Reis schmeckt chemisch und allgemein macht das alles mit uns

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    • Reis schmeckt chemisch und allgemein macht das alles mit uns

      Dieser Tage kaufte ich Reis beim Discounter.

      Ich gehe relativ entspannt um mit all den Warnunungen .
      Wenn ich kann kauf ich regionale Produkte
      Bio- daran ich glaub nicht , daß auf einmal überall weltweit soviel bio produzeirt wird- deshalb muß bei mir nicht Bio dran stehen- ich glaub einfach nicht, daß das gewährleistet ist.
      Auser vielleicht Demeter zertifiziertes Zeug, aber das kann sich leider nicht jeder leisten.

      Also kauf ich Grundnahrungsmittel auch da wo ich sie mir leisten kann.
      Dieser Reis schmeckt chemisch.
      Erst dachte ich ich spinn.
      Beim zweiten Kochen und trotz langem Waschen tat er es immer noch.

      Da dacht ich - logisch- wird behandelt gegen Parasiten , Schimmel ecetera.
      :eek:Hast du bis jetzt gedacht, die bauen den Reis giftfrei an und transportieren, lagern ihn ohne ihn mit Gift zu schützen."
      Mußte ich mich fragen.

      Kartoffeln werden begast, damit sie nicht keimen....also ich hab gerne dicke Scheuklappen auf, was all den Mist angeht, der mit unserer Nahrung gemacht wird.

      Zu chemisch richendem Reis gab es dann eine Menge zu finden- dies zum B

      test.de/Basmati-Reis-Jeder-zweite-mangelhaft-4118269-0/

      Also "freute" ich mich- ich hab keine Wahrnehmungsstörung- es stimmt was ich reiche- schmecke.

      Leider hab ich die Verpackug nicht mehr- ich würde mich gerne beschweren.

      Mein Fazit ist - ich hab eh immer den Eindruck, daß erst diese industrielle Art Nahrung zu erzeugen, all die Chemie in unserem Essen...das hat auch was damit zu tun, daß wir so an Gewicht zulegen.
      Gibts viele Gründe für- viele sind gewollt.

      Werd ich nun auf meine ollen Tage doch noch zur angagierten Kundin.Die den ganzen Mist verweigert?
    • Das ganze Zeug kann nicht nur dick machen.

      Einige Homöopathen behaupten seit langem, daß die ganzen Spritzmittel auf der Nahrung zur steigenden Zahl von Diabetes beitragen / oder sogar Diabetes verursachen können.

      Was der ganze Cocktail an Chemie mit und in empfindlichen Körpern macht - das weiß bis jetzt noch keiner.
      Was Glyphosat macht ... oder all die anderen Mittel ... Glyphosat kann man zum Beispiel in Wikipedia nachschlagen.

      DDT wurde ja irgendwann verboten, war aber noch lange im Fettgewebe der Menschen "DA".

      Ich persönlich "glaube an" gutes Essen. Kaufe seit eh und je im Bio-Laden. WENNGLEICH ich mir auch bewusst bin, daß es da "offene Lücken" gibt, und daß nicht alles so ist, wie ich es mir wünschen würde. Will mal nur sagen, was heute als "bio" gilt und in Unmengen von Plastik eingeschweißt ist ... mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen.
      Trotzdem denke ich, es ist immer noch die bessere, unschädlichere Alternative. Es ist dem am nächsten, was wir "früher" gegessen haben, aus dem Garten. Früher war alles von Natur aus "bio".

      Weiß aus Erfahrung, daß es finanziell eine herbe Nummer ist, mit bio.
      Ist aber eigentlich das gleiche mit allem, was eine gute Qualität hat.

      Habt Ihr neulich den Tatort gesehen, wo es um billiges Fleisch ging? Und was die da drauf gesprüht haben, in dem Wissen, daß es den Billig-Käufern schaden wird?

      Möchte an dieser Stelle fraubrezle gratulieren: daß Deine Sinne so gut und geschärft reagieren, so seismografisch die "Zutaten" herausriechen und -schmecken!
    • Ich bin auch total " Bio ". Ich denke schon, dass die Produkte weniger belastet sind als die günstigeren. Allerdings gebe ich zu, wenn es wirklich horende teuer ist, greife ich zu den anderen Sorten.

