"Fange an zu leben.." was verstehst Du darunter?

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    • "Fange an zu leben.." was verstehst Du darunter?

      Angeregt durch die Worte von Darcy:

      "Fange endlich an zu leben und schaue nach vorn!"

      habe ich mich gefragt, was der Einzelne von Euch darunter versteht und was es für Euch bedeutet?
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dralle Deern () aus folgendem Grund: Formulierung auf Wunsch geändert

    • @Itsme

      also ich habe seit Januar wirklich wieder angefangen zu leben.

      Es ist mir zwar nach wie vor wichtig ein bisschen Gewicht zu verlieren
      aber es hat nicht mehr oberste Priorität.
      Es ist mir nicht mehr wichtig was andere über mich denken, denn ich bin ich und das ist unabhängig von meinen Kilos habe ich endlich begriffen.

      Es ist nicht mehr so das ich bei jedem der neben mir redet oder lacht ich
      gleich denke es geht um mich.
      Und seitdem gewinne ich täglich mehr an Lebenskraft die ich vorher irgendwie verloren hatte.
      Es gibt auch noch Tage da läuft es nicht so, aber es ist generell besser geworden.

      Ich bin nicht mehr der Meinung das wenn ich schlank wäre automatisch
      auch alles andere gut ist.

      liebe Grüße
      Maggy46
    • Es ist doch oft so, dass man etwas, was man eigentlich gern tun würde, nach hinten schiebt und sich sagt: "Wenn ich abgenommen habe, wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn ich Karriere gemacht habe, wenn ich meinen Traumpartner gefunden habe, wenn ich selbstbewusster geworden bin, wenn ich erstmal aufgeräumt habe undsoweiter, dann werde ich ..."
      Aber machen wir das dann wirklich, falls dieser Fall eintritt? Dann kommt doch wieder nur ein weiteres "wenn ich erst" hinzu. Und wer sagt uns, dass dieser Fall überhaupt eintritt. Oder ob es dann nicht zu spät ist? Vorigen Monat ist ein Kollege mit 37 Jahren gestorben. So schnell kann es gehen, und man hat mmer nur gewartet.

      Letztens habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet. Jede Menge Klamotten der Sorte "wenn ich abgenommen habe, passen die wieder".
      Scheiße. Ich hab diese Denkmäler meines "Versagens", die mich jeden Tag vorwurfsvoll angestarrt haben, in einen Müllbeutel gestopft und bin losgezogen und hab mir zwei neue chice Hosen gekauft in einer Größe, die mir passt und dazu passende Schuhe.

      Das habe ich auch dem Geist dieses Forums zu verdanken, in dem Frauen, die noch dicker sind als ich, sich ganz selbstverständlich das Recht auf chice Klamotten nehmen. Danke danke danke! :knuddel1:

      Ich bin zwar kein Hascherl, und beruflich stehe ich meine Frau, setze mich furchtlos gegen mächtige Manager und gegen pöblige Arbeiter durch, sage jedem meine Meinung. Aber tief drinnen bin ich immer noch voller Selbstzweifel, ob ich überhaupt als Dicke gut gekleidet sein kann, und bin dann immer wieder auf beutelige Jeans und Schlabberpullis aus der Männerabteilung zurückgefallen.

      Damit ist jetzt Schluss! Vielleicht werde ich morgen von einem Laster überfahren.

      Das einzige Problem ist, dass eine dicke Frau keine dicken Vorbilder hat, an denen sie was Positives abgucken kann. Die Promis sind ja alle so dürr...
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Ja, die Antwort ist im Grunde sehr einfach. Ein Buchtitel hat es mal sehr treffend zusammengefasst: Warte nicht auf schlanke Zeiten!

      Wie viele von uns laufen herum mit dem Gedanken, "wenn ich erstmal schlank bin ... dann kann (darf) ich tanzen gehen, schwimmen gehen, schöne Kleidung tragen, mich verlieben, lebensfroh sein, Sport treiben, (auch mal ohne schlechtes Gewissen) faul sein, reisen, Sex haben ..." (Liste beliebig verlängerbar)?

      Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile in meinem Alltag kaum noch damit beschäftigt bin, dass ich dick bin. Ich lebe eben einfach, so wie andere Leute auch, und tue alles was ich möchte. Es hat natürlich auch bei mir ein gutes Stück gedauert bis dahin, und darüber hinaus war ich auch bis zum Alter von ca. 40 nur mäßig dick (ich habe in den letzten 9 Jahren rund 35 kg zugenommen), sodass ich alltägliche Einschränkungen (Stühle, Kino, Flugzeug etc.) gar nicht hatte.

      Darcy meint vermutlich, dass es eben wichtig ist, Dinge auch mal einfach zu tun, ohne sich vorher tage- und wochenlang verrückt zu machen. Wenn man den ersten Schritt getan hat, hat es sich dann meist sowieso erledigt.

      Außerdem ist es vollkommen müßig, sich über verpasste Gelegenheiten und die Fehler von gestern zu grämen. Bestenfalls hat man was draus gelernt und kann es beim nächsten Mal besser machen. Zurückdrehen kann man die Zeit ohnehin nicht. Es gibt schon in meinem Leben - wie in den meisten anderen sicher auch - Entscheidungen, bei denen ich mich manchmal frage, "was wäre gewesen wenn" (zum Beispiel hatte ich Ende der 80er Jahre die Chance, für ein Jahr nach Chicago zu gehen - wenn ich das gemacht hätte, wäre ich vielleicht dort hängengeblieben, und manchmal tut es mir leid, dass ich damals den Mut nicht hatte). Dennoch: Es ist alles so gekommen wie es ist, ich habe noch immer alle Fäden in der Hand, und ich bin noch immer voller Pläne.

      Allerdings muss ich, was das Nicht-(Be-)Kümmern um den eigenen Körper betrifft, aus eigener Erfahrung schon sagen, dass es tatsächlich ein Unterschied ist, ob man nun 90 oder 130 kg wiegt. Sowohl im persönlichen Wohlbefinden als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Insofern muss man schon aufpassen, dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleicht. (Schönes Bild :D )

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sally ()

    • Sophie schrieb:

      Das einzige Problem ist, dass eine dicke Frau keine dicken Vorbilder hat, an denen sie was Positives abgucken kann. Die Promis sind ja alle so dürr...
      Och, man braucht doch keine Promis als Vorbilder. Du hast es doch gerade eben selbst geschrieben
      Das habe ich auch dem Geist dieses Forums zu verdanken,...
      Als ich vor 6 Jahren ein Forum fand, aus dem dann später diese Initiative geworden ist, war es überwiegend Martina, die mir zum Vorbild wurde (auch wenn sie es nicht gern hört ;)), später kamen noch andere dazu und mit einigen davon haben wir zusammen dieses Projekt inkl. des Forums, in dem wir jetzt schreiben, ins Leben gerufen. Das geht, ohne sich persönlich zu kennen; meine Mitstreiter und eben auch meinen persönlichen "Promi" habe ich ein Vierteljahr nach Gründung dieses Forums zum ersten Mal real getroffen.
      [CENTER]Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
      [SIZE=1](Søren Aabye Kierkegaard)[/SIZE]
      [/CENTER]
    • Ach seufz....

      Ich bin eher "in einem modefernen Milieu sozialisiert worden", um mal den Pädagogenslang nachzuahmen. Von Mama kannte ich nur die Kittelschürze, als Studentin trug man sowieso Jeans und Parka, und bei der Arbeit dann halt auch. Ich bin nur mit Männern zusammen, da kann ich mir modemäßig auch nichts abschauen.:rolleyes: Ich weiß einfach nicht, wie ich mich halbwegs elegant kleiden kann. Wenn ich dann auf der Straße nach anderen Frauen schiele, sind die entweder dünn, dann glaube ich sowieso nicht, dass mir das steht, oder sie sind dick und haben ein Outfit zum Wegrennen, so Marke Quietschbonbon oder Schlabbersack.... Und wenn es nach den Modekatalogen ginge, müsste ich mich als 14jährige verkleiden. Das gefällt mir auch nicht.
      Dann verstecke ich mich halt wieder in meinen Männerklamotten.

      Sonst zur Lebensführung etc brauch ich auch kein Vorbild. Da hab ich mir sehr viel selbst erarbeitet.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • ich hoffe, daß ich jetzt bald anfange zu leben. Fahre nächste Woche erstmal in Urlaub, brauche Tapetenwechsel. Und dann der Neubeginn. Bin seit fast einem Jahr Nichtraucher ( sehr stolz bin ich darauf.)und habe seit dem allerdings mein Höchstgewicht erreicht. Jetzt reicht es mir.Das will ich wieder alles weg haben. Dann kann ich mich endlich wohl fühlen. Möchte wieder mal so richtig verliebt sein, aber auf Gegenseitigkeit. Das ist halt alles so schwer, ein Neuanfang muß gemacht werden. Momentan könnte ich nur heulen.
    • gabriele schrieb:

      ich hoffe, daß ich jetzt bald anfange zu leben. Fahre nächste Woche erstmal in Urlaub, brauche Tapetenwechsel. Und dann der Neubeginn. Bin seit fast einem Jahr Nichtraucher ( sehr stolz bin ich darauf.)und habe seit dem allerdings mein Höchstgewicht erreicht. Jetzt reicht es mir.Das will ich wieder alles weg haben. Dann kann ich mich endlich wohl fühlen. Möchte wieder mal so richtig verliebt sein, aber auf Gegenseitigkeit. Das ist halt alles so schwer, ein Neuanfang muß gemacht werden. Momentan könnte ich nur heulen.


      Dann ... wenn Du abgenommen hast ... Mensch Gabi, das ist doch genau das Problem ... Du verschiebst Dein Leben schon wieder auf "irgendwann ...

      Fang jetzt damit an, flirte im Urlaub mit einem Mann, den Du nett findest - ohne Hintergedanken, dass der nun gleich "DER RICHTIGE" sein muss. Einfach nur mal flirten, um bissel Spaß zu haben ...

      Für mich liest sich Dein Text so, als wäre der Neuanfang für Dich der Start in eine neue Diät oder (neudeutsch) Ernährungsumstellung, vielleicht auch verbunden mit Sport - aber eben alles mit dem Ziel der Gewichtsabnahme.
      Das kann nicht Sinn der Sache sein - Wohlfühlen und Leben sieht anders aus.
    • ich weiß du hast so recht Darcy. Aber ich bin dabei, daß mir mein Leben total zerbricht. Und ich gebe das meinem Gewicht die Schuld. Weil ich so unbeherrscht bin. Bei mir steckt keine organische Krankheit dahinter, wie bei so manchem hier. Es ist die ES die mich so gefangen hat. Und damit komme ich überhaupt nicht mehr klar. Ich will das alles nicht. Und ich drehe mich im Kreis.Wenn ich meine Katzen nicht hätt, dann wäre ich nicht mehr hier.
    • Hast Du Dir denn schon Hilfe geholt betreffs der ES? Machst Du eine Therapie?
      Wenn es Dir momentan so dermaßen schlecht geht damit, dass Du schon an Suizid denkst, wäre es vielleicht sogar gut, an eine stationäre Behandlung zu denken.
      Mit einer Diät jedenfalls machst Du alles nur schlimmer - weiß ich aus eigener Erfahrung.
    • Anfangen zu Leben? Mit dem Gewicht hat das für mich nicht mehr sehr viel zu tun -

      vor einigen Jahren war mein Leben nicht lebenswert. Einige hier kennen noch meine Geschichte.

      Leben für mich heute heißt: selbstbestimmt zu sein

      mich in ein Café zu setzen, wenn ich Lust dazu habe.....

      mich mit Freunden zu treffen, wenn ich Lust dazu habe...

      schwimmen zu gehen, wenn ich Lust dazu habe...

      mich ins Auto zu setzen und loszufahren, wenn ich Lust dazu habe...

      oder einfach faul zu sein, wenn ich Lust dazu habe

      Leben heute bedeutet für mich:

      Die Zeit mit meiner Tochter zu genießen, auch wenn wir uns nur alle zwei Wochen sehen

      sich jeden Tag zu freuen, daß ich eine Schwester habe mit der ich mich verstehe und eine Mutter, daß es sie noch gibt.

      daß meine Liebe von meinem Traummann erwidert wird

      am kulturellen Leben teilnehmen zu können, in Konzerte, ins Theater in Museen und Ausstellungen zu gehen.

      gute Gespräche, sich angenommen fühlen,

      anderen Mut zu machen, denen es gerade nicht so gut geht,

      auf meine schlimme Vergangenheit nicht mit Frust, Wut oder anderen schlechten Gefühlen zurückzublicken - sondern mich zu freuen, wie glücklich sich mein Leben bis heute entwickelt hat.

