Dicke Selbstakzeptanz - noch immer weit davon entfernt

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    • Dicke Selbstakzeptanz - noch immer weit davon entfernt

      Hallo Ihr Lieben,

      so manch einer wird sich jetzt fragen "Ronja, wer ist denn das?". Ich habe mich, gerade in den letzten Jahren, gar nicht mehr am Forenleben beteiligt... das liegt allerdings nicht an DIESEM Forum - ich bin in all den Jahren im Allgemeinen sehr Foren-Müde geworden sprich einige andere Lieblingsforen liegen für mich auch brach.
      Dennoch wird sich vielleicht noch der ein oder andere an mich erinnern - ich bin damals vom "blauen Forum" mit hier her gezogen. Ich überlege gerade: es muss bestimmt schon knapp 10 Jahre her sein, dass ich in Martinas Forum gelandet bin. Toll fand ich all die Schreiberinnen - so stark und selbstbewusst.

      Heute im Jahr 2010 sind meine Probleme mit mir, meinem Essen, meinem Übergewicht und meinem "seelischen Hunger" (ich las das gerade in einem anderen Thread - das beschreibt es verdammt gut!) ebenso präsent wir vor knapp 10 Jahren. In der langen Zeit ist viel passiert - viele Höhen und Tiefen habe ich durchlebt.

      Als ich mich vor 2 Jahren von meinem inzwischen Ex-Mann getrennt habe, hatte ich x kg an Gewicht verlorgen - ich hatte meinen ganzen Seelenbalast mit der Trennung abgelegt (dennoch war es die härteste Zeit meines Lebens - noch nie habe ich mich als Erwachsene psychisch so schlecht gefühlt).... ich fühlte mich körperlich gut und frei - für einen kurzen Moment! Bis sich mein Kopf an das aktuelle Gewicht gewöhnt hatte und ich eines Tages wieder total unzufrieden und unglücklich da stand und mich viel zu dick und unbeweglich empfand. Das Rad der gestörten Selbstwahrnehmung. Im letzten Jahr habe ich x kg zugenommen - es ist soviel passiert, ein Auf und Ab was in so kurzer Zeit zu Schwindel führt (viel Stress auf der Arbeit da viele Kollegen entlassen wurden, für mich selbst beruflich Erfolg da man sehr auf mich setzte, ein Autokauf der sich als Mega-Desaster heraus stellte - ich bin GANZ übel betrogen worden und die ganze Geschichte liegt schon seit einem Jahr bei den Anwälten und beim Gericht, Jobwechsel mit beruflichem Erfolg, Männergeschichten immer nur Bauchlandungen.....).

      Endlich habe ich das, wonach ich mich lange gesehnt habe - ich komme beruflich vorwärts und hole mir über den Job voll und ganz die Bestätigung, nach der es mich so durstet. Als alleinerziehende Mama von 2 Kindern nicht immer leicht - letztes Jahr musste ich dank des Auto-Desasters (Auto fährt bis zum heutigen Tag nicht) alles unter stark erschwerten Bedingungen wuppen... und ich habe es gewuppt!

      Ich habe Freunde - wirklich gute und liebe Freunde.... und ich habe viele Bekannte. Die ganze Zeit mit meinem Ex-Gatten war ich der Meinung, dass mich keiner mag.... heute stehe ich da und sage selbstbewusst "wer mich kennt, mag mich - und die wenigen die es nicht tun haben Pech gehabt". Also - alles in Allem geht es mir gut, ich habe ein gutes Selbstbewusstsein.

      Nur er ist noch immer da, der seelische Hunger.... nicht umsonst habe ich in einem Jahr x kg zugenommen. Es ist mir bis heute nicht möglich, meine Gefühle anders zu kompensieren als übers Essen. Früher dachte ich immer, dass ich nur bei negativen Gefühlen esse.... bis mir irgendwann mal auffiel, dass ich bei jeglicher Art von Gefühlen esse. Also wenn ich mich wie verrückt freue, wenn ich traurig bin, wenn ich aufgeregt bin, wenn ich ängstlich bin.... dabei habe ich doch gerade erst wieder gelernt, wie schön die Achterbahnfahrten der Gefühle sind. Ich war viele Jahre Gefühlstot. Aber stopp - als ich Gefühlstot war, habe ich auch gegessen! Ich steig da inzwischen selbst schon nicht mehr durch.... :-(. Immer wenn ich denke, ein "Muster" entdeckt zu haben finde ich irgendwas, was das ganze widerlegt.

      Gefühle - so schön sie einerseits sind, so schwer zu ertragen sind sie andererseits.

      Als ich damals soviel abgenommen habe, hab ich recht viel Sport getrieben - das schafft einen Ausgleich. Dass mir bei Vollzeitberufstätigkeit (mit Überstunden) und zwei Kindern nicht mehr viel Zeit dafür bleibt, ist klar. Ich powere im Job, hole mir da Bestätigung - ich frage mich, weshalb das nicht als Kompensation dienen kann.

