Gemeinsam Gesund Unterwegs

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    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

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    • Gemeinsam Gesund Unterwegs

      Die Website "Gemeinsam Gesund Unterwegs" richtet sich an Jugendliche und ist eigentlich für Jugend(verbands)arbeit eingerichtet worden.
      Wie der Titel schon vermuten lässt, liegt deren Schwerpunkt auf Gesundheit im umfassenden Sinne.
      Die Website ist für alle "diskriminierungsfähigen Minderheiten" interessant, für unser Forum allerdings ganz besonders. Normierungen im Allgemeinen werden kritisch betrachtet und dem Gesundheitsbegriff wird re-definiert, indem Körperbild, Gefühl und Selbst wieder mit einbezogen werden.

      Unter "Konzepte" kann man zum Beispiel sehr schön sehen, dass es weder um Belehrung (von Jugendlichen) gehen soll, noch um Missionierung, sondern eher um Perspektivenschaffung durch Aufklärung und Erfahrung.

      Passt alles sehr gut zu unserer Philosophie.

      U.a. werden auf der Website über Interviews verschiedenste Menschen (Rollstuhlfahrerin, HIV-Positiver, Transgender, Dicke ...) vorgestellt, die von der Gesellschaft weitläufig als "krank" wahrgenommen werden, sich selbst aber anders erleben.

      Gemeinsam Gesund Unterwegs wagt einen dringend notwendigen Gegenentwurf zum gesellschaftlichen Krankheits- und Gesundheitsbild.
    • Okay, unter "Konzepte" nachgeschaut. Was lese ich da? die gleiche Leier wie immer:

      " Die Ursachen für Übergewicht und Fettleibigkeit sind in erster Linie Fehlernährung und mangelnde Bewegung. "

      Eh? Und von Vererbung haben die noch nie was gehoert? Oder von Familien, wo nur 1 aus 3-4 Kindern dick ist? Ich kann diesen Quatsch nicht mehr lesen, ehrlich.

      "Etwa 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen drei und 17 Jahren gelten heute als übergewichtig, sechs Prozent von ihnen sogar als adipös (KIGGS-Studie 2003). Die Folgen sind nicht selten Krankheiten wie zum Beispiel Bluthochdruck, Herzerkrankungen, orthopädische Erkrankungen und Diabetes Typ II, aber auch soziale Beeinträchtigungen wie etwa Mobbing, Diskriminierung und Isolation. "

      Na gut, zum Glueck ist nicht jedes dritte Kind uebergewichtig (wie so oft behauptet wird), sondern nur 15%. (?!!! echt?) , und nur 3% adipoes. ABER: kein Wort darueber, dass Diabetes und Co zwar Begleiter aber mitnichten Folgen von Uebergewicht sind. Es ist ueberhaupt nicht bewiesen, dass Diabetes und andere genannte Erkrankungen Folgen von Dicksein sind. Es koennte naemlich auch sein, dass sowohl Dicksein als auch Diabetes und Co eine gemeinsame Ursache haben (was ich persoenlich viel schluessiger finde -- habe aber keine Belege).

      Eine Webseite, die von "Folgen" labbert, kann ich nicht serioes betrachten, sorry.

      Nachtrag: Es sind eigentlich tatsaechlich schoene Artikel dort, die einen zum Nachdenken bringen. Und doch... die von mir angesprochenen Punkte verderben mir ganz gruendlich die Lust auf diese Webseite. :mad:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Muminfrau ()

    • Wenn du wieder Lust bekommst, kannst du dich ja vielleicht ein bisschen über sowas freuen:

      Richtwerte und andere Krankmacher schrieb:

      Aber: auch Statistiken und ihre Messmethoden sind nicht unfehlbar und oft sind sie lediglich in der Lage kleine Teilaspekte abzubilden, aber nicht das "große Ganze".
      So ist z.B. der BMI keinesfalls eine unumstrittene Maßeinheit. Zwar kann man mit dem BMI das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht abbilden, dieses lässt aber keine Rückschlüsse auf den Körperfettanteil zu. Gerade eben um diesen Körperfettanteil geht es aber, wenn man bestimmen möchte, ob eine Person übergewichtig oder fettleibig ist. Darüber hinaus gibt es bis heute keine wissenschaftlich haltbaren Daten, die eine verkürzte Lebensdauer oder ein erhöhtes Krankheitsrisiko bei übergewichtigen Personen beweisen würden . Die Schwellenwerte des BMI wurden absolut willkürlich festgelegt, basieren also nicht auf medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnissen.


      Oder Perlen wie:

      No Body is perfect schrieb:

      Nicht jeder mit einem BMI von 20 ist automatisch gesünder, fühlt sich automatisch wohler oder attraktiver als jemand mit einem BMI von 29. Das Ziel einer emanzipatorischen Gesundheitsförderung im Bereich Ernährung ist nicht, Kindern und Jugendlichen ideale Körper aufzudrängen. Es geht hier, genau wie in jedem anderen Bereich der Gesundheitsförderung, darum, Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und damit ihr subjektives Wohlbefinden zu steigern



      Die von dir (und denen) zitierte Studie geht mir auch immer und immer wieder sehr auf die Nerven und weckt bei mir auch ersteinmal Misstrauen. Sie ist -glaube ich- die aktuellste oder größte? jedenfalls steht die ü-ber-all.

      Ich hatte bei der Gemeinsam Gesund Unterwegs den Eindruck, dass sie ersteinmal Grundlagen schaffen, nach dem Motto: Das ist das, was ihr überall zu hören und lesen bekommt. um dann den Gegenentwurf aufzubauen.
      [Body] Shaming doesn’t make people thin, or healthy. It just makes them hurt.
      [SIZE=1](Miss Rosie, Blogger)[/SIZE]