Die Diskriminierung nimmt zu

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  • In [URL='http://www.spektrum.de/news/viele-pfunde-viele-sorgen/1339074']diesem [/URL]Bericht wird dargestellt wie weitreichend die Stigmatisierung von dicken Menschen ist. Dr. rer. med. Claudia Sikorski von der Universität Leipzig erklärt, dass es die Stigmatisierung von dicken Menschen schon länger gibt, sie aber heute durch gewisse gesellschaftliche Tendenzen verstärkt wird. So wurde etwa in den letzten zehn Jahren von einer regelrechten „Adipositas Epidemie“ gesprochen, die fast den Eindruck vermittelt habe, dass es sich um eine ansteckende Krankheit handelt. Auch die Berichte über vermeintliche Folgeerkrankungen werfen kein gutes Bild auf die dicken Menschen "Da scheint es vielen legitim, von Übergewichtigen zu verlangen, sich angesichts der Sparzwänge im Gesundheitssystem stärker selbst zu beteiligen", so die Leipziger Psychologin Dr. Claudia Sikorski. Es gibt auch andere gesellschaftliche Strömungen, die es den dicken Menschen schwer machen. So spricht Prof. Dr. Eva Barlösius von der Universität Hannover von einer „Moralisierung des Essens“, denn Essen werde nicht mehr als etwas Natürliches behandelt, es sei etwas, worüber man ständig reflektieren müsse – und damit auch über das vermeintlich kontrollierbare Gewicht. Ein guter Bericht der außerdem noch Lösungsvorschläge aufzeigt um der Stigmatisierung entgegenzuwirken.
  • [url]http://www.spektrum.de/news/viele-pfunde-viele-sorgen/1339074[/url] In diesem Bericht geht es um die Stigmatisierung von Übergewichtigen.
  • [quote='Aurelia','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135334#post135334'][URL]http://www.spektrum.de/news/viele-pfunde-viele-sorgen/1339074[/URL] In diesem Bericht geht es um die Stigmatisierung von Übergewichtigen.[/QUOTE] Der Bericht ist wirklich sehr gut … er ist in [URL='http://das-dicke-forum.de/forum/showthread.php?t=8891']diesem [/URL]Thread als Anfangsbeitrag schon verlinkt worden.
  • [quote='kampfzwerg','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135336#post135336']Zur Info: Beide Einzelthreads zusammengeführt.[/QUOTE]Danke - bestimmt ist das auch im Sinn von Aurelia :)
  • [QUOTE]Erste Ansätze gibt es bereits im Therapiekonzept der Leipziger Adipositas-Ambulanz: "[U]Wichtig ist, dass adipöse Menschen lernen, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist,[/U] und negative Gedankenschleifen loszuwerden", sagt die Psychologin Anja Hilbert.[/QUOTE] Ich finde es gut, dass dieser Ansatz offiziell Einzug in Therapiekonzepte findet. :daumen: Grüße Dani
  • Ich überlege schon seit geraumer Zeit mein Abi abzugeben. Weil man ja überall lesen kann, das gerade Menschen mit geringer Bildung an Adipositas leiden: [url]http://www.sueddeutsche.de/leben/ergebnisse-der-verzehrstudie-bildung-macht-schlank-1.595947[/url] und [url]http://www.welt.de/gesundheit/article13807867/Die-Sucht-nach-dem-Essen-beginnt-im-Kopf.html[/url] Da ich ja bereits etwas abgenommen habe, darf ich vielleicht meinen BWL-Bachelor behalten. Sicher ist es aber noch nicht! :holy:
  • [quote='Marion','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135398#post135398']Ich überlege schon seit geraumer Zeit mein Abi abzugeben. Weil man ja überall lesen kann, das gerade Menschen mit geringer Bildung an Adipositas leiden: Da ich ja bereits etwas abgenommen habe, darf ich vielleicht meinen BWL-Bachelor behalten. Sicher ist es aber noch nicht! [/QUOTE] Das Abitur ist eine feine Sache, aber um zu beweisen, dass ich nicht klischeehaft dick & dumm bin, dafür würde ich kein Abi machen. Inwieweit hängt denn der Erhalt von deinem BWL-Bachelor mit deiner Gewichtsabnahme zusammen?