      Was fehlt mir eigentlich? Ich sehne mich sehr nach einer Beziehung... dann denke ich an die 9 Jahre mit meinem Ex-Mann zurück.... wir hatten schöne Zeiten, sehr schöne sogar - die waren nur leider immer sehr kurz. Die Beziehung war von Anfang an schwierig und kompliziert. Aus meiner Sehnsucht heraus habe ich alles, was nicht passte, mit in Kauf genommen. Zum Ende ging gar nichts mehr. Wenn ich also eins im Leben gelernt habe: in einer Beziehung zu leben bedeutet nicht automatisch, sich nicht einsam zu fühlen. Ich finde Liebes-Beziehungen im Allgmeinen kompliziert - mag vielleicht wieder an den Gefühlen liegen ;-).

      Wann findet man seinen Frieden? Mit sich selbst, mit den Gefühlen, mit seiner Essstörung.... alles wäre einfacher, wenn ich es einfach nur akzeptieren könnte. Die radikale Akzeptanz.

      Für andere bin ich immer DER Ratgeber schlechthin. Mir würden für andere Menschen in meiner Situation hunderte von klugen Sprüchen einfallen - mich selbst bekomme ich nicht "auf Zack".

      Entschuldigt mein vieles wirres hin und her gespringe - aber so wie ich geschrieben habe, so fühle ich mich derzeit.

      Verwirrte Grüße aus Paderborn
      die Ronja

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Bitte keine Gewichtsdokumentation

    • Ja, wo fängt Selbstbewußtsein an...Ich denke bei der Selbst - Liebe. Wenn Du nicht zu Dir stehst, steht keiner bei Dir. Andere tun das nicht, sie kommen immer nur, wenn's was zum "abzocken" gibt. Sprich Energie von Dir (Aufmerksamkeit, Fürsorge ect..). Du bist für Dich ganz alleine verantwortlich und musst Dich ggf auch vor den Übergriffen anderer schützen. Man kann natürlich das Glück haben und hat zumindest einen *Engel* in seiner Nähe (zum Beispiel die beste Freundin, wo es dann beim Zusammensein einen EnergieAUSTAUSCH gibt, so daß Energie angereichert und nicht gezockt wird). Aber oft ist man alleine.

      Ich habe auch immer sämtliche Gefühle über's Essen kompensiert und war anders nicht in der Lage damit umzugehen. DIe Gefühle haben mich regelrecht "überrollt" und mit sich gerissen. Essen bekam die Aufgabe zu "kompensieren" und zu "regulieren". Der GRUND dafür war aber, daß andauernt und permanent jemand über meine Grenzen gelatscht ist, es gab also ständig Verletzungen. Ich hatte nie gelernt dem Einhalt zu gebieten, also hab ich mich über's Essen ausgedrückt.

      Es ist wichtig zu erkennen, daß das Ganze eine REAKTION auf etwas ist - und nichts, was von Dir nach außen kommt. Schließlich frißt man nicht aus Spaß an der Freud (und ich meine jetzt nicht, daß einem mal der leckere, warme Apefelkuchen mit Schlagsahne schmeckt).

      Man steht mit dem Rücken an der Wand und reagiert nur noch, macht sich aber auch gleichzeitig von der Meinung und des Wohlwollens anderer abhängig. So gewinnt man keinen Blumenpott.

      Verinnerliche, daß Du, so wie Du bist, VÖLLIG in Ordnung bist! Du mußt gar nichts an Dir ändern, wenn DU es nicht für sinnvoll hälst! Du wohnst in Deinem Körper und er versucht immer für DIch da zu sein. Auch mit xxx Kilo. Er ist Dein Freund - nicht Dein Feind. Und Falten hier, Dellen da und Polster dort erzählen doch DEINE Lebensgeschichte. Alles gehört zu Dir und ist Ausdruck dessen, was du gelebt hast.

      Niemand ist pefeckt und die, die es mit Irrsinn versuchen, haben diesbezüglich ein ganz anderes Problem (was auch Hilfe benötigt). Sie versuchen sich damit von Anderen "abzusetzen", um dann etwas zu haben, worüber sie sich definieren und ihr "selbsbewußtsein" definieren. Das das ganze allerdings ein Päckchen ohne Inhalt ist, bemerken die meisten irgendwann schmerzlich.

      Nur das Ganze zählt und es ist unerläßlich, daß Du anfängst Dich zu fragen: WAS will ICH, WS ist gut für MICH - anders geht es nicht. Und nimm Dich so wie Du bist - gnauSO bist Du wunderbar.

      Toastbrot
    • Ach schade - HIER hätten mich nun gerade Zu- und Abnahme auch von der Kilozahl her interessiert ... nicht wegen etwaiger Reste des "Diätdenkens", sondern deswegen, weil es ja schon etwas aussagt; aber klar, gehört nun mal nicht hier ins Forum.

      Ronja, ich hab genau wegen dieses Gewirrs von Hintergründen fürs Gewicht aufgehört mit deren Erforschung. Mir reicht es zu wissen, ich esse aus Mangel, emotional, und selbst wenn es mir besonders gut geht, passt "noch einer" oben drauf - so ist es halt. Es hat schon etwas von einem Suchtfaktor, aber auch das hinterfrage ich nicht mehr, bringt nichts, wie Du im Grunde auch sagst.

