Minderwertigkeitskomplexe-ich brauche dringend Rat!

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    • Minderwertigkeitskomplexe-ich brauche dringend Rat!

      Hallo ich bin neu im Forum und möchte dringend meine Gefühle äußern:
      Doch zuerst möchte ich klarstellen, dass ich kein Opfer bin sondern mir durchaus bewusst bin, dass ICH mein Leben selbst in der Hand habe, ich lege mir nur selber Steine in den Weg, durch meine tiefe Unsicherheit und darum habe ich mich hier angemeldet, weil ich gehofft hatte, dass man mir die Augen öffnet und mir Wege aufweist, wie ich es schaffen kann ein zufriedener MENSCH zu werden.Zurzeit habe ich das Gefühl, dass ich nur EXISTIERE!!!

      Ich bin bald 24 Jahre und leide unter tiefen Minderwertigkeitskomplexen. Wenn ich darüber nachdenke, war ich schon fast mein ganzes Leben so.Doch je älter ich werde, desto mehr kristallisiert es sich heraus wie unsicher ich eigentlich bin. In sämtlichen Lebenslagen:
      Ob in der Schule(hole die Fachhochschulreife nach) oder im Privatleben(Famlienprobleme-ich habe einfach kein gutes Verhältnis zu ihr.Und in der Liebe hatte ich bisher auch kein wirkliches Glück-hatte bisher noch keine Beziehung)Ich bin so sehr gefangen in diesem Glauben, dass kein Mann sich für mich interessieren kann(denn wenn ich mal verliebt war bin ich immer abgewiesen worden). Das Paradoxe ist, dass ich mir eine Beziehung wünsche und das Single-Dasein nicht unbedingt toll finde.
      Ich bin aber fest davon überzeugt, dass man nur dann eine Beziehung eingehen sollte, wenn man 100% mit sich selbst im Reinen ist. Schließlich würde ich auch keinen Partner wollen, der ständig an sich rumnörgelt.
      Und da komme ich zu meinem nächsten Problem:
      Bei einer Körpergröße von 1,68cm wiege ich 84kg.Sicherlich werden einige denken: was hat die denn für Probleme.Die ist doch garnicht so dick. Das stimmt teilweise denn man sieht es mir auf den ersten Blick garnicht an. Ich trage relativ weite Sachen und habe auch relativ schlanke Beine, das meiste ist am Oberkörper verteilt. Und ich weiß auch, dass der Aufwand den ich betreiben müsste im Vergleich zu anderen sehr gering ist. Aber genau dass ist ja das Problem: Da ich mich oft sehr einsam fühle, weil ich weder mit meiner Familie reden kann noch meine Freunde oft sehen kann, betreibe ich FRUSTESSEN!!! Und es ist immer dasselbe, ich fühle mich danach so schlecht. Und obwohl ich all diese Dinge weiß, gelingt es mir nicht etwas daran zu ändern.Wiegesagt, ich möchte keineswegs jammern, ich weiß dass ICH für meine momentane Situation verantwortlich bin und gebe niemanden die Schuld dafür.Ich hatte einfach bloß gehofft, aufgrund der vielen positiven Beiträge, die ich in diesem Forum gelesen habe, dass man mir vielleicht auch Ratschläge bezüglich meiner momentanen Situation geben kann.Und obwohl ich anonym bin fällt es mir sehr schwer über meine Gefühle zu sprechen. Doch ich hoffe, dass man mir hier helfen kann und vielleicht den Stein ins Rollen bringt, der mein Leben verändert!!!!

