Mein (übergewichtiger) Alltag

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    • Honigbiene schrieb:


      Außerdem habe ich manchmal eine recht fiese Fantasie. Den Jünglingen würde ich vermutlich auf die Pickel starren (sofern hoffentlich vorhanden), leicht den Kopf hin und her schütteln und fragen, wann sie denn endlich gedächten, gegen diese ekeligen Pusteln zu unternehmen. Älteren Damen kann man zu verstehen geben, dass am Ende alle auf ein mal zwei Meter landen und sie vermutlich wesentlich eher als ich. Hat zwar nie etwas mit dem von ihnen angeschnittenen Thema zu tun, aber sie lassen mich in Folge lieber in Ruhe. Ich bleibe bei solchen Sachen allerdings immer sehr ruhig und freundlich im Ton. :holy:

      Meist reicht es jedoch, wenn ich die Leute amüsiert mit leicht hochgezogenen Augenbrauen mustere. Ich muss wohl ziemlich imposant aussehen, wenn ich kritisch beäuge und mich über Leute amüsiere. Es wird zum großen Teil aber auch daran liegen, dass ich nicht ausweiche, wegblicke oder mich entziehe, sondern dann tatsächlich eher auf die Leute zugehe.


      Klasse :applaus:. Muss ich mir merken.

      @ Gastschreiberin

      Das find ich sehr gut, dass Du in der Therapie die Probleme angehst.

      Deine Reaktion "möchtest du ein Foto" finde ich super, gerade mit Deiner Soziophobie hat Dich das sicher unheimlich Kraft gekostet.

      LG Finchen

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    • Hallo Lyssi,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Ich habe vom Gesundheitszentrum hier vor Ort das Angebot bekommen, selbst eine Selbsthilfegruppe für übergewichtige Menschen zu gründen, bin mir aber nicht sicher, ob ich das leisten kann, weil ich u.a. auch unter einer sozialen Phobie leide.

      Eine Idee von mir wäre, vielleicht erstmal eine "virtuelle Gruppe" über das Internet zu beginnen, um zu sehen inwieweit überhaupt Interesse besteht und das Angebot dann später auf "reale Treffen" auszuweiten.

      Ich bin mir da aber üüüüüüüberhaupt nicht sicher.

      Was für eine Therapie hast du denn gemacht (wenn ich fragen darf)!?

      Ich bin vor zwei Jahren mal 6 Wochen stationär gewesen, aber zu Hause konnte ich daran nur die erste Zeit anknüpfen. Irgendwie waren die 6 Wochen auch zu wenig und zu weit weg von meinem realen Alltag.

      Viele liebe Grüße
      Gastschreiberein
      Diese virtuelle Gruppe halte ich für eine super Idee!
      Ist wichtig zu wissen man ist nicht alleine!

      Ich habe die Therapie bei einem Institut für Essstörungen gemacht.
      Ich hatte einmal die Woche eine Gesprächstherapie (alleine), aber auch immer die Möglichkeit innerhalb des Instituts eine praktische Ärztin und eine Fachärztin für Psychiatrie zu sehen.
      Das fand ich auch gut. Da ich davor Angst vor Ärzten hatte. Die praktische Ärztin war wirklich nett und konnte mir auch andere empfehlen, die nicht nur auf dem Gewicht herum reiten.

      Abgenommen habe ich durch diese Therapie nicht unbedingt (war auch nicht der Sinn), dennoch habe ich jetzt ein entspannteres Verhältnis zum Essen und zu meinem Gewicht.

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    • babelfish schrieb:

      Also ich kann den komparativen Charakter nicht sehen. Wenn ich sage ich brauche halt mehr Platz, aber ich bin ihn auch wert, dann sage ich nichts über mein gegenüber. Das täte ich erst, wenn ich noch ein " im Gegensatz zu Dir" anhängen würde.


