Ich mache mich wahnsinnig

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    • Ich mache mich wahnsinnig

      Nachdem ich ja im November die Diagnose erhalten habe und nun auch weis warum ich immer Schmerzen habe, habe ich die erste Operation an der rechten Hand hinter mir. Nun nach 4 wochen habe ich natürlich die Erwartung an mich alles wieder zu können. Das ist leider nicht so, seit Januar war ich krankgeschrieben und bin nun arbeitslos, denn ich möchte mich ja weiterorientieren.
      Ich kann immer noch viel zu wenig, Autofahren habe ich erst auf 30 Km eine Strecke hinbekommen, Ende des Monats muss ich 150 Km bewältigen können.
      Fahrrad fahren geht auch nur 5 km pro Tag. Kartoffelschälen noch gar nicht.
      All die Kleinigkeiten und großen Dinge des Alltag sind schwierig, ein Besen ist etwas was mir unendliche Schwierigkeiten beschert, der Staubsauger ist mein Feind. Wann kann ich endlich mal wieder das tun was ich möchte.
      Mit 11 Jahren konnte ich mehr als heute, ich konnte mit Stäbchen essen, wunderbar blindstich von Hand machen, so hab ich mir Geld bei meiner Mutter verdient, malen schreiben und alles ohne Schmerzen. Ich konnte Ball spielen.

      so genug gejammert und ans Werk damit ich endlich wieder mein Leben in den Griff bekomme, wenn ich nächstes Jahr 50 werde möchte ich schließlich viel machen, Z.B. ein Fest mit Freunden.
    • @melisah

      Einschränkungen ärgern alle Menschen, doch bei schlug deine Diagnose wie eine Bombe ein. Du gingst zu Boden. Liegengeblieben bist du nicht, das ist schon mal das Wichtigste, doch weil du dich selbst gut beobachtest, merkst du genau, wie du dir die Peitsche gibst.

      Und das tut dir nicht gut. Sich willst du wieder viel zurückerlangen von deinen Fähigkeiten, doch manchmal herrscht zunächst Stillstand, wenn ich etwas erzwingen will, habe ich bei mir festgestellt.

      Magst du vielleicht ausprobieren, ob du wieder etwas in Fluss bringst, wenn du lieb zu dir selber bist? :troest2:

      LG

      Klangola
    • Es wird nicht besser, es ist ja nur eine kleine zyste aus der hand rausgenommen worden, der Rest bleibt so wie es ist. Die Handgelenke bleiben instabil und deshalb werde ich mich damit arangieren müssen. Erst einmal werde ich die Weiterbildung durchziehen, um nachher für mich etwas machen zu können und Menschen mit körperlichem Handycap Wege am PC zeigen zu können.
      Danke für die antworten
    • melisah schrieb:


      Fahrrad fahren geht auch nur 5 km pro Tag. Kartoffelschälen noch gar nicht.
      All die Kleinigkeiten und großen Dinge des Alltag sind schwierig, ein Besen ist etwas was mir unendliche Schwierigkeiten beschert, der Staubsauger ist mein Feind. Wann kann ich endlich mal wieder das tun was ich möchte.


      Genau für all die Dinge, bei denen du im Alltag, in der Freizeit und im Beruf eingeschränkt bist gibt es Ergotherapie.

      Hast du dich mal beim Hausarzt um eine Verordnung gekümmert und dir eine(n) Ergo gesucht?

      Ich halte es für schwierig da allein durchzukommen.

      In der Ergotherapie werden dir Adaptionsmöglichkeiten gezeigt, z.B. für deine Hausarbeit. Wenn du den Staubsauger nicht wie gewohnt greifen und bedienen kannst, kannst du lernen, es auf eine andere Weise zu tun.
      Es gibt viele, viele Hilfsmittel und Handgriffe, die dich unterstützen können - aber du musst sie kennenlernen und regelmäßig beüben.

      Außerdem ist es wichtig, dass die Handgelenke behandelt werden durch Massagen und Mobilisation (und sei es nur passive).

      Alles Gute,
      Mondsteinhexe
    • Ich habe Physiotherapie, aber die Frau hat mir Übungen gezeigt die ich schon seit Jahren immer wieder für die Hände mache. Nun massiert sie mir die Muskeln der Arme aus die so verhärtet sind, dass Knoten auf den Muskeln sind.
      Leider gibt es hier im Umkreis von ca. 60 km keinen Spezialisten für Handtherapie, der einzige Handchirurg hier hat vor ein paar Jahren nicht einmal die Diagnose stellen können.

      Mein Haushalt ist auf mich eingestellt, Staubsauger ist ganz leicht, gekocht wird was viel gerührt werden muss mit der Maschine, Gemüse geschnibbelt wird Elektrisch. Es ist schon sehr auf mich abgestimmt, im Keller ist sogar noch ein elektrischer Kartoffelschäler, das Problem dabei ist dann sieht die Decke und die Wände der Küche ziemlich gesprenkelt aus.

      Danke für Euer Mitgefühl und Eure Ratschläge, sie sind tröstlich aber leider werde ich weiterhin das meiste ausbaldowern müssen. Wenn ich wenigstens Rente bekommen würde oder mir eine Putzfee ab und an helfen könnte, aber da fehlt mein Einkommen.
    • Zum Thema Putzfee: es gibt doch diese "Zeit-Tauschringe". Vielleicht kannst du etwas bieten, und sei es französische Vokabeln abhören oder im Urlaub die Katze füttern, das du eintauschen kannst gegen ein paar Stunden Haushaltsarbeiten. Muss ja nicht das ganz große Rad sein, vielleicht reicht ein Aushang im Supermarkt. (Ist nur so eine spontane Idee.)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Tauschring ist hier gescheitert und ich habe schlecht dabei abgeschnitten weil bei der Auflösung meine Schwester so dreist war mein Guthaben aufzugebrauchen ich war damals frisch an der Schilddrüse operiert und mitten im Studium.

      Leider leben wir auf dem Land, sobald ich wieder Geld habe wird das für hilfreiche Menschen eingesetzt.
      Vieleicht hab ich ja im Lotto gewonnen :-o
    • melisah schrieb:

      Tauschring ist hier gescheitert und ich habe schlecht dabei abgeschnitten weil bei der Auflösung meine Schwester so dreist war mein Guthaben aufzugebrauchen ich war damals frisch an der Schilddrüse operiert und mitten im Studium.


      Na, dann hast du jetzt genau dieses Guthaben bei deiner Schwester. Soll sie mal machen :)
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Schön wäre es aber das konto bei mir von ihr ist soweit im Minus, dass ich noch hundert jahre arbeitskraft von Ihr habe.

      Gleich wird der Fernseher angemacht und immer in der Werbepause werde ich die Haustüre säubern, danach ist wieder bis zur nächsten Werbepause Pause für meine Hände, so überfordere ich sie nicht und bekomme trotzdem etwas fertig.
    • Morgen ist bei mir Nachsorge in der Universitätsklinik angesagt, da ich alleine hinfahre kann ich mit den Ärzten Tacheles reden. Wenn ich weiterhin so viel Schmerzen habe und mcih deshalb auch so wenig bewegen kann bin ich in spätestens 5 bis 10 Jahren unter der Erde. Ich nasche aus Langeweile und weil ich nichts mehr machen kann. Das ist bei einer Diabetis verheerend.
      Meine Kraft gegen die Schmerzen anzugehen ist mittlerweile gleich null, nach 37 Jahren ist das ja auch erlaubt.
      Um die schmerzen in den Griff zu bekommen müsste ich alle 2 Stunden 30 Tropfen Novalgin nehmen, das verlängert mein Leben auch nicht.
      Mal sehen was morgen kommt.
    • Aus deinen Zeilen lese ich durchaus, dass dir der morgige Tag Aufschluss geben wird, was bei dir getan werden kann, denn so wie es jetzt ist, darf und soll es nicht bleiben. Hartnäckigkeit und eine Portion Glück, dass kompetente Ärzte da sind, auch dass du gut schläfst heute Nacht, all das halte ich für wichtig.