      Stattdessen versuche ich es nun hauptsächlich mit Selbstabkzeptanz, und nur gelegentlich frage ich mich noch, was mir jetzt gerade fehlen könnte, dass ich essen will. Das mit der Akzeptanz geht auch nur stückweise; ich lebe heute längst in einer glücklichen Beziehung, deshalb esse ich trotzdem nach wie vor zeitweise zu viel, und ab und zu holt mich sogar noch der Wunsch nach meinem ehemaligen Wunschgewicht ein ...

      Ich glaube allmählich, dass wir im Grunde nur jedesmal wieder nue LOSLASSEN können, einverstanden sein, mit dem was gerade ist; mehr ist wohl nicht drin. Aber das ist ja auch schon was.

      Gruß von Brit
    • Irgendwie, so glaube ich, kompensieren wir alle. Jeder auf seine Weise. Manche mit Arbeit ohne Ende, manche mit Klamotten - oder sonstwas kaufen, einige rennen dauernd zum Friseur oder zur Kosmetikerin, weil sie ihr Wohlgefühl zum Teil daraus nehmen, wenn sie sich optisch schön machen, andere mit Alkohol, oder wie eine Bekannte, mit Partys ohne Ende, wieder andere mit essen... und noch viele Varianten mehr.

      Eines meiner Ventile für Gefühle ist bei mir das Schreiben. Ich schreibe Dinge auf.
      Schön, traurige, wütende, nachdenkliche. Dinge.. alles, was ich so in dem Moment niemandem sagen kann oder will. Erst mal ist das wie eine Last abzuladen.
      Auch freudige Dinge, die ich aufschreibe und nicht so teilen kann, weil vielleicht jemand anders meine Freude über gerade diese Sache so nachvollziehen kann, sind dann wie Last abladen, weil ich eigentlich gern diese Freude mit/teilen würde.
      Aber egal was auch immer ich aufgeschrieben habe, erst mal ist mir leichter.
      Über manche Dinge, die mich traurig oder wütend machen, will ich nicht mit meinen Lieben reden. Ich würde sie damit belasten und so versuche ich es erst mit aufschreiben.
      Und dann, wenn ich nach Tagen oder Wochen nachlese, was ich da so runtergeschrieben habe, stelle ich nicht selten fest, das diese Dinge gar nicht mehr die große Bedeutung für mich haben - oder besser gesagt, keine Belastung mehr sind.

      Dies alles gilt aber sicherlich nur bedingt für ein einsames Herz.
      Ich glaube, sich nach Liebe sehnen, ist der größte Seelenhunger den es gibt. Und wenn dann aufgrund von schlechten Erfahrungen gleichzeitig Angst vor Liebe da ist, dann wird es noch schwieriger.

      Liebe zulassen bedeutet immer auch ein Risiko eingehen. Man hat im Grunde nur diese Alternativen:
      Allein bleiben und vor Verletzungen durch den Anderen geschützt sein, dafür aber einsam bleiben und die Sehnsucht, den Seelenhunger mit sich tragen.
      Oder Liebe zulassen, dann jedoch verletztbar werden und das Risiko eingehen, dass die Liebe nicht für immer bleibt. Hierbei hat man dann jedoch auch immer schöne Zeiten und wer weiß, wie lange sie andauern.

      Auch dies habe ich festgestellt:
      Es ist falsch erst alles mögliche an Gedanken, Sorgen und Nöten beiseite zu schieben und Gedanken dazu nicht zuzulassen. Nicht in ihnen schwelgen oder sich in ihnen verlieren, das meine ich nicht. Aber zu lange in sich hineinfressen und übertünchen, das war für mich nicht gut.
      So habe ich angefangen, zunächst am Abend (jeden Abend) in Gedanken den Tag durch zu gehen. Ich habe mich zunächst auf das konzentriert, was mich unzufrieden, unglücklich oder mißgelaunt machte und habe das gedanklich verarbeitet. Dann habe ich mich auf die Dinge konzentriert, die ich gut, oder schön, oder sogar beglückend fand und mit den Gedanken daran bin ich oft eingeschlafen.
      Besser als dies war für mich, so eine Art Tagebuch zu führen. (Weil ich es später nachlesen und Revue passieren lassen kann.) Jeden Tag habe mir einige Minuten oder auch eine halbe Stunde Zeit genommen und alles benannt.
      Für mich war das so eine Art von "den Tag abarbeiten". So hat sich immer weniger angestaut.

      Vielleicht ist das nicht für jeden die richtige Art, aber einen Versuch ist es vielleicht wert. Allerdings gehört ein bisschen Geduld dazu, denn all diese kleinen Schritte zur Selbstpflege bringen nicht von heute auf morgen die große Er/lösung, aber mit der Zeit lösen sie so manchen Knoten in einem.

