Wie haltet ihr das mit der Ernährung

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    • Bircan schrieb:

      Hier in diesem Thread hast du schon so viele Kommentare auf deine Verallgemeinerungen bekommen und deine Antworten ähneln sich. Du gehst nicht auf die Kommentare ein und unterstellst weiterhin in einer trolligen Art und Weise, dass sich die dicken Menschen, bis auf ganz wenige Ausnahmen, in die Tasche lügen.

      Du hast dich in diesem Forum vorgestellt mit dem Hinweis der Freude über einen offenen Austausch. Ein offener Austausch sollte aber nicht darin bestehen, dass man frei Schnauze etwa in einem BMW Forum behauptet, dass fast alle BMW Fahrer Rüpel sind, nur weil es einige gibt die rücksichtslos fahren - und man einige persönlich kennt und früher selbst einer war … auf diese Art wirst du im BMW Forum nicht viel Spaß haben :torte:


      dann würde ich an deiner Stelle nochmal genau nachlesen,was ich geschrieben habe, da ich sehr wohl auf einzelne Kommentare eingegangen bin.

      Ich habe auch nie gesagt, dass es nicht sein kann, dass es an einer Stoffwechselstörung oder Medikamenten liegt, meine Aussage war nur, dass sich viele es zu leicht machen und sagen Sie hätten es. Dann sollen diese Personen bitte mal zum Arzt und mir die Bestätigung vorlegen, die sich hier oder generell fälschlicherweise als "dumm und faul" angegriffen fühlen, dann gibt es auch eine förmliche Entschuldigung :daumen:

      zu Sophie: genau das meine ich. Du hast es vom Arzt bescheinigt, dich greife ich damit auch nicht an. Mir sind aber so viele "Stoffwechselgestörte" begegnet, die in Wahrheit einfach nur unausgeglichen in der Ernährung waren, dass ich nicht von einer Störung im System "Körper" als erste Ursache ausgehe.

      Ich weiß nicht, wie oft ich mich noch wiederholen soll. Scheinbar ist hier aber etwas Gegenwind nicht gewünscht und wird sofort gemeinschaftlich attackiert bzw. ins lächerliche gezogen :confused:
    • Sophie schrieb:


      Es ist wahr, dass man dick wird, wenn die Kalorienzufuhr über dem Energiebedarf liegt.


      Nein, wenn man im Gen-Lotto "gewonnen" hat, ist das durchaus falsch, wie Experimente zeigen, die es bereits in den 60er Jahren gab. Man stellte
      fest, dass der Überschuss der Kalorien ganz und gar nicht immer auf die Hüften sank, sondern dass bei manchen Teilnehmern ...

      - die Körpertemperatur gestiegen war, um die überschüssigen Kalorien zu verwerten.
      - sich Muskeln aufgebaut hatten, obwohl die Teilnehmer sich alle in gleichem Maße, nämlich sehr wenig (Gefängnisinsassen), bewegten.
      - u.v.m.

      Stichworte für eine entsprechende Suche:
      Dr. Ethan Simms + Gefängnis
    • Erwin schrieb:

      ... meine Aussage war nur, dass sich viele es zu leicht machen und sagen Sie hätten es. Dann sollen diese Personen bitte mal zum Arzt und mir die Bestätigung vorlegen, ...



      Du stellst aufgrund Deiner persönlichen Beobachtungen und Deines persönlichen Umfeldes eine "Statistik" auf, die man Dir bitteschön abnehmen soll.

      Wenn andere aber ihre eigenen Beobachtungen und ihr eigenes Umfeld anführen, lässt Du deren "Statistik" nicht gelten, sondern forderst "ärztliche Beweise".

      Und wo waren dann Deine "ärztlichen Beweise" der Leute, die Du hier als Maßstab anführst?

      Na, merkste was? :rolleyes:
      Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat,
      der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte. (Berthold Auerbach)
    • Erwin schrieb:

      Dann sollen diese Personen bitte mal zum Arzt und mir die Bestätigung vorlegen, die sich hier oder generell fälschlicherweise als "dumm und faul" angegriffen fühlen, dann gibt es auch eine förmliche Entschuldigung :daumen:
      Du willst eine medizinische Bestätigung von einem dicken Menschen damit du ihm nicht unterstellst, dass er sich nur in die Tasche lügt … :kicher:
      zu Sophie: genau das meine ich. Du hast es vom Arzt bescheinigt, dich greife ich damit auch nicht an.
      Interessant – Sophie greifst du also nicht an, obwohl ihr Arzt ihr nicht glaubte, glaubst du ihr jetzt? … spannend ist deine Wortwahl „angreifen“.
      Scheinbar ist hier aber etwas Gegenwind nicht gewünscht und wird sofort gemeinschaftlich attackiert bzw. ins lächerliche gezogen :confused:
      Deine Wortwahl ist immer wieder aufschlussreich … Gegenwind. Achtung: der kann aber in beide Richtungen wehen und ob dir diese Wind-Frisur steht, dass möchte ich noch bezweifeln.