      Den Reis hab ich schon vor Jahren durch Dinkel ersetzt. Er schmeckt mir auch viel besser. Und er hat einen niedrigen glykämischen Index. Macht also auch lange satt. Wobei einige Gerichte nicht mit Dinkel schmecken z.B. chinesisch oder Thai.

      Bei Lebensmitteln muss man, so glaube ich, auch manchmal die " Scheuklappen " auf haben sonst wollte man bald gar nichts mehr essen. Was gab es nicht schon alles, von Rinderwahn bis Antibiotikaskandal :krank:
    • Danke für Eure Beiträge.

      Aber hat auser mir noch nie jemand, hier, son Reiserlebnis gehabt?

      Dinkel ist lecker ,aber ich koch gern asiatisch angehaucht- habb ich schon mit Dinkel probiert- paßt leider ned.
      Klar kann man es essen.
      :D
    • Ich hab bis jetzt keinen chemisch schmeckenden Reis gehabt. Ich hab nur Probleme mit Parboiled-Reis, da bekomme ich Schluckbeschwerden von, liegt in der Familie. Wir vertragen die "ach so tollen" Inhaltsstoffe aus der Schale nicht, die da reingedampft werden.

      Grüße
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich habe auch schon öfters Reis gekauft der zwar nicht chemisch, aber total muffig und modrig roch...beim Kochen (bzw. Dampfgaren) kam so ein übler Geruch aus der Küche dass mir fast übel wurde... Den Reis habe ich komplett weggeschmissen (es war Parboild von gut und günstig). Als ich die nächste Packung aufmachte...wieder der gleiche muffige Gestank...
      Da nutz selbst abspülen nix...höchsten mit Spüli vielleicht :grins::eek:
    • Ich habe bislang noch keine schlechten Erfahrungen mit Reis gemacht. Allerdings habe ich auch schon jahrzehntelang keinen Reis mehr in einem normalen Supermarkt gekauft. Entweder nehme ich meinen geliebten Rundkornvollkornreis aus dem Bioladen oder ich überlasse mich dem Asiamarkt meins Vertrauens. Dort, wo viele Asiaten ihren täglichen Reis einkaufen, liegt man selten so ganz daneben, was Reis anbelangt. Wobei auch hier die Arsenbelastung nicht unerheblich sein dürfte. Arsen riecht und schmeckt man nicht bei Reis, aber es ist in den meisten konventionell produzierten Reissorten/-arten drin. Von daher kaufe ich zu 90 % bio.

      Ich finde ja auch, dass Couscous eine gute Alternative zu Reis ist.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • ich mag Parboiledreis überhaupt nicht, ich finde, der schmeckt muffig, genauso wie Kochbeutelreis.

      Alternativen zu Reis: Couscous, Graupen, Gerste, Urpasta, Konjak- Reis.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • fraubrezle schrieb:

      Mein Fazit ist - ich hab eh immer den Eindruck, daß erst diese industrielle Art Nahrung zu erzeugen, all die Chemie in unserem Essen...das hat auch was damit zu tun, daß wir so an Gewicht zulegen.
      Gibts viele Gründe für- viele sind gewollt.


      Ich bin seit Jahren Biotante rsp. kaufe regional/saisonal und was es regional nicht gibt eben von richtigen ‚Handarbeitern‘. Ich meide die Industrie bei Nahrung wo immer es möglich ist und da ist seeehr viel möglich. Der Kaffee kommt z.B. aus einer kleinen Rösterei die mit Produzenten in den Ländern direkt arbeiten, der Reis von einem Anbieter der es genauso macht, usw. Die Bauern, von denen unser Fleisch, Eier und Milchprodukte stammen, haben wir auch schon besucht. Ja zugegeben, ist nicht billig, aber das ist mir zum einen der Genuss wert, das Tierleid sowieso, die ausgebeutet Produzenten auch und natürlich meine Gesundheit. Wenn ich mir das nicht leisten könnte, würde ich lieber woanders sparen um es mir leisten zu können. Die meisten essen eh zu viel von allem und gerade zu viel Fleisch und da kauft man doch lieber weniger aber hochwertig.

