Kinder ablenken von Süßigkeiten

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    • Kinder ablenken von Süßigkeiten

      Ich habe einen Artikel gelesen (leider auf Niederländisch), in dem Tipps gegeben werden, wie man Kinder, wenn sie etwas Süßes wollen oder mal in einen Burgerladen, ablenkt bzw. ihnen als Ersatz etwas anderes anbietet.
      Der Artikel ist tageweise aufgebaut. Es werden angeblich alltägliche Situationen vorgegeben, in denen ein Kind nach Süßigkeiten fragt oder eben zur Goldenen Möwe möchte. Dazu gibt es dann als Handreichung Sätze für Erwachsene vorgegeben, die sie sagen können, um Alternativen anzubieten.
      Es mag ab und an ganz nett sein, ein Kind, dass ein Eis will, zu vertrösten und ihm erst einmal ein Butterbrot zu geben, aber geschickt finde ich das dauerhaft nicht.
      Reichlich platt finde ich das Beispiel, in dem ein Kind so gerne den Lolly essen möchte, den eine Mitschülerin ausgegeben hat und von dem die Grundschullehrerin verlangt hat, dass jeder den erst einmal einpackt und mit nach Hause nimmt. Spontan zum Geburtstag etwas auszugeben scheint also auch nicht mehr möglich zu sein. Dem Kind wird dann in etwa gesagt: "Iss erst einmal schön Dein Butterbrot auf, dann darfst Du 10x am Lolly lecken, aber dann musst Du ihn wegschmeißen." Was soll das? Warum darf das Kind nicht einmal mehr ohne irgendein Schuldbewusstsein (Was ich esse ist böseböseböse) einen Lolly lutschen?

      Natürlich soll es nicht gefördert werden, dass Kinder tagtäglich größere Mengen Süßigkeiten in sich hineinstopfen, aber was in dem Artikel gemacht wird, ist eine Verteufelung von allem, was mal ein schönes Extra zum sonstigen Speiseplan sein könnte.
      Meiner Meinung nach fördert das stete Verbot und die Taktik "Du willst was Süßes? Iss mal eine Mohrrübe, die ist auch süß!", dass die Kinder anfangen, heimlich Süßes zu essen.
      Der Ansatz des Artikels ist nicht schlecht, aber mir geht der einfach zu weit und könnte in seiner Konsequenz nach hinten los gehen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Inzwischen sind die ersten Kommentare unter dem Artikel freigeschaltet worden und glücklicherweise sehen die Leute es ähnlich kritisch, wenn auch die Argumente anders sind.
      Ein sehr bitterer kurzer Kommentar, der den Stil des Artikels aufnahm und den ich gut fand, ist inzwischen offenbar zensiert worden, denn anstelle von 6 sind nur noch 5 zu lesen.
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    • kampfzwerg schrieb:

      ...Meiner Meinung nach fördert das stete Verbot und die Taktik "Du willst was Süßes? Iss mal eine Mohrrübe, die ist auch süß!", dass die Kinder anfangen, heimlich Süßes zu essen.
      Der Ansatz des Artikels ist nicht schlecht, aber mir geht der einfach zu weit und könnte in seiner Konsequenz nach hinten los gehen.

      Da kann ich dir nur Recht geben, denn diese Verbote reizen nur und von daher sollte man vermeiden den Kindern zu viele Verbote zu machen. Gutes Essen beginnt für mich damit, dass ich meinem Kind keinen Stress am Essenstisch mache und das ich mein Kind beim Essenzubereiten mit einbeziehe und mitkochen lasse, wenn mein Kind das möchte. Der Kontakt zu den Lebensmitteln verursacht bei den Kindern auch, dass sie "Respekt" vor dem Essen haben und von daher weder unverhältnismäßig davon Essen noch "Angst" vor bestimmten Produkten (Butter, Sahne, Zucker...) haben.

      Im Artikel wurde über Schwarzbrot gesprochen und da erinnerte ich mich an meine Kindheit, denn meine Mutter legte mir immer ein Stück altes Brot ans Bett und riet mir, wenn der Hunger zu groß würde, dass ich daran "saugen" sollte, ABER auf keinen Fall essen!

      Das ewige Gerede und verbieten von bestimmten Lebensmitteln macht nur noch mehr Lust auf Essen bzw. auf heimliches Essen von solchen Dingen.
    • Es ist natürlich schwierig Kinder vom Naschen abzuhalten, ich habe es bei unseren nicht geschafft, ( schlechte Vorbilder, Mama und Papa )
      Aber in den Niederlanden ist es meiner Ansicht nach viel schwieriger. Das normale Brot ist sehr puffig, im Supermarkt gibt es kein Vollkornmehl zu kaufen. Wenn ich in den Niederlanden Vollkornmehl kaufen möchte, muss ich in den Bioladen oder ins Reformhaus gehen. Auch normales Weismehl ist so nicht vorhanden, denn es ist viel mehr vorgefertigt als in Deutschland.
      Poffertjes ( kleine Pfannekuchen) gibt es quasi nur als Feritigpackungen. Backpulver habe ich im Supermarkt dort noch nicht gesehen.
      Wenn ich mit meinem Mann über die Grenze fahre muss ich sehr aufpassen, dass wir nicht mehr Süßigkeiten als Dinge kaufen die ich möchte. ( Wir wohnen ca. 12 Km von der Grenze entfernt)
    • Das Brotproblem kenne ich nur zu gut. Wenn im Artikel von Vollkornbrot gesprochen wird, dann ist es eben kein sehr körniges Brot, so wie wir es kennen, sondern nur der übliche fluffige Toast in ein wenig brauner, weil vereinzelte Hülsen von Körnern verarbeitet wurden. Mit den ewig weichen Brötchen ist es ähnlich.
      Bei einem deutsch-niederländischen Chortreffen kam vom deutschen Chorleiter auch angesichts belegter Fluffbrote der treffende Kommentar: "Nachher fahren wir dann zum Konzert nach X (auf deutscher Seite), da gibt es dann auch richtiges Essen und Brot."
      Bei aller Liebe zum Nachbarland, aber mit dem Brot können die mich nur tageweise locken. Dafür haben die Supermärkte einfach viel tollere Abteilungen mit internationaler, vor allem asiatischer, Vielfalt.
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    • melisah schrieb:

      Es ist natürlich schwierig Kinder vom Naschen abzuhalten, ich habe es bei unseren nicht geschafft, ( schlechte Vorbilder, Mama und Papa )


      Hast du ein schlechtes Gewisen deswegen? :confused: Also, das Naschen ist wirklich eine der schoensten Privilegien der Kindheit. Warum sollen Kinder nicht naschen?!

      Ich finde die Angst vorm Suesszeug heutzutage reichlich uebertrieben. Ich vermute, dass die meisten Kinder, wenn man ihnen die Suessigkeiten nicht verbieten wuerde, ihren Mass selber kennen wuerden. Belegen kann ich das nur am Beispiel von meinem eigenen Sohn allerdings...

      Das einzige, was wirklich schaedlich auf die Einstellung zu Suessigkeiten wirkt, ist die Werbung. Die programmiert die Kinder wirklich auf den Konsum. Ich mache mich immer ueber die Werbung lustig und sage sinngemaess: "Oh, da war aber die Werbung fuer XY nicht umsonst, wenn du das probieren moechtest." Ich habe aber noch nie erlebt, dass irgendein neues Produkt aus der Werbung sich bei und zu Hause eingenistet haette... meistens schmeckt das Zeug wirklich nicht.
    • Alles was verboten ist, wird interessant. Darum kann ich mit den Vorschlägen gar nichts anfangen.

      von savoir-vivre:Gutes Essen beginnt für mich damit, dass ich meinem Kind keinen Stress am Essenstisch mache und das ich mein Kind beim Essenzubereiten mit einbeziehe und mitkochen lasse, wenn mein Kind das möchte.


      Da geb ich Dir Recht savoir-vivre. Gutes Essen ist für mich auch, selber frische Zutaten kochen. Damit weiss ein Kind, wie z.B. selber gemachte Spaghettisauce schmeckt und dass die leckerer ist, als Fertigsauce.

      von Muminfrau:Ich mache mich immer ueber die Werbung lustig und sage sinngemaess: "Oh, da war aber die Werbung fuer XY nicht umsonst, wenn du das probieren moechtest."


      Das find ich gut, dass Du sie probieren lässt. So merkt Dein Kind, dass die Werbung mehr verspricht, als sie hält. Meine zwei haben bei der Deutschen Oma auch Sachen probiert, die es hier nicht gibt. Und danach waren die Dinge kein Thema mehr.

      LG Finchen
    • Vollkornbrot ist in keinster Weise "wertiger" in der Ernährung als Weißbrot. Das ist eines dieser "Ernährungsmärchen", worauf leider sehr viele hereinfallen.

      Und von Süßigkeiten abzulenken, macht sie doch erst recht interessant. Bei normalen Kindern jedenfalls.
      Bei uns sind/waren Süßigkeiten immer im freien Zugriff, mein Kind ist mit ihren 18 Jahren normal gebaut und ich bin sehr dick, aber sicher nicht von Süßigkeiten. Ich steh mehr auf Wurstbrot und deftige Sachen.

      Zum goldenen M gehen wir auch ab und an. Manchmal sogar jede Woche. Mein Kindi und Manni werden trotzdem nicht dick, so was aber auch!:unsinn:
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    • Ich habe kein schlechtes Gewissen, aber mich ärgert es, den Süssigkeiten nicht wiederstehen zu können.
      Unsere Kinder sind sehr gut ernährt worden, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sebstgebackenes Brot, jeder Kuchen selbstgemacht. Ich hatte damals kein Geld um irgentetwas zu kaufen also musste ich alles selbst machen, sogar die Butter. Heute geht es uns zum Glück besser.
      Wir hatten mal eine Familienpflegerin die meinte Natrium Glutamat und gekochtes Gemüse in meine Küche einführen zu müssen, sie hat nach einer Woche jeden Tag Kuchen gebacken da meine Kinder nicht gegessen haben.
      Damals war ich in der Reha
    • Bei uns gibts Süssigkeiten nach dem Essen und grundsätzlich nicht gegen Hunger, da wird was anderes gegessen. Das waren mein Kinder von klein auf so gewöhnt darum gab es auch nie Probleme und es wird ihnen auch nichts anderes vorgelebt. Ich könnte mich nicht erinnern das sie jemals nach Süßkram gebettelt hätten.

      Zum freien Zugriff für den Hunger zwischendurch gibts im Esszimmer eine Etagere mit vielen Obstsorten.

      Ich persönlich brauche gar keine Süssigkeiten ich esse im Jahr max. eine Tafel Schokolade und eine Hand voll Gummibärchen. Wenn ich das nicht hätte wärs auch egal.

      Ich empfinde Vollkornbrot schon als hochwertiger, aus dem einfach Grund das ich nach einem Vollkornbrot den ganzen Vormittag satt bin aber nach einer Semmel oder Weißbrot eine Stunde später wieder Hunger habe und mit der Verdauung klappt es auch besser.
    • Siebzigerjahre: Wir haben Nutellabrote, Ahoi- Brausepulver und Zuckerstangen gegessen - meine Güte, wie sind wir nur groß geworden.....;)

      ich kenne eine Familie, da sind Süßigkeiten verboten. Die Kinder sammeln Bonbons auf der Straße auf und lutschen sie zuende.....


      liebe Grüße Lisa
    • Ich mache bei Brot eher den Unterschied zwischen "gut gebacken" und "schlecht gebacken", also z.B. aufgebacken. Ein richtig gut gebackenes Weizenbroetchen (auch ohne Vollkorn) schmeckt gut und macht satt. Das aufgebackene Zeug tut es nicht. Die aufgebackenen Broetchen sind hohl und lassen sich aud die Haelfte ihrer Groesse zusammenknuellen. :rolleyes:
    • Ich habe Süßigkeiten zu Hause, aber nur noch in ganz kleinen Mengen. Und Dinge wie Chips und Süßgetränke kaufe ich nicht mehr, gerade meine kleine Tochter kann eine angefangene Chipstüte auch nicht sehen und muss sie leer essen.
      Kuchen backe ich regelmässig und leckere Joghurts stehen immer im Kühlschrank. Sollte die Gier nach Schoki mal ganz groß sein, gibt es für den absoluten Notfall ein Nutellaglas. Seitdem ich nur noch ganz wenig von dem Kram einkaufe, nimmt meine Tochter nicht mehr zu!!!!
      Und wir vermissen es nicht.
      Ich finde es wichtig, dass man als Mutter ein Auge darauf hat, Kinder überlegen nicht, wieviel leere Kalorien in einer Tüte Chips stecken. Gerade der Fall mit dem 13 Jährigen mit 240 kg sollte zu denken geben, wohin ungebremster Süßkonsum führen kann.
    • Evi schrieb:

      ...Gerade der Fall mit dem 13 Jährigen mit 240 kg sollte zu denken geben, wohin ungebremster Süßkonsum führen kann.

      Oh nein, da kann ich nicht zustimmen, denn es MUSS heißen "Gerade der Fall mit dem 13 jährigen mit 240 kg sollte zu denken geben, wohin Diäten führen"!

      Der Junge macht seit seinem sechsten Lebensjahr Diäten und die Gewichtserhöhung kommt durch die Diäten und die Gier nach Süßigkeiten auch. Ein Kind braucht Energie und wenn es diese in Diätenzeiten nicht bekommt, dann "sorgt" der Körper vor für die nächste "Hungersnot" und giert nach hoch energetischen Nahrungsmitteln...daran kann der Junge selbst nichts ändern und die Süßigkeiten habe diesen Zustand nicht ausgelöst.
    • Ja, genau. Mein schlanker Sohn hatte Zeiten, da hat er sich fast nur von Gummibaerchen ernaehrt. Hat er zugenommen? Nein. Er ist eben schlank.

      Ich habe mich etwas erschrocken, als ich den Post von Evi las. Wenn schon ein vernuenftiger Mensch, der hier seit langer Zeit mitliesst, das schreibt,

      Gerade der Fall mit dem 13 Jährigen mit 240 kg sollte zu denken geben, wohin ungebremster Süßkonsum führen kann.


      was denken sich wohl all die Menschen, die fuer das Thema ueberhaupt nicht sensibilisiert sind? :wand:
    • Ich weiß nicht warum hier im Forum der vernünftige Umgang mit Lebensmitteln einer Diät gleich gesetzt wird. Das stößt mir schon lange extrem sauer auf.

      Süßigkeiten sind in meinen Augen ein Genußmittel das isst man nicht gegen Hunger! Genau wenig wie ICH keinen Alkohol gegen Durst trinke.

      Das sich ein Kind hauptsächlich von Süssigkeiten ernährt würde es bei mir nicht geben, ganz egal ob das Kind dürr, schlank oder dick ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pika ()

    • Und da soll dann Joghurt die Alternative sein?
      Mein Kindi hat sich auch zwischendrin mal "nur von Süßem", also Pudding und Schokolade und Gummibärchen ernährt.
      Eben phasenweise, so wie ich Joghurt nicht mag, aber an manch wenigen Tagen im Jahr, kann ich schier so nen Halbpfund Joguhurteimer auf einmal leerfressen. Das gleich mit Schokolade, da brauch ich wochenlang nix und wenn ich dann aber drauf bin, kann ich ne Tafel auf einmal wegputzen.

      Es wird halt Tage geben, wo der Organismus "mehr Süßes" braucht und wenn das dann nicht befriedigt wird, dann kommt man in diese "ich will aber"-Endlosschleife". Das geht einem doch auch mit Salzigem so, also mir jedenfalls und meinem Kindi.

      Wenn mir einer Obst oder Joghurt statt Schokolade angeboten hätte, den hätte ich was gehustet. Was soll das für ne Alternative sein?
      Ich bin mit dieser Ernährungsweise dick geworden und meine dünne Schwester nicht... was ist denn da falsch gelaufen? ;)
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    • Pika schrieb:

      Ich weiß nicht warum hier im Forum der vernünftige Umgang mit Lebensmitteln einer Diät gleich gesetzt wird. Das stößt mir schon lange extrem sauer auf.


      Dass hier im Forum „der vernünftige Umgang mit Lebensmitteln einer Diät gleich gesetzt wird“ habe ich noch nicht erlebt.

      Was meinst du denn damit? Weil Muminfrau geschrieben hatte „er hat sich fast nur von Gummibärchen ernährt“...? Ich bin mir sicher, dass Muminfrau ihren Sohn nicht nur Gummibärchen hat essen lassen und ich bin etwas traurig, wenn du solche Dinge schreibst, denn wir „unterhalten“ uns doch regelmäßig hier und wenn du schreibst, dass das dir schon „lange“ extrem sauer aufstößt kommt das so rüber, als ob hier im Forum angepriesen würde, dass man nicht vernünftig mit Lebensmitteln/Süßigkeiten umgehen sollte…dem ist überhaupt nicht so!

      Dieser Thread begann mit dem Artikel aus den Niederlanden und Kampfzwerg schrieb dazu
      Natürlich soll es nicht gefördert werden, dass Kinder tagtäglich größere Mengen Süßigkeiten in sich hineinstopfen…“

      Die Antworten die danach kamen gingen alle in die gleiche Richtung und von daher kann ich dir bei deiner Bemerkung nicht beipflichten und auch ansonsten habe ich, hier im Forum, überhaupt nicht das Gefühl, dass es darum geht Genussmittel als Sättigungsmittel zu nutzen, sondern vielmehr darum keine Diäten zu machen und kein Essen/Genussmittel generell zu verteufeln, denn das staut die unnatürliche Lust nur noch mehr an und besonders bei Kindern.
    • Ein vernünftiger Umgang mit Lebensmitteln beinhaltet meiner Ansicht nach nicht nur welche Lebensmittel man konsumiert, sondern vielmehr wie man mit ihnen umgeht und sie in den eigenen Speiseplan integriert und an Kinder heranführt.

      Verbote, Bewertungen und Begrenzungen können die natürliche Entwicklung eigener Bedürfnisse stören - gerade bei Kindern, die vieles noch ausprobieren müssen und deren Geschmack sich im Laufe der Jahre noch oft ändern wird (heute sind Oliven igitt, in ein paar Jahren essen sie sie vielleicht gerne und genauso kann es sich mit Süßkram verhalten).

      Ich bin der festen Überzeugung, dass jedes Kind seinen Bedürfnissen folgt, wenn man ihm ein breites Spektrum an Lebensmitteln anbietet und es ausprobieren und selbst entscheiden lässt. Und dass sich alles zu einem Gleichgewicht einpendelt. Wer kennt nicht das Bedürfnis mal mehr, mal weniger zu essen oder mal mehr Kohlenhydrate, mal mehr Eiweiß oder Fett zu essen - je nach Tagesform, Jahreszeit, psychischer oder physischer Verfassung oder auch einfach Lust und Laune bzw. einem bestimmten Anlass (Geburtstag, Weihnachten, Urlaub...) und nicht zuletzt persönlichem Geschmack.

