An die Frauen: Besuch beim Gyn

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    • An die Frauen: Besuch beim Gyn

      Hallo zusammen,

      wie siehts bei euch aus, wenn ihr zum Gyn müsst, stellt die Untersuchung wegen dem Gewicht ein Problem dar? Oder geht es bei euch?

      Meine beste Freundin hat von ihrer ehemaligen Ärzten zu hören bekommen, dass sie zu dick für den Untersuchungsstuhl sei und sie nicht will, dass der zusammenbricht.
      Heftig, oder?

      Liebe Grüße,
      Zero ;)
    • Ich selber habe da bisher kein Problem gehabt, finde es aber durchaus legitim, wenn ein Arzt auf die Belastungsgrenze seiner Ausstattung hinweist. Es kommt halt auf den Ton an.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Ich habe da auch eher Ängste, gerade was den gynäkologischen Stuhl angeht, aber nicht wegen des Gewichts, es sei denn, der kracht bei 128kg zusammen.

      Die Ängste diesbezüglich sind die, dass ich so schlecht auf das Teil aufsteigen kann. Ich bin sehr ungelenkig und habe ein lädiertes Knie. Und in mir kommen dann unerträgliche Fallängste hoch.

      Bei vielen Frauenärzten ist es ja so, dass sie äußerst widerstrebend, bei jeder neuen Patientin, die Stühle hoch und runter fahren. Sätze wie: "Ich kann doch nicht jedes mal den Stuhl komplett runter fahren, dann werde ich ja nie fertig" - habe ich schon oft gehört.

      Im April dieses Jahres ist mein Frauenarzt in Pension gegangen und nun stehe ich erst mal ohne da.

      Gestern habe ich 4 Frauenärztinnen angerufen. Eine hatte einen kompletten Aufnahmestopp, eine einen Termin ab September und die andere erst ab November.

      Mein Hausarzt hat mir eine Frauenärztin empfohlen. Dort habe ich zuerst angerufen. Sie hat ihre Praxis in meiner wirklich nächsten Stadt. Die Sprechstundenhilfe hat mir gesagt, dass ich nicht kommen könne, da ich nicht in ihrem Einzugsgebiet läge. :eek:

      Habt ihr so etwas schon mal gehört? Ich noch nicht.

      Ich nannte ihr meinen Wohnort und somit wusste sie, dass die nächste Stadt, die angeblich für mich zuständig wäre, wesentlich weiter ist.

      Ich dachte, man hätte freie Arztwahl.

      Ehrlich gesagt, kapiere ich das jetzt immer noch nicht.

      Sehr dumm von der Sprechstundenhilfe war auch, dass sie mich dann spontan fragte, ob ich privat versichert wäre. Ich sagte dann ganz verdattert: "Nein, aber wenn ich es wäre, wäre ich dann plötzlich in ihrem Einzugsgebiet?"

      Da hat sie ihren Dummfug bemerkt und schnell nur gemurmelt: "Äh, nein, geht nicht, geht ja nicht."

      Ich hab aktuell wirklich ein gynäkologisches Anliegen. Hab keine Schmerzen oder so, aber es müsste mal untersucht werden. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als bis September zu warten.

      Wertvolle Zeit, die unnütz vergeht. Das kann es ja auch nicht sein.

      Und die Ärztin die offiziell die Nachfolgerin von meinem früheren Frauenarzt ist, ist die, zu der ich erst im September hingehen kann.
    • Ich habe meinen Hausarzt sogar um eine Überweisung gebeten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man damit immer noch leichter einen Termin bekommt.

      Er meinte nur, das wäre nicht nötig.

      Mir isses mittlerweile Wurscht, dann geh ich halt nicht.
    • Eine Überweisung ist ja was anderes. Nachdem ich in einer eiligen Sache vom Facharzt auch erst Monate später einen Termin bekommen hatte, bat ich den Hausarzt, zu intervenieren. Der nahm den Telefonhörer, rief den Kollegen an - und noch in der gleichen Woche konnte ich dort hin...
      Die Krankenkasse wirbt übrigens oft mit einem ähnlichen "Service". Wenn du also befürchten musst, dass es was Ernsteres sein kann und bis September sich was verschlechtert, dann probiere doch mal aus, ob auf diesem Weg nicht doch was zu machen ist. Falls nicht, bleibt immer noch der bereits vereinbarte Termin, du kannst also nix verlieren, nur gewinnen.
    • "Ich kann doch nicht jedes mal den Stuhl komplett runter fahren, dann werde ich ja nie fertig" - habe ich schon oft gehört.


      Wow! Das geht ja gar nicht! Mein Frauenarzt macht das selbstverständlich. Ich sitz auf den Stuhl, und der wird hochgefahren. Und nach dem Untersuch fahre ich wieder runter. War noch nie anders.

      Ich hab einen ganz lieben Frauenarzt, zu dem ich seit 17 Jahren gehe.

