Ernährungs-Sexismus

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    • Ernährungs-Sexismus

      Warum sind Männer größer als Frauen?


      Das ist hier die Ausgangsfrage. Anders als erwartet kommen evolutionäre Gründe nicht in Frage. Vielmehr scheint es so zu sein, dass Mädchen und Frauen oftmals systematisch der Zugang zur wichtigen Nährstoffquelle Fleisch verweigert wir. Dies wird besonders am Beispiel von Gesellschaften in Entwicklungsländern erklärt. Betont wird auch, dass Frauen, bedingt durch Menstruation, Schwangerschaft und Stillzeit, tatsächlich mehr Fleisch benötigen als Männer.

      Allerdings fehlen kritische Anmerkungen zu der in der Industriegesellschaft oft gelobten „bewussteren“, weil fleischärmeren Ernährung von Frauen. Hätte man zu viel in Frage stellen müssen?


      Wem der ganze Beitrag zu lang ist – die letzten 10 bis 20 Minuten beinhalten die Quintessenz.
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    • Halte es für ziemlichen Quatsch. Tatsächlich gibt es Gesellschaften, in denen fast kein Fleisch gegessen wird ( Indien, einige Indigenakulturen in Südamerika, wo das größte verfügbare Schlachttier das Meerschweinchen ist) und Kulturen, die fast nur Fleisch verzehren ( beispielsweise die Inuit) und in allen Kulturen, ist der Mann größer als die Frau. Wahr ist allerdings, dass die Frau, WENN es denn Fleisch gibt, weniger davon bekommt als der Mann ( so wie es in Deutschland lange Zeit auch üblich war, als der Vater das größte Stück vom Sonntagsbraten bekommen hat) In unserer westlichen Welt werden Jungen und Mädchen gleich ernährt, und trotzdem sind Männer im Durchschnitt größer und stärker. Kinder von Vegetariern sind auch nicht kleiner.
      Eine andere Frage ist natürlich: Ist es irgendwie vorteilhafter, groß zu sein?
      Männer haben davon einen messbaren Vorteil - mehr Auswahl bei potentiellen Partnerinnen, ja sogar berufliche Vorteile , ist alles durch Studien belegt. Frauen haben keinen Vorteil davon, groß oder größer als Männer zu sein.
      Weshalb setzt sich also ein bestimmter Genotypus durch?

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lunix schrieb:

      Welchen Vorteil haben sie davon kleiner zu sein?


      Ich sehe absolut keinen Vorteil. Dass ich selber eher klein gewachsen bin, stört mich von Kindheit an und war für mein Selbstbewusstsein noch niemals dienlich :(

      Andersherum finde ich es nicht besonders schön, wenn Frauen sehr groß sind. Manche gewöhnen sich eine gebeugte Körperhaltung an, um "kleiner" zu wirken.
    • Lunix schrieb:

      Welchen Vorteil haben sie davon kleiner zu sein?


      Je kompakter, desto weniger Energiebedarf ( das ist heute nicht mehr so wichtig, aber wichtig , wenn die Nahrungsversorgung nicht immer gewährleistet ist);
      man gibt weniger Wärme ab; ( weniger Energieverlust)
      das hat schon Vorteile;
      man hat weniger Wirbelsäulenprobleme ( das sagt aber jetzt meine Physiotherapeutin ;))

      Und dann haben kleine Frauen den sozialen Vorteil, eine größere Auswahl bei der Partnerwahl zu haben, da nach landläufiger Meinung der Mann entweder größer oder höchstens gleich als/wie die Frau sein muss. Dieses Schönheitsideal ist ziemlich global.....

      liebe grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
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      H.L. Mencken
    • die familie meiner mutter war ziemlich arm. hauptnahrungsmittel waren kraut und kartoffeln, fleisch gabs alle heiligen zeiten, und mehr davon für die männer. alle geschwister meiner mutter blieben unter durchschnittsgröße, die frauen um die 1,50m, die männer knapp über 1,60m.

      nur ein bruder, der als pflegekind zu einem fleischhauer kam, erreichte die 1,80m.

      es wurde erzählt, dass in dieser gegend, die burschen oft einen wachstumsschub hatten, wenn sie den militärdienst ableisteten, weils da relativ viel fleisch zu essen gab. für mich ist die proteintheorie schlüssig.

      und es ist nicht so, dass mädchen und buben gleich ernährt werden, auch im westen nicht. kleine mädchen kopieren ihre mütter, die aus modischen gründen möglichst von magerjoghurt und salat leben. kleine buben ihre väter, die als richtige männer richtig fleisch brauchen.

      und der gesellschaftliche druck in richtung durchschnitt ist enorm. eines der häufigsten dinge, mit denen kinder- und jugendärzte konfrontiert werden ist "zu wenig" längenwachstum bei burschen und "zuviel"längenwachstum für mädchen mit dem ansinnen hormonell regulierend einzugreifen.

      unlogisch find ich nur, dass models groß sein müssen. :grins:
      Lieben Gruß

      Rita
    • Zu Models gibt es ja die Theorie, dass sie unweiblich aussehen sollen, damit sie nicht von der Kleidung ablenken... böse, ich weiß. :rolleyes:
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)