Essen zwischendurch - als Ersatzbefriedigung

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    • Essen zwischendurch - als Ersatzbefriedigung

      Hallo!

      Ich weiß nicht, ob es euch genauso geht, aber ich esse meistens zu viel, wenn ich abends nach Hause komme und allein für mich bin und nicht weiß, was ich mit mir und dem Feierabend anfangen soll.

      Solange ich auf Arbeit bin und etwas zu tun habe, ist alles okay, aber sobald ich zu Hause die Tür aufschließe und meine freie Zeit beginnt, fange ich an zu essen.

      Ich muss dazu sagen, dass ich, wenn ich gegen 17h zu Hause bin, auch meist echt Hunger habe und mir dann, nach einem kleinen Mini-Snack vorweg, mein Abendessen zubereite.

      Bis dahin alles schön und gut, das ist ja nun noch nicht das Schlimmste und es sind auch keine übermäßig großen Portionen, die ich da verspeise.

      Aber es bleibt einfach nicht dabei!!!

      Ich esse ganz normal, Brot oder Brötchen, manchmal auch eine Kleinigkeit warm, wenn es mittags auf Arbeit nichts Vernünftiges gab, aber irgendwie reicht das NIE aus!!

      Ich bin um 17h zu Hause, mache mir was zu Essen, schaue mir meine beliebten Vorabendserien an, gehe danach duschen, mache noch ein bisschen was im Haushalt, schaue weiter TV oder gehe an den PC - und ESSE!!!

      Kein Brot mehr oder Brötchen, aber SÜSSES oder KNABBEREIEN.

      Habe auch schon versucht nichts mehr zu kaufen, bin dann wie auf Entzug.
      Ich fühle mich unwohl, werde unzufrieden, launisch, könnte die ganze Zeit nur heulen.

      Es stört mich selber total, dass das so ist und ich würde gern aus diesem Teufelkreis raus kommen, aber ich weiß nicht wie.

      Nach der Arbeit bin ich eigentlich immer ganz froh, wenn ich zu Hause bin, weil es, aufgrund (m)einer sozialen Phobie, doch sehr anstrengend ist, den ganzen Tag unter Menschen zu sein.

      Allerdings habe ich manchmal auch regelrecht Angst vor dem Alleinsein (und dem In-Mich-Rein-Essen) nach Feierabend.

      Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

      Viele liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Ich habe vor einem Jahr aufgehört zu rauchen, und habe die Zigaretten durch Knabbereien ersetzt (und natürlich viel zugenommen). Jetzt ersetze ich das durch gesunde Knabbereien (Möhren, Kohlrabi, Chicoree- und Salatblätter) da hab ich was zu knabbern, ohne weiter zuzunehmen.
    • Und du fühlst dich dadurch ausreichend befriedigt???
      Ha! Haette ich auch gefragt! Als ich eine aehnliche Phase hatte, liebe Gastschreiberin, da habe ich mir echt ueberlegt, der naechsten Person, die mir was von Moehren sagt (meistens meine damalige Psychotherapeutin) den Hals umzudrehen. (nein, es ist keine Gewaltsverherrlichung, sondern Ironie.)

      Es gab mehrere Dinge, die mir geholfen haben, und das ging ueber Jahre. Also, versuche nicht, die abendliche Essattacken jetzt, sofort und fuer immer los zu werden. Ich glaube nicht, dass das klappen kann, weil du das brauchst.

      Das Essen beruhigt, troestet, was auch immer -- und es ist offensichtlich, dass du das brauchst. Insbesondere nach einem harten Tag, wo du "unter die Leute" musstest, und an dem du vielleicht auch noch wegen Dicksein bloed angemacht wurdest -- das ist doch sehr verstaendlich. Also sei erstmal nett zu dir und nimm dir das, was du wirklich brauchst. Und seien es Chips und Popkorn.

