Wut und Enttäuschung

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    • Wut und Enttäuschung

      Diejenigen unter euch, die schon beim unaussprechlichen Forum dabei waren, erinnern sich vielleicht. Ich gehe zu einem Medizinischen Fitnesstraining und besuche in der gleichen Einrichtung zwei Pilates-Kurse.

      Bisher hatte ich immer das Gefühl, als Dicke dort gut aufgehoben zu sein. Dann gestern der Schock: Als ich zum Kurs gehe, sehe ich im Schaukasten das Foto (ca. 20 x 30 cm) eines Nilpferdes* hängen und darunter geschrieben:

      Speck weg?
      Kommen Sie zu uns.

      Leider war gerade niemand der fest angestellten Mitarbeiter zu fassen, vielleicht auch gut so, hätte sonst evtl. Tote gegeben!

      Nun, ich habe jedenfalls heute schon mal meine Kündigung geschrieben. Ja, so kann man sich irren: statt Kunden mit gar so witzigen Ideen zu ködern, verliert man welche ...

      *Besonders unsensibel im Hinblick auf die dort trainierenden dicken Kinder, die müssen sich bestimmt schon genug Tier-Vergleiche anhören.
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    • Das ist ja wohl eine derbe Form der Beleidigung an der dickeren Kundschaft. Im Zweifelsfall reagieren die dann mit sowas wie: "Ach, verstehen Sie denn keinen Spaß?" auf jemanden, der sich über die Geschmacklosigkeit des Bildes beklagt.

      Ob eine direkte Kündigung der richtige Weg ist, halte ich für fraglich. Damit ist weder für Dich was gewonnen noch für die. Du fühlst Dich zwar als moralischer Sieger, aber die anderen lernen daraus nichts.
      Ich würde eher das Thema offen gegenüber Mitarbeitern dort zur Sprache bringen und darauf hinweisen, dass Du eine Kündigung in Erwägung ziehst, weil ein nicht gerade kleiner Teil ihrer Kunden derart diffamiert wird! Gib ihnen die Chance, ihren Fehler zu korrigieren. Sie leiden in dem Studio eindeutig unter einer Unfähigkeit empathisch mitzudenken - in dem Punkt kannst Du ihnen etwas beibringen! Als Betroffene hast Du einen offenen Blick für das, was andere Dicke beleidigen könnte, außerdem bist Du nicht auf den Mund gefallen und könntest dazu beitragen, dass denen sowas zukünftig nicht wieder passiert.
      [SIZE=1][CENTER]Accepting oneself does not preclude
      an attempt to become better.
      — Mary Flannery O'Connor

      You must learn from the mistakes of others.
      You can't possibly live long enough to make them all yourself.
      — Sam Levenson
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    • Ich würde eher das Thema offen gegenüber Mitarbeitern dort zur Sprache bringen


      Das habe ich auf jeden Fall auch vor, mit denen Tacheles zu reden. Ich fürchte aber, das bringt nichts, ich habe da schon schlechte Erfahrung gemacht:

      Es ging darum, dass die Pilates-Kurse zu voll sind und einige andere und ich haben vorgeschlagen, einen dritten einzurichten und die Höchstteilnehmerzahl von 10 auf 8 zu senken. Was ist passiert? Jetzt stehen jeweils bis zu 13 Leute auf den Listen!

      Was mich aber vor allem ärgert, ist mal wieder die Unterstellung, dass Dicke nur Sport treiben sollten (wollen sollten?), um abzunehmen, wo wiederum hinter steht, dass man mit Übergewicht ein nicht vollwertiger Mensch ist, was man ganz schnell ändern müsse, ist ja auch sooo einfach.

      Ich habe bei der Eingangsuntersuchung klar gemacht, dass es mir gar nicht ums Abnehmen um jeden Preis geht, sondern darum, meine allgemeine Fitness zu verbessern, damals hat man das kommentarlos akzeptiert und so steht es auch als Trainingsgrund in meinem Datensatz.

