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Dick & Medien Dicke über Medien / Medien über Dicke.

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Alt 14.02.2008, 22:32   #1
Kubalibre
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Standard Dicke müssen draußen bleiben

Dicke müssen draußen bleiben
Donnerstag, 14.02.2008

Langsam treibt die Dickenhetze gar heftige Blüten. In Mississippi wird gerade über ein Gesetz beraten, das es Restaurants verbieten soll, Dicken Essen zu servieren.


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Geändert von Martina (02.05.2008 um 09:11 Uhr)
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Alt 14.02.2008, 23:15   #2
Loveroffatties
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... also dazu fällt mir jetzt wirklich nix mehr ein
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Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft - das ist eine Weltanschauung (KurtTucholsky) Quelle: Caysa, Volker (Hrsg.): Durch dick und dünn. Leipzig, 1998, S. 11.
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Alt 14.02.2008, 23:55   #3
gabriele
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zuerst die Raucher und jetzt geht es den Dicken an den Kragen. Wo soll das noch hinführen?
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Alt 15.02.2008, 05:31   #4
Darcy
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Zitat:
Zitat von gabriele Beitrag anzeigen
zuerst die Raucher und jetzt geht es den Dicken an den Kragen. Wo soll das noch hinführen?
Na ja, Rauchverbot und Dickenverbot kann man aber nun nicht wirklich miteinander vergleichen. Als Dicker Mensch schädige ich durch meine Nahrungsaufnahme höchstens mich selbst.
Raucher dagegen schädigen auch andere.

Wäre allerdings tatsächlich blöd, wenn nun Dicke nicht mehr ins Lokal dürfen, nachdem ich nun ENDLICH auch gern wieder ausgehe, da ich nicht mehr tagelange Nachwirkungen ertragen muß.
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Alt 15.02.2008, 05:54   #5
gabriele
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ich vergleiche es aber miteinander. Weil beides eben absurd ist. Ich denke aber, es kommt nicht so weit. Wäre ein schwerer Verstoß gegen das Grundgesetz.
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Alt 15.02.2008, 06:03   #6
stübbken
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Zitat:
Zitat von Darcy Beitrag anzeigen
..... Als Dicker Mensch schädige ich durch meine Nahrungsaufnahme höchstens mich selbst.

....und die Beleidigung der Augen ästhetischer, DIN-konformer Mitmenschen durch den Anblick dicker Fresser?

Sind das etwa keine Schäden?



stübbken
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Alt 15.02.2008, 06:08   #7
Darcy
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Die können wegschauen, Stübbken.
Ich bin aber rein biologisch gezwungen zu atmen und krieg dann eben auch die volle Ladung ab. Vom Gestank der Klamotten und Haare mal ganz zu schweigen.
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Alt 15.02.2008, 06:23   #8
gabriele
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aber man muß sich auch nicht unbedingt neben einen Raucher setzen. Und genauso wenig neben einen Dicken. Ist doch jeden selbst überlassen. Man kann dann höchstens zu Hause bleiben sich in einen Glaskasten einsperren, dann ist man keiner Gefahr ausgesetzt.
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Alt 15.02.2008, 06:39   #9
Darcy
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Egal wo ich mich im Restaurant hinsetze - wird dort geraucht, hab ICH ein Problem.
Ich bin vor dem Rauchverbot äußerst selten essen gegangen (eigentlich nur wenn es sich nicht vermeiden ließ, was mir aber JEDES mal tagelange Probleme mit Asthma, Kopfschmerzen und den Nebenhöhlen einbrachte). Seit dem Rauchverbot (hier in Bayern wars der 1.1.) geh ich gerne abends mal weg und genieße es, wirklich mein Essen zu riechen (was für mich zum Genuß einfach dazugehört) und auch danach nicht zu stinken wie eine Kneipe.
Das war einfach jahrelang nicht mehr möglich - wollte ich mal was aus dem Restaurant essen, hab ich mir das Essen in der Regel einpacken lassen und es mit nach Hause genommen.
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Alt 15.02.2008, 07:17   #10
gabriele
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ich finde das Rauchen auch nicht gut. Meine Devise lautet aber: leben und leben lassen. Seit ich denken kann, gab es Raucher schon in Gaststätten. Warum gibt es sie aber legal zu kaufen? ein Widerspruch.
Und wenn du Asthma hast, dann macht dir dein Übergewicht mehr zu schaffen, als das bißchen Rauch einzuatmen. Ich finde, du übertreibst.
Außerdem verlangen wir Toleranz von anderen, das gleiche sollte auch umgekehrt gelten.
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Alt 15.02.2008, 07:26   #11
Martina
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Also, bevor das hier jetzt wieder aus dem Ruder läuft: Ich finde, es ist das Recht eines jeden, das für richtig zu halten, was er oder sie für richtig hält. Und ob Darcy übertreibt, liebe gabriele, kannst Du nun wirklich nicht beurteilen. Du kennst sie ja gar nicht persönlich.

