Dicke kommen in die Hölle

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    • Ryana schrieb:

      wenn man gar nichts tut und niemand mehr über einen redet , ist man so gut wie tod , aber wenn sie über einen reden , lebt man noch .


      Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Klar wird geredet und es gibt sicher so manches an jedem, über das sich zu reden lohnt. Das ist auch okay, aber die böse Art des gehässigen Redens, hinter dem Rücken entsetzlich herzuziehen (muss die eigentlich so dick sein usw...) aber nach vorn immer lieb und nett, die kann ich nicht ab.

      Und man bekommt es mit, wenn jemand so drauf ist. Mit solchen Menschen will ich einfach nix zu tun haben und das zeige ich auch. Aus dem Alter, in dem ich jedem gefallen wollte, bin ich lange raus. Im Gegenteil, heute würde ich mir von einigen Leuten vebitten, mich zu mögen:)
      [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="2"][COLOR="Blue"]Viele Grüße
      Pamina
      [/COLOR][/SIZE][/FONT]

      [FONT="Comic Sans MS"]Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exypery)[/FONT]
    • Darcy
      Ach weißte, ich denke inzwischen hat jeder kapiert, dass Du hier nur Bestätigung haben willst und keine ernsthafte Auseinandersetzung, in der auch mal Kritik geäußert wird.


      Wer ist denn "jeder"?
      Ich persönlich sehe das nicht so und möchte in Dein "jeder" nicht mit einbezogen werden, denn ich habe nicht das Gefühl, das Ryana nur Bestätigung möchte und eine ernsthafte Auseinandersetzung scheut. Im Gegenteil, sie setzt sich sehr mit ihrer Vergangenheit auseinander und ist auf jedes unserer Worte eingegangen so gut es ging.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ach Darcy. Mag sein, dass du so stark bist, dass du "ernsthafte Auseinandersetzungen" problemlos durchstehst oder sogar genießen kannst.

      Es soll aber tatsächlich Menschen geben, die einfach (noch) nicht die Kraft haben, sich "auseinanderzusetzen", sondern für die es schon einen enormen Kraftakt bedeutet, erst einmal ihre Gedanken zu sortieren und klar darzustellen. So wie Ryana schreibt, ist sie genau in dieser Phase des Sammelns. Hier zu unterstellen, "nur Bestätigung zu suchen" mag von der Tatsache her der Realität entsprechen. Klar braucht jemand gelegentlich Bestätigung. Allein um überhaupt aus einem schwarzen Loch heraus zu kommen.
      Daraus aber einen Vorwurf zu machen, so nach dem Motto, dann ist diese Userin nicht wert, dass ich mich mit ihren Problemen beschäftige, finde ich einfach unsolidarisch.
      Du hast sicher auch schon Phasen voller Selbstzweifel gehabt, in denen es dir absolut mies ging, und in denen du Zuspruch und Bestätigung im Sinne von "Du bist auf dem richtigen Weg" gebraucht hast, um überhaupt noch weitermachen zu können. Wenn nicht, schätze dich glücklich.

      Ich jedenfalls finde nichts Negatives dabei, wenn jemand in diesem Forum sein Herz ausschüttet und Bestätigung, Mitgefühl, Verständnis sucht.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Bestätigung im Sinne von "Du bist auf dem richtigen Weg" gebraucht hast, um überhaupt noch weitermachen zu können.


      Um diese Art der Bestätigung ging es (glaube ich) Darcy aber nicht. Und auch wenn ich Darcys Ton manchmal als etwas zu harsch empfinde steckt, in ihrer Aussage doch einiges an Wahrheit - die sich anzuschaúen für Ryana lohnenswert sein könnte.
    • Sophie schrieb:


      Ich jedenfalls finde nichts Negatives dabei, wenn jemand in diesem Forum sein Herz ausschüttet und Bestätigung, Mitgefühl, Verständnis sucht.


      Nein, das sicher nicht.
      Ich schrieb ja schon, dass ich Darcys erste Antworten sehr hart fand ... aber in der Sache hat sie durchaus Recht.

      Es ist eben ein Unterschied, ob man etwas unter dem Vorzeichen: "Ich will mir einfach mal was vom Herz reden" postet oder ausdrücklich um inhaltliche Stellungsnahme bittet wie Ryana das tat.

      In ihrem ersten Beitrag betonte sie, dass sie das Thema zwar noch beschäftige, sie aber innerlich im Grunde schon darüber weg sei.

      Wenige Beiträge später zeichnet sie das Bild einer Gemeinde, das bedrückend, ja geradezu beängstigend ist. Sie schreibt von der Ausgrenzung Homosexueller, davon dass kranke Menschen abgehalten werden zum Arzt zu gehen. Sie berichtet, dass in der Gemeinde pausenlos getratscht und gelästert wurde, dass niemand sich traute öffentlich die Wahrheit zu sagen. Sie schreibt von Geld, von Macht, von Gehirnwäsche ....

      Da sie, erst nachdem sie nicht mehr in die Gemeinde gehen konnte von ihrer eigenen Ausgrenzung erfuhr und erst dann der Bruch mit der Gemeinde stattfand, waren ihr doch die anderen Dinge offenbar vorher auch schon mehr oder weniger klar.