      Ausserdem faellt mir in deiner Beschreibung auf, dass du vielleicht wirklich zu wenig "richtiges" Essen abends isst. Was ist schon ein Broetchen? Wenn du schon um 17 Uhr zu hause bist, dann erwartet dich ein langer Abend. Je nachdem, wann du zu Bett gehst, brauchst du evtl. mehr Nahrung.

      Ich koche am Wochenende immer vor, und obwohl ich mittags in der Kantine eine mehr oder weniger normales Mittagessen kaufe (die Qualitaet ist halt, naja :rolleyes: ), komme ich nach Hause und esse nochmals warm. Z.B. eine Cremesuppe oder Salat, danach noch etwas Fleischiges mit Beilage.

      Mein Alltag sieht anders als bei dir aus, vor allem komme ich eher gegen 19 Uhr nach Hause, und esse zusammen mit meinem Sohn gegen 20 Uhr -- aber du koenntest dir vielleicht auch ueberlegen, wie du die Abende anders gestaltest.

      Zur sozialen Phobie: Ich mag den Namen nicht. Ich habe es immer auch sehr, sehr anstrengend gefunden, unter den Menschen zu sein. Das zieht mir Energie und belastet mich. Und deswegen meide ich grosse Menschenansammlungen, wenn es geht. Na und? Man nennt das "introvertiert sein", nicht "soziale Phobie"! "Introvertiert sein" ist keine Krankheit, es ist ein angeborener Charakterzug und an sich absolut harmlos und definitiv nicht krankhaft.

      Dieser Artikel im Spiegel vom Jahr 2003 ist da sehr interessant:

      Die Abschaffung der Gesundheit

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    • Muminfrau schrieb:


      Zur sozialen Phobie: Ich mag den Namen nicht. Ich habe es immer auch sehr, sehr anstrengend gefunden, unter den Menschen zu sein. Das zieht mir Energie und belastet mich. Und deswegen meide ich grosse Menschenansammlungen, wenn es geht. Na und? Man nennt das "introvertiert sein", nicht "soziale Phobie"! "Introvertiert sein" ist keine Krankheit, es ist ein angeborener Charakterzug und an sich absolut harmlos und definitiv nicht krankhaft.


      Die Soziale Phobie ist eine Krankheit. Sie gehört zu den Angsstörungen und wurde von der WHO in der ICD-10 unter F40.1 klassifiziert.
      Im Gegensatz zur Introvertiertheit zeigen sich beim Betroffenen deutliche Angstsymptome, die auch körperliche Auswirkungen haben und bis hin zu Panikattacken führen können.

      Ein introvertierter Mensch ist eher still, scheu und bleibt lieber für sich als in Gruppen - das ist in der Tat nicht krankhaft.

      Ich leide seit meiner Jugend an einer Sozialphobie und finde diese Verharmlosung und Gleichsetzung mit einer Charaktereigenschaft unmöglich! Ein Mensch mit einer sozialen Phobie leidet extrem unter dieser Angststörung!
    • Mondsteinhexe schrieb:

      Die Soziale Phobie ist eine Krankheit. Sie gehört zu den Angsstörungen und wurde von der WHO in der ICD-10 unter F40.1 klassifiziert.


      Ich dachte mir schon, dass eine aehnliche Reaktion kommen wuerde. Ich verharmlose nichts, ich habe nichts dergleichen geschrieben. Ich glaube dass Menschen, die diese Diagnose bekommen haben, sehr darunter leiden, dass sie Aengste haben.

      Ich zweifle nur an der Sinnhaftigkeit dieser Diagnose. Es koennte eine erfundene Krankheit sein, wie es im Spiegel-Artikel steht. Ich habe z.B. auch eine lebensbedrohliche chronische therapiebeduerftige Erkrankung, die von WHO anerkannt ist, soviel ich weiss. Das ist Adipositas Grad II. :cool:

      Nachtrag: Wir hatten schon mal woanders ein Thread zur sozialen Phobie. Ich weiss aber nicht mehr, wo. Wenn das jemand wirklich besprechen moechte, koennte man vielelicht einen anderen Therad anfangen? Da ich diese Diagnose nicht habe, moechte ich das nicht machen. Andererseits finde ich es nicht schoen, dass Menschen, die aufgrund bestimmter Lebensumstaende eine bestimmte Angsstoerung entwickelt haben, als "sozialphobiker" abgestempelt werden. Aber ich koennte mich natuerlich irren, das ist nur eine persoenliche Meinung eines Laien.
    • Ich habe kein Bedürfnis darüber zu diskutieren, ob die soziale Phobie eine Krankheit ist oder nicht und ich habe nicht im Geringsten das Gefühl abgestempelt zu sein - ganz im Gegenteil:

      Seit ich weiß, dass es für meine Ängste unter Menschen einen Namen gibt und die Symptome genau beschrieben sind, fühle ich mich sehr erleichtert, denn seit dem kann ich viel besser mit diesen Ängsten umgehen, indem ich sie z.B. anderen besser erklären kann, wenn ich z.B. nicht auf eine Party gehen kann, wenn mir ein Restaurant zu voll ist, wenn ich einen schlechten Tag habe und ich in kein überfülltes Kaufhaus gehen mag oder ich mich verstecken möchte, wenn ich das Gefühl habe an der Bushaltestelle blöd angestarrt zu werden.

      Mein Umfeld weiß von dieser Störung und akzeptiert, dass ich nicht immer alles so unbefangen mitmachen kann - früher wusste ich nie wie ich das erklären soll. Gäbe es diese Beschreibung der Diagnose nicht, würde ich immernoch im Ungewissen sein, was mit mir nicht stimmt.

      Den Vergleich mit der Introvertiertheit empfinde ich nach wie vor als Verharmlosung - im Allgemeinen haben introvertierte Menschen keine Ängste vor anderen, sondern ziehen es einfach vor mehr für sich zu sein - das sind völlig andere Voraussetzungen.

      Ja, vielleicht ist die soziale Phobie erfunden - und vielleicht ist die Erde eine Scheibe???
    • Hallo ihr Lieben!

      Vielen Dank zuerst einmal für eure netten und verständnisvollen Beiträge.

      Den Tipp mit den "gesunden Knabbereien" am Abend habe ich auch schon öfter von meiner Therapeutin zu hören gekriegt und ich habe es auch schon mehrfach ausprobiert, weil ich Kohlrabi und Möhren wirklich sehr gern mag (ohne Witz), aber so richtig befriedigend war diese Alternative eben nicht.

      Ich habe auch schon überlegt, ob es vielleicht das Falsche oder nicht genug ist, was ich abends esse oder ob es von der Zeit her wirklich zu früh ist, so wie Muminfrau schon schrieb.

      Das Essen bei uns in der Kantine mittags ist auch nicht wirklich reichhaltig und von den Portionen immer eher klein (das sagen auch die "Normalgewichtigen"). So richtig satt wird man dort nicht.

      Hinzu kommt, dass ich in der Zeit von 12:30 Uhr bis zu meiner Heimkehr um kurz vor 17 Uhr dann meist nichts weiter mehr esse, obwohl ich oft nicht satt geworden bin.

      Der Griff zum Schokoriegel direkt nach der Heimkehr ist irgendwie schon zur Routine geworden. :-o Und bevor ich dann Unmengen an Süßkram in mich hineinstopfe, mache ich mir immer lieber direkt mein Abendessen, damit ich "was Vernünfiges" im Magen habe.

      Zur "Sozialen Phobie" und "Introvertiertheit" kann ich sagen, dass es da bei mir ganz sicher einen gewissen Zusammenhang gibt.
      Ich bin schon immer eher ruhig und zurückhaltend gewesen und hatte Schwierigkeiten damit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, aber so richtig ernsthaft und phobisch wurde dieses Problem erst durch einen gewissen Auslöser, der u.a. auch mit meinem hohen Gewicht zu tun hatte.

      Meine Therapeutin deutete auch mal an, dass sie sich wegen der Diagnose einer Sozialen Phobie bei mir nicht sicher ist, weil es ja einen Grund für meine Ängste (das Übergewicht) gibt und die Gründe der meisten Phobien nicht direkt benannt werden können.