      So und nun zu meinen persönlichen Erfahrungen und dem eigentlichen Thema. Ich bin zu dick, weil ich zu viel esse. Das hat sich nach der Umstellung auf hochwertige Nahrung und dem Verzicht auf industriell gefertigte Lebensmittel auch nicht geändert. Ich habe am Abend trotzdem 2 Teller gefuttert und blieb so dick, wie ich vorher war. Vor ca. 1 Jahr wurde festgestellt, dass mein Mageneingang nicht mehr so richtig schließt und wenn ich zu viel gegessen habe, hat es mir das Zeug oben rausgerückt, was zu Sodbrennen und schlimmen Magenschmerzen geführt hat. Na und seit dem esse ich zwar alles was ich vorher auch gegessen habe, aber eben nur noch 1 Teller am Abend und siehe da, ich habe ganz von selbst fast xkg verloren und alle Magenbeschwerden sind auch weg. Und daher weiß ich, dass mein Gewicht einzig und alleine mit der Essensmenge zu tun hat.

      Ich bin aber in dem Punkt dabei, wo es um Fertignahrung geht, denn es ist eine unglaubliche Menge an Zucker und Fett versteckt, die man nicht kontrollieren kann und die auch mehr als unnötig ist. Mache ich alles selbst, dann habe ich das in der Hand und kann mich entscheiden. Außerdem halte ich die ganze Chemie im Essen grundsätzlich für ungesund. Für mich ist es also die Kombination aus falsch und auch noch zu viel davon, die es zu einem echten Problem werden lässt. Wobei ich sicher bin, dass die Fertigfutteressen die dünn sind, auch ihre gesundheitlichen Problmchen von dem Müll bekommen werden. Nahrung ist und war schon immer etwas ganz natürliches und ich kann einfach nicht verstehen, wie es so zu eine industriellen Massenware mit Einheitsgeschmack verkommen konnte :mad:

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    • Calabrone schrieb:

      ich kann einfach nicht verstehen, wie es so zu eine industriellen Massenware mit Einheitsgeschmack verkommen konnte :mad:[/FONT][/COLOR]


      da mag es mehrere Gründe geben, als erstes schon mal die Interessen des Handels und des Gewinns.

      Nahrungsmittel müssen industriell verarbeitbar sein, müssen ein möglichst langes "shelf life" haben, müssen weit transportierbar sein, und das fertige Produkt muß immer gleich sein, damit der Konsument weiß, was er kauft, wenn er einen Kuchen oder eine Pizza der Marke XY kauft.
      Wenn man zum Beispiel zu Hause etwas zubereitet - einen Kuchen, oder ein Gulasch, oder einen Kartoffelsalat - dann ist das Produkt kaum jemals "gleich" mit dem, was man gestern oder letzet Woche zubereitet hat ... man würzt minimal anders, die Eier waren größer, man hatte nur noch wenig von einer Zutat da ... - in der Industrie muß der Kartoffelsalat immer "gleich" sein.
      Der Wunsch nach Transportfähigkeit und langer Lagerung bescherte uns - durch die Konzentration auf ganz bestimmte Sorten - die allseits bekannte Gummitomate usw ...

      Und wenn dann so ein standardisiertes Eßprodukt zubereitet wird, dann ist natürlich durch Konzentration auf besonders hoch tragende Sorten und durch ganz andere, gewinnorientierte Anbaumethoden, schon das angelieferte Gemüse, die Rohware, ganz anders.

      Zu all dem kommt, daß "wir (post-)modernen Westler" vielfach unsere (Geschmacks-) Sinne nicht mehr so richtig einsetzen.
      Einerseits gehen wir Geschmäckern wie bitter eher aus dem Weg. Andererseits überreizen wir "gerne" Geschmäcker. Ich denk da nur mal an die super-scharfen Curry- und Chilliwürste, die in manchen Buden angeboten werden. Oder an "überall-süß". An extrem salzig, das "wir" an Knabberartikeln so lieben ...

