Ab welchem Gewicht wurde für euch das Mehrgewicht zum Problem?

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    • Ab welchem Gewicht wurde für euch das Mehrgewicht zum Problem?

      Liebe alle,

      Mit 65 kg/ 165 cm konnte ich locker 2 km schwimmen, war so gelenkig, dass ich den großen Zeh hätte lutschen können, bekam die Hände flach bei durchgedrückten Knien auf den Boden. Mit 88 kg fühlte ich mich noch leicht wie eine Feder. Bis ca. 105 kg gab es wenig Probleme. Jetzt mit U115 ist es etwas ungemütlich geworden. Versuche genug Sport zu treiben, das hilft schon mal etwas. Ich arbeite viel daran, die Flexibilität zurückzugewinnen. Die Hände berühren schon wieder den Boden und nach 2 Monate Üben kann ich wieder den Fersensitz, zwar noch nicht problemlos und lange, aber ich bin froh, dass ich wieder meinen Arsch auf die Fersen platzieren kann. Vorher taten die Oberschenkel zu sehr weh und ich kam nicht tiefer.

      Ein weiteres Problem ist Radfahren im Winter mit dickem Wintermantel. Damit fühle ich mich noch unwohl.
      Und auch lange Sitzen ist noch nicht wieder mein Ding. Da tun mir spätestens nach 2 Stunden die Oberschenkel sehr weh. Aber vielleicht ist das auch gut, so bin ich gezwungen viele Bewegungspausen einzulegen. Hinter meinem Schreibtischstuhl wartet dann schon mein Trampolin auf mich.

      LG Goldi
    • also ich hatte hier einen langen Text geschrieben als Antwort....den nahm das Forum mal wieder nicht an..auch nach dem x.ten Versuch nicht
      da hab ich Dir den Text per mail geschrieben...
      nochmal hier hin ist mir zu mühsam
      KOMISCHERWEISE im Moment nimmt das Forum Texte von mir an..aber zitieren geht nicht, smileys nicht es iat zum Mäuse melken..die Probleme hab eich nur hier und es verleidet mir dieses Forum

      deshalb laß ich es bleiben
    • Hallo,
      das Forum untersagt ja eigentlich Gewichtsdokumentationen, aber ich versuche es trotzdem, denn für mich hängt der Fakt, ob mir das Gewicht Probleme macht , eindeutig mit psychischen Einstellungen zusammen.
      Als junge Frau fand ich mich (1.75 cm gross) mit 62 Kilo so dick, dass ich mich schämte, aus dem Haus zu gehen und anderen Menschen meinen Anblick zu präsentieren. Damals driftete ich auch in eine Magersucht.
      Als ich in glücklichen Zeiten ca. 10 Kilo mehr wog, fühlte ich mich schlank, begehrenswert, toll.
      Als ich durch Psychopharmaka 20 Kilo zunahm, registrierte ich das gar nicht, so abgeschossen war ich.
      Auch die nächsten 10 Kilo nicht und die übernächsten. Ich war dermaßen unglücklich, da machte der Fakt " Mit geschlossenen Augen ins Bad, um mich nicht ansehen zu müssen." auch nix mehr.
      Ich war auch später noch im Jojo, und da geht es um 10, 20, 30 Kilo. Ich kann aber nicht sagen, dass ich irgendwas kann oder nicht kann durch das Gewicht, was vermutlich daran liegt,
      dass Gewicht zwar eine, aber vermutlich die geringste, Baustelle in meinem Leben ist.

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Ich kann aber nicht sagen, dass ich irgendwas kann oder nicht kann durch das Gewicht, was vermutlich daran liegt,
      dass Gewicht zwar eine, aber vermutlich die geringste, Baustelle in meinem Leben ist.
      hmm, das hört sich nach größeren Baustellen an. Drück dir die Daumen, dass du sie in den Griff bekommst.

      Ich selber wäre schon froh, noch beweglicher zu sein und wäre gern bei U105.