      Ich wäre sehr dankbar für eure Hilfe....mondschein24
    • Hallo Mondschein24, erstmal ein herzliches Hallo von mir!
      Und dann gleich eine Frage an dich:
      Hast du jemals eine Psychotherapie gemacht?
      Das was du beschreibst klingt jedenfalls für mich so als könnte dir eine Therapie sehr gut weiterhelfen auf deinem Weg.
      Ich denke, du hast ja einen wichtigen Teil deines Problems bereits selbst erkannt und nun fehlt dir noch ein wenig Orientierung, wo es lang gehen könnte für dich.
      Dabei kann dich ein Psychotherapeut hervorragend unterstützen, du kannst dort die verschiedenen Problemfelder, die du angedeutet hast bearbeiten und Dinge lernen, wie z.B. dein Selbstwertgefühl nicht von deinem Gewicht/Aussehen oder Leistung abhängig zu machen oder auch wie du deinen Frust oder andere unangenehme Gefühle konstruktiv bewältigen könntest anstatt Essen in dich reinzustopfen.
      Auf alle Fälle finde ich, du solltest dir wegen deines Gewichtes keine Wahnsins-Sorgen machen. Wie du ja selber schon sagst, ist es nicht dramatisch hoch und wenn es dir gelingt, ein erfüllteres zufriedeneres Leben zu führen, wird sich das von ganz alleine so einpendeln, wie es für dich passend ist. ;)
      [CENTER]★ [SIZE=1]I am fat. And I have this radical idea that I am allowed to exist.[/SIZE] ★
      [SIZE=1]by Fat Grrrl A[SIZE=1]ctivism[/SIZE][/SIZE]
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    • Herzlich Willkommen Mondschein,
      ich kenne diese Probleme nur allzu gut und ich konnte mir nicht vorstellen das man mich mögen konnte, weil ich mich selbst nicht besonders gut fand.
      Die Idee von eine Therapie finde ich absolut richtig.Mir hat das auch geholfen ,auch wenn ich manchmal "Rückfälle" habe.
      Du bist nicht allein.

      :troest:
    • Ersteinmal danke für eure Antworten.Ich habe schon davon gehört und meine freundin hat mir auch mal dazu geraten. Aber ernsthaft: ich habe nicht wirklich den Mut, mit einem wildfremden menschen über meine seelischen misstände zu sprechen. ich hatte sogar hemmungen euch im forum zu schreiben obwohl ich anonym bin. wie soll ich dann mit jemandem von angesicht zu angesicht über meine probleme sprechen??? Ich habe mich auch gefragt, ob dass die krankenkasse übernimmt. wie läuft das ab.wie ein normaler arztbesuch, dass ich meine versichertenkarte abgebe und das wars oder muss ich erst noch zu meinem hausarzt gehen. ich hab da garkeine ahnung.ich danke euch sehr für eure antworten.das ist heutzutage nicht selbstverständlich.

      mondschein24
    • Du kannst einfach telefonisch einen Termin zum Vorgespräch mit einem Psychotherapeuten vereinbaren und dann dort mit deiner Krankenkassenkarte hingehen.
      Oder du lässt dir eine Überweisung vom Hausarzt ausstellen, dann brauchst du zwar trotzdem auch deine Versichertenkarte beim Therapeuten, musst aber keine 10 Euro Praxisgebühr mehr zahlen.
      Im Gespräch mit dem Psychotherapeuten wird sich dann klären, ob und welche Themen du mithilfe einer Psychotherapie bearbeiten könntest und möchtest und er/sie wird nach den sog. probatorischen Sitzungen (ca. 5 Termine zum Kennenlernen sozusagen) einen Antrag bei der KK auf Kostenübernahme für die Therapie stellen. Diese Anträge werden in aller Regel auch bewilligt und dann geht es los mit der Therapie.

      Dass du dir das komisch vorstellst, jemand wildfremdem von deinen Problemen zu erzählen kann ich nachvollziehen, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass sich das im Laufe der Zeit gibt.
      Es ist natürlich sehr wichtig, dass du jemanden findest, bei dem du dich wohlfühlst, dann wird es dir auch bald nicht mehr schwer fallen, dich zu öffnen.

      Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, zu einem psychologischen Psychotherapeuten zu gehen - nur die haben auch Psychologie studiert und zusätzlich eine Ausbildung zum Psychotherapeuten gemacht.
      Ärzte (das gilt auch für Psychiater) können nach einer kurzen Weiterbildung ebenfalls Psychotherapien anbieten, haben aber eine deutlich weniger qualifizierte Ausbildung dafür.
      Außerdem musst du darauf achten, ob derjenige eine Kassenzulassung hat, damit überhaupt die Kasse die Kosten übernimmt.
      Vielleicht kennst du ja jemanden, der schon Therapie gemacht hat und dir jemanden empfehlen könnte?
      Oder du hast einen Arzt deines Vetrauens, den du um eine Empfehlung bitten könntest?
      Falls das alles nicht in Frage kommt, kannst du bei der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen und die darum bitten, dir passende Therapeuten zu nennen.
      Hier findest du noch weitere Infos zu dem Thema: therapie.de/psyche/info/fragen/
      Viel Erfolg und trau dich ruhig, es lohnt sich! ;)
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    • mondschein24 schrieb:

      ich habe nicht wirklich den Mut, mit einem wildfremden menschen über meine seelischen misstände zu sprechen. ich hatte sogar hemmungen euch im forum zu schreiben obwohl ich anonym bin. wie soll ich dann mit jemandem von angesicht zu angesicht über meine probleme sprechen???

      Versuch es mal so zu sehen. Wenn dein Auto kaputt ist, berichtest du dem Mechaniker doch auch, wo es klappert oder was du festgestellt hast.

      Sieh es bei dir einfach ähnlich. Deine Seele ist durch was auch immer verletzt wurden und du gehst zu jemanden, der dir helfen soll (denn anders als in der Autowerkstatt funktioniert es nur mit deiner Mithilfe), diese Verletzungen zu heilen.

      Es ist keine Schande, verletzt zu sein oder auch zu fallen, aber es ist nicht richtig, liegen zu bleiben.
    • Ich danke euch noch einmal für euren Rat. Ich werde diesen Schritt definitiv wagen nur über den Zeitpunkt muss ich noch nachdenken.ich denke wenn der schulstress vorüber ist nehm ich das in angriff.das soll bitte nicht wie eine ausrede klingen.ich werde es definitiv tun.ich habe euch um rat gebeten und den werde ich aufjedenfall befolgen.

      drückt mir die daumen. ich werde euch definitiv von meinen schritten berichten(sollte ich das überhaupt oder behält man sowas für sich???)
      wie auch immer..............

      liebe grüße mondschein24
    • Ich würde mich freuen, wenn du uns über deinen weiteren Weg berichtest und finde auch keinsfalls, dass man "das" für sich behalten muss!
      Inwieweit du in deinem realen Umfeld andere wissen lassen möchtest, wenn/dass du in Therapie bist, musst du natürlich im Einzelfall selber abwägen. ;)
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    • @ Mondschein

      es ist nicht einfach einem fremden Menschen von seinen Nöten und Gefühlen zu berichten.
      Umso wichtiger ist es sich eben den richtigen Therapeuten zu suchen. Vielleicht ist es nicht der erste, aber wenn es der richtige ist, dann wirst Du
      garantiert mit ihm oder auch ihr über Deine Probleme reden können.

      Vielleicht machst du Dir im Vorfeld mal ein paar kleine Gedanken wie Du dir eine
      Person vorstellst mit der du reden könntest. Z.B. Frau oder Mann, Alter und und und. Für manch einen sind nämlich solche Dinge schon unheimlich wichtig.

      Ich habe Gott sei Dank einen guten Hausarzt, mit dem kann man über alles reden, und er nimmt sich wirklich Zeit. Ich glaube ein bisschen hat er den Beruf verfehlt. Denn er ist wesentlich mehr als Mediziner

      liebe grüße
      Maggy
    • Hallo Mondschein24,

      zunächst einmal möchte ich Maggy46 beipflichten, und auch ich habe einen so guten Hausarzt. In deinem Alter war ich genauso dick, hatte aber immer einen Freund. Dazu muss ich sagen, dass ich auch immer sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig war. Natürlich gab es auch Leute, die meinten, ich sei ganz schön fett, aber das bin ich jetzt erst ;).

      Selbstbewusstsein wächst allerdings nicht auf Bäumen. Am besten hilft die Erfahrung, welches aufzubauen. Da deine bisher negativ war, finde ich es eine gute Idee, eine Psychotherapie zu machen, das hab ich mit 18 schon gemacht wegen der Depressionen. Der Arzt wird dich auf deine wahren Probleme hinweisen, aber einen Ausweg wirst du selber suchen müssen. Er kann erkennen, warum du wirklich isst, und du kannst einen Weg finden, wie du dieses Verhalten am besten änderst.

      Es wäre schön, wenn du weiterhin berichtest, wie die Therapie läuft und ob sich das schon auf dein Umfeld ausgewirkt hat. Durch Unsicherheit und Schüchternheit habe ich z. B. auch sehr gute Gelegenheiten (vor allem in der Liebe) verpasst. Das ist traurig, aber deine Zukunft ist noch nicht geschrieben - da kann alles anders sein. :girl: Kopf hoch, wenn du in der Sch*** sitzt!
    • Das Problem habe ich ja bereits erkannt, ich habe einfach nur Schwierigkeiten meine negativen Gefühle anders zu kompensieren wie mit Essen.Zu dem kommt noch dass ich ein schweres Problem mit dem Alleinsein habe. Meine Freundin sagt immer, dass ich das allein sein nicht immer als etwas negatives sehen soll aber sie hat eigentlich keine Ahnung, denn sie kennt dieses "ALLEINSEIN" nicht so wie ICH es kenne.Vorallem weil sie in der glücklichen Position ist, dass die Menschen in ihrer umgebung mehr den Kontakt zu IHR suchen als umgekehrt.Sie bekommt viel Aufmerksamkeit und fühlt sich dadurch oft eingeengt.Mit anderen Worten:Sie nimmt sich das ALLEINSEIN freiwillig und ich bekomme dass ALLEINSEIN unfreiwillig.

      Ich gebe euch ein banales Beispiel:Am Ostermontag waren wir den ganzen Unterwegs.wir sind mit ihrem hund mehrmals spazieren gegangen und dann sind wir noch fahrrad gefahren und in der zeit habe ich zwar noch ans essen gedacht aber ich habe nicht gegessen.und das war auch in ordnung so.
      als ich aber wieder alleine war kamen dann wieder diese negativen gefühle.morgen wollen wir aber wieder fahrrad fahren und ich freu mich riesig darüber. aber wisst ihr was das schlimme ist.Ich kann das nicht ALLEINE machen, weil ich mich dabei einfach nicht wohlfühle. Und das ist das Problem, diese Abhängigkeit und das man sein Wohlbefinden von anderen Menschen abhängig macht.Das ist furchtbar!!!!

      Ich werde euch sagen was ich von der Psychotherapie erwarte:

      Ich erhoffe mir, dass es dem Psychotherapeuten gelingt mir beizubringen, mich selbst zu lieben, meinen Pessimismus abzulegen und dieses furchtbare Phänomen"sich mit anderen menschen bzw.frauen zu vergleichen" aus meinem geist zu vertreiben. und mir ist besonders wichtig, dass er mir klar macht, dass ich eine selbstbewusste starke Frau werden kann, die keine Angst davor hat sich neuen und schweren herausforderungen zu stellen und keine versagensängste hat.

      wenn ihm das gelingt, bin ich gerettet.wobei ich zugeben muss, dass mir eure antworten auch geholfen haben und ich sie sogar teilweise auswendig kann und mir versuche ständig aufzusagen.

      liebe grüße mondschein
    • mondschein24 schrieb:



      wenn ihm das gelingt, bin ich gerettet.
      liebe grüße mondschein


      Ups. Da stellst du aber Ansprüche! Ein Therapeut ist doch nicht Jesus....
      Ihm/ihr kann es nicht gelingen, du musst dich selber retten. Eine Therapie ist nicht "Abrakadabra" und du bist Supergirl, sondern eine Therapie kann nur Denkanstöße liefern, an was du arbeiten solltest. Die endgültige Entscheidung liegt dann bei dir, ob du diese Anstöße aufgreifst oder nicht.