      Dass sie erst so spät "aufgewacht" ist, erst als sie selbst betroffen war, kann ich durchaus nachvollziehen (das habe ich so auch schon zwei mal geschrieben), dennoch glaube ich nicht dass man Ryana ernsthaft etwas Gutes tut, wenn man sie in ihrem Gefühl ein reines Opfer zu sein bestärkt.

      Natürlich ist es gut, dass sie sich von der Gemeinde gelöst hat, natürlich ist das ein schwerer Schritt ... aber irgendwann sollte dann eben auch die Frage danach kommen, wie das alles geschehen konnte. Und sei es nur um nicht nochmal in ein solches Fahrwasser zu geraten.

      Denn Ryanas Erkenntnis:

      Zitat Ryana, Beitrag #13
      Plötzlich bist du ausgegrenzt, du weißt gar nicht, was dir geschieht. Auf einmal ist man allein, einsam, alle Sprüche, wie: wir stehen zu dir, du kannst auf uns zählen etc. waren nur Schall und Rauch.
      ... ist - wenn man ihre Beschreibung der Gemeinde liest - so erstaunlich eigenlich nicht.

      Ob das so harsch geschehen muss wie die erste Kritik von Darcy, lasse ich mal dahingestellt, aber ich bin eben auch nicht bereit jemandem einfach immer wieder zu bestätigen wie arm dran er ist und wie schlimm er zum Opfer wurde, ohne die Geschichte zu hinterfragen. Das halte ich auf Dauer nicht für die adequate Reaktion. Das kann und sollte man m.E. auch nicht erwarten, wenn man seine Geschichte zur Diskussion stellt und eben nicht nur mal seinen Kummer loswerden will. Bei Letzerem ist klar, dass die Reaktionen und Antworten anders ausfallen.
    • Ryana, du erinnerst mich an eine Freundin. Die hat in ihrem Leben alle Diäten versucht (im Moment mal wieder die Dingsbums-Balance) und alle möglichen esoterischen Moden mitgemacht. Immer während sie gerade dabei ist, schwört sie Stein auf Bein, diesmal ist es das Richtige und hier fänden sich alle Antworten. Überflüssig zu sagen, dass sie nach den Diäten immer mit Jojo zulegt.

      Noch nie hat sie während einer Diät eine Eigenkritikfähigkeit an den Tag gelegt, so nach dem Motto, ich bin mir nicht sicher ob es richtig ist, ich probiere es mal. Nein, jedesmal war es der Weisheit letzter Schluss. Kritikfähigkeit im Moment der Handlung und Eigenreflektion - Fehlanzeige.

      Der Hintergrund dieser Vorgehensweise-in meinen Augen- ist der Wunsch, das es für das Leben und seine Probleme ein Rezept gäbe, das alle Fragen abdeckt. Wer hätte nicht gerne einfache Antworten auf schwierige Fragen? Aber so läuft das halt leider nicht.
      Das Leben ist nicht einfach und es gibt eine Strickanweisung dafür. Nur wenn man sich ständig in seinem Handeln hinterfragt, kommt man weiter.
      Ich zitiere mal Lessing:
      »Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen, immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: Wähle! - ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater, gieb! Die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!«

      Liebe Ryana, ich schrieb es schon weiter oben, bitte versuche doch deine Beiträge etwas kürzer und strukturierter zu halten. Die Diskussion hier ist sehr interessant aber es ist sehr schwierig deinen Gedanken zu folgen.

      Nachtrag: Ich liebe oben genannte Freundin mit ganzem Herzen...
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Knallfrosch () aus folgendem Grund: Ausdruck verbessert

    • Fräulein Wunder hat zeitgleich mit mir gepostet und meine Ansicht nochmal von einer anderen Sicht beschrieben.
      Sie umschreibt für mich den Unterschied von selbsbestimmten (also eigenverantwortlichem) Handeln und fremdbestimmtem Handeln, was sie als Opfermentalität beschreibt.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Für mich klingen die folgenden Worte Ryana wie eine Bitte um Verständnis:

      In den letzten Jahren beherrschte die Krankheit mich , ich konnte nichts mehr lesen , geschweige denn schreiben .
      Erst jetzt fange ich wieder an , zu mir selbst zu kommen , viel mehr zu mir selbst , als je zuvor .

      Vieles wird dadurch verständlicher.
      Sei es nun ihre Art zu schreiben oder sich gleich alles auf einmal vom Herzen schreiben zu wollen.

      Wenn ich bedenke, was sie alles belastet oder belastet hat, ist es in meinen Augen ein großer Schritt, sich hier so weit zu öffnen und wenn manches schwer zu lesen oder auch zu verstehen ist, dann ist es das bei dem bisherigen gesamten Bild der Person Ryana aufgrund all der Erlebnisse und Krankheiten nicht mehr.