      Lisa Cortez schrieb:

      Als junge Frau fand ich mich (1.75 cm gross) mit 62 Kilo so dick, dass ich mich schämte, aus dem Haus zu gehen und anderen Menschen meinen Anblick zu präsentieren. Damals driftete ich auch in eine Magersucht.
      Als ich in glücklichen Zeiten ca. 10 Kilo mehr wog, fühlte ich mich schlank, begehrenswert, toll.
      schade, dass die glücklichen Zeiten nicht immer währen können....
    • Lisa Cortez schrieb:

      das Forum untersagt ja eigentlich Gewichtsdokumentationen, aber ich versuche es trotzdem, denn für mich hängt der Fakt, ob mir das Gewicht Probleme macht , eindeutig mit psychischen Einstellungen zusammen.
      ja...das find ich aber genauso zu kurz gedacht ( diese Forenregel) wie wenn ich in anderem Forum rausfliege..weil ich sage auch "Dicke haben ein Exisitenzrecht" mal so kurz zusammen gefaßt.

      Ich hab die "Dicken-Akzeptanz-Bewegung " verfolgt, seit Mitte der 90 die erste SHG in unserer Gegend auftachte.
      Mittlerweile ist die Szene ja fast nur noch im Internet zu finden
      Also die SHG s hier in der Gegend sind alle schon lange eingeschlafen.

      Es war ganz wichtig, daß Dicke endlich eine Lobby bekamen.
      So wie die jeder haben soll-muß- darf der irgendwie nicht ganz der Norm entspricht.

      Aber ich finde es ging nach hinten los.
      Denn viele nahmen das nun als Freifahrtschein..MeiNE Freundin hatte eineN Aufkleber auf dem Auto..Dicke sind super...stimmt...aber dicksein ist nicht super...es ist beschwerlich...
      Meine Freundin hatte schwerste körperliche Probleme , die eindeutig was mit ihrem Gewicht zu tun hatten.

      Ich habe es ihr gegönnt, daß sie mit Mitte 40 diese Akzeptanz -Bewegung erleben durfte.Sie war hier sehr rege in der SHG.Es wurden Modenschauen und anderes organisiert.

      Super.

      Nur war man dann schon wieder ein schlechter Mensch, wenn man sagte..ich will aber nicht 160 Kilo wiegen ( alles nur Beispiele)

      Da war man dann ein Nestbeschmutzer.

      Mittlerweile ist gerade IN sich den Magen verkleinern zu lassen..gleichzeitig werden Super Curvey Models gehypt....

      alles super......

      Aber ich will weder das eine , noch das andere übergestülpt bekommen.

      Und ich will kotnrovers über dieses Thema diskutieren.
      Fakten, wie Gewicht, meine Gwichtsgeschichte oder die anderer zu verschweigen .
      zu sagen wir reden hier nicht über Abnehmen und so...das ist doch vorbei.Die Zeit , wo wir uns in der ersten Euphorie darüber, daß man sich endlich auch als dicker Mensch "zeigen" durfte jeden "umgehauen " haben..der es wagte zu sagen ..ja gut...aber

      Mittlerweile sind über 20 Jahre ins Land gezogen, seit hier die erste SHG erstand.
      Im Internet haben schon wieder Foren zugemacht, die sich jahrelang für "die dicke Message" einsetzten.

      Wann kommen wir dahin, endlich wieder ein gesundes Gespür für uns zu entwickeln.
      Wann hört es auf, daß wir Essen nicht mehr als Suchtmittel gebrauchen?.
      Wann ist für ein junges Mädel ( und mittlerweile ja auch leider für die Jungs) nicht mehr das allerwichtigste, wie es aussieht.
      Wann kriegen wir es hin unsere Kinder für das zu lieben was sie sind.Nicht was sie machen , können, wie sie ausschauen..einfach dafür das es sie gibt.

      Weshalb hat der Mensch diesen Selbstoptimierungswahn?

      Hach ..weites Feld...und ich hab mich grad drin verlaufen.
      Aber ich trau Euch zu heraus zu filtern , was ich sagen wollte. :grins:
    • Hallo wilmastante,
      bin heute in einer Frauenzeitschrift (war aber leider in einem Wartezimmer, so dass ich nichts kopieren konnte) auf einen interessanten Artikel gestoßen.
      Der Tenor war folgender:

      fräuleinfreud schrieb:

      […] Sich vorzunehmen, ab jetzt seinen Körper bedingungslos zu lieben, ist unrealistisch. Vielleicht erscheint es dir gerade auch vollkommen unmöglich, deinen Körper überhaupt lieben zu können. Aber Body Positivity hat eine Schwester: Body Neutrality. Dabei geht es gerade nicht darum, dein Aussehen die ganze Zeit zu feiern und dich und deine Selbstliebe zu präsentieren. Body Neutrality meint, eine neutrale Einstellung zum eigenen Körper zu finden. Wenn du deinen Körper also nicht lieben kannst, dann akzeptiere ihn.
      Quelle fraeuleinfreud.wordpress.com/2…mer-body-positivity-sein/

      Die Lösung ist vielleicht wirklich, weg vom "body shaming" , aber auch weg von "body positivity", zu "body neutrality".
      Mein Körper ist mein Zuhause, mein Verbündeter , Ich - aber ich sollte mich weder im Positiven noch im Negativen andauernd damit beschäftigen, wie ich wirke, was ich anziehe etc.

      Vielleicht wäre das ein Weg: DEn Körper einfach mal Körper sein lassen.-

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • körper neutralität

      allo Lisa,

      interessanter Hinweis/Artikel.

      Ja das stimmt...wenn man was nicht lieben kann..könnt man es wenigstens tolerieren und so nehmen wie es ist...eine neutrale Einstellung..da wäre viel gewonnen.

      Eigentlich mach ich das schon viele Jahre.
      Ich hechle keinem Idealbild mehr hinterher.
      Außer, dem. dass ich die körperlichen Einschränkungen, die ich mit etwas weniger Gewicht nicht hatte , gerne weg hätte.

      Aber ansonsten finde ich mich schon lange ganz ok und ansehnlich.
      Das drücke ich dadurch aus, dass ich auf mich achte und nicht in Klamotten verstecke, die hauptsächlich kaschieren sollen.
      Meine sollen hauptsächlich "schon" sein.
      Dass ich weiterhin ziemlich weite Klamotten trage, liegt auch an den Ödemen..da magste nichts einengendes ....
      Zur Zeit sind Schlabberhosen aus Samt mein absolutes Lieblingsteil...die sind so schön weich..


      Das verdanke ich übrigens dem hypomanem Mut.....

      Der machte, dass ich mit 40 beschloss, ich will jetzt mal schöne-erotische Fotos von mir und
      ich traute mich , mich dem anderen Geschlecht an zu nähern.

      Und die Erfahrung ,dass andere meinen Körper durchaus positiv finden, hat mir eine ganz neue Sichtweise eröffnet.

      Heute habe ich -meistens- eine liebevolle Haltung zu ihm- dem Body..es tut mir leid, daß er so schwer zu tragen hat und ich bin erstaunt, wie gut er all den Mist, der ihm zugemutet wird , wegsteckt.

      Und IMMER bin ich erstaunt, was für ein Wunderwerk doch jeder Körper ist.

      Das gilt für mich....
      Wie stehen andere zu ihrem Body....
    • Ab und an, wenn ich die vielen Narben sehe die mein Körper trägt und die Deformierungen, dann komme ich leicht ins grübeln. Aber wenn ich bedenke was wir als Einheit ausgehalten haben und mein Körper noch immer funktioniert dann bin ich dankbar diesen einen körper zu haben .
      Es gibt schlanke Menschen die vor mir gegangen sind und es gibt auch schlanke Menschen die sich nicht so bewegen können wie ich es kann. Es ist nicht immer leicht und ich gebe zu zu Höchstgewichtszeiten war das Leben beschwerlicher, aber ich lebe , liebe und lache. Ich werde geliebt und gebraucht, ich habe ein Dach über dem Kopft, genügend zu essen und sogar 2 Fahrräder mit denen ich mobil bin.
    • @Lisa Danke für den tollen Link! Fand ich sehr gut und spannend.

      melisah schrieb:

      Es gibt schlanke Menschen die vor mir gegangen sind und es gibt auch schlanke Menschen die sich nicht so bewegen können wie ich es kann. Es ist nicht immer leicht und ich gebe zu zu Höchstgewichtszeiten war das Leben beschwerlicher, aber ich lebe , liebe und lache. Ich werde geliebt und gebraucht, ich habe ein Dach über dem Kopft, genügend zu essen und sogar 2 Fahrräder mit denen ich mobil bin.
      das klingt doch großartig!

      wilmastante schrieb:

      Der machte, dass ich mit 40 beschloss, ich will jetzt mal schöne-erotische Fotos von mir und
      ich traute mich , mich dem anderen Geschlecht an zu nähern.

      Und die Erfahrung ,dass andere meinen Körper durchaus positiv finden, hat mir eine ganz neue Sichtweise eröffnet.
      super. :) Solch Fotos sind was tolles. Ja, das eröffnet neue, wundervolle Sichtweisen. Würde ich auch gern mal wieder machen lassen. Früher hab ich das mal ne ganze Zeit gemacht und es hat mir gut getan. Bis Ende 30 hab ich manchmal als Aktmodell gearbeitet, zuletzt für einen Künstler allein. Der hat mich mit Komplimenten nur so überschüttet, aber dann kam er zu sehr auf andere Gedanken, so dass ich nicht mehr Modell stehen konnte... Seine Begeisterung +Bewunderung, die er zudem sehr feinfühlig und schön formulieren konnte, tat mir jedoch sehr gut.

      wilmastante schrieb:

      Zur Zeit sind Schlabberhosen aus Samt mein absolutes Lieblingsteil...die sind so schön weich..
      ganz mein Ding. die mag ich auch besonders. Jetzt bräuchte ich nur wieder eine neue Schlabberhose aus Samt. Wo hast du deine her? Meine war von Ulla Pxxken.

      wilmastante schrieb:

      Und IMMER bin ich erstaunt, was für ein Wunderwerk doch jeder Körper ist.
      sehr schön formuliert. :thumbup:

      LG Goldi
    • keks samthosen

      Gudrun Sjöden da gibts Samthosen

      Die machen hübsch bunte Klamotten wo ich in xxl reinpaß...

      super Qualität...

      Momentan scheinen Velourhosen ausverkauft..kommen aber bestimmt wieder

      Findste im Internet

      aber es gibt auch Läden..wir haben einen und auf jeden Fall in Hamburg ist auch einer im norden...

      Die machten immer einen sehr schönen Katalog..den laße ich mir schon mal deswegen schicken, weil ich ihn inspirierend finde

      und dann finde ich auch immer Klamotten bei DEEBERG...findste auch im Netz...
    • Ich habe mit 159cm auf meinem höchsten Level 102kg gewogen. Mein Problem war, dass sobald ich mich nicht mehr wohl gefühlt habe in meinem Körper, meine Gewichtszunahme sich nur noch beschleunigt hat... Bei ca. 60/70 kg habe ich mich schon nicht mehr wohl gefühlt in meinem Körper, allerdings ging es mit zunehmendem Gewicht irgendwie immer schneller...
    • Mein Höchtgewicht waren knappe 130 kg, wohl habe ich mich damals nicht gefühlt, ich konnte eigentlich gar nichts mehr, sogar das gehen war mit Schmerzen verbunden, und Luft war auch weg, nach ein paar Meter.

      :/ Wann habe ich mich noch wohlgefühlt in meinen Körper, das ist schon solange her, das ich es ehrlich gesagt gar nicht mehr weis, aber es war sicher mit nicht mehr als Hälfte der Kilos.
    • das ist eine frage, die man nicht generell beantworten kann (fast wie der BMI)
      es hängt nicht nur von der größe, sondern auch von der muskelmasse, vom knochenbau und was weiß ich noch alles ab. habe ich das gewicht seit der kindheit oder erst später? war es eine schnelle zunahme durch z.b. medikamente?

      also das wird fast jeder anders fühlen
      :stay:
      lg
      Renate

      Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt. (Dr. Eckhart von Hirschhausen)
    • Wie Mrs Silver sagt, sehr individuell.
      Auf jeden Fall bringen Aussagen ich wiege 130 kg nichts ,wenn man nicht wenigstens die Größe dazu sagt.

      Und dann natürlich...daß wissen wir ja..der Knochenbau...pipapo
      deshalb ist BMI ja auch quatsch...jeder ist ja irgendwie anders konzipiert.

      Aber uns allen sind so Richtmaße klar.

      Ich hab mich ab "dreistellig" nicht mehr wohlgefühlt.Ich bin 170 lang. Und ab 115 ging es mir körperlich gar nicht mehr gut.
      Jetzt sind es 136.Schmerzen ohne Ende.Lymphödem,Atemnot,Bluthochdruck....das ist nicht lustig. :flenn:
      Vor einem Jahr hab ich ja mal 25 kg weniger ausprobiert, das war schon mal viiiiiiiiiiiiel besser.
    • ich bin allgemein nicht sehr kräftig, mit schmalen Handgelenken und Fußknöcheln - mich hat schon ein wenig Übergewicht gesundheitlich belastet.
      ein Cousin von mir war schon immer richtig dick - und ist absolut der Sportmensch und der Bewegungs- abhängge , wenn er ein Tag keine Bewegung kriegt, wird er unfreundlich..... ich will nicht sagen, dass für ihn sein Gewicht keine Belastung sein könnte, doch ich denke mal, das wird relativ spät geschehen bei dem hohen Grad von Fitness, den er besitzt.

      Ich hatte übrigens schon mit 20 Kilo über "Normalgewicht" im Fuß einen Ermüdungsbruch .

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • 117 kg bei 165 cm fand ich eindeutig zu viel, da schmerzten die Füße viel mehr (Fersensporn, Achillessehnenentzündung etc.), auch die Bauchschürze schmerzte häufiger. Jetzt mit ca. 111 kg ist es schon viiieeel besser, auch wenn es nur 6 kg Unterschied sind.

      Bis ca. 98 kg fühlte ich mich noch richtig wohl, nur Fotos gefielen mir nicht so gut.

      Mit 88 kg fand ich mich noch fesch. Da bin ich gern noch Tangotanzen gegangen.

      Wenn mein Freund auch Tango tanzen würde, würde ich gern mitgehen. Aber in meiner Gewichtsklasse kann ich es vergessen mit einem reinen Tanzpartner. Schon mit 88 kg musste ich sehr lange suchen.... Immerhin hatte ich 2 gefunden.

      Ich weiß auch noch, wie ich 54 kg gewogen habe oder 60 kg, da fühlte ich mich meist sehr leicht, zierlich und war regelrecht überbeweglich. Da konnte ich noch Spagat (okay, 4 cm fehlten noch), die Unterarme beim Vorbeugen auf den Boden ablegen, noch viele Yogafiguren.....

      Eigentlich bin ich jetzt auch recht zufrieden. Ich habe mir ein neues Rad gekauft und möchte wieder mehr Bewegung in den Alltag bringen. Ca. 10 - 15 Stunden widme ich mich der Gartenarbeit pro Woche. Das ist mein Outdoor Gym, mein grüner Lieblingssport und es klingt jetzt so, als hätte ich alle Zeit der Welt, aber die frische Luft brauche ich als Ausgleich, weil ich beruflich viel mit Lösungsmitteln zu tun habe und nur so lungentechnisch voll arbeitsfähig bleibe.
    • Goldkeks schrieb:



      Mit 88 kg fand ich mich noch fesch. Da bin ich gern noch Tangotanzen gegangen.

      Wenn mein Freund auch Tango tanzen würde, würde ich gern mitgehen. Aber in meiner Gewichtsklasse kann ich es vergessen mit einem reinen Tanzpartner. Schon mit 88 kg musste ich sehr lange suchen.... Immerhin hatte ich 2 gefunden.
      Da wird sich doch sicher was finden lassen.Oder gründe doch eine Dickie-Tanzgruppe.


      Tanzen....
      Das hab ich mich nie getraut.

      Ich dachte gerade....für mich ist das geteilt....also mit der Einschränkung durch Gewicht.

      In die Einschränkung im Kopf und die tatsächliche.

      Lange Jahre wog ich so um 85 kg bei 170.
      Ich war absolut fit und viel in Bewegung.
      Aber ich schämte mich.
      Ganz viel traute ich mich nicht und verschob es auf "Wenn ich dann mal sclank bin".
      Das Gewicht war ständig in meinem Kopf

      Letztlich behinderte mich das weitaus mehr , als heute mein tatsächliches Übergewicht.
      135 kg.

      Ob ich mich damals erschossen hätte- jedenfalls war das immer mein Gedanke, "falls ich jemals noch dicker werde erschiß ich mich" wenn mir jemand gesagt hätte .
      "Du wirst eines Tages noch 50 kg mehr wiegen"

      ????

      Auf jeden Fall hatte ich mich damals irgendwann mit meinem Gewicht angefreundet und fand mich gut so.
      Als ich das dann erreicht hatte, ein viel besseres Selbstbewußtsein und endlich hätte loslegen können, mit dem Leben...wie gesagt...ich hatte so ab 9 Gewichtsprobleme und mein Leben quasi auf dieses ominöse DANACH wenn ich schlank bin verschoben.....
      wurde ich krank.