      Keinen guten Tag als selbstverständlich ansehen

      .....das nur einige meiner unvollständigen Gedanken zu dem Thema
    • gabriele schrieb:

      Und ich gebe das meinem Gewicht die Schuld. Weil ich so unbeherrscht bin.

      Das ist der Punkt. Wir müssen uns immer und überal beherrschen, immer für andere da sein und nie die eigenen Bedürfnisse erfüllen. Zu jedem Scheiß brav lächeln, nie wütend sein, die Kinder nie anschnauzen, keine Trauer zeigen. Dann rebelliert irgendwann das Unbewusste, und das einzige Ventil ist das "unbeherrschte" Essen. Sei doch mal unbeherrscht, lass die Sau raus! Wenn du laut lachen willst, tu es. Wenn dich wer ärgert, wehr dich. Wenn du traurig bist, weine. Wenn du hungrig bist, iss. Wenn du nicht hungrig bist, sag nein. Leg Musik auf und tanze, dass der Putz bröckelt, hänge einen Sandsack auf zum Draufprügeln...

      Dein Gewicht ist nicht der Punkt. Das Problem sind deine negativen Erwartungen. Wenn du schlank wärst, würdest du deiner schiefen Nase oder deinen dünnen Haaren oder deinem kleinen Busen die Schuld geben.
      Ich hab schonmal in einem anderen Thread von meiner schlanken, äußerst attraktiven Kollegin erzählt. Die ist auch dermaßen darauf fixiert, einen festen Partner zu kriegen, dass sie mit ihrer Klammerei jeden verschreckt. Sie gibt ihrem Alter die Schuld (sie ist 45).

      Da war dieser Film mit Morgan Freeman. Stell dir vor, du hättest nur noch ein Jahr zu leben. Was würdest du unbedingt noch tun wollen? Tu es und sch*** auf die Meinung der anderen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • ok, dazu möchte ich auch etwas sagen......

      sicher hat mein extremes Übergewicht sich angesammelt, als es mir psychisch immer schlechter ging, als ich meinen eigenen Horror mit meinem Exmann erlebt habe - jahrelang...Punkt!!

      aber.....

      ich war schon als Kind dick....

      erst vor wenigen Jahren habe ich einen kleinen Teil meiner Familie väterlicherseits kennengelernt ... wie es aussieht sind in dieser Familie schon einige Vorfahren erheblich übergewichtig gewesen . . .

      Mir geht es jetzt richtig, aber so richtig gut. Ich brauche mir keine Sorgen mehr machen, werde geliebt und liebe, ich habe keinen negativen Stress mehr, werde genommen wie ich bin, habe einen interessanten und ausbaufähigen, spannenden Job, eine schöne Wohnung in einer neuen Stadt, kann mein Leben selbstbestimmen - trotz meines erheblichen Übergewichtes (bin seit Jahren bei über 150 kg stehengeblieben und kämpfe eher, daß es nicht mehr wird) nehme ich am Leben mehr als Teil.

      Ich erhalte keine negativen Reaktionen, werde akzeptiert wie ich bin, eher sogar sehr gemocht, usw. usw......

      ....und dennoch nehme ich nicht weiter ab..... und jetzt kann ich es eben nicht mehr auf die Umstände schieben.

      Ich bin sicher, ein Teil ist genetisch bedingt - und der andere Teil ist Genuß und kein Frust.

      habe es also akzeptiert, das ich so bin wie ich bin, wie auch die anderen mich so nehmen wie ich bin - egal ob Freunde oder Fremde. Sollte ich doch noch mal die Kurve bekommen weiter abzunehmen wäre das toll - dann würde mir manches sicher noch einfacher fallen

      aber leben tu ich jetzt!:)
    • Anfangen zu Leben?
      Mit meinen Gewicht hat das schon lange nichts mehr zu tun.
      Ich habe angefangen zu Leben seitdem meine Kidis erwachsen sind und alle aus dem Haus sind.
      Wir unternehmen sehr viel und wir erfüllen uns auch unsere wünsche .
      Jetzt zum Beispiel ziehen wir in unseren Garten um zu bauen ,
      wir sind ja schon immer ein bißchen verrückt ,
      aber das hätte ich mir früher nie träumen lassen.
      Wir haben gesagt wir tun es wenn jetzt nicht wann dann wir werden auch nicht jünger.
      Ich selber genieße mein Leben sehr, treffe mich mit Freunden fahre gerne mit dem Rad .
      Man muss Mut beweisen wie meine Mam die seit drei Jahren fest in Grieschenland wohnt.
      Sie wird im nächsten Jahr 70 und genießt ihr leben in vollen Zügen mit ihren Lebenspartner.
      Ich finde es schön so wie es ist,auch wenn ich mehr als dick bin!!:grins:
    • Ein kleiner Schlenker, der aber sehr gut zu diesem Thema passt:

      Ich habe in den letzten Wochen über das neue Album von Lisa Doby recherchiert, einer amerikanischen Sängerin, die jetzt ihr zweites Album gemacht hat und die ich sehr mag.

      Das was sie zum Titelsong ihres ersten Albums "Free 2Be" gesagt hat, fällt mir immer wieder ein, wenn ich hier lese. Für die, die Englisch verstehen - hier ist der Link zu dem Video.

      Etwa die letzte halbe Minute ist der wichtigste Teil der Botschaft. :)
    • Ich würde sagen,
      ich habe schon immer ziemlich bewusst gelebt. Allerdings mit Phasen, in denen ich mich vergessen habe.
      Das waren zum Beispiel die Diätzeiten. Wenn ich wieder einmal eine Diät machte, habe ich zwar immer noch für meine Kinder funktioniert und ich habe auch nicht aufgehört sie zu lieben, aber ich glaube heute, im Rückblick, dass ich vom wirklichen Leben einiges versäumt - oder mich dann von ihm entfernt habe. Der Fokus lag dafür zu sehr auf der Waage.
      Abgenommen? Jippieh!
      Zugenommen? Schlechtes Gewissen.
      In solchen Zeiten kann man wohl von freiem Leben in dieser Zeit nicht reden.
      Aber das war ja nicht durchweg so. Die vielen Zwischenzeiten ohne Diät, habe ich schon recht bewusst gelebt.
      Was mich jedoch sehr beschwerte, war etwas anderes, was nichts mit Kilos zu tun hatte.
      Ich habe in jüngeren Jahren einige gravierende Fehler begangen. Zu dem Zeitpunkt, als sie geschahen, war ich mir dessen nicht bewusst. Das wurde mir erst später/reifer bewusst. Und diese Last habe ich auf meinem Buckel herum geschleppt. Ich konnte mir lange nicht verzeihen.
      Dann fiel mir ein Buch in die Hände. Es heißt "Carpe diem" und es öffnete mir die Augen, was Altlasten anbelangt.
      Sinngemäß heißt es dort, dass kein Mensch in der Lage ist, die Vergangenheit zu ändern. Auch, wenn er es noch so sehr wünscht.
      Es geht nicht.
      Wenn es sich um Fehler handelt, die man selber begangen hat, (wie in meinem Fall) dann kann man jedoch eines tun: Man kann sich vornehmen, diese Fehler nicht wieder zu begehen. Dann hat die Vergangenheit einen Sinn gehabt, weil sie mich davor bewahrt, diese Fehler in der Gegenwart wieder zu begehen.
      Ständig begangene Fehler jedoch wie einen schweren, schmerzhaften Rucksack mit sich herum zu schleppen, ist nicht nur sinnlos, sondern bedeutet außerdem, dass man sich die Gegenwart versaut.
      Jeden einzelnen Tag.
      Den heutigen Tag.
      Carpe diem - nutze den Tag! Nicht indem Du Dich ärgerst über Dinge, die Du nicht mehr ändern kannst, sondern indem Du den Tag - Heute - lebst.

      So weit ungefähr einer der Hauptgedanken aus dem Buch.
      WOW! Für mich genau das, was ich damals brauchte! Mir hat dieses Buch unheimlich viel gegeben.

      Ein weiteres Buch, was mir nicht viel später in die Hände kam, hat mir wiederum ein ganzes Stück weiter geholfen. Es heißt "Die Macht Ihres Unterbesusstseins." von J. Murphy.
      Das war der Start, mich für diese Materie zu interessieren, denn als ich kapierte, wie viel wir selber tun können, indem wir unser Unterbewusstsein so oder so "programmieren" und dass dies alles andere als ein "abgehobenes" Thema ist, habe ich unendlich viel Literatur dazu gelesen. Nicht alles ist pauschal gut, was dazu geschrieben wird. Aber so ist das mit anderen Themen ja auch.
      Mich hat dieses Thema so sehr interessiert, dass ich später eine Ausbildung in dieser Richtung gemacht habe und heute in der Lage bin, anderen in geführten Traumreisen (etc.) zu helfen.

      Trotzdem - egal wie viel ich auch immer gelesen oder dazu gelernt habe, ich gerate immer doch auch wieder in so eine olle doofe Falle! Wie der mit der Angst vorm Schwimmbad.
      Mein Kopf weiß es eigentlich besser!!!

      Aber:
      Ich lebe! Sehr bewusst. Ich genieße! Und zwar wie verrückt! :D Erst vor wenigen Tagen habe ich meinen Fotoapparat mit auf eine Radtour genommen und mich an der Natur berauscht. Ja, ich übertreibe nicht, ich empfinde die Natur so.
      Ich freue mich über so viele schöne Kleinigkeiten, die ja gar keine Kleinigkeiten sind!
      --> Mein Lieblingsvogel trällert mir soeben die Ohren voll... :applaus: das ist sooooooo schön! Mein Fenster ist weit auf.
      Drehe ich mich um, sehe ich durch die Balkontür mein wunderschönes neues Blumenregal, auf dem es blüht und gedeiht! Herrlich! :bigdaum:
      Ich habe Arbeit und sogar eine, die mir Spaß macht.
      Ich habe gesunde Kinder, ich habe mich mit meinem Partner durch die Jahre "gerauft" so dass wir nun wirklich sagen können: Es passt! Und nicht nur das - wir lieben uns wirklich. Immer noch. Nach über 20 Jahren.
      Und ich könnte jetzt fast unendlich weiter aufzählen.

      Das alles sehe, fühle und bemerke ich sehr wohl und bin froh und dankbar dafür.
      Das bedeutet für mich:
      Ich lebe. Jetzt und im Heute. Und das alles hat nicht im geringsten mit meiner Figur zu tun.

      Könnte ich weniger wiegen - ich würde bestimmt nicht nein sagen.
      Aber ich werde - nur um Gewicht zu verlieren - nicht mein Leben aus den Augen verlieren!
      Und schwimmen gehe ich auch!:bigjaja: :schwimm1:
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Itsme ()

    • "Fange an zu leben.." was verstehst Du darunter?

      Peter, bitte beschränke Dich auf Schriftgröße 2, sh. Forenregeln.

      "Fange endlich an zu leben und schaue nach vorn!"

      wenn man bedenkt das wir nur zwischen 70 und 80 jahre alt werden laut statistik mit einigen außnahmen natürlich auch älter. und wenn man bedenkt das ich schon 44 jahre alt bin und meine erste lebenshälfte schon verschliessen habe. ich viele fehler aber auch gute dinge getan habe. ich oft im altagstrott stecken geblieben bin. kaum ziele hatte oder sogar falsche in dieser zeit. mich von ehefrau und kinder abhängig gemacht habe. die familie nur die nummer eins war. dann denke ich fange endlich an zu leben und schau nach vorne ist ein sehr schöner satz. ich möchte ihn sogar noch erweitern.

      fang endlich an zu leben und schau nach vorne treffe endlich deine eigenen entscheidungen und werde glücklich.

      lg peter:):):)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Pandora () aus folgendem Grund: Formatierung geändert

    • Fange an zu leben ...
      das mache ich schon seit Jahren so ....
      ich gönne mir viele Dinge die mich erfreuen...
      habe lauter tolle Leute um mich herum ...
      Familie Freunde ... ich könnt nicht mal sagen , was ich mir
      auf der Stelle wünschen würde ....
      doch klar ... das alles so bleibt .....

      ja und die Pfunde ... purzeln weiter oder nicht ... das
      beeinträchtigt mein Leben nicht ...

      Das ist für mich leben ....

      Liebe Grüße
      Steffi
    • die familie nur die nummer eins war.


