Wohlfühlfaktor Bewegung

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    • Wohlfühlfaktor Bewegung

      Sport und Bewegung für dicke Menschen war heute, am internationalen Anti-Diät-Tag, ein Thema im Radio bei hr1.

      Hier der Link zum Podcast.

      Ich tue mich ja da bekanntlich etwas schwer, aber was mir inzwischen wirklich schon eine Menge hilft, ist der Garten, den ich seit Anfang des Jahres habe. Jetzt wächst alles wie blöd. Vor allem das Unkraut. :cool:
      Diese Woche habe ich schon dreimal zwei Stunden geackert. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ist anstrengend, aber macht Spaß.
    • Ich habe inzwischen an mir selber bemerkt, dass erstens mal die Art der Bewegung wichtig ist und/oder der Ort wo sie stattfindet.

      Die Art, damit meine ich, eine Bewegungsform die mir Freude macht
      und mit dem Ort meine ich, dass ich gemerkt habe, dass die Kombination von Bewegung (z. Beispiel ein normaler Spaziergang) und einem schönen Ort/Platz in der Natur mir große Freude macht und dann eben auch viele positive Auswirkungen hat.

      Ich glaube nicht daran, das verbissener Sport, der nur das Ziel hat den Körper nach den Vorstellungen anderer (deren Vorstellung ich unbewusst als meine Vorstellung übernommen habe) zu formen, letztendlich dem Körper und der Seele gut tut.

      Aber das sind meine Erfahrungen und meine Meinung und muss so nicht für andere Menschen zutreffen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Ich glaube nicht daran, das verbissener Sport, der nur das Ziel hat den Körper nach den Vorstellungen anderer (deren Vorstellung ich unbewusst als meine Vorstellung übernommen habe) zu formen, letztendlich dem Körper und der Seele gut tut.

      Darum geht's auch in dem Gespräch gar nicht. Hör's dir doch mal an. Der Medizinmann sagt: Spaß ist der allerwichtigste Faktor.
    • Oje, das ist eine sehr beeindruckende Reaktion. Da bin ich neugierig geworden: wofuer brauchst du so einen Arzt? Ich meine, er ist definitiv viel weiter "entwickelt" als jeder Orthopaede, den ich je kennengelernt habe, aber trotzdem... so eine starke Reaktion?

      Ich fand den Beitrag nicht ganz schluessig. Z.B. meinte Herr Doktor, dass gerade die Dicken ins Fitnesstudio gehen sollen, und nicht die Schlanken. Das hat so geklungen, als ob die Schlanken das gar nicht brauchen. Wieder doof, oder? ;)

      Und dann noch die Behauptung, Dicke Menschen sollen sich checken lassen, bevor sie mit dem Sport (wieder) anfangen. Ah, und die Duennen? Sollen sie das nicht?

      Und ja, man muss natuerlich auf die Gelenke achten, sagt Herr Doktor.

      Also, da hatte man gar keine Beschwerden, faengt mit Sport an -- und muss aber bald aufhoeren, weil die Gelenke die zusaetzliche Belastung nicht aushalten. Ist so ein Szenarion moeglich? Ich denke, ja. Mein eigener erster Versuch mit dem Trampolin hat mir z.B. Knieschmerzen fuer einen Monat "beschert".

      Ich frage mich schon seit einiger Zeit Folgendes:

      1) Man sagt, dass ein Mensch, der sein Herz-Kreislauf-System trainiert, gesuender ist als einer, der das nicht tut.

      2) Dicke Menschen trainieren ihr Herz-Kreislauf-System und ihre Muskeln taeglich, indem sie ganz normalen Taetigkeiten nachgehen. Duenne Menschen braeuchten dafuer spezielles Training, z.B. mit Gewichten.

      3) Also sind dicke Menschen trainierter, als duenne Menschen, die sich aehnlich bewegen?

      4) Na, warum sollen dann die Dicken Sport treiben? Nicht als Hobby, sondern aus medizinischen Gruenden? ;)

      Versteht bitte nicht falsch: Ich bin nicht gegen Sport als Hobby. Aber ich moechte gerne wissen, was an meinen obigen Punkten falsch ist -- wenn ueberhaupt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Muminfrau () aus folgendem Grund: Habe noch was zum besseren Verstandnis erganzt, nach dem Post von Maky -- sorry.

    • Muminfrau schrieb:



      Ich frage mich schon seit einiger Zeit Folgendes:

      1) Man sagt, dass ein Mensch, der sein herz-Kreislauf-System trainiert, gesuender ist als einer, der das nicht tut.

      2) Dicke Menschen trainieren ihr herz-Kreislauf-System und ihre Muskeln taeglich, indem sie ganz normalen Taetigkeiten nachgehen. duenne Menschen braeuchten dafuer spezielles Training, z.B. mit Gewichten.

      3) Also sind dicke Menschen trainierter, als duenne Menschen, die sich aehnlich bewegen?

      4) Na, warum sollen dann die dicken Sport treiben? ;)


      1) Ich würde mal sagen, dass es so ist (die wissenschaftliche Untermauerung kann ich dir an dieser Stelle leider nicht liefern)
      2) Stimmt so nicht, ich würde mal sagen, jede Bewegung - auch die normale Tagestätigkeit - trägt dazu bei, Herz-Kreislauf und Muskeln zu trainieren oder zumindest "am Laufen" zu halten. Vielleicht muss sich ein dicker Mensch für dieselbe Tätigkeit mehr anstrengen und "trainiert" damit gewissermaßen mehr....? Auch das nur eine These von mir, leider ohne wissenschaftliche Fußnote...
      3) Würde ich so nicht sehen, weil sonst müssten sich dicke Menschen ja nicht mehr anstrengen als dünne bei gleicher Tätigkeit....
      4) Schaden tut's in Maßen keinem... weder den Dicken noch den Dünnen :-p
    • Ich bin oft eher bewegungsmuffelig, richtig Sport zu machen, liegt mir nicht. Sitze zwar gerne auf dem Rad, aber meistens nur für kurze Strecken.

      Gestern habe ich mich zu einer Radtour aufgerafft, um Geocaching zu machen. Ich war sechs Stunden an der frischen Luft unterwegs, weil ich teilweise sehr lange nach Cachedosen suchen musste, habe aber sehr viele schöne Sachen gesehen, die Sonne und den leichten kühlenden Wind genossen und nahezu nebenbei über 30km zurückgelegt.
      Abends waren meine Beine zwar elendig müde, aber mein Kopf endlich mal wieder richtig frei. Da blieb nicht einmal der übrliche Frust, wenn man von den angesteuerten Zielen viele Dosen nicht findet.
      Ich hatte endlich mal wieder einen ganzen Nachmittag lang nicht über Dinge nachgegrübelt, die mich belasten, sondern war einfach drauflos geradelt mit den Suchstopps, hatte zwischendurch entspannt ein Päuschen unter einem schattigen Baum gehalten und an kaum etwas gedacht, was mich runterziehen konnte.
      Da war Bewegung nach langer Zeit wirklich mal wieder ein absoluter Wohlfühlfaktor für mich.

      P.S.: Sobald mir mein Hintern nicht mehr wehtut, werde ich das mal wieder in Angriff nehmen.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Muminfrau schrieb:



      Und dann noch die Behauptung, Dicke Menschen sollen sich checken lassen, bevor sie mit dem Sport (wieder) anfangen. Ah, und die Duennen? Sollen sie das nicht?

      Eigentlich sagt er, dass Menschen über 40, die sich lange nicht mehr bewegt haben, vorher abklären lassen sollen, ob alles in Ordnung ist.
      Das erscheint mir jedenfalls sehr plausibel.

      Ansonsten zu 1) :
      Falsche Prämisse, denn auch ein kranker Mensch kann sein Herz-Kreislauf-System trainieren. Dann ist er aber noch nicht unbedingt gesünder als ein gesunder Mensch, der nicht trainiert.

      Zu 2): Wenn alle Menschen ihr Herz-Kreislauf-System und ihre Muskeln taeglich trainieren, indem sie ganz normalen Taetigkeiten nachgehen, führen aber trotzdem nicht alle immer die selben Tätigkeiten unter den selben Voraussetzungen aus, so dass man auch hier deshalb nicht Äpfel und Birnen vergleichen kann...

      Zu 3): Also sind dicke Menschen trainierter, als duenne Menschen, die sich aehnlich bewegen? Warum? Nur weil sie dick sind und ihre Muskeln mehr Gewicht verkraften? Wie kommst du darauf?

      Zu 4) :confused: Wie kommst du denn darauf?
    • Ich weiss nicht, ob ich es deutlich genug ausdruecken konnte: Diese Punkte sind nicht ganz ernst gemeint... aber ein bisschen schon.

      Boewi schrieb:


      Zu 4) :confused: Wie kommst du denn darauf?


      Nun ja, ein duenner Mensch koennte sich Ganteln nehmen und damit z.B. joggen, oder im Fitnesstudio Gewicht stemmen. Ein dicker Mensch, wenn er einen Spaziergang macht oder Treppen steigt, hat sein "Trainingsgewicht" immer dabei. Also braucht er nicht zu trainieren.

      Es ist nicht meine Meinung, es ist aber eine fuer mich logische Argumentationskette. Und meine Frage ist, ob daran was falsch ist, und wenn ja, warum.

      Falls die Anderen hier keine Logik sehen, waere ich froh ueber eine Beweisfuehrung darueber, dass diese Argumentation eben nicht logisch ist. Fuer mich scheint alles logisch zu sein.
    • Muminfrau schrieb:

      Ein dicker Mensch, wenn er einen Spaziergang macht oder Treppen steigt, hat sein "Trainingsgewicht" immer dabei. Also braucht er nicht zu trainieren.
      Es ist nicht meine Meinung, es ist aber eine fuer mich logische Argumentationskette.

      Nö, das ist doch gerade eben nicht logisch.

      Training soll doch den Status quo erhalten oder irgendwas verbessern. Was auch immer, sei mal dahin gestellt.

      Die Frage ist doch einfach: wofür trainiert ein Mensch? Was will er damit erreichen?

      Mehr Fitness? Bessere Beweglichkeit? Spaß? Teilnahme an einem Marathon?

      Denn allein ein höheres Trainingsgewicht sagt noch überhaupt nix anderes, als dass die Muskeln an ein höheres Gewicht gewöhnt sind. Ob sie, oder das Herz oder die Lunge auch an Bewegung gewöhnt sind, oder an Training oder an sonstwas bleibt hier außen vor. Deshalb auch die Frage eben nach der Prämisse.

      Deine Gleichung hat schlicht zu viele Unbekannte :)
    • Muminfrau schrieb:

      Oje, das ist eine sehr beeindruckende Reaktion. Da bin ich neugierig geworden: wofuer brauchst du so einen Arzt? Ich meine, er ist definitiv viel weiter "entwickelt" als jeder Orthopaede, den ich je kennengelernt habe, aber trotzdem... so eine starke Reaktion?

      In einem Punkt hast Du Recht: Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass ein Arzt - auch und gerade ein Orthopäde - sich den ganzen Menschen anschaut und nicht jedes Symptom nur mit einem "nehmen Sie halt ab" kommentiert.

      Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass ein Arzt sich eine differenzierte Meinung bildet. Aber wir alle wissen, dass es leider in dieser unserer heutigen Gesellschaft nicht so ist. Das macht den Mann zu etwas Besonderem. Und ich kann Lunix gut verstehen.

      Muminfrau schrieb:

      Ich fand den Beitrag nicht ganz schluessig. Z.B. meinte Herr Doktor, dass gerade die Dicken ins Fitnesstudio gehen sollen, und nicht die Schlanken. Das hat so geklungen, als ob die Schlanken das gar nicht brauchen.

      Das hat er nie gesagt. Nicht mal unterstellt. Ganz davon abgesehen war die Frage des Gesprächs nicht, "müssen Dicke Sport machen?" oder "wieviel Sport müssen Dicke machen?", sondern die Frage lautete, "wenn ein dicker Mensch (wieder) in Bewegung kommen möchte, wie stellt er's am besten an?"

      Und: Natürlich empfiehlt es sich für jeden, der lange nichts gemacht hat, sich vorher mal checken zu lassen. Wie Boewi schon geschrieben hat.
    • Muminfrau schrieb:

      Oje, das ist eine sehr beeindruckende Reaktion. Da bin ich neugierig geworden: wofuer brauchst du so einen Arzt? Ich meine, er ist definitiv viel weiter "entwickelt" als jeder Orthopaede, den ich je kennengelernt habe, aber trotzdem... so eine starke Reaktion?
      Für nichts Besonderes, einfach als Arzt, der mir nicht ein Abnehmprogramm verk- äh fürsorglich ans Herz legen möchte, auch wenn ich vielleicht gerade nur zum Impfen vorbeikomme. Und diesen Wand-Smiley liebe ich einfach. ;)
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