      Naja, möglicherweise gibt es da regionale Unterschiede. Aber wenn du gut damit fährst, ist das doch okay.
      Ich würde mich halt nicht gut dabei fühlen - und das ist auch okay.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Gastschreiberin, kannst du bitte genauer erklaeren, worum es in deiner Selbsthilfegruppe fuer dicke Menschen gehen wuerde, wenn du eine gruenden wuerdest? Es gibt naemlich ganz viele Themen. welche sind fuer dich wichtig?

      Und wie kommt es dazu, dass das Gesundheitszentrum dir so einen Vorschlag macht? Wie stellen sie sich das vor? Man muss naemlich da gaanz vorsichtig sein, bei solchen Angeboten koennte es sich um einen versteckten Versuch handeln, Kunden fuer bariatrische Chirurgie (Magenband und Co) zu werben.

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    • [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Jeden Morgen, wenn ich um die Ecke zur Bushaltestelle biege, wird getuschelt.[/FONT][FONT=Tahoma, sans-serif] Ich weiß, es sind nur ein paar „dumme Schuljungs“, aber sie machen das so offensichtlich und drehen sich dann alle zu mir um, dass es mir echt unangenehm ist.[/FONT]


      Hm... was waere, wenn du es ihnen genau so sagst? Eine schlagfertige Antwort ist gut, und das mit dem Foto war auch gut, nur schreibst du, dass es dich trotzdem immer noch verletzt. Wie viele Jungs sind es, in welchem Alter? Warum stehen sie da? Was sagen oder tun sie?

      [FONT=Tahoma, sans-serif]
      Die ganze Woche war irgendwie durchzogen mit so doofen Kommentaren.[/FONT][FONT=Tahoma, sans-serif]
      Nicht nur an der Haltestelle, auch im Bus, zwei Jugendliche und eine ältere Dame. [/FONT]


      Meine Guete, es wundert mich ueberhaupt nicht, dass du nicht aus dem Haus willst. :eek: Ganz im Gegenteil, ich bewundere dich dafuer, dass du aus dem Haus gehst!

      Mach es weiter und lass dich nicht runterkriegen. Meine Vermutung ist (hat Lyssi auch geschrieben), dass mit deinem steigernden Bewusstsein immer weniger bloede Kommentare kommen wuerden, denn dei Menschen spueren sowas ganz gut. Halte durch! :five:

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    • kampfzwerg schrieb:

      Also mit einer Aussage wie "Ich brauche mehr Platz als Sie, aber ich bin ihn auch wert" kann ich mich nur teilweise anfreunden.
      Wenn man die Leute überrumpelt, dann reicht es doch, mit Bestimmtheit zu sagen "Ich brauche eben mehr Platz als Sie" und ihn sich zu nehmen. Drn Zusatz "Aber ich bin ihn auch wert" klingt eher anmaßend und andere herabwürdigend. Damit wirkt man nicht selbstsicher, sondern auf viele Leute äußerst arrogant. Das kann nicht Ziel der Sache sein.


      Ich glaube, Freundlichkeit entwaffnet hier mehr als eine schnippische Antwort.
      Ich finde es immer eher bedenklich, sich mit den Leuten die solche dummen Sprüche/Sätze voin sich geben, auf eine Stufe zu stellen. Sie wollen ja ärgern und Frust abladen. Antworte ich schnippisch / frech, stelle ich mich auf die gleiche Ebene - und - ich habe den Frust, den sie abladen wollen, sozusagen als meine Last angenommen.
      Ich kann jedoch entscheiden, ob ich ihn annehme oder nicht!

      Deshalb könnte ich mir viel eher vorstellen, auf den Hinweis, man brauche mehr Platz als andere, freundlich zu sagen:

      "Ja, da haben Sie wirklich recht. Jeder Mensch ist eben anders."

      Damit gibt man zu verstehen, dass es stimmt, dass man mehr Platz braucht, das kann man ja nicht abstreiten, aber auch, dass dies nichts außergewöhnliches ist, sondern einfach aus der Tatsache resultiert, dass wir Menschen nun mal unterschiedlich sind.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Ich glaube, Freundlichkeit entwaffnet hier mehr als eine schnippische Antwort.



