Wenn es anders nicht geht . . .

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    • Wenn es anders nicht geht . . .

      Hauptsächlich betreffen meine Überlegungen die Gartenarbeit, die ich jetzt wieder dauernd verrichte. Meine Schwiegermutter hat in den letzten Wochen wieder nix anderes zu tun, als entsetzt "steh doch auf" zu rufen, wenn die anderen Dorfbewohner an unserem riesigen Bauerngarten vorbeifahren mit dem Traktor oder Gott bewahre, plaudern wollen auf ihrem Spaziergang, der sie bei uns vorbeiführt, weil wir der letzte Hof vor der Pampa sind.

      Meine Styropor-Matte zum Knien gebe ich nie wieder her. Als ich dick und dicker wurde, fiel mir das ewige Bücken beim jäten sehr schwer, drum kaufte ich mir dieses Ding.

      Auch mein Mini-Hocker, mit dem ich bald die Erdbeeren ernte ist praktisch.

      Leider ist es auf dem Land verpönt, sich nicht zu bücken. Ich krieche jedoch nur in meinem Garten herum und der nahe Kontakt zum Erdreich ist sogar sehr schön, doch Oma kann es nicht lassen, sich für mich zu schämen.

      Doch da beißt sie auf Granit.

      Auch meine Kleidung wird sie hinnehmen müssen: Stirnband für den Schweiß, Sonnenhut, weite, bequeme Kleidung, lange Ärmel, denn ich habe keine Lust auf Insektenstiche.

      Frage:

      Falls ihr euch auch nicht mehr so gut bewegen könnt, weil die Pfunde euch hindern, wie meistert ihr den Alltag.

      Es muss nicht nur den Garten betreffen.

      Ich habe schon länger so eine Art Greifer auf meiner Wunschliste, wie die Park-Arbeiter in unserer Stadt sie haben.

      Oder ist es dann völlig aus mit meiner Beweglichkeit?

      :girlsitup:
    • Klangola schrieb:



      Oder ist es dann völlig aus mit meiner Beweglichkeit?

      :girlsitup:



      ich kann dir aus meiner arbeit mit (dünnen und dicken und normalgewichtigen) alten menschen berichten, dass diejenigen, die sich frühzeitig mit diversen hilfsmitteln angefreundet haben, nicht schneller hinfällig und unbeweglich wurden, als diejenigen, die meinten, es müsse so wie früher gehen, oder es geht gar nicht mehr.

      sie hatten nur wesentlich mehr lebensqualität.

      ich find es sehr vernünftig, was du da tust. (und wenn so eine styropormatte beim knien hilft, denke ich vielleicht doch nochmal drüber nach meinen fußboden nochmal selber abzuschleifen.)
      Lieben Gruß

      Rita
    • Ich würde mir ein Hilfsmittel wie einen Greifer nicht anschaffen, lieber würde ich dagegensteuern, dass ich wieder beweglicher werden würde mit Gymnastik und Gewichtsabnahme.
      Ich habe eine magische Grenze, wenn ich die überschreite fürhle ich mich nicht mehr wohl und hab Probleme den Alltag zu meistern. Allerdings finde ich die Styropormatte toll, hab ich auch schon genommen zur Gartenarbeit in dünneren Zeiten, da ich mal einen Bandscheibenvorfall hatte, kann ich mich nicht lange Bücken.
    • Evi schrieb:

      Ich würde mir ein Hilfsmittel wie einen Greifer nicht anschaffen, lieber würde ich dagegensteuern, dass ich wieder beweglicher werden würde mit Gymnastik und Gewichtsabnahme.


