WDR Markt fragt "Sollen Übergewichtige mehr zahlen?"

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    • ja genau, liebe Lisa Cortez, da möchte man selber gern mal ins "Polarisieren" verfallen.

      Man kann mal darüber nachdenken, was passieren würde, wenn ein Beitrag der "sollen Dicke mehr bezahlen"-Art übet eine anderen Gruppe gemacht würde.

      Sollen Männer mehr bezahlen, weil sie mehr Bier trinken.
      Soll diese oder jene ethnische Gruppe mehr bezahlen, weil die Menschen dieser Gruppe vermehrt dieses und jenes essen.
      Sollen Mütter mehr bezahlen, weil sie mehr Krampfadern haben.
      ... - alles nicht ernst gemeint, nur mal so als Vorstellung, welcher Entrüstungssturm losbrechen würde, wenn man eine x-beliebige andere Gruppe derart "polarisierend" hernähme.

      Was immer wir tun wollen oder tun werden - Briefe schreiben, Fernsehbeitrag kürzen, uns um eine Gegendarstellung bemühen ... - es wird viel Energie kosten und möglicherweise eher weniger bringen. Was jetzt nicht heißen soll, daß man resignieren und gar nichts mehr tun sollte.
      Es ist aber - imho - so, daß der schon zitierte "Zeitgeist" oder was auch immer, sich schützend vor "Männer", "ethnische Gruppen" und "Mütter" stellt, während er "die Dicken" als gut sichtbares Feindbild anbietet.
      Deshalb kämpft man nicht nur gegen diesen konkreten Beitrag und die darin enthaltene Art der Berichterstattung. Sondern gegen ein nicht greifbares Meinungskonglomerat, das dort draußen rumwabert.

      Es handelt sich also um eine größere Aufgabe, als sich gegen einen Fall vom Polemik - möglicherweise sogar Verleumdung - zu wehren. Mit jeder Aktion wird man, ob man das will oder nicht, direkt an den gesellschaftlichen "Werten" ansetzen.

      Eine alte Frau hat mal gesagt, es gibt nichts Trägeres, nichts das man schwerer verändern kann als das Bewusstsein - sowohl gesellschaftlich als auch individuell.
      Und gleichzeitig gibt es nichts Volatileres, nichts was sich blitzschneller verändern kann als das Bewusstsein - sowohl das Bewusstsein einer Gesellschaft, als auch das Bewusstsein eines Individuums.

      Also hoffen wir, daß wir das "Quäntchen" Widerspruch einbringen, das dann in der volatilen Materie des Bewusstseins den Quantensprung veranlasst ...

      Liebe Grüße
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Issi schrieb:

      Und gleichzeitig gibt es nichts Volatileres, nichts was sich blitzschneller verändern kann als das Bewusstsein - sowohl das Bewusstsein einer Gesellschaft, als auch das Bewusstsein eines Individuums.
      .... danke für das neue Wort. Es gibt nur selten Augenblicke, wo ich ein Fremdwort nicht kenne und dieses hat auch noch einen wunderbaren Klang.....

      Issi schrieb:

      Man kann mal darüber nachdenken, was passieren würde, wenn ein Beitrag der "sollen Dicke mehr bezahlen"-Art übet eine anderen Gruppe gemacht würde.

      Sollen Männer mehr bezahlen, weil sie mehr Bier trinken.
      Soll diese oder jene ethnische Gruppe mehr bezahlen, weil die Menschen dieser Gruppe vermehrt dieses und jenes essen.
      Sollen Mütter mehr bezahlen, weil sie mehr Krampfadern haben.
      ... - alles nicht ernst gemeint, nur mal so als Vorstellung, welcher Entrüstungssturm losbrechen würde, wenn man eine x-beliebige andere Gruppe derart "polarisierend" hernähme.
      herrliche Vergleiche :D :D :D ...da würde sich in der Tat ein Sturm der Entrüstung über Deutschland aufbauen mit anschließendem taubeneigroßen Hagel... Daraus ließe sich eine tolle Fake-News-Aktion machen, die die Leute vielleicht doch zum Nachdenken "zwingt".... Freiwillig wollen sie wohl nicht auf die Dicken als Sündenbock verzichten....
    • Dicke fallen aus der politischen correctness halt raus , und ist die einzige Gruppe, die man auch in Kreisen, die sich für aufgeklärt und liberal halten, noch ungestraft dissen darf.
      ich bin auch immer hergerissen zwischen " Kostet das zu viel Energie? Lohnt sich das überhaupt ?" und " Da muss man dagegen aufstehen und was machen - auch wenns nur böse Leserbriefe sind !"