      Bringt man als dritten Faktor ins Spiel, daß viele Leute gar nicht mehr die Zeit und Energie haben, nach einem langen Arbeitstag und einer langen Heimfahrt dann auch noch zu kochen - da ist es doch logisch, daß sie zu Fertigprodukten greifen - und diese müssen dann eben das "gewünschte" Geschmacksprofil haben und auch nach sechs Wochen im Regal bzw. im TK-Regal noch die gleiche Konsistenz aufweisen ...

      Gibt sicherlich noch viele andere Gründe.

      Ich hab mal einen Sci-Fi Roman gelesen, darin war es der höchste, unerhörte Luxus, sich abends selbst(!) eine Kartoffel(!) zu kochen, an der - man glaubt es kaum - beim Einkaufen sogar noch ein bißchen gute alte Erde hing(!)
      Der Held des Romans hatte Probleme, sich an die abgefahrene Kocherei seiner Freundin zu gewöhnen. Er sagte immer, "da fehlt der gute schockgefrostete Geschmack!"

      :mampf:
    • Traurige Welt :(

      Ich habe einen super belastenden Job, aber trotzdem schaffe ich es mich einmal die Woche hinzusetzen und wir überlegen gemeinsam, was wir am Freitag am Wochenmarkt einkaufen und das reicht für die ganze Woche. Es wird überlegt was es täglich geben wird und wir kochen am Wochenende so viel, dass es Montag/Dienstag auch reicht. Den Rest der Woche gibt es schnelle Gerichte (Pasta mit Gemüse z.B.) oder selbst gekochtes aus dem Tiefkühler. Alles eine Frage der Organisation und das ich habe keine Zeit ist kein Grund auf diesen industriellen Mist zurückgreifen zu müssen - ich habe auch keine Zeit und muss es nicht :) Es ist eine Frage der Prioritäten.

      Wenn jemand sich mit Chemie, zu viel Salz, Zucker und Fett ernähren will ist das absolut OK für mich :D Hauptsache meine Geschmacksnerven gehen nicht kaputt :)
    • Calabrone schrieb:

      Alles eine Frage der Organisation und das ich habe keine Zeit ist kein Grund auf diesen industriellen Mist zurückgreifen zu müssen - ich habe auch keine Zeit und muss es nicht :) Es ist eine Frage der Prioritäten.


      Jetzt würde mich wirklich interessieren, was Du unter "keine Zeit" verstehst.
    • Ich mag diesen Unterton nicht, der Essen mit Moral koppelt und ganz nebenbei noch herausstellen soll, wie toll man selber ist und wie großartig man sich ernährt (und wie doof dagegen die Masse :rolleyes:)

      Sehr viele Menschen bei uns können gar nicht kochen. Es mangelt ihnen an Zeit. Anderen fehlt das Geld. Und wieder anderen schlicht die Fähigkeit - sie haben es nie gelernt. Das kann auch miteinander gekoppelt vorkommen.

      Zu den von Issi aufgezählten Gründen für industrielle Nahrungsproduktion kommt noch einer hinzu:
      Aber-Milliarden Menschen müssen irgendwie ernährt werden.
      Das geht wohl kaum mit Produktionsmethoden aus dem 19. Jahrhundert.

      Wir hier im satten Deutschland reden hier über reine Luxusprobleme.
      Aber auch bei uns sind Kinder auf ehrenamtliche Suppenküchen angewiese8und die kaufen gewiss nicht in Bioladen oder -hof)

      Beste Grüße von Thea
    • Joy2016 schrieb:

      Jetzt würde mich wirklich interessieren, was Du unter "keine Zeit" verstehst.


      Keine Zeit bezieht sich auf den Satz von Issi: daß viele Leute gar nicht mehr die Zeit und Energie haben.



      @Thea

      Ach so, man darf also nicht schreiben wie man selbst lebt - auch nicht wenn man sagt, dass es einem egal ist, wie andere es machen? Höchst spannend hier :)

      Und Tierleid in Kauf nehmen hat nun mal etwas mit Moral zu tun und ist höchst fraglich. Etwa nicht?
    • Thea schrieb:

      Ich mag diesen Unterton nicht, der Essen mit Moral koppelt ...

