmtrakt einfach schuldig. Schnell was zwischen durch wirft mich eher aus der Bahn.

      Und wenn ich irgendwo essen bin habe ich schon oft das Gefühl, dass die Leute besonders kucken, aber das ist mir egal. Ich will mir kein schlechtes Gewissen machen lassen, nur weil ich das tue, was natürlich ist. Nämlich essen.
    • Martina schrieb:

      Fräulein Wunder, ich teile Deine Auffassung voll und ganz. Und ich kenne einige Schlanke, die zur rasenden Wildsau werden, wenn sie Hunger haben und nichts zu essen bekommen. Und ich finde das auch völlig normal. Nur unsereiner darf sich das nicht leisten ... und da das viel beschworene Hunger- und Sattgefühl, das bei Dicken ja angeblich nicht funktioniert, bei mir hervorragend intakt ist, habe ich persönlich auch keine Hemmungen, ebenfalls zur rasenden Wildsau zu werden, wenn ich hungrig bin und nichts bekomme.


      *Grins* Da hast Du ja mit Deiner Mutter noch einmal Glück gehabt. Die war sicherlich hungrig, aber nach rasender Wildsau klang das nicht ... :holy:
    • utofti schrieb:

      ich beneide menschen, die so eine tolle mutter wie martina haben. :daumen:

      meine mutter lehnt den kontakt zu mir ab, weil ich fett bin. sie schämt sich meinetwegen.


      Sie hat allen Grund sich zu schämen. Aber nur deshalb, weil sie als Muter nicht viel taugen kann, wenn sie ihr Kind wegen seines Gewichtes ablehnt.
    • @utofti - mein Vater hat immer gesagt, Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht.... und manchmal hasse ich ihn noch posthum dafür, dass er Recht hatte!

      Ich hatte das Glück vor dem Tod meiner Mutter mit ihr gemeinsam noch eine friedvolle, freundschaftliche Beziehung zu entwickeln, wir sind auch durch ziemlich schwierige und unterkühlte Zeiten miteinander gegangen. Sie hat auch Zeit ihres Lebens nie mehr als 50 Kilo gewogen und das war schon manchmal sehr sehr hart. Aber sie hatte Humor und war eine starke Frau und ich habe sie geliebt.
    • @ Martina: Deine Geschichte ist echt goldig! Das mit dem "dicken verhalten" kenne ich: nicht, dass man selbst denkt, so verhalten sich Dicke, sondern wie die Medien es denken. Mein Bruder z.B. verhält sich so, wie es den Dicken vorgeworfen wird: er ist zuviel, zu Fett, zu süß, zuviel FastFood-aber das ist dann egal, weil er super dünn ist.

      @Utofti: Finde es wirklich traurig was du schreibst! Deine Mutter hat eine komische Ansicht von "Muttersein". Kenne das aber auch von meinem Vater. Er verstößt mich zwar nicht, macht sich aber seid jeher einen Spaß/ein Hobby daraus mich wegen meines Dickseins fertig zu machen. Als Kind musste ich mir dann so nette Sachen anhören wie: " Dich kidnappt doch eh keiner, wenn du dich auf den Boden wirfst braucht der doch nen Kran um dich wieder hoch zu bekommen." etc. Naja, man muss die Eltern nehmen, wie sie sind. Obwohl ich mittlerweile den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen habe, weil ich nicht als Mensch zweiter Klasse, der der allgemeinen Belustigung dient, angesehen werden möchte.
    • Girasole schrieb:

      Als Kind musste ich mir dann so nette Sachen anhören wie: " Dich kidnappt doch eh keiner, wenn du dich auf den Boden wirfst braucht der doch nen Kran um dich wieder hoch zu bekommen." etc.


      wie ist es möglich, so herzlose dinge zum eigenen kind zu sagen? wie kriegt man so etwas mieses nur über die lippen?
    • ZITAT:< dann so nette Sachen anhören wie: " Dich kidnappt doch eh keiner, wenn du dich auf den Boden wirfst braucht der doch nen Kran um dich wieder hoch zu bekommen." etc. Naja, man muss die Eltern nehmen, wie sie sind.<
      kenne ich auch von meiner 36'er lieblosen mutter, ich habe vor jahren ( mit 80kg die ich mir wieder heiß herbeiwünsche)zum geburtstag einen gutschein bekommen, dank meines großen gesäßes nun auf die straße schei... zu dürfen.
      tschüßi lesemaus
    • utofti schrieb:


      meine mutter lehnt den kontakt zu mir ab, weil ich fett bin. sie schämt sich meinetwegen.