      Dann fällt mir das Gedicht von Martin Niemöller ein:

      "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
      Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
      Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."


      Es geht imho nicht an , dass eine Bevölkerungsgruppe zum alleinigen Sündenbock gemacht wird - egal wer es ist. Bei den KK fallen mir nämlich andere Gruppierungen ein, die die Kostenhoch treiben, allen voran die Pharmalobby - doch es ist grundsätzlich einfacher , sich an Dicken abzuarbeiten.

      liebe Grüße Lisa

      PS: Volatil ist ein hübsches Wort, ich kannte es aus dem Spanischen volátil , da bedeutet es auch alles was fliegen kann :)
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Hi ihr Lieben,

      Das interessiert euch bestimmt auch, die Gesellschaft hat geantwortet! Behaltet dies bitte erst noch für euch, bzw. innerhalb dieses Forums.

      "Von ganzem Herzen Danke, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben! Ich habe den Beitrag gerade gesehen. DAS ist keine differenzierte Berichterstattung gemäß dem Auftrag des öffentlich rechtlichen Fernsehens, das ist in meinen Augen Hetze.

      Allerdings ist das Team dahinter auch aus dem Satirebereich. Wir müssen daher ganz genau prüfen, in welchem Kontext die Sendung ausgestrahlt wurde etc.
      Können Sie uns die Antwort des WDR für interne Zwecke zur Verfügung stellen?

      Wir prüfen rechtliche Schritte, daher wird es einen Moment dauern, bis wir uns öffentlich äußern können."

      :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

      Ist doch super oder? :ok1: :juhu:

      LG Goldi
    • Super, Goldkeks,

      WDR hat mir gegenüber nie behauptet, dass es Satire sein sollte, nur "überspitzt" und "polemisch",
      das wollte ich nochmals sagen.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Ihr Lieben,

      weiter geht es. Die Gesellschaft schreibt:

      " Meine private Rechtsschutz hat mir einen Korb gegeben und die Jurist*innen in meinem Umfeld machen uns rechtlich auch keine Hoffnungen. Damit wird es auf einen Facebook-Beitrag hinaus laufen. Wir haben eine Transkription des Films beauftragt. In unserer Arbeit werden wir damit sowohl den Film als die geäußerten Positionen als Text nutzen können, um das Problem "Gewichtsdiskriminierung" plastisch zu veranschaulichen.
      Danke für den Brief. Teile daraus werde ich in den Beitrag einarbeiten."

      ::::::::::::::::::::

      Toll finde ich, dass sie den Film transkribieren wollen und sich so wie es aussieht, sehr genau postionieren werden.

      lg gk.
    • Setzt anstatt "Dicke" "Homosexuelle" oder "Ausländer" ein , dann würde sich die Justiz um solch einen Beitrag kümmern.


      Goldkeks schrieb:

      Toll finde ich, dass sie den Film transkribieren wollen und sich so wie es aussieht, sehr genau postionieren werden.
      Was bedeutet in diesem Zusammenhang "transkribieren", liebe Goldkeks?

      Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lisa Cortez ()

    • Lisa Cortez schrieb:

      Setzt anstatt "Dicke" "Homosexuelle" oder "Ausländer" ein , dann würde sich die Justiz um solch einen Beitrag kümmern.
      Das sehe ich auch so. Ich glaube, das wäre ein Skandal für die Titelseite von Bild.....


      Transkribieren heißt den gesprochenen Filmtext abzuschreiben. Er liegt dann als lesbarer Text vor und man kann besser zitieren....