      So richtig und über Jahrzehnte.


      Dieses Kranksein und die Medikamente, die ich deswegen nehmen mußte sorgten dafür, daß ich immer schwerer wurde.

      Nur "mental" fühle ich mich heute nicht mehr so behindert, wie damals als ich noch "in den 80ern wog"

      Jetzt bin ich nur tatsächlich eingeschränkt..weil überall zwackt es und die Beinen kapitulieren langsam unter meinem Gewicht.
      :mad:
    • Tanzen geht auch sehr gut mit mehr auf den Rippen. Ich habe mit Konfektionsgrösse 48/50 Standard-Turnier getanzt. Klar, man fällt bei den Turnieren auf und muss eigentlich auch immer 2 Stufen besser tanzen als Schlanke, aber es hat doch Spass gemacht.

      Komischerweise wird meist nur schief auf mollige Tänzerinnen geschaut, wenn die Herren etwas mehr drauf haben, aber mit einer schlanken Partnerin starten, ist das alles "nicht so schlimm".
    • Tanzbaerin schrieb:

      Tanzen geht auch sehr gut mit mehr auf den Rippen. Ich habe mit Konfektionsgrösse 48/50 Standard-Turnier getanzt. Klar, man fällt bei den Turnieren auf und muss eigentlich auch immer 2 Stufen besser tanzen als Schlanke, aber es hat doch Spass gemacht.

      Komischerweise wird meist nur schief auf mollige Tänzerinnen geschaut, wenn die Herren etwas mehr drauf haben, aber mit einer schlanken Partnerin starten, ist das alles "nicht so schlimm".
      Das klingt sehr schön, Tanzbaerin. Tanzt du noch? Dein Post hört sich etwas nach Vergangenheit an.... Und ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen.

      Beim Tango ist es so, dass ca. 95 % Frauen Tango tanzen und es nur verschwindend wenig Männer gibt.... Die haben dann die richtig große Auswahl. Viele wollen dann nicht nur schlanke, sondern auch auffällig junge Frauen auffordern, die sie als besonders sexy empfinden. Mein Tanzpartner (Ü60) hatte mal eine Anzeige einer Frau (Ü50, schlank, gebildet) kommentiert, dass so eine "alte Schachtel hier nichts mehr zu suchen hätte" und sich wahnsinnig darüber aufgeregt..... Ich selber war damals Anfang 40 und er hatte mich wohl für Mitte 30 gehalten.....

      Es gibt beim Tango tatsächlich sehr wenig ältere Frauen, wobei Alter relativ ist. Im Tango gilt man schon mit Ü40 als älter und muss dann sehr gut tanzen, um noch dabei sein zu können....

      Schon mit Ü40 und 88 Kilo galt ich als "sehr dick", obwohl ich mich selbst durchaus attraktiv fand und auch gut genug tanzen konnte.... Auch das natürlich in Relation zu den Herren. Ich selbst bin sozusagen Anfänger im Fortgeschrittenen-Kurs....

      Jetzt wiege ich einiges mehr und bin auch noch Ü50, was man langsam auch sieht.... Da gibt es eigentlich keine reale Chance mehr auf einen festen Trainingspartner. Wie gesagt fast alle sind U35..... Es gibt nur vereinzelte Pärchen ab Ü50 und Einzelpartner Ü50 fast gar keine mehr....

      Eine allgemeine Dickie-Tanzgruppe möchte ich eigentlich nicht gründen. Die Idee finde ich durchaus super, aber ich kann mir nicht noch ein weiteres Projekt aufladen.... Eigentlich möchte ich mit Schlanken zusammen tanzen gehen und auch richtig intensiv, am liebsten mehrfach die Woche wieder trainieren können.... Den meisten dicken Menschen bin ich dann zu ehrgeizig, zumindest was tanzen angeht. Das war auch immer einer der Punkte, warum es mit den festen, leicht mopsigen Tanzpartnern nicht klappte. Ich habe die neu gelernten Figuren bei Workshops gern und gut gelernt und die anderen meist nicht, es war ihnen auch egal, sie hatten eben Null Ambition....