      Das kommt wohl auf das Gegenüber an. Es gibt Zeitgenossen, die eine freundliche Antwort nicht verstehen. Und man hat sich ja über eine solche Bemerkung geärgert und sie ist ja auch beleidigend. Ich finde, manche Leutchen sollen wissen, dass sie damit eine Grenze überschritten haben und dass das nicht tolerierbar ist.

      LG Finchen
    • Finchen schrieb:

      Das kommt wohl auf das Gegenüber an. Es gibt Zeitgenossen, die eine freundliche Antwort nicht verstehen. Und man hat sich ja über eine solche Bemerkung geärgert und sie ist ja auch beleidigend. Ich finde, manche Leutchen sollen wissen, dass sie damit eine Grenze überschritten haben und dass das nicht tolerierbar ist.

      LG Finchen


      Das sehe ich ähnlich. Alten Leuten begegne ich eher nicht schnippisch, mit denen läßt sich nicht argumentieren, aber Teenies sehen Freundlichkeit oder verbale Hilflosigkeit oft als Opferverhalten. Ich signalisiere klar: Ich bin kein Opfer, zieh dich warm an, wenn du Dich mit mir messen willst. In den allermeisten Fällen hilft das.

      Ich hatte schon Situationen mit ein paar Jungspunden, die mir hinterheriefen "eh bist du fett". Meine Antwort war entweder etwas freundlicher "Gell, ich bin richtig gut", mit breitem Grinsen oder auch mal "Ach nee, Du Schnellmerker, das kannst du an mir schon seit 30 Jahren beobachten" oder auch "warum interessierst du dich für die Figur von Frauen, die deine Mutter sein könnten? Irgendwie krank?" Meist müssen die dann selber lachen und ich hab auch schon zweimal eine Entschuldigung gehört.
      Aber, die Methode ist nicht für Menschen empfehlenswert, die eine eventuelle Antwort nicht einstecken können.
    • Itsme schrieb:

      Iund - ich habe den Frust, den sie abladen wollen, sozusagen als meine Last angenommen.
      Ich kann jedoch entscheiden, ob ich ihn annehme oder nicht!


      Das sehe ich ganz anders, ich entscheide mich ganz bewußt dafür nicht den Blitzableiter zu spielen. Solche Leute sollen sich andere Entstressungsmethoden suchen als Dicke auf der Straße anzumachen.
    • babelfish schrieb:

      Das sehe ich ähnlich. Alten Leuten begegne ich eher nicht schnippisch, mit denen läßt sich nicht argumentieren, aber Teenies sehen Freundlichkeit oder verbale Hilflosigkeit oft als Opferverhalten. Ich signalisiere klar: Ich bin kein Opfer, zieh dich warm an, wenn du Dich mit mir messen willst. In den allermeisten Fällen hilft das.

      Ich hatte schon Situationen mit ein paar Jungspunden, die mir hinterheriefen "eh bist du fett". Meine Antwort war entweder etwas freundlicher "Gell, ich bin richtig gut", mit breitem Grinsen oder auch mal "Ach nee, Du Schnellmerker, das kannst du an mir schon seit 30 Jahren beobachten" oder auch "warum interessierst du dich für die Figur von Frauen, die deine Mutter sein könnten? Irgendwie krank?" Meist müssen die dann selber lachen und ich hab auch schon zweimal eine Entschuldigung gehört.
      Aber, die Methode ist nicht für Menschen empfehlenswert, die eine eventuelle Antwort nicht einstecken können.


      So macht jeder seine Erfahrungen.
      Ich habe im Laufe meines Lebens eher festgestellt, dass eine freundliche, aber bestimmte Antwort die meisten Menschen beschämt und sie dann eher betreten wegschauen, weil man eben gerade nicht in die gleiche Kerbe gehauen hat, wie sie es wahrscheinlich erwarten, oder aus Erfahrung kennen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Finchen schrieb:

      Das kommt wohl auf das Gegenüber an. Es gibt Zeitgenossen, die eine freundliche Antwort nicht verstehen. Und man hat sich ja über eine solche Bemerkung geärgert und sie ist ja auch beleidigend. Ich finde, manche Leutchen sollen wissen, dass sie damit eine Grenze überschritten haben und dass das nicht tolerierbar ist.