      LG Goldi
    • Hallo zusammen,

      ich verfolge den Beitrag zu dieser Sendung nun schon eine ganze Weile mit. Den Film selbst muss ich mir echt nicht antun, ich kann mich gut genug selbst fertig machen. Die Entwicklung mit der Gesellschaft für Gewichtsdiskriminierung finde ich interessant und werde mich gerne weiter auf dem Laufenden halten.

      Was mir auffiel, ist folgendes :

      Kaum läuft so ne Sendung im Fernsehen, entsteht Rechtfertigungsdruck, dass man selbst doch zu den "guten" Dicken gehört.
      Ich persönlich finde das schade. Mal ganz provokativ gesagt, wo fängt "selbst schuld" überhaupt an ? Ist das nicht immer irgendwie zu kurz gegriffen ?

      Mein Lebens- und Ernährungsstil entspricht, kurz gesagt, schon dem Klischee. Körperlich bin ich relativ gesund, psychisch sieht das anders aus, da ich seit Jahren in einer Depressions- und Essstörungsspirale festhänge und dank Therapiestunden, Klinikaufenthalten und so weiter die Krankenkasse auch schon einiges gekostet habe. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gehe ich noch nicht einmal arbeiten, da ich dank meiner ausgeprägten Sozialen Phobie schon an einigen Versuchen gescheitert bin. Muss ich mich deswegen wirklich rechtfertigen ? Wenn man den Gedanken zu Ende denkt, bleibt mir nur eine sofortige Verbesserung oder, wenn ich es mal vorsichtig formuliere, ein "sozial verträgliches Ableben".

      Ich hoffe, ich habe meine Gedanken dazu einigermaßen klar formuliert, das ist bei einem derartig emotionalen Thema nicht ganz einfach.
    • Mystery schrieb:

      Kaum läuft so ne Sendung im Fernsehen, entsteht Rechtfertigungsdruck, dass man selbst doch zu den "guten" Dicken gehört.
      Ich verstehe, wie Du es meinst. Ich möchte nicht in "gute" und "schlechte" Dicke unterteilen, weil ich so nicht denke und ich finde es völlig okay, dass du dich erstmal um deine ganzen Baustellen im Leben kümmerst, die so viel Energie kosten, dass du gerade nicht arbeiten gehen kannst. Das ist wie gesagt, völlig ok.

      In der Außendarstellung gegenüber anderen wie dem WDR finde ich es aber wichtig, darauf hinzuweisen, dass eben nicht jeder übergewichtige Mensch "automatisch", nur weil er dick ist, auch noch zusätzlich krank, unsportlich, unfit, esssüchtig, nicht leistungsfähig ist, etc. etc....
      Damit meine ich nicht, dass die einen besser und die anderen schlechter sind.... Ich bin froh und dankbar, keine Ess-Sucht zu haben und recht "vorbildlich" zu essen, aber es kotzt mich an, dass mir oft unterstellt wird, "heimlich zu fressen".... Oder dass gute Bekannte glauben, ich könnte keinen Kilometer laufen, obwohl Spaziergänge zu meinen Hobbys gehören und ich gerne mit Schrittzähler unterwegs bin....und spazieren gehen liebe (natürlich jetzt nicht am heißen Tag), sondern eher in den Dämmerstunden oder abends oder wenn es wieder U26 Grad ist..... Ich möchte bei einer Tango-Milonga auftauchen können, ohne vorher beweisen zu müssen, dass ich auch beweglich bin.....

      Man sollte die Menschen individuell betrachten und nicht als Gruppe, wie "die Dicken".

      Ich möchte nicht in einen Topf gesteckt werden auf dem steht "nicht richtig leistungsfähig" etc.

      Mir geht es gehörig auf die Nerven, dass man bei Bewerbungen häufiger den Kürzeren zieht. Im direkten Telefonat und direkten Vorstellungsgespräch meist nicht, da überzeuge ich meist, aber manchmal bekommt man ab einem bestimmten BMI erst gar keine richtige Chance, z.B. im Schulwesen, wenn man einen BMI von Ü40 hat und vom Amtsarzt beurteilt werden soll.....

      Das Konzept des "guten Dicken" ist kein richtiges Konzept, das ist klar, aber manchmal muss es die schlanke Außenwelt eben als Interimslösung schlucken, so als Zwischenschritt zur Akzeptanz aller Menschen.