      Ich muss zugeben ich verliere bei deinen Beiträgen die Sachlichkeit und neige leicht dazu sarkastisch zu werden … ich glaube das liegt aber heute daran, dass ich eine lange und trockene Ausarbeitung schreiben muss und von daher :meaculpa: - :ueberleg: vielleicht liegt es aber doch nicht alleine an mir.
    • Ich esse eigentlich immer nach Gefühl und Hunger.
      Ab und zu gibts auch was Leckers.

      Hab die vorherigen Posts überflogen.

      Und diesen Erwin mag ich schon mal gar nicht.
      Scheint ein ziemlicher Miesepeter zu sein, der nicht einsehen will, dass wir nichts für unsere extra Pfunde können, und er versucht sich seine Faulheit schön zu reden, dass es viele wie ihn gibt.

      Macht mich richtig muffig.
      Apropos muff... Ein Muffin wär jetzt was feines. :mad::mad::mad::mad:
    • ersGuterJunge schrieb:

      I
      Und diesen Erwin mag ich schon mal gar nicht.
      Scheint ein ziemlicher Miesepeter zu sein, der nicht einsehen will, dass wir nichts für unsere extra Pfunde können, und er versucht sich seine Faulheit schön zu reden, dass es viele wie ihn gibt.

      :mad::mad::mad::mad:


      Auch wenn ich die Meinung von Erwin nicht teile, finde ich es unter aller Kajüte jemanden hier so unsachlich und persönlich anzugehen...
    • Hummelchen schrieb:

      Auch wenn ich die Meinung von Erwin nicht teile, finde ich es unter aller Kajüte jemanden hier so unsachlich und persönlich anzugehen...


      jetzt wo du es schreibst, und ich meinen Beitrag so lese, merk ich selbst, dass ich etwas übers Ziel hinausgeschossen bin.... :(

      Ist schon wieder etwas stressig, und ich bin ein bisschen ein Hitzkopf geworden.

      Sry Erwin... War nicht so gemeint. :(
    • Danke Hummelchen :daumen:

      Dachte auch gerade ich falle aus allen Wolken. Meine Ansicht oder Wortwahl nicht mögen ist eine Sache, aber direkt zu schreiben, man mag mich als Person nicht finde ich lächerlich.
      Dafür müsste man mich erst einmal kennen :rolleyes:

      Aber wenn wir schon bei erGuterJunge sind. Wie oft am Tag ist denn "ab und zu"?
    • Erwin schrieb:

      Danke Hummelchen :daumen:

      Dachte auch gerade ich falle aus allen Wolken. Meine Ansicht oder Wortwahl nicht mögen ist eine Sache, aber direkt zu schreiben, man mag mich als Person nicht finde ich lächerlich.
      Dafür müsste man mich erst einmal kennen :rolleyes:

      Aber wenn wir schon bei erGuterJunge sind. Wie oft am Tag ist denn "ab und zu"?


      Ich entschuldige mich noch mal.... War nicht so gemeint........ ehrlich nicht....... ich bin doch guter junge.......
    • Henkersmaid schrieb:

      Nein, wenn man im Gen-Lotto "gewonnen" hat, ist das durchaus falsch, wie Experimente zeigen, die es bereits in den 60er Jahren gab. Man stellte
      fest, dass der Überschuss der Kalorien ganz und gar nicht immer auf die Hüften sank, sondern dass bei manchen Teilnehmern ...

      - die Körpertemperatur gestiegen war, um die überschüssigen Kalorien zu verwerten.

      Wir liegen gar nicht auseinander. Du sagt genau das gleiche wie ich.
      Mit Erhöhung der Körpertemperatur war der Energieverbrauch auch gestiegen, durch welchen Mechanismus das auch immer angestoßen wird. Vielleicht waren die betroffenen Individuen vorher für ihren Bedarf unterernährt, oder irgendein Gen hat sich eingeschaltet. Als Ergebnis steht hier wieder: Energiezufuhr minus Energieverbrauch = negativ => Abnahme (oder Nicht-Zunahme).

      Henkersmaid schrieb:

      - sich Muskeln aufgebaut hatten, obwohl die Teilnehmer sich alle in gleichem Maße, nämlich sehr wenig (Gefängnisinsassen), bewegten.
      - u.v.m.
      ...

