Tierarzt nutzt Beitrag gegen zu Tode gefütterte Tiere für Dickenbashing

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    • Tierarzt nutzt Beitrag gegen zu Tode gefütterte Tiere für Dickenbashing

      Hallo,

      ich bin gerade auf einen Beitrag bei Facebook gestoßen, wo ein Tierarzt aus Köln sich erdreistet, in einem Beitrag gegen zu Tode gefütterte Tiere auch noch völlig unreflektiert gegen Dicke zu wettern.

      Da fehlen mir die Worte. Da nicht angemeldete Nutzer den Beitrag nicht sehen können, habe ich mal zitiert.

      [Zitat entfernt ... wir bitten darum, auf Vollzitate zu verzichten; man kann den Inhalts eines Zitats auch umschreiben. Die weitere Diskussion gibt ein Bild vom Inhalt des Zitats.]

      Was sagt ihr dazu ?

      Gruß, Mystery

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Martina () aus folgendem Grund: Zitat entfernt, siehe Begründung im Text

    • Der Ton ist indiskutabel, ansonsten geht es aber in dem Beitrag (ausser in einem Halbsatz, der in Klammern steht) um Tiere. Der Halbsatz soll meines Erachtens auch eher aussagen: Übergewicht ist nicht nur für Menschen gefährlich, sondern auch für die Gesundheit der Tiere. Zumindest lese ich es so.
      Das extreme Überfüttern einer Katze habe ich mal ziemlich hautnah im Bekanntenkreis mitbekommen - das ist tatsächlich eine schlimme Quälerei und kaum mitanzusehen. Dass einem Arzt da mal überdeutliche Worte über die Lippen kommen, kann ich schon verstehen (wenn auch nicht gutheissen).
      Als Dickenbashing sehe ich das eher nicht - es geht ihm, glaube ich um die Ausreden der Tierbesitzer in Bezug auf ihr Fütterungsverhalten (und die können ja sowohl dick als auch schlank sein) In meinem Fall war es auch eine schlanke Tierbesitzerin, die jedem der es hören oder nicht hören wollte beständig versicherte, dass die Katze gar nicht so viel fresse, sie sich eben nur wenig bewege.
      Ich war allerdings mal zu über Nacht zu Besuch und habe miterlebt, dass der Katze ständig die besten Delikatessen angeboten wurden und wenn sie genug hatte noch mit Leckerlis und Katzenmilch fast schon zwanghaft für eine Überbrückung der Essenspausen gesorgt wurde. Es war die mit Abstand dickste Katze die ich je gesehen hatte, dass sie sich nicht mehr viel bewegte war ihr wirklich nicht zu verdenken.
      Sorry, aber da greifen Denkmechanismen die auf menschliches Essverhalten ausgelegt sind nicht mehr. Es gibt Tiere (so auch mal bei einem Hamster erlebt) die sich wortwörtlich zu Tode essen wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Ich denke das muss manchen Leuten tatsächlich recht deutlich gesagt werden.
      Der Vergleich mit den Menschen ist doof, ist aber glaube ich nicht als Dickenbashing gemeint, sondern soll verdeutlichen, dass Tiere nicht einfach nur süß sind, wenn sie moppelig werden, sondern dass es für sie eine Belastung bedeutet. Ich denke der Vergleich mit Menschen kann manchen helfen es sich besser vorstellen zu können.
    • Hallo Kaktusblüte,

      danke für deine Antwort. Ich gebe zu, ich habe den Beitrag verfasst, als ich mich sehr drüber aufgeregt habe. Deshalb auch der reißerische Titel.

      Zu einem Teil muss ich dir recht geben : Überfüttern von Tieren ist indiskutabel und muss so gut es geht verhindert werden, da die Tiere oft nicht entscheiden können, wann sie was fressen, sondern von uns Menschen abhängig sind.Wenn man da einen Vergleich zu Menschen ziehen will, dann fällt mir als erstes "Feeding" ein, bei dem Menschen bewusst von ihrem Partner über jede Grenze hinaus gemästet werden. Ich denke, da wird beim Tierhalter auch ein Bedürfnis über das Tier befriedigt.

      Schön, dass du mir auch zustimmst, dass der Ton indiskutabel ist.

      Generell finde ich den Vergleich mit Menschen aber schlimm, einfach weil es in so unreflektierter Weise geschieht und ein ähnlich drastisches Mittel benutzt wird wie bei den Humanmedizinern, um Übergewicht bei Menschen zu verteufeln. Und das wird dann in diesem Tierposting hundertfach weiter verbreitet und geteilt. Es gab aber auch schon mindestens eine Rückmeldung, die es richtig fand, Übergewicht bei Menschen ebenso zu unterbinden. Genau bei solchen Dingen kann man anfangen, ein Umdenken einzufordern, zumindest meiner Meinung nach, und es nicht mehr stillschweigend hinnehmen. Wenn nur einer darüber nachdenkt, was man als Rückmeldung schreibt, ist meines Erachtens schon viel gewonnen.

      Ich glaube, die Herausforderung ist dann, sich nicht ebenfalls zu Emotionalität hinreißen zu lassen, sondern sein Anliegen sachlich darzustellen (was mir in dem Fall leider nicht gelungen ist).
    • Mystery schrieb:


      Generell finde ich den Vergleich mit Menschen aber schlimm, einfach weil es in so unreflektierter Weise geschieht und ein ähnlich drastisches Mittel benutzt wird wie bei den Humanmedizinern, um Übergewicht bei Menschen zu verteufeln. Und das wird dann in diesem Tierposting hundertfach weiter verbreitet und geteilt. Es gab aber auch schon mindestens eine Rückmeldung, die es richtig fand, Übergewicht bei Menschen ebenso zu unterbinden. Genau bei solchen Dingen kann man anfangen, ein Umdenken einzufordern, zumindest meiner Meinung nach, und es nicht mehr stillschweigend hinnehmen. Wenn nur einer darüber nachdenkt, was man als Rückmeldung schreibt, ist meines Erachtens schon viel gewonnen.

      Ja, da stimme ich Dir zu Mystery - so hatte ich es tatsächlich noch gar nicht gesehen, da hast Du vollkommen Recht.