      LOL, wenn das mit der Gewichtsabnahme so einfach wäre, kaufte ich meine Klamotten nicht in Übergrößeläden. Statt dessen würde ich vielleicht sogar Ballett auf Spitze tanzen.
      Die Beweglichkeit kann man durchaus trainieren und man sollte auch zusehen, dass man nicht zu steif wird. Allerdings heißt das nicht, dass das Nutzen von Alltagshilfen zur Versteifung der Gelenke führt. Ich finde, Rita hat das schon ganz gut auf den Punkt gebracht.
      [CENTER]Summ summ summ
      [SIZE=1](Honigbiene)[/SIZE][/CENTER]
    • Ich bin immer wieder überrascht, dass die Leute glauben, ich könnte durch meinen Umfang nichts mehr vom Boden aufheben. Tatsächlich komme ich aber sogar ziemlich gut ohne Knien an den Boden, da ich sehr gelenkig bin und schon immer war. Knien macht mir derzeit Probleme, allerdings erst, seit ich mir letztes Jahre ganz bös beide Knie verdreht hab. Obwohl Bänder und Miniskus intakt sind (wurde per MRT sicher gestellt), ist das alles noch nicht wirklich wieder ok, weshalb ich beim hinknien seitdem sehr ängstlich bin und das eher vermeide. Vorher bin ich ständig und ohne Probleme beim Knien oder Aufstehen auf allen Vieren durch die Gegend gekrabbelt oder auf dem Boden gesessen.
      Generell mache ich eigentlich alles, worauf ich Lust habe und bin sehr dafür, dies auch unter Bezugnahme von Hilfsmitteln zu tun.
      Im Alltag habe ich mich recht gut eingerichtet, trotz meiner eingeschränkten Lauf/Stehmöglichkeiten ohne Probleme berufstätig zu sein etc.
      Durch orthopädische Probleme, die primär nichts mit meinem Gewicht zu tun haben (aber sekundär durch das Gewicht verstärkt werden), überlege ich derzeit allerdings, mir trotz der jungen Jahre für besondere Fälle einen Rollator verschreiben zu lassen, damit ich z.B. auch mal entspannt an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen oder einen Stadtbummel machen kann, ohne permanent nach Sitzmöglichkeiten Ausschau halten zu müssen.
      Ich werde mir sicherlich komisch damit vorkommen, aber blöd angeguckt werd ich eh ab und an. Jedenfalls hilft es mir, meine Bewegungsfreiheit wieder zu erweitern. Und sowas kann in meinen Augen nur gut sein.
      Viele Grüße

      Andrea


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Evi schrieb:

      Ich würde mir ein Hilfsmittel wie einen Greifer nicht anschaffen, lieber würde ich dagegensteuern, dass ich wieder beweglicher werden würde mit Gymnastik und Gewichtsabnahme.
      Ich habe eine magische Grenze, wenn ich die überschreite fürhle ich mich nicht mehr wohl und hab Probleme den Alltag zu meistern. Allerdings finde ich die Styropormatte toll, hab ich auch schon genommen zur Gartenarbeit in dünneren Zeiten, da ich mal einen Bandscheibenvorfall hatte, kann ich mich nicht lange Bücken.


      Mensch,
      da würde ich aber gegen die Bandscheibenprobleme gegen an gehen... mit Gymnastik und Gewichtsabnahme... (Ironie off)

      Aber mal im ernst, bücken ist sowieso ansoluter Mist, bei einem kranken Rücken und bei einerm gesunden auch, wenn er gesund bleiben soll.
      So habe ich also auch schon zu Zeiten, als weder das Gewicht noch meine Bandscheibe verrückt spielten, so ein Gummipolster für die Knie hergenommen, die es ja extra für Gartenarbeit zu kaufen gibt.

      Ansonsten sagt mir mein Rücken und auch die schon längst entschwundene Jugend wie ich meinen Alltag meistern soll:

      Langsamer als in jungen Jahren.;)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Liebe Itsme, den Bandscheibenvorfall hatte ich nach der Geburt meines Sohnes und da war ich normalgewichtig.
      Kennst du das nicht, dass ein paar Kilo weniger unheimlich viel bewirken, gerade bei Fuss oder Knieschmerzen?
      Ich habe immer Knieschmerzen, wenn ich eine gewisse Gewichtgrenze überschreite. Es reicht dann, wenn ich durch mehr Sport oder Diät fünf Kilos abnehme, dann kann ich mich wieder schmerzfrei bewegen. Ebenso ist es bei mir mit der Beweglichkeit.
      Ich rede nicht von Hungerkuren Richtung Normalgewicht, ich spreche von einem Wohlfühlgewicht, bei dem es zu keinen Einschränkungen und gesundheitlichen Problemen kommt.
    • Dear Klangola...