      LG Finchen


      Hallo Finchen,

      was machst Du wenn Dein Gegenüber ein Familienangehöriger ist?

      Bei mir war es mein 5 jähriger Enkel. Als ich ihn gebeten habe mir das Getränk am Tisch zu reichen sagte dieser: "Ja, Oma mach ich, weil Du bist ja fett".

      Dass hat gesessen. Reicht es nicht, dass einen die Erwachsenen dauernd mit Kommentaren und Ratschlägen nerven?

      Wie erklärt man dass einem Kind in versammelter Runde ohne selbst wieder zum Mittelpunkt des allgemeinen Gesprächsthema zu werden?

      Hab mit dem Selbstbewustsein in der Öffentlichkeit auch meine Probleme.
      Am Arbeitsplatz überspiele ich meine Unsicherheit aber privat klappt es nicht.
      Bin für alle Ratschläge offen.

      Gr Caro (die gebeutelte Oma ):bigheul:

      _______________________________________
    • Hallo Caro,

      Ich habe oft Bemerkungen von Kindern bzgl. meiner Figur hören müssen - allerdings habe ich sie selten als wertend empfunden. Kinder sagen meiner Ansicht nach eher offen, was sie sehen und haben noch nicht dieses Gefühl von "das darf ich so nicht sagen...".

      In meiner Familie habe ich zwar keine Kinder, aber im Kindergarten oder in Kinderfreizeiten habe ich viel Kontakt zu Kindern gehabt und wenn solche Bemerkungen kamen, habe ich immer gesagt: "Stimmt, ich bin dick... es gibt dicke Menschen, so wie mich, es gibt auch große Menschen so wie deinen Papa, es gibt dünne Menschen wie die Erzieherin xy und es gibt kleine Menschen, wie die Praktikantin xy...." Meist haben die Kinder dann weiter darüber gesprochen und andere Personen aus ihrem Umfeld aufgezählt, wie die dicke Tante, den großen Bruder, die kleine Oma, die dünne Mutter usw. Ich fand das sehr positiv und überhaupt nicht wertend.

      Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Kinder schon "vorgeprägt" waren, z.B. durch Eltern, ältere Geschwister oder Hortkinder und ihre Bemerkung schon bewertend war. Dann habe ich das thematisiert und gefragt: "Findest du es schlimm, wenn jemand dick ist?" Meist kam dann ein ganz interessantes Gespräch dabei heraus. Oder ich habe zusätzlich Bücher besorgt zum Thema Anderssein und das Thema weiter vertieft...

      Das Wort "fett" mag ich auch nicht und auch das habe ich den Kindern direkt gesagt - aber dass ich dick bin, sehen die Kinder halt - warum sollten sie es nicht benennen dürfen?

      Dein Enkel hat es möglicherweise wirklich gut gemeint, so im Sinne "Oma kann sich nicht so gut bewegen, ich reiche ihr gerne das Getränk" - klar kann man nicht sagen, dass man sich nicht so gut bewegen kann, nur weil man dick ist, aber es sind halt Kinder.... da messe ich mit einem anderen Maß und erkläre ihnen ggf. wenn ich das Gefühl habe, etwas zurechtrücken zu müssen.

      Das kann man auch in der Familie machen, oder?

      Viele Grüße
      Mondsteinhexe
    • Hallo Mondsteinhexe,

      unter den Erwachsenen in meiner Familie habe ich mich natürlich immer gewehrt, was dann meist in eine negative Diskussion oder einen Streit hinaus lief.

      Deine Erklärung Kindern gegenüber finde ich gut. Werde mit meinem Enkel über diese Angelegenheit nochmal alleine sprechen.
      Vielleicht versteht er es dann besser.