      Du würdest dich nur wieder abhängig machen, und zwar diesmal vom Therapeuten.

      Du hast schon erkannt, dass du Probleme mit dem Alleinsein hast, und dann die Leere mit Essen füllst. (Nachdem ich mein Studium angefangen hatte, war ich auch sehr einsam, sodass ich sogar mit den Spinnen in meiner Kellerwohnung gesprochen habe. Aber ich hatte damals aufgehört zu essen, weil ich unterbewusst glaubte, wenn ich nur schwach und bedauernswert genug bin, kommt jemand und rettet mich. Hat aber nix geholfen. Ich musste mich selber retten.)
      Nimm die Leere an, tauche hinein und suche die Schätze. Frage dich nach dem Warum:
      Warum bist du so abhängig von Anderen? Was brauchst du von ihnen? Brauchst du Ideen, weil dir nichts selbst einfällt? Brauchst du einen Bodyguard, weil du dich nirgendwo allein hintraust? Brauchst du jemanden, der dir immer sagt, was tu tun sollst? Brauchst du jemanden, dem du immer dein Herz ausschütten kannst?

      Deine Probleme, keinen Partner zu finden, liegen vermute ich nicht bei deinem Gewicht. Eine Kollegin von mir - sehr schlank, sehr attraktiv - findet auch keinen Partner. Sobald einer das kleinste Fünkchen Interesse an ihr zeigt, fängt sie an zu klammern, gibt keinen Raum mehr, das schreckt letztendlich jeden ab. Vielleicht ist das bei dir ähnlich. Ein Partner kann dich nicht "retten". Dieser Anspruch ist zu groß für jeden, der nicht Superman ist. Der Andere ist auch nur ein Mensch.
    • mondschein24 schrieb:


      dass ich eine selbstbewusste starke Frau werden kann, die keine Angst davor hat sich neuen und schweren herausforderungen zu stellen und keine versagensängste hat.


      Ist mir noch eingefallen:
      niemand hat keine Angst, niemand hat keine Versagensängste. Auch berühmte Popstars haben vor dem Live-Konzert nasse Hände und weiche Knie...
      Der Unterschied ist nur eine Trainingsfrage und welcher Bedeutung man der Angst zubilligt, ob man ihr Macht über das eigene Leben gibt, oder sie einfach nur zur Kenntnis nimmt. (Hört sich nach Psychogeschwafel an, stimmt aber.) Angst ist immer da, Mut ist, wenn man's trotzdem macht.:cool2:

      Fang nicht mit "schweren Herausforderungen" an, das erhöht nur die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns und der Frustration, sondern steig mit kleinsten Trainingseinheiten ein, so wie beim Joggen, und erhöhe dann den Schwierigkeitsgrad. Ich habe mir mit dieser Methode recht gut geholfen, aber der Weg ist lang und anstrengend, und man erreicht doch niemals sein Traumziel.

      Menno! Das ist unsere Sch***-Erziehung, bei der immer nur die Fehler gezählt und vorgehalten wurden, aber nie die Erfolge gelobt.....
    • Also ich habe mehrmals versucht bei der Kassenärztlichen Vereinigung anzurufen und da war ständig besetzt.Bei der Krankenkasse hat man mir auch nicht helfen können, da hieß es nur, ich solle mich an die KÄV wenden und ehrlich gesagt, habe ich wieder extreme Hemmungen.

      Als ich da anrief, hat mein Herz ganz schnell geklopft und mir wurde leicht schlecht.was hat das bloß zu bedeuten?Es war ja nur ein Anruf um Infos zu bekommen und das bereitete mir unglaubliches Kopfzerbrechen:Plötzlich gehen einem so viele Dinge durch den Kopf. Komisch, ich verstehs nicht.

      wie werde ich mich dann fühlen, wenn ich den Termin vereinbare????????
      Oh man, ich hoffe ich überlebe das???

      ehrlich leute, das ist doch kein normales verhalten mehr...........
    • Ich finds gut, dass Du den Mut findest, da anzurufen - das ist echt toll und gar nicht so einfach. Aber Du bist schon über Deinen Schatten gesprungen und hast angerufen, auch wenn es Dir schwergefallen ist.
      Irgendwann kommst Du auch durch, dann machst Du den nächsten Schritt.