Ich gehöre zu den Leuten, denen die Raucherei immer herzlich egal war, solange mir das Zeug nicht direkt ins Gesicht zog, aber ich empfinde es jetzt auch als sehr angenehm, in Restaurants rauchfrei essen zu können.

Unabhängig von den gesundheitlichen Fragen, die mit dem Rauchen einher gehen: Es ist noch gar nicht sooooo lange her, dass es schlicht und ergreifend schlechtes Benehmen war, bei Tisch zu rauchen. Während meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau habe ich gelernt, dass ein Aschenbecher allenfalls nach dem Essen auf den Tisch gestellt werden darf. Diese Regeln wurden aber mehr und mehr aufgeweicht. Zuerst durfte zwischen den Gängen geraucht werden, dann wurde gefragt, ob man rauchen darf, während andere noch aßen, und schließlich wurde auf die Essenden gar keine Rücksicht mehr genommen. DAS hat mich auch gestört!

Und nun Frieden bitte!
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Alt 15.02.2008, 07:30   #12
Darcy
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Zitat:
Zitat von gabriele Beitrag anzeigen
ich finde das Rauchen auch nicht gut. Meine Devise lautet aber: leben und leben lassen. Seit ich denken kann, gab es Raucher schon in Gaststätten. Warum gibt es sie aber legal zu kaufen? ein Widerspruch.
Und wenn du Asthma hast, dann macht dir dein Übergewicht mehr zu schaffen, als das bißchen Rauch einzuatmen. Ich finde, du übertreibst.
Außerdem verlangen wir Toleranz von anderen, das gleiche sollte auch umgekehrt gelten.
Ich lass die Raucher ja leben - jeder soll rauchen soviel er will. Aber doch bitte da, wo es keinen anderen belästigt.
Nur weil etwas schon immer so war, muß es ja noch lange nicht gut sein und für alle Ewigkeit so bleiben. Früher durfte z.B. auch in Kinos geraucht werden - das wurde schon lange abgeschafft und inzwischen kann sich das gar keiner mehr vorstellen.
Warum es Zigaretten legal zu kaufen gibt? Weil unserem Staat Kohle vor Bürgerschutz geht