      Ach - und ein Gedanke noch:
      Beim "abarbeiten" der Dinge, die mich unzufrieden, unglücklich oder mißgelaunt machten, versuchte ich zu unterscheiden, ob ich sie ändern kann, oder ob sie zu ändern nicht in meiner Macht steht.
      Ja, und dann habe ich halt, so gut ich konnte, versucht zu ändern was ich ändern kann, und ebenso versucht mich möglichst über die Dinge, die ich nicht ändern kann, nicht weiter zu ärgern.
      Nicht immer möglich, aber doch viel öfter als man glaubt.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @Toastbrot

      ch habe auch immer sämtliche Gefühle über's Essen kompensiert und war anders nicht in der Lage damit umzugehen. DIe Gefühle haben mich regelrecht "überrollt" und mit sich gerissen. Essen bekam die Aufgabe zu "kompensieren" und zu "regulieren". Der GRUND dafür war aber, daß andauernt und permanent jemand über meine Grenzen gelatscht ist, es gab also ständig Verletzungen. Ich hatte nie gelernt dem Einhalt zu gebieten, also hab ich mich über's Essen ausgedrückt.
      DAS trifft es zu 100%! Eines meiner allergrößten Probleme: ich gewähre anderen, meine Grenzen zu überschreiten.... aus Angst vor Konflikten - ich bin schrecklich Harmoniesüchtig. Und nicht nur das: irgendwie schaffe ich es immer noch, sei die Situation noch so grotesk, immer Verständnis für den anderen aufzubringen und mich selbst hinten an zu stellen. Ich hasse diese Eigenschaften, sehe sie oft als großen Fluch bzw. meine große Schwachstelle an.
      Erstaunlich daran: ich habe vor ein paar Wochen einen Talent-Test gemacht (einer der wenigen wirklich seriösen, wissenschaftlichen Tests).... und dabei wurden genau DIESE Eigenschaften, die ich so verfluche, als meine großen Stärken bzw. Talente dargestellt. Ich fand es echt verblüffend, wie genau mich das Testergebnis beschrieben hat. Wenn ich doch nur ein bisschen mehr Ellenbogen hätte! Vielleicht sollte ich diese meine Eigenschaften tatsächlich mehr als Stärken sehen.

      Aber nicht nur Harmoniebedürftigkeit und Verständnis führen zu den Grenzüberschreitungen - natürlich auch der eigene Selbstwert. Weil ich mein Gegenüber als intelligenter, schöner oder sonstwas einstufe.

      @Brit
      ch glaube allmählich, dass wir im Grunde nur jedesmal wieder nue LOSLASSEN können, einverstanden sein, mit dem was gerade ist; mehr ist wohl nicht drin. Aber das ist ja auch schon was.
      Loslassen - auch eine meiner großen Baustellen :-(. Ich bin nicht nachtragend, was das Verhalten anderer betrifft..... aber ich kann mich heute noch für Dinge schämen, die ich einst "verbockt" habe, die aber schon 15 Jahre zurück liegen. Menschen, die mir nicht gut tun: trotzdem halte ich dran fest (speziell meine Eltern - ich kriege immer wieder einen zwischen die Hörner und stehe wie ein kleiner Dackel ständig wieder auf der Matte). Eine Freundin hat mir aufgrund eines sehr törrichten Verhaltens meinerseits die Freundschaft gekündigt: das ist zwei Jahre her, und ich leide noch immer sehr darunter, dass ich es nicht wieder ins Lot bringen konnte bzw. mich erklären konnte.

      Warum ist man mit sich selbst so furchtbar streng, aber mit anderen nicht?

      Loslassen bezogen auf meine Essstörung: das habe ich SO noch gar nicht gesehen - das ist ein neuer Denk-Ansatz!

      @Itsme
      Ich habe schon mal darüber nachgedacht, so eine Art "Tagebuch" zu führen... in der Hoffnung, mir dadurch etwas auf die Schliche zu kommen - was, wie von Dir beschrieben, sicherlich auch sehr hilfreich ist, den Druck / Frust los zu bekommen... oder zumindest zu mindern.

      Was das Suchtverhalten angeht: ich war einst in einer Klinik für psychosomatische Krankheiten. Man sagte mir dort, dass es 10 Jahre harte Therapiezeit kostet, dieses einprogrammierte Suchtverhalten los zu werden. Mein Hausarzt meinte vor einigen Monaten, dass man Süchte nie los wird - man kann immer eine Sucht gegen eine andere eintauschen. Ich habe damals meine Ess-Sucht gegen eine Sport-Sucht getauscht. Da habe ich 7 Tage die Woche Sport getrieben bis zum Umfallen.

      Im Übrigen: ich kann maßlos essen oder ich kann erbarmungslos hungern... immer wenn ich die Abnehmphasen habe esse ich wenig bis gar nichts. Mir fehlt die Mitte! Ich habe keine innerliche Mitte.... denn dieses Exzessive ist nicht nur in meinem Essverhalten zu beobachten.... das ist in allem so! Wenn ich putze dann hoch akribisch, wenn ich auf der Arbeit am Powern bin dann so, dass andere nicht hinterher kommen, wenn ich Sport treibe dann bis kurz vorm Umfallen.... vielleicht muss ich einfach immer an meine persönlichen Grenzen kommen, um mich selbst zu spüren. Ich weiß es nicht.

