Essen macht mich glücklich

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    • Essen macht mich glücklich

      Vielleicht könnt ihr mir helfen....
      Wenn ich sorgen hab, bin ich am essen.
      Seit zwei wochen hab ich liebeskummer, und bin nur noch am essen.
      Ich esse am tag, nachmittags 2 dounot und kuchen, abends brot überbacken, ud 2 tüten chips.
      Ich hab das gefühl, wenn ich esse, schlucke ich die sorgen mit runter.
      Was ist das?
    • Und was isst du zum Frühstück? Bis auf die zwei Tüten Chips, scheint mir das erst mal eine eher geringe Menge an Nahrung über den Tag verteilt. Chips ist keine Nahrung sondern eine Droge (Glutamat lässt grüssen).
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • eatfromsad schrieb:

      Wenn ich sorgen hab, bin ich am essen.


      Ich auch, oder wenn ich Ärger habe. Eine Bekannte von mir ist das Gegenteil. Wenn sie Sorgen oder Ärger hat, kriegt sie keinen Bissen mehr runter. Ich persönlich würd jetzt sagen, dass wenn es nicht zum Dauerzustand wird, es nicht schlimm ist. Durch das Essen kriegt Deine Psyche den Eindruck, dass Du Dir etwas gutes tust, Dich tröstest. Und Schokolade zum Beispiel ist nachweislich stimmungsaufhellend.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:



      Ich persönlich würd jetzt sagen, dass wenn es nicht zum Dauerzustand wird, es nicht schlimm ist. Durch das Essen kriegt Deine Psyche den Eindruck, dass Du Dir etwas gutes tust, Dich tröstest. Und Schokolade zum Beispiel ist nachweislich stimmungsaufhellend.

      LG Finchen


      Sehe ich genauso.
      Etwas Leckeres essen bringt nun mal ein gutes Gefühl und wenn das nur ab und an als Trost fungiert, sehe ich darin keinen Weltuntergang.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Der Artikel, auf den Lunix verlinkt hat, bringt es auf den Punkt.
      Der Körper braucht bestimmte Stoffe, gerade im Fall von Liebeskummer, und gerade süße Kohlehydrate bieten am meisten davon. Wie andere sagten: für eine gewisse Phase ist das unproblematisch.
      Ein Problem kann es möglicherweise werden, wenn dieses Verhaltensmuster automatisch gegen sämtliche unangenehmen Gefühle eingesetzt wird, die einem begegnen. Abgesehen von einer möglichen Gewichtszunahme mit sämtlichen damit verbundenen Aspekten der Selbstakzeptanz, sozialen Ächtung pipapo, werden unangenehme Gefühle dabei jedoch nur kurzfristig überdeckt. Wenn man sich ihnen nicht offen stellt und sich nicht konstruktiv damit auseinandersetzt, können sie langfristig mehr Schaden anrichten als das Essen an sich.

      Zu den Chips habe ich eine eigene Meinung:
      Mal eine Tüte oder auch zwei ist kein Problem, und manchmal sind Chips sogar sinnvoll. Ich habe letzte Woche eine Grippe überstanden, habe tagelang nichts Festes bei mir behalten, geschwitzt, gekotzt und gerotzt, bis ich zum Schluss ganz zittrig war. Ich habe mir ganz bewusst eine Tüte Chips reingezogen: Kalorien zum schnellen Wiederherstellen der Kräfte, Salz gegen den Mineralstoffverlust. Das waren aber auch die einzigen Chips in den letzten 6 Monaten. (Ich hätte auch eine Gemüsebrühe schlürfen können, aber ich wollte Chips. Auch zur Wiederherstellung der seelischen Kräfte.)

      Aber lassen wir mal die Kalorien beiseite. In Chips sind in erhöhtem Maße Transfette, Aromastoffe, Salz und Geschmacksverstärker enthalten. Damit tut man seinem Körper auf Dauer keinen Gefallen.



      Warum isst man Chips, und warum so gierig?
      • Es kracht so schön.
      • Das extreme Geschmackserlebnis macht süchtig nach mehr.
      • Man muss kein Geschirr oder Besteck benutzen und nichts zubereiten.
      • Man kann hemmungslos mit den Fingern grabschen und sich den Mund vollstopfen - das Gefühl von ungezügelter Wildheit.:grins:
      • Der Körper braucht Salz.
      Eigentlich kann man alles dieses auch durch andere Lebensmittel erreichen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • o jaa !