      Aber ich habe eben diese Ängste und sie reichen leider auch bis hin zu heftigen Panikattacken, weil ich mich oft sehr minderwertig fühle und aufgrund meines hohen Gewichtes den Eindruck habe, mich ständig und überall beweisen zu müssen, dass ich auch was kann und ein "ganz normaler" Mensch bin.

      Oh weh, da stehen mir schon wieder die Tränen in den Augen...
      Es ist echt heftig, was diese Minderwertigkeitsgefühle mit einem anstellen.

      Mache hier erstmal Schluss.

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Die Suchfunktion des Forums brachte einige Threads, die den Begriff "soziale Phobie" beinhalten.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
      [/CENTER]
      [/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg ()

    • Mondsteinhexe schrieb:


      Ein introvertierter Mensch ist eher still, scheu und bleibt lieber für sich als in Gruppen - das ist in der Tat nicht krankhaft.


      Ein introvertierter Mensch ist nicht unbedingt scheu, kann aber leicht so wirken. Unsere Gesellschaft ist auf Extrovertierte ausgerichtet (die sind ja auch viel lauter und leichter wahrnehmbar), da werden die Stillen gerne als die Abweichung von der Norm gesehen.

      Ich stimme dir übrigens absolut zu bei dem was die SP anbelangt. Das ist eine ganz andere Kiste, richtig heftig und jeder, der selbst damit auch nur annähernd in Berührung gekommen ist, weiß sie ganz genau von Introvertiertheit zu unterscheiden. Jeder. Da bin ich mir ausnahmsweise mal so richtig sicher.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Sorry, ich habe jetzt die ganze Zeit gesucht, aber ich finde diesen Beitrag nicht!
      Auch der Link zum Thread von Angelina funktioniert nicht. :confused: :confused: :confused:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: verkehrter Link. sorry.

    • Gastschreiberin, du isst echt nicht genug am Tag! Sei lieb zu dir und ueberlege dir, wie du tagsueber satt bleiben koenntest. Ich bin mir sicher, dass deine abendlichen Essattacken dann von selbst zurueck gehen. Sie werden vielelicht nicht verschwinden, aber besser sollte es werden. Vielleicht probierst du es aus?

      Meine Vorschlaege (dir wird bestimmt noch mehr einfallen, aber fuer den Start):

      - Nach dem Mittagsessen noch etwas essen, z.B. ein Kaffee mit einem Schokoriegel oder Keksen, irgendwelche Fruechte, Joghurt -- was auch immer
      - Vor dem Nachhausegehen noch eine Kleinigkeit essen
      - Zu Hause erstmal ein Broetchen oder Sonstiges essen, vielleicht mit tee, oder eine Tasse Suppe, und dann ein paar Stunden spaeter zu Abend essen

      Und natuerlich gubt es bei dir noch Dinge, die ans Essen gebunden sind. Du schreibst ja selber, Essen als Ersatzbefriedigung. Ersatz fuer was?

      Mir haben die abendlichen Essattacken z.B. geholfen, nach einem Tag voller Menschen und Ereignisse (beides nicht immer angenehm!) runter zu kommen, mich zu beruhigen.

      Ausserdem ist eine Essattacke oft ein Indiz fuer mangelnde Selbstliebe, Selbstwert. Zumindest war es bei mir so.

      Mittlerweile bin ich mir fuer eine Essattacke zu wertvoll! Warum soll ich mich vollstopfen? Damit es mir besser geht, klar. ;) Aber eigentlich brauche ich etwas anderes als das Essen, und genau das goenne ich mir dann. Weil ich es mir wert bin, fuer mich wirklich zu sorgen. Und nicht einfach dem inneren Kind, das unruhig, traurig, beduerftig ist und vielleicht weint, ein Stueck Schokolade in den Mund zu stopfen, damit es Ruhe gibt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Administrator () aus folgendem Grund: Auf Wunsch der TE

    • Ich kenne das Problem.