      Meine Bedenken sind einfach die, dass alte Wunden, die gerade anfangen zu verschorfen, mit all dem Nachfragen und Erklären, dass man selber so nie gehandelt oder ganz anders gehandelt hätte, dass sie doch hätte merken müssen.. und hätte wissen müssen... wieder aufreißen.
      Einen Menschen, der gerade langsam anfängt ein wenig zu genesen, würde man im buchstäblichen Sinne ja auch vorsichtig und behutsam anfassen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Sorry Itsme,
      ich bin hier nicht in der Arbeit und betreibe in meiner Freizeit auch keine Krankenpflege.
      Davon abgesehen gibt es genug schwerstkranke Menschen, die eben genau diese Sonderbehandlung nicht wünschen, weil sie trotz Krankheit als normale erwachsene Menschen gesehen werden wollen und eben nicht den "Behindertenbonus" aufgedrückt haben wollen.
      Insofern ist also, wenn ich so antworte, wie ich es eben getan und mich (wie immer - das dürftet Ihr ja nun schon von mir gewöhnt sein) klar und direkt ausdrücke, durchaus darin eine Wertschätzung und Respekt zu sehen.
      Würde ich Ryana für bemitleidenswert und "nicht ganz klar" halten, dann hätte ich sicher zu ihr wie zu einem armen kleinen Opfer gesprochen. Tu ich aber nicht - deswegen waren meine Beiträge auch nicht "weichgespült" und voller Sanftmut.

      Ansonsten hab ich es woanders schon geschrieben: Ich denke, wenn es wirklich so schlimm steht, wie sie schreibt, müssen da Profis ran, dafür ist dieses LAIENFORUM (!) nicht geeignet.
    • Darcy schrieb:

      Sorry Itsme,
      ich bin hier nicht in der Arbeit und betreibe in meiner Freizeit auch keine Krankenpflege.
      Davon abgesehen gibt es genug schwerstkranke Menschen, die eben genau diese Sonderbehandlung nicht wünschen, weil sie trotz Krankheit als normale erwachsene Menschen gesehen werden wollen und eben nicht den "Behindertenbonus" aufgedrückt haben wollen.

      Würde ich Ryana für bemitleidenswert und "nicht ganz klar" halten, dann hätte ich sicher zu ihr wie zu einem armen kleinen Opfer gesprochen. Tu ich aber nicht - deswegen waren meine Beiträge auch nicht "weichgespült" und voller Sanftmut.
      .


      Drehe mir nicht die Worte im Mund herum.
      Ich sehe Ryana weder als Behinderte, noch als nicht normal oder nicht ganz klar, sondern lediglich als ein Mensch mit dem man aufgrund seiner Geschichte behutsam umgehen sollte. Das wäre mein Wunsch, nichts anderes. Aber das ich da bei Dir auf Granit beisse, ist mir mittlerweile klar.

      ----------------

      Abgesehen davon geht es hier schon lange nicht mehr um das Thema an sich. Auch ich habe mich beteiligt, aber nun finde ich langsam, dass das Thema mittlerweile eher unter dem Titel
      "Wie gehe ich mit Usern um" laufen könnte.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Itsme schrieb:


      Abgesehen davon geht es hier schon lange nicht mehr um das Thema an sich. Auch ich habe mich beteiligt, aber nun finde ich langsam, dass das Thema mittlerweile eher unter dem Titel
      "Wie gehe ich mit Usern um" laufen könnte.


      Vielleicht ist das Hauptthema schon lange ein "wie gehe ich mit Menschen um?"
      Mit denen, die mich mobben, mit denen von denen ich eine Meinung hören will, mit denen, die ich selbst vielleicht gemobbt habe und mit mir selbst.
    • Das Schwatzen

      Kanarienvogel schrieb:

      Wenn man es so betrachtet, stimme ich zu. Ich muss zugeben, dass ich die Textstelle von Ryana nicht mehr im Kopf hatte, da ich ihre Beiträge eher überfliege - tschuldige, Ryana, aber deine Beiträge sind teilweise schwer zu lesen.

      Hallo , hier ist Ryana .
      Kanarienvogel - Du , es ist wirklich wohl schwer , erlebte Situationen mit Sätzen wiederzugeben .
      Zudem leide ich unter schweren Konzentrationsstörungen , so schreibe ich auch nur in Momenten , wo`s mir einigermaßen geht .
      Und da gebe ich schon mal manches "gewurschtel" wieder . Ich versuche das auch zu lesen , aber ich werde auch immer mal wieder von Familienmitgliedern gestört .
      Bei sowas komme ich dann total aus dem Takt.
      Und wenn ich versuche , mal was weniger zu schreiben , so fehlt dann wieder eine Erläuterung .
      Also , dieses Reden und Schwatzen in dieser Gemeinde hörte ich in Gesprächen mit Einzelnen .
      Die meisten waren schon seit der Kindheit da , sie nahmen allen Mut auf , mit mir zu sprechen , weil sie Vertrauen gefaßt hatten und ich schwieg , nichts weiter tratschte .
      Sie sagten , das sie ihre Eltern sehr liebten , aber da gab es so eine Art "Räson".
      Das heißt : zur Räson kommen; (wieder) Räson annehmen sich wieder so vernünftig verhalten, wie es von einem erwartet wird (nachdem man vorher unvernünftig war).