      Vom Nichtstun bauen sich keine Muskeln auf. Auch Gefängnisinsassen können trainieren, z.B. Liegestütze, Kniebeugen oder Situps. Das machen sogar recht viele recht intensiv, um nicht zuzunehmen oder um "kampfstark" zu bleiben. (Ich kenne ein paar Jungs aus der Firma...)
      Letzten Endes verbraucht auch Muskelaufbau Energie, genauso wie ein Heilprozess nach Verletzung oder einer Infektion. Vielleicht hatten die Betroffenen jetzt endlich genug Kalorien, um ihren Energiebedarf zu decken, und der Körper hat aufgehört, von der Muskelmasse zu zehren. Womit wieder die Energiebilanz negativ wird.

      Was ich ausdrücken wollte ist, dass eine positive Energiebilanz auf vielerlei Weisen hergestellt werden kann. Wenn die "erzwungene" Reduktion des Energiebedarfs durch äußere Einwirkungen (exemplarisch Einnahme von Betablockern) oder De/Aktivierung irgendwelcher Gene oder Hormonzustände oder Umschalten in den Hunger/Energiesparmodus unmöglich durch verminderte Energiezufuhr ausgeglichen werden kann, sprich man kann gar nicht mehr weniger essen, ohne in irgendwelche Mangelzustände an Glucose etc hineinzufallen, dann hat man doch genau die Situation vieler Dicker, die nicht ständig Fastfood essen: Positive Energiebilanz = Zunahme trotz geringer, aber eben leider relativ zum extrem gedrosselten Energiebedarf immer noch zu hoher Energiezufuhr.

      Auf der anderen Seite kann der Energieverbrauch auch künstlich in die Höhe gepuscht werden, durch Bewegung, Erhöhung der Körpertemperatur, Heilprozesse, andere Hormonzustände, Medikamente, Drogen usw.
      Wer das "Glück" hat, zugeführte Energie "verheizen" zu können (ich vermute, das ist auch irgendwie genetisch festgelegt), hat halt eine negative Energiebilanz (oder plusminus Null) und nimmt nicht zu trotz hoher Energiezufuhr, die aber relativ zum aktuellen Energiebedarf immer noch nicht zu hoch ist.

      Die Formel Energiebilanz = Energiezufuhr minus Energiebedarf ist zwar ein simples physikalisches Gesetz, aber ganz und gar nicht simpel ist, was genau hinter den einzelnen Größen steckt. Ein Teil ist beeinflussbar, ein Teil nicht. Und die genauen Mechanismen, wie sich eine Energiezufuhr zusammensetzt bzw. was warum Energie verbraucht und wie, ist meiner Meinung nach nicht ausreichend erforscht. Die einfache Reduzierung auf Kalorien (allein schon deren Ermittlung ist extrem komplex) und Sport ist da zu kurz gepratzt.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Vom Nichtstun bauen sich keine Muskeln auf.


      Ich weiß nicht, ob die Teilnehmer damals schon die Auflage erhalten haben, sich möglichst wenig zu bewegen, bei der Wiederholung mit einer Gruppe Studenten war es zumindest so - und trotzdem bauten einige Teilnehmer Muskeln auf. Das ist letztlich genauso verwunderlich wie der Anstieg der Körpertemperatur, schließlich hat ja keiner der Teilnehmer gleichzeitig Urlaub in Alaska gemacht ;) Für mich heißt das unterm Strich eigentlich nur eins: Der Körper reagiert auf eine übermäßige Zufuhr von Kalorien höchst individuell.