Mein Asthma spüre ich im Übrigen ausschließlich, wenn ich Rauch oder anderen schädlichen Gasen (z.B. der Benzindunst an Tankstellen) ausgesetzt bin oder mich körperlich übernehme. Das hatte ich genau in DIESER Form schon zu schlanken Zeiten. Mir zu unterstellen, dass ich übertreibe, ist gelinde gesagt einfach unverschämt.
Und Toleranz zu fordern, wenn mich jemand schädigt, ist ein bissel viel verlangt, findest Du nicht?
Oder bist Du tolerant, wenn Dir jemand über den Fuß fährt, nur weil ihm mal danach ist?
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Alt 15.02.2008, 07:31   #13
gabriele
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ich finde es auch nicht gut, mit dem Rauchen. Aber die Überschrift lautete ganz anders. Wenn Darcy sich so hineinsteigert und das Thema wechselt. Finde ich so auch nicht gut. Ich will Frieden und wirklich nichts anderes.
gabriele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2008, 07:31   #14
Darcy
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Sorry Martina,
da haben sich unsere Beiträge überschnitten
Darcy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2008, 07:34   #15
gabriele
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Liebe Darcy,
hast du nicht gelesen was Martina geschrieben hat.
Frieden bitte !
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Alt 15.02.2008, 07:36   #16
stübbken
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Zitat:
Zitat von gabriele Beitrag anzeigen
...... Außerdem verlangen wir Toleranz von anderen, das gleiche sollte auch umgekehrt gelten.
Ich hab' mal gelesen, dass Toleranz nur das unangenehme Gefühl ist, der andere könnte doch Recht haben!

Ich denke aber auch, dass meine Freiheit da aufhört, wo die meines Mitmenschen beginnt - nichts desto trotz halte ich Orthodoxie in jeglicher Form für wenig förderlich im menschlichen Miteinander!

stübbken
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Alt 15.02.2008, 07:40   #17
gabriele
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ja, du könntest Recht haben. Aber das finde ich so schade.
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Alt 15.02.2008, 07:42   #18
Ulrike
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Zitat:
Zitat von gabriele Beitrag anzeigen
Und wenn du Asthma hast, dann macht dir dein Übergewicht mehr zu schaffen, als das bißchen Rauch einzuatmen. Ich finde, du übertreibst.
Woher willst Du wissen was schwerer wiegt? Hast Du etwa Asthma oder Studien darüber dass Übergewicht die Atmung mehr beeinträchtigt als Asthma?

Ich litt früher (als ich noch schlank war!) unter allergischem Asthma und glaube mir so dick kann ich gar nicht werden als dass ich jemals noch so schwer atmen würde wie damals unter meinen asthmatischen Beschwerden.

Grüße

Ulrike
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Alt 15.02.2008, 08:58   #19
Itsme
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Zum Eingangs erwähnten Artikel:

Das Dicke an allem möglichen und unmöglichen Schuld sind, wissen wir jetzt ja mittlerweile. Es überrascht fast schon nicht mehr, wenn neue Erkenntnisse kommen, woran denn der Dicke noch alles die Schuld trägt.
Und jetzt soll er dann also nicht mehr essen (gehen) dürfen.
Wieso kommen mir beim lesen dieses Artikels so bestimmte Bilder in den Sinn?
Wann dürfen Dicke nicht mehr Selbständig sein? Oder bestimmte Berufe nicht mehr ausüben? Oder wann dürfen dicke Kinder nur noch bestimmte Schulen besuchen? Dicke sollen von der Bildfläche verschwinden, indem sie alle sofort schlank werden. Warum tut man sie nicht alle zusammen, dann hat man einen besseren Überblick über sie und kann sie besser kontrollieren.
Eine besondere Kennzeichnung braucht ein dicker Mensch ja nicht, man sieht ja dass er dick ist...
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Wer einen Platz im Herzen eines Menschen hat,
ist nie allein.

Itsme
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Alt 15.02.2008, 09:34   #20
Lunix
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Mississippi? Wenn mich meine Geographie- und Geschichtskenntnisse jetzt nicht trügen, ist das einer der Südstaaten. Gehört also zu einer Region der USA, in der man mit Diskriminierung gute Erfahrung hat. Gut, dass es ziemlich schwierig sein dürfte, Dicke mal eben so zu hängen.