      Aber sie waren eigentlich nur normal und nicht unvernünftig gewesen!
      Sie wurden das erst durch die sogenannte "Räson"!
      Eine furchtbare Gehirnwäsche ! Und diese Menschen erzählten mir , was so hinter dem Rücken so geredet wurde , auch zuhause - am Predigertisch zum Beispiel !
      Da wurde zum Beispiel so zu mir geredet : " Du , weißt Du , ich leide so sehr innerlich , ob da die Dämonen mich jagen ?? Man sagt zuhause (z.B.), der Dings sei Homosexuell , der komme in die Hölle , aber offiziell gehen sie mit ihm so freundlich um , als ob nichts wäre , als ob sie die herzigsten Freunde seien .
      Niemand weiß aber , ob er das wirklich ist , nur weil er sich so und so verhält.Er betet doch so innbrünstig , und ist doch eigentlich ein lieber Kerl .Über mich wird auch so geredet , ich könne nicht so wie mein Bruder beten ,aus mir würde nichts - aber nur hinten rum wird geredet , da bin ich ja wohl noch schlimmer als der andere , der kommt trotz guten Betens in die Hölle !USW!!!!

      Du , ich kann nicht mehr , ich habe angefangen , zu trinken ! Abends ein Kasten Bier ist kein Problem !
      Aber ich soll nun nächsten Sonntag die Einleitung auf der Kanzel machen , da will ich beweisen , wie gut ich da bin .
      Bitte sag das nicht weiter , das ich noch immer so rede , draußen , in der Welt traue ich mich niemanden an , ich rede im Beruf möglichst wenig .
      Ich müßte mehr dort von Gott reden ,wenn ich aber da sage , was für Probleme ich habe , da kann ich doch niemanden mehr "zu Gott" bringen !
      Ich hab auch mit 20 geheiratet , die Frau aus der Gemeinde , die auch gläubig ist und Gott mir gezeigt hat .
      Aber eigentlich komme ich mit ihr nicht so richtig klar , aber wir haben uns in den 20 Jahren Ehe noch nie gestritten ..."
      Und dann weinte er furchtbar, legte den Kopf auf meinen Arm und ich sprach Trost zu !

      Ich erfuhr mit der Zeit von vielen immer mehr , sie tauten erst nach langer Zeit auf , ich glaube , da waren viele , die sprachen zum ersten Mal im Leben über ihre Probleme und das furchtbare Zerrbild .
      Ich sagte deswegen auch nicht gleich alles weiter , da hätte ich diesen Menschen wiederum Schaden angerichtet .
      Nein , ich konnte vielen helfen , wir trafen uns außerhalb der Gemeinden , sprachen viel , es wurde mir da so manches erst klar , was hinter den Kulissen wirklich ablief , das sieht man zuerst nicht , da ist nur Fassade , jeder macht Dir da was vor , wie gut er im Glauben ist und : nur nicht auffallen , damit man nicht als "Ungläubiger" dasteht .
      Und das Reden fand auch wieder in gewissen "Zirkeln" wie z.B. den "Hauskreisen" statt , wo man dann herziehen konnte , über die , die nicht zu dem Kreis gehört .

      Aber in die kommst du auch zuerst nicht rein , weil man sich wohl erst mal beweisen muß oder so !

      Ich blieb auch dort , weil ich hoffte , so helfen zu können , mir Wissen anzueignen , wie es wirklich war und dann sie mit den eigenen Waffen zu schlagen , wie mit der Bibel .
      Ach , eine blöde Zeit , man kann es hier glaube ich gar nicht erschöpfend genug rüber bringen und ich habe schon mal echt darüber nachgedacht , darüber ein Buch zu schreiben , wie so perfide Systeme sind und gerade heute noch existieren .
      Und da sind nicht gar so wenige dabei !
      Diese Gruppierung hat immerhin noch 80.000 Anhänger in Deutschland , und da gibt es noch "härtere" , wie die Pfingstler !

      Ich verweise auf http://Reinhard Bonnke usw , auf jeden Fall sollten mal Interressierte im Internet nachschauen , auch unter Wikipedia .

      Er ist einer der schillernden Persönlichkeiten aus diesen Bewegungen .

      Da liest man irre Sachen .

      Ich konnte das nie glauben , wollte aber auch abwarten und beobachten und ich stehe dazu , das ich aus heutiger Sicht FEHLER gemacht habe , und auch zu oft mehr glauben wollte , als was wirklich war !!

      Aber es ist auch ein Verbrechen von den Verantwortlichen , Menschen mit den verschiedensten Schwächen , Krankheiten ,seelischem Leid und allem sonstigen auf so eine zuerst liebevolle , aufnehmende Weise zu verführen .

      Ich denke , da fehlt auch noch zu viel Aufklärung und : JA , das ist sektiererisch , aber selbst die Sektenbeauftragten kommen nicht dahinter .!

      Liebe Grüße , Ryana
    • pamina schrieb:

      Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Klar wird geredet und es gibt sicher so manches an jedem, über das sich zu reden lohnt. Das ist auch okay, aber die böse Art des gehässigen Redens, hinter dem Rücken entsetzlich herzuziehen (muss die eigentlich so dick sein usw...) aber nach vorn immer lieb und nett, die kann ich nicht ab.

      Und man bekommt es mit, wenn jemand so drauf ist. Mit solchen Menschen will ich einfach nix zu tun haben und das zeige ich auch. Aus dem Alter, in dem ich jedem gefallen wollte, bin ich lange raus. Im Gegenteil, heute würde ich mir von einigen Leuten vebitten, mich zu mögen:)

      Du , ich gebe Dir recht , mein Satz war "fatalistisch" , manchmal bin müde , mich zu ärgern oder zu kämpfen .
      Dann hilft mir der Satz , was zu überbrücken .
      Und ich habe ein schweres Problem , mit dem ich seit meiner Kindheit herumschlage und mir erst in der letzten Klinik auffiel .