      Beste Grüße von Thea


      Das Problem ist aber, dass Nahrungherstellung in unserer heutigen Zeit viele ethische Aspekte hat (Tierhaltung, Umweltvergiftung, Entsorgung von brauchbaren Lebensmitteln
      etc.).

      Darüber mache ich mir schon Gedanken und versuche solche ethischen Aspekte bei meiner Ernährung zu beachten. Was aber nicht bedeutet, dass ich mich anderen überlegen fühle oder sie als "dumm" erachte.
    • Calabrone schrieb:

      Keine Zeit bezieht sich auf den Satz von Issi: daß viele Leute gar nicht mehr die Zeit und Energie haben.


      Und ich frage Dich jetzt konkret, was für Dich bedeutet "keine Zeit" zu haben. Da Du für Dich in Anspruch nimmst, trotz "keiner Zeit" unverarbeitete Lebensmittel zuzubereiten und andere als fehlerhaft in ihrer Prioritätenorganisation zu bezeichnen.

      Denn fehlende Zeit wird immer auch sehr individuell wahrgenommen. Das war keine rethorische Frage, sondern wenn Du schon von Dir erzählst, wäre es durchaus interessant zu wissen, wie sich eine Person, die eigentlich keine Zeit für Deine Ernährung hat, sich trotzdem organisiert und wie Du eben "keine Zeit" wertest.

      @Schnatterfleck
      Korrekt, und trotzdem können die Ausführungen eines ethisch guten Veganers als bevormundend oder aufklärend wahrgenommen werden. Es ist auch eine Sache der "Wie es in den Wald hineinruft..."

      Moral über Nahrungsmittel ist übrigens auch ein Luxusproblem, dass man sich erst leisten können muss. Und auch in den Industrieländern gibt es Menschen, denen fehlt die Möglichkeit - aus bildungstechnischen Gründen, aus finanziellen oder zeitlichen - und das ist ein ganz anderes Problem.
    • Joy2016 schrieb:



      @Schnatterfleck

      Moral über Nahrungsmittel ist übrigens auch ein Luxusproblem, dass man sich erst leisten können muss. Und auch in den Industrieländern gibt es Menschen, denen fehlt die Möglichkeit - aus bildungstechnischen Gründen, aus finanziellen oder zeitlichen - und das ist ein ganz anderes Problem.


      Das ist mir durchaus bewusst- aber es gibt doch auch sehr viele die im dicken SUV vorm Supermarkt vorfahren und dann die billigsten Qualeier kaufen...
    • Das Finanzielle ist ein wichtiger Aspekt.
      Und einer, den ich nie wirklich verstanden habe.

      Zum Beispiel mal, ein Kilo Mehl beim Discounter.
      Das wurde hergestellt aus MEHR als einem Kilo Weizen. Mehl 450 oder 550 ist ja nur der innere Mehlkörper des Korns, während Randschichten usw. "wegfallen". Man braucht also deutlich mehr als ein Kilo Weizen, um ein Kilo Mehl zu erzeugen.
      Dieser Weizen kommt aus wer-weiß-woher, USA vielleicht, oder Kanada ...? Wird verschifft, in die Mühle verfrachtet, gemahlen, evtl. mit Zusätzen versehen, verpackt, wieder transportiert, gelagert und schließlich ins Endverbraucher-Geschäft geliefert.
      und an jedem dieser Schritte VERDIENT jemand.

      Wie kann es dann bitteschön sein, daß ein Kilo Mehl beim Discounter deutlich weniger kostet als ein Kilo Weizen, der in der Region erzeugt und auf "kurzen Wegen" ins Lädchen gebracht oder gleich im Hofladen verkauft wird?

      Man braucht vielleicht kein Verschwörungstheoretiker zu sein um auf den Gedanken zu kommen, daß da "System" dahinter stecken könnte?

