Grrrr - diese Ärzte!

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Die Beiträge in diesem Forum wurden von engagierten Laien geschrieben. Soweit in den Beiträgen gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.
  • Ich hatte kürzlich eine erhellende Begegnung mit einem Orthopäden und Sportmediziner, der durch eine ganze Reihe qualifizierte mediale Äußerungen aufgefallen war. Wir sprachen u.a über Arthrose ... und darüber, welche Ursachen Muskel- oder Knochenschmerzen haben können. Ich habe viel dabei gelernt. Als ich ihm sagte, dass viele Ärzte dazu neigen, bei nahezu jeder Diagnose als Ursache das Übergewicht anzuführen, antwortete er: "Ja, ja, das machen Ärzte gern mal, wenn ihnen nichts mehr einfällt. Es ist halt bequem." Ich finde, diese Aussage spricht für sich. Die Erfahrungen, die ich persönlich - mittlerweile auch als Patientin - mit diesem Mann gemacht habe, bestätigen den guten Eindruck. Will sagen: Es geht auch anders. Und sollte jemand einen wirklich guten Orthopäden in Frankfurt/Rhein-Main suchen - ich empfehle gern.
  • Natürlich müssen Muskel und Knochenerkrankungen nicht zwangsläufig etwas mit dem Übergewicht zu tun haben , doch denke ich das übermässiges Übergewicht das Risiko an solchen Erkrankungen zu erkranken doch erhöht .
  • [quote='Bigboy','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=104940#post104940']Natürlich müssen Muskel und Knochenerkrankungen nicht zwangsläufig etwas mit dem Übergewicht zu tun haben , doch denke ich das übermässiges Übergewicht das Risiko an solchen Erkrankungen zu erkranken doch erhöht .[/QUOTE] Dann spezifier doch mal die Erkrankungen.
  • Naja , nehmen wir z.b. das erhöhte Risiko einer Herzerkrankung durch Übergewicht . Medizinische Studien haben doch längst belegt , das je mehr Übergewicht man hat , desto mehr muss das Herz pumpen und desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes . Oder Beschwerden in den Beinen , die das ganze Körpergewicht tragen müssen und von Natur aus eigentlich nur fürs normal Gewicht ausgelegt sind . Ich vergleich das gerne mit einem Auto , man braucht sich nicht zu wundern wenn in einem völlig überladenen Auto irgendwann die Achsen brechen . Und ja ich weiß auch körperlich schlanke Menschen können einen Herzinfarkt oder Gelenkbeschwerden bekommen . Mir gehts nur darum das es nun mal Übergewichtige bei gewissen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko haben . Und deshalb versuche ich händeringend abzunehmen , was aber leider nicht so Recht gelingen will , da ich echt Angst davor habe mit 50 einen Herzinfarkt zu bekommen . :(
  • @Bigboy, sicher hast du in manchen Dingen recht. Grundsätzlich begünstigt Übergewicht etliche Erkrankungen. Soweit, so schlecht. Ein Herzinfarkt entsteht aber nicht durch Übergewicht, sondern durch einen Thrombus in der Blutbahn, der die Herzkranzgefäße verstopft und so die Durchblutung behindert. Und das wiederum kann auch schlanke Menschen treffen.
  • Hallo Morann , danke für deinen Beitrag ! Ich würde gerne sagen , das der mir die Angst genommen hat , doch ich fürchte Sie ist noch da .