      Der eine hat vielleicht ein Gen, das in Gegenden von Vorteil war, wo Muskulatur wichtig war (Jagd), der nächste ein Gen, das es ermöglichte in kalten Gebieten zu bestehen (Temperatur) und ich habe vielleicht das Gen, mit dem man auch in kargen Landstrichen eine ganze Zeit überleben konnte (Fettspeicher). Dennoch käme bei den erstgenannten niemand auf die Idee, sie für ihr Essverhalten zu verurteilen oder überhaupt dahingehend zu befragen. Das ist für mich der springende Punkt. Es gibt einfach eine Gruppe von Menschen, die für ein Gen bestraft werden. Mal ganz davon ab, dass nicht geschaut wird, WARUM ihr Körper überhaupt mehr Kalorien anfordert usw.
    • Interessanter Aspekt. Mir wird definitiv beim Essen warm, das kann ich wirklich spüren. Ich nehm auch im Sommer eher zu und im Winter eher ab, wohl weil ich die Kalorien zum Heizen brauche.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • In der alten indischen Ayurveda-Philosophie gibt es drei Prinzipien: Kapha, Pitta und Vata. Ein Kapha-Typ ist eher ein "Substanzbildner" und setzt leicht Fett oder Muskeln an. Ich gehöre zu diesem Typus: ich werde leicht dick, aber ich baue auch sehr schnell Muskeln auf, wenn ich Krafttraining betreibe.
      Der Pitta-Typ ist ein "Wärmeerzeuger", wie mein Mann. Wir beide auf einem Wärmebild: ich etwas hell, er ein gleißender Fleck.
      Und der Vata-Typ setzt Energie in Bewegung um (Zappelphilipp). Durch gezielte Ernährung, Tätigkeiten, Farben, Düfte etc. soll ein Ungleichgewicht der drei Prinzipien wieder in ein Gleichgewicht gebracht werden.
      Interessanterweise soll kein absolutes Gleichgewicht hergestellt werden, sondern der persönliche "Normalzustand". Wenn ein Kapha-Typ stark abmagert, wird Vata überbetont, und derjenige würde dann zu Depressionen neigen. Dann sollte er Aktivitäten oder Speisen wählen, die Vata senken und Kapha verstärken.
      Wissenschaftlich ist diese Theorie zwar (noch?) nicht belegbar, aber letzten Endes beruht sie auf Beobachtungen, die dem damaligen Weltbild entsprechend interpretiert wurden.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Interessanterweise soll kein absolutes Gleichgewicht hergestellt werden, sondern der persönliche "Normalzustand". Wenn ein Kapha-Typ stark abmagert, wird Vata überbetont, und derjenige würde dann zu Depressionen neigen. Dann sollte er Aktivitäten oder Speisen wählen, die Vata senken und Kapha verstärken.
      Wissenschaftlich ist diese Theorie zwar (noch?) nicht belegbar, aber letzten Endes beruht sie auf Beobachtungen, die dem damaligen Weltbild entsprechend interpretiert wurden.

      Die ayurvedische Ernährungslehre ist interessant – ich mag die Philosophie, dass man immer gemeinsam essen soll und dass man mit Liebe kochen und servieren sollte.

      Mein Mann kann häufig kaltes Essen und kaltes Trinken wohingegen ich das nur selten tue. Ich mag eher warme Getränke und wärmende Speisen – eine Speise muss bei mir aber nicht unbedingt die Temperatur von etwas warmem haben, damit ich sie als wärmend empfinde.

      So isst mein Mann beispielsweise gerne Quark, oder Joghurt mit Marmelade und Zucker - ich empfinde kalten Quark meistens als Qual. Quark zu essen kommt für mich einer Strafe gleich, wohingegen ich beispielsweise bei kaltem und selbstgemachtem Grießbrei ein gutes Gefühl bekomme.

      Es ist doch absurd, dass sich heute so häufig, wie noch nie zuvor, mit Ernährung beschäftigt wird, aber anscheint nur wenige Menschen einen Sinn darin sehen, sich selbst, im Bezug auf ihre Ernährung, zu Beobachten.
    • Das liegt auch an der weit verbreiteten Autoritätenhörigkeit. Der Experte wird als allwissend (jedenfalls zu einem bestimmten Thema) angesehen, und dessen Theorien für relevanter als die eigenen Beobachtungen gehalten.
      Über vieles kann mensch sich heutzutage zwar kein eigenes Bild mehr machen, zu kompliziert ist der dahinterstehende technologische Aufwand. Aber leider ist das Hinterfragen auch generell etwas aus der Mode gekommen zugunsten passiven Konsums und grenzenlosen naiven Vertrauens. Die Knopfdruck-Instant-Kultur entwöhnt vom Selber-Machen und Selber-Denken.

      Letzten Endes sind alle wissenschaftlichen Theorien, also auch die aktuellen ernährungswissenschaftlichen "Wahrheiten" nicht als eine vorläufige Arbeitshypothese, die bei Eintreten neuer Erkenntnisse modifiziert werden muss. In welche Richtung nach neuen Erkenntnissen überhaupt gesucht wird, ist natürlich abhängig von den gültigen Theorien und auch wirtschaftlichen Interessen.

