Wollen wir über unsere Beziehung zu Tieren reden?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Hier schreiben engagierte Laien. Soweit gesundheitliche Fragen erörtert werden, ersetzen die Beiträge und Schilderungen persönlicher und subjektiver Erfahrungen der Autoren keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung und die fachliche Beratung durch einen Arzt, Therapeuten oder Apotheker! Bitte wendet Euch bei gesundheitlichen Beschwerden in jedem Fall an den Arzt Eures Vertrauens.

    Bitte beachtet unsere überarbeitete Datenschutzerklärung sowie unsere ebenfalls überarbeiteten Forenregeln.

    • Tja, also ich habe gerade Lust über mein Verhältnis zu Tieren zu reden- also lege ich einfach mal los:

      Mein ganzes Leben lang leide ich unter massiver Antriebsschwäche und genau da halfen und helfen mir meine Tiere sehr. Leider hatte ich lange Zeit keine Möglichkeit, einen Hund zu halten (in einer 1 Zimmer Studentenwohnung und ohne Geld war das keine gute Idee) und gegen Katzen habe ich leider eine heftige Allergie, also habe ich als Teenie angefangen, Ratten zu halten. Das war damals für mich perfekt, die Tiere waren immer da, waren meist recht kuschelig, haben mich mit ihren Albernheiten auf Trab gehalten und gaben mir immer das Gefühl, nicht allein zu sein. Außerdem zwangen sie mich für sie zu sorgen, auch wenn man natürlich mit Ratten nicht so viel zu tun hat, wie mit anderen Tieren, sorgen sie doch für gewisse Abläufe und Struktur. Mir hat das durch meine schwierige Zeit in meiner Jugend sehr geholfen.

      Da sich mein Leben dann auch massiv veränderte (Studium, Ehemann, mehr Platz in der Wohnung *juhu*) konnte ich dann auch mehr kleine Nager halten - die sich alle sehr in mein Herz geschlichen haben. Ich hielt in den letzten 25 Jahren von Hamstern, über Degus, Rennmäusen, Farbmäusen und Kaninchen alle möglichen Heimtiere und lernte sie besser kennen. Als ich dann im Internet anfing, mich mit anderen Nagerhaltern zu unterhalten, fand ich zum ersten Mal Menschen, die ähnliche Interessen hatten und ein Thema, über das ich reden mochte und wo ich auch verstanden wurde.Dadurch war ich dann auch viel im Tierschutz tätig, nahm Notfalltiere auf und auch beruflich bin ich in die Richtung gegangen. Kleine plüschige Tiere füllen also mein Leben sehr aus und halten mich auf Trab. Leider geht das Gehegeputzen doch arg in die Knochen und ich werde nicht jünger, der Rücken wird nicht besser... deshalb werde ich wohl leider bald keine Meerschweinchen mehr halten können, die nun seit zwei Jahrzehnten mein Wohnzimmer bevölkerten. Aber so ein Hamster, der wird hier wohl immer wohnen ;)

      Die meisten Leute belächeln mich wegen meiner Liebe zu diesen kleinen Felltieren - denn leider nehmen die meisten Menschen diese kleinen Tiere nicht ernst, sperren sie als Kinderspielzeuge in winzige Käfige und können gar nicht verstehen, dass man sein ganzes Leben diesen Tieren widmet und sie erforscht... aber ja, ich finde Meerschweinchen und Co. total spannend :)
    • Liebe Kryptische,


      Kryptische schrieb:




      Die meisten Leute belächeln mich wegen meiner Liebe zu diesen kleinen Felltieren - denn leider nehmen die meisten Menschen diese kleinen Tiere nicht ernst, sperren sie als Kinderspielzeuge in winzige Käfige und können gar nicht verstehen, dass man sein ganzes Leben diesen Tieren widmet und sie erforscht... aber ja, ich finde Meerschweinchen und Co. total spannend :)

      ja, diese Kleinnager tun mir auch immer Leid, auch Kaninchen übrigens. Ich nenne sie bei mir "Gottes vergessene Tiere" :( Nein, die sind nix für Kinder, besonders Hamster nicht, und Meerlis und Kaninchen miteinander zu vergesellschaften....nein.
      Und lebendig sind sie; ich habe mal drei Wochen lang Chinchillas gehütet - sie halten einen auf Trab.
      Ein schönes Hobby ;)

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • die siams von der tanke

      Wie es mit den Siams von der Tanke weiterging.