      Und jetzt das! Ist man nirgendwo mehr sicher vor dem Abnehmzwang?
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    • Also, es ist ja klar, auf welche Zielgruppe diese Werbemaßnahme abzielt, gelle? Die Kleidergrößen-Hysterikerinnen. Die, die im Handtäschchen Süßstofftablettchen mitführen, falls ein Café nur ordinären Zucker im Angebot hat und die eine Beruhigungstablette brauchen, wenn sie abends 300 g mehr wiegen als mittags.

      Ich denke, in der Gesellschaft solcher Klientel würde ich mich nicht wohl fühlen. Ich würde mich auch nicht wohl fühlen, wenn ich den Eindruck hätte, dass diese Klientel die gesuchte, umworbene Kundschaft ist, während für mich (als bereits vorhandene Kundschaft) nichts getan wird. Ich persönlich habe mir ein an ein Klinikum angeschlossenes Studio gesucht, wo teilweise auch Reha-Patienten sind und ältere Leute - nicht das Alptraum gewordene Fitnessstudio-Klischee-Barbiepüppchen und der Muskelmann.

      Ich glaube allerdings auch nicht, dass ich mich ernsthaft persönlich beleidigt fühlen würde durch dieses Plakat. Einfach, weil ich mich gar nicht angesprochen fühlte, weil das Nilpferd mich nicht zur Identifikation einlädt :rolleyes: und weil ich auch der "Speck weg"-Slogan keinerlei Appell-Charakter für mich hätte. Frei nach dem Motto "That don't impress me much". Ich würde mich gar nicht betroffen fühlen, glaube ich. Ich würde höchstens, wenn ich das Plakat überhaupt sähe, Bedauern empfinden für Menschen, deren Selbstwahrnehmung sie tatsächlich als Nilpferd vorstellt...
    • Sophonisbe schrieb:


      Ich denke, in der Gesellschaft solcher Klientel würde ich mich nicht wohl fühlen. Ich würde mich auch nicht wohl fühlen, wenn ich den Eindruck hätte, dass diese Klientel die gesuchte, umworbene Kundschaft ist, während für mich (als bereits vorhandene Kundschaft) nichts getan wird. Ich persönlich habe mir ein an ein Klinikum angeschlossenes Studio gesucht, wo teilweise auch Reha-Patienten sind und ältere Leute - nicht das Alptraum gewordene Fitnessstudio-Klischee-Barbiepüppchen und der Muskelmann.


      Ein solcher Laden ist es auch gar nicht, es handelt sich um eine Physiotherapie-Praxis, die dieses Training anbietet. Die Klientel ist die gleiche wie bei dir, darum ja der Schock. Ich hätte von denen so etwas nie erwartet.

      Ich glaube allerdings auch nicht, dass ich mich ernsthaft persönlich beleidigt fühlen würde durch dieses Plakat. Einfach, weil ich mich gar nicht angesprochen fühlte, weil das Nilpferd mich nicht zur Identifikation einlädt :rolleyes: und weil ich auch der "Speck weg"-Slogan keinerlei Appell-Charakter für mich hätte. Frei nach dem Motto "That don't impress me much". Ich würde mich gar nicht betroffen fühlen, glaube ich. Ich würde höchstens, wenn ich das Plakat überhaupt sähe, Bedauern empfinden für Menschen, deren Selbstwahrnehmung sie tatsächlich als Nilpferd vorstellt...


      Nee, persönlich angegriffen fühle ich mich auch nicht. Dennoch: Wenn ich mir vorstelle, ich würde mich jetzt da anmelden wollen und diese "Werbung" sehen, dann würde ich sofort wieder weggehen. Gerade weil ich mich nicht als Nilpferd sehe, würde mich das nicht als Kundin locken. Und es bleibt immer noch bei der unterschwelligen Botschaft:

      "Dicksein ist nicht akzeptabel."


      Aber vor allem sind da die Kinder, wie ich schon geschrieben habe.

