Gewichtszunahme durch Medikamente

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    • Darcy schrieb:


      Inzwischen bin ich dank "nichtschulmedizinischer" Behandlung deutlichst unter meinem Höchstgewicht - L-Thyroxin nehme ich aber trotzdem.


      Um was für eine "nichtschulmedizinische" Behandlung handelt es sich denn? Ich nehme selbst L-Thyroxin - habe eine Unterfunktion und zahlreiche kleine Zysten in der Schilddrüse.

      Dass Schilddrüsenhormone auch zur Gewichtszunahme führen können, kann ich mir gut vorstellen. Schilddrüsenerkrankungen äußern sich oft sehr diffus; bei einer Unterfunktion können ohne weiteres die Symptome einer Überfunktion vorliegen und umgekehrt.
    • Darcy schrieb:

      Die Frage ist halt, ob Jodthyrox wirklich die primäre Ursache ist oder ob nicht durch das enthaltene Jod eine latent vorhandene Hashimoto-Entzündung erst richtig "angestupst" wird.


      Das ist natürlich auch gut möglich. Wobei ich ja finde, dass ich erst unter L-Thyroxin so richtig zugelegt habe, und da ist ja kein zusätzliches Jod drin. Andererseits wieder habe ich vor den 6 Jahren L-Thyroxin 7 Jahre Jodthyrox bekommen (bevor ich wusste, dass zusätzliches Jod kontraproduktiv ist). Vielleicht eine Spätwirkung? Die Zunahme hörte jedenfalls ungefähr zu der Zeit auf, als ich von L-Thyroxin auf Euthyrox umstieg...

      Darcy schrieb:


      Inzwischen bin ich dank "nichtschulmedizinischer" Behandlung deutlichst unter meinem Höchstgewicht - L-Thyroxin nehme ich aber trotzdem. Ohne bin ich nicht wirklich lebensfähig und vegetiere schwerstdepressiv vor mich hin.


      Ich nehme mein Euthyrox natürlich auch, und mir ist auch klar, dass die Hormone für mich lebenswichtig sind. Aber die Feindosierung spielt eine große Rolle, und es ist eben nicht so, dass man automatisch mit (mehr) Thyroxin abnimmt, wie oft behauptet wird.

      Welche nichtschulmedizinische Behandlung meinst Du, wenn ich das fragen darf?
    • Darcy schrieb:

      Die Geschichte würde mich ja echt mal interessieren ...

      Normalerweise gehört eine Unterfunktion nämlich zwingend substituiert (es sind in dem Sinne ja auch keine Medikamente, sondern "nur" die fehlenden Hormone), ansonsten kann es zu massiven Problemen bis hin zum Tod führen.
      Ohne SD-Hormone funktioniert so gut wie nix im Körper mehr richtig, Gewichtszunahme ist da noch das geringste Problem.

      Hab die Geschichte hier schon mal ausführlich gepostet.

      Eigentlich zeigte sich eine Überfunktion (wenige Monate nach der Geburt meiner Tochter 1998), die mir heftigste Symptome und auch 15 Kg Gewichtsabnahme in 3 Wochen bescherte (ich sollte nicht so schnell abnehmen, weil ich noch voll gestillt habe, hab um die 20000 und mehr Kalorien am Tag gegessen unt trotzdem ... ).
      Ich sollte Tiamazol oder Propicyl nehmen, konnte das aber nicht (ein Glück - im Nachhinein).

      Zunächst wurde Basedow diagnostiziert, dann gab es einen Verdacht auf Hashimoto - letztendlich ist bis heute nicht klar, was das war.

      Zwei Jahre später gab es einen weiteren Schub - ohne Gewichtsabnahme, dafür mit heftigsten arthritischen Beschwerden.
      Seitdem ist Ruhe.
      Ich habe zwar viele heiße und kalte Knoten, und leicht veränderte Blutwerte - die sich seit Jahren kaum verändern.
      Eine zweite Schwangerschaft 2002/ 2003 war unproblematisch.

      Mein Gewicht stagniert seit sechs Jahren, davor kam noch mal
      schwangerschaftsbedingte Zunahme, leichte Abnahme, eine "unerklärliche" Zunahme - und Stop.

      Ich für mich sehe eindeutigste psychsomatische Zusammenhänge und meine, erkannt zu haben, wie ich einen weiteren Schub vermeide - ob das nun "nur" ein Konstrukt ist oder nicht, es klappt. :)
    • Ich sehe da vor allem einen Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung in der Schwangerschaft/durch die Geburt - psychosomatisch würde ich das nicht nennen ;)

      Auslöser für mein Hashimoto war (im Rückblick betrachtet) ebenfalls die Schwangerschaft/Geburt - aus heutiger Sicht und mit meinem heutigen Wissen kann ich die Symptome damals ganz klar zuordnen.

      Zu meiner "nichtschulmedizinischen" Behandlung - ich habe seit einiger Zeit die Unterstützung einer (ganz besonderen) Osteopathin (ganz besonders deshalb, weil sie nicht nur in Osteopathie fit ist, sondern auch über ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie Ausbildung in TCM und Homöopathie verfügt plus unendlich viel Erfahrung). Mit ihrer Hilfe krieg ich so langsam meinen Hormonhaushalt in den Griff, der durch die langjährige (und lange Zeit unbehandelte oder falsch behandelte) Hashimoto-Erkrankung völlig gestört war. Dadurch kann ich nachts wieder schlafen, ich habe einen einigermaßen regelmäßigen Zyklus (nur noch gestört durch Polypen, die demnächst rausgeschnibbelt werden), das Wasser aus meinen Beinen ist so gut wie weg. Erreicht haben wir das durch diverse Hormone (außer L-Thyroxin muss ich die allerdings selbst kaufen bzw. im Ausland bestellen :cool:) und durch weitestgehenden Verzicht auf Kohlenhydrate.
      Als ich letzte Woche zu einer Hospitation in einer Klinik war und das dortige Essen zu mir nehmen musste (ging organisatorisch nicht anders), waren innerhalb von 2 Tagen meine Beine wieder extrem angeschwollen. Für mich ein Beweis, dass dieses ach so gesunde Essen für mich nix taugt.
    • @ Darcy
      Um die psychosomatischen Hintergründe darzustellen müßte ich jetzt extrem weit ausholen.
      Mit der hormonellen Geburtsgeschichte hats wahrscheinlich weniger zu tun (einmal lagen Monate dazwischen, einmal gabs gar keinen Zusammenhang, aber beide Male gabs andere, gravierende Zusammenhänge).

      Auch ich hatte einen klasse Arzt (Schulmediziner, aber Querdenker ...): der sagte, als ich heulend vor ihm stand (ich war kein Mensch mehr zu dieser Zeit - gaaaanz schlimm ...) und meinte, ich könne das Zeugs nicht nehmen "das schaffen wir auch so". Dafür bin ich ihm sehr dankbar!

      Es gibt sooo viele unterschiedliche Wege, um mit Schilddrüsenerkrankungen und Erkrankungen im allgemeinen umzugehen - es ist doch klasse, wenn jeder seinen "ureigenen" Weg findet.