  • Ich glaube nicht, dass Marion das ernst gemeint hat, sondern ironisch. Siehe auch den Smiley mit Heiligenschein.
  • Na nie wieder Diäten oder Sport, denn der SZ- Artikel sagt ja: "Bildung macht schlank.":rolleyes: Den fand ich auch interessant "Aktivieren und demütigen"... Diäten als Mittel zur Gängelung des Prekariats... [url]http://www.sueddeutsche.de/leben/verzehrstudie-die-dicken-unterschiede-1.591039[/url] liebe Grüße Lisa
  • Bircan: Natürlich war mein Beitrag ironisch gemeint!! Ich bezweifel, das dieser Grundsatz stimmt. Adipositas=bildungsferne Schichten. Ich kenne mittlerweile viele, die dick sind. Und alle von denen haben einen guten Schulabschluss, Ausbildung, manche Studium. Ich finde es einfach diskriminierend soetwas zu sagen.
  • [quote='Marion','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135421#post135421']Bircan: Natürlich war mein Beitrag ironisch gemeint!! Ich bezweifel, das dieser Grundsatz stimmt. Adipositas=bildungsferne Schichten. Ich kenne mittlerweile viele, die dick sind. Und alle von denen haben einen guten Schulabschluss, Ausbildung, manche Studium. Ich finde es einfach diskriminierend soetwas zu sagen.[/QUOTE]Danke für den Hinweis!
  • Dass übergewichtige Menschen in einkommenschwachen bzw. bildungsfernen Schichten überrepräsentiert heißt doch im Umkehrschluss nicht, dass alle Dicken dumm oder arm sind. Und solche Feststellungen mit Aussagen a la "ich kenne viele Dicke mit hohem Bildungsabschluss etc." widerlegen zu wollen, ist in etwa genauso hilfreich wie "mein Opa hat immer geraucht und ist 90 Jahre alt geworden". Wichtiger finde ich zu analysieren, warum diese Lebensumstände zu Übergewicht führen und wie man dem entgegenwirken kann.
  • [quote='Hummelchen','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135426#post135426']". Wichtiger finde ich zu analysieren, warum diese Lebensumstände zu Übergewicht führen und wie man dem entgegenwirken kann.[/QUOTE] IN USA wurde eine Studie gemacht über Frauen aus der Unterschicht, die mit staatlicher Hilfe in bürgerliche Viertel ziehen konnten. Die Frauen, die dick waren, haben nach einer Weile ziemlich abgenommen. Die Erklärung war: Verringerung des psychosozialen Stresses. [url]http://www.welt.de/gesundheit/article13807867/Die-Sucht-nach-dem-Essen-beginnt-im-Kopf.html[/url] Man weiß schon, dass das Stresshormon Cortisol auch Fetteinlagerungen begünstigt. Stressesserinnen neigen bei Stress eher dazu, dick zu werden. ( Aufklärung über "gesundes" oder "kalorienarmes" Essen ist meiner Meinung nach nicht zielführend. Denn die Frage bleibt ja: Was löst das Verlangen nach hochkalorischer Nahrung aus? Und nach Überessen? Das ist doch nicht das mangelnde Wissen!) Mit freundlichen Grüßen Lisa
  • [quote='Lisa Cortez','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=135407#post135407']Na nie wieder Diäten oder Sport, denn der SZ- Artikel sagt ja: "Bildung macht schlank.":rolleyes: Den fand ich auch interessant "Aktivieren und demütigen"... Diäten als Mittel zur Gängelung des Prekariats... [URL]http://www.sueddeutsche.de/leben/verzehrstudie-die-dicken-unterschiede-1.591039[/URL] liebe Grüße Lisa[/QUOTE] Da muss man aber eigentlich nur den ersten Satz lesen, um zu merken, dass der Artikel wohl nicht durchdacht sein wird: "Die Suche nach den versteckten Fetten, zu der Ernährungsexperten wie Politiker in jüngster Zeit immer wieder auffordern, ist von gemeiner Doppeldeutigkeit. Sie meint eigentlich das nicht auf Anhieb sichtbare Fett, das sich in der Wurst und vielen anderen Nahrungsmitteln versteckt." In der ersten Zeile bereits Verteuflung von Fett - reicht mir, um nicht darüber hinaus zu lesen.