      Erschwerend kommt hinzu, dass sich zum Thema Ernährung jede Menge "magischer" Vorstellungen herausgebildet haben: "Entschlackung", "Säure-Basen-Gleichgewicht", "Dinner-Cancelling", "Trennkost", aber auch "Ayurveda".
      Als Arbeitshypothese, die man widerlegen oder verifizieren kann, sind diese Überlieferungen anzuerkennen, aber nicht als Dogma.
      In der Mathematik habe ich gelernt: Glaube an nichts, halte alles für möglich.
      Ich tu einen Teufel und verzichte auf herrlich scharfes Essen, nur weil ich dadurch mein ayurvedisches Gleichgewicht stören könnte. Was ich ausprobiert habe und - für mich - als negativ, unangenehm bis schädigend erfahren habe, kann noch so von irgendwelchen Autoritäten oder Überlieferungen empfohlen werden, ich lass es trotzdem bleiben. Aber ich würde auch niemandem erzählen, dass er das dann für sich selber ebenfalls bleiben lassen muss.

      Naja, es scheint in unserer westlichen Konsumkultur einen Trend zur Passivität, Sich-Berieseln-Lassen, Sich-Abhängig-Machens zu geben. Sieht man ja auch an den immer stärker sinkenden Wahlbeteiligungen jeglicher Art.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Sophie schrieb:

      Ich tu einen Teufel und verzichte auf herrlich scharfes Essen, nur weil ich dadurch mein ayurvedisches Gleichgewicht stören könnte. Was ich ausprobiert habe und - für mich - als negativ, unangenehm bis schädigend erfahren habe, kann noch so von irgendwelchen Autoritäten oder Überlieferungen empfohlen werden, ich lass es trotzdem bleiben. Aber ich würde auch niemandem erzählen, dass er das dann für sich selber ebenfalls bleiben lassen muss.

      Naja, es scheint in unserer westlichen Konsumkultur einen Trend zur Passivität, Sich-Berieseln-Lassen, Sich-Abhängig-Machens zu geben. Sieht man ja auch an den immer stärker sinkenden Wahlbeteiligungen jeglicher Art.

      Du hast es wieder auf den Punkt gebracht - Danke.
    • Seit vier Wochen verfolge ich recht energisch das Vorhaben abzuspecken. Ich versuche mich halbwegs kalorienarm zu ernähren und suche einfach mehr Bewegung über Spazierengehen oder Fahrradfahren. Ein paar Kilos sind schon gepurzelt, aber hin und wieder gönne ich mir auch etwas süßes. Als leidenschaftliche Hobbybäckerin backe ich recht häufig Kuchen und verzichte dabei ganz bewusst nicht auf Zucker oder süßen Fandant [hier Werbelink gelöscht!]meincupcake.de/shop/Fondant/. Solange die Kalorienbilanz über die Woche hinweggesehen stimmt, kann man - denke ich mir - sich auch mal etwas gönnen.

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    • Nur mal so nebenbei, Ayurveda ist in erster Linie eine Heilkunst, nur über Jahre erlernbar und nur im Westen eher als "wellnesstrallala" bekannt. Ayurvedisch kochen ist ne tolle Sache (ich bin wohl Mischtyp aller drei, hab aber auf echte Bestimmung verzichtet weil mir egal). Wenns nur nicht so verflucht zeitaufwändig wäre (ich weigere mich, alleine ayurvedisch zu kochen). Und definitiv absolut ungeeingnet als Ernährung zur Gewichtsabnahme, und auch überhaupt nicht so gedacht. Aber supersuperlecker. Und vegetarisch.
      Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden
      ******Rosa Luxemburg******
    • Nicht unbedingt vegetarisch. In Indien sind sehr viele Menschen aus religiösen Gründen Veganer, dann gibt es Nicht-Schwein-essende Muslime (die aber Schaf, Rind, Fisch, Geflügel essen), Nicht-Rind-essende Hindus (die Geflügel und Fisch essen), und von daher ist es einfacher, gleich ganz auf Pflanzenkost zu gehen. Die verschiedenen Fleischsorten werden trotzdem unter ayurvedischen Gesichtspunkten betrachtet. Dann spielt auch noch das Kastensystem eine Rolle, nach dem nicht alle Speisen für jeden erlaubt waren.... Da sag einer, unsere moderne Ernährungslehre wäre kompliziert.

      Aber wie du sagst, Ayurveda ist eine ganzheitliche Gesundheitslehre. Dabei ist auch z.B. nicht jeder Sport für jeden gleich geeignet, und Klima, Wetter, Schlaf, Tageszeit, sogar Kleidung werden berücksichtigt. Die "esoterische" Erklärung dessen erscheint aus westlichen Augen manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber letzten Endes verbergen sich dahinter jahrtausende alte Beobachtungen. Ob die Theorie dahinter "korrekt" ist (sprich: nicht in Widerspruch zu anderen relativ abgesicherten Theorien steht) ist mir eigentlich wurscht. Was zählt, ist das Ergebnis.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)