ich bin nicht vom Planet der Dicken, sondern...

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    • Jo - möchte mich da babelfish größtenteils anschließen.

      Ich kann deine Gedanken schon nachempfinden, hatte ich selber oft genug.

      Aber in fast allen Fällen stellte sich es dann als unbegründet heraus bzw. war eher eine Projektion und Übervorsichtigkeit von mir auf die anderen.

      Mittlerweile kann ich das entspannt sehen.

      Aber nur weil jemand Arzt und/oder Leistungssportler ist, können sie dennoch eigene "Problemzonen" (ist ja schließlich eher das, was man selbst als solche sieht und nicht von anderen bestimmt) haben und dabei keinerlei Probleme mit anderen Leuten, die eine andere Lebensweise und/oder Äußeres haben.


      Aus deinen Schilderungen geht ja nicht hervor, dass sie sich in irgendeiner Weise abfällig geäußert haben.
      "My body is a cage
      That keeps me from dancing with the one I love
      But my mind holds the key"

      Peter Gabriel
    • In dem, was babelfish sagt, ist viel Wahrheit drin, obwohl ich finde, dass sie es zu harsch formuliert hat.

      Ich finde, wir sollten auf unser "komisches" Gefuehl gegenueber anderen Leuten schon vertrauen -- aber eben mit einiger Vorsicht. Es kann durchaus sein, dass dieses Paar was gegen Dicke hatte. Geichzeitig kann es aber auch sein, dass Sassy ein Vorurteil gegen Durchtrainierte hat.

      Ich selber habe ganz bestimmt Vorurteile gegen Sportskanonen. Das weiss ich, und bin deswegen vorsichtig. Zum Beispiel habe ich einige sehr sportliche Kollegen. Da habe ich mich anfangs gefragt, ob ich in ihren Blicken nicht einen gewissen Vorwurf entdecke...

      Um das herauszufinden, habe ich mich mit den Kollegen mehrmals ueber unterschiedliche neutrale Dinge unterhalten (aber um Gottes Willen nicht ueber den Sport). Es hat sich herausgestellt, dass alle bis auf einen mir gegenueber hoeflich, aufgeschlossen und nett sind. Nur mit einem konnte ich nicht reden, er hatte mich immer irgendwie sehr ironisch angeschaut, und bei ihm glaube ich wirklich, dass er ein Problem mit meinem Aussehen hat. Nun, mit dem habe ich eh sehr wenig zu tun und kann ihn getrost ignorieren.

      Ich finde auch, dass die Eltern ihren Bekanntenkreis vor ihren Kindern nicht rechtfertigen muessen. Ich kann die meisten Bekannten meiner Eltern nicht leiden. Nun, ich wohne ja nicht mehr bei meinen Eltern, aber im Prinzip finde ich es eine gute Idee, einfach wegzugehen, wenn einem die Gaeste nicht gefallen. Sogar mitten im Besuch, es sind ja nicht deine Gaeste. :)
    • Sassy schrieb:

      Auch wenn ich mich mal in das Gespräch mit einbezogen habe, hatte ich das Gefühl, dass ich nicht ernst genommen wurde. Man sollte seinem Gegenüber schon in die Augen sehen, wenn man mit ihm redet...aber auch hier: Fehlanzeige.


      :klug1:

      Ich merke es nunmal, wenn mich jemand ablehnt. Das bekommt man mit. Ich lerne viele neue Menschen kennen und irgendwann merkt man die Unterschiede.
      Das muss gar nicht verbal kommuniziert werden, da reichen schon nonverbale Gesten siehe oben.
      Glaubt mir ich kann mittlerweile gut Menschen einschätzen, gerade weil ich so vielen begegne, die mich gleich spüren lassen, dass sie offen für neue Bekanntschaften sind.

      Muminfrau schrieb:


      Um das herauszufinden, habe ich mich mit den Kollegen mehrmals ueber unterschiedliche neutrale Dinge unterhalten (aber um Gottes Willen nicht ueber den Sport).
      Nur mit einem konnte ich nicht reden, er hatte mich immer irgendwie sehr ironisch angeschaut


      Genau das habe ich auch gemacht. Ich bin zunächst offen auf alle zugegangen und wollte mich mit ihnen auch unterhalten. Nur man merkt es einfach, wenn jemand dazu keine Lust hat und die Blicke, die du beschrieben hast kamen auch.

      Muminfrau schrieb:

      Geichzeitig kann es aber auch sein, dass Sassy ein Vorurteil gegen Durchtrainierte hat.


      Dann hätte ich keine Freunde. Mein kompletter Freundes und Bekanntenkreis treibt regelmäßig, oder mehr Sport.
      Ich mag es nur nicht dafür verurteielt zu werden, dass ich diese Leidenschaft nicht teile. Ein Glück tut das keiner von
      ihnen.

      babelfish schrieb:


      Und mit Verlaub, ich bin der Meinung Eltern können einladen wen sie wollen, solange sich die Gäste nicht übergriffig benehmen. Seine Freunde nicht mehr einzuladen, wel sich die Tochter unbehaglich fühlt, wie es hier jemand vorgeschlagen hat, finde ich daneben. Dann sol die Tochter doch in ihrem Zimmer bleiben oder mal woanders hingehen, die muss ja nicht mit am Tisch sitzen.