P.S.:

Wenn's durch kommt, gibt es bei dumblaws (generic domain für commerce), einer Sammlung schräger Gesetze, einen weiteren Eintrag für diesen Bundesstaat.
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Alt 15.02.2008, 10:16   #21
Sally
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Zitat:
Zitat von Darcy Beitrag anzeigen
Als Dicker Mensch schädige ich durch meine Nahrungsaufnahme höchstens mich selbst. Raucher dagegen schädigen auch andere.
Da sind viele aber ganz anderer Meinung - sie fühlen sich nämlich finanziell geschädigt und wollen Dicke aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausschließen, weil sie die *Achtung Ironie* horrenden Kosten für deren unvermeidbare Folgekrankheiten nicht mittragen wollen ...
Das lese ich immer häufiger, auch und gerade in den Kommentaren zu solchen Artikeln.

Vorgestern war ich mit meiner Tochter in der Eisdiele. Die war sehr gut besucht, und ein älteres Ehepaar setzte sich zu uns an den Tisch. Wir fingen an zu plaudern, die beiden alberten auch ein bisschen mit meiner Tochter herum. Unser Blick fiel durch die Glastür in den (leeren) Raucherraum. Die beiden outeten sich als Nichtraucher, meinten aber, die gesamte Entwicklung sei doch ein wenig bedenklich. Wörtlich: "Heute verbieten sie das Rauchen, morgen den Alkohol, dann Burger und Fritten, und wir werden alle rund um die Uhr überwacht."

Ich selbst bin gespalten, was das Rauchen betrifft.

Ich habe rund 25 Jahre geraucht, es gehörte für mich selbstverständlich dazu und war auch überall erlaubt. Ich erinnere mich - wie oben schon angedeutet - an Rauchen im Kino und auch in der oberen Etage englischer Doppeldeckerbusse. Es wäre für mich undenkbar gewesen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Dann wurde ich schwanger und empfand von heute auf Morgen einen ganz extremen Ekel, wenn ich eine Zigarette nur von weitem roch oder mir auf der Straße jemand rauchend entgegenkam. Ich konnte kein Lokal mehr betreten.

Das hat sich später etwas gebessert, aber wirklich nur etwas.

Ich habe also aufgehört zu rauchen, ohne mich anstrengen zu müssen, ohne es auch nur zu wollen. Das ist ein Geschenk, klar. Hat mich aber auch (zusammen mit dem Verzicht auf Alkohol, durch den ich so manche Abendmahlzeit ersetzt hatte und der mir plötzlich auch nicht mehr schmeckte) 30 kg Gewichtszunahme gekostet, der ganze Spaß.

Heute bin ich, wie gesagt, gespalten.

Einerseits genieße ich es sehr, in Restaurants und Cafés sitzen zu können, ohne dass mich der Qualm vollstinkt und ich mich anschließend vor der Waschmaschine komplett ausziehen muss.

Andererseits macht mir die Reglementierungswut schon ein wenig Angst, denn das ist sicher noch nicht das Ende. Wir sagen immer zuerst "die spinnen, die Amis" ... und am Ende übernehmen wir doch wieder das Neueste aus den USA. Und dann behält der nette ältere Mann aus der Eisdiele doch Recht. Das wäre furchtbar.

Richtig finde ich auf jeden Fall das Rauchverbot in Restaurants. Martina hat schon Recht - früher hat die Rücksichtnahme beim Essen einfach besser funktioniert. Auch das ist vielleicht ein Grund für die zunehmende Reglementierungswut: Die Menschen schaffen es (wohl) nicht mehr allein, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Weder beim Rauchen noch im Straßenverkehr noch sonstwo. Das beschert uns dann immer neue Gesetze.
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Genieße das Leben - denn wenn Gott die Menschen misst,
legt er das Maßband nicht um die Taille, sondern ums Herz.