      Ich würde mir zuallerst mal die meckernde Schwiegermutti, samt Papa an Bord ziehen...Wenn sie noch einigermassen fit sind..dann können die beiden dir doch in deinem Garten mal zur Hand gehen, oder?!!:five:

      Anstatt dir zu erklären, wie du als dicke Frau, schwer arbeitend noch die Dorfgemeinschaft erfreuen sollst, indem du dir deinen Rücken ruinierst oder was??:eek:

      Die Hilfe, die du brauchst, soll dir doch bitte erst mal deine Familie geben..nix gegen vernünftige, ergonomische Gartengeräte, die brauchts def., v.a. in einem Nutz- u. Ziergarten...

      Und im Dorf hocken ja sämtl. Nachbarn mehr oder weniger live dabei:mad:

      Lg, Alex
    • Danke für euere Antworten!

      @ Rita
      Auch mein Hörgerät setze ich ein, ich schäme mich nicht, es zu tragen. Es ist zwar nicht High-Tech, sondern ein Krankenkassen-Opa-Modell, doch die Hörgeräte-Akkustikerin sagte, ähnlich wie du, dass man die Gewöhnung schnell hinter sich hat. Wenn ich in die Stadt fahre, ist das Ding draußen, man sieht es nämlich voll, ich trage nämlich eine Kurzhaarfrisur und habe extrem eng anliegende Ohren. Doch bei meiner Arbeit in der Landwirtschaft und im Haus ist es drin. So ist nun auch der Greifer bald mein. Denn oft ist es so, dass ich nach x-mal bücken bei anderen Gelegenheiten, z. B. nach einem Ferkel, eine Erleichterung, nicht auch noch Folien-Fetzen und dergleichen bückend zu entfernen. Beim Ferkel gehe ich bestimmt nicht in die Knie, ich will nicht im Saumist knien.

      @ Evi
      Habe in späten Jahren noch eine kleine Tochter bekommen. Ich liebe sie sehr. Auch die erwachsenen Söhne von mir und meinem Mann sind begeistert von dem flinken Persönchen. Hat im März bei der Leichtathletik den Silberpokal geholt mit ihrer Sportgruppe. Für sie will ich agil bleiben. Bei mir ist es eher so zu verstehen, dass ich mich schon viel bücke, doch immer wenn ich müde bin (mancher Acker ist ewig lang) krieche ich lieber.

      @ Honigbiene
      Evi hat nur bei der Beweglichkeit durchaus recht, man sollte sie sich erhalten. Doch abnehmen versuche ich erst gar nicht, denn König Jojo ist ein alter Bekannter von mir.

      @ sunny73

      Mein Schamgefühl, mir Hilfe zu nehmen ist niedrig. Rollator kommt sofort ins Haus, wenn ich ihn brauche. Meine Gelenke sind top in Ordnung. Ich habe weder Knie- noch Bandscheibenbeschwerden, vielleicht weil ich oft krieche. Muss ich mit meiner bayerischen Lieblingskabarettistin konform gehen:
      I woaß, dass i kannt, wenn i miaßt, aber i duas net, na na i muaß net . . .

      @ Itsme
      Ich musste lachen, als ich deine Worte las, denn in meinen Anfängen vor 24 Jahren hier auf dem Hof, war ich ein Hau-Ruck-Mensch. Schwiegervater bremste mich, so gut es ging, er war von Anfang an nett zu mir, schade, dass er vor 6 Jahren verstarb. Inzwischen brauche ich keinen menschlichen Bremser mehr. Mein 47 Jahre alter Körper sagt mir, wenn ich in die Knie muss.:)

      @ Alsta
      Leider geht bei uns die Arbeit niemals aus. Es handelt sich nämlich um eine Nebenerwerbslandwirtschaft, mein Mann und die Jungs, die auch bei AUDI Ingolstadt beschäftigt sind, sind 11 Stunden außer Haus. Sie arbeiten Früh- und Spätschicht im Wechsel. Man hört halt am Ende des Tages auf zu arbeiten und fängt am Morgen wieder an. Schwiegermutter ist meine beste Arbeitskraft, sie versteht auch, wenn ich etwas nicht mache, dann macht sie es. Unsere Klingen kreuzen sich nur, wenn es um das "wie" des Arbeitsablaufes geht. Sie ist noch voll fit mit ihren 79 Jahren.