      Dabei bin ich gar keine verbissen trainierende Tanzfrau, mir macht es einfach Spaß etwas Neues zu lernen und ich bin auch nachsichtig, wenn es andere nicht sind. Um meinen männlichen Tanzpartnern das Tanzen zu erleichtern, konnte ich auch deren Herrenschritte. Das hat sie aber total aufgeregt. Der eine meinte sogar, das dürfte ich nicht, das würde ihn entmännlichen.... Er wäre der Mann und ich solle nur Damenschritte können.....

      Mittlerweile würde ich auch mit Frauen Tango tanzen gehen.... Oder auf eine andere Tanzsportart ausweichen....

      Momentan mache ich "green gymn", entspanne mich beim "sportlichen Gärtnern", meine Jongliersachen habe ich auch da.

      wilmastante schrieb:

      Ob ich mich damals erschossen hätte- jedenfalls war das immer mein Gedanke, "falls ich jemals noch dicker werde erschiß ich mich" wenn mir jemand gesagt hätte .
      "Du wirst eines Tages noch 50 kg mehr wiegen"
      oh wilma, das hätte ich früher auch gedacht, wenn mir der Gedanke gekommen wäre.... ich fand mich schon mit 62 kg hübsch, aber optimierbar.... Und wenn ich gewusst hätte, das ich mal Ü117 kg wiegen würde, ja, das wäre eine absolut alptraumhafte Vorstellung gewesen....

      LG Goldi
    • wilma,

      an squaredance hatte ich auch schon gedacht.... vielleicht kann man da tatsächlich ohne tanzpartner hingehen....

      vor vielen jahren haben wir in der kirchengemeinde ähnliche tänze gemacht, das machte durchaus spaß, nachdem man sich dran gewöhnt hat, dass so extrem viele leute mitmachen.....

      eigentlich bin ich eher der typ für festen tanzpartner, kleinere tanzfläche, weniger leute..... und ich liebe tangomusik so sehr. auch findet man in der tangoszene viele künstler.....salsa mag ich auch noch.... bei ballett gefiel mir die klaviermusik...die squaredancemusic, das umfeld, ist nicht ganz mein ding, aber für einen abend vielleicht durchaus mal nett.

      lg gk
    • Ja, das ist sicher nichts für jeden und weit weg von Tango.
      Aber die einzige Tanzerei, fand ich, wo Gewicht und Aussehen wurscht ist.

      Eben, mag ja sein, Du kannst das gut, aber das glaub ich daß es schwierig ist Tangopartner zu finden.
      Man hat ja wohl leider so eine Idealvorstellung von wie so eine Tangotänzerin ausschaut und Männer die Tango tanzen-na ja- der allgemeine Bierbauchträger wird sich wohl kaum für einen Tangokurs anmelden....

      Aber es gibt da auch diesen runden Balettänzer.
      Leider fand ich jetzt das Video nicht.

      Also wenn Du das unbedingt machen willst, dann würde ich einfach mal inserieren.

      Dein Partner hat keine Lust? :zwinker:
    • ---mein partner ist leider tanzfaul, vor allem mag er keine schritte lernen, wenn es nicht anders geht, würde er schon "mir zu liebe" mitkommen, schöner wäre natürlich, wenn es ihm auch selbst spaß machen würde... und leider haßt er tangomusik, das ist für ihn "katzenjammermusik".

      inserat. hab auch früher schon so meine festen tanzpartner gefunden. aber für einen konnte man sich vorher mit 6-7 treffen..... da sah ich aber noch ganz passabel aus.....jetzt wird die quote wohl bei 30-40 liegen....und das will ich mir nicht antun. die meisten kerle wollen eh eine frau U40, am liebsten U35.... und das unabhängig von aussehen und gewicht.... ich werde meist 5-10 jahre jünger geschätzt, aber im inserat zählt "die zahl an sich" und ist von vornherein ein ausschlusskriterium....

      ein bierbauchträger beim tango würde mich keineswegs stören, wenn es ein stattlicher, musikalischer tänzer ist, charmant, witzig und sicher führend, fände ich das super!!! ich finde, dass richtig dicke männer oft ganz gut tanzen.... nur leider wollen die manchmal eher modell püppchen....

      ein lieber freund würde mit mir eventuell tanzen gehen, nur sieht er recht schlecht, mal schauen....

      lg gk