  • @Bigboy Zu den Beinbeschwerden kann ich dir sagen, dass die Achse eines Autos nicht an Stärke zulegen kann, sie hat eine bestimmte Belastbarkeit und bleibt so. Beim Menschen ist das ganze allerdings nicht statisch, da wir Muskeln haben, die das Skelett unterstützen und schützen. Wenn du dich also regelmäßig bewegst - was die Beine angeht zB jeden Tag zu Fuß läufst - baust du automatisch mehr Muskeln auf und das "mehr" an Muskeln schafft dann auch ein "mehr" an Gewicht zu tragen. Ich gehe zB sehr viel zu Fuß, bin also ständig "im Training". Meine Beine bestehen größtenteils aus Muskeln und sind sehr kräftig und auch ziemlich beweglich, sodass ich mir um meine Beine keine Sorgen machen muss. Ich zerre mir vielleicht mal was, wenn ich ausrutsche und Stürze, aber habe nie größeren Schaden an Sehnen gehabt und mir auch nie was gebrochen oder so. Der einzige Nachteil ist, dass ich einen angeborenen Defekt bzgl. meiner Kniee damit nicht ausgleichen kann. Im Gegenteil, je mahr ich meine Muskeln spielen lasse, desto eher bekomme ich Probleme damit. Allerdings kein Belastungsproblem, denn das tritt zB beim Radfahren auf, wo die Knie ja nun nicht belastet werden. Das hatte ich auch schon, als ich noch normalgewichtig war. Diese Stützfunktion der Muskeln wird auch gern Patienten empfohlen, die eine Wirbelsäulenverkrümmung haben. Da gibt es spezielle Übungen, womit Muskeln trainiert werden, die die Wirbelsäule stützen. Dadurch kann man Rückenschmerzen vermindern, einfach weil die Wirbelsäule nicht mehr einseitig übermäßig belastet wird. Die Muskeln fangen da die Belastung ab. Mein Vater hat damit zB sehr gute Erfahrungen gemacht. Du siehst, es kommt bei solchen Schwierigkeiten zum einen auf die Grundvoraussetzungen an, zum anderen auch, wie man übermäßiger Belastung vorbeugt. Allein schon durch das Eigengewicht des Körpers werden die Muskeln bei mehr Gewicht auch mehr trainiert. Ich seh daher solche Probleme nicht im Übergewicht begründet, sondern eher in mangelndem Muskelerhalt bzw. -aufbau, der ja gewichtsübergreifend anzutreffen ist... ;) (Unfälle und andere solcher Besonderheiten mal ausgeklammert) Gruß Dani
  • Hallo Allerseits, Ich hab ja seinerzeit das Thema angefangen, vielleicht kann ich es an dieser Stelle auch einfach mal beenden, zumindest meinen Part... Ich habe mich durch viele Beiträge bestärkt gefühlt :danke1:, habe viel nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mir solche Ärzte nicht mehr antun muss. Ich hätte nämlich gerade um ein Haar den Fehler gemacht, mir wieder einen Termin bei dem A... zu holen, nur weil ich dachte, ich müsste "auf die harte Tour" lernen, meine Bedürfnisse durchzusetzen. Aber dann habe ich ausnahmsweise (!) mal meine prompten Körperreaktionen nach dem Telefonat ernstgenommen: Schweißausbruch, Tonuserschlaffung, Angstgrummeln... und beschlossen, dass es nur unangemessenen Stress und Energieverschwendung bedeuten würde, wenn ich mit ihm über einen Medikamentenwechsel diskutieren wollte - ein Thema, bei dem er ja ohnehin abblockt. Nööö. Ich will zum Arzt, um mir helfen zu lassen, und nicht immer nur Grundsatzgefechte aushalten müssen. :fecht: Ich habe jetzt eine neue Ärztin gefunden, mal sehen, wie das da wird, ich werde dann ganz kurz berichten. Alles in allem finde ich, dass ich bei der ganzen Aktion schon ganz schön viel über Selbstakzeptanz und vor allem Selbst - Ernstnehmen gelernt habe. so hoffe ich, dass mich dann auch ein Arzt ernster nimmt. Gruße von raupe :tschuessi:
  • Glückwunsch, Raupe und viel Glück bei der neuen. Hier im Forum gibts auch die Ärzteflyer, vielleicht willst du ihr den gleich mal mitnehmen?
  • Ich komme mal zum eigentlichen Thema - "Grrrr-diese Ärzte" zurück...;) Ich war letzthin bei nem Internisten und natüüüüüürlich kam der [I]so-fort[/I] und zuerst einmal auf mein Übergewicht zu sprechen.Sowas kann ich ja noch ab,zumal es auch Thema mit war - wenn auch nicht vordergründig - aber seine Art von "Erklärung" hab ich erst verstanden,als ich mitbekam,daß "der Gute" nebenbei auch noch Psychotherapie macht...Aber [I]was für eine[/I] dann wohl...:eek: Jedenfalls reihte er sich in die lange Liste der Ärzte bei mir ein,die mir einfach nicht glauben wollen,was und wie ich esse...:rolleyes: Da kam dann prompt von ihm die Erklärung,ich hätte ne scheppse Wahrnehmung davon,was und wieviel ich esse,weil - und da mußte ich mir echt ein lautes Rauslachen verkneifen!:auslach: - ich vor lauter Fast-Food-Futtern im Wechsel mit Nulldiäten eine chronische Unterzuckerung in meinem Gehirn fabriziert habe,durch die ich jetzt - O-Ton! - "Hallunzinationen und Wahnvorstellungen" hätte...:hahaha: Erstmal mußt ich mir das Lachen extrem verkneifen,dann meinte ich recht ruhig,er habe Recht!Ich hab mir die ganze Zeit tatsächlich eingebildet,ich säße [B]nem Arzt[/B] gegenüber und wäre davon ausgegangen,[B]ernstgenommen[/B] zu werden -[B] mein[/B] Fehler!:cool: Und dann hab ich mich höflichst verabschiedet und ihn einfach sitzen lassen... Draußen hab ich mich dann erstmal maßlos geärgert,daß "so etwas" wie der auf die Menschheit losgelassen wird...Ich hab ihn auch redlich bei der KK verpetzt und bei der Ärztekammer angeschwärzt und in meinem Bekanntenkreis vor ihm gewarnt. Aber ich bin ja durch meinen Beruf einiges an "komischen" Ärzten Marke "Dr. House" gewohnt - und von daher auch einigermaßen den Umgang mit "solchen"...Traurig bis schockierend find ichs trotzdem!
  • [quote='Mopsi','http://thorben-orloff.de/forum/index.php?thread/&postID=105376#post105376'] Erstmal mußt ich mir das Lachen extrem verkneifen,dann meinte ich recht ruhig,er habe Recht!Ich hab mir die ganze Zeit tatsächlich eingebildet,ich säße [B]nem Arzt[/B] gegenüber und wäre davon ausgegangen,[B]ernstgenommen[/B] zu werden -[B] mein[/B] Fehler!:cool: Und dann hab ich mich höflichst verabschiedet und ihn einfach sitzen lassen... [/QUOTE] Das hast Du ihm gesagt? :applaus::juhu:GENIAL!!! An Deiner Stelle würd ich und könnt ich mir das Lachen nicht verkneifen. LG Finchen
  • @mopsi: :applaus: Oberklasse! Davon träume ich auch, bei der nächsten Gelegenheit so trocken und schlagfertig die richtigen Worte für so eine Witzfigur von Arzt auf der Zunge zu haben. :wut: (Mal sehen, wie sich meine neue Ärztin entwickelt...) Es ist jedenfalls unglaublich, was du da erlebt hast und ich bewundere deinen Mut. Großartig! Gruß von raupe
  • Ich hab diesen "Grund-Respekt" vor Ärzten schon recht lange verloren...Ich war 10 Jahre lang Stationsleitung in ner Uni-Klinik,da lernt man viel kennen und v.a. : sich durchsetzen,ohne dabei draufzugehen...Ich hatte also jede Menge Zeit und Gelegenheit zu üben.:grins: Und dann kommt mir sehr meine von Haus aus ironische Ader zugute...:holy: Dazu kann ich ja grade bei nem Arzt immer damit aufwarten,ich sei ja "beglaubigter Psycho" - und ist der Ruf erst ruiniert...:baeh2::grins:
  • Ich habe dieses Quartal auch meine medizinische Hausversorgung gewechselt und bin jetzt bei einer sehr jungen Ärztin. Und ebenfalls steht erstmal eine Gesundenuntersuchung inkl. Blutbild an, was mich aber freut, denn mein alter Arzt war ziemlich gleichgültig und schob jetzt zum Schluß auch alles aufs Gewicht (bei einem Tennisellbogen und einem Karpaltunnelsyndrom m.E. eher unwahrscheinlich;-)) Ich habe mir vorgenommen, beim ersten ausführlichen Gespräch, wo cm und kg notiert werden, sie zu bitten, mich nicht auf mein Gewicht zu reduzieren. Sie ist u.a. Sportmedizinerin, mal sehen, wie sie reagiert. Schönen Abend!
  • @Mopsi: DAS nenn ich Schlagfertigkeit. Super! :applaus: @Mozartkugel: Ich drück dir die Daumen, dass die Ärztin nicht dein Gewicht, sondern den ganzen Menschen zu sehen und zu verstehen versucht.
  • [QUOTE=Angelika_D;105525 ] @Mozartkugel: Ich drück dir die Daumen, dass die Ärztin nicht dein Gewicht, sondern den ganzen Menschen zu sehen und zu verstehen versucht.[/QUOTE] @ Mozartkugel, dem Daumendrücken schliesse ich mich auch gerne an. LG Finchen
  • Hallo Mozartkugel, frag sie doch mal,wozu sie denn unbedingt dein Gewicht überhaupt feststellen will. Wenn du nämlich nicht auf die Waage möchtest bei ihr,kann dich auch keiner dazu zwingen. Ich hatte da auch schon so meine Grundsatzdiskussionen mit meiner Hausärztin...*seufz* Ich seh das ein mit genauem Gewicht feststellen,wenn es um Dosierungen von Medis geht oder sowas,aber ich sehs eben [I][U]nicht[/U][/I] ein,wenn das dieses "pauschale Wiegen" ist.Denn man sieht ja mit dem bloßen Auge schon,daß ich übergewichtig bin - also wozu noch genaue Zahlen?Um mir mal wieder deutlich vor Augen zu halten,wie fett ich bin?Das weiß ich,ich hab ja nen Spiegel zuhause und merks auch an der Jeans,wenn ich zu- oder abnehme... Außer natürlich,man möchte selber genaue Zahlen wissen,weil man gucken will,nehm ich zu,nehm ich ab etc. Meine Ärztin kam dann mit Argumenten wie "Ja,wenn Sie mal ne OP brauchen,muß man das doch wissen wegen der Narkose" und solchen Krams.:rolleyes: Hat bei mir mit meinen z.T. kräftigen Gewichtsschwankungen aber eh keine Relevanz und bei ner geplanten OP reicht die Wiegerei kurz vorher.
  • Hi, danke mal für euer Daumendrücken! Also, darüber habe ich eigentlich noch nie nachgedacht, wofür das Wiegen beim Arzt gut sein soll; ist eben so ein Standardprozedere und gehört zu den üblichen Daten. Ich habe so ein Merkblatt mitbekommen, worauf stand, dass "das Wiegen vor Ort geschehen müsse", DAS hat mich allerdings etwas irritiert. Mein Gewicht sieht man mir an, ich schummle mich doch nicht runter auf 70kg, nein, ehrlich nicht;-)) Trotzdem gehe ich positiv an die Sache, ich will mir ja helfen lassen und begebe mich freiwillig in andere und hoffentlich gute Hände. So wäre es kontraproduktiv, gleich auf Kriegspfad zu gehen. Obwohl ich mittlerweile auch manchmal ein leichtes Unbehagen gegenüber Ärzten verspüre. Kann aber sein, dass das aus einem Unwohlsein meinerseits resultiert, denn so richtig was schlimmes "reingesagt" hat mir noch keiner was. Ich bemühe mich nach wie vor, für alles offen zu sein, aber ein direktes "Sie sind zu fett" würde ich mir auch nicht gefallen lassen. Ich glaube, Ärzte, die einem so etwas hinknallen, haben keine Hand für Menschen und glauben, sie hätten das Recht, Übergewichtige erstmal so richtig fertig machen zu dürfen. So ein Arzt sieht mich genau zwei Mal: wenn ich reinkomme und wenn ich rausgehe, dann nie wieder. LG