      Ich möchte es stets jedem recht machen ! Ich setze keine Grenzen !
      Ich bin da auch in Therapie und muß aufgrund verschiedener psychischer Diagnosen Tabletten nehmen , sonst ginge da nichts !
      Ich bin aus meiner Kindheit schwer traumatisiert !
      Ich habe dann auch den Beruf gemacht , den schlußendlich mein Vater bestimmte .Um ihm zu gefallen und die Liebe zu bekommen .
      Ich selber wußte nicht , wer oder was ich bin .
      Ich fand mich nur blöd und eklig !!
      Man hatte gesagt , ich müsse auf die Sonderschule , als ich mit lauter "Sechsen" aus der 6ten Klasse , Gymnasium , kam !
      Da haben meine Eltern als einzige zu mir gehalten , ich schaffte dann mit ach und Krach die Realschule .
      So fühlte ich mich immer meinen Eltern verflichtet und machte alles nach , wie andere es wünschten , ich zu sein hätte .
      Nie war ich ich selbst - erst jetzt beginne ich , ich selbst zu sein .
      Leider sehr spät , mit zu vielen Krankheiten , und ich stoße nun auch welche vor den Kopf , weil ich "plötzlich" anders bin .
      Nur weil ich endlich ich sein will , macht man mir die Vorwürfe , ich wäre doch früher so nett und unauffällig gewesen .

      Echt , es ist ein harter Kampf ! Nun bin ich "anders" und unbelehrbar Dick !
      Wie schrecklich !
      Am besten wäre es für manche , mich irgendwo zu verstecken !!
      Dieses "Ungemach" könne ja auf sie fallen - und was wohl der Metzger dann sagt....!
      Halt , ich muß aufhören , sonst schreibe ich mich noch in Rage !!

      Liebe Grüße - Ryana
    • Ryana mal kurz

      Itsme schrieb:

      Darcy


      Wer ist denn "jeder"?
      Ich persönlich sehe das nicht so und möchte in Dein "jeder" nicht mit einbezogen werden, denn ich habe nicht das Gefühl, das Ryana nur Bestätigung möchte und eine ernsthafte Auseinandersetzung scheut. Im Gegenteil, sie setzt sich sehr mit ihrer Vergangenheit auseinander und ist auf jedes unserer Worte eingegangen so gut es ging.

      So ist es !
    • Das schwarze Loch

      Sophie schrieb:

      Ach Darcy. Mag sein, dass du so stark bist, dass du "ernsthafte Auseinandersetzungen" problemlos durchstehst oder sogar genießen kannst.

      Es soll aber tatsächlich Menschen geben, die einfach (noch) nicht die Kraft haben, sich "auseinanderzusetzen", sondern für die es schon einen enormen Kraftakt bedeutet, erst einmal ihre Gedanken zu sortieren und klar darzustellen. So wie Ryana schreibt, ist sie genau in dieser Phase des Sammelns. Hier zu unterstellen, "nur Bestätigung zu suchen" mag von der Tatsache her der Realität entsprechen. Klar braucht jemand gelegentlich Bestätigung. Allein um überhaupt aus einem schwarzen Loch heraus zu kommen.
      Daraus aber einen Vorwurf zu machen, so nach dem Motto, dann ist diese Userin nicht wert, dass ich mich mit ihren Problemen beschäftige, finde ich einfach unsolidarisch.
      Du hast sicher auch schon Phasen voller Selbstzweifel gehabt, in denen es dir absolut mies ging, und in denen du Zuspruch und Bestätigung im Sinne von "Du bist auf dem richtigen Weg" gebraucht hast, um überhaupt noch weitermachen zu können. Wenn nicht, schätze dich glücklich.

      Ich jedenfalls finde nichts Negatives dabei, wenn jemand in diesem Forum sein Herz ausschüttet und Bestätigung, Mitgefühl, Verständnis sucht.

      Genau - dieses "schwarze Loch" war tatsächlich das erste , was ich in der Klinik äußerte !
      Wahnsinn , das Du das hier ansprichst !
      Ich malte es in der Ergotherpie , in Kohle ! So empfand ich mein Leben !
      Und ringsum malte ich dann alles , was ich schön noch an diesem Leben finde und nun von diesem schwarzen Loch aufgesogen wird !!

      Und ich habe nur noch meine Familie und sonst keine Freunde mehr . Nur welche aus der Klinik , die wohnen weit weg .
      So habe ich auch keinen vernünftigen Kontakt und "brate in meinem eigenen Saft!"
      Da ist es auch eine Ergänzung zu meinen Therapien , mal mich mit anderen auseinander zu setzen , meine Gedanken zu schreiben , die da alle "rumwirren " !
      Grüße - Ryana
    • Hummelchen schrieb:

      Um diese Art der Bestätigung ging es (glaube ich) Darcy aber nicht. Und auch wenn ich Darcys Ton manchmal als etwas zu harsch empfinde steckt, in ihrer Aussage doch einiges an Wahrheit - die sich anzuschaúen für Ryana lohnenswert sein könnte.