      Immerhin habe ich es heute geschafft, jemanden zu greifen. Zunächst wusste der Physio gar nicht, was ich meinte und musste selber erst mal gucken gehen. Dann kam er zurück - mit einem sehr amüsierten Grinsen. Als ich ihm meine Vorbehalte erklärt habe, wurde das Grinsen noch breiter, ich sah förmlich auf seiner Stirn "Fatty regt sich auch, wie lustig." stehen. Er sagte dann, dass er das bei einer Mitarbeiterbesprechung vorbringen werde, aber dass er auch nicht glaube, dass es abgehängt wird. "Warum auch, ist doch eigentlich ganz lustig, das Foto." Ich darauf: "Ja, wenn man selber nicht betroffen ist, ist einiges lustig - z. B. auch Türkenwitze ..." Dann habe ich mich verabschiedet und bin gegangen, ziemlich sauer.

      Mein Mann ist noch zum Fitnesstraining dort geblieben und hat mir später erzählt, dass der Physio sich bei ihm doch noch für das Foto entschuldigt habe. Vielleicht setzt ja doch ein Denkprozess ein, mal abwarten.
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    • hallo lunix,

      im unsagbaren forum gibt es eine userin, die auf ihrer privaten homepage ihren abnehmerfolg dokumentiert. bei den vorher-bildern stehen so selbstverletzende kommentare wie

      "Wieder einmal wurde ein Wal am Strand angespült...."

      ich würde so lange wirbel machen, bis sie das bild abgehängt haben.
      es ist eine frechheit.

      lg, christine
    • Ich kann Lunix' Ärger gut nachvollziehen und finde es richtig, bei den Verantwortlichen entsprechende Kritik zu üben.

      Und mal ganz am Rande:
      Was wäre das Nilpferd eigentlich, wenn es rank und schlank würde? Richtig: Es wäre tot.

      Seit Anfang August bin ich (wie schon erwähnt) in diesem "Mollig und mobil" Sportkurs und war ehrlich gesagt am ersten Abend ziemlich angesäuert, als sich nach dem Sport, im Umkleideraum, das Gespräch nur um das Thema Abnehmen drehte. Selbst die Kursleiterinnen redeten munter mit - wie viele Kalorien stecken in welchem Getränk und ob wohl die Methode des Schwimmers, der vor ein paar Wochen solche Schlagzeilen machte, weil er so viel abgenommen hatte und dann einen Rekord brach, sich für jedermann eignet oder nicht usw. usf. Furchtbar.

      Zum Glück gab's das nur dieses eine Mal; seitdem wurde nicht mehr davon gesprochen. An jenem ersten Abend habe ich ja noch (mit Mühe) meine Klappe gehalten - wäre es an den nächsten Abenden in dem Tenor so weitergegangen, hätte ich meinen Senf dazu gegeben.

      Daß ich einen Sportkurs für Mollige besuche, bedeutet, daß ich trotz meines Gewichts fit sein und bleiben und mich bewegen möchte. Es heißt aber keineswegs, daß ich mein Gewicht unbedingt reduzieren will.
    • Hmmm... ich kann mir nicht helfen, aber irgendwo, irgendwie... ist es doch logisch, dass so ein Fitnessstudio wirbt mit einer Botschaft, die bei möglichst vielen Menschen ankommt. "Dick sein ist nicht akzeptabel" ist eine solche Botschaft. Weil es die meisten Menschen in ihrer Meinung bestärkt.

      Darüber, dass sie diese Botschaft auf ziemlich geschmacklose Weise verpacken, darüber brauchen wir uns nicht streiten. Mir stellt sich aber eher die Frage "Warum zieht diese Botschaft so gut?" als "Warum werben die mit sowas?"
    • Rascha schrieb:

      Selbst die Kursleiterinnen redeten munter mit - wie viele Kalorien stecken in welchem Getränk und ob wohl die Methode des Schwimmers, der vor ein paar Wochen solche Schlagzeilen machte, weil er so viel abgenommen hatte und dann einen Rekord brach, sich für jedermann eignet oder nicht usw. usf.Furchtbar.


      Wenn es sich bei dem Schwimmer um einen Herrn Warnecke handelt: der hat (noch) so ein Wunderpülverchen entwickelt. Übrigens ist er von Beruf Arzt und sollte es eigentlich besser wissen. Aber auch hier gilt wohl: Kein Widerspruch ist groß genug, wenn sich damit Profit erzielen lässt.