      Die Arbeit reicht sowieso nicht für alle und man sollte auf Menschen, die gerade nicht arbeiten, nicht hinabschauen.....Ich finde, Leute, die schlank sind und einen tollen Job haben, sollen für beides dankbar sein und andere in Ruhe lassen. Etwas mehr Toleranz, etwas mehr Solidarität und auf keinen Fall ein Solitär-Prinzip, um die eigene Geiz-ist-Geil-Mentalität noch weiter auszubauen....

      LG GK

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Goldkeks ()

    • Mystery schrieb:

      Mal ganz provokativ gesagt, wo fängt "selbst schuld" überhaupt an ? Ist das nicht immer irgendwie zu kurz gegriffen ?
      Liebe Mystery,
      da stellst Du eine ganz tiefe Frage.

      Also klar - wenn ich von diesen neumodischen "Challenges" höre wie zum Beispiel einen ganzen Löffel Zimptpulver runterschlucken, und dann trägt jemand gesundheitliche Schäden davon - da würde ich schon auch zu "selbst schuld!" tendieren. Es gibt tatsächlich Sachen, da muß einem der Verstand im Vorhinein helfen, daß man so was nicht machen muß.

      Bei ganz vielen anderen Sachen hätten wir als Gesellschaft imho gerade wunderbare Gelegenheiten zu lernen, daß viel von dem, was der Einzelne tut oder nicht tut, mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten zusammenhängt, und daß man nicht wirklich von Individual-"Schuld" sprechen kann.

      Wir könnten - wenn wir wollten - gerade wunderbar lernen, daß "in der Umgebung von ..." eine große Bedeutung hat.
      In der Umgebung von Liebe und Unterstützung wird jemand andere Entscheidungen treffen, als wenn er in der Umgebung von "allein und abgelehnt" leben muß.
      In der Umgebung von - Hoffnung, Zuspruch, guten Beziehungen, Sicherheit ...
      In der Umgebung von - Ängsten, Vorwürfen, Abwertung, Bedrohung ...
      man könnte auch sagen "unter den Bedingungen, in denen sich ein Leben abspielt".

      Die öffentliche Meinung - oder was es auch immer ist - will aber davon bislang eher wenig hören. Weil da müßte man dann ja was Kollektives oder Grundlegendes ändern.
      Es ist doch viel bequemer, sich auf die "selber-schuld"-Position zu stellen, Eigenverantwortung zu fordern, das schon zitierte "Solitärprinzip" zu verkünden ...

      Klar, man kann schon ein bißchen ab- und bei tun, wie man bei uns sagt: man kann schon auch selbst ein wenig Einfluß nehmen. Und ganz oft ist es einem ja durchaus selbst klar, was man tun könnte, oder was man besser unterließe.
      ABER um das dann auch tatsächlich zu verwirklichen - dazu braucht man Energie.
      Und die hat man nicht immer, wenn man in einer Umgebung von Energiefressern und Energieräubern lebt.

      Es ist eine sehr tiefe philosophische und auch teilweise biologische Frage, die Du da gestellt hast, liebe Mystery ...
      Aber wie auch immer: ich bin ein großer Gegner vom Schuldprinzip und von selber schuld.
      WEIL "Schuld" jede Menge Energie frisst, die man tausendmal besser einsetzen könnte, um etwas zu verwirklichen, das einen weiterbringt.

      Ganz liebe Grüße!
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Issi schrieb:

      Also klar - wenn ich von diesen neumodischen "Challenges" höre wie zum Beispiel einen ganzen Löffel Zimptpulver runterschlucken, und dann trägt jemand gesundheitliche Schäden davon - da würde ich schon auch zu "selbst schuld!" tendieren.
      oh weia, ich muss mich als zimtstangenknabbertierchen outen.....besonders, wenn ich sie aus dem selbstgekochten Apfelmus fische. allerdings futtere ich im höchstfall 1 cm..... und das vielleicht 2-3 mal im monat.... zimt senkt ja etwas den bluthochdruck.... und schmeckt leider unwiderstehlich lecker. aber jetzt werde ich wohl doch die menge reduzieren....

