Werde ich je wieder eine Arbeit finden?

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    • Hmmm....
      Ich hatte so für mich jedenfalls schon das Gefühl, dass das Gewicht das Problem war, jedenfalls das grösste. Die Blicke... :( ... Und einmal hab ich von der Chefin in einer Bäckerei gehört: "Das funktioniert nicht, wie wollen sie sich denn bücken hinter der Theke wenn was runter fällt ?" :mad:
      Leider fallen mir die passenden Bemerkungen erst immer hinterher ein !
    • Ich glaube schon das gewisse Arbeiten für extrem Dicke nicht gehen, zum Beispiel, wenn man wo reinkriechen muss um es innen zu reinigen.

      Ich habe immer Arbeit gefunden, allerdings wenn ich Bewerbungen mit Fotos verschickt habe, kam ich nichtmal bis zum Vorstellungsgespräch. Aber wenn ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, dann hatte ich die Stelle auch. Inzwischen ist es der 5 Job den ich so bekommen habe.
    • Tinkerbell schrieb:

      Ich glaube schon das gewisse Arbeiten für extrem Dicke nicht gehen, zum Beispiel, wenn man wo reinkriechen muss um es innen zu reinigen.
      Aber das geht auch anderen so - ältere Menschen, Menschen mit Rückenschmerzen …

      Ich habe immer Arbeit gefunden, allerdings wenn ich Bewerbungen mit Fotos verschickt habe, kam ich nichtmal bis zum Vorstellungsgespräch.
      Das kann aber an vielen Dingen liegen und muss nicht zwingend mit dem Aussehen zu tun haben. Viele schlanke Menschen bekommen keine Arbeit und viele dicke Menschen bekommen keine Arbeit. Eine Ablehnung kann so viele Gründe haben.

      Manchmal passt es einfach nicht und das ist dann auch gut so. Ich hatte mich vor gut zwei Wochen auf eine Minijober Stelle beworben und ging zum dem Vorstellungsgespräch. Als ich die Tür aufmachte sah ich schon den entsetzten Blick von dem Chef. Natürlich bin ich in solchen Momenten auch betrübt, aber wenn ich meinen Verstand einschalte, dann weiß ich genau, dass diesem Mann eine ganz bestimmte Äußerlichkeit vorschwebte und da passt weder ein dicker, extrem dünner, alter, … oder ein sonstig "unvorteilhafter" Mensch hinein. Diesen Menschen geht es nicht um einen guten und bemühten Arbeitnehmer - mit solch einem Chef möchte ich eh nicht arbeiten, denn das kann nur schief gehen.
    • Tinkerbell schrieb:

      Du magst zwar Recht haben, aber wenn du Arbeit brauchst, muss man manchmal auch einen Idioten als Chef akzeptieren.

      Ich sprach hier aber nicht von einem Dummkopf, sondern von einem Menschen der mich als unpassend empfindet. Es gibt zig Chefs und Kollegen die eigenwillig sind, aber damit muss man leben – mit Menschen die mich nicht so wollen wie ich bin, muss ich als erwachsene Frau nicht leben.
    • So eine Chefin hatte ich vor zwei Jahren auch, habs auch lang hingenommen, weil ich eben nicht ohne Arbeit dastehen wollte. Das ging so lang, bis ich psychisch völlig fertig war, und auch nach der Kündigung hatte ich sehr lang damit zu kämpfen.
      Also wenn du damit gut umgehen kannst dass du so behandelt wirst...
      Ich weiss inzwischen, wie es sich anfühlt, nette Kollegen und Chefs zu haben und gern zum Arbeiten zu gehen, und ich würde solch eine miese Behandlung heute nicht mehr hinnehmen, auch wenn das heissen würde den Job zu verlieren. Denn auch wenn ich dick bin, bin ich ein Mensch und will auch als solcher behandelt werden.
    • Anonyme Bewerbungen ohne Foto wären auch für Frauen oder Migranten von Vorteil. Wer einen ausländisch klingenden Namen hat, wird häufig auch gleich aussortiert.
      Ich erinnere mich an eine Szene im Vorstellungsgespräch, wo in meiner Anwesenheit darüber diskutiert wurde, ob es zumutbar wäre, wenn die Kollegen mit einer Frau zusammenarbeiten müssen... (Das war Anfang der 90er Jahre.)
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • oyo schrieb:

      So eine Chefin hatte ich vor zwei Jahren auch, habs auch lang hingenommen, weil ich eben nicht ohne Arbeit dastehen wollte. Das ging so lang, bis ich psychisch völlig fertig war, und auch nach der Kündigung hatte ich sehr lang damit zu kämpfen.

