David Cameron droht dicken Menschen

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    • David Cameron droht dicken Menschen

      Großbritannien: David Cameron steht kurz vor der Parlamentswahl, nun versucht der britische Premierminister das Haushaltsdefizit seines Landes zu bekämpft indem er, im Falle einer Wiederwahl, unter anderem übergewichtigen Menschen die Hilfsgelder kürzen möchte, wenn sie sich nicht einer Therapie unterziehen und Gewicht verlieren. Der Bericht dazu HIER

      Zitat Cameron: "In anderen Fällen haben die Leute Gewichtsprobleme, die man angehen könnte, aber stattdessen fällt die Wahl auf ein Leben von Sozialhilfe anstelle von Arbeit."

      Dieser Mann bezeichnet sich selbst als „modernen, mitfühlenden Konservativen“. Es lässt mich erschaudern, dass ein Politiker mit solchen Themen versucht wiedergewählt zu werden und das Recht der freien Meinungsäußerung auf diese Weise missbraucht. Solche Äußerungen sind der Nährboden für die Hetze gegen dicke Menschen :(

      Ich hoffe auf einen gehörigen Gegenwind im Sinne von Johann Wolfgang von Goethe: Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
    • liebe bircan,

      ich stimme dir natürlich zu möchte aber zusätzlich noch betonen, wie toll ich es finde, dass du immer wieder solche artikel einstellst, und dir noch dazu die mühe machst, so tolle stichwörter dazu einzugeben.

      danke!
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Bircan schrieb:


      Zitat Cameron: "In anderen Fällen haben die Leute Gewichtsprobleme, die man angehen könnte, aber stattdessen fällt die Wahl auf ein Leben von Sozialhilfe anstelle von Arbeit."
      .


      Völlig unlogisch: Doch nur in wenigen Fällen ist das Körpergewicht so hoch, dass derjenige deshalb nicht mehr arbeiten gehen kann.....:confused:
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Cameron sagt, wer nicht arbeiten kann, weil er/sie zu dick ist,
      bekommt kein Geld mehr vom Staat. Auslöser war ein großer Artikel
      in der Daily Mail über eine Sozialhilfeempfängerin, die zu dick zum
      Arbeiten war (sagte sie) und mehr Geld beantragt hatte, um nicht
      nur Fertigmahlzeiten und Mc Donalds essen zu müssen.
      Er steht dicht vor der Wahl, fast alle arbeitende Steuerzahler
      befürworten das und darauf kommt es ihm an.
    • Balou schrieb:

      Ha! Der soll mir einmal einen einzigen Dicken zeigen, der 'bewusst' und absichtlich dick ist.

      :unsinn:


      Ne das ist kein Unsinn. Es gibt einige Leute die sich bewusst dick füttern oder füttern lassen. Sicherlich hast Du auch schon mal den Begriff "Feeder" gehört oder? Ansonsten einfach mal (vorsichtig) danach googeln....

      Nachtrag: Was nicht heißt, dass ich Camerons Aussagen toll finde, ganz im Gegenteil!
    • BUFFY schrieb:

      Er steht dicht vor der Wahl, fast alle arbeitende Steuerzahler befürworten das und darauf kommt es ihm an.

      Es gibt sehr wohl Gegenwind – und ich glaube auch nicht, dass es fast alle Steuerzahle sind die solche Meinungen teilen. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie sich die Engländer bei dieser Wahl entscheiden.
    • War hier nicht auch etwas ähnliches mal im Gespräch ?
      (oder waren es nur Höhere Kosten für Krankenkassen ? )

      Ironischerweise bin ich das einzige Kind meiner Eltern die Übergewichtig ist - beide andern ziemlich normal bis dünn. Ich bin aber auch die einzige die noch nie Arbeitslos war.

      Ich kenne genug Leute die nicht Arbeiten und auch da tolle "Gründe" finden um nicht arbeiten zu müssen und da spielte das Gewicht NIE eine Rolle.
    • Eine deutsche Interpretation zu Camerons Wahlkampf-Thesen - diese soll fair sein und helfen vom Sofa hochzukommen :seufz:

      Es wird viel mit Vergleichen zum Rauchen und zum Trinken gearbeitet … wenn es interessiert HIER der Bericht.
    • Alke schrieb:

      Ne das ist kein Unsinn. Es gibt einige Leute die sich bewusst dick füttern oder füttern lassen. Sicherlich hast Du auch schon mal den Begriff "Feeder" gehört oder? Ansonsten einfach mal (vorsichtig) danach googeln....

      Nachtrag: Was nicht heißt, dass ich Camerons Aussagen toll finde, ganz im Gegenteil!