      Das würd ich nie verlangen. Um Gottes Willen. Es gibt einige Bekannte die ich nicht so sympathisch finde und da sehe ich zu, dass ich an diesen Tagen nicht da bin. Man muss ja nicht jeden mögen.
    • Sassy schrieb:

      :klug1:

      Ich merke es nunmal, wenn mich jemand ablehnt. Das bekommt man mit. Ich lerne viele neue Menschen kennen und irgendwann merkt man die Unterschiede.
      Das muss gar nicht verbal kommuniziert werden, da reichen schon nonverbale Gesten siehe oben.


      Ja aber den Grund der Ablehnung erfährst du nicht. Vielleicht mögen sie deinen Haarschnitt nicht, oder du siehst wie die Schwiegermutter aus, oder wie die verhasste Grundschullehrerin der Kinder.

      Sie mögen deine Stimme nicht, oder deine politischen Ansichten. Oder sie sind neidisch, weil ihre Kinder nicht so gut geraten sind, oder der Herr hat seine Frau mit deinem Ebenbild betrogen.

      Vielleicht haben deine Eltern auch was über dich erzählt, was mit dem Gesamtbild jetzt nicht übereinstimmt.Wer weiß das schon.

      Daraus den Schluß zu ziehen, dass man dich nur nach dem Äußeren beurteilt und du deshalb schlecht abschneidest, bringt nur schlechte Laune und klingt ein bißchen nach Anleitung zum Unglücklich sein.
    • babelfish schrieb:

      Ja aber den Grund der Ablehnung erfährst du nicht. Vielleicht mögen sie deinen Haarschnitt nicht, oder du siehst wie die Schwiegermutter aus, oder wie die verhasste Grundschullehrerin der Kinder.

      Sie mögen deine Stimme nicht, oder deine politischen Ansichten. Oder sie sind neidisch, weil ihre Kinder nicht so gut geraten sind, oder der Herr hat seine Frau mit deinem Ebenbild betrogen.

      Vielleicht haben deine Eltern auch was über dich erzählt, was mit dem Gesamtbild jetzt nicht übereinstimmt.Wer weiß das schon.

      Daraus den Schluß zu ziehen, dass man dich nur nach dem Äußeren beurteilt und du deshalb schlecht abschneidest, bringt nur schlechte Laune und klingt ein bißchen nach Anleitung zum Unglücklich sein.


      Klar kann das sein. Komischerweise waren sie meinen Eltern gegenüber viel offener. Naja ist ja nun auch egal. Jedenfalls habe ich mich aus irgendeinem Grund unwohl gefühlt und ich hatte den Eindruck, dass es was mit meinem Aussehen zu tun hat.

      Übrigens sind die Bsp., die du genannt hast fast alles welche für Äußerlichkeiten ;) Also müssen sie mich ja nach äußeren Kriterien beurteielt haben. Über politische Ansichten diskutiere ich bei dem Wetter nicht. ^^

      Zu freundlich kann ja nie negativ sein. Ich bin eine Person, die JEDEM Chancen gibt und erstmal offen und freundlich und möglichst vorurteilslos an Menschen heran tritt. Mir ist es egal was mir vorher über jemanden erzählt wurde, wie er aussieht etc. Wie sich die Menschen mir gegenüber verhalten, das zählt für mich. Ich kann es auch nach so vielen Jahren immer noch nicht nachvollziehen, wie es Menschen geben kann, die allein aufgrund irgendeines äußerlichen Merkmals Menschen nach Kriterien und Schubladen ordnen. Klar es IST definitiv ein psychologischer Automatismus. Aber wenn man sich dem bewusst ist, kann man doch auch mal was an seiner Einstellung ändern.
    • Sassy schrieb:



      und Frau Dr. meinte, selbst bei den Temperaturen ginge sie joggen. .



      Wer "selbst bei den Temperaturen joggen" geht, gefährdet sein Herz etc. Da WETTE ich! Und einiges andere (Hitzschlag, Übelkeit...).

      Naja.. den Arzt hat sie ja gleich im Haus.
    • Sassy schrieb:



      Zu freundlich kann ja nie negativ sein. Ich bin eine Person, die JEDEM Chancen gibt und erstmal offen und freundlich und möglichst vorurteilslos an Menschen heran tritt. Mir ist es egal was mir vorher über jemanden erzählt wurde, wie er aussieht etc.


      Du bist zu gut für diese böse Welt...:-p

      Nee mal im Ernst, das nehme ich Dir nicht ab und wenn es tatsächlich so sein sollte, dann fände ich das bedenklich.

      Denn wirklich vorurteilsfrei ist doch wohl niemand (...)

      Und, dass 80 % Dicke ablehnen kann ich so nicht bestätigen und ich bin nun wirklich richtig dick....
    • Der Witz ist: es sind BEIDES Ärzte. Da sieht mans mal wieder...selbst nicht rund um gesund Leben, es aber anderen vorschreiben wollen :D
      Aber diese Eigenart haben viele...nicht nur Ärzte ^^ Bei denen fällt das berufsbedingt nur so ins Auge...hihi.