      Genau das ist es was ich meinte „mit solch einem Chef möchte ich eh nicht arbeiten, denn das kann nur schief gehen“. Das Argument man braucht die Arbeit, macht in meinen Augen keinen Sinn, denn wenn du psychisch fertig bist, dann bist du meist auch auf Jahre arbeitsunfähig … und das kann ich nicht brauchen.
    • Ja und was machst dann ohne Arbeit? Ich habe immer nebenbei Arbeit gesucht, aber hier wo ich wohne sind Arbeitsplätze sehr dünn gesät, du hast nicht viel Auswahl, wenn ich diese Stelle verliere schauts schlecht aus, denn die einzigen Stellen die momentan frei sind, wären Kellner und das kann ich nicht mehr machen
    • Tinkerbell schrieb:

      Ja und was machst dann ohne Arbeit?

      Die Frage ist doch nicht was du ohne Arbeit machst, sondern was du tust, wenn du arbeitsunfähig bist. Eine Arbeitsunfähigkeit ist eine sehr schlimme Sache und sie kommt plötzlich und unerwartet und entsteht unter anderem aus Frustration, Stress und Angst.

      Was du machen kannst weiß ich natürlich nicht, aber eine Bekannte von mir hat etwa Schmuck hergestellt und über ein Portal verkauft und ich habe mich selbstständig gemacht mit einem alten Kunsthandwerk. Das alles passiert nicht von heute auf Morgen, aber eine Arbeitsunfähigkeit schon.
    • Es gibt vom Bildungsministerium einen Online-Selbsttest für die Studienfachwahl: www.was-studiere-ich.de, und für Ausbildungsberufe gibt es von der Arbeitsagentur www.planet-beruf.de
      Das Ergebnis kann man als Richtungsempfehlung sehen, ist ja kein Zwang. Ich hab den Test für Ausbildungsberufe auch mal gemacht, und bin tatsächlich in meinem Berufsfeld gelandet.
      Wichtig ist nur, nicht anzuklicken, wie man gerne wäre, sondern knallhart selbstehrlich sein.
      Und in meinem nächsten Leben werd ich Elektriker.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • @ vossen


      Und ich denke, dass es schön wäre, wenn deine Beiträge einmal mehr als einen Satz enthalten würden. Ein konstruktiver Austausch sieht doch wohl anders aus. Hat was von Spam unter diverse Threads ein paar nichtssagende Worte zu klatschen.
      [SIZE=2]Liberté toujours![/SIZE]
    • Bircan schrieb:

      Die Frage ist doch nicht was du ohne Arbeit machst, sondern was du tust, wenn du arbeitsunfähig bist. Eine Arbeitsunfähigkeit ist eine sehr schlimme Sache und sie kommt plötzlich und unerwartet und entsteht unter anderem aus Frustration, Stress und Angst.
      .


      Hallo,
      ich verstehe dich, Tinkerbell , schon, denn ich wurde so erzogen: arbeiten, sich durchbeißen, hart sein etc. ist das wichtigste.
      Dann hatte ich eine mistige Arbeitsstelle, einen schweren burn- out - Nervenzusammenbruch.
      Einen Monat später Psychiatrie, dort Verdacht auf Psychose und so gab eines das andere. jahrelange Krankheit und psychiatrieaufenthalte.
      Heute bin ich Rentnerin.
      Wenn ich was draus gelernt habe: Niemals wegen einem Job die Gesundheit riskieren! Keine Arbeit ist das wert!
      (Das heißt, ich selbst habe von dieser Einsicht nichts mehr, kam zu spät für mich, kann sie nur weitergeben.)