      Issi schrieb:

      Wir könnten - wenn wir wollten - gerade wunderbar lernen, daß "in der Umgebung von ..." eine große Bedeutung hat.
      In der Umgebung von Liebe und Unterstützung wird jemand andere Entscheidungen treffen, als wenn er in der Umgebung von "allein und abgelehnt" leben muß.
      In der Umgebung von - Hoffnung, Zuspruch, guten Beziehungen, Sicherheit ...
      In der Umgebung von - Ängsten, Vorwürfen, Abwertung, Bedrohung ...
      man könnte auch sagen "unter den Bedingungen, in denen sich ein Leben abspielt".
      super formuliert

      Issi schrieb:

      Klar, man kann schon ein bißchen ab- und bei tun, wie man bei uns sagt: man kann schon auch selbst ein wenig Einfluß nehmen. Und ganz oft ist es einem ja durchaus selbst klar, was man tun könnte, oder was man besser unterließe.
      ABER um das dann auch tatsächlich zu verwirklichen - dazu braucht man Energie.
      Und die hat man nicht immer, wenn man in einer Umgebung von Energiefressern und Energieräubern lebt.
      ja, genauso ist es! ich bin ja eher ein vertreter von "man kann ganz viel selbst lenken und erreichen", und habe das typische freiberufler-mindset, ohne dass es wohl nie ginge, aber dein statement stimmt zu 100%!

      LG Goldi
    • Goldkeks schrieb:

      ich muss mich als zimtstangenknabbertierchen outen.....besonders, wenn ich sie aus dem selbstgekochten Apfelmus fische. allerdings futtere ich im höchstfall 1 cm..... und das vielleicht 2-3 mal im monat.... zimt senkt ja etwas den bluthochdruck.... und schmeckt leider unwiderstehlich lecker. aber jetzt werde ich wohl doch die menge reduzieren....
      aber nein, liebe Goldkeks!
      Laß Dir Deine Zimtstange ruhig weiter schmecken!
      Zimt ist eine sehr wirksame Substanz, man sagt es regt den Appetit an und die Verdauung, und vor allem ist es äußerst "erwärmend".

      Das Gefährliche an der Zimt Challenge - Zimtpulver ist extrem TROCKEN und "heiß". Einen Löffel davon auf einmal zu essen, führt nicht nur zu unangenehmen Gefühlen im Mund- und Rachenbereich und zu Husten und allem - bei manchen Leuten hat offenbar die Atmung versagt.
      Das wird Dir bei einem kleinen Stück Zimtstange - noch dazu wenn sie in Apfelmus "eingeweicht" ist, kaum passieren.

      Sorry für die lengthy Erklärung - ich hatte die blöde "Challenge" nur als ein Beispiel für grob fahrlässiges Verhalten anführen wollen ...

      ____

      Ja man kann eine Menge tun und erreichen - aber je älter ich werde, desto klarer scheint mir zu werden, daß es nie "allein" ist.
      Es gibt diesen bekannten Satz - hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau.
      Meine Version davon wäre in etwa - hinter jedem glücklichen, strahlenden Menschen steht ein nährendes, tragendes Umfeld.

      Arnold Schwarzenegger hat das neulich mal gesagt: wenn er nicht immer in seinem Leben Hilfe und Unterstützung gehabt hätte, würde er jetzt noch in den Bergen sitzen und jodeln.

      Manchmal gibt es Situationen im Leben, da ist es die erste Aufgabe, die man angehen muß, sich ein solches nährendes, unterstützendes Umfeld zu erschaffen ...
      Nicht leicht ...
      Aber ohne dem wird es für das Clan- und Herden"tier" Mensch kaum gehen.

      Liebe Grüße
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • Issi schrieb:

      Manchmal gibt es Situationen im Leben, da ist es die erste Aufgabe, die man angehen muß, sich ein solches nährendes, unterstützendes Umfeld zu erschaffen ...
      Ja, daran glaube ich auch. Unser Forum hier ist auch schon ein guter Baustein dazu! :)

      LG Goldi, PS: danke für deine Erklärung zur Zimt-Challenge, da macht mir das Knabbern wieder Freude...
    • Es gibt verschiedene Ursachen für das Dicksein. Vermutlich ist einfach zu viel und zu ungesund Fressen eine der seltensten...
      Oft "fressen" die Dicken etwas in sich hinein, was sie anderes nicht geregelt bekommen haben. Essen wird dann zum Liebesersatz, zur sicherer Zuflucht usw.