      Hummelchen schrieb:

      Du bist zu gut für diese böse Welt...:-p

      Denn wirklich vorurteilsfrei ist doch wohl niemand (...)



      Ich bin aber nunmal so. Ich bewerte grundsätzlich Menschen nachdem wie sie handeln, sich geben und äußern.
      Natürlich habe auch ich Vorurteile, aber ich versuche diese wenn möglich nicht überhand nehmen zu lassen. Viel zu oft wären mir dadurch interessante Bekanntschaften entgangen.
      Ich frage mich dann immer was dazu geführt hat, dass ich dieses Vorurteil hatte...manchmal wird es leider bestätigt, nachdem ich die betreffenden Personen etwas näher kennengelernt habe...aber viel öfter ist es eher so, dass ich überrascht bin, was für ein toller Charakter hinter einem Menschen stecken kann.
      Ich bin jemand der, wenn er z.B. auf Parties etc. kommt erstmal versucht mit jedem ins Gespräch zu kommen. Egal, ob da viell. auch eine Freundin oder mehrere Bekannte von mir sind, die ich bereits länger kenne.
      Ich finde das, wie Menschen handeln oder auch nur non verbal kommunizieren sagt oft mehr über eine Person aus, als ein bestimmtes äußerliches Merkmal. Danach zu urteilen finde ich grässlich. Man ist nunmal in erster Linie Mensch mit Verstand (manchmal mehr, manchmal weniger) und Würde. Und das mindert sich nicht aufgrund von Äußerlichkeiten.
    • Sassy schrieb:

      Sie haben mir nur mal wieder vor Augen geführt, wie ca. 80% der Menschen denken: der Körperbau wird oft mehr honoriert, als die geistige, charakterliche Entwicklung eines Menschen. :(


      Diese Erfahrung mache ich nicht, Sassy.
      Aber oft ist es auch so, dass ich den Menschen gar nicht die Gelegenheit gebe, sich allzusehr mit meinem Äußeren zu befassen, denn ehe sie sich da festbeißen können, bin ich nicht selten schon längst im Gespräch mit ihnen, so dass sie gar nicht drum rum kommen, MICH kennen zu lernen. Würde ich mich allerdings zurückziehen oder auch zurückhalten, wer weiß, was dann passieren würde. Dann hätten sie ja nur die Chance, mich "von außen" zu betrachten, denn einen Blick "in mich" gewährte ich ihnen ja gar nicht.

      Du schreibst:
      Ich frage mich dann immer was dazu geführt hat, dass ich dieses Vorurteil hatte...manchmal wird es leider bestätigt, nachdem ich die betreffenden Personen etwas näher kennengelernt habe...aber viel öfter ist es eher so, dass ich überrascht bin, was für ein toller Charakter hinter einem Menschen stecken kann.

      Das kann ich total bestätigen!
      Manchmal ist es ein Flop (leger gesagt;))
      oftmals ist es so, dass sich wunderbare Gespräche ergeben.

      Schau mal, diese Chance hast Du dem Arztehepaar gar nicht eingeräumt.
      Natürlich kann es stimmen, dass sie zu den (in meinen Augen wenigen) Menschen gehören, die dicke Menschen pauschal ablehnen.
      Es kann aber auch sein, dass Deine Seele sehr empfindlich geworden ist und Du Dinge siehst, die gar nicht so sind, wie sie scheinen.

      Sicherlich wird man auf manchen Gebieten aufgrund von Erfahrungen sehr sensibel. Und wenn man verletzende Erfahrungen gemacht hat, mag einen diese Sensibilität - oder die Antennen, die man für manche Menschen und Situationen entwickelt hat, auch schützen.
      Vielleicht aber spielen einem diese Antennen auch hier und da einen Streich und man sieht die Leute anders, als sie wirklich sind.
      Wenn Du etwas von 80% schreibst, - also dass Du meinst, 80% der Menschen denken: der Körperbau wird oft mehr honoriert, als die geistige, charakterliche Entwicklung eines Menschen, dann habe ich im Grunde diesen Verdacht.

      Niemand muss sich offen beleidigen lassen, aber ob man Blicke immer richtig deutet... oder ob man glaubt, sie richtig zu deuten...
      das ist sicher eine schwierige Sache.
      Ein einziges mal habe ich, nachdem ich genau dieses Gefühl hatte, einen Menschen direkt gefragt, ob er etwas gegen dicke Menschen habe und ich kann Dir nur sagen, das ich diejenige war, die sich letztlich entschuldigt hat, denn da habe ich etwas völlig mißdeutet.

      Wie auch immer Sassy,
      ob Du Dich nun getäuscht hast oder nicht, im Grunde kann man einen Menschen nur durch intensive Gespräche kennenlernen.
      Sie Dich und Du sie.
      Im Falle des Arztehepaares hatten weder Du noch sie die Chance.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • @ Sassy

      Es ist immer blöd und unangenehm in Gesellschaft von Menschen zu sein, von denen man sich aus welchen Gründen auch immer nicht in Gänze angenommen und nicht dem eigenen Anspruch nach gewertschätzt fühlt.

      Jetzt mal unabhängig vom Gewicht kann man sich ja auch einmal die Frage stellen, ob man überhaupt anderen Menschen zugesteht, einen nicht sympathisch zu finden, egal für wie sympathisch man sich selbst hält;)

      Egal wie offen, freundlich, interessant du dich präsentieren magst, es wird immer Menschen geben, die darauf nicht anspringen, und das ist eben auch deren Recht.
      Solange wie sie es dir gegenüber nicht an der üblichen Höflichkeit und dem nötigen Respekt mangeln lassen, ist dies zu akzeptieren.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Itsme schrieb:

      Aber oft ist es auch so, dass ich den Menschen gar nicht die Gelegenheit gebe, sich allzusehr mit meinem Äußeren zu befassen, denn ehe sie sich da festbeißen können, bin ich nicht selten schon längst im Gespräch mit ihnen, so dass sie gar nicht drum rum kommen, MICH kennen zu lernen..


      Ja das ist auch immer meine "Taktik". Meistens geht die auch auf, nur in diesem Falle haben sogar sechstündige Versuche ein Gespräch zu beginnen nichts genützt.

      Itsme schrieb:

      Schau mal, diese Chance hast Du dem Arztehepaar gar nicht eingeräumt.


      Sehe ich anders. Ich habe mich stets versucht mit ihnen über alles Mögliche zu unterhalten, gerade auch weil meine beste Freundin auch Medizin studiert...ich wollte einfach, dass sie merken, dass ich sie als Person akzeptiere. Anscheinend beruhte das nicht auf Gegenseitigkeit. Ist ja auch meiner Mum aufgefallen.

      Itsme schrieb:

      Natürlich kann es stimmen, dass sie zu den (in meinen Augen wenigen) Menschen gehören, die dicke Menschen pauschal ablehnen.


      Ach in welch toller Welt lebst du. Ich habe leider andere Erfahrungen machen müssen. :(

      Itsme schrieb:

      Es kann aber auch sein, dass Deine Seele sehr empfindlich geworden ist und Du Dinge siehst, die gar nicht so sind, wie sie scheinen.


      Ja eben durch diese sich auch meine individuelle Biografie sehr einprägsamen Erfahungen aufgrund meiner Figur. Leider hatte ich es oft mit sehr direkten Menschen zu tun, die mir offen sagten, dass sie mich wegen meiner Figur ablehnten. Ging schon im Grundschulalter los... :mad:

      Angelina schrieb:


      Jetzt mal unabhängig vom Gewicht kann man sich ja auch einmal die Frage stellen, ob man überhaupt anderen Menschen zugesteht, einen nicht sympathisch zu finden, egal für wie sympathisch man sich selbst hält;)


      Hab ich kein Problem mit. Ich komme ja auch nicht mit jedem klar. Nur ich habe damit ein Problem allein auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden, egal ob in positiver oder negativer Weise.
    • Sassy schrieb:


      Ach in welch toller Welt lebst du. Ich habe leider andere Erfahrungen machen müssen. :(



      Ich vermute mal, dass Itsme kein Alien ist :grins: sondern in der selben Welt lebt wie Du und ich. Und ich mache ähnliche Erfahrungen wie Itsme - ich glaube darüber solltest Du mal nachdenken (das ist nicht überheblich oder böse gemeint...)

      LG
      Hummelchen
    • Sassy schrieb:

      Komischerweise waren sie meinen Eltern gegenüber viel offener. Naja ist ja nun auch egal. Jedenfalls habe ich mich aus irgendeinem Grund unwohl gefühlt und ich hatte den Eindruck, dass es was mit meinem Aussehen zu tun hat.

      Ein Eindruck ist immer etwas subjektives und kann täuschen. Wenn du tatsächlich der Meinung bist, dass 80 % aller Menschen den Körperbau mehr honorierten als die geistige, charakterliche Entwicklung eines Menschen, dann spricht viel dafür, dass du dich wirklich täuschst.

      Denn auch ich teile hier die Meinung und die Erfahrung von Itsme und Hummelchen, dass es ganz anders ist.

      Wenn sie deinen Eltern gegenüber offener sind als dir gegenüber, so liegt das vielleicht auch daran, dass es Freunde deiner Eltern sind und wegen deiner Eltern und nicht wegen dir da waren.

      Sassy schrieb:

      Meistens geht die auch auf, nur in diesem Falle haben sogar sechstündige Versuche ein Gespräch zu beginnen nichts genützt.

      Kannst du wirklich ausschließen, dass sie vielleicht genervt waren von einem sechsstündigen(!) Versuch, ein Gespräch zu beginnen, dass sie gar nicht mit dir führen wollten???
      Wenn ich Freunde besuche, unterhalte ich mich auch mit den Kindern, klar. Aber nicht nur und schon gar nicht permanent. Wenn eins dabei wäre, dass mir sechs Stunden lang versucht, ein Gespräch aufzuzwingen über den Beruf, nur weil die beste Freundin auch Medizin studiert, wäre ich - vorsichtig ausgedrückt - extrem genervt...
    • Sassy schrieb:


      Hab ich kein Problem mit. Ich komme ja auch nicht mit jedem klar. Nur ich habe damit ein Problem allein auf Äußerlichkeiten reduziert zu werden, egal ob in positiver oder negativer Weise.