      Mit freundlichen Grüßen Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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    • Ich arbeite - würde mich aber gerne woanders "bewerben" aber habe auch Angst - vor diesen Negativen Reaktionen bezüglich meines Gewichts :(
      Ich glaube man steckt da in so eine Art Teufelskreis drin - besonders wenn man dann doch mal eine Chance bekommt und dann Reaktionen zur "Körperfülle" über sich ertragen lassen muss.
      An Manchen Tagen würde ich das Haus am liebesten gar nicht verlassen :flirt: - aber wie soll ich mit dieser "Stimmung" einen neuen Job finden ?

      Ihr klingt alles ziemlich zuversichtlich und ich mich wie ein Käfer auf den Rücken .....:cool3:der das Flügelschlagen zu anstrengend ist wenn er gleich wieder umgeworfen wird.

      Aber Ihr habt im Prinzip ja Recht - man muss hartnäckig bleiben sonst jammert man nur und dadurch wird sich sicherlich nichts an der jetztigen Situation ändern.
    • Tronje schrieb:



      Ihr klingt alles ziemlich zuversichtlich und ich mich wie ein Käfer auf den Rücken .....:cool3:der das Flügelschlagen zu anstrengend ist wenn er gleich wieder umgeworfen wird.

      Aber Ihr habt im Prinzip ja Recht - man muss hartnäckig bleiben sonst jammert man nur und dadurch wird sich sicherlich nichts an der jetztigen Situation ändern.


      Es ist auch wichtig, Rückhalt und Solidarität zu erfahren und zu merken, dass man nicht alleine ist! Ich hoffe doch, hier dazu beizutragen.

      :daumen:

      liebe Grüße Lisa
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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    • Ich habe mal ein Führungskräftetraining zum Thema Körpersprache mitgemacht. Eine erstaunliche Erkenntnis war, dass das Unterbewusste (instinktive Abschätzung des Gegenübers) mehr auf Gestik und Mimik achtet als auf die Worte, und dass biologische "Programme" stärker wirken als gesellschaftliche Normen.

      Es ist angeblich nachgewiesen, dass "expressive", aber "unattraktive" Menschen beim ersten Eindruck (und der zählt im Vorstellungsgespräch zu 80%) positiver wahrgenommen werden und beliebter sind als "attraktive", aber "unexpressive" Menschen. "Expressiv" bedeutet, sich stark durch Gestik, Mimik und Körperhaltung auszudrücken. (Man stelle sich vor, wie eine italienische Mama auf dem Markt mit dem Gemüsehändler handelt, mit den Nachbarinnen tratscht, und i bambini umarmt..)

      Wen würdest du lieber einstellen:

      A) macht zögerliche Trippelschritte, macht sich "klein", murmelt leise mit piepsiger weinerlicher Kopfstimme, hat die Schultern nach vorn gezogen, kriecht in sich hinein, sitzt stocksteif auf dem Stuhl, sagt nix außer ja und nein und Äh, Hände umklammern einander fest, stellt keine Fragen, alles muss man ihm aus der Nase ziehen, völlig humorfrei, hat Modelfigur.

      B) geht auf den Gesprächspartner zu, steht locker und offen da, Schultern entspannt nach hinten, breites offenes Lächeln, das Gesprochene wird durch Handbewegungen und Mimik unterstrichen, zeigt beim Gespräch Interesse durch Vorbeugen des Oberkörpers, die Stimme kommt entspannt aus dem Brustraum, kann lachen, und ist dick.

      Viele Menschen denken zu schlecht von sich selbst, und stellen dann auch nach außen die Rolle des "Minderwertigen Wesens" perfekt dar. Aber warum sollte ich als Personaler ein "Minderwertiges Wesen" einstellen, jemanden, der noch nicht einmal von sich selbst gemocht wird? Kann so jemand teamfähig sein? (Achtung: es ist kein großkotziges Angeberverhalten gemeint - das kommt genauso wenig an.)