      Ansonsten könntest Du auch Deinen Hausarzt um eine Empfehlung für einen Psychotherapeuten bitten, möglicherweise kann er Dir auch helfen, schneller an einen Termin zu kommen.

      Und Du wirst sehen - mit jedem Anruf gewinnst Du an Sicherheit, das Herzklopfen wird weniger.
    • mondschein24 schrieb:



      ehrlich leute, das ist doch kein normales verhalten mehr...........


      Hallo mondschein,

      weißt Du was?
      Ich glaube so manches mal, dass die Leute, die immer so ganz obercool sind und allem mit kühler und überlegener Kodderigkeit begegnen, nicht ganz echt sind. Ängste haben wir (glaube ich) alle. Der eine hier, der andere da. Und Unsicherheit auch. Wer so tut las gäbe es das für ihn nicht, den halte ich für verstellt.
      Mache Dir also über diesen Punkt schon mal gar keine Gedanken. Ich finde Dich sehr mutig und finde es klasse, dass Du Dein selbst gestecktes Vorhaben, Dich um Dich zu kümmern, einhältst, sehr sehr stark!
      Ich wünsche Dir für die weiteren Schritte von Herzen Kraft.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • Danke für eure positiven Nachrichten!

      Aber ich denke, dass die Leute die nach Außen stark wirken, es leichter im Leben haben, auch wenn sie es sicherlich garnicht sind. weil sie kein potenzielles opfer für andere darstellen. ehrlich gesagt wäre ich lieber so jemand, als ständig selbstzweifel zu haben.

      aber egal, ich werde mich zusammenreißen und einfach an euch denken, falls ich wieder einen durchhänger habe, vorallem weil ich weiß, dass ich euch immer schreiben kann wenn es ein problem gibt.

      ich danke euch, mondschein
    • mondschein24 schrieb:

      wie läuft das ab.wie ein normaler arztbesuch, dass ich meine versichertenkarte abgebe und das wars oder muss ich erst noch zu meinem hausarzt gehen.

      Ich hatte letztes Jahr einen Zusammenbruch (Burnout). Da ich erst gar nicht begriff, was mit mir geschehen war, dachte ich an eine körperliche Ursache und ging zum Hausarzt. Der schrieb mir eine Überweisung und empfahl mir einen Psychotherapeuten am Ort, ich hätte mir auch einen aus den gelben Seiten suchen können.
      Auf Krankenkassenkarte gab es glaub ich 10 (oder 12?) Sitzungen, damit war für mich dann Schluss. Mehr hätte ich selbst bezahlen müssen, oder mit weiterer ärztlicher Bescheinigung verordnet bekommen.

      Sprich also einfach mit deinem Hausarzt, frag einfach wie du vorgehen kannst. Eine soziale Phobie ist mit Sicherheit "kassenfähig". Manche Frauenärzte/innen sind auch zugleich in Psychotherapie ausgebildet.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • mondschein24 schrieb:

      Aber ich denke, dass die Leute die nach Außen stark wirken, es leichter im Leben haben, auch wenn sie es sicherlich garnicht sind. weil sie kein potenzielles opfer für andere darstellen. ehrlich gesagt wäre ich lieber so jemand, als ständig selbstzweifel zu haben.

      Das eine schließt das andere aber nicht aus. Ich habe jahre- ach was, jahrzehntelang die starke Frau gespielt und war innen drin immer ganz klein. Die geringste Kritik hat mich in schlimme Krisen gestürzt und Selbstzweifel war mein zweiter Vorname. :rolleyes: Auch heute fällt es mir dann und wann noch ziemlich schwer, Schwäche zu zeigen. Nach außen hin stark zu wirken ist nicht besser, nur anders. ;)
    • Nimm dein Leben in die Hand. Beweg deinen hintern endlich.

      hallo mondschein24,

      ich höre aus deinen lettern das du sehr sehr einsam und oft alleine bist. diese einsamkeit mußt du durchbrechen. du mußt einfach aktiver werden. ich rede da nicht nur vion radfahren oder sport sondern ich meine du solltest mehr unter menschen gehen. den besuch unseres forum ist ja schon einmal ein kleiner schritt. allerdings solltest du dich nicht nur auf dieses forum beschränken. da sitzt du ja wieder alleine in deinem kämmerchen vor dem computer.
      setze dich doch einmal in ruhe hin nehme ein blatt papier und schreibe links darauf was du hast und rechts was du gerne in deinem leben machen möchtest. du wirst überrascht sein welche interessen du hast. werde einfach aktiv . geh in einen verein, werde mitglied in einer partei, geh in einen sportverein. mach den führerschein wenn du noch keinen hast. freundinnen in deinem alter zu finden ist sehr schwer . viele haben schon einen festen freund oder sind verheiratet konzentrieren sich auf ihren mann, kinder und familie.
      du denkst natürlich das du etwas falsch machst. das glaube ich nicht . wer sagt uns denn welche lebensform die beste ist. inzwischen wird jede zweite ehe geschieden. die lebensformen haben sich auch sehr stark geändert. ob das so gut ist weiß ich nicht man wird es in der zukunft sehen.
      ich selbst war 13 jahre verheiratet für mich gab es in deinem alter nur die frau, und die 5 kinder. durch berufliche umzüge gab es da keinen besten freund. es gab nur die familie.
      heute weiß ich das es falsch war nur auf die familie zu bauen. inzwischen habe ich nach meiner scheidung und einem langen lebenstief (fast 2 Jahre) mein leben wieder selbst in die hand genommen. bin inzwisachen mitglied in verschieden vereinen und sogar vorsitzender. bin politisch aktiv und kandidiere zumn stadtrat. habe menschen kennen gelernt unfreundliche und aber auch liebe menschen. es hat sich so langsam ein kleiner freundeskreis aufgebaut. durch meinen beruf und meinen aktivitäten habe ich inzwischen zeitliche probleme alles unterzubringen. ohne termin kalender kann ich schon gar nicht mehr leben.
      sorry ich wollte dir nicht meine ganze lebensgeschichte aufzeigen. ich wollte dir eigentlich nur klar mache das du ja du etwas machen mußt. denn nur du alleine kannst daran etwas ändern um die einsamkeit zu durch brechen. werde aktiv schließ dich an gruppen , vereine etc. an. komm aus dir heraus schrei deine meinung in die große weite welt. sag was du zu sagen hast.
      ich persönlich bin ein mensch der sich immer wieder aufrappelt ich bin steinbock ein fels in der brandung. ich habe auch manchmal irgend welche tiefs aber irgendwie schaffe ich es immer wieder mich zu motivieren. und ich habe jetzt auch freunde die mich motivieren und wenn die keine zeit haben faukenze ich genieß das leben oder gehe einfach schwimmen oder schreibe an meiner nächsten rede oder suche themen diie mich bedrücke und spreche sie dann in meinem verein oder bei meiner partei an.
      zur zeit mache ich den bootsführerschein see und binnen schiffart. eigentlich brauche ich ihn nicht aber ich habe träume zb . möchte ich in meiner rente mit dem wohnmobil oder auch mit meinem kleinen boot über die binnenstrassen und an der küste herum schippern und nicht in einer wohnung sitzen und vergammeln und warten bis der hausarzt oder das essen auf rädern kommt. was ich damit sagen will habe träume und ziele.

      eine psychotherapie ist natürlich auch eine wichtige sache für menschen die nicht alleine klar kommen. sie kann eine unterstützende sache sein.

      du selbst muss entscheiden welchen weg du gehst. ob du aktiver wirst , eine psychtherapie machst oder nicht.