      Meine eigene Balance finde ich nicht durch eine Einteilung in "Gut und Schlecht", die mir von außen übergestülpt wird.
    • Ich habe meine Kinder so erzogen, dass sie alles und so viel essen durften wie sie wollten. Süßigkeiten hatte ich sowieso nur beschränkt im Hause. Als unser Sohn nach einer Salomonellen Vergiftung wieder anfing zu essen, aß er nur Roggenvollkornsauerteigbrot. Die Kinderärztin meinte er solle mit Weißbrot anfangen, er hat dieses nicht angerührt.
      Meine Mädchen sind normalgewichtig und unser Sohn kommt dem Normalgewicht auch immer näher seitdem er Arbeit hat und es ihm besser geht.
    • Früher hat man nach nem "Flotten Otto" ja auch nur Zwieback und Tee und vielleicht noch diese greußliche Schleimsuppe zu essen bekommen.
      Heute sagt jeder vernünftige Arzt, dass man nach Brechdurchfall essen soll, nach was es einem gelüstet. Ich brauch da immer ne richtige Nudelsuppe, am besten noch mit Ei gekleppert und mein Kind will Joghurt.

      Der Körper holt sich was er braucht, auch wenn man noch so versucht ihn "abzulenken".
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    • Warum meine Aussage hier soviel Aufruhr erzeugt, ist mir nicht ganz klar. Ich habe drei Kinder, eines war schon immer moppelig, zwei sind sehr schlank. Wir essen alles gesund und ausgewogen, ich koche frisch. Für meine Kinder habe ich Süßigkeiten, aber nur sehr wenig im Hause. Warum?
      Weil ich festgestellt habe, dass alles ohne Nachzudenken in drei Tagen weggegessen wird, ob ich 6 Tafeln Schokolade einkaufe oder nur zwei. Ich und meine Kleine sind Menschen, denen es ganz schwer fällt eine geöffnete Packung Chips nicht leer zu essen. Also kaufe ich keine oder nur zu Geburtstagen, wenn man was zum Knabbern braucht. Was ist daran verwerflich? Wenn ich Alkoholiker wäre, gabe es in meinem Haushalt auch kein Wein, Bier.
      Zu dem 13 Jährigen Jungen möchte ich sagen, dass der Bub nicht vom Familienessen zu dick geworden ist. Nein, er isst unkontroliert Süßkram (die Mutter berichtet von einer ganzen Packung Prinzenrolle...)
      Sehr viele Faktoren haben bei dem Bub zur Gewichtszunahme geführt, viele Diätversuche, eine Esstörung, Diabetes, aber letztendlich ist sein Suchtmittel Süßes.
      Ich möchte zu meiner Familie zurückkommen. Ich habe über meine kleine Tochter schon des öfteren berichtet, wir haben diesen Weg gefunden und sind damit zufrieden und glücklich. Essen am Tisch gibt es soviel, bis man satt ist, zwischendurch Süßkram sehr begrenzt.
      Und dadurch haltet sie ihr Gewicht und wird keine doofe Abnehmkur brauchen. Wenn ihr das nicht als Erfolg sehen tut, dann tut es mir leid. Eine potentielle AC Kandidatin wird sie mit dieser Verhaltensänderung beim Essen hoffentlich nie werden.
    • Muminfrau schrieb:

      Ja, genau. Mein schlanker Sohn hatte Zeiten, da hat er sich fast nur von Gummibaerchen ernaehrt. Hat er zugenommen? Nein. Er ist eben schlank.

      Ich habe mich etwas erschrocken, als ich den Post von Evi las. Wenn schon ein vernuenftiger Mensch, der hier seit langer Zeit mitliesst, das schreibt,



      was denken sich wohl all die Menschen, die fuer das Thema ueberhaupt nicht sensibilisiert sind? :wand:


      Und du hättest auch noch bei deinem Sohn zugeschaut, wie er sich von Gummibärchen ernährt, wenn er übergewichtig wäre?