      Irgendwann wirst du feststellen, dass einige Leute dich ablehnen, weil du die Nase mitten im Gesicht hast. Das passiert allen irgendwann. Da muss man sich keine großen Gedanken drüber machen.

      80 % der Menschheit werden dich nicht aufgrund deines Körpers ablehnen. Sonst müssten mich auch 80 % aller Menschen, die mir begegnen ablehnen. Das tun sie aber nicht. Den meisten bin ich schlichtweg egal. Warum auch nicht, denn ich bin nur des Zentrum meines eigenen Universums; die anderen Universen haben andere Zentren.

      Ich glaube dir, dass sie dich gemustert haben. Es gibt solche Menschen und sie können dir immer wieder begegnen. Mir hilft es meist, wenn ich diese Leute dann ebenso muster und ihnen dann entweder mit festem und neugierigen Blick direkt in die Augen schaue oder leicht ironisch grinse und sie mit Blicken in die Zange nehme. Und wenn sie die Augen niederschlagen, gucke sie einfach noch eine Weile an - du wirst sehen, dass sie plötzlich sehr geschäftig aus dem Fenster sehen oder sonstwas ansehen müssen. Nur dich nicht mehr. Allerdings musste ich das auch ein wenig üben, mit 22 hätte ich das noch nicht gekonnt.

      Was ich in solchen Situationen wie deiner auch ganz gerne mache, ist die Ohren spitzen und herausfinden, wo diese Leute ihre Schwachpunkte haben. Da lege ich dann auch schon mal den Finger rein. Vielleicht hatte diese Ärztin ja die Befürchtung, dass ihr Mann sie ablehnt, wenn sie nach drei Kindern nicht wieder eine mädchenhafte Figur hat. Einfach mal freundlich mitfühlend nachfragen... Mr. und Mrs. Perfect werden so manche Unperfektheit mit sich rumschleppen, auf die sie nicht angesprochen werden möchten.

      Dir sollte auch klar sein, dass du diese Leute nicht zu erziehen hast. So wie sie sind, sind sie für sich okay. Allerdings darfst du dich zur Wehr setzen, wenn du dich durch sie stark beeinträchtigt fühlst. Es ist eine feine Linie, aber es gibt sie.

      Und sich von anderen Leuten den Genuss des Pools versauen zu lassen, geht ja nun mal gar nicht. Auch nicht, wenn es nicht dein Haus ist sondern das deiner Eltern ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Honigbiene () aus folgendem Grund: Vertipperles

    • Hummelchen schrieb:

      Ich vermute mal, dass Itsme kein Alien ist :grins: sondern in der selben Welt lebt wie Du und ich. Und ich mache ähnliche Erfahrungen wie Itsme - ich glaube darüber solltest Du mal nachdenken (das ist nicht überheblich oder böse gemeint...)

      LG
      Hummelchen


      An meiner Äußerung war nichts böse gemeint...sie war eher leicht ironisch angehaucht. Es war eher eine Metapher für zwei Erfahrungswelten, in denen wir beide leben.

      Ich HABE nunmal sonstwas hinter mir, wegen meinem dick sein. Und das habe ich mir eben nicht alles eingebildet, weil ich zu sensibel bin.
      Natürlich gestehe ich allen anderen zu, gegensätzliche Erfahrungen zu machen.

      Aber für meine Biografie kann ich nunmal nichts. Noch weniger für den Faktor, dass bestimmte Erlebnisse die man gehabt hat den Charakter prägen. Sicher wurde ich sensibilisiert auf Menschen, die mich viell. ablehnen. Aber man kann das "Problem" doch nicht wegleugnen, indem man sagt "Ach das hatte bestimmt andere Gründe" Es ist nunmal Fakt, dass unsere Gesellschaft Dicke anders und oft abwertend behandelt. Ja...es gibt immer zwei Seiten; auch Leute, die das bestärken, indem sie sich so behandeln lassen. Und ja es wird einem oft leicht gemacht zu sagen "Die mögen mich nur nicht, weil ich dick bin!"
      Ich kann aber sehr wohl unterscheiden, ob mich jemand unsympathisch findet aufgrund meines Wesens, oder mich einfach erstmal ein paar Minuten von oben bis unten anstarrt, und dann keine Anstalten mehr macht mich als gleichberechtigten Kommunikationspartner geschweige denn als potenzielle neue Bekanntschaft in Betracht zu ziehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sassy ()

    • Sassy schrieb:

      An meiner Äußerung war nichts böse gemeint...sie war eher leicht ironisch angehaucht. Es war eher eine Metapher für zwei Erfahrungswelten, in denen wir beide leben.

      Ich HABE nunmal sonstwas hinter mir, wegen meinem dick sein. Und das habe ich mir eben nicht alles eingebildet, weil ich zu sensibel bin.
      Natürlich gestehe ich allen anderen zu, gegensätzliche Erfahrungen zu machen.