      Thea hat Recht: es dürfte kaum möglich sein, mit handgesäten, handgegossenen und handgeernteten Möhren die große Zahl an Bevölkerung zu ernähren. An dieser Stelle ein aufrichtiger großer Dank an Justus von Liebig, der mit seinen Forschungen zu Dünger den Grundstein legte für mehr Erträge!

      Indessen - wird inzwischen mit "Hochertragssorten" oder genetisch "resistentem" Getreide ganz deutlich Machtpolitik betrieben - und natürlich Gewinn-Interessen vorangepuscht. Genau wie bei der Spekulation auf Nahrungsmittel.
      DAS kann irgendwie auch nicht richtig sein.
      Ich denke, wir haben einfach den gesunden Mittelweg verloren ....???
    • Schnatterfleck schrieb:

      Das ist mir durchaus bewusst- aber es gibt doch auch sehr viele die im dicken SUV vorm Supermarkt vorfahren und dann die billigsten Qualeier kaufen...


      Bewusst provokant: Ja, und?
      Sollen sie doch, es wird schon Gründe dafür geben. Ist das schlechter, als mit dem Fahrrad vorzufahren und Qualeier zu kaufen? Oder mit dem Mercedes und dafür Lebensmittel mit Palmöl zu kaufen? Oder Lebensmittel, bei deren Herstellung Kinder leiden mussten?

      Was ich eigentlich damit sagen will: Wir sollten endlich damit aufhören, den Splitter in den Augen der anderen zu suchen und uns darüber auszulassen, solange da noch der Balken im eigenen Auge steckt.

      Was bringen denn diese ewigen Vergleiche? Im Zweifel gar nix außer Frust.

      Wenn jemand seine eigenen Erfahrungen postet, ist das o.k.
      Kritische Nachfragen sind auch o.k. - das gehört dazu.


      Trotzdem ist dieser Thread haarscharf davor, die Sachebene zu verlassen, deshalb bitte ich alle Teilnehmer/Innen darum, sachlich zu diskutieren. :danke:
    • Joy2016 schrieb:

      Und ich frage Dich jetzt konkret, was für Dich bedeutet "keine Zeit" zu haben. Da Du für Dich in Anspruch nimmst, trotz "keiner Zeit" unverarbeitete Lebensmittel zuzubereiten und andere als fehlerhaft in ihrer Prioritätenorganisation zu bezeichnen.

      Denn fehlende Zeit wird immer auch sehr individuell wahrgenommen. Das war keine rethorische Frage, sondern wenn Du schon von Dir erzählst, wäre es durchaus interessant zu wissen, wie sich eine Person, die eigentlich keine Zeit für Deine Ernährung hat, sich trotzdem organisiert und wie Du eben "keine Zeit" wertest.



      Meine persönliche Zeit ist voll mit einem 40 Stunden plus (weil meist deutlich mehr als 40 Stunden) Job, Familie, Haushalt + Garten, 7 Katzen und Fotografieren als Hobby. Die Freizeit ist als kostbar, weil knapp bemessen, aber das Thema Ernährung ist uns so wichtig, dass wir uns Zeit nehmen die Einkäufe zu planen, die Speisen zuzubereiten und der Freitag Wochenmarkt Termin ist heilig, denn da bekommen wir den Großteil der gewünschten Lebensmittel an einem Platz. Der einmal die Woche gründlich Putz zieht sich dann halt bis in den späteren Freitagabend, auch wenn wir nach der harten Woche im Job gerne auf das Sofa springen würden. Ich bin gerne spontan, aber trotzdem ist viel Zeit vorher verplant und der Alltag ist getaktet. Am Wochenende kochen wir Speisen vor (auch für den Tiefkühler), oder es wird mal auf Vorrat Ketchup, Marmelade oder so was gekocht. Die Planung was, wie, wann gekocht wird machen wir meistens am Donnerstag um für Freitag gerüstet zu sein. Unter der Woche verlassen wir das Haus um 6:30 und kommen so gegen 18 Uhr heim und man kann sich ja vorstellen, was so 7 Katzen verbrechen können tagsüber. Die Bande kann über eine Katzenklappe in einen abgesicherten Bereich des Gartens und diese Woche haben sie leider wieder einen Vogel gefangen und dann bin ich erst mal ewig beschäftigt gewesen die Federn in der Wohnung zu beseitigen. Ungeplante Zusatzbeschäftigung neben dem täglichen saugen, dass so viele Katzen halt nötig machen.