      Auch "die Wahrheit" gibt es nicht , jedenfalls für uns begrenzte Menschen unerfaßbar .
      Aber natürlich tut es mir gut , auch mal Bestätigung zu erhalten , auch von Menschen "wie Du und ich" .Nicht nur von den Therapeuten !!
      Trotzdem bin ich nicht so geistig verwirrt , das ich mich nicht mit einer anderen Meinung auseinander setze , im Gegenteil , das Befruchtet .
      Folgendes denke ich jedoch :

      - der Ton macht die Musik
      - jeder Jeck ist anders

      Ryana:grins:
    • Fräulein Wunder schrieb:


      zeichnet sie das Bild einer Gemeinde, das bedrückend, ja geradezu beängstigend ist.

      Da sie, erst nachdem sie nicht mehr in die Gemeinde gehen konnte von ihrer eigenen Ausgrenzung erfuhr und erst dann der Bruch mit der Gemeinde stattfand, waren ihr doch die anderen Dinge offenbar vorher auch schon mehr oder weniger klar.

      Dass sie erst so spät "aufgewacht" ist, erst als sie selbst betroffen war, kann ich durchaus nachvollziehen (das habe ich so auch schon zwei mal geschrieben), dennoch glaube ich nicht dass man Ryana ernsthaft etwas Gutes tut, wenn man sie in ihrem Gefühl ein reines Opfer zu sein bestärkt.


      So sehe ich das auch. Darcy hat sich etwas harsch ausgedrückt, aber ich sehe hier auch kein reines Täter-Opfer Schema. Sondern eine Mobbingmaschinerie, die von und mit all ihren (Ex-)Mitgliedern lebt und in der jeder Täter und Opfer ist.
    • Fräulein Wunder schrieb:

      Nein, das sicher nicht.
      Ich schrieb ja schon, dass ich Darcys erste Antworten sehr hart fand ... aber in der Sache hat sie durchaus Recht.

      Es ist eben ein Unterschied, ob man etwas unter dem Vorzeichen: "Ich will mir einfach mal was vom Herz reden" postet oder ausdrücklich um inhaltliche Stellungsnahme bittet wie Ryana das tat.

      In ihrem ersten Beitrag betonte sie, dass sie das Thema zwar noch beschäftige, sie aber innerlich im Grunde schon darüber weg sei.

      Wenige Beiträge später zeichnet sie das Bild einer Gemeinde, das bedrückend, ja geradezu beängstigend ist. Sie schreibt von der Ausgrenzung Homosexueller, davon dass kranke Menschen abgehalten werden zum Arzt zu gehen. Sie berichtet, dass in der Gemeinde pausenlos getratscht und gelästert wurde, dass niemand sich traute öffentlich die Wahrheit zu sagen. Sie schreibt von Geld, von Macht, von Gehirnwäsche ....

      Da sie, erst nachdem sie nicht mehr in die Gemeinde gehen konnte von ihrer eigenen Ausgrenzung erfuhr und erst dann der Bruch mit der Gemeinde stattfand, waren ihr doch die anderen Dinge offenbar vorher auch schon mehr oder weniger klar.

      Dass sie erst so spät "aufgewacht" ist, erst als sie selbst betroffen war, kann ich durchaus nachvollziehen (das habe ich so auch schon zwei mal geschrieben), dennoch glaube ich nicht dass man Ryana ernsthaft etwas Gutes tut, wenn man sie in ihrem Gefühl ein reines Opfer zu sein bestärkt.

      Natürlich ist es gut, dass sie sich von der Gemeinde gelöst hat, natürlich ist das ein schwerer Schritt ... aber irgendwann sollte dann eben auch die Frage danach kommen, wie das alles geschehen konnte. Und sei es nur um nicht nochmal in ein solches Fahrwasser zu geraten.

      Denn Ryanas Erkenntnis:

      Zitat Ryana, Beitrag #13
      ... ist - wenn man ihre Beschreibung der Gemeinde liest - so erstaunlich eigenlich nicht.

      Ob das so harsch geschehen muss wie die erste Kritik von Darcy, lasse ich mal dahingestellt, aber ich bin eben auch nicht bereit jemandem einfach immer wieder zu bestätigen wie arm dran er ist und wie schlimm er zum Opfer wurde, ohne die Geschichte zu hinterfragen. Das halte ich auf Dauer nicht für die adequate Reaktion. Das kann und sollte man m.E. auch nicht erwarten, wenn man seine Geschichte zur Diskussion stellt und eben nicht nur mal seinen Kummer loswerden will. Bei Letzerem ist klar, dass die Reaktionen und Antworten anders ausfallen.

      Hey , ich fühle mich nicht in einer "Opferrolle",
      aber ich war betroffen von den Gemeindeleuten , das auch die , denen ich beistand , wieder zurückruderten .
      Gottseidank hatte ich zeitgleich wahre Freunde in der Klinik gefunden , ich konnte da aufgefangen werden und hatte super Kontakte zu so vielen , auch total andersartigen Menschen, das war so herrlich , das hat alles aufgewogen .