      Ja, ich weiss, was 'feeder' sind. Aber da wünscht sich ja nicht derjenige, der gefüttert wird, dass er fett wird, sondern derjenige, der füttert. Oder doch?
    • Balou schrieb:

      Ja, ich weiss, was 'feeder' sind. Aber da wünscht sich ja nicht derjenige, der gefüttert wird, dass er fett wird, sondern derjenige, der füttert. Oder doch?


      Stimmt, aber ich weiss nicht wie das Gegenstück dazu heißt....denn das gibt es ja auch...die die sich gerne füttern lassen und gerne dick sind.
    • Feeder und Feedees sind aber eine dermaßend kleine ( sexuelle?) Minderheit;
      lohnt es sich wirklich , deshalb ein ganzes Sozialprogramm auf die Beine zu stellen?
      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Feeder und Feedees sind aber eine dermaßend kleine ( sexuelle?) Minderheit;
      lohnt es sich wirklich , deshalb ein ganzes Sozialprogramm auf die Beine zu stellen?

      Ich glaube auch nicht das David Cameron diese Minderheit meinte – ich glaube eher, dass er ein Klischee bedienen wollte.

      Cameron hätte in Deutschland einen großen Teil der BLÖD-Leser hinter sich, aber da er in England lebt ist seine Zielgruppe wohl eher die der the Sun-Worshippers ;)
    • die meisten Steuerzahler sprechen auf folgendes an:
      es geht um NICHT ARBEITENDE die sagen, sie können
      nicht arbeiten, weil sie zu dick sind und brauchen mehr
      Geld vom Staat damit sie nicht von Fertigmahlzeiten und
      Burgers leben müssen. Und das ist das Argument.
    • BUFFY schrieb:

      die meisten Steuerzahler sprechen auf folgendes an:
      es geht um NICHT ARBEITENDE die sagen, sie können
      nicht arbeiten, weil sie zu dick sind und brauchen mehr
      Geld vom Staat damit sie nicht von Fertigmahlzeiten und
      Burgers leben müssen. Und das ist das Argument.

      Ich weiß ja nicht wer so etwas behauptet, aber Fertigmahlzeiten und Burger sind definitiv wesentlich teurer wie die Ernährung mit Grundnahrungsmitteln – klar es macht mehr Arbeit, wenn man sich saisonal und mit sehr weniger Fleisch (wenn überhaupt) ernährt, aber es macht satt und man spart sehr viel Geld.

      Ich glaube es ist wie so oft – ein paar wenige arbeitslose (dicke) Bürger äußern einen extremen Standpunkt und aufgrund dieses Hinweises werden alle anderen arbeitslosen (dicken) Bürger mit in diesen Topf geworfen.

      Mir fällt auch auf, dass es vermehrt Menschen gibt die es vorziehen ohne Unterschied und ohne Differenzierung über andere zu urteilen. Gerade die Boulevard-Zeitungen sind hierbei ein Paradebeispiel und daher ist es auch egal welche Zeitung – es sind die Zeitungen die eine differenzierte Betrachtung gerne außer Acht lassen zwecks ihrer Leser die es vorziehen in ihrer vermeintlich Schwarz-Weißen Welt zu leben.
    • aber wir können ja auch kochen. Ich habe als Kind in England auch
      kochen gelernt.
      In England haben heute viele aus der Underclass keine Ahnung von Kochen.
      Ich habe Kinder erlebt, für die eine Cola und eine Tüte Chips eine
      Mahlzeit war. Wir haben in einer Grundschule in einem Problembezirk
      das Schulschwänzen auf fast null gebracht (GB) morgens gabs
      Frühstück, mittags ein warmes Essen und nach der Schule um vier
      high tea mit Eiern und Käse und so. Ein Kind sagte traurig zu mir
      zu Beginn der Sommerferien
      "No proper food now for six whole weeks"

      mir war zum Heulen
    • Ich konnte auch nicht kochen als ich mit neunzehn Jahren meinen heutigen Mann kennen lernte. Meine Mutter kochte nichts bzw. nur sehr sehr schlecht – manchmal muss man später etwas lernen was andere schon von Zuhause aus können.
      Menschen die nicht kochen oder besser gesagt nicht kochen wollen, kann man es auch nicht mit staatlich verordneten Programmen beibringen. Es gibt zweifellos dicke wie dünne Menschen die dem Kochen, aus welchem Grund auch immer, nichts Gewinnbringendes abgewinnen können.
    • BUFFY schrieb:

      sind wir dran, in dieser Schule eine Kinderküche einzurichten, damit die Kinder selbst etwas machen können.

      Das sind Projekte und Menschen die meinen Respekt haben, denn nur mit solchen Aktionen und den daraus resultierenden Kommunikationen werden wir der Bezeichnung eines Menschen (verstehend, verständig, weise, gescheit, klug, vernünftig) immer näher kommen … Camerons Wahlkampf-Thesen tragen dazu leider nichts bei :seufz: