m.o.b.i.l.i.s + DocWeight -vs- STARK

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  • Teilung, wie im Ausgangsposting erklärt, vollzogen ...

    Dennoch möchte ich noch darauf hinweisen, @Kaktusblüte, dass der Tonfall, den Du Lisa gegenüber angeschlagen hast, in diesem Forum nicht erwünscht ist.

    Ich habe auch Deine Kritik verstanden und werde in Zukunft, wo es sinnvoll ist, versuchen, auf grobe Verkürzungen zu verzichten. Es ist also nicht nötig, die Problematik meines Fehltritts in weiteren Wiederholungen auszuwalzen.

    Aber ich möchte auch darauf hinweisen, dass auch Du vor Voreingenommenheit nicht gefeit bist, wie in diesem Fall:

    Kaktusblüte schrieb:

    "Autoritäres" zurückgepfiffen werden (schon die Bildsprache erinnert an Sportunterricht ) ist aber etwas anderes als Bewußtwerdung von möglicherweise lebenslangen und schädlichen Mustern und deren Auflösung.
    In der wahrscheinlich äußerst naiven Annahme, jemand, der in einem Thread schreibt, habe diesen auch gelesen, habe ich in diesem Falle auf eine grobe Verkürzung zurückgegriffen, da ich am 8. Juli 2016 in Beitrag 79 des STARK-Threads bereits detailliert beschrieben habe, wie dieses Zurückpfeifen abläuft. Wenn das autoritär ist, dann muss ich in der Tat mein Verständnis dieses Begriffs noch einmal einer gründlichen Prüfung unterziehen.
    Aus organisatorischen Gründen bevorzuge ich die Kommunikation per eMail.
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  • Danke, Martina für diese Zusammenstellung des threads.
    So wird es dann ja hoffentlich auch klarer, dass der Beginn der Diskussion in meiner Bemerkung über den Apothekenrundschau- Artikel lag und ich über MOBILIS geschrieben hatte.


    Kaktusblüte schrieb:

    Kaktusblüte schrieb:


    Zumal es ja um den direkten und allgemeinen Vergleich zu Stark ging (im Unterschied zu Lisa, wo es hauptsächlich um ihre persönlichen Diagnosen und ihren verständlichen Ärger über m.o.b.i.l.i.s ging)

    Wenn das nicht okay ist, dann mache ich natürlich (wie Lisa sicher ebenfalls für ihr Thema :) ) einen neuen Thread auf. Kein Problem! <3 Peace!
    Trotz der vielen smileys, - ich wäre dir sehr verbunden, wenn du bei dir bleibst und dich nicht mit Mutmaßungen auf mich beziehst.

    Gruß Lisa
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Okay, ich hab mich jetzt durch den Thread gekämpft - viele Worte, wenig Inhalt, sorry.

    Dann hab ich DocWeight gegooglet.
    Was ich da so gelesen habe fand ich jetzt nicht grundsätzlich abschreckend, da es scheinbar ein betreutes und von den Krankenkassen unterstütztes Langzeitprogramm ist. Da ich aber ab Januar das STARK Programm in Anspruch nehmen werde, werde ich da jetzt auch (erstmal) nicht aktiv werden und mich nicht weiter informieren.

    Adipöse Menschen pauschal abzulehnen, weil man nur fett wird wenn man psychisch krank ist, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig (egal welches Programm dies nun tut/getan hat). Denn dann muss ich doch als Anbieter ganz klar darauf verweisen, dass ich nur dafür da bin, Menschen zu helfen die aufgrund von natürlichen Ereignissen, wie z.B. einer Schwangerschaft, vom Normalgewicht nach oben gekommen sind. (Oder auch ggf. durch Medikamente - aber hier wiederum nix Psychopharmakamäßiges)

    Denn ich bin der Meinung, dass eine Behandlung von Adipositas mit einem BMI über 40/50 nicht ohne psychologische Betreuung von Statten gehen kann - und sei es eine Gruppentherapie/Gruppengespräche. Denn natürlich spielt immer die Psyche eine Rolle und genau das muss auch mit einbezogen werden, alleine schon um zu verhindern, dass der adipöse Mensch immer wieder in alte Gewohnheiten zurück fällt. Denn darin besteht für mich die größte Gefahr.

    In einer großen Gruppe von Menschen, die alle so sind wie ich, abzunehmen ist deutlich leichter für mich, ich werde ja immer wieder angespornt, ich bekomme es vorgelebt, niemand greift mich an, beleidigt mich oder guckt mich schief an. Und fällt diese Gruppe weg und der Alltag ist wieder präsent - dann wirds schwierig. Und DANN erhoffe ich mir von einem wirklich guten Programm die Hilfe, die ich brauche.
    "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
    - Hedwig Robinson -
  • Hallo Steffi,


    Steffi schrieb:

    Adipöse Menschen pauschal abzulehnen, weil man nur fett wird wenn man psychisch krank ist, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig (egal welches Programm dies nun tut/getan hat). Denn dann muss ich doch als Anbieter ganz klar darauf verweisen, dass ich nur dafür da bin, Menschen zu helfen die aufgrund von natürlichen Ereignissen, wie z.B. einer Schwangerschaft, vom Normalgewicht nach oben gekommen sind. (Oder auch ggf. durch Medikamente - aber hier wiederum nix Psychopharmakamäßiges)
    Ich meinte genau das. Da wendet man sich an solch eine Gruppe und bekommt zu hören, dass man da auch wieder nicht richtig ist. Das frustriert ungemein. In meinem Fall ist somit keiner zuständig, für STARK bin ich zu berentet, für Doc Weight zu dünn und für MOBILIS zu psycho. :(
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Ich finde m.o.b.i.l.i.s und DocWeight als ambulante Alternative und auch als Anschlussprogramm zum STARK-Programm durchaus bedenkenswert. Wenn ich mir überlege, dass ich monatlich ca. 150 Euro für meine Aktivitäten ausgebe (KG im Schlüsselbad, die Fahrten dahin und MTT hier vor Ort), dann ist das auch nicht billiger.

    Allerdings ist es für mich schon ein wesentlicher Aspekt, frei darüber entscheiden zu können, ob ich psychologische Hilfe haben möchte oder nicht.

    Steffi schrieb:

    Denn ich bin der Meinung, dass eine Behandlung von Adipositas mit einem BMI über 40/50 nicht ohne psychologische Betreuung von Statten gehen kann - und sei es eine Gruppentherapie/Gruppengespräche. Denn natürlich spielt immer die Psyche eine Rolle und genau das muss auch mit einbezogen werden, alleine schon um zu verhindern, dass der adipöse Mensch immer wieder in alte Gewohnheiten zurück fällt. Denn darin besteht für mich die größte Gefahr.

    Das Obige sehe ich nämlich für mich nicht so. Mein Übergewicht hat seine Gründe nicht in der Psyche. Es ist sicher so, dass es im Laufe der Zeit einen Einfluss auf die Psyche genommen hat, aber darüber bin ich mir klar. Ich habe wegen anderer Dinge Therapien gemacht und bin über die Jahre ein sehr reflektierter Mensch geworden. Ich kenne die Fehler, die ich gemacht habe. Ich kenne die wenigen Fallen i.S. Ernährung, die auf meinem Weg lauern. Ich bin in der Lage, sie konkret einzordnen, und ich entscheide bisweilen bewusst, mal hineinzutappen, wenn mir das besser tut, als einen Bogen drum zu machen.

    Die Vorstellung einer Gruppentherapie in dem von Dir beschriebenen Sinne ist eine Horrorvorstellung für mich. Gespräche weniger ... führe ich ja selbst im Schlüsselbad welche durch. Allerdings bin ich keine Psychologin, sondern spreche tatsächlich mit den Patienten als selbst von Übergewicht Betroffene über Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge. Auch da geht es bisweilen um die Nachsorge. So wie ich es im STARK-Thread schon im ersten Posting geschrieben habe, halte ich die Patienten an, die Zeit im Schlüsselbad zu nutzen, um sich darüber klar zu werden, wie sie anschließend weitermachen wollen, denn ich halte aus eigener Erfahrung den unmittelbaren Anschluss an den Aufenthalt in der Klinik für essentiell.

    Aber ansonsten fühle ich mich in Gruppen nicht wohl. Ich habe einfach einen Ansatz, mit meinem Leben und auch mit den Schwierigkeiten, die ich habe, umzugehen, den ich selten bei anderen Menschen finde. Ich werde daher als Teilnehmerin in einer Gruppe immer anecken. Ich bin ja auch im Forum damit angeeckt. Irgendwie fiel mir vorhin, als ich darüber nachgedacht habe, meine Konfirmandenfreizeit ein. Da war ich 14 und wir waren mit zwei Gruppen in dieser Jugendherberge in Lindlar. Der Pfarrer der anderen Gruppe, der als hochgradig extrem evangelisch bekannt war (Herrjeh, Google sagt, es gibt ihn noch; er ist heute 84 Jahre alt) und seinen Gemeindebezirk wie eine Sekte führte, nahm mich in die Zange, weil ich mich geweigert habe, öffentlich zu beten. Irgendwie bin ich aus heutiger Sicht sehr stolz darauf, dass ich das mit 14 schon so konsequent durchgezogen habe.

    Na ja, das führt jetzt zu weit weg. Langer Rede kurzer Sinn: Ich will selbst entscheiden, wie ich mit meinem Übergewicht umgehe. Und für mich war halt im Schlüsselbad (jenseits des STARK-Programms, das ja erst durch mein Erscheinen dort entstanden ist) eine gute Erfahrung, dass ich das tun konnte, was ich primär wollte: mich als dicker Mensch in einer vorurteilsfreien Umgebung bewegen. Auch ich habe dort psychologische Gespräche in Anspruch genommen, aber die bezogen sich auf meine Gesamtsituation (wieder allein, sehr krank am Arsch der Welt leben zu müssen) und auch darüber habe ich allein entschieden.

    Und rein vorsorglich: Das ist allein meine Sicht der Dinge. Wenn andere andere Wege gehen wollen, dann habe ich kein Problem damit.
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  • Lisa Cortez schrieb:

    Hallo Steffi,


    Steffi schrieb:

    Adipöse Menschen pauschal abzulehnen, weil man nur fett wird wenn man psychisch krank ist, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig (egal welches Programm dies nun tut/getan hat). Denn dann muss ich doch als Anbieter ganz klar darauf verweisen, dass ich nur dafür da bin, Menschen zu helfen die aufgrund von natürlichen Ereignissen, wie z.B. einer Schwangerschaft, vom Normalgewicht nach oben gekommen sind. (Oder auch ggf. durch Medikamente - aber hier wiederum nix Psychopharmakamäßiges)
    Ich meinte genau das. Da wendet man sich an solch eine Gruppe und bekommt zu hören, dass man da auch wieder nicht richtig ist. Das frustriert ungemein. In meinem Fall ist somit keiner zuständig, für STARK bin ich zu berentet, für Doc Weight zu dünn und für MOBILIS zu psycho. :(
    Hallo Lisa,

    darf ich mich mal einklinken ? Zunächst mal finde ich es verständlich, dass du von den Erfahrungen total frustriert bist, dass sich keiner für dich zuständig fühlt.

    Leider weiß ich nicht, wie deine Gesamtsituation gesundheitlich ist. Aber vielleicht gibt es doch ein "Hintertürchen" ins DocWeight Programm. Auf deren Homepage steht nämlich :

    Wer kann teilnehmen?
    Das Programm ist ab 18 Jahren und richtet sich an alle, die einen BMI
    (body mass index) von mehr als 40 aufweisen. Wenn Begleiterkrankungen
    wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder
    ähnliches vorliegen, ist das Programm schon ab einem BMI von 35 offen.


    Wenn man denen die Situation noch mal schildert, auch, dass man an MOBILIS nicht teilnehmen darf, kann man ja evtl auf Grund einer Einzelfallentscheidung aufgenommen werden.

    Ansonsten gibt es ja vielleicht auch noch andere ambulante Möglichkeiten wenn es um den reinen Muskelaufbau unter Anleitung geht und man das "Psychopaket" (das ist nicht abwertend, sondern einfach flapsig, bin ja selbst psychisch krank) nicht umbedingt braucht. Würde dich jedenfalls ermutigen, nicht aufzugeben, vielleicht gibt es irgendwo irgendwie doch ne Möglichkeit und du kennst sie nur noch nicht ?

    Viele Grüße,
    Mystery
  • Hallo Mystery, danke :)
    Zumindest ist mir DocWeight sympathisch, da sie keine Ausschlussgründe wie Esstörungen oder Psychopharmaka haben, zumindest nicht gleich auf der website. Ich komme allerdings nicht auf den BMI. Außer Übergewicht habe ich ein orthopädisches Problem, aber das hat schon angefangen, als ich wenig gewogen habe und somit mit dem hohen Gewicht nix zu tun ( auf der anderen Seite, das müssen sie eigentlich nicht wissen, oder?)

    Hallo Martina,
    mir geht es auch so, dass ich eigentlich keine psychologische Betreuung möchte. Der Grund bei mir ist allerdings, dass ich schon in Psychotherapie bin und dass es mir schlicht zu viel werden würde, ständig über mich reden zu müssen. ;)

    liebe Grüße Lisa
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Hey Steffi, danke Dir für die Schützenhilfe! So wortreich aber leer fand ich die Argumente der Gegenseite in der Diskussion gar nicht :?: da muss ich jetzt doch mal für Martina und Lisa in die Bresche springen
    Auch wenn ich es okay finde, dass man sich bei Stark für oder gegen die psychologischen Anteile
    entscheiden kann, finde ich es doch wichtig Verhaltenstraining nicht pauschal als ungute Ideologie abzutun. Offenbar gibt es ja Leute denen eine solche Begleitung außerordentlich wichtig ist, wie man an Dir sieht.

    Ich freue mich auch riesig, dass ich Dir in Punkto Antrag auf einen Stuhl weiterhelfen konnte. :thumbup:



    Leider scheint sich allerdings folgende Ansicht immer weiter zuzuspitzen und zu zementieren:

    Steffi schrieb:

    Adipöse Menschen pauschal abzulehnen, weil man nur fett wird wenn man psychisch krank ist, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig (egal welches Programm dies nun tut/getan hat).
    KEINES der Programme hat diese Aussage getroffen (schon gar nicht in diesen Worten) oder danach gehandelt. Da zitierst Du leider eine ursprünglich schon fragwürdige Aussage auch noch falsch. Genau so entstehen böse Gerüchte. :|
  • Kaktusblüte schrieb:

    Hey Steffi, danke Dir für die Schützenhilfe! So wortreich aber leer fand ich die Argumente der Gegenseite in der Diskussion gar nicht :?: da muss ich jetzt doch mal für Martina und Lisa in die Bresche springen
    Na, du bist ja Klasse. :thumbsup:
    Bitte wo habe ich in meinem Beitrag Partei für dich ergriffen?! ?(


    KEINES der Programme hat diese Aussage getroffen (schon gar nicht in diesen Worten) oder danach gehandelt. Da zitierst Du leider eine ursprünglich schon fragwürdige Aussage auch noch falsch. Genau so entstehen böse Gerüchte. :|
    Nun ja, Lisa fühlte sich so behandelt, also hat mindestens ein Programm sich - bewusst oder unbewusst - so ausgedrückt, dass ein adipöser Mensch der Hilfe suchte sich ausgegrenzt fühlte.
    "Make sure you know what I'm saying, before you try to tear me down"
    - Hedwig Robinson -
  • Steffi schrieb:

    Na, du bist ja Klasse. :thumbsup: Bitte wo habe ich in meinem Beitrag Partei für dich ergriffen?! ?(
    Zumindest teilst Du meine Meinung und führst sie nochmal aus. Nämlich, dass die Psyche immer eine Rolle spielt und dass gruppentherpeutische Maßnahmen durchaus sinnvolle Ergänzungen dieser Programme sind.
    Ich habe das mit etwas mehr an Argumenten untermauert als Du, die Grundaussage bleibt aber gleich.
    Du ergreifst nicht für mich als Person Partei - warum solltest Du auch, das hier ist eine Diskussion in der es um die Sache geht ... oder etwa nicht?

    Es ging ja (um das nochmal in Erinnerung zu rufen) darum ob psychtherapeutische Anteile der Programme eigentlich nur ideologischer Ballast sind, die von einer falschen Grundannahme ausgehen.

    Martina schrieb: solche Anteile sind nicht nötig und sie empfindet sie als übergriffig.

    Ich schrieb: Das verstehe ich zwar und finde es okay wenn, wenn man sich die Möglichkeit zur psychologischen Behandlung aussuchen will, aber sinnvoll und wichtig finde ich diese Anteile schon.

    Du stimmst mir also nicht nur zu sondern gehst sogar noch einen Schritt weiter, indem Du die Anteile nicht nur für sinnvoll erachtest, sondern sogar schreibst, "dass eine Behandlung von Adipositas mit einem BMI über 40/50 nicht ohne psychologische Betreuung von Statten gehen kann." Das was Martina in höchstem Grad ablehnt, findest Du essentiell wichtig.


    Lisa wurde übrigens, laut eigener Aussage abgeleht, weil sie Medikamente nimmt, die sich auf Stoffwechsel und Hungergefühle auswirken. Das waren in ihrem Fall eben zufällig Psychopharmaka.
    Beispielsweise Cortison wirkt sich aber ebenfalls auf den Stoffwechsel und das Hungergefühl aus und würde also genau so in diese Kategorie fallen.

    Dass psychische Erkrankungen ausgeschlossen werden, war Lisas Interpretation - zumindest muss man nach ihren Aussagen davon ausgehen, da die Ablehnung lediglich wegen der Medikmente erfolgte.

    Zur Aussage, dass man "nur fett wird wenn man psychisch krank ist" : dieser Satz samt verwendeter Ausdrücke ist inzwischen derart verdreht, verändert und verfälscht, dass ich es nicht für sinnvoll halte weiter darauf einzugehen.
    Dazu empfehle ich die Lektüre des Threads und die Aussagen von DocWeight selbst.
  • Kaktusblüte schrieb:



    Lisa wurde übrigens, laut eigener Aussage abgeleht, weil sie Medikamente nimmt, die sich auf Stoffwechsel und Hungergefühle auswirken. Das waren in ihrem Fall eben zufällig Psychopharmaka.
    Beispielsweise Cortison wirkt sich aber ebenfalls auf den Stoffwechsel und das Hungergefühl aus und würde also genau so in diese Kategorie fallen.

    Dass psychische Erkrankungen ausgeschlossen werden, war Lisas Interpretation - zumindest muss man nach ihren Aussagen davon ausgehen, da die Ablehnung lediglich wegen der Medikmente erfolgte.
    Hallo Kaktusblüte,
    tut mir leid, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe.
    Also bei MOBILIS auf der website steht folgendes in den FAQ:

    M.O.B.I.L.I.S schrieb:


    FAQ: Warum bedeutet die Einnahme von Psychopharmaka ein Ausschlusskriterium für die Teilnahme am M.O.B.I.L.I.S.-Programm?
    Das
    M.O.B.I.L.I.S.-Programm kann
    ausschließlich (starkes) Übergewicht behandeln, das auf einer gestörten
    bzw. falschen Energiebilanz beruht. Bei psychiatrischen Erkrankungen greift
    das M.O.B.I.L.I.S.-Konzept nicht; das gilt gleichermaßen auch für

    Essstörungen
    (Bulimie, Bulimia nervosa, Binge Eating Disorder).


    Die Einnahme eines Psychopharmakon ist eine aus medizinischer Sicht notwendige
    Medikation zur Behandlung einer psychiatrischen Erkrankung. Psychiatrische
    Erkrankungen gelten als Ausschlusskriterium bei M.O.B.I.L.I.S., da eine
    Ursachenforschung und therapeutische Behandlung der Primärerkrankung im Rahmen des
    Gruppenprogramms nicht möglich ist.
    Von Cortison oder anderen Medikamenten ist nicht die Rede.
    Ich habe mir Mühe gemacht und per - email nachgefragt

    Lisa schrieb:


    WArum nehmen Sie keine Patienten auf , die Psychopharmaka nehmen? Ist die
    Gewichtsreduktion dann hoffnungslos und kann durch Ernährungsumstellung
    und Sport gar nicht erreicht werden? Denn eigentlich ist klar, dass ich
    von Ihnen keine Psychotherapie sonstiger Probleme erwarte, dafür gibt es
    ja andere Spezialisten. Warum also trotzdem nicht? Könnte Ihr Programm
    beispielsweise eine Depression verschlechtern?

    Was ist mit Medikamenten, die nicht nur, aber AUCH psychoaktiv wirken
    wie Pregabalin? ( ich nehme es gegen neuropathische Schmerzen, aber es
    wirkt auch bei Angsstörungen).

    MOBILIS hat geantwortet:

    M.O.B.I.L.I.S schrieb:

    Die Einnahme von Psychopharmaka kann die verschiedensten Gründe haben. Die Teilnahme an einer verhaltenstherapeutischen Gruppenintervention kann im Einzelfall eine vorliegende psychische Erkrankung verschlechtern, da der Therapeut nicht gezielt auf die einzelnen Personen eingehen kann. Leider haben wir hier schon viele schlechte Erfahrungen gemacht, da nicht jeder Teilnehmer seine Medikamente angegeben hat, bzw. auch Personen mit einer Erkrankung aber ohne Medikamenten am Programm teilgenommen und abgebrochen haben.Ein weiteres Problem mit der Medikamentengruppe der Psychopharmaka ist, dass sich diese sehr ungünstig auf den Stoffwechsel und das Hungergefühl auswirken. Selbstverständlich bewirkt eine gute Ernährung und eine gezielte Bewegung eine Verbesserung des Körpergewichts bzw. der Lebensqualität allerdings, muss diese auf den Einzelfall abgestimmt werden. Dieses kann in Rahmen einer Gruppenintervention nicht ausreichend geleistet werden.

    Quelle: meine e- mail.

    Die Ablehnungsgründe sind meiner Interpretation nach also:
    - eine psychische Krankheit könnte getriggert werden
    - das Programm könnte abgebrochen werden
    - Psychopharmaka erschweren das Abnehmen, da sie ungünstig auf Stoffwechsel und Hungergefühl wirken.

    (Ach ne? Daher wollte ich eigentlich Hilfe, aber egal)


    Interpretier ich da was über oder ist das genau so gemeint, wie ich das verstehe.


    liebe Grüße Lisa
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • In der Tat Lisa, hast Du das in den Beiträgen zuvor komplett anders ausgedrückt. :)



    Lisa schrieb:

    Allerdings wurde meine Bewerbung auch abgeleht, da ich unter Psychopharmaka zugenommen habe und die doch ungünstig auf Stoffwechsel und Hungergefühl wirken. (gut erkannt, gell)

    Lisa schrieb:

    Es ging bei mir auch nicht um die Esstörung, sondern um die Psychopharmakaeinnahme

    Ich kann ja nur von dem ausgehen was da steht. :)

    Aus der Mail und den FAQs die Du jetzt gepostet hast lese ich heraus :thumbup: :

    Mobilis ist nicht auf Menschen mit akuter psychischer Erkrankung, mit akuter Esstörung und Patienten, die Psychopharmaka nehmen, zugeschnitten (letzteres auch, aber nicht ausschliesslich wegen ihrer Wirkung auf den Stoffwechsel, sondern auch weil sie Teil der Behandlung einer akuten Krankheit sind => siehe oben)
    Begründung: schlechte Erfahrungen / das Programm ist auf solch schwierige Fälle nicht zugeschnitten / Erfahrungen mit Abbrüchen in der Vergangenheit.



    Das lese ich nicht heraus :thumbdown: :

    1. Wer einen BMI > 40 hat ist automatisch als psychisch krank einzustufen und deshalb kein Fall für Mobilis, sondern für Doc Weight.

    2."Man [wird] nur fett wird wenn man psychisch krank ist", deshalb werden bei Mobilis "adipöse Menschen" pauschal abgelehnt.

    Falls Du (oder jemand anderes) der Ansicht ist dass diese Aussagen dort herauszulesen sind, bitte ich um konkrete Belege mit Begründung. :)

    Um diese Aussagen ging es, Lisa.

    Auch wenn wir die Mail und FAQs die Du zuletzt gepostet hast durchaus ähnlich auslegen, stimmen sie dennoch nicht mit dem von mir kritisierten Zitaten überein.



    Meine persönliche Meinung zu den zuletzt geposteten Bedingungen von Mobilis: es ist Schade, dass sie nicht genauer hinsehen, denn jemand, der gut mit Medikamenten eingestellt ist könnte meiner Meinung nach schon in bestimmten Fällen teilnehmen.

    Grundsätzlich haben sie aber doch Recht. :!: Ein solch pauschales Programm ist doch in der Tat nicht auf schwere Esstörungen wie Bulimie, Magersucht und Binge Eating ausgelegt.
    Die Gefahr, dass Menschen extrem getriggert werden ist gegeben und dass begleitend eine Einzeltherapie über eine so lange Zeit erfolgt ist im Zweifelsfall einfach nicht zu kontrollieren.+

    Eine Nicht-Aufnahme erfolgt da zum Schutz des Patienten und nicht weil Mobilis zu faul ist sich mit ihnen zu beschäftigen.

    Ein Verhaltenstraining mit einem akut psychisch Kranken in der Gruppe ist meiner Ansicht nach ebenfalls grenzwertig bis unmöglich.
    Da wird man weder dem Betroffen noch der der Gruppe gerecht.

    Dass sie sagen, dass das Programm dem Sonderfall "Zunahme durch Medikamente" nicht gewachsen ist finde ich nicht toll, aber letztendlich bewahrt es vielleicht auch vor Enttäuschungen und dem Abbruch des doch recht teuren Programms.



    Ich habe mir jetzt viel Zeit dafür genommen, magst Du mir im Gegenzug jetzt meine offen Fragen noch beantworten? :) Danke!
  • Hallo Kaktusblüte

    1) Psychopharmaka sind durchaus nicht nur Teil einer akuten Behandlung. Wesentlich häufer werden sie als Dauermedikation zur Prophylaxe gegeben, bei schweren Depressionen, Psychose und bipolarer Störung. Das bedeutet, der gut eingestellte Patient zeichnet sicvh gerade dadurch aus, dass er NICHT akut krank wird.

    2) Meine Frage über andere psychoaktive Medikationen wie Pregabalin ( würden aber auch die Opioide dazu zählen) wurde leider nicht beantwortet.

    3) Es könnte freilich auch jemand eine Essstörung ohne offizielle Diagnose haben. "Akute Esstörung" ist ein Sonderfall, bei den meisten Menschen sind ES chronisch.

    Die Aussagen 1 und 2 habe ich nicht geschrieben. ( bitte nochmal nachlesen) Solch eine Interpretation würde zu mir auch nicht passen, weil ich mich meistens sehr präzise ausdrücke.
    Die 2. Aussage ist mir zudem unklar/ ich verstehe sie nicht.
    Ich habe mich bei DocWeight nicht erkundigt, weil ich gewichtsmäßig nicht in die Zielgruppe gehöre.


    Dass jemand , der akut psychisch krank ist, nicht teilnehmen kann, ist logisch. Das gleiche würde aber auch auf einen akuten Bandscheibenvorfall zutreffen.
    Mir fehlt da ein Vorgespräch, um den Einzelfall zu prüfen, denn zuvor finden ja ärztliche Untersuchungen statt.

    Danke dafür, dass du dir Zeit genommen hast.
    Ich finde allerdings keine offenen Fragen deinerseits. Magst du sie mir nochmal stellen.

    liebe Grüße Lisa
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    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Zu 1) => Ja eben, genau das sagte ich ja auch, dass es Schade ist dass sie nicht genauer hinschauen.

    Aber ich gebe zu bedenken, dass die Druck- und Stresssituation "Diät" auch für einen gut eingestellten Patient ein Risiko birgt ... und wer will nachprüfen welcher Teilnehmer das wegsteckt und welcher nicht, welcher zusätzlich psychologisch begleitet wird und welcher nicht, welcher wirklich regelmässig seine Medikamente nimmt und welcher nicht? Gerade Borderliner können Gruppen binner kürzester Zeit sprengen, von akuten Psychosen will ich gar nicht erst anfangen.

    Zu 3) => Ob man es nun akut oder chronisch nennt ... eine bestehende Esstörung (die nicht komplett austherapiert ist) schliesst für mich von vorneherein die Teilnahme an einem Diätprogramm aus. Klar kann jemand undiagnostiziert in das Programm geraten, aber sehenden Auges muss man ihn nicht in das Unglück laufen lassen, oder?

    Ich brauche nicht nochmal nachzulesen ich habe gründlich gelesen :) Du stimmst doch u.a. der Aussage 2 in Beitrag 29 ausdrücklich und in vollem Umfang zu:


    Steffi schrieb:

    Adipöse Menschen pauschal abzulehnen, weil man nur fett wird wenn man psychisch krank ist, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig (...)

    Lisa Cortez schrieb:

    Hallo Steffi,
    Ich meinte genau das. (...)

    Ich kann doch nur von dem ausgehen was dort steht ?( zumal Steffi weiter unten nochmal beteuert, dass es Dir genau so ergangen ist und von Dir nicht widersprochen wurde.







    Lisa Cortez schrieb:

    Magst du sie mir nochmal stellen.
    Nein Lisa ... wenn Du den Thread nicht nochmal durchgehen magst verstehe ich das, dann soll es das gewesen sein, denn umgekehrt habe ich meine Zeit eben auch nicht gestohlen. :) In diesem Sinne: allen einen schönen Abend!
  • Hallo Kaktusblüte,

    tatsächlich habe ich den Satz von Steffi umgekehrt verstanden, scheint mir. Nicht "fette Menschen sind psychisch krank" sondern " Wenn psychisch kranke Menschen fett werden, werden sie abgelehnt."
    Vermutlich habe ich sie missverstanden und deshalb zugestimmt.

    Mir macht es nix aus, den thread nochmals durchzugehen. Trotzdem fand ich keine Frage, die du mir gestellt hättest.
    Zumindest nix mit Fragezeichen.

    Indirekte Fragen verstehe ich eventuell nicht, meine Muttersptache ist nicht Deutsch.

    liebe Grüße Lisa
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Lisa schrieb:


    Hallo Kaktusblüte,


    ich habe mit Mobilis geschrieben, nicht mit Dr. Weight.


    Man kann ja auch gleichzeitig Speck, Eier und Zwiebeln braten, will
    sagen, nach vier Wirbelsäulenops darf ich davon ausgehen, dass ich auch
    orthopädische Probleme habe.


    Viele Patienten sind multimorbid.



    Ich habe eine ES, psychopharmakainduzierte Adipositas, eine kaputte
    Wirbelsäule , Migräne und letztens wurde auch noch eine Polyneuropathie
    entdeckt.


    Wenn alles irgendwie Ausschließungsgründe sind, bräuchte ich fünf verschiedene Rehas und DAS bezahlt die KK bestimmt nicht.


    In der Schmerzklinik, in der ich war, (chronische Schmerzen) war
    übrigens keines davon ein Ausschließungsgrund und es gab natürlich auch
    Gruppen , Sport sowie Psychotherapie.


    Mit Toleranz hat das nix zu tun, eher mit Ganzheitlichkeit. Dabei könnte
    man die Gruppenfähigkeit eines Patienten ja a priori feststellen. Mich
    stört diese pauschale Rosinenpickerei.


    liebe Grüße Lisa


    Kaktusblüte schrieb:

    1 Und was genau möchtest Du damit sagen, Lisa? Sorry, ich stehe auf dem Schlauch.


    2 Soweit ich das richtig verstehe ging es in Deiner Mail ausschliesslich um m.o.b.i.l.i.s., richtig?

    (Nachträgliche Anmerkung von mir: in der Diskussion zu dem Zeitpunkt ging es um Doc Weight)



    Lisa schrieb:

    Mich stört diese pauschale Rosinenpickerei.
    3 Welche denn?
    Die Rosinenpickerei von m.o.b.i.l.i.s ?

    Die Rosinenpickerei von DocWeight?



    4 Und noch eine allgemeine Frage: Hast Du Dich bei Stark beworben, hast Du direkte, eigene Erfahrungen mit deren Auswahlverfahren und Auswahlkriterien?


    Wichtig wären mir Frage 1 und 4. Ein Fragezeichen haben aber alle und sie sind in recht einfachem Deutsch gehalten ... so richtig verstehe ich das Problem sie zu finden nicht.
  • Kaktusblüte schrieb:

    (Nachträgliche Anmerkung von mir: in der Diskussion zu dem Zeitpunkt ging es um Doc Weight)
    Wenn du mein Eingangposting dieses threads liest, siehst du, dass das nicht valide ist.

    1. Du hast dich auf den anderen thread, nicht auf diesen bezogen. Das
    hatte mich irritiert. Ich meinte damit, dass es die Regel, nicht die
    Ausnahme ist, dass eine Person mehrere Krankheiten gleichzeitig hat.
    Wenn die schwierigsten Fälle Ausschließungsgründe sind, schlussfolgere ich, dass eher unproblematische, schnelle Erfolge gesucht werden. Eventuell ist das für dich eine unzulässige Schlussfolgerung - du hast mir schon gesagt, dass du es anders siehst ., Es ist doch in Ordnung, dass unsere beiden verschiedenen Meinungen so stehen bleiben.
    2. YEP
    3. dito
    2. nein , vertraue der expertise von Martina.

    Wobei natürlich zu überlegen ist, ob ein ambulantes und ein stationäres Programm ohne weiteres vergleichbar sind.

    Damit beende ich den Diskurs und bitte als Threaderstellerin die Moderation, das Thema zu schließen.

    Gruß Lisa
    Für jedes komplexe Problem
    gibt es immer eine einfache Antwort,
    die klar ist, einleuchtend und falsch.


    H.L. Mencken
  • Hiermit schließen wir das Thema.
    Sollten wieder erwarten noch nicht alle Fragen erschöpfend beantwortet sein bitten wir, dies per PN zu klären. Danke.
    Viele Grüße

    Andrea


    ###############
    Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
    Naguib Mahfouz