      Ist es nicht normal, dass (zumindest solange die Kinder noch nicht selbständig sind) die Familie die Nummer eins ist?
      SO war mein Satz ganz sicher nicht gemeint, dass man zu leben anfangen soll, indem man die "Altlasten" (neudeutsch für Kinder und Expartner) hängen lässt und nur noch sein eigenes Ding durchzieht. Ist allerdings modern ...
    • Darcy schrieb:

      Ist es nicht normal, dass (zumindest solange die Kinder noch nicht selbständig sind) die Familie die Nummer eins ist?

      Ja, das war auch mein Gedanke. Wenn man heiratet und/oder Kinder bekommt, dann ist man nun mal zumindest über eine gewisse Zeit hinweg "abhängig". Beziehungsweise die Kinder sind abhängig von ihren Eltern. Da muss man dann die eigenen Unabhängigkeitsbestrebungen schonmal hintenan stellen.

      Leben kann man übrigens trotzdem. :)
    • Sally schrieb:

      Ja, das war auch mein Gedanke. Wenn man heiratet und/oder Kinder bekommt, dann ist man nun mal zumindest über eine gewisse Zeit hinweg "abhängig". Beziehungsweise die Kinder sind abhängig von ihren Eltern. Da muss man dann die eigenen Unabhängigkeitsbestrebungen schonmal hintenan stellen.


      Darf ich dich korrigieren?

      Wenn frau heiratet und/oder Kinder bekommt, dann ist frau nun mal zumindest über eine gewisse Zeit hinweg "abhängig". Beziehungsweise die Kinder sind abhängig von ihren Eltern. Da muss frau dann die eigenen Unabhängigkeitsbestrebungen schonmal hintenan stellen.

      Jetzt stimmt's. :rolleyes: Dass eine Frau bis zur Selbstaufgabe für die Familie da ist, ist völlig normal. Von einem Mann Rücksicht bzw. teilweisen Verzicht zu fordern, ist eine Zumutung.

      Alles klar? Dann hört jetzt auf an der gottgewollten Ordnung herumzumäkeln, Mädels.
    • Ich bin ja eine olle EMMA-Leserin, aber mit dem verschärften Sprach-Feminismus habe ich nie was anfangen können. Darüber hinaus kenne ich in meinem Freundeskreis etliche Männer, die sich als Väter genau so viele Beine ausreißen wie ich als Mutter. Im übrigen hält sich meine persönliche "Selbstaufgabe" durchaus in Grenzen. Was ich beispielsweise an Haushaltsaufgaben auslagern kann, das lagere ich auch aus, vom Putzen bis zum täglichen Kochen. Worauf habe ich wirklich verzichtet in den letzten elf Jahren? Auf Fernreisen und auf Abende in der Kneipe vielleicht. Das ist aber zu verschmerzen.
    • Peter schrieb:



      mich von ehefrau und kinder abhängig gemacht habe. die familie nur die nummer eins war.

      fang endlich an zu leben und schau nach vorne treffe endlich deine eigenen entscheidungen und werde glücklich.

      lg peter:):):)


      Ich mutmaße jetzt nur -
      vielleicht ist es ja auch so gemeint:

      Peter:
      mich von ehefrau und kinder abhängig gemacht habe. die familie nur die nummer eins war.

      Ich sehe da vor allem die Worte "abhängig gemacht"
      und das kann auch bedeuten,
      sich selbst vergessen, ein Leben leben, das von anderen total bestimmt ist, nicht gleichberechtigtes Mitglied sein, sondern lediglich als Versorger gesehen werden und ohne wirkliches Mitspracherecht vereinnahmt werden...

      Ich denke, auch in einer Ehe, als Partner, und auch als Mutter darf man sich selbst nicht vergessen. Sich selber total aufgeben, kann weder für den Partner, noch für die Kinder und schon gar nicht für einen selbst ein Leben sein, das zufrieden macht.

      Wenn ich Peters Worte so verstehe, dann verstehe ich auch, wenn er vehement sagt:

      fang endlich an zu leben und schau nach vorne treffe endlich deine eigenen entscheidungen und werde glücklich.

      ...weil er das selber für sich so erlebt hat.

      --------------

      Ich lese das so aus Peters Worten. Vielleicht liege ich vollkommen daneben - vielleicht aber auch nicht.
      Wie diese Worte wirklich gemeint sind, kann nur der Peters selber sagen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]