      Daß ich einen Sportkurs für Mollige besuche, bedeutet, daß ich trotz meines Gewichts fit sein und bleiben und mich bewegen möchte. Es heißt aber keineswegs, daß ich mein Gewicht unbedingt reduzieren will.


      Genau, aber vor allem - und da bin ich hier sicherlich nicht die einzige - will ich nicht mehr unbedingt abnehmen, weil ich nicht noch mehr zunehmen möchte.

      Dieses Argument werden sie sich sicher von mir anhören müssen, falls das Thema nochmal angesprochen wird.
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    • @stübbken

      Nun, natürlich lässt sich die Frage, die sich mir stellt, relativ leicht beantworten: Die Botschaft, dick sein sei nicht akzeptabel, zieht so gut, weil einem diese Botschaft eingebleut wird, noch bevor man diesen Satz denkerisch erfassen und hinterfragen kann. Und so wird er dann zur inhinterfragten Wahrheit im Kopf. Natürlich kann man dann noch auf Pharmaindustrie und Ärzte zeigen, die an diesem Satz gut verdienen.

      Die Frage stellt sich mir auch ein bisschen anders: Warum sind so viele Menschen (hauptsächlich wohl Frauen?) bereit, ein solches Bild zu sehen, dann zu denken "Oh Gott, ich sehe aus wie ein Nilpferd, ich bin eklig, ich bin abstoßend!" und sich dann stante pede für den nächsten Sportkurs einzutragen? Warum wird es so bereitwillig aufgenommen, wenn ein anderer sagt, ich müsste mich selbst oder auch nur bestimmte Eigenschaften von mir ablehnen? Warum ist die Bereitschaft für Selbsthass so groß? *Das* ist es eigentlich, was ich mich frage. Ganz ernsthaft frage.
    • Wenn es sich bei dem Schwimmer um einen Herrn Warnecke handelt


      Ja, genau der war's. Danke! Der Name war mir entfallen.

      Übrigens ist er von Beruf Arzt


      Yep, so isses. Und genau das wurde bei dem Gespräch im Umkleideraum als positives Argument verwendet ... ist einer Dr. med., herrscht immer noch der reinste Götterglaube.

      und sollte es eigentlich besser wissen.


      Das habe ich mir auch im Stillen gedacht. Nun, wir wissen ja, was wir davon zu halten haben.

      Wie gesagt, ich habe mich zurückgehalten ... käme die Diskussion noch einmal auf, gäbe ich allerdings energisch meinen Senf dazu.

      Warum ist die Bereitschaft für Selbsthass so groß?


      Weil den Menschen tagtäglich von den Medien und insbesondere von der Werbung eingebleut wird, sie seien nicht ok, so wie sie sind. Zufrieden "darf" man nur sein, wenn man ordentlich Kohle hat, sich tausend überflüssige Produkte leisten kann, die andere reich machen, und wenn man dem propagierten Schönheitsideal so weit wie möglich entspricht.

      Individualität und Zufriedenheit mit sich selbst, unabhängig von Normen, Idealen, Vorgaben und dem Volumen der Brieftasche, stehen in dieser Gesellschaft, deren Werte vom schnöden Mammon diktiert werden, nun einmal nicht hoch im Kurs. Damit läßt sich ja kein nennenswertes Geld verdienen.

      Mit der 27.894sten Diät, dem 5.830sten Wundermittel, mit unzähligen Kosmetikprodukten (wozu zum Teufel brauchen wir schätzungsweise 453 verschiedene Lippenstifte und 328 verschiedene Shampoos?), mit allen möglichen "Wellness"-Angeboten, mit extrem schnellebigen Modetrends, mit dem Schönheits-OP-Boom usw. usf. hingegen läßt sich massenhaft Kohle verdienen - also mit der Unzufriedenheit, die so viele Menschen angesichts der Massensuggestion künstlicherweise entwickeln.

      Darum geht es doch vor allem - Wünsche wecken, Begierden wecken (und dazu gehört nun mal: Unzufriedenheit mit dem, was man hat), Produkte verkaufen. Und zig Millionen Menschen fallen darauf herein.