      Ich muss immer wieder daran denken, dass viele Verbrecher ihre schwere Kindheit als mildernde Umstände anführen. Sie werden dafür bedauert, entschuldigt, verstanden...

      Viele Dicke sind wegen ihrer schwerer Kindheit dick geworden. Wären sie Mörder, hätten sie auf mildernde Umstände plädieren können. Aber sie haben ja niemanden umgebracht - sie sind DICK! DAS ist viel viel viel schlimmer und muss natürlich bestraft werden...

      Ja, es ist ein wenig Sarkasmus dabei... Aber die Gedanken sind trotzdem ernsthaft...
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • Fisch4Fun schrieb:

      stierfrau schrieb:

      Viele Dicke sind wegen ihrer schwerer Kindheit dick geworden.
      ...


      Ja, es ist ein wenig Sarkasmus dabei... Aber die Gedanken sind trotzdem ernsthaft...
      Das Gewicht von Adoptivkindern korrelierte nur mit dem der biologischen Eltern. Schwierige Familienverhältnisse scheinen nicht stark zum Gewicht beizutragen.
      Das liegt an den 1000 Gründen fürs Dicksein.... das geht von genetischer Veranlagung über Essstörungen zu unerkannten Krankheiten und das mit der schweren Kindheit ist der Fall, wenn Mensch sich einen Schutz/ Fettpanzer anisst - gerne auch als Schutz vor sexuellem Missbrauch. Wie gesagt, es gibt sooo viele Gründe, und Autoren dieser Art von Filmen fällt nix anderes ein als:
      " Zu viel Torte und Hamburger und Coca-Cola!" :cursing:

      Diesen Typ gibt es auch. Ich nenne ihn bei mir "den unbekümmerten Esser" . Zumindest gibt es ihn in der Theorie - habe nur bisher im RL keinen kennen gelernt. :whistling:

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @Fisch - gerade in diesem Satz war kein Sarkasmus dabei. ;o)

      Es ist schon interessant, dass es zu keiner Reaktion geführt hat, dass ich die Dicken mit Mörder verglichen habe - aber eine Reaktion darauf erfolgte, dass ich schrieb, dass die Dicken wegen ihrer schwerer Kindheit dick geworden sind. Dem musste man unbedingt widersprechen ;o)
      Adoptiveltern und Adoptivkinder? Darüber sagte ich kein Wort. Es ist nicht gesagt, dass Adoptivkinder wegen der Adoption schwere Kindheit haben. Vermutlich haben die meisten davon sogar viel besser, als sie es hätten, wenn sie bei der Ursprungsfamilien geblieben wären. Aber schwere Kindheit besteht nicht nur aus den Problemen in der Familie...

      Aber was die Antwort von Fisch definitiv unterstreicht - die Gene spielen eine bedeutende Rolle bei der Figur. ;o)
      Ich bin keine Frau, ich sehe nur so aus.
      (von mir)
    • stierfrau schrieb:

      Es ist schon interessant, dass es zu keiner Reaktion geführt hat, dass ich die Dicken mit Mörder verglichen habe - aber eine Reaktion darauf erfolgte, dass ich schrieb, dass die Dicken wegen ihrer schwerer Kindheit dick geworden sind.
      imho hast du Dicke nicht mit Mördern verglichen.

      Ich bin übrigens nicht dick wegen schwerer Kindheit oder Psyche, sondern wegen Neuroleptikaeinnahme.
      Es gibt 1000 Gründe.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • @stierfrau

      Es ist ganz wichtig, die individuellen Gründe für das eigene Dick verstehen zu können.
      Das hilft einem, zu akzeptieren.
      Es kann einem auch helfen, etwas zu verändern - falls man das wollen würde.

      Beim einen mag es sein, daß er "schwere" Jahre hatte - egal in welcher Lebensphase - die der Körper anschließend mit seiner gewichtsmäßigen "Schwere" ausdrückt.
      Denn der Körper sagt immer die Wahrheit.