      Aber für meine Biografie kann ich nunmal nichts. Noch weniger für den Faktor, dass bestimmte Erlebnisse die man gehabt hat den Charakter prägen. Sicher wurde ich sensibilisiert auf Menschen, die mich viell. ablehnen. Aber man kann das "Problem" doch nicht wegleugnen, indem man sagt "Ach das hatte bestimmt andere Gründe" Es ist nunmal Fakt, dass unsere Gesellschaft Dicke anders und oft abwertend behandelt. Ja...es gibt immer zwei Seiten; auch Leute, die das bestärken, indem sie sich so behandeln lassen. Und ja es wird einem oft leicht gemacht zu sagen "Die mögen mich nur nicht, weil ich dick bin!"
      Ich kann aber sehr wohl unterscheiden, ob mich jemand unsympathisch findet aufgrund meines Wesens, oder mich einfach erstmal ein paar Minuten von oben bis unten anstarrt, und dann keine Anstalten mehr macht mich als gleichberechtigten Kommunikationspartner geschweige denn als potenzielle neue Bekanntschaft in Betracht zu ziehen.


      Sassy, hier werden eine Menge Menschen sein, die ebenfalls sehr sensibel sind und die ihre Biographie haben. Aber was nützt es dir, wenn dich alle bedauern? Und was nützt es dir, wenn du alle Ablehnung auf dein Gewicht beziehst? Das ist doch echt ein wenig billig oder findest du nicht? Das hast du doch gar nicht nötig.
      Und warum musst eigentlich mit allem möglichen Leuten in Kommunikation sein? Wähle doch ein wenig bedachter. Es gibt viele wunderbare Menschen da draußen. Warum verschwendest du so viel Zeit auf die, die dir weh tun?
    • Mich hat es nur, sagen wir mal leicht angenervt, dass ich eine Situation angesprochen habe, in der ich mich wegen meiner Figur diskriminiert gefühlt habe (ist mir übrigens lange nicht mehr passiert) und dann Kommentare in die Richtung kommen, dass ich mir das eingebildet hätte.

      Wenn ich in ein Obstgeschäft gehe und nach Erdbeeren verlange, will ich nicht die Vor und Nachteile von Kirschen erörtern, sondern bitte nur über die Erbeeren Bescheid wissen.

      Es haben nur sehr wenige geschrieben, wie ich in Zukunft mit solchen Situationen umgehen könnte. Ob ich allerdings den Mut aufbringe die Leute direkt zu fragen, ob sie irgendein Problem mit meinem Aussehen haben...wer weiß. :rolleyes:

      Es sollte auch einer relativ jungen Dicken durchaus einiges an Menschenkenntnis zuzutrauen sein, um einschätzen zu können, welche Hintergründe bestimmte Verhaltensweisen haben. Und wenn jemand erstmal wortlos vor einem stehen bleibt und man von oben bis unten ausgiebig gemustert wird...nunja da kann man nicht viel falsch verstehen.

      Auch ging es mir nicht darum bemitleidet zu werden, sondern eher um Tipps, wie ich in Zukunft mit Ablehnung, die mein Äußeres (das dick sein) betreffen umgehen kann. Denn es wird auch wieder solche Situationen geben, die mich verletzten und bis jetzt habe ich noch nie den Mut aufbringen können betreffende Personen mal direkt drauf anzusprechen.

      Was die Kommunikation betrifft: Wenn ich als Gast irgendwo eingeladen bin, versuche ich doch alle Gastgeber freundlich zu behandeln und schließe nicht jemanden per se aus, nur weil mir seine Erscheinung nicht passt. Was ist denn das bitte für ein Benehmen? Ich bin dort schließlich aufgewachsen und habe genau so meine Daseinsberechtigung wie meine Eltern, die den Besuch eingefädelt haben. Wieso sollte ich mich dann zurückziehen?! Versteh ich nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sassy ()

    • Sassy schrieb:

      Mich hat es nur, sagen wir mal leicht angenervt, dass ich eine Situation angesprochen habe, in der ich mich wegen meiner Figur diskriminiert gefühlt habe (ist mir übrigens lange nicht mehr passiert) und dann Kommentare in die Richtung kommen, dass ich mir das eingebildet hätte.


      Du hast eine für mich falsche, verallgemeinernde Äußerung getätigt und nicht um einen situationspezifischen Rat gebeten.

      Sassy schrieb:


      Wenn ich in ein Obstgeschäft gehe und nach Erdbeeren verlange, will ich nicht die Vor und Nachteile von Kirschen erörtern, sondern bitte nur über die Erbeeren Bescheid wissen.


      Das ist ein Forum, hier schreiben Menschen was sie denken und nicht das was du hören möchtest und ich bin nicht der Verkäufer vom Erdbeerland.



      Sassy schrieb:


      Es sollte auch einer relativ jungen Dicken durchaus einiges an Menschenkenntnis zuzutrauen sein, um einschätzen zu können, welche Hintergründe bestimmte Verhaltensweisen haben. Und wenn jemand erstmal wortlos vor einem stehen bleibt und man von oben bis unten ausgiebig gemustert wird...nunja da kann man nicht viel falsch verstehen.


      Erstens kann man das schon und zweitens hast du das nirgends geschrieben, woher soll man davon wissen?