      Glaube mir, ich weiß ganz gut, wovon ich spreche. Immerhin habe ich eine Ausbildung zur Fachkauffrau für Marketing. Und ich bin heilfroh, nicht mehr in dem Metier zu arbeiten - es geht mir ganz fürchterlich gegen den Strich.
    • Hmmm... Danke, Rascha, dass Du versuchst, mir meine Frage zu beantworten. Mir ist schon klar, dass sich Unsummen verdienen lassen, wenn man Menschen das Gefühl von Unzulänglichkeit einredet, welchem nur mit Konsumkonsumkonsum zu begegnen sei. Warum diejenigen, die etwas verkaufen wollen, handeln wie beschrieben, ist mir also völlig klar.

      Aber warum machen wir da mit? Warum lassen wir uns diese Unzulänglichkeit einreden? Warum funktioniert das? Woher diese Manipulierbarkeit? :confused:

      Gruß, die vielleicht etwas begriffsstutzige Sopho

      P. S.: Sorry, Lunix: Ich schätze mal, Du hast dieses Thema nicht eröffnet um mir eine Möglichkeit zu geben, mein Unverständnis zu artikulieren...
    • Warum "wir" da mitmachen? Gute Frage!

      Vermutlich u. a. deshalb, weil es einfacher ist, die (vermeintliche) Verantwortung für die eigene Zufriedenheit anderen zu überlassen oder zu übergeben, als sie selbst zu übernehmen. Das dürfte eine der Hauptursachen dafür sein, daß Menschen sich recht gut manipulieren lassen.

      "Instant Satisfaction" scheint sooo einfach zu erreichen zu sein, zumindest wird uns das ständig eingeredet. Kaufe dieses oder jenes Produkt, dann geht es dir gleich viel besser und du hast massig Freunde ... wer kann dieser freudigen Botschaft klaren Sinnes widerstehen?
    • P. S.: Sorry, Lunix: Ich schätze mal, Du hast dieses Thema nicht eröffnet um mir eine Möglichkeit zu geben, mein Unverständnis zu artikulieren...

      Kein Problem, das ist schließlich nicht off-topic. :)

      Heute bekam ich einen Anfruf vom Chef des Etablissements. Er war ziemlich nervös und sagte, dass er die Reklame gleich abgehängt habe, als sein Mitarbeiter ihm von meiner Reaktion erzählt hat.

      Wie er mir erklärte, hat er selber das Bild aufgehängt (gerade von ihm hätte ich mehr Sensibilität erwartet, naja), weil ihn öfter Leute angesprochen hätten, er solle den Schaukasten etwas kreativer gestalten. Er habe das für eine lustige Idee gehalten und nicht im Traum dran gedacht, dass es jemanden beleidigen könnte. Das glaube ich ihm, er hat gedankenlos gehandelt, aber er ist bestimmt nicht boshaft. Dann hat er sich sogar noch ausdrücklich für die Kritik bedankt.

      Ich habe ihm natürlich noch einmal meinen Standpunkt erklärt und er hat meine Argumente auch spürbar ernst genommen, sehr im Gegensatz zu seinem Mitarbeiter. Der spezielle Hinweis auf die dicken Kinder schien ihn sogar richtig betroffen gemacht zu haben.

      Jetzt bin ich froh, dass das erstmal geklärt ist. Nur habe ich dummerweise vor Überraschung über den Anruf vergessen, ihn zu fragen, wieso überhaupt mit "Speck weg?" geworben wird. Werde ich ihn mal drauf ansprechen, wenn ich ihn persönlich sehe, das Thema ist so wahrscheinlich auch besser zu diskutieren als am Telefon.

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    • Hallo Lunix,

      ich gebe Dir auf jeden Fall recht :daumen:

      Ich suche ja noch immer eine solche Einrichtung, die ich mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren kann.

      Ein solches Plakat würde mich auf keinen Fall dazu bewegen mich dort anzumelden! :mad:

      Francis
    • Guten Abend,

      also ich muss ehrlich gestehen (auch wenn ich jetzt gegen den Strom schwimme), dass ich an solch einer Werbung nichts Schlimmes oder gar Verletzendes finden kann. Ein Nilpferd ist doch ein ganz possierliches Tierchen :baeh2:

      Liebe Grüße
      Ronja, die Nilpferde hübsch findet :D