      Die einzigste verwöhnte Person ist meine Prinzessin von 10 Jahren. Bin eine Softie-Mutter geworden. Die Jungs habe ich vor 23 und 20 Jahren liebevoll aber konsequent erzogen. Die Tochter wird von allen verwöhnt. Sogar Oma, die ihre 9 Kinder recht robust angefasst hat (nicht geschlagen), ist ein Weichei.

      Samstags machen wir dann alles, was unter der Woche liegenblieb, denn da ist mein Mann da und auch die Jungs.

      In der Spätschicht helfen sie den ganzen Vormittag. In der Frühschicht ab 16 Uhr.
    • Evi schrieb:

      Liebe Itsme, den Bandscheibenvorfall hatte ich nach der Geburt meines Sohnes und da war ich normalgewichtig.
      Kennst du das nicht, dass ein paar Kilo weniger unheimlich viel bewirken, gerade bei Fuss oder Knieschmerzen?
      Ich habe immer Knieschmerzen, wenn ich eine gewisse Gewichtgrenze überschreite. Es reicht dann, wenn ich durch mehr Sport oder Diät fünf Kilos abnehme, dann kann ich mich wieder schmerzfrei bewegen. Ebenso ist es bei mir mit der Beweglichkeit.
      Ich rede nicht von Hungerkuren Richtung Normalgewicht, ich spreche von einem Wohlfühlgewicht, bei dem es zu keinen Einschränkungen und gesundheitlichen Problemen kommt.


      Natürlich kann ich mir vorstellen, dass ein paar Kilo weniger Erleichterung bringen können.
      Darum ging es mir jedoch nicht, sondern darum, dass Du mal eben so als Tipp eine Gewichtsabnahme vorschlägst.

      Klar kann man mal eben ein paar oder mehr Kios abnehmen, wenn man so weit gesund ist.
      Ich habe in meinen Diätjahren viel mehr abgenommen als ich jetzt wiege.
      Der Punkt ist, dass wer mit einer Diät einige Kilos abnimmt, diese (und mehr) mit 99%tiger Sicherheit auch wieder zunimmt.
      Wie ungesund ein dauernder Yoyo ist brauche ich nicht zu erklären.
      Punkt 2 ist, dass bei einer Diät auch Muskelmasse schwindet und wie wichtig Muskelmasse gerade für einen defekten Rücken ist, brauche ich auch nicht zu sagen.
      Punkt 3 ist, dass ganz viele Menschen gar nicht abnehmen, wenn sie diäten, weil sie eine Krankheit haben.
      Und Punkt 4 ist, dass die meisten Menschen, die viele Diäten hinter sich haben, heute mehr wiegen als vor der ersten Diät.

      Also mal eben ne Diät machen und ein paar Kilos abnehmen???

      Verstehst Du, warum ich Deinen Rat nicht wirklich ernst nehmen konnte?
      Wenn abnehmen mit einer Diät auf Dauer mal eben so ginge, dann gäbe es die Diätindustrie schon lange nicht mehr.
      Sie können nämlich nur darum seit zig Jahren Geld scheffeln, weil Diäten nicht klappen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Es gibt absolut keinen Grund Hilfsgeräte nicht einzusetzen.
      Das bedeutet doch nicht, dass man sich aufgegeben hat, aber genau das wollen einem Menschen glauben machen, die darüber spotten.

      Mein Vater ist halbseitig gelähmt und läuft ziemlich schlecht. Bis vor 6 Jahren fuhr er nur mit dem Auto oder er lief. Dann haben wir einen Rollstuhl mit Motor für ihn besorgt, seither kann er wieder am Stadtleben teilhaben, wir gehen in Malls zum einkaufen oder er begleitet mich beim walken an der Donau. Natürlich macht er trotzdem noch Krankengymnastik etc.

      Für mich wäre es sicher nicht einfach einen Rollator zu benutzen, aber ich würde es ohne zögern tun, wenn ich nicht mehr ohne laufen könnte. Weil ich mich dadurch in meiner Freiheit nicht einschränken lassen würde.

      Ich finde dieses Beispiel passend, denn es geht darum was man im Moment benötigt.
      Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird.
      (Immanuel Kant)
    • @viel-frau

      Wer über seinen Schatten springt und sich nicht scheut, Hilfsmittel anzunehmen, sichert sich einen Vorteil in der Bewältigung von Schwierigkeiten, so viel ist sicher.

      @Itsme

      Diese vielen Kilos, die wir hier schon verloren haben, auf einen Haufen zu sehen, wäre für manchen normalgewichtigen Menschen beeindruckend, doch darum geht es nicht. Jojo bilden wir uns nicht ein, es gibt ihn, drum lassen wir hier die Finger von Diäten, jedenfalls ich.

      @all
      An alle, die mir geantwortet haben sage ich vielen Dank. Manchmal überlege ich, ob so kleine Probleme hier etwas zu suchen haben, doch ich trau mich mehr und mehr. Schlimmstenfalls fühlt sich halt mal kein Forenteilnehmer angesprochen, doch das ist mir noch nie passiert.
    • Klangola schrieb:

      @all
      An alle, die mir geantwortet haben sage ich vielen Dank. Manchmal überlege ich, ob so kleine Probleme hier etwas zu suchen haben, doch ich trau mich mehr und mehr. Schlimmstenfalls fühlt sich halt mal kein Forenteilnehmer angesprochen, doch das ist mir noch nie passiert.


      Natürlich haben solche Dinge hier etwas zu suchen. Finde ich.
      :)
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    • Hallo Klangola :wink1:,

      Wer bestimmt schon, welches Problem groß und welches klein ist?

      Sobald ein Problem auftritt, wird es doch für den Betroffenen relevant und möchte gelöst werden. Und wenn du dich traust, es auszusprechen, kannst du - wie hier - die Erfahrung machen, dass andere oft ganz ähnliche Probleme haben oder gute Lösungsvorschläge machen können :daumen:.

      Ich finde diesen Thread sehr interessant - vielleicht folgen im Verlauf noch weitere hilfreiche Beiträge über diverse Hilfsmittel.

      Liebe Grüße
      Mondsteinhexe
    • Hallo Klangola, hallo Alle!

      Ich habe mich noch nie geschämt, irgendwelche Hilfsmittel zu nutzen um den Alltag meistern zu können.

      Nach meinen Wirbelsäulen-OPs ware ich vom Kinn bis zu den Beinen eingegipst und da war sich nichts mit Bücken und schnell mal was aufheben. Auch das Strecken nach oben ging noch nicht, da die Muskulatur sehr steif war und es tat auch ganz schön weh. Von der KK bekam ich so eine sog. "Helfende Hand", also so einen Greifer mit dem man Gegenstände die runtergefallen waren, wieder aufheben konnte. Das Teil war aber ganz schöner Mist, denn Papier z. B. ging gar nicht und der Magnet für Münzen funktionierte auch nur dann wenn er wollte.

      Irgendwann ging das Teil endgültig kaputt und ich musste mir anders helfen. Z. B. kann ich mit den Zehen ganz gut Dinge greifen und das rechte Bein ist im Laufe der Jahre gelenkig genug geworden um den Fuß nach oben zur Hand zu bringen. Tataaa! Schon ist es aufgehoben.

      Das Strecken ist immer noch schwierig für mich und da ich auch noch recht klein bin, steht so ziemlich alles zu weit oben für mich. Da ich aber eine faule Socke bin und keine Lust habe, ständig das Schemelchen zu holen, wird halt mit einem langen alten Messer nach den Dingen die auf den Küchenschränken stehen gefingert, bis das gewünschte Teil nach unten kippt und ich es auffangen kann. Geschnitten oder anderweitig verletzt habe ich mich dabei übrigens noch nie ;)

      Gartenarbeit wäre für mich im Knieen absolut unmöglich, da ich meinen Oberkörper nicht nach vorne geneigt halten kann (grottenschlechte Muskulatur). Ich müsste mich im Schneidersitz hinsetzen und mit geradem Oberkörper arbeiten...jaaa neee...is klar.
      Deshalb könnte ich nur mit Gartenwerkzeug arbeiten, bei dem ich stehenbleiben kann.

      Wobei ich zum Glück keinen Garten habe sondern nur einen Balkonkasten...und der ist auf Bauchhöhe, also sehr leicht für mich zu erreichen :grins:

      Am Schlimmsten ist es für mich, unter einen Tisch krabbeln zu müssen. Wie gesagt, ich kann den Oberkörpber bei nach vorne gebeugter Haltung kaum halten und dann muss ich mich auch noch unter eine Tischplatte ducken...AUA!
      Deshalb angel ich immer ein wenig ungeschickt mit meinen Füßen nach allem was unter den Tisch gefallen ist. Ist es nicht "fußtauglich" muss halt der Kachelschrubber mit Teleskopstange dran glauben.

      Wie auch immer, es ist doch egal weshalb man sich nicht mehr richtig bewegen kann. Es gibt genug praktische kleine Helfer für den Alltag, warum sollte man sie nicht nutzen?

      Oft lässt sich der Grund für das Sich-nicht-bewegen-können oder nur-eingeschränkt-bewegen-können nicht wegzaubern. Aber man muss trotzdem seinen Alltag meistern und kann oder möchte nicht auf Hilfe Anderer angewiesen sein. Da ist es mir doch herzlich schnuppe, ob das jemand lustig findet, wie ich mit dem Fuß ein Kleidungsstück aufhebe und dann den Fuß zur Hand bringe, statt die Hand zum Fuß.

      GLG
      Tanja
    • viel-frau schrieb:

      Für mich wäre es sicher nicht einfach einen Rollator zu benutzen, aber ich würde es ohne zögern tun, wenn ich nicht mehr ohne laufen könnte. Weil ich mich dadurch in meiner Freiheit nicht einschränken lassen würde.


      Es gibt übrigens durchaus noch recht viele Menschen, die dann trotz Rollator und Rollstühle jeglicher Art am Freizeit bzw Kulturleben teilnehmen. Ziemlich viele Menschen mit solchen Hilfsmitteln besuchen zB noch Konzerte usw. Und in den Veranstaltungsorten der Konzerte wird auch extra auf dieses Publikum Rücksicht genommen, da gibt es meist extra Plätze für Rollstühle, dann Betreuung für Rollator-Benutzer, oder selten mal eigens verlegter Stromanschluss am Rollstuhlplatz, falls der Rollstuhl für die Beatmung Strom braucht usw.usw.. Wobei dann auch noch dazukommen: die Gäste in Konzerten, die mit einem Wagerl inkl. Sauerstoffflasche daherkommen.

      Also summa summarum tun doch sehr viele Menschen noch das, worauf sie Lust haben, obwohl sie im Alter oder auch schon davor behindert sind. Das finde ich immer wieder schön.
    • Ich finde Hilfsmittel haben ihren Platz und sind sinnvoll solange sie die Qualität der Bewegung unterstützen z.B: dein Beispiel mit dem Kissen zum hinknieen.

      Gefährlich finde ich Hilfsmittel erst wenn sie die Bewegung einschränken oder gar behindern (z.B schlecht angepasste Hilfsmittel oder wenn dritte sie einsetzten z.B: AntiDekubitusmatratzen in Krankenhäuser -> jeder der einen in so ein Luftbett legt sollte mal selbst versuchen dort seine Position zu ändern) oder der Nutzer dadurch auf Bewegung verzichtet.

      Hilfsmittel sollen unsere Bewegung unterstützten dann sind sie von nutzten. Ich bin noch sehr beweglich und habe aber auch gelernt mich so zu Bewegen das ich nutzte was ich habe. Heißt ein Stuhl zum abstützen beim Aufstehen oder auch meine Knochen/Beine auf die ich mich Stütze. Habe mich Intensiv (dank meinen Beruf und Kinaesthetics) mit meinen Bewegungsmustern auseinander gesetzt und neue Wege gefunden und kann jetzt z.B viele Wege vom sitzten am Boden zum Stehen finden und genau sagen was mir hilft wenn mich jemand unterstützt und wann derjenige mich Blockiert.

      GLG Wilde Hummel
    • Wilde Hummel schrieb:


      Gefährlich finde ich Hilfsmittel erst wenn sie die Bewegung einschränken oder gar behindern (z.B schlecht angepasste Hilfsmittel oder wenn dritte sie einsetzten z.B: AntiDekubitusmatratzen in Krankenhäuser -> jeder der einen in so ein Luftbett legt sollte mal selbst versuchen dort seine Position zu ändern) oder der Nutzer dadurch auf Bewegung verzichtet.


      Das ist so nicht richtig. Eine Antidekubitusmatratze wird in den meisten Fällen für bewegungsunfähige Patienten genutzt. (Die Position zu verändern ist übrigens im Wasserbett ähnlich anstrengend.)

      Ebenso gibt es Hilfsmittel, die die Gesundheit der pflegenden Person schützen sollen (Drehteller zum Umsetzen, höhenverstellbare Betten und Badewannen).

      Bei den falsch angepaßten Hilfsmitteln gebe ich dir Recht.
      ]
    • Gottseidank klappt bis jetzt noch alles gut. Nur manchmal zeigt mein verhunztes Knie mir deutlich, wer da das sagen hat.
      Ich hab mir schon ein paarmal überlegt, mir für diese paar Tage im Jahr nen Rollator zuzulegen.
      Den wird die KK mir wohl nicht bezahlen, da es sich nur um Tage und nicht um ne dauerhafte Nutzung geht.
      Aber ich hab jetzt gesehen, das mehrere Discounter welche anbieten...vllt lass ich mir den von meinen Mädels zum 40. schenken...aber dann in Ferrari-Rot!:eek:

      Solange Hilfsmittel die Beweglichkeit weiter vermindern und sie für die betreffende Person funktionieren, ist doch, egal wofür und wie alt man ist, nix dagegen einzuwenden.
    • bigette schrieb:


      Solange Hilfsmittel die Beweglichkeit weiter vermindern und sie für die betreffende Person funktionieren, ist doch, egal wofür und wie alt man ist, nix dagegen einzuwenden.


      Hast du da nicht ein 'nicht' vor "weiter vermindern" vergessen? Oder verstehe ich es gerade nicht...?
    • Ich habe jetzt einen Rollator und komme trotz Hüftschmerzen endlich wieder in den aufrechten Gang und hatsche nicht daher wie der Glöckner von Notre Dame.
      Warum sollte ich auf ein "Hilfs"mittel verzichten, dass ich benötige. Nur um besser auszusehen oder taffer zu wirken? Nee, mein schiefes Daherschlurfen hat sicherlich nicht besser ausgesehen.
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    • Ich bin seit 6 Jahren so fett, dass ich beim Waschen Hilfsmittel brauche. Meist bade ich, damit ich mir den Hintern nicht mit dem Waschlappen aufreißen muss. :cool:

      Einen Greifer habe ich in Form einer Grillzange, etwas anderes habe ich bisher nicht gefunden. Dann habe ich einen Strumpfanzieher und einen Schuhanzieher, und wenn ich Gartenarbeit machen müsste, würde ich eine Fußbank benutzen. Wir haben zum Glück nur einen Balkon, und meist bepflanzen wir ihn nicht. Das mag ich nicht wegen dem Bücken.

      Dass es Hilfsmittel gibt, finde ich prima. Auch im Haushalt gibt es solche Werkzeuge, z. B. statt normalem Handfeger und Kehrblech beides mit langem Stiel, so dass man sich nicht hinknieen muss. Ich habe nämlich Arthrose in beiden Kniegelenken. Hinknien kann ich mich, aber aufstehen könnte ich nur mit Haltegriff, das tut dann immer höllisch weh. Ich bräuchte also für die Gartearbeit noch eine Stange, die ich in den Boden bohren müsste, an der ich mich dann hochziehen könnte.

      Einen Wischeimer mit Mob und so einen Eimer mit Sieb, wo man sich nicht nach dem Lappen bücken muss, habe ich auch. Der Alltag ist also gut organisiert und ich komme damit besser klar, als mit dem Druck, unbedingt abnehmen zu müssen, um eine bessere Beweglichkeit zu erreichen. Das habe ich überhaupt auch schon aufgegeben.

      Liebe Grüße
      DracuLara