      Sassy schrieb:


      Es haben nur sehr wenige geschrieben, wie ich in Zukunft mit solchen Situationen umgehen könnte.


      Sassy schrieb:


      Was die Kommunikation betrifft: Wenn ich als Gast irgendwo eingeladen bin, versuche ich doch alle Gastgeber freundlich zu behandeln und schließe nicht jemanden per se aus, nur weil mir seine Erscheinung nicht passt. Was ist denn das bitte für ein Benehmen? Ich bin dort schließlich aufgewachsen und habe genau so meine Daseinsberechtigung wie meine Eltern, die den Besuch eingefädelt haben. Wieso sollte ich mich dann zurückziehen?! Versteh ich nicht.


      Ich denke, dass für dieses Paar deine Eltern und nicht du die Gastgeber waren oder ist das dein Haus? Vielleicht wollten die sich in Ruhe unterhalten und das ging nicht.

      Zurückziehen wäre eine Möglichkeit mit Leuten umzugehen, die dir keinen Respekt entgegenbringen.

      Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel wie man 6 h versucht mit Leuten im Gespräch zu bleiben, von denen man verachtet wird und die kein Interesse an Gesprächen haben. Das hat was von Masochismus.
    • @ Sassy

      Entschuldige, ich wollte dich mit meiner Sichtweise nicht verletzen, sondern dir damit einfach nur mitteilen, dass es völlig normal ist, auch mal abgelehnt zu werden, auch von Bekannten, womöglich sogar wegen des Äußeren, das nehme ich für mich auch in Anspruch.
      Es gibt Menschen, die sagen mir auf den ersten Blick nicht zu, das ist aber fast immer eine Mischung aus Aussehen und Ausstrahlung.

      Was ich bei dir herauslese ist, dass du sehr darauf erpicht bist, diese von dir wahrgenommen Ablehnung dann noch zu drehen, durch Gespräche durch "nett sein", "Interesse" zeigen, das ist ja per se nichts schlechtes, aber ich finde einfach, das hat man nicht nötig. Auch die anderen können Interesse zeigen und man ist nicht verpflichtet sich mit jemandem gut Freund zu machen, der ganz offensichtlich sehr reserviert ist.
      Blöde Situation, weil es nunmal der Besuch deiner Eltern war und sicher, nicht sonderlich umsichtig von den beiden, wenn es wirklich so unverhohlen geschehen ist.
      Wieviel davon böswillig, nachlässig oder einfach unbewusst gelaufen ist, kann man ja so nicht beurteilen.

      Ich kenne solche Situationen selber, es gibt eine Nachbarin meiner Mutter, die mir gegenüber immer sehr reserviert und desinteressiert ist.
      Ich gehe mal davon aus, dass sie mich einfach nicht sonderlich mag. Das ist doof, aber es ist so, dass ihr mein Äußeres womöglich ebenso nicht zusagt ist durch gewisse Hinweise relativ wahrscheinlich.
      Ja, es ist blöd aber mir mitlerweile recht egal, da ich da gar nicht mehr lebe.
      Es ist für dich etwas schwieriger, weil du noch keinen eigenen Haushalt hast. Bei mir zuhause würde mir sowas einmal passieren, danach würden die Leute dann einfach nicht mehr eingeladen.


      Die Frage, die ich dir nur stellen mag, warum möchtest du, dass diese Leute sich für dich interessieren? Ist nicht davon auszugehen, dass du sie ohnehin zukünftig kaum noch treffen wirst? Mit der Zeit ist man doch immer seltener bei solchen Treffen dabei...

      Wie du damit umgehen könntest.
      Hm, mit deinen Eltern darüber reden, dass du es unangenehm fandest, dass ihre Gäste dich an der Grenze zur Unhöflichkeit haben auflaufen lassen.
      Sie nach ihrem Empfinden fragen, viellleicht relativiert das deinen Eindruck etwas.
      Nach Möglichkeit einfach bei einem weiteren Treffen etwas besseres vorhaben.
      Dich einfach damit abfinden, dass es immer mal wieder jemanden geben wird, der dich aus welchen Gründen auch immer, ablehnen wird.+
      Die anderen dürfen das, auch wegen Äußerlichkeiten, man muss das nicht gut finden, aber damit leben muss man schon.
      Wie gesagt, es kann einfach niemand dazu gezwungen werden, sich mit dir näher zu befassen, der dies nicht möchte. Es gibt einfach keinerlei moralische Verpflichtung dazu.
      Ich finde es nicht nett von ihnen, aber wenigstens weißt du dann, woran du bist.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Sassy, wenn du schon in deiner Kindheit wegen deiner Figur abgelehnt wurdest, solltest du das irgendwann verarbeiten. Ich hatte auch solche Erfahrungen, und sie haben mir noch vor 10 Jahren sehr weh getan.

      Ich bin der Meinung, auch wenn es fuer einige hier zu esoterisch klingen mag, dass wir im Leben immer wieder aehnliche Erfahrungen machen, bis wir (hoffentlich!) gelernt haben, mit diesen Erfahrungen richtig umzugehen.

      Herr und Frau Dr. waren da, um dich daran zu erinnern, dass du einige Erfahrungen aus der Vergangenheit noch nicht verarbeitet hast (auch wenn sie das natuerlich nicht wussten).