      Danke für die Tips :)

      Gr Caro
      ______________________________
    • Hallo Ihr,

      ich glaube, ich habe mir irgendeine Art selektiver Wahrnehmung zugelegt; mir fällt nur sehrsehr selten auf, dass jemand (meist: Jungs um die 14) eine blöde Bemerkung macht. Ich bin dann nicht schlagfertig genug, um etwas zu sagen, tendenziell bin ich wohl - auch nicht gut - diejenige, die eher zurückpöbelt.

      Ich bin sehr oft in Begleitung eines schwerstkörperbehinderten Jugendlichen unterwegs - hier kommen die blöden Bemerkungen fast nie von Jugendlichen, sondern häufig von Älteren oder zumindest Erwachsenen. Auch solche, die ich lieber nicht weitergeben möchte oder man hört vom Nachbarcafétisch tolle Bemerkungen, die zum Beispiel lautstark Verwunderung über mögliche Konversationen mit Leuten, die "aussehen, als seien sie geistig behindert" äußern. Da gebe ich schnell Kontra.

      Kindern begegne ich hier (wie auch, wenn ihre Bemerkungen/Beobachtungen mich betreffen) so, wie Mondscheinhexe es oben beschrieben hat. Die meinen ihre Aussagen oft nicht wertend - sagen also sowas wie "der ist ja behindert" oder "die ist ja dick", ohne damit etwas blödes zu verbinden. Erklärende Worte, dass die Menschen eben verschieden sind und warum welche Ausdrucksformen in Ordnung sind, und welche vielleicht verletzend wirken können, kommen aber fast immer gut an. Meiner Erfahrung nach. Und regen die kommende Generation zum Denken an :cool2:!

      Gruß
      Frieda.
    • Herzlichen Glückwunsch, Sie belegen den ersten Platz in der Kategorie "Diskriminierung übergewichtiger Menschen". Wir hoffen, Sie sind stolz auf diesen Titel. Ihr Gewinn ist ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Ich bin stolz ein A******** zu sein.

      Das würde ich all den verletzenden Idioten gern mal sagen.
      Auch wenn das überhaupt nicht meine Art ist.
    • Caro schrieb:

      Hallo Finchen,

      was machst Du wenn Dein Gegenüber ein Familienangehöriger ist?

      Bei mir war es mein 5 jähriger Enkel. Als ich ihn gebeten habe mir das Getränk am Tisch zu reichen sagte dieser: "Ja, Oma mach ich, weil Du bist ja fett".

      Dass hat gesessen. Reicht es nicht, dass einen die Erwachsenen dauernd mit Kommentaren und Ratschlägen nerven?

      Wie erklärt man dass einem Kind in versammelter Runde ohne selbst wieder zum Mittelpunkt des allgemeinen Gesprächsthema zu werden?

      Hab mit dem Selbstbewustsein in der Öffentlichkeit auch meine Probleme.
      Am Arbeitsplatz überspiele ich meine Unsicherheit aber privat klappt es nicht.
      Bin für alle Ratschläge offen.

      Gr Caro (die gebeutelte Oma ):bigheul:

      _______________________________________


      Ich hät ihn zurechtgewiesen. Es ist einfach eine blöde Begründung. Einem Kindergartenkind kann man sicher verständlich machen, dass manche Äusserungen verletzend sind. Die Frage ist einfach, was Dein Enkel bei seinen Eltern aufschnappt.

      LG Finchen
    • Herzlichen Glückwunsch, Sie belegen den ersten Platz in der Kategorie "Diskriminierung übergewichtiger Menschen". Wir hoffen, Sie sind stolz auf diesen Titel. Ihr Gewinn ist ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Ich bin stolz ein A******** zu sein.

      Das würde ich all den verletzenden Idioten gern mal sagen.
      Auch wenn das überhaupt nicht meine Art ist.



      :applaus: Den möcht ich gerne in meine Sammlung aufnehmen.

      LG Finchen

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    • Ich denke immer, dass der "Angriff" auf mich in erster Linie in mir stattfindet.