      Ich bin froh ,das mir die Augen offen gegangen sind !
      Es war halt eine meiner Lebensphasen , diese 10 Jahre , die ich nun abarbeite und hinter mir habe .
      Ich bin total dankbar , nun ich selbst zu sein , endlich weiß ich wer ich bin und versuche , das Beste aus dem Rest zu machen , auch wenn dieser Kläglich ist , aber wir leben halt nicht im Paradies und irgendwann müssen wir alles hier lassen .
      Ich habe mich schon , ohne großen Gram , von vielem verabschieden müssen , dies ist halt so , auch lebenstypisch !!
    • Knalle schrieb:

      Ryana, du erinnerst mich an eine Freundin. Die hat in ihrem Leben alle Diäten versucht (im Moment mal wieder die Dingsbums-Balance) und alle möglichen esoterischen Moden mitgemacht. Immer während sie gerade dabei ist, schwört sie Stein auf Bein, diesmal ist es das Richtige und hier fänden sich alle Antworten. Überflüssig zu sagen, dass sie nach den Diäten immer mit Jojo zulegt.

      Noch nie hat sie während einer Diät eine Eigenkritikfähigkeit an den Tag gelegt, so nach dem Motto, ich bin mir nicht sicher ob es richtig ist, ich probiere es mal. Nein, jedesmal war es der Weisheit letzter Schluss. Kritikfähigkeit im Moment der Handlung und Eigenreflektion - Fehlanzeige.

      Der Hintergrund dieser Vorgehensweise-in meinen Augen- ist der Wunsch, das es für das Leben und seine Probleme ein Rezept gäbe, das alle Fragen abdeckt. Wer hätte nicht gerne einfache Antworten auf schwierige Fragen? Aber so läuft das halt leider nicht.
      Das Leben ist nicht einfach und es gibt eine Strickanweisung dafür. Nur wenn man sich ständig in seinem Handeln hinterfragt, kommt man weiter.
      Ich zitiere mal Lessing:
      »Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen, immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: Wähle! - ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater, gieb! Die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!«

      Liebe Ryana, ich schrieb es schon weiter oben, bitte versuche doch deine Beiträge etwas kürzer und strukturierter zu halten. Die Diskussion hier ist sehr interessant aber es ist sehr schwierig deinen Gedanken zu folgen.

      Nachtrag: Ich liebe oben genannte Freundin mit ganzem Herzen...

      Versuche , kurz zu sein . Mir hat mal eine Therapeutin gesagt , ich sei "Grenzenlos" seelisch wie körperlich ...:-o
      Da ist wohl auch was dran !
      Ich bin auch gerade mal wieder in dem "JOJO" , aber , wie ich schon woanders schrieb , nun bin ich endlich ich !
      Manchmal bin ich da noch wie ein Kleinkind und muß vieles lernen , obwohl ich soviel Jahre schon auf dem Buckel habe .

      Das Leben läuft echt nicht "rezeptartig" ab ! Nee , jeder Tag hat seine neue Überraschung .
      ABER für mich ist es jetzt viel besser , denn es kann auch furchtbar anstrengend sein ,immer nach dem Rezept zu schielen und zu gucken ,ob man da auch alles richtig macht .
      Liebe Knalle , ich mir Deine Worte zu Herzen genommen.
      Alles Liebe - Ryana
    • Itsme schrieb:

      Für mich klingen die folgenden Worte Ryana wie eine Bitte um Verständnis:

      In den letzten Jahren beherrschte die Krankheit mich , ich konnte nichts mehr lesen , geschweige denn schreiben .
      Erst jetzt fange ich wieder an , zu mir selbst zu kommen , viel mehr zu mir selbst , als je zuvor .

      Vieles wird dadurch verständlicher.
      Sei es nun ihre Art zu schreiben oder sich gleich alles auf einmal vom Herzen schreiben zu wollen.

      Wenn ich bedenke, was sie alles belastet oder belastet hat, ist es in meinen Augen ein großer Schritt, sich hier so weit zu öffnen und wenn manches schwer zu lesen oder auch zu verstehen ist, dann ist es das bei dem bisherigen gesamten Bild der Person Ryana aufgrund all der Erlebnisse und Krankheiten nicht mehr.

      Meine Bedenken sind einfach die, dass alte Wunden, die gerade anfangen zu verschorfen, mit all dem Nachfragen und Erklären, dass man selber so nie gehandelt oder ganz anders gehandelt hätte, dass sie doch hätte merken müssen.. und hätte wissen müssen... wieder aufreißen.
      Einen Menschen, der gerade langsam anfängt ein wenig zu genesen, würde man im buchstäblichen Sinne ja auch vorsichtig und behutsam anfassen.

      Du hast soo Recht ! :grins:
    • Ryana schrieb:


      es ist wirklich wohl schwer , erlebte Situationen mit Sätzen wiederzugeben .
      Zudem leide ich unter schweren Konzentrationsstörungen , so schreibe ich auch nur in Momenten , wo`s mir einigermaßen geht .
      Und da gebe ich schon mal manches "gewurschtel" wieder . Ich versuche das auch zu lesen , aber ich werde auch immer mal wieder von Familienmitgliedern gestört .



      Hallo Ryana,


      bei allem Verständnis für Deine Situation würde ich dennoch gerne noch eine Anmerkung machen.
      Um die Menge an Beiträgen zu lesen und in dieser Länge zu beantworten, die Du in einer Stunde gepostet hast, würde ich vermutlich mindestens 3-4 Stunden brauchen.

      Ganz sicher bin ich da eher langsam, aber ich denke es wird klar was ich sagen will.

      Das ist doch das Schöne am Netz, dass man nicht sofort und spontan antworten muss, sondern in Ruhe nachdenken kann. Man verliert nicht das Gesicht, wenn man nicht sofort antwortet.