      Mit Vergangenheit sollte man Frieden schliessen. Das ist allerdings sehr individuell. Mir hilft es immer zu verstehen, warum Leute mir gegenueber so und so gehandelt haben. Unter Anderem suche ich immer meinen eigenen Anteil an der Geschichte -- und meistens finde ich ihn, obwohl nicht immer.

      Verstaendnis fuehrt bei mir zwar nicht zum Verzeihen, aber ich kann troztdem eine unangenehme Erfahrung abhaken, sobald ich sie verstanden habe.

      Andere Leute brauchen nichts zu verstehen, sie machen alles ueber Emotionen und verzeihen der Person, die ihnen unrecht getan hat. Dazu gibt es Uebungen. Aber bei mir funktioniert sowas nicht.
    • Sassy schrieb:

      Leider hatte ich es oft mit sehr direkten Menschen zu tun, die mir offen sagten, dass sie mich wegen meiner Figur ablehnten. Ging schon im Grundschulalter los... :mad:


      Bei mir schon im Kindergarten - wo ich ständigen Hänseleien (von fast der gesamten Gruppe, nicht nur einzelnen!) ausgesetzt war wegen meiner Figur und leider die Erfahrung machen musste, dass man solch einem Verhalten schutzlos ausgeliefert ist (sprich, die Erzieherinnen haben nie klargestellt, dass so ein Verhalten nicht in Ordnung ist). Von daher verstehe ich Dich vollkommen.

      Ist zwar schön, dass es hier einige zu geben scheint, die solche Erfahrungen nicht machen mussten - anderen diese Erfahrungen aber als eingebildet und als nur subjektive bzw. selektive Wahrnehmung abzusprechen, finde ich etwas überheblich. Dass man etwas falsch interpretieren kann, heißt ja noch lange nicht, dass das immer so sein muss. Und solche Erfahrungen, gerade wenn sie schon sehr früh gemacht wurden und man weder im Elternhaus noch sonstwo entsprechende Unterstützung erhalten hat, prägen eben die Lebenswirklichkeit. Was nicht heißt, dass man neue Erfahrungen bzw. deren Interpretation nicht mehr infrage stellen sollte!

      Sassy schrieb:


      Aber für meine Biografie kann ich nunmal nichts. Noch weniger für den Faktor, dass bestimmte Erlebnisse die man gehabt hat den Charakter prägen. Sicher wurde ich sensibilisiert auf Menschen, die mich viell. ablehnen. Aber man kann das "Problem" doch nicht wegleugnen, indem man sagt "Ach das hatte bestimmt andere Gründe"

      Sehe ich auch so.

      Trotzdem finde ich auch:

      Muminfrau schrieb:


      Mit Vergangenheit sollte man Frieden schliessen. Das ist allerdings sehr individuell. [...]
      Verstaendnis fuehrt bei mir zwar nicht zum Verzeihen, aber ich kann troztdem eine unangenehme Erfahrung abhaken, sobald ich sie verstanden habe.
    • Bei mir ist es so: Seitdem ich die Haenseleien aus der Kindheit und Ablehnung aus Jugendjahren verarbeitet habe, passieren mir solche Dinge nicht mehr.

      Man kann es selektive Wahrnehmung nennen, aber ich habe dafuer eine andere Erklaerung: So ein Vorfall wie Sassy ihn beschreibt ist bestimmt an sich sehr unangenehm, aber nach der Verarbeitung der Vergangenheit weckt er keine Emotionen und Gefuehle mehr, die man als Kind oder Jugendliche in aehnlichen Situationen hatte.

      Da es kein emotionales "Klebeband" mehr gibt, klebt man am Ereignis nicht mehr fest und kann es getrost aus dem Kopf werfen.

      So eine "selektive Wahrnehmung" finde ich vernuenftig und gesund. :)
    • Lea schrieb:



      Ist zwar schön, dass es hier einige zu geben scheint, die solche Erfahrungen nicht machen mussten - anderen diese Erfahrungen aber als eingebildet und als nur subjektive bzw. selektive Wahrnehmung abzusprechen, finde ich etwas überheblich.



      Ich habe durchaus solche Erfahrungen machen müssen. Ich hatte eine Mutter die keinen Bock auf ihre Kinder hatte, der das Äußere am allerwichtigsten war, die uns als Babys schon auf Diät gesetzt hat und es zugelassen hat, dass unser alkoholkranker Stiefvater uns misshandelt hat.

      Ich habe viel Ablehnung (auch aufgrund äußerlicher Merkmale) erlebt. Daher kann ich schon verstehen, wie Sassy sich fühlt.

      Allerdings glaube ich, dass solche Erfahrungen die Wahrnehmung verzerren.

      Mir hat eine Therapie geholfen mit meiner Vergangenheit Frieden zu schliessen. Und seit dem ich mit mir im Reinen bin und mich so liebe wie ich bin, passiert es mir nur noch höchst selten, dass ich aufgrund meines Gewichts angefeindet werde. Und wenn, dann tut es (außer ich habe einen ganz miesen Tag) überhaupt nicht mehr weh.