Wie lange haelt man einen erhoehten Bewegungspensum durch?

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    • Wie lange haelt man einen erhoehten Bewegungspensum durch?

      Ich zitiere aus einem anderen Thread, das hat mich irgendwie auf Gedanken gebracht:

      Itsme schrieb:


      Einige Jahre habe ich sogar die Vorturnerin gemacht, das heißt, ich musste hin und ich muste fit sein, denn man will sich ja nicht lächerlich machen.


      Machst du das immer noch? Ich meine, machst du immer noch viel Sport?

      Ich ueberlege mir seit einiger Zeit, dass es sich mit Sport so sein koennte: Man kann eine Zeit lang viel Sport machen, und vielleicht auch Spass dabei haben. Allerdings gibt es im Leben normalerweise wichtigere Dinge als regelmaessiger Sport, und so hoert man irgendwann auf. Zumindest macht man das irgendwann nicht mehr so oft, und verliert Kondition.

      Mir ist es ein paar Mal so gegangen. Jedes Mal wollte ich nach einger Zeit (manchmal nach 2-3 Monaten, aber auch nach 3-4 Jahren) nicht mehr, und kam auch irgendwie nicht mehr dazu. Wahrscheinlich, wenn ich wirklich gewollt haette, haette ich es schon geschafft, aber ich hatte doch Wichtigeres oder Interessanteres zu tun.

      Jetzt versuche ich wieder gezielt, mehr Bewegung in mein Leben zu bringen, ich gehe z.B. viel zu Fuss. Aber irgendwo im Hintergrund habe ich meine Zweifel, insoweit es Sinn macht und was es mir langfristig bringt.

      Wie sieht es bei den anderen aus?
    • wie meinst du das "was es mir langfristig bringt". hast du den eindruck, dass, wenn du nach der "sportphase" die kondition wieder verlierst, war es vergebliche mühe? so, wie wenn man, wenn man nach einer diät oder neudeutsch ernährungsumstellung wieder zunimmt denkt, man hätte auch drauf verzichten können.

      ich denke, wenn das zu fuß gehen momentan eine echte quälerei für dich ist, dann ist das auch ganz ähnlich zu bewerten (und ich bin sicher, es gibt auch sowas wie den pflichtsport-jojo). ich gehöre nicht zu der fraktion "bewegung ist immer gut". für wirklich unsportlichen menschen ist es sicher besser auf dem sofa ein nettes buch zu lesen. andererseits gibt es menschen, die täglich ihr bewegungspensum brauchen, um sich wohl zu fühlen. die richtig unglücklich sind, wenn sie sich nicht auspowern können. ich denke, diese struktur ist einfach angeboren.

      wenn dir das gehen in der frühlingssonne spaß macht, du dich daran freust deinen körper zu spüren und einen kraftzuwachs wahrzunehmen, dann würde ich das tun, solange es mir gefällt. und wenn wichtigere oder interessantere dinge, daher kommen, so what?

      meine erfahrung ist, dass die kondition schnell verloren geht, aber auch schnell wieder kommt. und das gefühl der wieder anspringenden kondition ist es fast wert, sie in den gewissenlos faulen phasen (oder bei einem beinbruch) wieder zu verlieren.

      am längsten "durchgehalten" habe ich "mehr bewegung" indem ich mir eine arbeit ausgesucht habe, die zu fuß gehen (7-10km pro dienst) und eine menge stiegen steigen voraus setzte. ich lass mich gern für bewegung bezahlen :-D.
      an meinen freien tagen geh ich nicht wandern, aber durchaus schwimmen, oder badminton spielen, oder bowlen, oder ich sitze mit einem netten buch auf dem sofa.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Muminfrau schrieb:


      Jetzt versuche ich wieder gezielt, mehr Bewegung in mein Leben zu
      bringen, ich gehe z.B. viel zu Fuss. Aber irgendwo im Hintergrund habe ich
      meine Zweifel, insoweit es Sinn macht und was es mir langfristig bringt.
      Wie sieht es bei den anderen aus?