      An dieser Stelle danke ich Euch für Eure sehr ausführlichen Antworten - eins wird klar.... wir sitzen alle im gleichen Boot, haben uns alle schon mehr als zwei Hände voll durchleuchtet und analysiert. Vielleicht ist auch das eines unserer Probleme - wir sind zu selbstkritisch?
    • Ronja schrieb:


      Was das Suchtverhalten angeht: ich war einst in einer Klinik für psychosomatische Krankheiten. Man sagte mir dort, dass es 10 Jahre harte Therapiezeit kostet, dieses einprogrammierte Suchtverhalten los zu werden.


      Nur 10 Jahre und die Esssucht ist Vergangenheit? Das lohnt sich doch durchaus! :rolleyes:

      Bloss 10 Jahre, in denen einem nach und nach besser geht, und dann ist die Essstoerung weg. Na, das waere ja maerchenhaft. Ich wuerde das sofort mitmachen, ehrlich. :)


      Ronja schrieb:


      Mein Hausarzt meinte vor einigen Monaten, dass man Süchte nie los wird - man kann immer eine Sucht gegen eine andere eintauschen.


      Nun, der Arzt ist wohl ein Zyniker. Suechte wird man sehr wohl los, aber eben nicht in 1 Jahr, und nicht in 10 Jahren. Diese Arbeit ist lebensbegleitend. Und warum auch nicht? Man kann sein Leben lang dasselbe Hobby haben, zur selben Arbeitsstelle gehen, mit demselben Partner zusammen sein... Dann ist es doch wohl "erlaubt", sich auch sein Leben lang um die eigene Persoenlichkeitsentwicklung zu kuemmern, oder? ;)
    • Ronja, ooooohhh da muss ich sofort Einspruch erheben: Dieser ominöse Arzt hat NICHT Recht!

      Süchte kann man SOFORT - durch einen Sekundenentschluss - aufgeben! Das beweisen zig Menschen, die das Rauchen, Trinken, Spielen etc. von einem Moment zum anderen für immer los geworden sind: Sie meiden von da an ihren Stoff und sind erst einmal frei davon. Dass man in gewisser Weise an sich weiterarbeiten sollte, steht auf einem anderen Blatt ... und das ist sicherlich oft lebenslang so.

      Dieser Arzt :mad: erregt auch insofern meinen Unmut, weil es genau solche sind, die gar nicht merken, dass sie mit ihren Negativsuggestionen Menschen dahingehend erst beeinflussen. Mag sein, dass er ja das Richtige meint - die langdauernde Arbeit am Suchtverhalten - das wollen wir zu seiner Ehrenrettung annehmen ...

      Mit Deiner Anmerkung zur Selbstkritik, finde ich übrigens, hast Du sowas von Recht! Die alles überdeckende Frage ist: Wie sollen uns andere aktzeptieren und rund MÖGEN, wenn wir es selbst nicht mal hinkriegen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Brit ()

    • Muminfrau schrieb:

      Nun, der Arzt ist wohl ein Zyniker. Suechte wird man sehr wohl los, aber eben nicht in 1 Jahr, und nicht in 10 Jahren. Diese Arbeit ist lebensbegleitend. Und warum auch nicht? Man kann sein Leben lang dasselbe Hobby haben, zur selben Arbeitsstelle gehen, mit demselben Partner zusammen sein... Dann ist es doch wohl "erlaubt", sich auch sein Leben lang um die eigene Persoenlichkeitsentwicklung zu kuemmern, oder? ;)



      off topic: ich habe geschafft: von heute auf morgen mit dem Rauchen aufgehört.Nur so ein Beispiel.
      Beim Essen klar ist es schwieriger. Weil essen eben sein muß.Da kommt man nicht vorbei.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sally () aus folgendem Grund: Zitatklammer ergänzt.

    • gabriele schrieb:

      Beim Essen klar ist es schwieriger. Weil essen eben sein muß.Da kommt man nicht vorbei.

      Die OA (Overeaters Anonymus) haben deshalb die Regel aufgestellt, die süchtig machenden Nahrungsmittel - oder die, auf die man selbst süchtig reagiert - ganz zu meiden. Da deckt sich die Esssucht dann doch mit anderen Süchten. Schwieriger bleibt es dennoch, hier "abstinent" zu leben.
    • Brit schrieb:

      Die OA (Overeaters Anonymus) haben deshalb die Regel aufgestellt, die süchtig machenden Nahrungsmittel - oder die, auf die man selbst süchtig reagiert - ganz zu meiden. Da deckt sich die Esssucht dann doch mit anderen Süchten. Schwieriger bleibt es dennoch, hier "abstinent" zu leben.


      Entschuldige, das soll jetzt nicht gegen Dich sein, aber dieses Konzept wäre für mich persönlich der totale Blödsinn. Soll das etwa z.B Schokolade sein? Es ist doch besser, ich esse etwas Schokolade, als dass ich es mir ganz verkneife, Heißhunger darauf bekomme und dann unkontrolliert esse.

