Das Essen satt haben -

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    • Das Essen satt haben -

      DIESES Thema hat erst einmal nichts mit Übergewicht zu tun, sondern mit dem Gegenteil, dem Untergewicht. Mir hat bei diesem Artikel trotzdem gut gefallen, dass die Präventionspolitik auch auf dem Prüfstand steht.

      Schlimmer noch: Die zwar gut gemeinte Aufklärungskampagne zur Fettleibigkeit können bei Kindern und Jugendlichen, die anfällig sind für Essstörungen, negative Folgen haben. «Kindergartenkinder und Primarschüler sollen sich nicht mit Nährwerttabellen beschäftigen und der Frage, was gesundes Essen ist», sagt Pauli. Viel wichtiger sei es, mit den Kindern zusammen zu kochen und zu essen. Essen solle etwas Unbeschwertes sein und auf keinen Fall negativ behaftet. «Viele sind überfordert, wenn man sie mit Informationen zu gesunder Ernährung überschüttet», sagt auch Milos………………… Eine Diät im Teenageralter zählt zu den Risikofaktoren für eine Essstörung.


      Beim Durchlesen des Artikels erinnerte ich mich daran, dass ich vor Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig war. Zu dieser Zeit arbeitete ich mit Jugendlichen zusammen und dabei kam uns die Idee einen Kochkurs zu starten. Alle zwei Wochen haben wir die Kinder aus dem Dorf, in dem wir wohnten, eingeladen zum gemeinsamen Kochen in der Schulküche. Die Kinder waren zwischen acht und dreizehn Jahren.

      Wir stellten zusammen Nudelteig her und kochten daraus Nudeln oder andere lustige Dinge (die Kinder waren hier sehr kreativ) oder wir bereiteten eine Gemüsesuppe zu, aber auch eine leckere Lasagne durfte nicht fehlen und wenn die Weihnachtszeit vor der Tür stand backten wir leckere Plätzchen oder kleine Kuchen. In unserer Gruppenleiterrunde war auch immer wieder das Thema „gesund“ kochen, aber meine Freundin und ich haben uns durchgesetzt, dass wir das Essen nur so weit zum Thema machen, dass das Essen und das Essen-Zubereiten Spaß machen sollte.

      Ich erinnere mich heute noch gerne daran wie viel Spaß die Kinder beim Kochen und dem darauf folgenden Essen hatten. Manchmal aßen wir im Stehen, manchmal deckten wir besonders den Tisch und manchmal setzten wir uns auf die Küchenzeilen und aßen dort…..einfach wie es Spaß machte!

      Für mich kann es heute noch ein Kampf sein mit Spaß zu essen, aber ich weiß, dass ich diese Innere-Auseinandersetzung mein Leben lang führen werde.

      Wenn ich Berichte lese in denen Kindern mit „Gesund-Essen-Projekten“ in frühster Kindheit (Kindergarten, Schule) der Appetit verdorben und Angst gemacht wird, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von savoir-vivre ()