      Also ich denke es muss auch etwas zwischen Rohkost (also Karotte, Kohrabi...) und Schokoriegeln geben.
      Etwas, das mehr befriedigt, aber dann doch nicht ganz so ungesund und kalorienhaltig ist wie Schokolade und Chips.

      Wie wäre es wenn du zB erstmal direkt nach dem nach Hause kommen ein Brot isst. (statt Schokoriegel)
      Das dauert 2 Minuten (das herrichten meine ich).

      Und dann kannst du ja in Ruhe kochen. Dabei würde ich mir - bevor du alles an den Tisch trägst - einen Teller zur Seite stellen.
      Der bleibt dann für später am Abend, wenn du noch Hunger hast.
      Ist zwar dann eventuell auch zu viel, aber besser als Chips.

      Müsli finde ich auch eine gute Sache, falls du es magst.
      Ist schnell gemacht und sättigt ganz gut.

      Wie ich wo anders schon geschrieben habe, wenn ich mal noch Hunger habe, weiche ich feine Haferflocken in Milch ein und esse sie mit etwas Kakao (kein "echter", schon sowas wie Nesquik, usw)
      Schmeckt auch schokoladig. Macht mich allerdings dann wirklich so satt, dass ich mir davon nichts mehr nachnehme.
      Außerdem sollten die Haferflocken eben 10 Minuten in der Milch einweichen. Und da habe ich dann sowieso keine Lust das nochmals zu machen. :grins:

      Geht natürlich auch mit Früchtemüsli, usw.
      Will keine Werbung machen, aber es gibt auch eine Website, wo man sich sein eigenes Müsli zusammen stellen kann.

      Ich bin wirklich ein Fan davon, weil Müsli eben so schnell geht und doch fühle ich mich nicht schlecht danach, so wie nach einer ganzen Tüte Chips.
    • DANKE, das sind wirklich super Tipps von euch! :daumen: :daumen: :daumen:

      Heute gab es schonmal KEINEN Schokoriegel und ich habe versucht mich anders satt zu essen. Körperlich wenigstens...

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Du bist nicht allein. Ich glaube, dass das Essen Druck bzw. Stress abbaut und ganz einfach befriedigt. Unangenehme Gefühle kommen so nicht so stark hoch. Leider esse ich auch vor allem nach Anspannung aber auch aus Langeweile und das Schlimmste: aus Gewohnheit.

      Wie m,an der Sacher Herr werden kann weiß ich leider auch nicht. Ich suche meinen Weg da raus immer noch...

      Liebe Grüße

      tschaggi
    • Hallo tschaggi,

      ich taste mich auch ganz langsam ran und versuche nach dem Heimkommen jetzt erstmal ein wenig "runter zu fahren" und nicht gleich zum Schokoriegel zu greifen.

      Seit ich das Thema hier im Forum gepostet habe, fällt mir das irgendwie leichter (oder ich bilde mir das einfach nur ein ;)).

      Die letzten zwei Tage hat es auf jeden Fall schon gut geklappt. Ich hoffe, dass ich darauf aufbauen kann.

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Ich habe an mir beobachten können, dass ich besonders DANN zwischendurch esse, wenn es mir seelisch schlecht geht und ich mich innerlich leer fühle. Bin ich ausgeglichen, esse ich dreimal am Tag und das wars. Irgendwie versuche ich durch das viele Zwischendurch-Essen oder auch den späten Anruf beim Lieferdienst diese Leere zu füllen, wobei mir in guten Zeiten mein selbstgekochtes Essen reicht. Klingt komisch...aber das Gefühl, dass mir jemand mein Essen bis vor die Tür bringt, wertet mich in diesen schlechten Phasen auf. Ich denke dann, hey..es kommt noch was, worauf du dich freuen kannst. So eine Art abschließendes Tageshighlight. Meistens fühle ich mich nach dem Verzehr der Dinge schlecht, weil ich weiß, dass es absolut unnötig war, da ich nicht einmal Hunger hatte bzw. ein paar Stunden vorher zu Abend gegessen habe.
    • Sassy, ich finde, dass du eigentlich eine gute Strategie gefunden hast. Ich troeste mich auch manchmal mit Essen, oder ich beruhge mich damit.