      LG Finchen
    • Hallo Finchen,

      das freut mich für dich, dass du so ein Glück mit deinem Frauenarzt hast.

      Bei mir sind die da irgendwie burschikoser.

      Frauenarzt: "Sie kommen da schon rauf, das klappt schließlich bei anderen Frauen auch." Natürlich darf da auch der wohl typischste aller Arztsätze nicht fehlen, der da lautet: "Nun stellen Sie sich mal nicht so an."

      Wie gesagt, ich habe diesbezüglich wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und habe dementsprechend, sehr ausgeprägte Ängste.
    • Auch ich habe schlechte Erfahrungen mit dem Gyn gemacht und gehe nur wenn es sein muss. Dann kommt aber auch der Anpfiff, sie sind schon 4 Jahre nicht mehr dagewesen. Wenn nichts ist was ich merke gehe ich nicht, ich bin schon zu viel bei den Ärzten und habe auf die ganzen Sachen absolut keinen Bock mehr.
    • Ich hab momentan auch Probleme, einen neuen Gyn zu finden. Mein alter, zu dem ich lange gegangen bin und der wirklich sehr lieb war, musste leider vor drei Jahren wegen Krankheit seine Praxis aufgeben. Seitdem versuche ich, einen neuen zu finden, was aber gar nicht so einfach ist. Die ersten beiden, bei denen ich war, waren einfach nur unfreundlich und unsympathisch. Der letzte war erst ganz nett, nachdem er mir dann aber keine IGEL aufschwatzen konnte, war er plötzlich sehr kurz angebunden. Scheint doch schwieriger als gedacht zu werden, jemanden zu finden, der nicht nur kompetent, sondern auch menschlich okay ist.

      Wegen meinem Gewicht habe ich beim Gyn aber bisher noch keine Probleme gehabt und auf den Stuhl komme ich auch ohne Schwierigkeiten. Allerdings kommt - natürlich - jedesmal ein Spruch a la "Sie wissen aber schon, dass sie zu klein für Ihr Gewicht sind?" Nein...echt jetzt? :boah: Als ob man, weil man dick ist, gleichzeitig auch geistig minderbemittelt wäre. Das nervt! :genervt:
    • Als ich rückenoperiert war, musste ich zum Gynäkologen. Der hat mich auf einer Liege untersucht. Bequemer ist für den Arzt der Stuhl, aber "gehen" tut es auf einer Liege auch. Also keine Sorge!

      liebe Grüße Lisa
      Für jedes komplexe Problem
      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Lisa Cortez schrieb:

      Als ich rückenoperiert war, musste ich zum Gynäkologen. Der hat mich auf einer Liege untersucht. Bequemer ist für den Arzt der Stuhl, aber "gehen" tut es auf einer Liege auch. Also keine Sorge!

      liebe Grüße Lisa


      Auf der Liege?

      Wie kann er denn da das Spekulum einführen? Zumal eine normale Liege doch viel zu niedrig für ihn sein dürfte und er somit nicht richtig ins ähm ... "gelobte Land" schauen kann.

      Der Stuhl kann ja nicht nur erhöht werden, er kann ihn auch so justieren, dass der gesamte Unterleib mehr vor rutscht.

      Das wäre prima, wenn es bei mir mit der Liege klappen würde, aber ich glaube, da hab ich keine Chance. Gerade bei dicken Oberschenkeln, bekommt man doch die Beine auch nicht weit genug auseinander. :gruebel:
    • Tosca schrieb:

      Auf der Liege?

      Wie kann er denn da das Spekulum einführen? Zumal eine normale Liege doch viel zu niedrig für ihn sein dürfte und er somit nicht richtig ins ähm ... "gelobte Land" schauen kann.

      Der Stuhl kann ja nicht nur erhöht werden, er kann ihn auch so justieren, dass der gesamte Unterleib mehr vor rutscht.

      Das wäre prima, wenn es bei mir mit der Liege klappen würde, aber ich glaube, da hab ich keine Chance. Gerade bei dicken Oberschenkeln, bekommt man doch die Beine auch nicht weit genug auseinander. :gruebel:


      Natürlich kann er. Meine Kinder habe ich schließlich auch nicht auf einem Frauenarztstuhl bekommen. Und Gynäkologen arbeiten auch in Pflegeheimen, da kommt die Patientin definitiv nicht auf den Stuhl.
      Ich habe nicht behauptet, dass es für den Gynäkologen bequem ist. Auch nicht rückenfreundlich. Aber hey, er ist doch nicht stundenlang zu Gange.
      Wie gesagt, gerne tun sie es nicht, aber wenn es sein muss. Ich war nach der OP noch bettlägerig, bekam aber Unterleibsschmerzen und da gabs ein Konzil mit Frauenarzt.

      liebe Grüße Lisa
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      gibt es immer eine einfache Antwort,
      die klar ist, einleuchtend und falsch.


      H.L. Mencken
    • Warum sollte das nicht gehen. Früher hatten die Ärzte auch keine beweglichen Stühle, da war ne Liege und wenn Du Glück hattest, waren da noch Halterungen für die Beine.