      Nach dem Ausflug von Soleil, war mir ja klar, sie wird trächtig sein.

      Sie fraß nach dem Ausflug fast nur noch rohes Huhn.Daß es das war, was ich als Schwangerschaftsdiät servieren sollte wurde mir klar, als eine Pfote vom Küchenschrank runter kam und mir die Hähnchenkeule, die ich grade zubereiten wollte aus der Hand riß.
      Soleil hatte beschloßen, daß sie auf dme Küchenschrank wohnt.
      Sie kam da so gut wie gar nicht mehr runter.

      Sie wurde dann irgendwann rundlich.Da war meine Vermutung dann bestättigt.
      Gegen Ende der Zeit, die es dauert, Kätzchen auszubrüten, habe ich sie dann vom Schrank geholt und den Schrank verrammelt.
      Ich habe mal eine Doku gesehen über eine Entenart, die ihre Gelege an Steilhängen über dem Meer baut.Das erste was den Kücken abverlangt wird, nach dem Schlupf, ist -irgendwie von dem felsigen Hang runter kommen.Die meisten überleben es.
      Ich sah die Kätzchen vom Küchenschrank purzeln..ne das ging nicht.Ich hab der Mieze dann überall, wo sie mal länger lag ein Nest gebaut.

      Als sie so aussah, als ob sie gleich platzt und es in ihrem Bauch schon wild rumpelte, legte ich die Hand drauf, machte sie es sich im Schrank gemütlich...ok..im Schrank bekam auch die andere Katze, die mal Junge "bei mir" hatte, ihre Kinder.

      Tja und dann schlief ich mal wieder vorm Fernseher ein und wachte davon auf, daß es feucht an meinem Fuß war.
      Miez hatte beschloßen , der allerbeste Platz ihre Kinder zu bekommen, war "auf mir drauf"

      Soviel Vertrauen fand ich rührend und ich durfte dann die Kätzchen ahlten, während sie mit dem ausploppen vom nächsten beschäftigt war.

      Sie hatte es mit einem schwarzen Kater getrieben, denn alle Kätzchen kamen nach dem Papa.. Das erste Kätzchen war ein Kuhkätzchen.Schwarz -weiß
      Das war Nelson ( nach Nelson Mandela , der war da gerade gestorben).Nelson wurde allerdings mit so 10 Wochen ein Mädchen.Und in Fritzi umgetauft.
      Die anderen vier waren alle schwarz.Eine hatte eine weißen Punkt an der Nase ,eine andere eine weiße Socke.
      Die mit dem Punkt war das letztgeborene Kätzchen
      Georgina.Die Mama wollte Georgina nicht versorgen und tat es nur weil ich sie immer wieder anlegte.
      Instinkt, sie wußte von Anfang an mit dem Kätzchen stimmt was nicht..Die Kleine wuchs mit.Aber sie war immer kleiner als ihre Geschwister.
      Als sie 8 Wochen war, sah ich das sie kränkelte.Aber es war WE und da sie noch futterte , dachte ich, bis Montag warten.
      Abends gab es ein Geräusch..eines das ich nie vorher hörte..eine "auserirdischen" Schrei...und ich wußte sofort Georgie ist tot.
      Wir, ich und die Tiere saßen dann lange um das tote Kätzchen, bis wir WUSSTEN nun ist die kleine Seele fortgeflogen.Das war magisch dieses Erlebnis und wie die anderen Tiere reagierten.