      Solange ich weiss, wofuer ich das mache, solange ich das Essen bewusst erlebe, finde ich es voellig in Ordnung. Das ist nicht vergleichbar mit einer Essattacke, wo man isst und weiss gar nicht, wie man aufhoeren kann und warum es einem geschieht.

      So gibt es eben Tage, an denen ich etwas mehr und etwas oefter esse, und Tage, an denen ich etwas weniger und seltener esse. Ich glaube, das ist voellig okay!
    • Muminfrau schrieb:

      Sassy, ich finde, dass du eigentlich eine gute Strategie gefunden hast. Ich troeste mich auch manchmal mit Essen, oder ich beruhge mich damit.

      Solange ich weiss, wofuer ich das mache, solange ich das Essen bewusst erlebe, finde ich es voellig in Ordnung. Das ist nicht vergleichbar mit einer Essattacke, wo man isst und weiss gar nicht, wie man aufhoeren kann und warum es einem geschieht.

      So gibt es eben Tage, an denen ich etwas mehr und etwas oefter esse, und Tage, an denen ich etwas weniger und seltener esse. Ich glaube, das ist voellig okay!



      Das find ich auch.

      LG Finchen
    • Hallo Ihr,

      ich esse auch zwischendurch.

      Aus unterschiedlichen Gründen, glaube ich:

      Tagsüber unter der Woche hat das Essen oder Naschen zwischendurch entweder eine integrierende Funktion, wenn etwa irgendwer der KollegInnen einen Geburtstagskuchen gebacken hat, oder einen Apfel mit mir teilt, oder mich zum Gang zum Bäcker oder der Eisdiele animiert, was mir, weil ich doch Süßes so sehr mag, immer zusagt. Das finde ich prinzipiell in Ordnung.

      Oder es geht um Ablenkung, Frustessen, weil meine Gedanken stecken bleiben, oder den Wunsch nach einem Aufputschen mitten im Nachmittagstief. Danach fühle ich mich meist nicht wohl, weil ich eben doch kein ungestörtes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme habe und mich wegen "unnützen Essens" ein schlechtes Gewissen plagt. Aber das kann ich auch noch akzeptieren.

      Manchmal aber am Abend oder besonders, wenn ich am Wochenende nichts vorhabe und zuhause sitze, esse ich mitunter so viel "zwischendurch", dass ich dann die eigentlichen Mahlzeiten "strafend" weglasse oder die Übergänge von einer Mahlzeit zur nächsten fließend werden. Das finde ich überhaupt nicht gut, denn mir geht es da wie Sassy:

      Sassy schrieb:

      Meistens fühle ich mich nach dem Verzehr der Dinge schlecht, weil ich weiß, dass es absolut unnötig war, da ich nicht einmal Hunger hatte bzw. ein paar Stunden vorher zu Abend gegessen habe.
      Ich finde, bei mir hat das schon etwas von attakenartigem Essen, mit Genuss hat es nicht viel zu tun. Und tritt eben völlig entkoppelt von Hunger auf (also etwa nach einer Mahlzeit) und ist immer mit schlechten Gefühlen verbunden.

      Ich fände es gut, wenn Essen und schlechtes Gewissen bei mir nicht so eng gekuppelt wären.

      Und auch, wenn ich noch nie im eigentlichen Sinne eine Diät unternommen habe (ich bin nämlich überhaupt kein Kontrollmensch, sondern lebe eher lustorientiert, der Tendenz nach disziplinlos), versuche ich gegen das abendliche/wochenendliche Langeweileablenkungsfrustessen anzugehen (was mir aber noch nicht immer gelingt):

      Einerseits, indem ich mir das Recht einräume, auch mal nichts zu tun und zum Beispiel fernzugucken - die Idee dahinter ist, dass ich dann vielleicht in dieser Situation keinen Frust entstehen lassen muss, weil ich es mal wieder nicht schaffe, mich zu diesem oder jenem aufzuraffen oder "wenigstens" was zu arbeiten. Kein Frust = kein Frustessen.

      Andererseits, indem ich mir bewusst (auch ungesunde) Dinge einkaufe, die mir gut schmecken und die für zwischendurch geeignet sind, damit ich im Fall der Fälle Dinge esse, die mir wirklich schmecken (und nicht solche, die mir abends fünf Minuten vor Ladenschluss im nahen Penny zwischen die Finger geraten). Davon esse ich dann mit Genuss (!) auch zwischendurch - mit viel weniger schlechtem Gewissen.

      Naja - ganz klappts so aber nicht. Trotzdem geht es mir so viel besser als zum Beispiel mit dem Plan, "einfach keinen Süßkram kaufen" - denn dann muss im Notfall die Tanke oder Penny herhalten, wo es doch die besten Dinge gar nicht erst gibt. Und bei mir persönlich steigt das schlechte Gewissen, wenn es bei der Nahrungsaufnahme zwischendurch noch nicht mal mehr um Genuss geht.

      Gruß
      Frieda.
    • Frieda schrieb:

      Naja - ganz klappts so aber nicht. Trotzdem geht es mir so viel besser als zum Beispiel mit dem Plan, "einfach keinen Süßkram kaufen" - denn dann muss im Notfall die Tanke oder Penny herhalten, wo es doch die besten Dinge gar nicht erst gibt.


      Bei mir klappt das super. Ich bin selbst bei dem größten Drang nach Süßem oder Herzhaftem, was sich gerade nicht in meinem Haushalt befindet zu faul, um die 800m zum Rewe zu laufen. Das war allerdings schon immer so. :D

      Ich habe es mal eine Zeit lang damit versucht, wenn mich der Appetit überkam, mir etwas selbst zu kochen, anstelle etwas zu bestellen, was mir körperlich und seelisch nicht gut tut. Denn meistens bestelle ich dann Pizza, vegetarisch, allerdings mit Käse (manchmal schaffe ich es ihn abzubestellen, was mir aber in den Situationen, in denen ich diese Leere fühle nicht gelingt). Es widerspricht meinen moralischen Vorstellungen tierische Lebensmittel zu essen, aber in solchen Momenten ist mir das schnurz piepe, weil ich dann einfach auf den "ich brauch das jetzt" Modus umschalte und nicht mehr abwägen kann. Hinterher habe ich meistens heftige Bauchschmerzen und kann kaum schlafen, anscheinend vertrage ich den Käse noch nicht mal besonders gut. Wenn ich ausgeglichen bin, habe ich null Probleme damit mich auch Abends mal an die Kochplatten zu stellen und mir eine leckere, vegane Mahlzeit zuzubereiten. In den Phasen der seelischen Instabilität gelingt mir das nur bedingt.

      Erst dachte ich es liegt daran, dass ich nicht genügend Eiweiß bzw. Fett über meine Ernährung bekomme und habe darauf geachtet, vermehrt Hülsenfrüchte, gute Öle und Nüsse/Samen in meinen Speiseplan einzubauen. Ich dachte mein Körper will mir mit dem Heißhunger auf Käse (komischerweise habe ich keinen auf Fleisch/Fisch, Milch/Eier/Joghurt)...sagen, dass ihm etwas fehlt. Aber mittlerweile habe ich wirklich beobachten können, dass es eine Art Ersatzbefriedigung ist...eben diese Leere zu füllen, in die ich besonders am Abend falle, wenn der Tag gelaufen ist. Ich habe dann das Bedürfnis mir noch etwas gönnen zu müssen, teilweise auch etwas, was für mich eigentlich eine "Grenzüberschreitung" darstellt...ich hoffe das klingt jetzt nicht verrückt.

      Ich bin sonst ein sehr moralisch-gezügelter Mensch, jemand von dem man sagen würde er habe Anstand und Benehmen. Wahrscheinlich "tobe" ich mich dann bei solchen Sachen aus.