      Ich bin z.B. Grobmotoriker. Ich beklecker mich "gerne", schmeiße Dinge um etc. Schon in meinem 1-Klasse-Zeugnis stand "Hummel singt und malt gerne und in Leibesübung ist sie unbeholfen!". Was soll ich dazu sagen? Stimmt! Und es stört mich nicht. Ich kann meistens über mein Ungeschick lachen und beziehe dafür auch kaum dumme Sprüche.

      Aber mein Gewicht führt dazu, dass ich abwertend von mir denke und mich ebenso fühle. Und da liegt der Hund begraben.

      Hier gehe ich in Resonanz zu den dummen Sprüchen meiner Umwelt. Aber das ist mein Anteil.

      Wenn einer zu mir sagen würde:"Trampel!" könnte ich frei nach Robert Betz, den ich im übrigen klasse finde, sagen:"Meinst du mich? Interessant!"

      Wenn einer nur dumm guckt, dann natürlich nur, weil ich dick bin, warum denn sonst? Kopfkino vom feinsten und sofort dieses furchtbare Gefühl.

      Hier sind wir dann aber bei einem anderen Gedanken: Wenn es auch mein Part ist, ist es dann sinnvoll in Form von Schlag-fertigkeit (die deutsche Sprache drückt es aus) zurückzuschlagen?

      Ich finde es für mich auch effektiver, sachlich zu bleiben und mich ggf. sogar verletzlich zu zeigen. Das heißt jetzt nicht, dass ich in Tränen ausbreche, sondern anderen sage, dass es mich verletzt und frage, ob sie sich darüber im klaren sind?

      Ich habe lange gebraucht, bis ich mich das getraut habe. War früher auch eher Typ "Nicht auf den Mund gefallen". Aber das Ergebnis war bisher nur positiv.
    • Hummel63 schrieb:

      Aber mein Gewicht führt dazu, dass ich abwertend von mir denke und mich ebenso fühle. Und da liegt der Hund begraben.

      Mir ging es früher genauso und vielleicht, an manchen Tagen, heute auch noch. Was kann man tun, wenn man, bezogen auf sein Gewicht, schlecht über sich denkt!? - Ich versuche heute offener mit meinem Gewicht umzugehen und mich nicht mehr zu verstecken, aber das heißt nicht, dass es mir regelmäßig gelingen würde, gut über mich zu denken. - An manchen Tagen bin ich "unumstößlich" und an anderen Tagen bin ich ängstlich und schwanke wie auf hoher See.

      Hummel63 schrieb:


      Ich finde es für mich auch effektiver, sachlich zu bleiben und mich ggf. sogar verletzlich zu zeigen.

      Ich habe auch schon alles ausprobiert und ich bin heute der Überzeugung, dass ich mit kontroversen Themen (und dazu gehört das Dick sein leider) am besten sachlich umgehe.
    • Hummel63 schrieb:



      Ich finde es für mich auch effektiver, sachlich zu bleiben und mich ggf. sogar verletzlich zu zeigen. Das heißt jetzt nicht, dass ich in Tränen ausbreche, sondern anderen sage, dass es mich verletzt und frage, ob sie sich darüber im klaren sind?



      Und wie reagieren die anderen dann darauf?

      Liebe Grüße
      Gastschreiberin

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    • Ich habe von Betroffenheit bis Entschuldigung schon alles erlebt. Nachgekarrt hat bisher keiner.

      Ich denke, dass jemand, der sich über einen anderen erhöht, dieses in erster Linie nicht tut, um den anderen zu verletzen, sondern um sich selbst aufzuwerten.

      Wenn ich mit Menschen authentisch in Verbindung gehe, verbinden die sich irgendwie auch mit mir. Das erhöht sicherlich das Mitgefühl.

      Wenn ich auf Streit und Trennung ebenso reagiere, ist das eben unendlich schwieriger.

      Die Kunst ist es, in der "ich-Botschaft" zu bleiben und nicht zum "Du bist Schuld. Du hast mir weh getan!" überzugehen.