(Quelle: unbekannt)

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Sally ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2008, 10:56   #22
Stadtmadl
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Also mir geht es genau anders, als Sally: Ich war schon immer eher Nichtraucherin. Habe zwar mal die eine oder andere Zigarette mitgeraucht, aber es schmeckt mir einfach nicht besonders und selbst, wenn ich mir dann mal Zigaretten gekauf habe, habe ich sie schlicht vergessen, was mir mit Schokolade wohl nie passieren wird. War halt nicht mein Suchtmittel. Trotzdem fand ich verrauchte Cafés und Lokale irgendwie gemütlich (ja, steinigt mich nur, die Kommentare kennen ich inzwischen, mir hat es trotzdem gefallen). Und genau diese Gemütlichkeit vermisse ich inzwischen. Warum sich das für mich so anfühlt, weiss ich auch nicht, aber so ist es eben. Und nun vermisse ich was, wenn ich mal einen Nachmittag in irgendeinem Café herumsitze. Ja, schaut nur ungläubig, mir fehlt ein Teil der Atmosphäre.

Dennoch ließe sich damit leben. Die Anti Raucherkampagne gefiel und gefällt mir aber auch genau aus den von Sally und einigen anderen genannte Gründen nicht: Ich sehe hier schon einen ziemlich heftigen Eingriff des Staates in die Privatshphäre (auch wenn das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten wurde) des Einzelnen. Und seit die Anti-Rauchergesetzte letzten Sommer intensiv in der Diskussion waren, warte ich genau auf solche Regelungen, wie in dem Artikel besprochen werden bezüglich des Essens. Restaurantverbote, Lebensmittelkarten (nach BMI verteilt), Pflicht-Wiegen am Eingang von McDonalds oder Ähnliches.

Es besteht nach meinem Empfinden im Moment so ein grosser Wunsch in der Bevölkerung, Recht zu haben, sich besser zu fühlen und mit dem Finger auf einen vermeintlich "Schuldigen" zeigen zu können (was wir eben genau an den Fernsehsendungen sehen können, egal ob Dschungel-Camp, Frauentausch oder die Sendungen über Dicke - es geht doch überall nur darum, dass der Zuschauer sich selbst überheben kann und das Gefühl bekommt: Ich bin viel besser/braver als "die da") da ist es für mich nur eine Frage der Zeit, bis auch die Dicken, die ja von den Krankenkassen ohnehin schon angeprangert werden, sich mit gesetzlichen Regelungen à la Raucherkampagne konfrontiert sehen werden. Vielleicht nicht schon morgen, aber die Stimmung ist da und die Gesetze werden folgen. Fürchte ich.

Insofern habe ich auch immer Solidarität mit den Rauchern gepredigt, aber das war zu spät. Und Solidarität mit den Dicken? Wir sollten uns schnellstens eine Lobby überlegen, die uns braucht und an die wir uns hängen können, sonst kochen wir nämlich plötzlich alle zu Hause*. Oder gründen Essclubs.

*das wäre ja nicht so schlimm und meistens tue ich das ohnehin, aber eben nicht, weil man mich dazu zwingt. Und ab und zu finde ich Essen gehen einfach auch sehr praktisch.
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Alt 15.02.2008, 11:03   #23
Darcy
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Um eins mal zu betonen, ich glaub, das kam in meinem vorherigen Beiträgen nicht wirklich rüber:

Meinetwegen hätte das Rauchverbot nicht sein müssen - WENN es entsprechende Rücksichtnahme und die Möglichkeit rauchfrei essen zu gehen gegeben hätte.
Dies war aber NICHT möglich - schon seit Jahren nicht mehr.