      Ich hoffe das beantwortet deine Frage?
    • @Joy2016

      Ich weiß nicht, ob du noch was schreiben wolltest. Ich bin jetzt für 1 Woche im Urlaub und schaue da nicht ins Forum. Nicht das du denkst, ich würde auf evtl. Nachfragen von dir nicht antworten wollen.
    • Issi schrieb:

      Das Finanzielle ist ein wichtiger Aspekt.
      Und einer, den ich nie wirklich verstanden habe.

      Zum Beispiel mal, ein Kilo Mehl beim Discounter.
      Das wurde hergestellt aus MEHR als einem Kilo Weizen. Mehl 450 oder 550 ist ja nur der innere Mehlkörper des Korns, während Randschichten usw. "wegfallen". Man braucht also deutlich mehr als ein Kilo Weizen, um ein Kilo Mehl zu erzeugen.
      ...

      Wie kann es dann bitteschön sein, daß ein Kilo Mehl beim Discounter deutlich weniger kostet als ein Kilo Weizen, der in der Region erzeugt und auf "kurzen Wegen" ins Lädchen gebracht oder gleich im Hofladen verkauft wird?
      ...

      Die ausgesiebten Randschichten werden gesondert verkauft. Entweder (sehr teuer) als supertolle Ballaststoffe für die gesunde Vollwerternährung oder als Tierfutter.
    • Beim Thema "Zeit haben" darf man auch nicht außer Acht lassen, dass hier auch das Alter und die Gesundheit eine Rolle spielt.
      Wer zum Beispiel wie ich, fast im Rentenalter ist und einige Zipperlein, die manchmal auch sehr heftig werden können, hat, dem nützt dann manchmal das beste Timing nichts.
      Wenn zum Beispiel meine Bandscheibe mehr als gewöhnlich aufmuckt und ich mich kaum bis zur Toilette bewegen kann, dann gehen alle Zeitpläne den Bach runter, dann schaffe ich wenn ich Glück habe, das Allernötigste.
      Will sagen:
      Wer jung und gesund ist, der kann natürlich viel mehr in einen Tag packen als jemand der älter ist und gesundheitlich auf so manches Rücksicht nehmen muss.

      Und davon abgesehen:

      Es ist völlig okay wenn jemand einen sehr straffen Zeitplan hat und es schafft nach eigenem Wohlgefühl einzukaufen und zu kochen.
      Aber es ist ebenso okay, wenn jemand solche straffen Planungen gar nicht mag, weil so etwas seinem Naturell entgegen geht. Was nützt es ihm dann, wunderbare, gesunde Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sich ansonsten aber wie in einem Zeitgefängnis zu fühlen?

      Um Gesund zu sein braucht es ja nicht nur gesunde Ernährung. Es braucht auch eine gesunde Seele. Und so kommt dem einen der straffe Zeitplan zugute, dem anderen würde ein genau solcher letztlich nur schaden.

      Wenn ich in dem Punkt meine Art beobachte, so bin ich ein Mittelding daraus.
      Ich koche zwar weitgehend selber und schaue auch auf das, was ich verarbeite, aber nicht so sehr, dass es mir die Zeit für den ausgedehnten Spaziergang mit meinem Hund (den ich mir zeitlich nur erlauben kann, weil ich jeden Morgen zwischen 3.30 Uhr und 4.00 Uhr aufstehe) stehlen würde. Den brauchen wir beide - ich, weil ich diesen Ausgleich in der Natur brauche und weil es mir ein gutes Gefühl gibt, meinem Hund gerecht zu werden und mein Hund... da brauche ich nichts zu erklären - wie er das findet zeigt er mir deutlich. ;)

      Hier ist mir also meine Seele wichtiger als eine tausend %tig gesunde, ausgewogene Nahrung.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]