      Und noch etwas, Süchte wird man doch nicht los, ich habe zwar auch mit dem Rauchen aufgehört, bin aber doch die Sucht nicht los. Ich darf nie wieder eine Zigarette rauchen, das ist doch nicht suchtfrei.
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • MissSilver schrieb:

      Entschuldige, das soll jetzt nicht gegen Dich sein, aber dieses Konzept wäre für mich persönlich der totale Blödsinn. Soll das etwa z.B Schokolade sein? Es ist doch besser, ich esse etwas Schokolade, als dass ich es mir ganz verkneife, Heißhunger darauf bekomme und dann unkontrolliert esse.

      Und noch etwas, Süchte wird man doch nicht los, ich habe zwar auch mit dem Rauchen aufgehört, bin aber doch die Sucht nicht los. Ich darf nie wieder eine Zigarette rauchen, das ist doch nicht suchtfrei.


      Zum Thema Schokolade: Für mich passt das schon. Mir tut es am besten, wenn ich meine Suchtmittel ganz meide. Etwas Schokolade, etwas Eis, überhaupt etwas Süßes essen - das kann ich nicht. Habe ich es im Haus, wird es vernichtet. Und außer Haus ist es am besten, ich lasse angebotenen Süßkram ganz liegen, ehe ich ihn mir mit beiden Händen reinstopfe oder vor lauter Sucht-Gier ganz durchdrehe.

      Ich probiere seit einiger Zeit den Komplettverzicht aus und stelle fest, dass der Heißhunger nachlässt.

      Manchmal wünsche ich mir, ich könnte auf mein Suchtmittel (Essen) ganz verzichten, so wie man eben auf Drogen, Alkohol oder Zigaretten ganz verzichten kann. Ich finde einfach nicht mein Maß ... oder es ist eben sehr schwer. Ich sage immer, es ist so, als müsste ein schwerer Alkoholiker lernen, nur ein Bier am Tag zu trinken.

      Mir ist in meiner ganzen Diätkarriere nie etwas so leicht gefallen wie einfach gar nichts zu essen. Aber es ist eben keine gute Dauermaßnahme. :cool:

      Zum Rauchen: Ich habe 1997 aufgehört - nach über 20 Jahren Rauchen mit teilweise mehr als einer Schachtel täglich. Heute bin ich fast schon militanter Nichtraucher. :-o Und zwar nicht aus ideologischen Gründen, sondern weil's mir von dem Geruch schlecht wird.
      Ich ekle mich total vor Rauch und kann nicht mehr verstehen, dass ich jemals mit Genuss geraucht habe. Also bin ich wohl tatsächlich suchtfrei.

      Es ist wohl so wie es immer ist: Jeder ist anders, und was für den einen passt, passt für den anderen noch lange nicht.
    • MissSilver schrieb:

      Es ist doch besser, ich esse etwas Schokolade, als dass ich es mir ganz verkneife, Heißhunger darauf bekomme und dann unkontrolliert esse.

      Und noch etwas, Süchte wird man doch nicht los, ich habe zwar auch mit dem Rauchen aufgehört, bin aber doch die Sucht nicht los. Ich darf nie wieder eine Zigarette rauchen, das ist doch nicht suchtfrei.

      Beispiel Schokolade: Wenn es eine echte Sucht ist, wird man mit "ein bisschen davon" wohl nicht weit kommen: Es wird immer ausufern zu unkontrollierten Mengen. So verstehe ich die OA: Nur wenn man gar nicht erst damit anfängt, geht man auf Nummer Sicher.

      Beispiel Rauchen: Wenn Du nicht mehr rauchst, bist Du zwar nicht frei von der Suchtgefahr, also der, wieder rückfällig zu werden, von der Sucht selbst aber doch, nach meinem Verständnis: Du brauchst keine gesundheitliche Beeinträchtigung mehr zu fürchten, gibst kein Geld mehr aus dafür, also haben die Zigaretten Dich nicht mehr im Griff.

      Frei in dem Sinne, dass man das Suchtmittel irgendwann wieder ungehemmt konsumieren kann, ist man allerdings nicht, das stimmt.
    • Brit schrieb:

      Beispiel Schokolade: Wenn es eine echte Sucht ist, wird man mit "ein bisschen davon" wohl nicht weit kommen: Es wird immer ausufern zu unkontrollierten Mengen. So verstehe ich die OA: Nur wenn man gar nicht erst damit anfängt, geht man auf Nummer Sicher.

      Beispiel Rauchen: Wenn Du nicht mehr rauchst, bist Du zwar nicht frei von der Suchtgefahr, also der, wieder rückfällig zu werden, von der Sucht selbst aber doch, nach meinem Verständnis: Du brauchst keine gesundheitliche Beeinträchtigung mehr zu fürchten, gibst kein Geld mehr aus dafür, also haben die Zigaretten Dich nicht mehr im Griff.