      Ängstliche Mitarbeiter sind nicht gefragt (weitaus weniger als dicke Mitarbeiter). Der Personaler weiß nicht, wovor der Bewerber Angst hat, er sieht nur, dass das ein Schisser ist. Weicheier brauchen wir nicht. Raus bist du.
      Der Käfer "wird" nicht "umgeworfen", er schmeißt sich in vorauseilendem Gehorsam selber hin.

      Bemerkungen über das Gewicht können ein "Stresstest" sein: wie reagiert der Bewerber auf kleine Angriffe? Je gelassener, um so besser.
      Oder einfach menschliche Überraschung. Dann ist gelassener Humor auch das beste Mittel. Ich kenne das überraschte "Ach, Sie sind ja eine Frau!" Ich sag dann meistens mit einem breiten Grinsen (nicht mit spitz beleidigtem Ton) "Keine Angst, das ist nicht ansteckend."

      Ich habe selber schon etliche Einstellungsgespräche geführt und kenne jede Menge Personaler: wenn es nicht gerade um modische Repräsentanz oder ein Model-Casting geht, zählt a) die Qualifikation und b) die Persönlichkeit. Wer eine interessante (aufgeschlossen, intelligent, teamfähig) Persönlichkeit hat und das glaubhaft darstellen kann, hat die besseren Karten.

      Man kann die Stimme trainieren, und auch seine Körpersprache. Es geht dabei auch nicht um "Vortäuschen falscher Tatsachen", sondern allgemein um Lockerwerden, Sich-Öffnen.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • hallo Sophie,

      irgendwie treffe ich auch oft auf Leute, da stimmt alles....
      es gibt ja kein "entweder" "oder" ,
      sondern ein " sowie als auch".
      Also diese Personen, die nicht nur wahnsinnig hübsch,
      sondern auch helle, attraktiv, expressiv ,
      und dazu noch wohlhabend,
      und wenn man denkt : "Uiii, die ist bestimmt mordseingebildet!",
      dann ist die auch noch wahnsinnig nett und macht irgendwas für hungernde Kinder in Afrika.
      mich erschüttert so was immer;)

      ansonsten gebe ich dir recht. Persönlichkeit ist viel wichtiger als ein hübsches Lärvchen.
      Bin daher auch für anonymisierte Bewerbungen. Denn die Persönlichkeit muss man beim Bewerbungsgespräch zeigen können, doch das kann man nicht, wenn man auf Grund des Fotos ( oder des Namens, Geburtsdatum ewtc.) nicht einmal die erste Hürde nimmt und nicht eingeladen wird.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
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      die klar ist, einleuchtend und falsch.


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    • *heftiges Nicken* Aus den Unterlagen sollte die Qualifikation ersichtlich sein, und im Vorstellungsgespräch die Persönlichkeit.
      Es gibt ja zu jedem Sch*** Studien, und die Studien zu diesem Thema zeigen, dass die beste Erfolgsquote (= die am besten geeignete Person für die offene Stelle zu finden) nicht das Vorstellungsgespräch bringt, sondern ein (gutes!) Assessment, bei dem unter annähernd Echt-Bedingungen kleinere Aufgaben des späteren Tätigkeitsfeldes gelöst werden müssen. Hier zählt nicht der erste Eindruck von wenigen Minuten, sondern die Bewerber zeigen ihr wahres Gesicht. Da haben wir auch schon mal einen Bewerber mit Super-Zeugnissen abgelehnt, weil der einfach zu egoistisch im Team agierte.
      Falls eine Firma ein Assessment macht, würde ich nicht in Panik verfallen, sondern mitmachen. Das Mindeste, was man mitnimmt, ist das Feedback über die eigenen Schwachpunkte.
      Ohne Anstrengung und ohne Bereitschaft, den Schmerz und die Angst zu durchleben, kann niemand wachsen. (Erich Fromm)
    • Hallo Madame,
      ich finde ,du kann wieder einen Job finden.Aber du musst auf deine Figur aufpassen...Ich habe meinen Job verloren wegen meiner Figur,aber ich finde anderen bald...hoffe du willst