      ... und ich lehne den Kontakt zu meiner Mutter ab, weil Sie sich für mich schämt (und sich ansonsten auch nicht wirklich so verhält, dass man sie gerne um sich haben möchte).

      Es tut mir aber total leid für Dich und auch für alle anderen, die solche "tollen" Eltern erwischt haben. Leider sind die, wie ich fürchte, bei dicken Menschen in der Mehrzahl, weswegen eine Mutter wie die von Martina wirklich ein echter Glücksfall ist, um die ich Martina auch beneide. :)

      Girasole schrieb:


      "Dich kidnappt doch eh keiner, wenn du dich auf den Boden wirfst braucht der doch nen Kran um dich wieder hoch zu bekommen." etc.

      Das ist echt gemein, ich kenne solche Sprüche und kann mich erinnern, wie die einen als Kind verletzen können.

      lesemaus schrieb:


      ich habe vor Jahren ( mit 80kg die ich mir wieder heiß herbeiwünsche)zum geburtstag einen gutschein bekommen, dank meines großen gesäßes nun auf die straße schei... zu dürfen

      Aber das ist wirklich das Allerletzte. Hoffe, Du hast Dich verabschiedet - ab einem gewissen Level an Lieblosigkeit lohnt es sich einfach nicht mehr, den Kontakt aufrecht zu erhalten.

      Ein (schlanker) Kollege von mir zitiert immer scherzhaft den Spruch "Sei nett zu Deinen Kindern, denn sie werden Dein Altersheim aussuchen."

      Das sollten sich alle die fiesen Eltern, von denen wir hier immer wieder lesen vielleicht mal gut merken, denn das ist wahr :-p (und tröstet mich immer, wenn ich mal wieder mit meiner Familie in Gedanken hadere).

      Eine virtuelle Umarmung an alle die mit den schrecklichen Müttern/Eltern! :knuddel2:
    • hallo ihr ungeliebten,
      keiner kann verstehen warum ich meiner mutter gegenüber so kalt bin. es heißt dann immer irgendwann muß mal gut sein. aber hallo! der rote faden mit bemerkungen zieht sich bis heute, als sie nach dem tod ihres mannes im dez. wieder von hanau nach leipzig ziehen wollte ist bei mir die blanke panik ausgebrochen. ich habe immer wieder betont das nun auf mich nicht mehr zu zählen ist. puh gerade noch abgewendet. ich will einfach nicht mehr. die zweite frau meines vaters( auch meine gewichtsklasse habe ich lieb, ist aber nicht der grund). um meine freunde werde ich überall beneidet, sind zwar nicht viele aber schon viele jahre. was will ich mehr?
      tschüßi lesemaus
    • lesemaus schrieb:


      keiner kann verstehen warum ich meiner mutter gegenüber so kalt bin.

      Oh doch. Das verstehe ich ganz ausgezeichnet und da reicht auch genau das eine Zitat, dass Du oben geschrieben hast, völlig aus.

      lesemaus schrieb:


      es heißt dann immer irgendwann muß mal gut sein.

      Völlig richtig! Allerdings nicht so, wie diese "Mahner" es i.d.R. meinen. :) Es muss nämlich wirklich irgendwann damit gut sein, dass man sich das reinzieht, was diese Mütter so austeilen. Ich weiss, die wenigsten Nicht-Betroffenen können es nachvollziehen, dass man sich von seiner Mutter distanziert, aber in manchen Fällen geht es einfach nicht anders, wenn man sich seine eigene emotionale Gesundheit irgendwie erhalten oder überhaupt mal herstellen will.

      Super, dass Du Dich dagegengestemmt hast, als sie auf dem Weg war. Denn das können diese Mütter besonders gut: Uns herabsetzen und gleichzeitig uns ausnutzen.

      Glückwunsch, dass Du sie los bist! :applaus:
    • lesemaus schrieb:

      ZITAT:< kenne ich auch von meiner 36'er lieblosen mutter, ich habe vor jahren ( mit 80kg die ich mir wieder heiß herbeiwünsche)zum geburtstag einen gutschein bekommen, dank meines großen gesäßes nun auf die straße schei... zu dürfen.
      tschüßi lesemaus


      Ich steh irgendwie auf dem Schlauch. Was meint deine Mutter mit dem Spruch?