      LG

      Klangola
    • So nun bin ich wieder zu Hause, ich habe die zwei Stunden Fahrt, eine hin und eine zurück gut geschafft.
      In der Uniklinik sagte man mir, dass wenn ich nun weniger Schmerzen habe es sehr wahrscheinlich ist, keine weitere Operation gebrauche und nacher gut leben kann. Durch das Training sind die Muskeln im Gelenk wieder fester und es ist nicht mehr ganz so instabil. Wenn ich nächste Woche mit der Weiterbildung zur Medienpädagogin beginne, habe ich glaube ich wieder eine Chance auf Arbeit. Alles in allem positiv. Der Gedanke dass ich wegen einer kleinen Zyste die unter dem Kahnbein in der Hand gelegen hat weit über 30 Jahre schmerzen habe ist aber deprimierend.
    • Es gibt doch noch weit wirksamere Schmerzmittel als Novalgin.

      Da hast Du noch etliche Optionen einer besseren Schmerzmedikation!
      Warst Du schon bei einer multimodalen Schmerztherapie??



      LG:)
    • Ich habe noch nie Schmerztherapie bekommen weil jeder geglaubt hat ich würde mich anstellen. Nach weit über 30 Jahren ist es schwierig über haupt noch damit anzufangen. Momentan kann ich mit den Schmerzen gut leben sie sind nicht dominant.
    • melisah schrieb:

      Ich habe noch nie Schmerztherapie bekommen weil jeder geglaubt hat ich würde mich anstellen. Nach weit über 30 Jahren ist es schwierig über haupt noch damit anzufangen. Momentan kann ich mit den Schmerzen gut leben sie sind nicht dominant.


      Hallo - bin ganz neu hier und lese gerade den letzten Beitrag, der aber schon ein paar Tage her ist.

      Ich kann Dir nur empfehlen eine Schmerztherapie zu versuchen auch wenn Du schon sehr lange Schmerzen hast. Ich habe das gegen Schmerzen in meinem Bein hinter mir und hätte die damalige Ärztin am liebsten auf ein Podest gestellt. Nicht viel in meinem Leben hat sich so gelohnt wie diese Therapie!!!
    • Ich lebe immer noch mit meinen Problemen und werde es auch weiterhin leben müssen. Es ändert sich nichts. aber ich fange heute mit einem neuen Job an wo meine Hände kein Probelm sind und ich lasse mich nicht unterkriegen.
      möchte aber unbedingt mehr Sport machen können aber das geht nicht. Meine dumme Diabetis ist mit 4 bis 10 km Radfahren täglich nicht einverstanden.
    • "Manche" können halt einfach nicht. Was soll das jetzt wieder heißen? Seit wann wird sich an "Manchen" orientiert?
      Manche essen auch Schei**, nämlich Fliegen, deswegen mach ich das nicht, was "Manche" machen.

      Immer dieses Hochziehen an "Manchen"... :laber:
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    • Mir ist bewusst, dass ich eigentlich ein Bewegungsjunkie bin und durch die Hände immer wieder festgehalten werde.
      Am liebsten würde ich Handball spielen, schwimmen 40 bis 50 km Radtouren machen, aber Schwimmen geht nur mit Manschetten, Ball spielen geht gar nicht und beim Radfahren ist bei 20 km wegen der hände schluss.
      Mir sagt man immer bleib doch mal sitzen.

      Nicht jeder schafft es so wie ich in Bewegung zu bleiben heute bin ich ca. 8 km Rad gefahren und 4 km gelaufen.
    • @ Sonnenkuss: Immer dieses Aufhängen an Kleinigkeiten will ich da nur mal antworten. Ich glaube, Du weißt ganz gut, was ich gemeint habe...

      Meine Güte, ich wollte sagen: Super, dass Du wenigstens so viel schaffst, MANCHE wären froh, wenn sie überhaupt laufen/Fahrrad fahren/schwimmen, Eis essen gehen, etc. könnten...

      Ich habe nix gegen Kritik, aber mir das Wort im Mund rumzudrehen ohne nachzufragen, wie ich es gemeint habe - nein danke.