      Leider kenne ich das zugute !! Ich esse, um meine Gefühle wie Angst, Sehnsucht, Einsamkeit usw. zu unterdrücken. Es befriedigt mich kurzzeitig und dann kommt das schlechte Gewissen.

      Ich habe deswegen auch schon einige Therapien hinter mir - leider ohne Erfolg ! Mit steigendem Alter werden diese Gefühle und somit der Essensdrang immer stärker. Ich kann ihn nicht stoppen. In den letzten 5 Monaten habe ich allein 10 Kilo zugenommen ! Mein Gewicht steigt ständig weiter.
      Dabei ist es noch nicht mal "direkt" das Gewicht, was mich noch trauriger macht sondern die Tatsache, dass ich diese "Gefühle" nicht in den Griff kriege. Nach 3 Therapien und Klinikaufenthalt habe ich die Hoffnung fast aufgegeben. Bin ratlos und verstehe nicht, warum es einfach nicht klappen will.

      lg
      Schildkröte
    • Itsme schrieb:

      Magst Du was zu unseren Gedanken sagen, oder war das Dein einziger Besuch hier?
      Gute Frage. Jedenfalls war die Threaderstellerin seit dem Absetzen des Beitrags nicht mehr im Forum eingeloggt, was einige Rückschlüsse auf Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit der Klärung des Problems zulässt.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • kampfzwerg schrieb:

      Gute Frage. Jedenfalls war die Threaderstellerin seit dem Absetzen des Beitrags nicht mehr im Forum eingeloggt, was einige Rückschlüsse auf Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit der Klärung des Problems zulässt.


      Das war genau mein Gedanke.

      Leider kann man nicht unterschieden, wann ein neuer User sogleich beim ersten Wort mal eben aus Langeweile, Jux oder ernsthaftem Interesse etwas schreibt, oder nicht.
      Schade finde ich es nur jedes mal, wenn User sich die Zeit nehmen und die Mühe machen, auf Probleme einzugehen und dann kommt nix mehr. :(
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Schade finde ich es nur jedes mal, wenn User sich die Zeit nehmen und die Mühe machen, auf Probleme einzugehen und dann kommt nix mehr. :(
      Ja, das finde ich auch jedes Mal sehr viel positive Energie, die dann verpufft und manchen auch den Willen nimmt, sie beim nächsten Mal wieder einzusetzen.
      Ich hoffe jetzt einfach mal, dass EFS nochmal wieder auftaucht und was schreibt.
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      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

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    • Hi soulfully,
      bisher waren es Psychotherapien und Inhalt waren halt meine Erlebnisse, die mir zugesetzt haben. Noch nicht mal direkt das Essens-problem, da meinte die Therapeutin, das würde sich legen, wenn die anderen Probleme verarbeitet sind. Das sind sie aber nicht. Es ist wie ein Teufelskreis bei mir, den ich bisher nicht durchbrechen konnte. Allerdings hat sie meine Ängste, die direkt das Ü-gewicht betrafen, auch nie sonderlich verstanden.

      lg
    • kampfzwerg schrieb:

      Ja, das finde ich auch jedes Mal sehr viel positive Energie, die dann verpufft und manchen auch den Willen nimmt, sie beim nächsten Mal wieder einzusetzen.
      Ich hoffe jetzt einfach mal, dass EFS nochmal wieder auftaucht und was schreibt.

      Wenn nicht, ist doch auch egal. Wir können uns trotzdem über die Problematik austauschen. Es scheint ja vielen so zu gehen.

      @Schildkröte: Vielleicht ist es nicht möglich, unangenehme Gefühle "in den Griff zu kriegen". Was heißt denn das für dich? Sie nicht mehr zu fühlen? Das kann nicht funktionieren. Gefühle sind da. Sie zu ignorieren, wegzudrängen, zum Schweigen zu bringen, treibt sie nur "in den Untergrund", wo sie heftigen Schaden anrichten können.
      Nach meiner Erfahrung ist es hilfreicher, diese Gefühle anzunehmen, zu durchleben, ja sogar ihre Kraft zu nutzen und umzuwandeln. (Sehnsucht: was für herrlich schmalzige Gedichte oder Kitschromane kann man damit schreiben.)

      Ich bin einsam.
      Was bedeutet das für mich?
      Allein ins Kino gehen. Niemand, mit dem ich lachen und weinen kann.
      ...
      Wie würde sich das anfühlen, wenn ich nicht einsam wäre?
      ...
      Wie kann ich eine Änderung herbeiführen? Nicht verdrängen, durch Essen zum Schweigen bringen, sondern den gewünschten Zustand herbeiführen.
      Wonach hungert die Seele?
      Wie kann ich ihr dieses geben?

      Dazu muss ich der mitunter unschönen Wahrheit ins Gesicht sehen.
      Vielleicht bin ich nur zu bequem oder zu feige, um aktiv zu werden, verstecke mich hinter: "hab kein Geld", "bin zu dick", "Bin zu alt", "bin zu jung",
      Das bedeutet die Gefühle in den Griff bekommen im Sinne von "anpacken", nicht einfach verdecken.
      Und das tut manchmal weh.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hallo Sophie,

      ich will mich nicht verstecken, ich habe schon oft versucht mich unter Menschen zu mischen um Kontakte zu knüpfen oder einfach für mich Spaß zu haben. Wenn man dann jedoch jedesmal dumm angemacht oder gar beleidigt wird, hört man irgendwann damit auf, Kontakte knüpfen zu wollen. Wenn man dann noch eine zeitlang täglich auf der Arbeit Beleidigt oder gemobbt wird und die Vorgesetzten schauen nur zu, zweifelt man auch irgendwann an sich selbst.
      Oder auch die Therapien: Was ist, wenn man schon einige gemacht hat und es nie bis kaum was gebracht hat, obwohl man aktiv mitgearbeitet hat? :confused:
      Oder auch, wenn man Krankheiten hat, die tatsächlich bestehen und wenn die ausbrechen, das ganze Leben extremst negativ verändert können? So eine Angst kann man nicht einfach verarbeiten. Leider habe ich auch niemanden, mit dem ich darüber reden kann.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schildkröte () aus folgendem Grund: Satz vergessen.

    • Schildkröte schrieb:


      Noch nicht mal direkt das Essens-problem, da meinte die Therapeutin, das würde sich legen, wenn die anderen Probleme verarbeitet sind.


      Das scheint eine weit verbreitete Theorie zu sein, denn auch meine Therapeutin meint, dass ich mein Gewicht immer noch "brauche" und noch nicht bereit bin, diese Kilos um mich herum loszulassen.
    • eatfromsad schrieb:

      Vielleicht könnt ihr mir helfen....
      Wenn ich sorgen hab, bin ich am essen.
      Seit zwei wochen hab ich liebeskummer, und bin nur noch am essen.
      Ich esse am tag, nachmittags 2 dounot und kuchen, abends brot überbacken, ud 2 tüten chips.
      Ich hab das gefühl, wenn ich esse, schlucke ich die sorgen mit runter.
      Was ist das?


      dieses Gefühl kenne ich viel zu gut.Aber man muß sich mal vorstellen, daß sich im nachhinein nichts ändert. Die Gefühle sich eher verschlechtern. Seine Sorgen sich runter essen funktioniert nicht.
    • gabriele schrieb:

      Seine Sorgen sich runter essen funktioniert nicht.


      Auf die lange Sicht nicht. Aber eine kurze Linderung bringt das Essen schon, und das sollte man nicht vernachlaessigen.

      Deswegen funktioniert das mit "sich vorstellen, dass sich dadurch nichts aendern wuerde" sehr oft nicht. Man moechte in diesen Momenten eine kurzfristige Erleichterug, weil einem alles zu viel geworden ist, und diese Erleichterung kommt tatsaechlich nach dem Essen.

      Ich finde, solange man weiss, dass die Erleichterung kurzfristig ist, und man sich diese Erleichterung erlaubt, ist es nicht gefaehrlich (im Sinne von der Gefahr einer Essstoerung), sich mit dem Essen zu troersten.

      Ganz wichtig: Essen sollte nicht die einzige Moeglichkeit bleiben, sich zu troesten, sondern zu einem Arsenal aus vielen "Trostern" dazu gehoeren.

      bei mir ist es so, dass ich mich bei vielen Faellen auch ganz gut ohne Essen troesten kann. Aber manchmal muss auch das Essen sein.
    • Schildkröte schrieb:

      Noch nicht mal direkt das Essens-problem, da meinte die Therapeutin, das würde sich legen, wenn die anderen Probleme verarbeitet sind.


      Im Prinzip hat die Therapeutin vollkommen Recht, finde ich, und du hast Glueck, dass sie so denkt. Ich habe an meinem eigenen Leib erlebt, dass die Essensprobleme viel weniger geworden sind, nachdem einige DInge verarbeitet wurden.

      Ich musste meine Therapeutin allerdings "mit gewalt" davon abhapten, mit mir uebers Essen zu reden. Ich habe selber gespuert, dass das nicht der richtige Punkt war.