      Woran zweifelst du denn? Wenn dir spazieren gehen gut gefällt und auch
      gut tut, dann steht doch in erster Linie nicht die Frage im Raum ob es Sinn
      macht und ob es dir was bringt.
      Wenn du dich dazu zwingst, weil es evtl. gesund ist, dann profitierst du
      sicher nicht viel davon. Alles, was aus Zwang erfolgt, wird früher oder
      später auch wieder verworfen.
      Wenn du gerne zu Fuß gehst, dann tue es doch mal ohne Hintergedanken.
      Einfach weil es schönes Wetter ist und du vielleicht die Natur genießen
      kannst.
      Das bringt doch eine ganze Menge - Ruhe, frische Luft, Vogelzwitschern uvm.
      Wenn das nicht das Richtige ist, dann probiere einfach ein bisschen aus
      und versuche verschiedene Dinge. Körperliche Aktivität ist doch niemals
      verkehrt. Sie muss ja nicht immer in Verbindung mit Gewicht oder
      Reduktion stehen. Sie kann auch einfach Spaß, aktiver und fitter machen.
      Und wenn du gar nichts findest, was Spaß macht, dann würde ich es lassen
      und mich nicht dazu zwingen.

      Ich war und bin ein Sportmuffel. Tanzen als aktiven Sport hätte ich mir
      vorstellen können - tat das auch einige Jahre bis der Tanzpartner weg war.
      Dann hat es lange gedauert, etwas zu finden, was Spaß macht. Jegliche
      Fitnessstudio Besuche waren für die Katz. Das hielt ich höchstens ein Jahr
      aus, dann war es wieder vorbei. Es hat mich gelangweilt. Irgendwann fing
      ich an zu laufen. Das war zwar auch langweilig aber das im Kopf freilaufen
      beginnt tatsächlich irgendwann und so lief ich jahrelang mit Begeisterung.
      Nur weil es Spaß machte, konnte ich mir das morgens um sechs schon
      antun. Dann stieg das Gewicht wieder und so stieg ich um auf Nordic Walking.
      Das machte noch mehr Spaß als Laufen. So betrieb ich das ganz exzessiv
      einige Jahre. Und glaube mir, einen größeren Sportmuffel als mich, findest
      du selten. Ich tat es weil es Spaß machte. Ob es Sinn machte oder
      langfrsitig was bringt, stand da gar nicht zur Debatte. Natürlich merkte ich
      eine gravierende Veränderung - ich war absolut fit, hatte jede Menge Luft
      und fühlte mich sehr wohl. Somit war es absolut keine vergeudete Zeit.
      Mittlerweile kann ich kaum noch gehen und bin sehr frustriert, dass ich
      keine Bewegung mehr habe. Ich bin nicht fit und fühle mich körperlich
      schlecht. Aber meine Schmerzen lassen nicht mehr zu als 30 - 45 Minuten
      gehen am Stück. Und das ist schon eine gewaltige Herausforderung, da ich
      immer unter Schmerzen stehe.
    • Muminfrau schrieb:

      Jetzt versuche ich wieder gezielt, mehr Bewegung in mein Leben zu bringen, ich gehe z.B. viel zu Fuss. Aber irgendwo im Hintergrund habe ich meine Zweifel, insoweit es Sinn macht und was es mir langfristig bringt.


      Ich glaube, es war ein Fehler, das zu schreiben. Das hat euch von meiner eigentlichen Frage abgelenkt, sorry. Seid bitte so lieb und achtet erstmals nicht auf den Absatz oben, ja? Ich stelle die Frage in diesem Absatz ein anderes Mal, versprochen (und achte auch darauf, was Paulinchen und Rita geantwortet haben).

      Jetzt moechte ich aber wirklich gerne wissen:

      Wer hat wie lange einen erhoehten (also nicht fuer sich natuerlichen!) Bewegungspensum eingehalten?


      Bei mir waren es 4 Jahre Bauchtanz.

      Sorry nochmals fuer die zweideutige Frage.
    • Muminfrau schrieb:



      Wer hat wie lange einen erhoehten (also nicht fuer sich natuerlichen!) Bewegungspensum eingehalten?


      Bei mir waren es 4 Jahre Bauchtanz.

      Sorry nochmals fuer die zweideutige Frage.



      (also nicht fuer sich natuerlichen!) Da steh' ich jetzt auf dem Schlauch :confused:

      Bist aber heute auch kompliziert Muminfrau :D :D :D

      Also 4 Jahre Tanzen
      4 Jahre Laufen
      4 Jahre Bauchtanz :D
      5 Jahre Nordic-Walking

      Es war aber alles für mich ein natürliches Bewegungspensum???
      Wenn es nicht natürlich oder normal gewesen wäre, dann hätte ich es
      beruflich gemacht - es wäre dann Leistungssport gewesen???
      Muss ich das so verstehen?
    • Meinst du, Muminfrau, wie lange konnten wir maximal unserern inneren Schweinehund überwinden, bevor er uns wieder auf die Coutch zwang?:-D

      Bei mir wars in der Regel so ein Jahr, dann kam was dazwischen , damit wars erst mal wieder vorbei mit der Sportlichkeit.

      Warum machst du Bauchtanz eigentlich nicht mehr? Ich geh heute wieder, mal sehn wie lange ich durchalte.....
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Knallfrosch schrieb:

      Meinst du, Muminfrau, wie lange konnten wir maximal unserern inneren Schweinehund überwinden, bevor er uns wieder auf die Coutch zwang?:-D



      Ja, so ungefaehr. Man sagt sich" "Eigentlich bewege ich mich viel zu wenig. Okay, ich gehe dann zum Sport." -- und wie lange haelt man dann durch. Das kann auch Spass machen, und trotzdem bewegt man sich nicht aus seinem natuerlichen Bewegungsdran heraus, sondern weil man sich bewegen "muss".

      Gunter Frank im Buch "lizenz zum Essen" behauptet z.B., dass jeder Mensch einen natuerlichen, individuellen Bewegungsdrang zu haben scheint. Alles, was darueber hinaus "bewegt" wird, wird eintweder kompensiert (ich gehe zum Sport, bewege mich dafuer weniger in anderer Freizeit), oder es wird nicht "durchgehalten".

      Ich moechte nun gerne wissen, wie es bei euch ist. Bei mir scheint es so zu sein.


      Knallfrosch schrieb:

      Warum machst du Bauchtanz eigentlich nicht mehr? Ich geh heute wieder, mal sehn wie lange ich durchalte.....



      Es hat mir nicht wirklich Spass gemacht. Es hat nicht meine Seele genaehrt, nicht zu meiner guten Laune beigetragen, es war immer wieder ein "ich muss", "ich halte es durch", "ich werde es irgndwann koennen". Ich habe es nach 4 Jahren aufgegeben und bin damit sehr gluecklich.

      Ich hasse jede Bewegungsart, bei der ich dauernd das Gefuehl habe, Dinge falsch zu machen.

      Bauchtanz gibt vor, wohin und wie ich meine Fuesse stellen soll, was ich mit meinen Armen machen soll, von Koerperbewegungen ganz zu schweigen. Das waere ja auch alles okay (ich mag diese Bewegungen letzendlich, sonst haette ich nicht 4 Jahre durchgehalten), aber ich hatte in diesen 4 Jahren zwei Lehrerinnen, die sehr penibel darauf geachtet haben, dass "alles stimmt", ganz egal, ob es einem Spass macht. Dieser Perfektionismus ist typisch fuer Bauchtanz. Die Kurse heissen manchmal "Technik Drill" -- das sagt doch schon alles, oder?!
    • habe zum Drill im Bauchtanz was gefunden:

      forum.orientalika.de/viewtopic.php?f=2&t=754

      Tja, die Bauchtanz-Lehrerinnnen nehmen sich und ihren Tanz sehr, sehr ernst. Das ist es, was mich stutzig macht. "Spasstanz-Fraktion" wird abschaetzig runtergeputzt, wobei darunter bestimmt auch Leute wie ich fallen: Durchaus bereit, etwas zu lernen, aber eben zu langsam, zu unbegabt, um der Lehrerin jede Bewegung sofort von der Huefte abzuschauen und mitzumachen.

      Hm... warum bin ich nun so hitzig geworden? Irgendwie ist es schon schade mit dem Bauchtanz (seufz), aber es geht einfahc nicht. :(
    • Muminfrau schrieb:


      Jetzt versuche ich wieder gezielt, mehr Bewegung in mein Leben zu bringen, ich gehe z.B. viel zu Fuss. Aber irgendwo im Hintergrund habe ich meine Zweifel, insoweit es Sinn macht und was es mir langfristig bringt.

      Wie sieht es bei den anderen aus?


      Du hast doch einen Sohn.... fährst du nicht mit ihm Rad, gehst mit ihm nie schwimmen? Hier liegt doch schon jede Menge Sinn für Bewegung und es macht Spaß, mit Kindern draußen was zu unternehmen. :)
    • Hei Muminfrau,

      tut mir leid, dass ich da in etwas gerührt habe. Du hast es doch sehr gut erklärt, Der Unterricht hat dir nicht wirklich Spass gemacht. Warum in aller Welt solltest du etwas tun, was dir keinen Spass macht???? Das wäre doch bekloppt. Ich hab ja auch mit Bauchtanz angefangen und gehöre definitiv der Spasstanzfraktion an. Meine Lehrering ist aus Equador und hat wohl deswegen damit weniger Probleme als die zwei deutschen Lehrerinnen, die ich vorher ausprobiert habe. Eine Klasse hatte sogar so Lurex-Ganzkörper-Anzüge, ich dachte ich sterbe. Und die Lehrerin verstand definitiv keinen Spass, da bin ich geflüchtet.

      Deine Frage hat mich beschäftigt denn ich habe mich auch immer gefragt, warum ich nie durchhalte wenn ich zum Sport gehe. Bei mir ist es definitiv so, dass es mir Spass macht aber ich habe ein Problem mit der Verbindlichkeit. Ich war im Sportverein und dort wird von dir verlangt, dass du dich einbringst und regelmässig da bist. Wenn du mal länger nicht da bist, hast du irgendwie den Anschluss verloren. Das war mir wohl zu eng, schätze ich mal. Schade, denn ich habs echt gerne gemacht.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • @Knallfrosch: Ich bin eigentlich sehr froh, wieder ans Bauchtanz denken zu "duerfen", denn ich habe es ja verdraengt. Mit der Lehrerin hat ja echt Glueck, und verstehst dann auch, wie ich es mit "Drill" und "ernst nehmen" meine.

      @Maky: ich habe um eine Antwort auf eine ganz bestimmte Frage gebeten. Es ist ja alles richtig, was du schreibst, aber es passt nicht wirklich zum Thema.

      Mich interessiert immer noch, wie lange Menschen ihre selbstauferlegte Bewegung-muss-sein Vorsaetze halten, auch wenn es Spass macht. Also, wer Lust hat, darueber nachzudenken, schreibt was. :)
    • Muminfrau schrieb:


      Mich interessiert immer noch, wie lange Menschen ihre selbstauferlegte
      Bewegung-muss-sein Vorsaetze halten, auch wenn es Spass macht. Also,
      wer Lust hat, darueber nachzudenken, schreibt was. :)


      @Muminfrau

      Jetzt hab auch ich es kapiert :rolleyes:

      Also meine Zeitangaben von oben sind richtig. Jedoch wäre ich, wenn ich
      nicht wüsste, dass es gesund und wichtig für den Körper ist, ein Couch-Potato.
      Die Motivation erfolgte immer über diese Schiene - es ist gesund und du
      musst das für deinen Körper tun. Der Spaß kam allerdings mit dem Sporteln.
      Nur den Bauchtanz gab ich auf weil ich da kein Fortkommen sah. Ich war
      nicht in der Lage, eigene zusammenhängende Choreografien zu tanzen.
      Das schwebte meiner Lehrerin aber vor. So gab ich das nach all den Jahren
      auf. Die anderen Dinge würde ich heute noch tun, wenn es möglich wäre -
      auch wenn ich nur die Motivation "gesund und gut für den Körper" habe.
    • Muminfrau schrieb:


      Mich interessiert immer noch, wie lange Menschen ihre selbstauferlegte Bewegung-muss-sein Vorsaetze halten, auch wenn es Spass macht. Also, wer Lust hat, darueber nachzudenken, schreibt was. :)


      selbstauferlegte bewegung im job, etwas mehr als 7 jahre.

      selbstauferlegte (nichtbezahlte) bewegung-muss-sein-mit spass. maximal 6 wochen duchgehend.

      ich habe keinen volkshochschulkurs, kein fitnessabo, kein freundschaftliches sporttreffen je länger gemacht. und auch heimtrainingsgeräte diverser art staubten nach wenigen wochen unbeachtet vor sich hin.
      Lieben Gruß

      Rita
    • Muminfrau schrieb:

      Ich zitiere aus einem anderen Thread, das hat mich irgendwie auf Gedanken gebracht:



      Machst du das immer noch? Ich meine, machst du immer noch viel Sport?

      Ich ueberlege mir seit einiger Zeit, dass es sich mit Sport so sein koennte: Man kann eine Zeit lang viel Sport machen, und vielleicht auch Spass dabei haben. Allerdings gibt es im Leben normalerweise wichtigere Dinge als regelmaessiger Sport, und so hoert man irgendwann auf. Zumindest macht man das irgendwann nicht mehr so oft, und verliert Kondition.

      Mir ist es ein paar Mal so gegangen. Jedes Mal wollte ich nach einger Zeit (manchmal nach 2-3 Monaten, aber auch nach 3-4 Jahren) nicht mehr, und kam auch irgendwie nicht mehr dazu. Wahrscheinlich, wenn ich wirklich gewollt haette, haette ich es schon geschafft, aber ich hatte doch Wichtigeres oder Interessanteres zu tun.

      Jetzt versuche ich wieder gezielt, mehr Bewegung in mein Leben zu bringen, ich gehe z.B. viel zu Fuss. Aber irgendwo im Hintergrund habe ich meine Zweifel, insoweit es Sinn macht und was es mir langfristig bringt.

      Wie sieht es bei den anderen aus?


      Eines steht fest, Wenn einem was Spaß macht, dann bringt es einem auch etwas: Nämlich Spaß! ;)

      Um Deine obige Frage zu beantworten:
      Nein, diese Art von Sport mache ich zurzeit nicht. Das war so, dass dies Job und Spaß an der Sache zugleich war, aber trotzdem wurde es mir nach einigen Jahren zu viel.
      Es ist etwas anderes, ob man hingehen kann, wenn man Lust hat, oder ob man da sein muss.
      Ich wollte einfach mal wieder selbst entscheiden und so habe ich die Sache beendet.

      Und ansonsten ist es bei mir mit sportlichen Dingen so, dass ich sie phasenweise, aber dann auch durchaus für längere Zeit tue. Aber ich tue mir nicht mehr an, etwas zu tun, wozu ich im Grunde keine Lust habe.
      Ich glaube nämlich inzwischen, dass sie dann mehr schaden als nützen, denn etwas ohne Freude oder Lust getan, bringt negativen Stress und negativer Stress ist geundheitsgefährdend.
      Wenn ich also eine Phase habe in der mir jede sportliche Betätigung zur Last werden würde, tue ich sie nicht. Und wenn mich danach gelüstet, dann tu ich es, mit Freude und dann tut es mir auch gut. :)
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Vor 14 Jahren habe ich mit dem Joggen angefangen, weil ich nach einer Bein-OP völlig aus der Form war und Herzprobleme bekam. Ich bin immer noch dran, also denke ich, dass diese Art Bewegung zu mir passt.
      Klar: Zwischendurch gab es auch mal Phasen von mehreren Wochen, in denen ich gar nichts gemacht habe, aus Zeit- oder Lustmangel, aber dann kriege ich ziemlich bald wieder den Gibber auf Laufen im Wald.
      Klar verliert man nach einer Weile die Form, aber man kommt schneller wieder rein als man glaubt.
      Seit einer Weile mache ich auch Kendo, das macht riesigen Spaß, aber ich bekomme Probleme mit den Gelenken und der Achillessehne (komisch, beim Laufen nicht...) durch die ungewohnte einseitige Belastung, wahrscheinlich kann ich das Training knicken. Schade eigentlich.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Mir ist es auch wichtig, dass es Spass macht. Ich war nie die ganz große Sportskanone, aber irgendetwas habe ich immer gemacht.... nur nach der Therapie gab es eine Zeit (so ca. vier Jahre), in der ich gar nichts gemacht habe. Die Ärzte waren immer da hinterher, ich soll doch Sport machen - rausgehen und walken (angeblich DIE perfekte Sportart gegen Depri-Stimmung.... tja, nicht bei mir....), Fahrrad fahren.... aber ich konnte mich nicht aufraffen.
      Bis ich dann (so vor drei, vier Jahren) doch nochmal das Uni-Sportprogramm durchgesehen habe.... und entdeckt habe, dass es da Ballett gibt. Das hatte ich als Kind/Teenager jahrelang gemacht; dann nicht mehr (ein paar Jahre im Ausland gewesen, dann nicht mehr dran gedacht; dann bieten auch nicht alle Ballettschulen Kurse für Erwachsene an, und eine Ballettschule könnte ich mir im Moment auch nicht leisten).
      Seitdem mache ich wieder mehr Sport; außer Ballett habe ich dann noch Jazz Dance angefangen und hin und wieder andere Kurse gemacht. Da habe ich auch gemerkt - so zwischendurch sind diese Bauch-Beine-Po Kurse ganz okay, aber wenn ich mir vorstelle, das wäre meine einzige Sportart und das jahrelang.... dann würde mir das auch irgendwann langweilig werden.

      Noch sind Semesterferien, und weil das Feriensportprogramm diesmal nicht so ganz mein Ding ist, habe ich mir gedacht, ich könnte ja doch mal wieder walken gehen. Und das klappt ganz unterschiedlich - manchmal habe ich gar keine Lust; manchmal klappt es mit aufraffen (und dann finde ich es auch schön, draußen zu sein) - und manchmal habe ich einen richtigen Bewegungsdrang und will unbedingt raus. Wenn mir danach ist, versuche ich auch, zwischendurch mal ein Stückchen zu joggen; wenn ich keine Lust dazu habe, lasse ich es bleiben.
      Ich trainiere ja schließlich nicht für einen Wettkampf oder sowas - sondern ich mache das, weil ich mich gerne ein bisschen bewege und bei schönem Wetter auch gerne mal draußen bin.

      @Muminfrau: schade, dass Du wegen der Lehrerin aufgehört hast.... aber vielleicht hast Du in einer anderen Tanzschule/Verein mehr Glück?
    • Ich habe keinen natürlichen Bewegungsdrang. Es würde mir nicht schwerfallen, drei Tage am Stück auf der Couch zu liegen und zu lesen.
      Da ich aber weiß, wie negativ sich das auf meinen Körper auswirken würde, bewege ich mich jeden Tag ca. 2 Stunden in Form von strammen Spaziergängen mit dem Hund.
      In jüngeren Jahren habe ich verschiedene Kurse absolviert, wie z. B. Bauchtanz, Flamenco und Aerobic. So etwas macht mir heute keinen Spaß mehr. Aber ich fahre viel Rad oder erledige Dinge zu Fuß. Wenn ich die Schwiegermutter besuche, fahre ich eine Strecke mit der Bahn und gehe den Rückweg zu Fuß nach Hause (7 km).
    • Ich hab auch wenig Bewegnungsdrang. Allerdings habe ich kein Auto und erledige alles zu Fuß, wenn ich nicht gerade die Öffentlichen benutze.
      Selbst auferlegte Bewegung... hm. Wenns keinen Spaß macht, hab ich vielleicht mal drüber nachgedacht, es aber nie angefangen. Vielleicht ein Mal hingegangen oder aufs Gerät gestiegen, danach nicht wieder. Andere Sportarten hielt ich dann meist ein paar Jahre durch, bis wieder was anderes wichtiger wurde.
      Allerdings wird man doch schon von einigen Seiten scheel angesehen, wenn man sagt, dass man derzeit keinen Sport macht weil man keine Lust dazu hat. Und meine Familie hat versucht, mich zu belatschern, mein Fahrrad doch zu behalten, obwohl es jahrelang nur im Keller stand. Undenkbar, dass jemand kein Rad fahren will.
      Davon ab hab ich nichts gegen Bewegung. Ich hab nur was dagegen, wenn ich sinnfrei meine Runden irgendwo durch den Wald oder sonstwo drehe. Insofern waren alle Dauerlaufversuche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ich geh eher in die Halle und lerne dort etwas oder präzisiere Bewegungsabläufe. Also eher Kampfsport, Badminton, Tischtennis, sowas... da bleib ich wie gesagt auch mal ein paar Jahre am Ball.
      Derzeit gehe ich immer zu Fuß zur Arbeit. Demnächst werd ich wohl auch mal ein Probetraining in dem Verein machen, den ich ins Auge gefasst habe - der scheint sehr gut zu mir zu passen.

      Gruß
      Dani
      Fat people have the right to exist in fat bodies regardless of how we got fat, what being fat means, or if we could be thin through some means – however easy or difficult. There are no other valid opinions on this. We have the right to exist without [...] stigmatization, period. (Ragen Chastain)
    • Ich lese gerade den Lexikon der Fitness-Irrtuemer von Pollmer und Koautoren. Da stehen viele vernuenftige Dinge drin, unter anderem: Es ist wohl wissenschaftlich erwiesen, dass Leute, die sich 30 Minuten am Tag moderat bewegen, z.B. zu Fuss gehen, gesundheitliche Vorteile haben. Fuers Herz ist dieser Vorteil it dem zu vergleichen, den man bekommt, wenn man jeden Tag einglaesschen Rotwein trinkt. :cool:

      ABER: Es ist ueberhaupt nicht erwiesen, dass jede Bewegung, deren Dauer oder Intensitaet diese 30 Minuten uebersteigt, irgendwelche gesundheitliche Vorteile bringt. Studien sind widerspruechlich (zeigen manchmal umgekehrte Tendenz auf) und entsprechen oft nicht dem wissenschaftlichen Standard.

      Fazit aud dem Lexikon: Wem die Bewegung Spass macht, soll ruhig dran bleiben. Aber Sport nur deswegen zu treiben, dass es gesund sein soll, ist Quatsch.

      Ich finde dieses Aussage zwar sehr vernuenftig, aber ich merke, dass die Jahrzehntelange Propaganda deutliche Spren in meiner Psyche hinterlassen hat. Irgendwas in mir glaubt sehr hartnaekig daran, dass SPort "gesund" ist. :confused:

      @Nordlicht: ich gehe auch viel zu Fuss und boykottiere den Fahrrad. Ich habe Angst, mit dem Ding zu fahren, z.B. im Verkehr. Punkt. Warum soll ich etwas machen, wovor ich Angst habe!