      Bei einem anderen mag es nicht an schweren Jahren liegen, sondern an tausend anderen Gründen.

      Du, liebe stierfrau, schreibst ja auch einen wichtigen Satz in Deiner Signatur. Von wegen wer eine Frau ist, und wer nur wie eine Frau aussieht.
      Es ist auch ganz wichtig, die eigene geschlechtliche Identität leben zu dürfen. Und zwar angstfrei. Gibt ja viele Leute, die dick werden, weil ihr Körper findet, es sei sicherer, nicht so "sexy und aufreizend" herumzulaufen.

      Liebe Grüße
      Wenn du dir vornimmst, alles ganz richtig zu machen - genau das ist der Fehler. Ysolda Dee
    • stierfrau schrieb:

      Viele Dicke sind wegen ihrer schwerer Kindheit dick geworden. Wären sie Mörder, hätten sie auf mildernde Umstände plädieren können. Aber sie haben ja niemanden umgebracht - sie sind DICK! DAS ist viel viel viel schlimmer und muss natürlich bestraft werden...
      Was Du meinst verstehe ich.
      Dicke sind immer selbst schuld und immer schuldig an ihremZustand.Alle anderen von Alkhis über Mörder dürfen das Argument "schlechte Kindheit- Erlebnisse" anbrigen .Wir nicht.

      Die Kindheit ist ja vorbei, also warum frißt du noch?

      Es ist auf jeden Fall wichtig, sich nichts vorzumachen ...ich bin gerne so...sondern mal die Gründe zu hinter fragen, warum man diesen Schutzwall einst brauchte.

      Ich wurde mit 9 dick.Da war in meiner Familie Katastrophe und wir waren total arm.Es gab zum Beispiel nie Süßigkeiten.

      Später hat man es dann mit Fettzellen , die nun da sind und gefüllt werden wollen zu tun und mit erlerntem Suchtverhalten.

      Das Blöde ist nur, auch seit ich das alles durchschaue und analysieren kann....bin ich nicht schlank geworden und vor allem gebrauche Essen immer noch als "Emotionsausgleicher".

      Nur schau ich mir heute beim süchteln zu und bin oft erstaunt,wie klar der Zusammenhang..zum B. Frust- Essen ist.

      Klar , weiß ich , ich sollte dann was anderes tun, als essen.
      Aber das ist das Einfachste/ Verfügbarste.
      Und das andere was ich dann meistens bräuchte- menschliche Zuwendung oder einfach nur einen anderen Menschen zum über das Wetter reden- den kann ich mir halt nicht einfach besorgen.
      Dann kommt noch die körperliche Seite hinzu...

      Das absolut Doofe mit Essen ist, wenn man sich das als Suchtmittel ausgesucht hat, man kann es nicht lassen.
    • Das es viele Gründe gibt, dick zu werden und dick zu sein wurde nun ausgiebig behandelt, es gibt ja zusätzlich auch einen Extra Thread dafür.
      Die ursprüngliche Frage hier ist jedoch, ob Dicke mehr zahlen sollen.
      Wäre prima, wenn wir die Kurve dahin wieder hinkriegen würden.
      Ich habe einen Teil des Beitrags gesehen, die Kotze gekriegt und umgeschaltet, weil mir das alles zu polemisch war.
      Grundsätzlich ist halt immer wieder die Frage, wer soll denn bitte noch alles zahlen? Die Magersüchtigen, weil sie Therapie und Behandlung wegen der Verätzungen und kaputten Zähne brauchen? Die Raucher, die Alkoholiker? Die Extremsportler? Die Couchpotatoes, die garnichts machen, egal ob dick oder dünn? Wo fangen wir an, wo hören wir auf?
      Ich denke, wir sind uns alle einig, dass dieser Beitrag sehr reißerisch und aufhetzend verfasst war, von Satire hab ich da nichts erkennen können. Mich hat noch mehr entsetzt, dass das ein Beitrag des öffentlich-rechtlichen WDRs war, nicht etwa RTLplus oder so... da erwartet man das zumindest oder rechnet damit. Beim WDR hätte ich damit nicht gerechnet.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz

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