Klar hätte jeder Lokalbetreiber die Möglichkeit gehabt, ein rauchfreies Lokal aufzumachen, aber mal ehrlich, wer hätte sich getraut, dieses wirtschaftliche Risiko zu tragen? Es hieß ja schon im Vorfeld, wenn man nicht rauchen dürfe, würde keiner mehr essen gehen.
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Alt 15.02.2008, 11:03   #24
Doris
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Zitat von Kubalibre Beitrag anzeigen
Langsam treibt die Dickenhetze gar heftige Blüten. In Mississippi wird gerade über ein Gesetz beraten, das es Restaurants verbieten soll, Dicken Essen zu servieren.
Was ich daran ja lustig bis paradox finde - wie war das nochmal, womit wird in Restaurants Geld verdient? Möglicherweise mit Gästen, die dort was essen möchten?
[sarkasmus on]Und das, wo sich bei Dicken doch bestimmt ganz toll verdienen läßt, die kommen ja nie unter 3 Steaks und 5 Liter Cola aus.[/sarkasmus off]
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Alt 15.02.2008, 11:11   #25
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Zitat:
Zitat von Sally Beitrag anzeigen
Auch das ist vielleicht ein Grund für die zunehmende Reglementierungswut: Die Menschen schaffen es (wohl) nicht mehr allein, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Weder beim Rauchen noch im Straßenverkehr noch sonstwo. Das beschert uns dann immer neue Gesetze.
das kann ich nur unterschreiben. mir bleibt oft der mund offen stehen, wie rücksichtslos manche autofahrer das leben anderer menschen gefährden. meine gasse geht leicht bergauf und um die ecke ist eine schule. so einen stöpsel übersieht man leicht, wenn der zwischen den autos auf den zebrastreifen tritt oder läuft.
deshalb wurde sogar eine bodenschwelle eingebaut, um die leute einzubremsen. und doch höre ich oft unten am gassenende ein quietschen, ein motor heult auf und irgendein heini rast wie batman im batmobil die gasse rauf.

ich habe auch von einem tag auf den anderen mit rauchen aufgehört, einfach weil ich immer weniger geraucht hatte und es mir nicht mehr geschmeckt hat. heute weiß ich, dass diese entscheidung vor 6 jahren äußerst klug war. vater an lungenkrebs gestorben, großvater mütterlicherseits an lungenkrebs gestorben und selbst schon klar die lunge als schwachstelle.

was ausgerechnet restaurants dazu bewegen sollte bei diesem dicken-verbot mitzuziehen, ist mir allerdings schleierhaft.
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Alt 15.02.2008, 11:17   #26
Lunix
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Zitat:
Zitat von Sally
Richtig finde ich auf jeden Fall das Rauchverbot in Restaurants. Martina hat schon Recht - früher hat die Rücksichtnahme beim Essen einfach besser funktioniert. Auch das ist vielleicht ein Grund für die zunehmende Reglementierungswut: Die Menschen schaffen es (wohl) nicht mehr allein, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Weder beim Rauchen noch im Straßenverkehr noch sonstwo. Das beschert uns dann immer neue Gesetze.
Ich sehe das vor allem unter dem Aspekt des Arbeitsschutzes, besonders für Schwangere.Da die Arbeitsplätze auch in der Gastronomie nicht auf der Straße liegen, wird man sich wohl kaum entscheiden können, ob man in einem Raucher- oder Nichtraucherbetrieb arbeitet. Für den Gastbereich ließen sich auch andere Lösungen finden.

Was mich an der Sache wirklich stört, ist, dass es mal wieder nur die Raucher ausbaden sollen und die Tabakindustrie, die ihren Profit mit der Gesundheitsgefährdung von Menschen macht, bleibt - dank Lobbyarbeit - völlig unbehelligt. Zur Erinnerung
Das ist m. E. Heuchelei pur.

Wenn man wirklich um die Gesundheit der Menschen besorgt ist, hätte man 1. viel früher und 2. anders anfangen können, z. B. mit einem absoluten Werbeverbot für Tabakwaren (aber auch Alkohol!) oder mit dem Verbot von Zigarretenautomaten. Aber solange der Staat an der Abhängigkeit von legalen Suchtmitteln in Form von Steuern mitverdient, werden wir keine vernünftige Regelung erleben.
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