      Was spricht denn dagegen die Antwort ganz in Ruhe als Word Dokument zu formulieren und dann nochmal (vielleicht erst ein paar Stunden später) in Ruhe durchzulesen und zu verbessern?

      Ich denke, die Diskussion würde uns allen und auch Dir selbst viel mehr bringen, wenn Du Dich beim Beantworten weniger hetzen würdest.


      Und - ganz ehrlich - ein Forum als Ergänzung zur eigenen Therapie zu verstehen ist ein verdammt hoher Anspruch.
      Die Anforderung an die Gesprächspartnern ist da sehr, sehr groß ... da kann es eben auch passieren, dass sie nicht das leisten können oder wollen was man sich von ihnen erhofft.
    • Deutlicher als mit diesem Satz kann Ryana nicht ausdrücken, was sie sich hier erhofft:

      Aber natürlich tut es mir gut , auch mal Bestätigung zu erhalten , auch von Menschen "wie Du und ich" .

      Sie erwartet hier also keine "Hobby-Psychotherapeuten" und ich selber habe mich auch nicht als solchen verstanden.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Ich bezog mich auf dieses Zitat.


      Ryana schrieb:


      Und ich habe nur noch meine Familie und sonst keine Freunde mehr .
      (...)
      Da ist es auch eine Ergänzung zu meinen Therapien , mal mich mit anderen auseinander zu setzen , meine Gedanken zu schreiben , die da alle "rumwirren " !




      Und das finde ich eben wie gesagt, schon einen sehr großen Anspruch an ein Forum, das als Ersatz für Gespräche mit Freunden und Ergänzung einer Therapie dienen soll.

      Natürlich ist es nicht schlimm oder falsch diesen Wunsch an ein Forum zu haben und es ist ja nun nicht so als hätte Ryana sich hier nicht eine Menge von der Seele reden können.

      Aber dass man mit einem solchen Anspruch auch leicht enttäuscht wird, ist eben auch zu erwarten. Das liegt meiner Ansicht nach aber dann an den übergrossen Erwartungen und nicht an den Usern die dieser Erwartung nicht nachkommen (können).

      "Bestätigung" kann ich aus meiner Sicht Ryana in so fern nur geben, als ich sie mit ihren Problemen wirklich ernst nehme. Ernst nehmen heisst für mich aber auch ihre Beiträge dort zu hinterfragen, wo sie mir nicht schlüssig erscheinen, statt Ryana einfach immer wieder in einer Haltung zu bestärken, die mir nicht richtig oder gut für sie erscheint.

      Vielleicht (@ itsme) sollte man umgekehrt eben einfach akzeptieren, dass Hilfe und Bestätigung nicht bei jedem gleich aussieht.
      Was da jetzt richtig und falsch ist, wird schwer zu entscheiden sein.

      Auch wenn es unbequem ist, nur weil jemand bestimmte Dinge hören will, ist das nicht auch zwingend gut für ihn.
      Und um zukünftige Diskussionen abzukürzen: ich kann und werde Ryana in ihrer Opferhaltung (nicht nur gegenüber der Gemeinde sondern gegenüber der Welt) nicht bestätigen, weil ich Ryana so einfach nicht sehe und wahrnehme. Ich denke sie ist im Grunde viel stärker als sie glaubt. Und genau diese Kraftreserven braucht sie m.E. um weiterzumachen.
    • Zu dem Punkt "Ergänzung":
      Ich persönlich verstehe das anders als Du. Wie Ryana das meint, kann sie nur selber sagen.
      Ich verstehe das so, dass man sich aus dem, was das Leben insgesamt an Rat und Hilfe anbietet, für sich das nimmt, was einem hilft.
      Ungefähr so, wie ein Patient im KH vom Arzt medizinisch versorgt wird, aber die Zuwendung eher von der ihn besuchenden Familie kommt. Beides ist gleich wichtig.

      Frl. Wunder
      Vielleicht (@ itsme) sollte man umgekehrt eben einfach akzeptieren, dass Hilfe und Bestätigung nicht bei jedem gleich aussieht.


      Da kann ich nur zustimmen und ich halte das auch für gut, wenn ein respektvoller Ton gewahrt bleibt und das alles nicht mit (symbolisch) erhobenem Zeigefinger passiert.
      Mir ist durchaus bewusst, dass auch entgegen gesetzte Meinungen und Gedanken als die, die der Schreiber hat, gut gemeint und sinnvoll sein können.

      Frl. Wunder
      Und um zukünftige Diskussionen abzukürzen: ich kann und werde Ryana in ihrer Opferhaltung (nicht nur gegenüber der Gemeinde sondern gegenüber der Welt) nicht bestätigen, weil ich Ryana so einfach nicht sehe und wahrnehme.


      Ich ebenfalls nicht, das sehe ich wie Du. Aber ich kann trotzdem die Gedanken, die von ihr kommen und die ich genauso sehe, bestätigen. Und ich kann trotzdem kundtun, dass ich vieles, was sie erlebt hat oder erlebt, schlimm und schrecklich finde.
      Und dass ich sie als stark empfinde, habe ich nicht nur über sie, sondern auch an sie geschieben, weil ich genau dieses Gefühl habe. Du ja anscheinend auch.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]