      Sagen wir mal so: wenn es ein vernünftiger Arzt ist, sollte er eine Lösung finden.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Angst verhindert nicht den Tod, sie verhindert das Leben.
      Naguib Mahfouz
    • Lisa Cortez schrieb:

      Natürlich kann er. Meine Kinder habe ich schließlich auch nicht auf einem Frauenarztstuhl bekommen. Und Gynäkologen arbeiten auch in Pflegeheimen, da kommt die Patientin definitiv nicht auf den Stuhl.
      Ich habe nicht behauptet, dass es für den Gynäkologen bequem ist. Auch nicht rückenfreundlich. Aber hey, er ist doch nicht stundenlang zu Gange.
      Wie gesagt, gerne tun sie es nicht, aber wenn es sein muss. Ich war nach der OP noch bettlägerig, bekam aber Unterleibsschmerzen und da gabs ein Konzil mit Frauenarzt.

      liebe Grüße Lisa


      Lisa,

      das ist ja ein prima Gedankenanstoß - z. B was die Frauen in Pflegeheimen angeht. Ich wäre da niemals drauf gekommen. Das klingt durchaus logisch.

      Das wäre prima, wenn ich einen Frauenarzt finden würde, von dem ich wüsste, dass er mich immer per Liege untersucht. Aber erst mal muss ich überhaupt einen finden.
    • sunny73 schrieb:

      Warum sollte das nicht gehen. Früher hatten die Ärzte auch keine beweglichen Stühle, da war ne Liege und wenn Du Glück hattest, waren da noch Halterungen für die Beine.

      Sagen wir mal so: wenn es ein vernünftiger Arzt ist, sollte er eine Lösung finden.


      Ja, wenn es ein vernünftiger Arzt ist - darin liegt die Crux an sich. Vor dem "Frauenarzt-Ausprobieren", habe ich mächtig Schiss.
    • Tosca schrieb:

      Ja, wenn es ein vernünftiger Arzt ist - darin liegt die Crux an sich. Vor dem "Frauenarzt-Ausprobieren", habe ich mächtig Schiss.

      Ich verstehe, dass das Überwindung kostet. Aber auf Dauer würde ich persönlich nicht bei einem Arzt bleiben wollen, bei dem ich mich nicht wohl fühle.
      Viele Grüße

      Andrea - Seepferdchen-Admin


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      Naguib Mahfouz
    • sunny73 schrieb:

      Ich verstehe, dass das Überwindung kostet. Aber auf Dauer würde ich persönlich nicht bei einem Arzt bleiben wollen, bei dem ich mich nicht wohl fühle.


      Stimmt, ich auch nicht. Mein Frauenarzt ist schon längst im Rentenalter. Darum graust es mir, wenn er mal nicht mehr ist. Wenn ich einen neuen suchen muss, wird meine ersten Frage sein, wie er zu dicken Menschen steht. Das muss ich nicht haben, mit Beine auseinander bei einem zu sein, der sich vor dicken Menschen ekelt. Das hab ich einmal bei einem Hausarztstellvertreter erlebt, dass der mich an angewidert am Bauch untersucht hat. So eine Erfahrung muss ich nicht wiederholen.

      LG Finchen
    • Mein Hausarzt hat für mich nun für morgen einen Termin ausgemacht. Guck an, plötzlich flutscht alles. Kein Aufnahmestopp mehr bis November.

      Die Frauenärztin, zu der ich morgen gehe, soll sehr gut sein. Ich hab schon mal vorgefühlt, indem ich die Arzthelferin nach dem Stuhl gefragt habe. Ja, er ließe sich hoch und runter fahren, da bräuchte ich keine Sorge zu haben.

      Warten wir's mal ab.

      Es ist echt eine blöde Situation die ich im Moment habe. Nicht nur, dass mein vorheriger Gynäkologe jetzt im Ruhestand ist, auch mein Psychiater wird bald aus Altersgründen aufhören. Das macht mir am meisten Angst.

      Er hat aber schon einen Nachfolger gefunden, den er bereits einarbeitet. Ich hoffe nur, dass mein Psychiater, zu dem ich immerhin schon seit 24 Jahren hingehe, noch mindestens 1-2 Jahre tätig sein wird.

      Er versicherte mir nun schon des Öfteren, dass er mich nur in gute Hände weitergeben wird.

      Oh je, hab' ich Schiss vor morgen. Ich wollt ich hätte diesen Termin schon hinter mir und alles ist in Ordnung.
      :flenn:
    • Drück die Daumen.

      Manchmal ist es nicht schlecht, einen neuen Behandler zu kriegen. Der hat einen neuen Blick, kein festgefahrenes Schema im Kopf ( ich sage damit NICHT, dass dein alter Psychiater nicht gut ist, sondern dass jetzt eine neue Phase beginnt - und meine Erfahrung ist da eher, dass das auch gut sein kann).

      liebe Grüße Lisa
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