      Schildkröte schrieb:

      Das sind sie aber nicht. Es ist wie ein Teufelskreis bei mir, den ich bisher nicht durchbrechen konnte.


      Wie viel Zeit gibst du dir dafuer. Bei mir hat es mindestens 15 jahre gedauert, bis ich gemerkt habe: ja, da hat sich was getan. Und noch heute, 5 Jahre nach dieser "magischen Grenze", ist nicht alles verarbeitet und nicht alles geloest.

      Schildkröte schrieb:

      Allerdings hat sie meine Ängste, die direkt das Ü-gewicht betrafen, auch nie sonderlich verstanden.


      Welche konkrete Aengste hast du? Vielleicht wennd u das hier ausformulierst, kannst du das auch der Therapeutin besser erklaeren? (falls die Theraie noch laeuft)
    • soulfully schrieb:

      Das scheint eine weit verbreitete Theorie zu sein, denn auch meine Therapeutin meint, dass ich mein Gewicht immer noch "brauche" und noch nicht bereit bin, diese Kilos um mich herum loszulassen.


      Wow, da scheint sich was unter den Therapeuten in der letzne Zeit getan zu haben. Was fuer ein Glueck.

      Man sollte allerdings das Problem "Essen als Troester" nicht mit dem Problem "Mein Gewicht ist mir zu hoch" verwechseln oder assoziieren.

      Auch duenne Menschen haben Essstoerungen, auch duenne Menschen greifen zum Essen als Ersatz. Andererseits gibt es dicke Menschen, die keine Esstoerung haben und ein normales Verhaeltnis zum Essen haben.
    • Schildkröte schrieb:

      Wenn man dann jedoch jedesmal dumm angemacht oder gar beleidigt wird, hört man irgendwann damit auf, Kontakte knüpfen zu wollen. Wenn man dann noch eine zeitlang täglich auf der Arbeit Beleidigt oder gemobbt wird und die Vorgesetzten schauen nur zu, zweifelt man auch irgendwann an sich selbst.

      Meistens gibt es hier einen Teufelskreis: mieses Selbstwertgefühl => schwache Ausstrahlung => Mobbing => mieses Selbstwertgefühl usw.
      In mehreren Threads wurde schon bemerkt, dass ein mieses Selbstwertgefühl dazu führt, dass man quasi ein Schild auf der Stirn hat "Opfer". Das spüren die Mobber (die auch nicht das beste Selbstwertg fühl haben, sonst würden sie nicht zu so feigen Mitteln greifen).
      Wenn du ungewöhnlich oft "dumm angemacht" wirst, hat das auch mit dieser Opferrolle zu tun, oder kann es sen, dass du dir die falschen Kreise aussuchst?

      Was Mobbing angeht: der Arbeitgeber hat die Pflicht, dich zu schützen. Im schlimmsten Fall ist er sogar schadensersatzpflichtig. Beleidigen lassen muss sich niemand.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Muminfrau schrieb:



      Man sollte allerdings das Problem "Essen als Troester" nicht mit dem Problem "Mein Gewicht ist mir zu hoch" verwechseln oder assoziieren.


      Liebe Muminfrau,

      das verstehe ich nicht so ganz.
      Könntest du mir das noch ein wenig erläutern!?

      Vielen Dank
      soulfully
    • @soulfully: Ich versuche es mal mit dem Selbstzitat.

      Muminfrau schrieb:


      Auch duenne Menschen haben Essstoerungen, auch duenne Menschen greifen zum Essen als Ersatz. Andererseits gibt es dicke Menschen, die keine Esstoerung haben und ein normales Verhaeltnis zum Essen haben.


      Also, man kann dick sein UND keine Essstoerung haben. Dann hat man das Problem "Essen als Troester" nicht.

      Man kann duenn sein UND eine Essstoerung haben, dann hat man nicht das problem "Ich bin zu dick", aber sehr wohl das Problem "Essen als Troester".
    • Und nochmal: wenn nicht nur gelegentlich Essen als Tröster eingesetzt wird, bleiben die "trostwürdigen" Probleme trotzdem bestehen. Diese Probleme haben im Kern meistens nichts, aber absolut gar nichts, mit Übergewicht zu tun. Gegen das Dicksein anzugehen, löst diese Probleme also nicht.
      "Ich bin zu dick" ist eine ganz andere Baustelle.
      Es gibt eine Schnittmenge zwischen der Menge der dicken Personen und der Menge der Menschen, die Essen als Trost verwenden, aber keine Identität oder Teilmengenrelation.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)