      Frei in dem Sinne, dass man das Suchtmittel irgendwann wieder ungehemmt konsumieren kann, ist man allerdings nicht, das stimmt.





      solange ich keine Zigarette rauche, bin ich die sucht los. Werde ich rückfällig ist das was anderes. Ich bin ein Nichtraucher. Und habe auch kein verlangen mehr. Werde auch keine mehr rauchen. diese Sucht bin ich los. wenn es beim Essen so leicht wäre, dann wäre ich ein großes Stück weiter. Dennoch wiege ich weniger, als vor einem halben Jahr.
    • Hei Ronja,

      Du bist Harmoniesüchtig, zeigst immer Verständnis, läßt Leute über dich drüber laufen und machst alles super-perfekt. Puh! Ganz schön anstrengend.
      Es muss dir auch was bringen, sonst macht das keinen Sinn.
      Als Opfer hat man ja immer die Moral auf seiner Seite sozusagen, ist es das? Welchen Vorteil bringt es dir? Ich möchte dich nicht angreifen, denke nur darüber nach.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • @ ronja
      ich habe vor ein paar Wochen einen Talent-Test gemacht
      das hat mich interessiert und habe auch einen gemacht :D weis nicht ob es der selbe ist aber war schon interessant..

      [... Inhalte gelöscht, siehe Begründung]

      so, nu wisst ihr mal mit wem ihrs zu tun habt :baeh: :grins:

      naja ich wohl auch denn ich habe null plan was mein talent ist was nicht und schon garnicht wie andere mich sehen. :confused:

      woher auch...geh ja nicht vor die tür :fluester:

      aber ich fand den test toll....mal eine andere sichtweise oder einfach nur blödsinn?? :eek:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kampfzwerg () aus folgendem Grund: Verstoß gegen Forenregel 4 und Urheberrechte

    • Jetzt mal unter uns Pfarrerstöchtern: Glaubst du wirkliche es ist sooooooo interessant, deine Testergebnisse im Ganzen zu lesen?
      Du, ich hätte da etliche sinnige und unsinnige Tests, die ich irgendwann mal gemacht habe und könnte hier "seitenweise" meine dufte Ergebnisse einstellen und du würdest mich trotzdem nciht kennen.
      [SIZE=1]-[SIZE=1]O-[/SIZE][/SIZE]
    • Selbstverständlich ist der Beitrag überflüssig lang, vor allem stört, dass er nicht aus eigenem Text besteht, sondern nur den Inhalt zweifelhafter Testergebnisse publiziert. Trotzdem hätte ich es schöner gefunden, wenn die Reaktion auf den Beitrag weniger schnippisch klingen würde. Neueinsteiger in die Forenwelt verrennen sich häufiger im Überschwang des Mitteilungstriebs.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Hallo Surreal!

      Ich habe noch deinen vollen Beitrag erwischt, mit den Testergebnissen. Ich denke, es ist generell nicht schlimm, so einen Test mitzumachen. Aber die Antworten sind so wenig differenziert, so allgemein gehalten, dass ich an deiner Stelle nun auch nicht wuesste, was ich damit anfangen soll.

      Ich denke, du solltest die Ausschau nach etwas Tiefgehenderen halten. Soche Tests sind nette Spielereien, aber nicht mehr. Um sich selber besser zu kennen, braucht man mehr.

      Kennst du z.B. den Temperament Sorter von David Keirsey? Er hat ein paar Buecher dazu geschrieben (z.B. "Please Unterstand Me"), wie sich Leute unterscheiden -- und doch nach einigen Kriterien klassifizieren lassen. So ein Buch zu lesen wuerde dir vielleicht mehr bringen?
    • Ich habe dazu eine etwas, ich will mal sagen naive Frage und es interessiert mich wirklich.
      Das ist keine Kritik und auch sonst nicht negativ gemeint, sondern nur reines Interesse.

      Also wieso braucht jemand solche Tests um zu wissen, was er für eine Persönlichkeit ist, welche Stärken und Schwächen er/sie hat? Solange man noch sehr jung ist kann ich mir das irgendwie vorstellen, aber sonst.

      Ich bin z.B Mitte 30, ich kenne jeden Aspekt meiner Persönlichkeit schon seit langem. Natürlich weiß ich nicht genau wie ich in Extremsituationen reagieren würde. Aber ich kanns mir ganz gut vorstellen. Ich kenne meine Stärken und meine Schwächen und ich kenne meine Bedürfnisse und das was ich anderen geben kann ganz genau.

      Kleinigkeiten ändern sich von Zeit zu Zeit, aber im Großen und Ganzen sind meine Charakterzüge die gleichen wie in den letzten 30 Jahren.

      Ist das bei euch anders?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von babelfish () aus folgendem Grund: ... Rechtschreibung!

    • :cool2:

      gabriele schrieb:

      solange ich keine Zigarette rauche, bin ich die sucht los. Werde ich rückfällig ist das was anderes. Ich bin ein Nichtraucher. Und habe auch kein verlangen mehr. Werde auch keine mehr rauchen. diese Sucht bin ich los. wenn es beim Essen so leicht wäre, dann wäre ich ein großes Stück weiter. Dennoch wiege ich weniger, als vor einem halben Jahr.

      Da liegst Du echt falsch. Ich hab vor vielen Jahren geraucht und jetzt nichtmehr. Wenn ich aber regelmäßig mit Rauchern zusammen wäre, hätte ich nach einiger Zeit wieder Entzugserscheinungen. Der Schlüssel paßt immer wieder...:cool3:Auch wenn Du 10 Jahre nichtmehr rauchst und dann eine Zeit lang mit Rauchern in nem Raum bist, dann ... ... ...
    • Sally schrieb:

      Zum Thema Schokolade: Für mich passt das schon. Mir tut es am besten, wenn ich meine Suchtmittel ganz meide. Etwas Schokolade, etwas Eis, überhaupt etwas Süßes essen - das kann ich nicht. Habe ich es im Haus, wird es vernichtet. Und außer Haus ist es am besten, ich lasse angebotenen Süßkram ganz liegen, ehe ich ihn mir mit beiden Händen reinstopfe oder vor lauter Sucht-Gier ganz durchdrehe.

      Ich probiere seit einiger Zeit den Komplettverzicht aus und stelle fest, dass der Heißhunger nachlässt.

      Manchmal wünsche ich mir, ich könnte auf mein Suchtmittel (Essen) ganz verzichten, so wie man eben auf Drogen, Alkohol oder Zigaretten ganz verzichten kann. Ich finde einfach nicht mein Maß ... oder es ist eben sehr schwer. Ich sage immer, es ist so, als müsste ein schwerer Alkoholiker lernen, nur ein Bier am Tag zu trinken.

      Mir ist in meiner ganzen Diätkarriere nie etwas so leicht gefallen wie einfach gar nichts zu essen. Aber es ist eben keine gute Dauermaßnahme. :cool:

      Zum Rauchen: Ich habe 1997 aufgehört - nach über 20 Jahren Rauchen mit teilweise mehr als einer Schachtel täglich. Heute bin ich fast schon militanter Nichtraucher. :-o Und zwar nicht aus ideologischen Gründen, sondern weil's mir von dem Geruch schlecht wird.
      Ich ekle mich total vor Rauch und kann nicht mehr verstehen, dass ich jemals mit Genuss geraucht habe. Also bin ich wohl tatsächlich suchtfrei.

      Es ist wohl so wie es immer ist: Jeder ist anders, und was für den einen passt, passt für den anderen noch lange nicht.



      Oh Frau/Schwester, Du sprichst mir aus der Seele. Oft wünsche auch ich mir komplett aufs Essen verzichten zu können wie es auch die Alkoholiker mit dem Trinken machen,aber aber aber das geht nicht ohne Essen.
    • Sonnenkuss schrieb:

      Jetzt mal unter uns Pfarrerstöchtern: Glaubst du wirkliche es ist sooooooo interessant, deine Testergebnisse im Ganzen zu lesen?
      Du, ich hätte da etliche sinnige und unsinnige Tests, die ich irgendwann mal gemacht habe und könnte hier "seitenweise" meine dufte Ergebnisse einstellen und du würdest mich trotzdem nciht kennen.


      nein unter uns frauen gesagt (bin keine pfarrerstochter) niemanden interessiert sich für irgentwas..entschuldige wenn ich dich gelangweilt habe. es war ein spass aber wen interessierts :flirt: über sinn und unsinnn können wir gerne diskutieren aber unter uns, wen interessierts denn? :baeh2:


      der letzte satz in meinem post war eine frage..hast du diese verstanden? :cool3: soweit liegen wir garnciht auseinander mit unseren meinungen nur...verstehn muss man das auch was man liest. wie war das? erst denken dann schreiben? :daumen:

      Dann hätte "Rosaplüschponyhäschen - Wunderland" antworten müssen und ich hätte Schreibverbot kriegen müssen. ;)
      Sag das nächste mal einfach Bescheid.
      plüschhasen und wunderland sind für mich auch nicht nötig :) das schreibverbot geb ich mir selbst...also..dein forenalltag ist wieder in ordnung. ach...und du brauchst wirklich jemanden der dich darauf hinweist das man nett miteinander umgehen sollte? :troest2:



      p.s.

      :ironie:
      sorrie ich bin wol nicht intelligäähnt genug vür dises forum ich ging dafon aus das gilt vür getichde...ich verstehe den ernsd wol nichd was das forum betrift.

      entschuldigt die unannehmlichkeit (moderator)...schönen relaxten abend zusammen :popcorn1:
    • babelfish schrieb:


      Ich bin z.B Mitte 30, ich kenne jeden Aspekt meiner Persönlichkeit schon seit langem.


      Wie hast du das erreicht? Bist du vielleicht ein Naturtalent? Ich habe dafuer viel beobachten, viel lesen, viel ueben muessen -- und kenne mich immer noch nicht gut genug. Ich lerne immer wieder dazu.
    • Akos.Outlaw schrieb:

      Oft wünsche auch ich mir komplett aufs Essen verzichten zu können [...]


      Ich hatte auch diese Phase. Es scheint viel einfacher zu sein, sich alles zu verbieten, als sich alles zu erlauben.

      Warum lieben wir uns denn so wenig, dass wir uns die Lebensgrundlage verbieten wollen/wollten? Jemand, der gut zu sich ist, wuerde so etwas nie wollen. Ich lerne jeden Tag aufs Neue, gut zu mir zu sein. Schwierig ist das, liebe Leute...