      wir hier im forum sind wie du gemerkt hast ein nettes und tolles team. und wir versuchen uns untereinander zu helfen. wir können dich informieren , dir aus unserem leben erzählen, dir einen rat geben. wir können dich aber nicht an die hand nehmen. den weg mußt du schon selber bestreiten. steh auf von deiner couch geh in die welt hinaus. meld dich in deinem verein an zu dem du lust hast. werde aktiv. sag deine meinung. schrei deine ängste hinaus und es wird dir geantwortet. lerne menschen kennen und paß auf nicht jeder ist dein freund. gute freunde wirst du aber auch erkennen. und pflege die freundschaft warte nicht nur auf deine freund ruf sie an verabrede dich. und verzweifle auch nicht gleich wenn du mehrere absagen bekommst. das ist heute normal. gibt nicht auf. irgendwann habe sie dann auch zeit.
      vielleicht ergeht es dir so wie mir das du dich nach ruhe und einsamkeit sehnst. bei mir ist es sogar schon soweit das ich meine handy klingel abstelle um ruhe zu haben.

      also nimm dein leben in die hand.

      lg peter:):):):):):):):)

      Peter, bitte beschränke Dich auf Schriftgröße 2, sh. Forenregeln - danke.

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    • mondschein24 schrieb:

      Danke für eure positiven Nachrichten!

      Aber ich denke, dass die Leute die nach Außen stark wirken, es leichter im Leben haben


      Das glaube ich nicht, mondschein und das wollte ich mit meinen Worten oben auch nicht sagen. Wenn ich schreibe, dass sie "nicht echt" sind und sich "verstellen", dann beinhaltet das für mich, dass sie eine Rolle spielen, um sich zu schützen.
      Ich stelle mir das sehr anstrengend vor. Und ich stelle mir vor, dass es schwer sein kann, an solche Menschen heran zu kommen. Und wenn das so ist, gibt es eigentlich kaum eine Chance, diese Menschen wirklich kennen zu lernen.
      Ich habe dieses Beispiel geschrieben, weil Du meinstest, Dein Verhalten wäre nicht "normal". Wer oder was ist schon normal? Ist es der, der immer fröhlich ist? Ist es der, der wie oben beschrieben, immer obercool ist?
      Ich glaube, jeder kann nur auf seine Weise normal sein, je nachdem, wie es ihm gerade geht, in der Form, in der sich sein Leben gerade befindet.
      Wir sind alle auf einem Weg. Was heute unser "normales" Verhalten ist, oder das, was wir von uns zeigen können, kann morgen schon ganz anders sein.
      Leichter oder schwerer, wer weiß das schon?
      Ich glaube, jeder von uns trägt sein Päckchen. In ganz verschiedener Ausführung und Größe. Der eine hat schon Ballast abgeworfen, der andere packt sich gerade welchen auf seinen Rücken. Aber egal, wo wir stehen, wir können Informationen aufnehmen, wir können lernen und voran gehen und es besser machen.
      Nur Du selbst bist Herr Deiner Gedanken.

      [SIZE=1]Von Itsme[/SIZE]
    • [offtopic/]Hm.... hm...! Gut, dass ich nicht die Threaderstellerin bin. Wenn ich auf mich gemünzte Posts lesen würde mit "du mußt" und "mach schon", das würd mich tierisch auf die Palme bringen. Da hab ich nämlich starke Aversionen gegen ;)aber zum Glück hab ich den Thread nicht erstellt und muß mir keine ellenlangen Listen von "Ratschlägen" dieser Art anhören.
      Was will ich damit jetzt sagen? Ich fände es hilfreicher, wenn in Sätzen, die helfen sollen, mehr "ich"s drinstehen als "du"s, einfach weil ich persönlich damit besser umgehen kann, wenn jemand von sich und seiner Meinung erzählt, als anderen zu sagen, er/sie falsch macht oder nicht macht bzw. was er/sie (nicht) tun soll.

      Das mal so ganz nebenbei... :cool2:[/offtopic]