      Nelson-Fritzi wollte ich behalten.
      Für de anderen drei fand ich gute Zuhause.
      Die Mama habe ich auch vermittelt und dann doch auch noch Lavayette..also ich habe mich letztlich von den ganzen Katzen getrennt,weil sie mir leid taten.Ich wohne im 4. OG ohne Balkon.Ich finde , wenigstens eine Balkon sollte eine Katze haben, wenn sie schon nicht raus kann.

      Was ich erlebt habe, mit den Menschen, denen ich die zwei großen Siams vermittelte, ist eine ..bzw. zwei verrückte Geschichten.

      Manche Menschen haben echt eine Knall.
    • Ohne Tiere geht es für mich garnicht!

      Vor gut 4 Jahren musten wir unsere Hündin einschläfern lassen. Nach langen 15 Jahren. Danach haben wir lange gebraucht um uns wieder auf einen Hund ein lassen zu können.

      Seit Juli diesen Jahres ist nun wieder ein kleiner Stinker in unserem Leben.

      MIR tat er WUNDER!!

      Ich gehe mit Lust und Freude die Strecken mit dem Hund, welche ich in den Jahren ohne Tier nicht gelaufen bin. Einfach keine Motivation alleine zu laufen. Und mir geht es mit jedem Tag besser. Die Strecken werden weiter und ich nehme an Muskeln zu und Fett ab.

      Das motvierte mich auch dazu, vor gut drei Wochen meine Ernährung zu beschränken, bzw. umzustellen. ENDLICH hat es KLICK gemacht.

      Durch das Tierchen habe ich auch wieder Kontakt mit der Gesellschaft. Egal ob hier im Dorf oder in der Umgebung.

      Es heist, es gibt für alles den richtigen Zeitpunkt. Das kann ich nur bestätigen.

      In der Zeit ohne Hund wurden unsere drei Katzen bespast. Aber mit denen kann ich nicht spazieren gehen. (Obwohl zwei Miezien bei der Abendrunde immer bis zur deren Reviergrenze mitlaufen). :evil: Und sie holen keine Stöckchen.
    • Wobbler schrieb:

      Durch das Tierchen habe ich auch wieder Kontakt mit der Gesellschaft. Egal ob hier im Dorf oder in der Umgebung.
      Es gibt so viele Gründe , die dafür sprechen, wenn man genug Zeit hat, sein Leben mit einem Hund zu teilen.
      Ohne Hund werde ich nie mehr leben.
      Gestern habe ich mir einen zweiten zugelegt, weil die Wilma nun schon ein altes Mädchen ist . Wenn ich sonst wenig plane, den Zustand Hundelücke will ich nicht.
      Da bin ich anders als die Meisten.Wenn ein Hund geht, kommt sofort der nächste und am besten schon vorher.

      Das was ich da nun habe, beseelt mich auf jeden Fall gerade.Es sieht aus wie eine Zuckerwattewolke die zuviel Hitze abbekommen hat...weiße Wolke mit carmelligen Spitzen.Kleben tu es auch, -an mir dran.
      Und es freut sich wie Bolle :weiss: , wenn ich nach 2 Minuten vom Klo zurück komme.

      "Früher oder später muss man einsehen,
      dass ein Partner kein vollwertiger
      Ersatz für einen Hund ist."

      Ist mein neuster Küchenspruch.


      Maky schrieb:

      Als unser Hund mit 16 Jahren starb, habe ich die "Gassirunde" allein gemacht.
      Mit dem Ergebnis - ohne Hund hat mich niemand mehr erkann
      Ja, das etwas gruslige Phänomen der Hundewiesen- man ist Frauchen von.Emmy, Fritz, Chiarra....oder die mit dem schwarzen Wuschligen,der immer zu allem bellt.

      Die Krise bekomme ich aber, wenn jemand zum Hund sagt "guck da kommt die Mami".
      Sich als Mamis und Papis vom Tier betiteln zu lassen, ist für mich Ausdruck, wie krank und vereinsamt unsere Gesellschaft ist.

      Ich werde selten grantig...dann schon..."ich bin vielleicht der Mensch von Wilma und sie ist der Hund, der mich begleitet"...aber sicher bin ich nicht nicht ihre Mami :schlecht: